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Frankreich-News
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Montag 26 Januar 10:04 Uhr
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Luba Sonn

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PRIX D'AMERIQUE 2026 - Franck Nivard: "Die Innenspur brachte mir den Sieg"

Der Ecurie Luck träumte schon jahrzehntelang von einem Sieg im Prix d’Amerique. Schon seit Jean Luck vor über 30 Jahren als Züchter und Besitzer der traditionellen Farben fungierte. Bislang gab es aber "nur" zwei Ehrenplätze. Und ausgerechnet mit einem Außenseiter gelang am Sonntag der große Triumph, den Hokkaido Jiel und Franck Nivard in einem packenden Finish erringen konnten. Noch dazu war es für Nivard der erste Start mit dem Sohn von Brillantissime.

Foto: SCOOPDYGA

 

Hokkaido Jiel war 2024 schon Zweiter und musste im Vorjahr, nach der bereits erfolgten Qualifikation, verletzt absagen. Die lange Regeneration scheint sich aber erst recht ausgezahlt zu haben. Der 9jährige startete sein Wintermeeting am 30. Oktober und hat sich seitdem bei jedem der vier Starts gesteigert, um beim fünften Auftritt, im Amerique selbst, auf Hundert zu sein. Dazu kam dann kurz nach dem Einbiegen in den Einlauf das Rennglück dazu: "Wir wären nur Vierter geworden, wenn Go On Boy keinen Fehler macht." Dieser Aussage von Franck Nivard kann man folgen, denn ohne den Fehler von Go On Boy, der an der Innenkante lag, hätte Hokkaido Jiel nicht innen zum Sieg durchstoßen können.

Somit ist Franck Nivard mit sechs Siegen im Amerique der erfolgreichste unter den noch aktiven Fahrern. Zuvor lag er mit fünf Erfolgen gleichauf mit Jean-Michel Bazire. In den knapp 3 Minuten und 30 Sekunden passte alles: Jede Entscheidung von 'Monsieur Prix d'Amerique'.

"Besser hätte es nicht laufen können!" Genau dies waren bereits die Worte von Franck Nivard nach seinem Sieg mit Emeraude De Bais im Criterium de Vitesse de la Cote d’Azur. Sie lässt sich aber auch auf seine Fahrt mit Hokkaido Jiel übertragen. "Ich hatte ein perfektes Rennen", erklärte Nivard. "Ich blieb ständig hinter Just Love You. An der Geläufseinmündung der kleinen Bahn sah ich, dass innen Platz frei wurde, und entschied mich, diese Spur zu nehmen. Ich zögerte kurz, aber als ich sah, dass Just Love You nicht hineinfuhr, wechselte ich nach innen. Ich war etwas weiter hinten, aber es war der kürzeste Weg. Die Innenspur brachte mir den Sieg. Und wir hatten Glück, dass Go On Boy einen Fehler machte."

Noch eine Woche zuvor, war Nivard gar nicht verpflichtet. Sein eigentlich eingeplanter Partner war Krack Time Atout, der wegen eines Lungenproblems aussetze musste. Erst am Dienstag wurde Nivard vom Ecurie Luck verpflichtet, um David Thomain zu ersetzen, der sich für Koctel du Dain entschieden hatte.

 

Sechs Siege für 'Francky' im Amerique:

2009 - Meaulnes Du Corta

2011 - Ready Cash

2012 - Ready Cash

2016 - Bold Eagle

2017 - Bold Eagle

2026 - Hokkaido Jiel

 

Mit 46 Jahren ist Franck Nivard mehr denn je der Mann dieses Rennens: "Ich bin zwanzigmal gestartet und zehnmal Erster oder Zweiter geworden. Dieses Rennen liegt mir! Ich hoffe, das geht noch eine Weile so weiter." Dabei betont er aber auch, dass dieser Sieg im Gegensatz zu den früheren Erfolgen mit Ready Cash oder Bold Eagle, weniger erwartbar war.

Das Rennen: Schon auf den ersten Metern schied Iroise de La Noe, die letztlich sogar als Favoritin auf die Reise gegangen war, nach einem Fehler aus. Danach übernahmen Francesco Zet, Bullet The Bluesky und Epic Kronos die ersten Positionen, bevor sich Keep Going auf dem Weg in die Senke an die Spitze setzte.

Direkt im Anschluss rückte Koctel du Dain auf und drückte selbst auf die Spitze, um sich kurz darauf von Go On Boy ablösen zu lassen. Epic Kronos blieb in zweiter Spur, was eine sehr gute Entscheidung von Paul Philippe Ploquin gewesen sein dürfte. Das Gespann fand mit Josh Power einen perfekten Windschatten, während Inmarosa sehr früh die dritte Spur anführen musste. Der spätere Sieger Hokkaido Jiel lag zu diesem Zeitpunkt noch im Mittelfeld der zweiten Spur, konnte aber kurz vor dem Schlussbogen an die Innenkante wechseln, weil Koctel du Dain völlig ausgelaugt den Rückzug angetreten hat.

Mitte des letzten Bogens konnten sich Go On Boy und Josh Power ein wenig freimachen, wobei kurz darauf Epic Kronos den Anschluss wieder herstellen konnte. Ihm folgte Just Love You, die innen vom aufrückenden Hokkaido Jiel begleitet wurde.

Als Go On Boy zu Beginn des Einlaufs mit einem Fehler reagierte, stieß Hokkaido Jiel in die Lücke und bekam Josh Power kurz vor der Linie zu fassen. Epic Kronos konnte seinen Speed nicht ganz durchziehen und wurde eine halbe Länge zurück Dritter. Dazwischen fand die große Außenseiterin Hamony du Rabutin offensichtlich keine ausreichend große Lücke, sodass ihre große Endgeschwindigkeit mit einem Fehler vor der Linie endete, der nach kurzer Überprüfung bestätigt wurde.

Frank Gio, der unterwegs den Zug hinter Inmarosa nutzen konnte, zog im Einlauf zwar gut an, verpasste aber als Vierter das Podium. Für Matthieu Abrivard reichte es aber im 'Familienduell' seinen Cousin Alexandre auf den fünften Rang zu verweisen, womit die Quinte vervollständigt wurde.

ZUM VIDEO

 

Die unerwartete Krönung für die Familie Luck brachte natürlich im ganzen Umfeld die Emotionen zum explodieren. Trainer Jean-Luc Dersoir arbeitet schon seit 45 Jahren mit dem Ecurie Luck zusammen und ist gewissermaßen Familienmitglied. Eric Fremiot, der Enkel des Gründers mit dem Label 'Jiel', leitet die Struktur: "Das ist ein Traum! Unglaublich! Meine Großeltern können nicht hier sein, aber ich denke an sie. Dieser Sieg ist der Höhepunkt."

Außerdem betont Eric Fremiot den Teamgeist des Stalles: "Das ist das Ergebnis eines gesamten Teams - von der Zucht bis zum Training. Franck Nivard fuhr ein perfektes Rennen. Und das Pferd wurde optimal vorbereitet."

11,4 - wie Bold Eagle vor zehn Jahren

Hokkaido Jiel kam in 11,4 nach Hause, was auf der leicht klebrigen Piste eine gute Zeit war und exakt der Zeitnahme von Bold Eagle aus dem Jahr 2016 entspricht. Den Rennrekord behält damit Face Time Bourbon, der 2021 in 10,8 siegte.

Trainer Jean-Luc Dersoir erklärte im Siegerinterview bewegt: "Ich bin glücklich und erfüllt. Ich wusste, dass mein Pferd gut ist, aber nicht, dass es gewinnen würde. Hokkaido Jiel ist außergewöhnlich. Vor einem Jahr hatte er schwere gesundheitliche Probleme - heute holt er den 'Gral'. Wenn ein Champion nach solchen Rückschlägen zurückkommt, ist das wie bei einem Spitzensportler."

Als nächstes soll Hokkaido Jiel im Prix de France starten, jedoch nicht im Prix de Paris.

Auch Pfleger Samuel Perinel war zutiefst gerührt: "Das ist einer der schönsten Tage meines Lebens. Ich arbeite seit 32 Jahren für den Ecurie Luck. Diese Emotionen sind unvergleichlich."

 

Jean Luck & Ecurie Luck im Prix d’Amerique

Unter Jean Luck:

1992 - Ukir De Jemma - unplatziert

1993 - Ukir De Jemma - 2. Platz

2007 - Ladakh Jiel - 9. Platz

2009 - Ladakh Jiel - 7. Platz

Unter Ecurie Luck:

2024 - Hokkaido Jiel - 2. Platz

2026 - Hokkaido Jiel - 1. Platz

 

Franck Nivard - die Wahl der Erfahrung

Da Stammfahrer David Thomain anderweitig engagiert war, entschied sich das Team bewusst für Nivards Erfahrung: "Mehrere Fahrer boten sich an, aber Franck war dank seiner Erfahrung die beste Wahl für dieses Rennen", so Eric Fremiot.

Stimmen der Platzierten

Sebastien Ernault (2./Josh Power): "Es ist frustrierend, so knapp zu verlieren, aber mein Pferd war großartig."

Paul Ploquin (3./Epic Kronos): "Kein Bedauern - perfektes Rennen. Und dann kam Franck Nivard. Er ist einfach zu stark."

Matthieu Abrivard (Frank Gio/4.): "Gutes Rennen, mein Pferd ist erst fünf Jahre alt und gehört zur Spitze."

Die größte Enttäuschung erlebte aber Trainer Thomas Levesque, dessen Iroise de la Noe schon Sekunden nach dem Start nach einer Galoppade disqualifiziert wurde. Er brachte seinen Frust in zwei kurzen Sätzen zum Ausdruck: "Ein Jahr Arbeit und nach 100 Metern ist alles vorbei. Das ist extrem bitter." Fahrer Eric Raffin übernahm später die Verantwortung: "Ich war nicht gut."

Montag 26 Januar 22:07 Uhr
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Luba Sonn

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In eigener Sache:

Ich bin ab morgen 14 Tage im Urlaub und werde dementsprechend die News ruhen lassen müssen. Außer mir wird am Strand in Thailand so langweilig, dass ich mich doch intensiver mit dem ParisTurf beschäftige 😉

Aber es ist eher mit einer Pause von meiner Seite bis zum 11. Februar zu rechnen.

 

Montag 26 Januar 22:14 Uhr
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Lanti

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Wünsche dir schöne Tage!!!👍

Montag 26 Januar 22:20 Uhr
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Gambler

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Viel Spass Hardy. Und den France wirst du bestimmt auch irgendwie sehen können. 

Dienstag 27 Januar 13:43 Uhr
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Luba Sonn

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Das große Interview mit Florent Gautreau: "Ich bezeichne mich gern als Turf-Fan"

Florent Gautreau ist als ehemaliger Chefredakteur von Equidia schon vor einigen Jahren zu RMC (französischer Sportsender) zurückgekehrt, um dort über Fußball zu sprechen. Jedoch hat er seine Leidenschaft für den Pferderennsport nie verloren. Eine Liebe, die ihn nicht daran hindert, den Rennsport und sein Umfeld kritisch zu betrachten. Im Gespräch mit dem ParisTurf, geht er auf viele Themen rund um den Sport und dessen Zukunft ein.

PT: "Florent, Sie sind zurück bei RMC, aber seit Ihrem Weggang von Equidia im Jahr 2019 haben Sie den Kontakt zum Rennsport nie abgebrochen."

FG: "Ich wollte immer diese Doppelkompetenz behalten - Fußball und Pferderennen. Und heute bin ich Botschafter des Wettanbieters Genybet, der zur gleichen Gruppe wie der ParisTurf gehört. Meine Rolle geht sogar noch weiter, da ich auch als Prognostiker tätig bin. Das ist alles ziemlich zeitintensiv, aber ich liebe diesen 'Seriencharakter', den es sowohl im Fußball, als auch im Rennsport gibt. Nicht alles ist immer spannend, man kann ein paar 'Folgen' verpassen, aber man kehrt gern zurück und freut sich, die Protagonisten wiederzusehen."

PT: "Rennen finden alle 15 Minuten statt. Ist es für einen Sender wie Equidia überhaupt noch möglich, jedes einzelne Rennen dramaturgisch in Szene zu setzen?"

FG: "Das ist eine der Schwierigkeiten, aber ich finde, dass man auf dem Renn-Kanal versucht, ein Ereignis über einen längeren Zeitraum erlebbar zu machen und komplett in die Geschichte einzutauchen. Man ist oft hart mit Equidia, aber ich erinnere mich an eine Zeit (vor 1996), in der man die Rennen gar nicht sehen konnte. Man musste auf Radio-Nachrichten oder die Zeitung am nächsten Tag warten, um die Ergebnisse zu erfahren. Man sollte sich bewusst machen, wie weit wir gekommen sind."

PT: "Auf dem Renn-Kanal von Equidia ist die Meinungsfreiheit größer."

FG: "Ja, und das ist gut so. Als ich Chefredakteur war, habe ich die Journalisten ermutigt, auch kritische Themen anzusprechen. Die Institutionen haben manchmal Angst vor einem freien Ton. Zu sagen, dass der Zustand der Bahn schlecht ist oder Fehlstarts schlecht gehandhabt werden, schreckt die Turfisten nicht ab. Im Gegenteil - sie sind dankbar für ehrliche Worte. Ich habe immer mit dem Anspruch auf Unabhängigkeit, Meinungsfreiheit und Transparenz gearbeitet."

PT: "Ist Transparenz das beste Mittel gegen 'Verschwörungstheorien'?"

FG: "Ein bisschen wie im Fußball neigen auch Turfisten dazu, bei unerwünschten Ergebnissen zu glauben, 'dass etwas arrangiert wurde'. Man muss diese Mythen entkräften, indem man solche Themen offen anspricht und Debatten startet."

"Geldstrafen wie in der NBA"

PT: "Die junge Generation von Trainern ist in sozialen Netzwerken sehr aktiv. Das ist einerseits ein Zeichen von Transparenz, andererseits eine Möglichkeit, die eigene Kommunikation zu steuern."

FG: "Ich finde es sehr sympathisch, wie diese jungen Profis ihre Kommunikation selbst in die Hand nehmen. Natürlich sprechen sie über Themen, die sie auswählen, aber ich habe nicht den Eindruck, dass sie die traditionellen Medien umgehen wollen - dort treten sie weiterhin auf. Was ich allerdings nicht verstehe, sind Trainer, die sich Gesprächen mit Journalisten verweigern. In der NBA oder der Formel 1 müssen Akteure vor und nach ihrem Auftritt vor die Mikrofone treten, sonst drohen Geldstrafen. Das ist effektiv - und der Rennsport könnte sich daran ein Beispiel nehmen. Ich bin mir aber nicht sicher, ob die Verantwortlichen den Mut dazu haben."

PT: "Sie bewegen sich in zwei Welten - Fußball und Rennsport. Können Sie erklären, warum der eine Sport so erfolgreich ist und der andere weniger Beachtung findet?"

FG: "Beim Rennsport gibt es ein kulturelles Problem. Fußballleidenschaft beschränkt sich nicht auf drei Spiele pro Woche. Es ist eine menschliche Geschichte, getragen von Fans, die tief mit ihrem Verein verbunden sind, leiden, aber sich nicht von einem einzigen Ergebnis beeinflussen lassen.

Die Bekanntheit des Rennsports beruht vor allem auf dem Erfolg des Totalisator-Wettsystems. Das hat sehr gut funktioniert und viele Generationen ans Wetten herangeführt. Vielleicht haben wir damals die Chance verpasst, das Publikum auch für andere Aspekte zu begeistern. Mich selbst eingeschlossen, als ich bei Equidia tätig war. Unsere Priorität, wie bei anderen Rennsportmedien, lag auf dem Spiel, auf den Wetten. Wir wollten den Spielern möglichst viele Informationen liefern, damit sie 'besser wetten'. Ich bin nicht naiv, ich verstehe die wirtschaftlichen Zwänge. Der Rennsport ist ein Geschäft, dass eine ganze Branche ernährt und dem Staat Geld einbringt. Aber haben wir nicht den kulturellen Aspekt vernachlässigt? Haben wir es versäumt, wirklich zu erklären, was Pferderennen sind?"

PT: "Was meinen Sie damit?"

FG: "Heute sagt man: 'Pferderennen ist ein Sport wie jeder andere.' Ich glaube, das stimmt nur teilweise. Und es reicht nicht, es einfach zu behaupten. Hätte man all die Jahre daran gearbeitet, diesen Anspruch mit Leben zu füllen, stünden wir heute vielleicht anders da. Die Realität ist: Es gibt kaum Rennsportkultur, keinen gewachsenen Nährboden. Solange der Rennsport vor allem mit Wetten verbunden ist, kann er kaum 'ein Sport wie jeder andere' sein. Und Wetten bedeuten Geld - ein Thema, das in Frankreich, anders als in angelsächsischen Ländern, eher mit Zurückhaltung betrachtet wird."

"Ich mag Pferderennen - na und?"

PT: "Sie haben sich immer offen als Turf-Fan bezeichnet, was Ihnen nicht immer Vorteile gebracht haben dürfte."

FG: "Ich liebe es, mich als Turf-Fan zu bezeichnen. Ich weiß, für manche ist das altmodisch, und einige reagieren skeptisch, wenn ich es sage. Aber mich amüsiert das. Vor 1998 war es ähnlich mit Fußball. Als ich in Bordeaux studierte und die französische Nationalmannschaft erwähnte, wunderten sich meine Kommilitonen: 'Du magst Fußball? Seltsam!' Heute spüre ich eine ähnlich geringe Wertschätzung gegenüber Pferderennen. Mir egal - ich stehe zu dieser Leidenschaft. Vor ein paar Jahren träumte ich von einer Kampagne, in der Prominente öffentlich sagen: 'Ich mag Pferderennen - na und?' Das könnte das Image des Rennsports verbessern, wenn bekannte Persönlichkeiten offen dazu stehen würden."

PT: "Zumal der Rennsport viele Stärken hat."

FG: "Natürlich. Neben dem 'Seriencharakter', kann man die Entwicklung eines Pferdes über eine ganze Saison verfolgen. Es ist auch ein Denkspiel. Man erstellt seine Prognosen anhand von Daten, früheren Leistungen, Videos... Und nicht zuletzt: Für eine junge Generation, die schnelle Ergebnisse mag, muss man keine 90 Minuten warten, um zu wissen, ob man gewonnen hat. Man setzt um 14:48h und kennt um 14:52h das Ergebnis."

PT: "Allerdings schreckt das Totalisator-System viele junge Leute ab, weil sie ihre möglichen Gewinne nicht im Voraus kennen."

FG: "Die 'gute Nachricht' ist, dass diese Generation sehr versiert im Umgang mit digitalen Tools und Smartphones ist. Sie kennen Wett-Apps, sind aber vor allem an feste Quoten gewöhnt. Das ist nicht der Hauptgrund für ihr geringes Interesse am Rennsport. Das Umfeld ist ihnen schlicht fremd, aber das darf kein Hindernis sein."

Die Eroberung der jungen Generation

PT: "Welche Wege sehen Sie, um junge Menschen für den Rennsport zu gewinnen?"

FG: "Ich glaube nicht, dass Fernsehen und eine klassische Sendung der richtige Weg sind. Wenn man das Durchschnittsalter der TV-Zuschauer sieht, versteht man, warum junge Menschen sich davon abwenden. Meiner Meinung nach sollte man sie über soziale Netzwerke und Influencer erreichen. Wenn einige der größten Influencer Wettbewerbe oder Aktionen rund um Pferderennen starten würden, hätte das eine enorme Wirkung."

PT: "Neue Spieler zu gewinnen ist dringend nötig, da die Wettkundschaft altert."

FG: "Wenn ich mir die Turfisten um mich herum anschaue, frage ich mich: Wer wird spielen, wenn diese Generation nicht mehr da ist? Ich sehe kaum junge Leute, und das beunruhigt mich. Wenn ich dann Verantwortliche höre, die von einer Free-TV-Sendung sprechen, habe ich das Gefühl, dass man bereits hinterherhinkt. Die FDJ (Wettanbieter) hat mit Soso Maness, einem Fußballfan und Rapper aus Marseille, einen anderen Weg gewählt. Allerdings auf einem viel fruchtbareren Boden als der Rennsport."

PT: "Gibt es persönlich Dinge, die Sie sich für die Zukunft wünschen?"

FG: "Ich würde mir wünschen, dass die Renntage reduziert werden. Es gibt zu viele Rennen. So wie es im Fußball zu viele Wettbewerbe und Spiele gibt. Die Gründe sind dieselben: Man will möglichst viel Geld einnehmen. Vielleicht irre ich mich, aber für mich ist das langfristig schädlich. Es ist einfach zu viel für die begrenzte Aufmerksamkeit der Menschen. Mit ein oder zwei renntfreien Tagen pro Woche könnte ich mehr Zeit investieren, um Rennen zu analysieren und Prognosen zu erstellen. Und ich glaube nicht, dass ich deshalb weniger wetten würde."

PT: "Dann bleibt Ihnen mehr Zeit für andere Interessen.."

FG: "In dieser Hinsicht finde ich trotzdem noch Zeit für meine anderen Leidenschaften: Lesen, ich mag Geschichte sehr, und Golf, dass ich kürzlich für mich entdeckt habe und wo man, entgegen vieler Vorurteile, sehr unterschiedliche Menschen trifft. Letztlich glaube ich, dass ich einfach zeitintensive Hobbys liebe (lacht)."

Dienstag 27 Januar 14:03 Uhr
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AM TAG NACH DEM PRIX D'AMÉRIQUE RÜCKBLICKT JEAN-LUC DERSOIR ÜBER DEN ERFOLG VON HOKKAIDO JIEL (KI-übersetzt)

"Ich bin froh, es ihm gegeben zu haben."

Nach fünfundvierzig Jahren im Dienst des Rennstalls bescherte Jean-Luc Dersoir den „Bienen“-Farben mit Hilfe von Franck Nivard (sechster Sieg) ihren ersten Prix d'Amérique-Sieg, dank Hokkaido Jiel, aus der Stammstute Playa aus Jean Lucks (94 Jahre altem) Zuchtprogramm.

Im vergangenen Jahr fehlte er aufgrund einer Verletzung beim Prix d'Amérique.

Hokkaido Jiel, der bei Idao de Tillards erstem Sieg 2024 in Amerika Zweiter wurde, erlebte seine Konstanz auf höchstem Niveau, dank der Unterstützung von Franck Nivard, der ihn entdeckt hatte. Jean-Luc Der-soir, ein zurückhaltender 71-jähriger Berufs- und Privattrainer des Rennstalls Luck, der heute von seinem Enkel Éric Frémiot geleitet wird, erlebte am Sonntag in Vincennes einen Traumtag: „Der Sieg im Prix d’Amérique war das i-Tüpfelchen! Meine beiden Töchter, Clémence, die Ältere, und Erika, die Jüngere, waren mit mir dort. Sie reisen immer zu den großen Rennen. Am Morgen hatte ich meine Enkelin Soline (8 Jahre), die in ihrem amerikanischen Outfit so stolz war, angemeldet, um Franck Nivard zur Fahrerpräsentation zu begleiten. Ich habe den ganzen Tag über die Freude von Marius (Anmerkung der Redaktion: seinem jüngsten Sohn) gesehen. Es war einfach großartig. Mit zunehmendem Alter relativiert sich das Leben, und ich weiß die Ereignisse mehr zu schätzen. Der Tag hatte mit Ikuro Jiels Sieg unter dem Sattel sehr gut begonnen. Tatsächlich sind Ikuro und Hokkaido mütterlicherseits über Playa, eine Stute aus einer sehr guten Linie, miteinander verwandt.“ Herr Luck hatte sie damals von Herrn Allaire gekauft. Sie bildet das Fundament des Zuchtprogramms des Stalls. Erst am Tag zuvor hatte Lombok Jiel einen hervorragenden zweiten Platz im Prix Bold Eagle (Gruppe I) belegt. Ich hoffe natürlich, ihn nächstes Jahr wieder zu gewinnen. Danach kann ich in Rente gehen (lacht)...

„Ich verdanke Herrn Allaire alles.“ Jean-Luc Dersoir, der am Sonntag sein elftes Gruppe-1-Rennen gewann, war kurz nach dem Zieleinlauf sichtlich bewegt: „Vor dem Rennen war ich ganz ruhig. Meine Arbeit war getan, und es gab keine Probleme. Ich habe das Rennen von der Waage am Rand der Rennbahn aus verfolgt. Ich wusste bis zum Schluss nicht, ob wir gewonnen hatten, bis meine Tochter mir weinend in die Arme fiel.“ Die Umarmung von Philippe Allaire auf der Rennbahn wird aus mehreren Gründen eines der bewegendsten Bilder bleiben: „Ich kenne ihn, seit er 15 ist. Er gratulierte mir sehr herzlich und sagte: ‚Du hast es verdient.‘ Das hat mich tief berührt. Er ist ein sehr talentierter und respektvoller Trainer.“

„Er wurde von mir hoch geschätzt und ich verehre ihn persönlich.“ Jean-Luc Dersoirs Schicksal ist untrennbar mit Pierre-Désiré Allaire verbunden (Anmerkung der Redaktion: verstarb im Herbst 2020): „Ich habe Herrn Allaire sehr zugetan. Es ist ihm zum Teil zu verdanken, dass ich meine Karriere verfolgen konnte. Ich verdanke ihm alles. Anfang der 70er-Jahre verbrachte ich drei Winter als Stallbursche in Joinville, bevor ich 1974 meinen Wehrdienst ableistete. Nach meiner Rückkehr nahm er mich wieder auf, und ich arbeitete fünf Jahre für ihn. Als die Herren Allaire, Schmidt und Luck 1980 eine Partnerschaft eingingen, empfahl mich Philippes Vater Straßburg als Privattrainer.“

„Das Wohlbefinden meiner Pferde steht für mich an erster Stelle.“ Jean-Luc Der-soir, der viele Jahre in Grosbois lebte, pendelte lange zwischen verschiedenen Orten und hielt seine besten Pferde im Pariser Trainingszentrum. In den letzten zehn Jahren hat sich dies geändert: „Anfang der 2000er-Jahre erwarb Herr Der-soir, ein Mann mit unternehmerischem und investivem Denken, ein Gestüt in Benerville (14) bei Deauville, das er renovierte und zu einer Niederlassung am Meer ausbaute. Damals war die Arbeit am Strand modern und boomte. Die Pferde profitieren von grünen Paddocks und jeglichem Komfort. Der Strand ist in der Nähe. Es ist ideal. Mir ist das Wohlbefinden der Pferde, die ich trainiere, wichtiger als mein eigenes. Dafür nehme ich auch weite Strecken in Kauf.“

Eine allmähliche Steigerung der Leistung

Nachdem er verletzungsbedingt den Prix d'Amérique 2025 verpassen musste, hat Hokkaido Jiel allmählich wieder zu seiner Bestform zurückgefunden: „Wir haben uns an das Protokoll des Ärzteteams von Dr. Xavier d'Ablon in der Klinik Côte Fleurie (Bonneville-sur-Touques) gehalten. Er war ständig draußen, ist viel geschwommen und hat am Strand trainiert. Ende Juni/Anfang Juli, nach der Decksaison, hat er das Training wieder aufgenommen. Die Schonung war für die Heilung der Verletzung nicht optimal, und das hat mir Sorgen um seine bevorstehende Rückkehr in den Wettkampf bereitet, da er sehr aktiv war. Aber er ist zäh.“ Im Eröffnungsrennen des Meetings, dem Prix des Cévennes, belegte er den fünften Platz und zeigte „ein respektables Rennen, beschlagen und ohne spezielle Ausrüstung für sein Comeback nach mehreren Starts.“

Anschließend gewann er mehrere "B"-Rennen, darunter einen vierten Platz im Prix de Bourgogne, was ihm einen Startplatz im Prix d'Amérique Legend Race einbrachte.

Hokkaido Jiel, Gewinner des Prix René Ballière 2023, kehrte am Sonntag nach einem Ausflug nach Grosbois am Montag auf die Siegerstraße zurück: „Seit dem Rennen in Burgund bin ich zweimal pro Woche unterwegs…“

Eine Woche in der Normandie, um ihn zu trainieren. Er war seit Jahren nicht mehr im Trainingszentrum gewesen. Ein Tapetenwechsel tut immer gut. Ich war ruhig. Er hatte am Montag sehr gut gearbeitet. Danach ging ich zurück, um ihn im Trab zu reiten.

Am Donnerstag auf der Rennbahn in Cabourg. Ich hatte das Gefühl, mein Pferd sei energiegeladen und in Topform. Ich dachte, ich hätte eine Chance, unter die ersten Fünf zu kommen.

Der Traum von Mr. Luck wird wahr. Hokkaido Jiel, seit Juni 2022 von David Thomain gefahren, traf am Sonntag auf Franck Nivard: „Ich verstehe Davids Entscheidung. Er informierte mich einen Tag nach dem Prix de Belgique über seine Verpflichtung bei Koc-tel du Dain. Mr. Luck wünschte sich einen erfahrenen Fahrer. Die Entscheidung wurde gemeinsam mit allen Beteiligten getroffen. Franck Nivards Agent, Alexandre Prod'homme, rief Éric Frémiot und mich an, um seine Verfügbarkeit mitzuteilen. Am vergangenen Dienstag rief mich Jos Verbeeck an, ein treuer Fahrer von Mr. Lucks Stall (244 gemeinsame Siege seit 1989), und gratulierte mir zur Fahrerwahl. Er gratulierte mir am Sonntag erneut. Er freute sich für den gesamten Stall. Das hat mich sehr berührt.“

Für Herrn Luck, der das Rennen in Straßburg verfolgte, war es ein Traum. Ich bin froh, dass ich ihm diesen Wunsch erfüllen konnte.“

Nach dem Rennen und was danach kommt: Nach dem Wettkampf die Entspannung: „Wir feierten Hokkaido Jiels Sieg im Club Uranie in Vincennes, bevor Eric Frémiot mich und die Familie des Pferdes, Franck Nivard und meine eigene, in ein Restaurant in Bercy einlud.“ Dabei vernachlässigte er seine Pflichten als Trainer nicht: „Ich bin gegen Mitternacht und halb eins losgefahren, um um 5:40 Uhr morgens da zu sein, mich um die Pferde zu kümmern und sie dann den ganzen Morgen über zu traben, bevor ich mit drei Pferden nach Mauquenchy fuhr. Das Pferd kehrte am Sonntagabend ins Gestüt zurück. Wenn alles gut geht, soll er beim Prix de France starten.“

Hokkaido Jiel hat seine Normandie gefunden

Nach dem traditionellen Erinnerungsfoto am Sonntag auf der Rennbahn von Vincennes nach dem letzten Rennen des Programms reiste Hokkaido Jiel zurück in die Normandie zum Gestüt Ecurie Luck in Benerville-sur-Mer (14) bei Deauville, wo er gegen 22:30 Uhr eintraf. Am Montagmorgen vertrat sich der Held des Wintermeetings 45 Minuten lang am Strand, wo er einen leichten Trab und ein kurzes Bad absolvierte, bevor er den Nachmittag unter strahlend blauem Himmel auf seiner gewohnten Koppel verbrachte. Wie immer ruhig und gelassen, schien der Sohn von Brillantissime die Anstrengung gut verkraftet zu haben. „Er hat am Sonntagabend gut gefressen und am Montagmorgen wieherte er, als wir ihm das Futter brachten“, erklärte sein treuer Pfleger Samuel Perinel (im Bild), der sich gerade von seiner...

Emotionen. Er wirkt nicht aufgeregter als bei anderen Rennen und war heute Morgen im Sulky am Strand sogar recht geschmeidig. Er ist wirklich ein gutmütiges, unkompliziertes Pferd, leicht zu handhaben, auch wenn er ein kleines Temperament hat. Er ist seit drei Jahren im Stall von Herrn Luck in der Normandie, und ich kümmere mich um ihn. Dass er am Sonntag den Prix d'Amérique gewonnen hat, ändert nichts an unserer Beziehung, auch wenn ich natürlich stolz auf ihn bin. Ich habe ihn immer sehr geliebt, und wir haben uns immer gut verstanden...“ Stolz auf sein Pferd und den Sieg, den es dem Stall Luck, wo er seit dreißig Jahren arbeitet, beschert hat, hatte Samuel Perinel am Montag noch immer leuchtende Augen. „Éric Frémiot bat das gesamte Team um Geduld, als er letzten Winter Probleme mit seinem linken Hinterbein hatte und nicht am Prix d'Amérique teilnehmen konnte, obwohl er qualifiziert war.“ Wir haben uns also Zeit gelassen und hart gearbeitet, um das Pferd wieder in Bestform zu bringen. Dieser Sieg ist natürlich etwas ganz Besonderes für uns. Er unterstreicht auch das Talent von Jean-Luc Dersoir als Trainer – ein ruhiger und diskreter Mann, der wusste, wie er sein Pferd für den großen Tag in Topform bringen konnte.

Sébastien Ernault, Zweiter mit Josh Power, hat keine Reue.

Der Druck auf Sébastien Ernault hat nachgelassen. Am Montagmittag gab der Trainer aus dem Département Manche ein Update zu seinem Champion Josh Power, dem heldenhaften Zweitplatzierten des Prix d'Amérique 2026: „Das Pferd ist am Sonntagabend wohlbehalten nach Hause gekommen und hat gut gefressen. Er hat heute Morgen (Montag) ein leichtes Training absolviert und wird, da das Wetter gut ist, den Rest des Tages auf der Koppel verbringen. Er hat sicherlich eines der härtesten Rennen seiner Karriere bestritten, aber er ist guter Dinge und alles scheint gut zu laufen. Er wird diese Woche leicht trainieren und ich denke, er wird auch im Meer schwimmen gehen.“ Eine wohlverdiente aktive Pause für den Vertreter der Ecurie BG Trot, der am Sonntag eine großartige Leistung gezeigt hat. „Ich war etwas zu früh im Windschatten, wollte aber kein Risiko eingehen und mich schnell in die dritte Spur einfinden“, erklärt Sébastien Ernault. „Er hat mich beim Prix de Bretagne beeindruckt und gezeigt, dass er sich weiterentwickelt hat. Deshalb wusste ich, dass er die letzten 800 Meter schaffen kann. Er hat alles gegeben. Ich bereue nichts, auch wenn ‚Francky‘ (Nivard), den ich seit unserer Kindheit kenne (Anmerkung der Redaktion: Beide Profis stammen aus der Region Manche und trennen nur wenige Monate), es mit Hokkaido Jiel niemals geschafft hätte, wenn Go On Boy nicht seinen Rhythmus verloren hätte. So ist es nun mal; wir werden uns nicht über den zweiten Platz beim Prix d’Amérique beschweren. Wir haben es geschafft…“

„Dass wir das Pferd zu Höchstleistungen gebracht haben, darauf bin ich stolz.“

In einer am Sonntagabend veröffentlichten Erklärung gaben die SETF-Offiziellen bekannt: „Die Rennleitung beobachtete fünf Fälle unsachgemäßen Peitschengebrauchs, ein Verhalten, das bereits zuvor geahndet wurde.“ Sébastien Ernault antwortete: „Aufgrund der neuen Bestimmungen wurde ich von der Rennleitung für fünfzehn Tage gesperrt. Daher darf ich mein Pferd nicht im Prix de France fahren. Es ist noch nicht endgültig entschieden, aber normalerweise arbeite ich mit David Thomain zusammen, und falls dieser verfügbar ist, wird er wahrscheinlich mit Josh Power reiten.“ Anders als im letzten Jahr soll der Sohn von Offshore Dream daher am 8. Februar im Speed ​​Race starten. „Wir haben dieses Rennen ausgelassen und ihn direkt zum Prix de Paris geschickt, da er ein Pferd ist, das nicht zieht“, erklärt Sébastien Ernault. „Aber er mochte es nicht, zweimal bergauf zu laufen. Ich bevorzuge ihn über 2.700 Meter, aber er passt sich allem an. Man darf nicht vergessen, dass er im Critérium Continental (Gr. 1) 2023, am Ende seiner Vierjährigen-Saison, über 2.100 Meter (mit Autostart) in 1:09,9 Minuten getrabt ist und Zweiter hinter dem Sieger Jushua Tree wurde. Danach plane ich, ihn am 8. März im Critérium de Vitesse (Gr. 1) in Cagnes-sur-Mer starten zu lassen. Er wird dieses Jahr nicht als Deckhengst eingesetzt und im Frühjahr am Programm für gute Pferde in Frankreich teilnehmen. Ich werde das mit den Besitzern besprechen, aber Rennen im Ausland reizen mich nicht.“

David Békaert: „Es war gewiss gestern oder nie…“

Alle Beobachter sind sich einig: Hätte man die Lücke zwischen Josh Power und Epic Kronos gefunden, wären Harmony du Rabutin und David Békaert die großen Gewinner des Prix d'Amérique Legend Race 2026 gewesen. Nach einer Untersuchung wegen eines Galoppsprungs kurz vor dem Ziel vom fünften Platz disqualifiziert, verwandelte sich der Traum des Duos innerhalb weniger Minuten in einen Albtraum. Vierundzwanzig Stunden später blickte der Fahrer aus dem Süden auf den Moment zurück, der der größte seiner Karriere hätte sein können: „Uns fehlte das Quäntchen Glück, das den Unterschied ausmacht. In der letzten Kurve rollte ich aus und dachte, wir würden einen guten Sieg einfahren. Auf der Zielgeraden hatte ich noch ordentlich Power und musste einfach versuchen, mich durchs Feld zu kämpfen. Ich trieb sie an, hielt sie aber gleichzeitig zurück, weil ich keine Lücke fand. Ich hoffte, dass Sébastien (Ernault) oder Paul (Ploquin) unter der Last etwas nachgeben und wir eine Lücke finden würden, aber dem war nicht so. Da ich keinen Platz zum Manövrieren hatte, legte sie einen Sprint hin und ich wusste, dass wir bestraft werden würden. Es ist hart, aber so ist Rennsport. Uns fehlte nur ein Meter zum Sieg beim Prix d'Amérique… Für einen Fahrer wie mich hieß es definitiv jetzt oder nie. Jetzt müssen wir das hinter uns lassen und nach vorne schauen. Ich habe heute mit Guillaume (Huguet) telefoniert.“ Am Morgen absolvierte Harmony ein leichtes Training und war sehr geschmeidig. Sie hatte keine Probleme. Wir werden sicherlich die Gelegenheit haben, an weiteren großen Rennen teilzunehmen und vielleicht unser Gruppe-1-Rennen zu gewinnen, warum nicht den Prix de Paris? Guillaume und ich hatten jedenfalls keinen Zweifel an der Fähigkeit der Stute, auf höchstem Niveau zu glänzen, und wir sollten Recht behalten.“ MM

Die PMU-Anteile sanken um 5,4 % - allein beim Prix d'Amérique

Während die Zuschauerzahl von 55.000 (zwischen 35.000 und 37.000 am Sonntag) die Organisatoren vollends zufriedenstellte (siehe andere Stelle), brachen die vom französischen Pferdewettanbieter PMU verzeichneten Einsätze ein, wie es seit Jahresbeginn der Trend ist. Weder das vielfältige Starterfeld mit 18 Pferden noch der vom PMU ausgelobte Jackpot von 3 Millionen Euro konnten die Zahlen verbessern. Mit 26,7 Millionen Euro Wetteinsatz am Sonntag lagen die Einsätze in Vincennes 4,3 % unter dem Wert von 2025 (die validierten Wetten in Frankreich sanken um 3,4 % auf 22,9 Millionen Euro). Allein beim Prix d'Amérique wurden vom PMU 16,8 Millionen Euro gesetzt, ein Rückgang von 5,4 %. Über den gesamten Sonntag wurden etwas mehr als 30 Millionen Euro gesetzt. Am Samstag schloss Vincennes zwar mit einem Minus von 8 % ab, der Gesamtumsatz des Tages verzeichnete jedoch dennoch einen Anstieg von 2 %.

 

 

Freitag 30 Januar 10:03 Uhr
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Lou

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Beiträge: 506

Hokkaido Jiel und Hokkaido vorgestern. Hokkaido Jiel mit Pleger Samuel Pėrinel am Strand v. Blonville s.M.

Auf Hokkaido mehr Schnee als gewöhnlich. 90% aller jap Rennpferde werden dort im Schnee geboren. Zum Glück halten die ca. 11 tsd Bären Winterschlaf und es braucht keine Bärenwachen. Die gerade 2yo gehen in Pulks unter den Dächern.

Freitag 30 Januar 10:49 Uhr
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Lanti

Themen: 10
Beiträge: 2514

Kann man sich mal gönnen, so eine Strandparty, nach getaner Arbeit!

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