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Frankreich-News
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Freitag 26 Dezember 03:32 Uhr
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Luba Sonn

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Samstag in Vincennes - Mehdi Lelievre: "Ich werde um den Titel kämpfen"

Nach einer sechstägigen Sperre kehrt Mehdi Lelievre an diesem Samstag rechtzeitig für den Prix Yvonnick Bodin zurück. Das Gruppe III-Rennen gilt als "Cornulier der Lehrlinge" und ist mit 90.000 Euro dotiert. Mehdi Lelievre, der im Stall von Jean-Luc Dersoir ausgebildet wird, ist nur noch einen Erfolg vom Titel des besten französischen Lehrlings-Reiters entfernt. Was wäre es für eine Geschichte diesen einen notwendigen Punkt ausgerechnet im wichtigsten Monte für den Nachwuchs zu holen.

Foto: SCOOPDYGA

 

Die letzten Tage des Jahres 2025 werden für den 20jährigen Mehdi Lelievre von großer Bedeutung sein. Nach einer hervorragenden Saison mit 29 Siegen, davon einen im Sulky, steht der Lehrling kurz vor dem Titel im Trabreiten. Derzeit liegt er gleichauf mit Mathis Champenois, der inzwischen Profi ist und seine Bilanz nicht mehr verbessern kann. Somit braucht Lelievre nur noch einen weiteren Erfolg bis zum 31. Dezember, um das zum Lehrlings-Championat der Trabreiter zu holen.

"Es bleibt nicht mehr viel Zeit, aber wir sind noch nicht am Ende der Saison", erklärt der Reiter, der insgesamt 41 Karrieresiege vorweisen kann. "Ich werde um den Titel kämpfen. Dieses Championat liegt mir sehr am Herzen, er wäre die Krönung dieses Jahres."

Nach seiner Ausbildung bei Philippe Daugeard und einigen Monaten bei Vincent Lebarque kam Mehdi Lelievre vor anderthalb Jahren zu Jean-Luc Dersoir. "Er hat mir vertraut und lässt mich gute Pferde reiten. Dadurch wurde ich auch außerhalb des Stalls wahrgenommen."

Im Prix Yvonnick Bodin wurde er für Harmonista gebucht, die seit dem vergangenen Winter nicht mehr unter dem Sattel gelaufen ist. "Auf dem Papier habe ich sicher nicht die erste Chance im Rennen. Franck (Anm.: Nivard, ihr Trainer) hat mir über die Stute bisher nicht viel gesagt. Aber in Gruppe-Rennen zu reiten, macht Freude", sagt Lelievre, der eher zufällig zum Rennsport gekommen ist. "Vor fünf Jahren hatte ich noch Angst vor Pferden. In der Schule war ich nicht besonders motiviert, aber ich mochte es, die Pferde in meiner Umgebung zu beobachten, und dachte mir, ich probiere den Rennsport einfach aus. Und jetzt stehen wir hier."

Quelle: LeTrot

 

Und die Pläne für 2026? "Ich möchte Profi werden, mir fehlen nur noch neun Siege. Ich hoffe, dass ich das zu Beginn des Sommers schaffe. Dieser Schritt wird, wie für viele andere auch, sicher nicht leicht, aber ich werde versuchen, mich mit den richtigen Menschen zu umgeben. Danach hoffe ich, mich langfristig als Jockey etablieren zu können."

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Starke Rückkehr von Golden Gio - Sebastien Guarato: "Er erinnert mich an Bold Eagle"

Nach einer seit Juni andauernden Pause, hat sich der Italiener Golden Gio bei seinem Comeback am Donnerstag in Vincennes siegreich zurückgemeldet. Er hinterließ bei seinem Erfolg einen hervorragenden Eindruck und holte mit dem Prix de Chateau-Chinon gleich ein Gruppe III-Rennen in den Stall von Sebastien Guarato. Damit bleibt er nebenher bei drei Starts im "Temple du Trot" ungeschlagen.

Foto: SCOOPDYGA

 

Auch wenn der Sieg als Favorit nicht ganz unerwartet kam, war es die Art und Weise, die dennoch beeindrucken konnte. Nach einem ruhigen Start und einer Lage im Mittelfeld, übernahm Matthieu Abrivard noch in der Senke das Kommando. Zu Beginn der Gegenseite ließ Abrivard mit Maestro Vrie den zweiten Favoriten passieren, um sich kurzerhand neben den Hauptgegner zu legen. Schon im Schlussbogen war bei verschärfter Fahrt zu erkennen, wer das Rennen machen würde. Als Abrivard seinem Partner zu Beginn der Zielgeraden den Kopf freigegeben hat, löste sich das Gespann sofort auf mehrere Längen und kam in 13,8/2.700 Meter überlegen nach Hause. Seine finalen 500 Meter lagen bei 11,1.

ZUM VIDEO

Das Golden Gio zu des Juwelen des italienischen G-Jahrgangs (2022) zählt, hat er schon im vergangenen Januar mit seinen zwei Erfolgen in Halbklassikern bewiesen. Allerdings fiel der 3jährige im Juni in Italien auch zweimal fehlerhaft aus. In der Folge führten gesundheitliche Probleme zur Auszeit.

Guarato hatte gegenüber Equidia erklärt, Golden Gio sei sein neuer Champion. "Er erinnert mich an Bold Eagle."

"Manchmal ist man sechs Monate weg, weil man im Urlaub war. Bei ihm war das nicht so", erklärte Matthieu Abrivard nach dem Rennen. "Er war in der Reha, also mussten wir alles behutsam wieder aufbauen. Er hat keine große Arbeitsbelastung hinter sich. Ich habe ihn neulich hier trainiert, aber ohne hartes Pensum. Er war bereits gut und hatte sich verändert. Jetzt haben wir einige Hilfsmittel abgenommen und ihn leichter gemacht. Wir sind sicher noch nicht bei 100 Prozent. Vor den Tribünen war es nicht schnell, und ich wusste, dass Maestro Vrie direkt hinter mir war. Ich habe ihn in der Senke richtig arbeiten lassen, dann wieder Tempo herausgenommen. Den gesamten letzten Kilometer bin ich außen neben Maestro Vrie gegangen - das war nicht einfach."

Der Sohn von Face Time Bourbon, der im Januar in Vincennes bereits Pferde wie Mack de Blary oder Maitre Jacques hinter sich gelassen hatte, meldet sich damit äußerst vielversprechend zurück. Insbesondere mit Blick auf das nächste Gruppe I-Rennen seines Jahrgangs, den Prix Ourasi am 24. Januar.

"Wir sind auf einen stärkeren Gegner getroffen", räumt Mathieu Mottier als Fahrer von Maestro Vrie ein. "Mein Pferd lief sehr gut, auch wenn wir ein etwas offensives Rennen hatten. So ist das eben, aber er hat sich einen verdienten zweiten Platz gesichert." Das Podium komplettierte Make a Dream, der mit einer starken Schlussleistung überzeugte.

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Gauthier Baudouin: "Wir hoffen auf Wiedergutmachung von Kid Bellay"

Am 14. Dezember machte Kid Bellay im Prix Bilibili (GR I) im letzten Bogen einen Fehler und schied damit spät aus. Zu diesem Zeitpunkt lag der Schützling von Jean-Michel Baudouin noch dicht hinter der späteren Siegerin Keengame. Nun steht der nächste Auftritt des 5jährigen fest. Am 04. Januar wird er erstmals gegen ältere Pferde im Prix du Calvados antreten.

Foto: SCOOPDYGA

 

Nicht ohne Grund war Kid Bellay im Prix Bilibili stark gewettet. Im letzten Vorbereitungsrennen hat der Sohn von Goetmals Wood als Zweiter einen starken Eindruck hinterlassen. Im Gespräch mit dem ParisTurf erklärt Gauthier Baudouin als Sohn des Trainers das weitere Vorgehen: "Er wird im Prix du Calvados starten, zwei Wochen vor dem Prix de Cornulier. Er hat sich von seinem letzten Rennen gut erholt. Wir hoffen auf eine komplette Wiedergutmachung. Er ist in sehr guter Form. Er wird diesmal nicht komplett barfuß laufen", erklärt Gauthier Baudouin, der sich persönlich um ihn kümmert. Beim Ausfall im Prix Bilibili war Kid Bellay nach längerer Zeit erstmals wieder barfuß unterwegs, was sich im Nachhinein vielleicht als zu leicht herausgestellt hat.

Freitag 26 Dezember 17:38 Uhr
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Vitamin B

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Gratuliere Isla 👏👏

Samstag 27 Dezember 01:06 Uhr
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Luba Sonn

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Samstag in Cagnes-sur-Mer - Bekaert: "Lemon Tree besitzt eine sehr gute Chance"

Auch wenn er seinen Rekord aus dem Vorjahr mit 175 Siegen nicht erreichen wird, blickt David Bekaert dennoch auf eine starke Saison zurück. Bis zum 26. Dezember stehen 142 Erfolge zu Buche. Der 40jährige, der sich im Sulky von Harmony du Rabutin für den kommenden Prix d’Amerique qualifiziert hat, verfügt an diesem Samstag in Cagnes-sur-Mer über aussichtsreiche Chancen. Für den ParisTurf analysierte seine Einsätze:

Foto: SCOOPDYGA

 

"Ich beginne mit Kalie Tejy (207). Sie hat zuletzt über eine kürzere Distanz gut abgeschnitten und trifft auf ein ausgeglichenes Feld. Allerdings ist mir aufgefallen, dass sie noch nie gewonnen hat. Wir peilen daher eher eine Platzierung an.

Im Lehrlingsrennen wird Julia Quesnot (314) von Francois Tugend gefahren. Sie hat mich beim letzten Start nicht überzeugt. Mit ihrer schlechten Startnummer wäre ich schon zufrieden, wenn sie eine kleine Prämie erreicht.

Im Hauptrennen trete ich mit Geant Sarthois (411) an. Alles wird vom Start abhängen, denn er ist gut in Form. Hinter Iru Fushi ist im Kampf um die Plätze vieles offen.

Mona d’Avril (506) fühlt sich auf flacher Bahn wohl, trifft aber auf starke Konkurrenz. Wir werden versuchen, den bestmöglichen Rennverlauf zu erwischen.

Leader du Chatelet (606) ist letzte Woche gut gelaufen. Das Feld ist qualitativ hochwertig, doch er hat erneut eine gute Chance.

Lemon Tree (712) ist auf flachen Bahnen deutlich stärker. Das Ausgleichen einer Zulage ist nie einfach, aber er besitzt vor dem Start eine sehr gute Chance.

Zum Schluss Kerno (809): Er hat ein schönes Engagement vor sich. Mit dem richtigen Rennverlauf kann er auf das Podium kommen."

ZUM RENNTAG IN CAGNES Beginn: 16.07h

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Samstag in Vincennes - Pierre Edouard Mary: "Impala de Val ist die erste Chance im Rennen"

Am Samstag ist Impala de Val im Prix Yvonnick Bodin optimal untergebracht. Der Wallach aus dem Stall von Pierre-Edouard Mary hat sich schon über einen langen Zeitraum in offenen Grupperennen mit den Besten gemessen. Auch wenn er sich am Samstag wieder auf Gruppe-Ebene messen muss, tritt der Wallach im "Cornulier der Lehrlinge" als Favorit an.

Foto: SCOOPDYGA

 

Schon vor einem Jahr war 7jährige im Prix Yvonnick Bodin unter Order, war aber als Vierter deutlich bezwungen worden. Seitdem hat Impala de Val aber vor allem in der ersten Saisonhälfte mit fünf Siegen ein ganz anderes Gesicht gezeigt. "Er hat die erste Chance im Rennen", erklärte sein Trainer gegenüber dem ParisTurf. "Ich bin sehr stolz auf seinen letzten Auftritt: Die Zeit war hervorragend, ebenso die Art und Weise. Seitdem ist alles in bester Ordnung. Ich vertraue ihn einem erfahrenen Reiter an. Es ist ein sehr schönes Rennen." Es wird auch viel davon abhängen, wie Jockey Jean Ferron mit dem Viking de Val-Sohn harmoniert.

Unter anderem muss Filou d’Anjou in Schach gehalten werden, der sich im letzten Jahr in dieser Partie durchsetzen konnte. Auch wenn der 10jährige immer wieder mal mit gesundheitlichen Problemen zu kämpfen hat, wird er nun zum dritten Mal in Folge in Topverfassung in diesem Gruppe III-Rennen antreten. 2023 unterlag er hauchdünn Esperanza Idole, die drei Wochen später den Prix de Cornulier gewann. Bei seinem letztjährigen Triumph stellte der Wallach mit Ines Fraigne im Sattel in 11,5 sogar einen neuen Rennrekord auf. Für dieses Jahr wurde Justin Maillard verpflichtet, der für Pierre Belloche arbeitet und bereits 18 Siege auf seinem Konto hat. Trotz eines ungünstigen Rennverlaufs zeigte der Schützling von Eric Beudard zuletzt im Prix Auguste Francois eine sehr starke Leistung und lag nur knapp hinter Impala de Val.

Im Vorjahr konnte Heden Cruz den zweiten Rang belegen. Und die aktuelle Form könnte mindestens ein ebenso gutes Abschneiden rechtfertigen. Sein jüngster Erfolg im Prix Pierre Giffard, gepaart mit der starken Form seiner Reiterin Andrea Roussel, die in diesem Monat bereits drei Etappen der 'Challenge de Marolles-en-Brie' gewonnen hat, bringen große Chancen auf einen Podiumsplatz.

Generation 'J' auf der Lauer

Auch die drei 6jährigen Pferde des Feldes verdienen besondere Beachtung. Jupiter de Play, der in dieser Saison sehr konstant geworden ist, Just For Back, der unter anderem am 13. November einem gewissen Eros Zola hervorragend Paroli bot, sowie Jazz In Montreux verfügen über überzeugende Argumente.

Drei Jahre nach ihrem Sieg mit Django du Bocage wird Estelle Croisic Gazelle de Val reiten, die zwar im Schatten ihres favorisierten Vollbruders steht, für eine Platzierung aber keineswegs chancenlos ist. Halicia Bella versucht sich ebenfalls für eine bessere Prämie zu bewerben, was auch für Go Or Not gilt, wenn man ihn an seinen besten Leistungen misst.

ZUR WETTABGABE BEI TROTTO Start: 17.00h

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Epic Kronos direkt in den Prix d’Amerique

Nach seinem beeindruckenden Sieg im Prix Tenor de Baune am 21. Dezember wird Epic Kronos, der bereits am folgenden Tag nach Schweden zurückkehrte, wohl direkt in den Prix d’Amerique gehen.

Foto: SCOOPDYGA

 

Bereits mit vier Jahren konnte Epic Kronos mit dem Grand Prix der UET ein Gruppe I-Rennen in Vincennes gewinnen. Der von Daniel Reden trainierte Muscle Hill-Sohn hinterließ bei dem aktuellen Triumph in 11,2 einen überragenden Eindruck und gehört nun zu den Mitfavoriten. Entgegen erster Überlegungen soll er nun direkt auf den 25. Januar vorbereitet werden.

"Die Rückreise ist sehr gut verlaufen", erklärte Anders Malmrot als Manager des Stalles Zet. "Dem Pferd geht es hervorragend. Jetzt konzentrieren wir uns auf die Vorbereitung für den Prix d’Amerique. Er wird davor sehr wahrscheinlich kein weiteres Rennen bestreiten. Das ist nicht nötig. Er war im 'Tenor' ausgezeichnet."

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Karriereende - Michel Poirier: "Ich wollte meine Laufbahn in Vincennes beenden"

Am Freitag holte Amateur Michel Poirier mit Ideo Hunaudieres noch einen zweiten Platz im ersten Rennen des Tages in Bordeaux. Kurz darauf kündigte er gegenüber den Journalisten an, dass er seine Karriere am Sonntag in Vincennes beenden wird.

Foto: Karine Belleteau

 

"Ich wollte meine Laufbahn in Vincennes beenden. Ich werde dort mit Joey du Noyer für den Stall von Thierry Raffegeau antreten, aber mit der Startnummer 16 hinter dem Auto wird es schwierig. Ich muss mich im Januar an der Schulter operieren lassen - dann ist Schluss."

Mit 424 Siegen in Frankreich, sowie zwei Erfolgen im Ausland, Son Pardo und Bologna, zählt der 70jährige Michel Poirier zu den erfolgreichsten noch aktiven Amateurfahrern. Der frühere Landwirt aus der Nähe von Laval, blickt auf seinen Werdegang zurück: "Ich gehe zu den Rennen, seit ich fünf Jahre alt bin, und habe mich sofort mit dem Virus infiziert. Meine Eltern hatten einen Hof, den ich übernommen habe, und waren auch Galopper-Besitzer. Aber ich war zu schwer für den Galopprennsport und habe mich daher den Trabern zugewandt. Mein erstes Rennen absolvierte ich am 29. Mai 1975 und gewann genau zwei Jahre später in Alencon mein erstes Rennen. Danach ging es gut weiter: Ich habe mehrfach die Amateurmeisterschaft des Westens gewonnen und stand auf nationaler Ebene mehrmals auf dem Podium."

Zu seinen schönsten Erinnerungen zählt eine Reise nach New York im Jahr 2015, wo er sich in vier Rennen auf den Bahnen von Yonkers, Monticello und den Meadowlands mit amerikanischen Amateurfahrern messen konnte. Unter den besten Pferden, die er gefahren hat, nennt er Solo de Val, Star des Alleux, mit der er Anfang der 90er-Jahre innerhalb eines Jahres 16 Siege feierte, Gelops d’Avril, Quick Way sowie zuletzt Hydra Ouest aus eigener Zucht: "Eine tapfere und sehr konstante Stute."

Zudem war er Co-Züchter von Coach Franbleu, der von Franck Leblanc trainiert wurde und sowohl im Fahren auf Gruppe III-Niveau, als auch unter dem Sattel im Prix Yvonnick Bodin siegreich war und dabei fast 600.000 Euro an Gewinnsumme erzielte.

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Das große Interview - Nicolas Bazire: "Ganz besondere Emotion eines Trainers, der seine Arbeit gut gemacht hat."

Der Stall Bazire hat seit Beginn des Wintermeetings bereits rund dreißig Siege gefeiert und über 1.400.000 Euro an Gewinnen erzielt. Wenige Tage nach dem Sieg von Liza Josselyn im Criterium Continental und kurz vor dem Prix de Bourgogne, in dem Jushua Tree zu den Favoriten zählt, sprach Nicolas Bazire mit dem ParisTurf über seinen Bestand und die immer engere Zusammenarbeit mit seinem Vater Jean-Michel Bazire.

Foto: SCOOPDYGA

 

ParisTurf: "So kurz vor dem Prix de Bourgogne beginnen wir mit Jushua Tree. Wie präsentiert sich das Rennen für ihn?"

Nicolas Bazire: "Jushua Tree geht es sehr gut. Nach dem Prix de Bretagne durfte er sich etwas auf dem Land erholen. Seit Anfang letzter Woche ist er wieder in Grosbois, um sich gezielt auf den Prix de Bourgogne vorzubereiten. Auch wenn der Prix d’Amerique erst in einem Monat stattfindet und dieses Rennen kein eigentliches Ziel darstellt, wird er am Sonntag natürlich nicht nur eine Runde drehen. Selbst wenn er gut damit zurechtkommt - um im Abstand von einem Monat und aus der Frische heraus zu laufen, braucht er zwingend noch ein richtiges Rennen unmittelbar davor."

PT: "Wie schätzen Sie die Distanz von 2.100 Metern für ihn ein?"

NB: "Er hat das Criterium Continental über diese Distanz gewonnen. Es ist also kein Problem für ihn. Er ist ein Pferd, dass viel Leichtigkeit hat, dass sehr schnell starten kann, ohne dabei an seine Grenzen zu gehen. Die 2.100 Meter auf der großen Piste sind daher keine schlechte Distanz für ihn."

PT: "Ihr Vater hängt sehr an diesem Pferd. Kümmert er sich hauptsächlich um ihn?"

NB: "Auch wenn ich ihn während der zwei Wochen auf dem Land teilweise selbst betreut habe, ist es tatsächlich vor allem mein Vater, der sich um ihn kümmert. Entweder mit Kirsi Manninen in Grosbois oder mit Ludovic Mollard auf dem Land. Er mag ihn sehr. Mein Vater hat inzwischen etwas weniger Pferde zu betreuen und verbringt dadurch mehr Zeit mit seinen Besten. Bei Jushua Tree, Liza Josselyn oder Hubble du Vivier zum Beispiel. Er hat Spaß an ihnen und arbeitet gern mit ihnen. Er ist ein echter Pferdemensch und liebt sehr gute Pferde."

PT: "Wie organisieren Sie sich diesen Winter gemeinsam in Grosbois? Hat jeder seinen eigenen Stallbereich?"

NB: "Mein Vater hat weiterhin seinen eigenen Hof mit rund zwanzig Pferden, und ich verfüge über sechzehn Boxen, die ich von Pierre Vercruysse gemietet habe. Morgens gibt es daher gewissermaßen zwei Teams. Jeder hat seine Mitarbeiter und seine Pferde, aber wir gehören zum selben Stall und fahren zum Beispiel nachmittags gemeinsam zu den Rennen. Mein Vater neigt dazu, die besten Pferde an sich zu nehmen (lacht). Einige, die ich zu Beginn betreut habe, sind während meines Urlaubs in seinen Stall gewechselt (lacht). Er ist der Chef."

PT: "Das Team Bazire ist eine große Mannschaft. Wer entscheidet was?"

NB: "Mein Vater steht weiterhin an der Spitze der Pyramide, aber er fragt immer öfter nach meiner Meinung. Es kommt sogar sehr regelmäßig vor, dass er mir sagt: 'Kümmere Du Dich darum', wenn ich ihn frage, ob wir in diesem oder jenem Rennen starten sollen. Seit diesem Winter habe ich deutlich mehr Verantwortung als früher. Dadurch verspüre ich ehrlich gesagt auch mehr Druck als zu der Zeit, als ich nur ein Angestellter im Stall meines Vaters war, der die Pferde trainierte und fuhr. Heute bin ich viel stärker in die Vorbereitung auf konkrete Ziele eingebunden. Man darf also nicht nachlassen. Zumal es auch Besitzer gibt, um die man sich kümmern muss, und denen man Rechenschaft schuldet. Wenn ich ein Pferd zweimal hintereinander vorstelle und es nicht ins Ziel kommt, kommt mein Vater zu mir und sagt: 'Ich verstehe das nicht...Du sagst mir, es ist ein gutes Pferd, und jetzt läuft es zweimal schlecht. Erklär mir das'."

PT: "Ist es schwierig, mit seinem Vater in diesem Beruf zusammenzuarbeiten, vor allem wenn er Jean-Michel Bazire heißt?"

NB: "Unsere Anfänge waren durchaus schwierig, das muss man zugeben. Er war wirklich kein guter Lehrer. In diesem Punkt hat er sich aber stark weiterentwickelt und erklärt heute viel mehr, was er tut und was er fühlt. Vielleicht, weil er älter geworden ist (lacht). Auf jeden Fall ist er zwar immer noch der Erste bei der Arbeit. Er versorgt seine Pferde jeden Morgen um 5.45 Uhr selbst, aber er nimmt sich heute mehr Zeit zum Leben und wirkt weniger unter Druck als früher. Das Delegieren hat ihm gutgetan, denke ich. Es kommt vor, dass wir unterschiedlicher Meinung sind, etwa bei einer Trainingsweise oder einem Engagement, aber wir geraten nie in Konflikt. Ich weiß, dass er viel stärker und kompetenter ist als ich, aber wenn ich von etwas überzeugt bin, bleibe ich bei meiner Linie, und er bremst mich nicht aus."

PT: "Mit bereits rund dreißig Siegen - Wie beurteilen Sie den bisherigen Verlauf des Meetings für den Stall?"

NB: "Auch wenn die vergangene Woche etwas ruhiger war, trotz des Sieges von Liza Josselyn im Criterium Continental, ist der Start ins Meeting insgesamt gut. Abgesehen von einigen Pferden mit kleinen Problemen und ein paar Enttäuschungen haben die meisten gut gearbeitet. Ein Pferd wie Lionheart hat, obwohl er im Prix Jag de Bellouet geschlagen wurde, in diesem Winter bereits viel Geld verdient. Mit seinem zweiten Platz, sowie zwei vorherigen Siegen auf Gruppe II-Niveau. Pferde über vier Monate hinweg dauerhaft in Topform zu halten, ist nicht einfach und erfordert viel Arbeit und Organisation, aber wir werden versuchen, diesen Weg weiterzugehen."

PT: "Man sieht Sie immer selbstbewusster im Sulky. Fühlen Sie sich mit der Zeit sicherer?"

NB: "Natürlich gewinne ich gern, aber das Fahren ist für mich kein Muss. Das mein Vater im Winter den Großteil unserer Pferde selbst fährt, passt für mich sehr gut. Ich hatte zuletzt das Glück, mit sehr guten Pferden wie Jingle du Pont und Minuty du Gers mehrere Siege zu feiern. Insofern ist alles in Ordnung."

PT: "Sprechen wir über diese beiden Erfolge. Was bedeuten Ihnen diese Siege?"

NB: "Minuty du Gers ist ein Pferd, dass ich sehr mag. Er hat viel Leichtigkeit und ist sehr umgänglich. Er ist noch jung, aber angesichts der wenigen Starts, die er absolviert hat, bereits sehr professionell. Er reguliert sich selbst. Er zieht an, wenn man Tempo macht, und kann hundert Meter später wieder anhalten, wenn man es verlangt. Er wird eines Tages sicherlich Gruppe-Rennen laufen, aber vorerst bleibt er in den geschlossenen Rennen, die ihm zur Verfügung stehen. Mit Jingle du Pont war es vor allem als Trainer eine große Genugtuung, insbesondere beim Finale des Grand National du Trot, da wir die gesamte Vorbereitung über drei bis vier Monate genau auf dieses Rennen ausgerichtet hatten. Das war eine ganz besondere Emotion - nicht die eines Fahrers, der ein schönes Rennen gewinnt, sondern die eines Trainers, der seine Arbeit gut gemacht hat."

PT: "Was sind Ihre wichtigsten Ziele für die zweite Hälfte des Meetings?"

NB: "Einige 3jährige, die gerade wieder in den Rennbetrieb eingestiegen sind, werden demnächst im Meeting auftauchen. Sie sollten gut abschneiden, vor allem ab dem 01. Januar, wenn sie erstmals ohne Eisen laufen dürfen. Zu den wichtigsten Terminen der zweiten Winterhälfte zählen natürlich der Prix d’Amerique mit Jushua Tree, sowie am Vortag der Prix Bold Eagle für Liza Josselyn. Wir müssen weiter gut arbeiten, um auch dieses Jahr wieder an der Spitze des Meetings zu stehen. Ohne uns auf das Endklassement zu fixieren, wünschen wir uns einfach, dass alle Pferde, die im Sommer gezielt für den Winter pausiert haben, ihr wahres Leistungsvermögen zeigen."

PT: "Liza Josselyn wird also trotz Qualifikation nicht im Prix d’Amerique starten. Ist das sicher?"

NB: "Das ist zumindest der aktuelle Plan. Die Stute beendet gerade erst ihr viertes Lebensjahr, und in diesem Alter den Prix d’Amerique zu laufen, ist bekanntermaßen sehr schwierig. Mit einem Gruppe I-Rennen, dass am Vortag in ihr Programm aufgenommen wurde, fällt diese Entscheidung umso leichter."

Kurzbiografie

24 Jahre

Als Fahrer: 282 Siege

Darunter Prix d’Amerique 2022 mit Davidson du Pont / Finale des Grand National du Trot 2025 mit Jingle du Pont

7 Gruppe II-Siege, 8 Gruppe III-Siege

Als Trainer: 184 Siege

6 Gruppe I-Siege (Davidson du Pont, 2x Joumba de Guez, Mille Etoiles, Lionheart, Liza Josselyn)

14 Gruppe II, 17 Gruppe III

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Jean-Michel Bazire: "Hsbe ein gutes Gefühl mit Jushua Tree"

Wie jede Woche analysiert Jean-Michel Bazire, als Experte des ParisTurf, die vergangene Woche, sowie die anstehenden Aufgaben seines Stalls und des seines Sohnes Nicolas. Er blickt auf den Erfolg seiner Ausnahmestute Liza Josselyn im Criterium Continental zurück und äußert sich zu den Chancen von Jushua Tree, der am Sonntag im Prix de Bourgogne (Q5) an den Start geht.

Foto: SCOOPDYGA

 

Die Vorschau:

Samstag, 27. Dezember

"Bei Gilles Grif (104) muss man unbedingt das Aufwärmen und die Probestarts beobachten. Er gibt sein Debüt unter dem Sattel, was sehr gut funktionieren kann. Mit Killiam Fromentro (406) peilen wir in der Quinte des Tages, dem Prix Bar-le-Duc, eine kleine Prämie an. Mario Mascar (502) kommt mit einem Sieg, arbeitet gut und ist in Form - eine echte Chance. Im Prix Yvonnick Bodin hat Hymne du Gers (714) kaum Möglichkeiten. Dagegen werde ich Juste Snob (807) für Arnaud Leduc fahren. Mit ihm ist zu rechnen."

Sonntag, 28. Dezember

"Jushua Tree (403) hat im Prix de Bourgogne eine sehr gute Startnummer hinter dem Auto bekommen. Das Pferd hat gut gearbeitet, ich habe ein sehr gutes Gefühl. Wir fahren klar auf Sieg.

Im Prix de Bretagne hatte ich unterwegs nie wirklich ein bequemes Gefühl, während er im Prix des Cevennes,  seinem ersten Start im Meeting, regelrecht geflogen ist. Ein Knieproblem wurde behandelt und er wird hinten barfuß laufen. Madison Seven ist noch nicht bei 100 Prozent, er wird innen gesteuert. Außerdem fahre ich Liquidateur für die Familie Abrivard. Er ist sehr brillant, aber nicht ganz einfach."

Montag, 29. Dezember

"Nayama Berry zeigte zuletzt im Monte ein ordentliches Debüt. Trotz eines Fehlers war das nicht schlecht, aber es ist für sie keine leichte Aufgabe."

Der Rückblick

Freitag, 19. Dezember

"Enttäuscht über Mamounia Seven (7.)? Nein! Sie ist eine kleine Stute ohne große Klasse und gibt ihr Bestes." 

Samstag, 20. Dezember

"Fulton (2.) war im Prix Jules Lemonnier (GR II) sehr gut. Ihm ist nichts vorzuwerfen. Gegen Eros Zola ist derzeit allerdings kein Kraut gewachsen. Mandela Seven (4.) hat sich gut geschlagen und sollte beim nächsten Start unbedingt beachtet werden." 

Sonntag, 21. Dezember

"Liza Josselyn gewann das Criterium Continental (siehe unten). Im selben Rennen sprang Onana Boko aus der Hand. Im Training ist sie unkompliziert, im Rennen aber ein echtes Nervenbündel. Morgens ist alles perfekt. Wir probieren es noch einmal. Immortal Doc (2.) zeigte im Prix Tenor de Baune ebenfalls eine starke Leistung. Der Fahrer von Mouskie de Guez war etwas zu übereifrig. Für Kador Josselyn läuft es im Monte derzeit gar nicht."

Mittwoch, 24. Dezember

"Mythique Josselyn hat endlich seinen Tag gefunden. Die Distanz von 2.850 Metern liegt ihm, zudem lief er mit erleichtertem Beschlag. Er kann während dieses Meetings noch einmal gewinnen, denn beim nächsten Start läuft er ganz ohne Eisen. Jingle du Pont gewann bei den Amateuren im Prix de Saint-Leonard. Es freut mich sehr, Aldric Manta zum Sieg verholfen zu haben.

Jamaica Brown ist schwierig. Lilius de Guez (3.) enttäuschte mich. Ich hatte deutlich mehr erwartet. Lucifer du Caieu sollte man nicht weiter im Monte einsetzen. Legende Seven hatte keine freie Fahrt. Sie ist zu entschuldigen."

Die Beobachtung von JMB

Auch wenn Jean-Michel Bazire das Training inzwischen seinem Sohn Nicolas überlassen hat, ist sein Renninstinkt ungebrochen. Seine Beobachtung der Woche: "Lady Mystic, trainiert von Tony Le Beller, hinterließ nach einem Startfehler Anfang der Woche in Cabourg großes Bedauern. Danach zeigte sie deutlich, dass sie ein solches Feld locker beherrschen kann."

Liza Josselyn souverän

"Liza Josselyn war im Criterium Continental sehr stark. Das Tempo war durchgehend hoch. Sie wurde zum Schluss etwas müde, hatte sich aber bereits in der letzten Kurve entscheidend abgesetzt. Die Gegner steckten dort im Verkehr fest. Das habe ich genutzt und sie beschleunigen lassen, was sie großartig umgesetzt hat. Die letzten 100 Meter waren zwar schwierig, doch der Vorsprung reichte, um Frank Gio abzuwehren, der ebenfalls einen starken Eindruck hinterließ.

Wir hatten das Training vor diesem Rennen intensiviert. Sie war allerdings etwas angespannt - das hat mich überrascht. Den Gruppe I-Sieg hat sie voll verdient. Sie ist für den Prix d’Amerique qualifiziert, aber wir halten an unserem Plan fest: Prix de Croix (GR II) am 10. Januar, danach der Prix Bold Eagle (GR I) am 24. Januar.

Im Prix Tenor de Baune bin ich mit Immortal Doc zunächst hinten geblieben - es war ein echtes Rennen. Mein Pferd lief gut, doch der Sieger Epic Kronos war einfach stärker. Er hat einen bleibenden Eindruck hinterlassen und wird im Prix d’Amerique eine große Rolle spielen."

Bilanz 2025: Fünf Gruppe I-Siege für den Stall

"Die Saison 2025 war sehr positiv. Fünf Gruppe I-Siege - so gut waren wir lange nicht mehr. Unsere Pferde haben geliefert. Die 'kleineren' Pferde haben ihr Möglichstes getan. Im Frühjahr hatten wir Probleme mit Lionheart, der krank war. Liza kam wegen gesundheitlicher Probleme spät in die Saison. In den großen Rennen haben wir fast immer abgeliefert. Und genau das macht uns am meisten Freude."

Samstag 27 Dezember 22:37 Uhr
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Luba Sonn

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Interview mit Philippe Masschaele: "Zu meiner Zeit hatte ich weniger Konkurrenz"

Das Jahr 2026 rückt mit großen Schritten näher. Kurz vor Saisonende steht Mathieu Mottier aber noch kurz davor, eine echte Glanzleistung zu vollbringen: die Marke von 100 Siegen in einem Jahr im Trabreiten zu erreichen. Vor ihm ist das nur einem einzigen Mann gelungen: Philippe Masschaele holte 2004 unglaubliche 119 Siege und erzielte im Jahr darauf 118 Erfolge. Der belgische Jockey, der mit seinem Reitstil die ganze Monteszene revolutioniert hat, erzählt im Gespräch mit dem ParisTurf von seinem außergewöhnlichen Weg und seinen Erinnerungen an diese Zeit.
 
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ParisTurf: "Was hat Ihnen dieser Rekord für Ihre Karriere gebracht?"
 
Philippe Masschaele: "Ehrlich gesagt, abgesehen davon, dass ich viele Rennen gewonnen habe, hat mir das nicht besonders viel gebracht (lacht). Ich hatte ohnehin schon sehr viele Anfragen zum Reiten. Genau deshalb konnte ich diesen Rekord überhaupt aufstellen. Und trotzdem konnte ich nicht alle Angebote annehmen."
 
PT: "War das ein erklärtes Ziel?"
 
PM: "Nein, überhaupt nicht. Es hat sich einfach so ergeben. Wir sind Rennen für Rennen angegangen. Es war eine andere Zeit. Fast nur ich bin damals im Vorwärtsstil geritten. Es gab einige Unverbesserliche, die nicht daran geglaubt haben, und andere, die diesen neuen Stil unterstützt haben. Genau deshalb war ich extrem gefragt."
 
PT: "Was bedeutet es für Sie, gerade 2004 und 2005 so viele Rennen geritten und gewonnen zu haben?"
 
PM: "Das ist schon ein Opfer, denn das Reiten im Vorwärtsstil ist körperlich anstrengender als der traditionelle Stil. Man hat den Eindruck, dass die Karrieren der Jockeys früher länger angedauert haben. Heute gibt es unter den älteren noch Pierre-Yves Verva, Eric Raffin und den unglaublichen Jean-Loic Claude Dersoir. Heutzutage kommen immer mehr junge Leute nach, auch wenn es zunehmend schwieriger wird, Lehrlinge zu finden. Im Moment sind wir alle auf der Suche nach Nachwuchs."
 
PT: "Ist es Ihrer Meinung nach schwieriger, zu Ihrer Zeit oder heute die Marke von 100 Siegen im Trabreiten in einem Jahr zu erreichen?"
 
PM: "Schwierig ist es auf beiden Seiten, ganz sicher. Aber da ich damals fast der Einzige war, der im Vorwärtsstil geritten ist, hatte ich weniger Konkurrenz. Es war neu, deshalb wurde ich sehr häufig gefragt. Ich erinnere mich an eine Anekdote: In einem halbklassischen Rennen hätte ich theoretisch alle acht Starter reiten können. Dann durfte man sich mit seiner Wahl allerdings nicht vertun (lacht). Meistens habe ich das beste Pferd genommen. Oder es zumindest versucht."
 
PT: "Wie würden Sie sich im heutigen Peloton sehen?"
 
PM: "Oh je! Körperlich habe ich schon deutlich zugelegt, also bin ich nicht mehr in der Verfassung von früher. Ich würde trotzdem versuchen, gut zu starten, aber die anderen Jockeys sind besser als ich. Sie sitzen schöner auf dem Pferd. Rein optisch haben sie eine großartige Haltung. Ab und zu steige ich im Training noch in den Sattel, um ein Pferd auszuprobieren, aber das kommt sehr selten vor. Wie gesagt, mir fehlt einfach die körperliche Verfassung. Ich bin verschlissen. Zwei oder drei Geraden schaffe ich noch, aber dann brauche ich dazwischen zehn Minuten Pause (lacht)."
 
PT: "Ist Mathieu Mottier der beste Jockey im aktuellen Feld?"
 
PM: "Optisch sitzt er fantastisch im Sattel und sticht klar heraus. Natürlich reitet man immer besser, wenn man gute Pferde hat. Momentan läuft es bei ihm hervorragend. Er gehört definitiv zu den besten Jockeys. Auch Leute wie Paul Philippe Ploquin, Damien Bonne und Eric Raffin sind sehr starke Reiter. Sie wissen noch, wie man mit schwierigen Pferden umgeht."
 
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Vincennes - Der "neue Bahnhof" des TGV
 
Der bildliche Vergleich, den der ParisTurf gewählt hat, um die Flut der aktuellen Rekorde auszudrücken, die in Vincennes fallen, passt perfekt. Das Hippodrome Vincennes ist gewissermaßen der "neue Bahnhof" für den französischen Hochgeschwindigkeits-Zug TGV.
 
Unabhängig von der Kategorie werden die Rekorde weiterhin von immer mehr Trabern im Hochgeschwindigkeits-Modus gebrochen, die im "Temple du Trot" Station machen. Die Zeiger der Stoppuhr könnten sich im Prix de Bourgogne 2025 erneut überschlagen. Die Rekordzeit des dritten B-Rennens liegt bei 09,6 und wurde im Winter 2022/23 von Delia du Pommereux aufgestellt. Am Sonntag scheint auch dieser Rekord in Gefahr zu sein.
 
Das Jahr 2025 wird in Sachen Rekorde  in Vincennes in Erinnerung bleiben. Im Juni durchbrachen Jabalpur und Go On Bo im Prix Rene Balliere eine Schallmauer, als sie über 2.100 Meter auf der großen Bahn Zeiten von 08,7 und 08,8 erzielten. Kilometerzeiten, die noch vor wenigen Jahren kaum vorstellbar waren. Ebenso wie jene von Je Te Cherche, der mit einem Kontostand von deutlich unter 200.000 Euro Ende Oktober drückend überlegen eine Zeit von 09,3 auf den 2.100 Metern hinlegte. In diesem Zusammenhang muss man auch Laroze du Gers nennen.
Die Stute aus dem Stall von Matthieu Abrivard gewann Mitte November eine Mitteldistanz-Prüfung in 09,9 - das Rennen war bis lediglich 69.000 Euro ausgeschrieben.
 
Einlauf "Balliere" 2025 - Foto: SCOPPDYGA
 
Anfang dieses Monats wurde Eros Zola mit 09,3 im Prix Jean Boillereau gestoppt. Dabei bezwang er Cobra Killer Gar und wurde zudem zum schnellsten Pferd aller Zeiten während eines Wintermeetings. Er war dabei minimal schneller als sein berühmter Trainingsgefährte Idao de Tillard, der den Prix de France 2024 in 09,4 gewonnen hat. Um diese Leistungen richtig einzuordnen, sei daran erinnert, dass der Bahnrekord von Vincennes lange Zeit von Kool du Caux gehalten  wurde. Er trabte im Prix de France 2007 09,8. Diese Marke hielt bis zum Prix Rene Balliere 2020, den Face Time Bourbon in 1:09,4 gewann.
 
Fünfzehn der zwanzig schnellsten jemals in Vincennes registrierten Kilometerzeiten, darunter die neun besten, wurden im Monat Juni erzielt.  Meist im Rahmen des Prix Rene Balliere, der häufig unter besonders 'rekordfreundlichen' Bedingungen stattfindet: milde Temperaturen, wenig oder kein Wind und eine Bahn in perfektem Zustand.
 
Historischer Rückblick
 
Die entscheidenden Faktoren für die stetige Verbesserung der Zeiten im 21. Jahrhundert wurden vielfach hervorgehoben. Vor allem das Barfußlaufen der Pferde, die Weiterentwicklung der Trainingsmethoden (Intervallarbeit), sowie die Modernisierung der Ausrüstung (Carbon-Sulkys und seit einiger Zeit die Ami-Sulkys). Der Ursprung dieser Revolution war jedoch die Erneuerung der großen Bahn, die im Frühjahr 1993 abgeschlossen wurde. Manche Aktiven schätzten, dass sie gegenüber dem früheren Streckenprofil um vier Sekunden pro Kilometer schneller wurde.
 
Am Tag der Wiedereröffnung, dem 19. Juni 1993, war der Wallach Timonier (15,9) über 2.100 Meter der Erste, der mit Jean-Pierre Dubois im Sulky auf der neuen Bahn glänzte. Später am Renntag triumphierte der Sea Cove, gesteuert von Jos Verbeeck, Start-Ziel in 13,2 im Prix Rene Balliere vor Alpha Barbes und Ursulo de Crouay. Beim ersten Prix de France auf der renovierten Piste fiel der Bahnrekord erneut. Im Februar 1994 triumphierte Vourasie in 12,5. "Die Bahn ist besser geschnitten als die vorherige, insbesondere in den Bögen, die schneller gefahren werden können. Der Anstieg ist weniger steil und gleichmäßiger", erklärte damals der Planer und Erbauer Guy Grugeaux im ParisTurf. "Außerdem ist die Bahn elastischer geworden, da der Kalkstein unter der Schlacke durch Puzzolan ersetzt wurde. Die Pferde spüren das und traben freier. Ich denke auch, dass Schlacke das für Traber am besten geeignete Material ist, auch wenn sie viel Schmutz verursacht."
 
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Eric Raffin: "Mathieu Mottier ist die Referenz unter den Jockeys"
 
Als fünffacher 'Etrier d’Or' (Monte-Champion) kann Eric Raffin genau sagen, was es dazu braucht, um dieses Championat zu erringen. Seit drei Jahren ist Mathieu Mottier in dieser Kategorie nicht aufzuhalten, weshalb der ParisTurf Eric Raffin gefragt hat, was Mottier im Sattel so stark macht. Noch dazu kann Mottier immer noch die symbolische Marke von 100 Saisonsiegen im Trabreiten erreichen. Ein Wert, der lange nicht mehr geknackt wurde.
 
Foto: SCOOPDYGA
 
Was macht Mathieu Mottier so stark, möchte der ParisTurf von Eric Raffin wissen. "Wie ich oft sage: Er ist einfach gut. Er hat diese Fähigkeit, auf dem Pferd extrem aerodynamisch zu sein, weil sein Körper ein richtiges 'Z' bildet. Es gibt keinen Luftwiderstand", fährt derjenige fort, der mit 351 Saisonerfolgen (2021) den historischen Rekord an Siegen (Attele und Monte) in einem Jahr hält.
 
"Für mich ist Mathieu derzeit die Referenz unter den Jockeys. Wer neu in diesen Beruf einsteigt, sollte sich an ihm orientieren. Um die symbolische Marke von 100 Siegen in dieser Disziplin innerhalb einer Saison zu erreichen, muss man natürlich sehr gut sein, aber auch die Gelegenheit bekommen, sehr gute Pferde zu reiten. Und man darf sich kaum Fehler erlauben. Genau das hat er perfekt geschafft. Es wäre eine großartige Leistung, diese Schwelle zu erreichen. Etwas, was seit Philippe Masschaele niemand mehr geschafft hat."
 
Könnte er dem Trabreiten eine neue Wendung geben? "Das ist möglich, aber es wäre nicht dieselbe Wendung wie bei Philippe Masschaele, der die Disziplin mit dem nach vorne orientierten Reitstil revolutioniert hat."
 
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Prix Yvonnick Bodin - Jean Ferron: "Ich habe noch nie ein Pferd wie Impala geritten"
 
Impala de Val war als großer Favorit im Prix Yvonnick Bodin (GR III) angetreten und wurde dieser Rolle letztlich gerecht. Damit beendet der Wallach eine großartige Saison mit einem weiteren Highlight. Auch sein Jockey Jean Ferron bescherte der Erfolg im "Cornulier der Lehrlinge" einen krönenden Saisonabschluss.
 
Foto: SCOOPDYGA
 
Beim Überqueren der Ziellinie jublete Ferron mit erhobenem Arm. Kein Wunder - wann gewinnt ein Lehrling schon ein Rennen, welches eine Dotation von 90.000 Euro aufweist. Der Lehrling feierte am Samstag den 19. Saisonerfolg und natürlich den größten seiner jungen Laufbahn.
 
Impala de Val gilt aktuell als der beste französische Wallach unter dem Sattel.
Dennoch war die Aufgabe keineswegs einfach. Nachdem Impala de Val beim ersten Passieren der Tribünen Just For Back an der Tete abgelöst hatte, setzte dieser ihn in der Steigung gleich wieder stark unter Druck. Im letzten Bogen zeigte Impala de Val dann aber seine ganze Klasse und zog anschließend bis zum Ziel in einem Schnitt von 11,6/2.700 Meter davon. Damit blieb der Viking de Val-Sohn nur eine Zehntelsekunde über dem Rennrekord aus dem Vorjahr.
 
 
"Ich habe dieses Rennen mit sehr vielen Emotionen erlebt", erklärte Trainer Pierre-Edouard Mary nach dem Rennen. "Auch mit viel Anspannung, wie jedes Mal. Es ist ein außergewöhnliches Pferd, dass uns tief berührt. Er ist gut, aber er verschiebt ständig seine eigenen Grenzen, und heute hat er eine der besten Leistungen seiner Karriere gezeigt. Er wurde im Rennen angegriffen, hat aber seine Favoritenrolle voll erfüllt, und Jean hat ihn sehr gut geritten."
 
Jean Ferron taucht in diesem Jahr immer häufiger in den Programmen auf: 184 Starts absolvierte er allein 2025, bei insgesamt 304 Auftritten seit Beginn seiner Karriere. Die Ergebnisse stimmen: 19 Siege im Jahr 2025, bei insgesamt 26 Erfolgen. "Ich weiß nicht, ob ich dieses Rennen jemals wieder gewinnen werde, aber zumindest habe ich es jetzt geschafft. Ich habe noch nie ein Pferd wie Impala geritten", betont der siegreiche Reiter. "Ich danke Pierre Mary, der damit sehr viel für mich getan hat. Ich bin überglücklich. Die Saison war fast makellos: In den beiden Gruppenrennen für Lehrlinge war ich im Sommer in Enghien Zweiter mit Jason du Conroy - und jetzt bin ich Erster." Der 20jährige blickte auch auf den Rennverlauf zurück: "Ich habe sofort die Führung übernommen, und Just For Back hat mich nicht geschont. Er ist gegen uns gelaufen - wir haben uns richtig duelliert. Aber Impala war stark."
 
Das Podium wird von zwei Außenseitern komplettiert. Halicia Bella, die stets im Windschatten gut geritten wurde, erzielte mit Lou-Ann Lecoq im Sattel ihre neue Bestzeit im Trabreiten: "Wir hatten einen perfekten Rennverlauf. Die Stute war zuvor zweimal sehr gut unter dem Sattel gelaufen. Es lag an mir, sie richtig zu reiten, und wir hatten das ideale Rennen. Wir hatten sofort die richtigen Führpferde vor uns. Der Sieger war überlegen, aber sie konnte ihn dennoch kurz unter Druck setzen. Vorn haben sie gekämpft, und meine Stute hat ihre Arbeit ruhig gemacht, ohne sich zu verausgaben. Das war sehr gut."
 
Der dritte Platz geht an Mehdi Lelièvre mit Harmonista: "Sie ist sehr gut gelaufen. Im letzten Bogen hatte ich etwas Probleme, weil das Pferd von Theo (Raffin) galoppiert ist. Aber sie hat stark durchgezogen."
Sonntag 28 Dezember 16:13 Uhr
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Lou

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Ranking vor dem 5.

Wird gleich aktualisiert 

 

 

 

 

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Sonntag 28 Dezember 16:58 Uhr
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Lou

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Ich erinnere mich an die Vorwürfe gegen Pilarsky bezgl. Bold Eagle.

Aber Hooker Berry heute, mehr Innenkante geht nicht. Wann endlich ein respekt-ehrenvoller Rücktritt eines PdA Champs!

Sonntag 28 Dezember 20:22 Uhr
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Luba Sonn

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PRIX DE BOURGOGNE - Bazire: "Jushua Tree muss lernen besser zu sprinten"

Vier Wochen vor dem Highlight des Jahres gab es im Prix de Bourgogne die vorletzte Gelegenheit sich eines der vier Tickets zu sichern. Im Vorfeld waren Jushua Tree und Go On Bo die am stärksten beachteten Pferde, die am Ende auch die ersten beiden Plätze belegen konnten. Aber für die weiteren Platzierungen wurde es im Ziel sehr eng.

Foto: SCOOPDYGA

 

Zum Rennverlauf: Am schnellsten startete Iguski Sautonne, der die Spitze schnell an Inmarosa weitergeben hat. Beide mussten für die vorderen Positionen aber nicht wirklich viel investieren. Das ganze Rennen war in der Folge sehr taktisch geprägt, nachdem Hokkaido Jiel in der Senke die Führung von Inmarosa übernommen hatte, drosselte er in der Steigung deutlich das Tempo, während Jushua Tree die zweite Spur anführte und Go On Boy in seinem Rücken ein perfektes Rennen lieferte. Unterdessen ging Just Love You den ganzen Weg erst in vierter, dann in dritter Spur ohne jeglichen Windschatten.

An der Reihenfolge änderte sich bis ausgangs des letzten Bogens kaum etwas. Hokkaido Jiel beschleunigte erneut, konnte Jushua Tree aber nicht abschütteln, und zu Beginn des Einlaufs nicht mehr Paroli bieten. Jushua Tree überquerte die Ziellinie mit einer Länge Vorsprung gegenüber Go On Boy, der einen guten Sprint zeigte, ohne wirklich gefordert zu werden. Dahinter war es sehr eng. Hokkaido Jiel, der die Innenkante öffnete, wurde innen von Inmarosa hauchdünn passiert. Dagegen verpasste Matthieu Abrivard mit vollen Händen als Fünfter die Qualifikation für Iguski Sautonne nur um einen Kopf.

ZUM VIDEO

Somit ist Hokkaido Jiel, der einzige der ersten Vier, der sich tatsächlich für den Amerique qualifizierte. Jushua Tree und Inmarosa waren bereits sportlich qualifiziert, und für Go On Boy stand als gewinnreichster aktiver Traber die Teilnahme fest, nachdem die Absage von Liza Josselyn kam. Demzufolge stehen momentan nach Gewinnsumme drei Startplätze für den Amerique 2026 zur Verfügung, die nach aktuellem Stand, wenn die Quartiere starten wollen, an Francesco Zet, Hooker Berry und Koctel du Dain gehen.

"Er war heute ordentlich, auch wenn er von der Vorbereitung her noch nicht auf dem Höhepunkt ist", erklärte Siegfahrer Jean-Michel Bazire im Anschluss an das Rennen etwas unbeeindruckt. "Er hat seinen Job gemacht, auch wenn ich dachte, wir würden früh die Führung übernehmen. Doch ab Mitte der Steigung hielten wir uns gegenseitig fest - David (Thomain) und ich. Das Tempo war nicht hoch."

Die Siegzeit von 11,3 war nach dem Erfolg von Bold Eagle in 11,8 im Jahr 2018 die langsamste, was das taktische Verhalten der Spitze unterstrichen hat. Insofern war es aber auch für die ersten Vier die perfekte Vorbereitung, weil sie ihren Pferden mehr als eine intensive Abeit, aber weniger als ein überhartes Rennen ermöglicht haben. Dennoch war es für Jean-Michel Bazire noch etwas zu wenig, der später ergänzte: "Dieser Erfolg war kein Selbstläufer. Ich fand, dass dem Pferd etwas Rhythmus, etwas Spritzigkeit gefehlt hat. Meiner Meinung nach werde ich ihn in zwei Wochen noch einmal laufen lassen."

Also wird man den bereits zweimal qualifizierten Jushua Tree wahrscheinlich noch einmal im Prix de Belgique (Q6) am 11. Januar sehen. Zudem erklärte 'JMB' was er noch bei seinem Crack vermisst: "Er muss lernen, etwas besser zu sprinten. Ich hätte mir gewünscht, dass er am Ende richtig anzieht. Andererseits muss man anerkennen, dass er das ganze Rennen über in zweiter Spur unterwegs war. Und so in Vincennes zu gewinnen, ist alles andere als einfach."

Licht und Schatten also. Wenn das Ergebnis auch stimmt, ist der Sohn von Bold Eagle, dessen Vater den Bourgogne dreimal gewann, noch nicht in Bestform angetreten. Es besteht aber kein Zweifel daran, dass der Stall Bazire Jushua Tree für das große Ziel in Bestform präsentieren wird, womit er zu den Titelanwärtern zählt.

Go On Boy überzeugt

Auch Go On Boy wird zu den Kandidaten auf den ganz großen Triumph gehören. Nach langer Pause und einem siegreichen Comeback in Mons wurde der Password-Sohn bei seiner Rückkehr in Vincennes mit Spannung erwartet. Der Sieger des Elitloppet 2025 enttäuschte nicht und belegte nach einem Rennen im Windschatten des späteren Siegers den zweiten Platz. "Ich hatte ein gutes Rennen, aber nie diesen enormen Punch", analysierte Romain Derieux. "Er hat sich mit viel Courage den zweiten Platz geholt. Schon vorher wusste ich, dass er noch nicht bei 100 Prozent ist, und das hat er mir bestätigt. Wir haben noch einen Monat Zeit, um darauf aufzubauen. Trotzdem sind wir nicht im Rückstand. Natürlich bin ich mit seiner Leistung zufrieden. Ob wir im Prix de Belgique starten, weiß ich im Moment noch nicht. Das hängt von seiner Erholung und davon ab, was er mir im Training zeigt."

Bei den Platzierten gab es aber auch das eine oder andere Bedauern. Inmarosa hätte mit freier Fahrt gewonnen", sagte ihr Fahrer Francois Lagadeuc. Die Heldin des Prix du Bourbonnais hätte ihrem Umfeld erneut große Freude bereiten können. Deutlich bitterer lief es für Iguski Sautonne, der die Qualifikation ohne eine Lücke verpasste. "Er 'stieß' er im Finish auf Jushua Tree", wie Matthieu Abrivard es ausdrückte.

Dagegen herrschte im Ecurie Luck gute Stimmung nach dem vierten Platz von Hokkaido Jiel: "Ich fühle mich erleichtert", freute sich Trainer Jean-Luc Dersoir. "Trotzdem bleibe ich vorsichtig, denn im letzten Jahr war er zwar qualifiziert, musste aber verletzt verzichten."

Pech hatte auch Iroise de la Noe (9.), die im Einlauf das schnellste Pferd war, aber zuvor im Schlussbogen vom springenden Jazzman Debailleul aufgehalten wurde.

Dagegen blieb Jabalpur, der vor einigen Wochen mit gesundheitlichen Problemen zu kämpfen hatte, deutlich unter seinen Möglichkeiten. "Er hat im Endkampf kein einziges Pferd mehr überholt", analysierte Arnaud Chavatte. "Ich glaube, er ist noch nicht wieder auf Topniveau. Außerdem hatte er eine sehr anstrengende Saison. Normalerweise wird er nicht im Prix de Belgique starten."

Sonntag 28 Dezember 20:32 Uhr
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Labido

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"Er hat im Endkampf kein einziges Pferd mehr überholt", analysierte Arnaud Chavatte. "Ich glaube, er ist noch nicht wieder auf Topniveau. Außerdem hatte er eine sehr anstrengende Saison. Normalerweise wird er nicht im Prix de Belgique starten."

Großartige Erkenntnis

Montag 29 Dezember 00:07 Uhr
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Luba Sonn

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Anthony Grueau: "Liberta del Phedo und Korea sind die beiden besten Chancen"

Als Agent von Mathieu Mottier ist Anthony Grueau eng in die Auswahl der Fahrten und Ritte von Mottier eingebunden. Daher kann er die kommenden Aufgaben sehr gut einschätzen, was er für den ParisTurf getan hat. Weil Mottier mit 97 Saisonsiegen noch um die magische Marke von 100 Erfolgen im Monte kämpft, liegt der Fokus dieser Vorschau ausschließlich auf den Trabreiten der nächsten beiden Rentage in Vincennes, an denen der letztjährige und kommende Monte-Champion fünf Einsätze hat.

Foto: SCOOPDYGA

 

Montag, 29. Dezember

"New York France (103) hat mit Mathieu im Reiten ordentlich gearbeitet, trifft jedoch auf Stuten, die bereits ihre Klasse gezeigt haben, wie Noctalie Madrik und Nylla du Goutier. Sollte sie bei ihrem Debüt einen Platz auf dem Podium erreichen, wäre ihre Aufgabe erfüllt.

Lovely One (313) hat zuletzt enttäuscht, verdient aber eine zweite Chance. Er trifft auf ein sehr gutes Engagement und zeigte am 14. November auf dieser Bahn eine überzeugende Leistung. Das Feld ist ausgeglichen mit Luigi du Clos, der gerade gewonnen hat, dem zuletzt Zweiten Le Tresor Kraailo, sowie Lightning Arctic, der gut in Form ist und wieder unter dem Sattel antritt. Es ist eine solide Chance, aber alles andere als sicher.

Jesolo (702) ist gut in Form und mag schnelle Bahnen. Am 16. November wurde er starker Zweiter hinter dem ausgezeichneten Joshua Peji. Er sollte erneut eine führende Rolle spielen, muss sich aber steigern, um Invisible Sun zu schlagen, der unter dem Sattel bei zwei Starts ungeschlagen ist, ebenso wie Cameron, ein Klassepferd aus dem Attele, der hier sein Debüt unter dem Sattel gibt, und Jambier d’Ourville, der ihn zuletzt in Nantes geschlagen hat."

Dienstag, 30. Dezember

"Liberta del Phedo (108) hat zuletzt auf der großen Bahn für Aufsehen gesorgt. Sie steigert sich kontinuierlich. Lacinia ist eine ernsthafte Gegnerin, sofern sie am Start nicht zu viel Boden verliert, ebenso wie Lucia Di Jenilat, die von der kleinen Bahn profitieren wird. Dennoch kann Liberta gewinnen.

Korea (506) hat bei ihrem Comeback unter dem Sattel einen überlegenen Sieg gefeiert. Sie trifft direkt im Anschluss auf ein sehr günstiges Engagement und könnte erneut zuschlagen. Korea und Liberta del Phedo sind die beiden besten Chancen."

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Mehdi Lelievre: "Titel als Krönung"

Nach 29 sieglosen Tagen, hatte das lange Warten endlich ein Ende für Mehdi Lelievre. Am viertletzten Tag der Saison konnte der Lehrling aus dem Stall von Jean-Luc Dersoir den noch einen benötigten Sieg erringen, um bei den Lehrlingen das Monte-Championat zu holen.

Foto: Axel Mommarty

 

Im Kampf um den Titel lieferte sich Mehdi Lelievre ein enges Duell mit Mathis Champenois. Beide gingen mit jeweils 29 Siegen gleichauf in die entscheidende Phase zum Jahresende. Die Ausgangslage war eindeutig: Ein weiterer Sieg würde Lelievre zum Titel verhelfen, da sein Konkurrent inzwischen Profi geworden war und in dieser Kategorie keine weiteren Erfolge mehr sammeln konnte.

Im Sattel von Kiko du Vignac, trainiert von Norbert Vimond, gelang Mehdi Lelievre am Sonntag in Montauban der entscheidende Erfolg. Ein Sieg mit großer symbolischer Bedeutung: "Das ist ein lange erwarteter Sieg, die Belohnung für ein sehr gutes Jahr mit diesem Titel als Krönung", erklärte er nach dem Rennen.

Besonders bemerkenswert ist dieser Erfolg auch deshalb, weil er im Rahmen einer weiten Anreise erzielt wurde. Ein Beweis für den Einsatz und der Entschlossenheit des Jockeys: "Es ist weit, aber wenn es darum geht zu gewinnen, um den ersten Platz in der Rangliste zu kämpfen und gute Pferde zu reiten, nimmt man das gerne auf sich."

Jetzt wo dieses Championat gewonnen wurde richtet der 20jährige den Blick bereits nach vorn: "Natürlich ist der nächste Schritt der Wechsel zu den Profis. Man muss weitermachen - das sollte normalerweise schnell gehen. Es fehlen nur noch acht Siege."

Montag 29 Dezember 21:50 Uhr
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Luba Sonn

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Laurent-Claude Abrivard: "Just Love You über Gewinnsumme oder gar nicht..."

Laurent-Claude Abrivard, Trainer von Inmarosa und Just Love You, erlebte den Prix de Bourgogne am Sonntag mit verschiedenen Emotionen. Die bereits qualifizierte Inmarosa schaffte es auch in dieser fünften Qualifikationsprüfung erneut auf das Podium. Just Love You hingegen konnte sich nicht in Szene setzen. Der Ausbilder erklärte die Leistungen seiner Pferde gegenüber Equidia und kam auch auf die weiteren Pläne zu sprechen.

Foto: SCOOPDYGA

 

Als Siegerin des Prix du Bourbonnais (Q2) bestätigte Inmarosa ihre starke Form auch im Prix de Bourgogne (Q5) und belegte den dritten Platz. Laurent-Claude Abrivard zeigte sich sehr zufrieden: "Die Stute ist großartig. Sie hätte sicher gewonnen, wenn sie zwischen Hokkaido Jiel und Jushua Tree hätte durchkommen können. Sie wird nicht im Prix de Belgique (Q6) starten, damit sie einen Monat vor dem Prix d’Amerique frisch bleibt."

Für Just Love You, die Zweitplatzierte des Prix d’Amerique 2025, wird die Lage jedoch schwieriger. Nach zwei erfolglosen Versuchen im 'Bretagne' und im 'Bourbonnais', gelang es Just Love You auch im Prix de Bourgogne nicht, das begehrte Ticket zu lösen. Ihr Umfeld sieht sich daher gezwungen, den 'Belgique' auszulassen. Der Trainer erklärte weiter: "Sie wird sich über die Gewinnsumme qualifizieren oder gar nicht im Prix d’Amerique starten. Sie ist ordentlich in Form, aber nicht so gut wie im letzten Winter. Die Stute hat ihr bestes Leistungsniveau noch nicht wieder erreicht."

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Wintermeeting für Jabalpur beendet

Nach einer enttäuschenden Leistung im Prix de Bourgogne (Q5) am Sonntag in Vincennes wird Jabalpur im laufenden Wintermeeting nicht mehr an den Start gehen. Der Sieger des Prix Rene Balliere 2025 konzentriert sich nun auf die Vorbereitung seiner Frühjahrsziele.

Foto: SCOOPDYGA

 

Offensichtlich hat Jabalpur nach seiner Lungenentzündung seine wahre Leistungsfähigkeit noch nicht wiedererlangt. Unabhängig von der teils harten Kritik in den sozialen Netzwerken, erklärte sich Arnaud Chavatte am Montag gegenüber dem ParisTurf: "Das Pferd war aufgrund einer Krankheit, von der es sich noch nicht vollständig erholt hat, nicht leistungsfähig. Wir konnten ihn nicht so vorbereiten, wie wir es uns gewünscht hätten. Meiner Meinung nach, und auch laut seinem Fahrer Gabriele Gelormini, war er nicht konkurrenzfähig, da 'Gabi' kein gutes Gefühl hatte."

Als Inhaber des Bahnrekords in Vincennes (08,7), aufgestellt bei seinem Sieg im Prix Rene Balliere im vergangenen Juni, wird der Sohn von Booster Winner somit erst im kommenden Frühjahr wieder zu sehen sein: "Er wird am Dienstag einen tierärztlichen Check-up bekommen und anschließend etwas Pause machen. Ich habe keinen Zweifel daran, dass er in Topform zurückkommen wird, denn im Frühjahr stehen wichtige Aufgaben an. Auf kleineren Bahnen ist er extrem leistungsstark. Ich hatte einen genauen Rennplan, der nun etwas durcheinandergeraten ist. Letztlich wird er selbst entscheiden, aber seine Ziele werden entweder der Elitloppet oder erneut der Prix Rene Balliere sein. Vorausgesetzt, er ist in Bestform."

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Amerique-Wochenende - Gims stellt Fahrer vor, DJ Yann Muller legt auf 

In einer am Montagnachmittag veröffentlichten Pressemitteilung hat die SETF das Rahmenprogramm rund um das Wochenende des Prix d’Amerique (23./24./25. Januar 2026) auf der Rennbahn von Vincennes weiter konkretisiert. Einer der Höhepunkte der Veranstaltungen wird der Auftritt des bekannten französischen Rappers und Sängers Gims.

Quelle: SETF

 

Der Musiker wird sogar eng in das Programm am Sonntag eingebunden. Anstelle des Bahnsprechers Laurent Bruneteau, wird Gims am Sonntag auf der Rennbahn anwesend sein, um die große Fahrervorstellung für den Prix d’Amerique 2026 vorzunehmen. Bereits ab Freitag "wird die Veranstaltung zu einem Festival der neuen Generation, dass als immersives Erlebnis konzipiert ist, bei dem das Spektakel sowohl auf der Bahn, als auch auf den Tribünen erlebt wird", heißt es in der Mitteilung der SETF.

Schon am Vortag wird DJ Yann Muller den Tag zwischen den Rennen zur größten Open Air-Disco machen. Der DJ gilt als Star in der französischen Elektro-Szene. Mit über 280 Millionen Streams auf Spotify und seinen kultigen Neuinterpretationen verspricht Yann Muller einen festlichen Moment für alle Generationen.

Mit dem klaren Ziel, dem Prix d’Amerique eine neue Dimension zu verleihen, möchte der Traberverband den Pferdesport mit Musik verbinden - gestützt auf die erfolgreiche Erfahrung des vergangenen Jahres mit der Veranstaltungsreihe "Folie Douce", die am 4., 12. und 18. Januar zurückkehrt. Während im letzten Jahr der Auftritt des Judo-Champions Teddy Riner bis zum Renntag geheim gehalten worden war, ist die Ankündigung des Auftritts einer der beliebtesten Stimmen Frankreichs (bester männlicher Künstler bei den letzten 'Victoires de la Musique') ein gelungener Marketingcoup. Und das trotz des erneut fehlenden Rennsponsors für das wichtigste Rennen des Jahres.

Mittwoch 31 Dezember 14:59 Uhr
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Luba Sonn

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Björn Goop: "Go On Boy hat mir sehr gut gefallen"

Mit ein paar Tagen Abstand zum letzten B-Rennen traf der ParisTurf auf Björn Goop und befragte den Schweden natürlich auch zu seiner Meinung im Vorfeld des Amerique.  Welcher Traber hat am meisten beeindruckt? Solch eine Frage kann ein dreifacher Amerique-Sieger natürlich sehr gut beantworten. Zudem gab er Auskunft, ob sein Fame and Glory noch einmal in die Qualifikation eingreifen wird.

Foto: Bruno Vandevelde

 

Der Prix de Bourgogne war schon vor dem Rennen von Jushua Tree und Go On Boy geprägt, die auch die ersten beiden Plätze belegten. Nach mehr als fünf Monaten Rennpause, feierte Go On Boy sein großes Comeback in Vincennes. Dabei überzeugte er Björn Goop ganz besonders, der ihn als den eindrucksvollsten Teilnehmer der bisherigen Qualifikationsrennen der 'Amerique Races' bezeichnet. "Go On Boy hat mir sehr gut gefallen", erklärte Goop. "Er wird in den kommenden Wochen noch an Niveau zulegen können, war aber bereits im Bourgogne sehr gut drauf. Zuvor hatte auch Epic Kronos im Prix Tenor de Baune (Q4) eine sehr starke Leistung gezeigt. Das hat mich nicht überrascht, denn in Schweden war er oft sehr stark, und sein letzter Auftritt in Solvalla war wirklich hervorragend. Man muss allerdings festhalten, dass er in Vincennes von einem perfekten Rennverlauf profitierte, zunächst versteckt lief und dann den letzten Kilometer absolvierte. Steigert er sich noch ein wenig, kann er im Prix d’Amerique auf das Podium laufen. Der beste Eindruck in den Qualifikationsrennen stammt für mich jedoch eindeutig von Go On Boy."

Björn Goop ist Stammfahrer von Fame And Glory, dem schwedischen Derby-Sieger. Am 29. November hatte der Sohn von Tactical Landing eine beim Comeback-Sieg einen starken Eindruck hinterlassen, war dann jedoch am 21. Dezember im Prix Tenor de Baune zum Nichtstarter erklärt worden. "Er war krank, hatte Husten und verschleimte Atemwege. Er befindet sich derzeit noch in Behandlung. Nun muss man abwarten, wie gut er sich erholt und wieder in Form kommt. Eine Entscheidung über den weiteren Verlauf seines Meetings wurde bislang nicht getroffen. Das dürfte sich nächste Woche entscheiden."

Da im Umfeld von Fame And Glory fest mit einer Qualifikation gerechnet wurde, weiß Björn Goop derzeit noch nicht, ob er in der nächsten Ausgabe des Amerique am Start sein wird oder nicht.

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Sonntag in Vincennes - Mack de Blary im Prix Charles Tiercelin

Anfang Januar gibt es für die dann 4jährigen gleich einen wichtigen Test für den am Amerique-Wochenende stattfindenden Prix Ourasi (GR I). Am 04. Januar ist unter anderem Mack de Blary für den Prix Charles Tiercelin (GR II) angekündigt worden. Er wird zu den Attraktionen der Rennveranstaltung am ersten Sonntag des neuen Jahres zählen.

Foto: SCOOPDYGA

 

Nach einer einwöchigen Pause im Anschluss an seinen zweiten Sieg auf höchstem Niveau im Prix Ready Cash am 07. Dezember, hat Mack de Blary das Training wieder aufgenommen, um sich auf den nächsten wichtigen Einsatz vorzubereiten. "Dem Pferd geht es im Training gut", erklärt Trainer Thierry Duvaldestin. "Er arbeitet normal und ausreichend, aber wir verlangen ihm auch nicht zu viel ab, da die besten Pferde dieses Jahrgangs im Winter viele Startmöglichkeiten haben. Wir versuchen daher, ihn im Training nicht zu verschleißen. Er wird an diesem Wochenende nicht in absoluter Topform sein, aber gut vorbereitet, um eine starke Leistung zu zeigen. Er ist sehr konstant und sollte erneut überzeugen."

Der Trainer aus dem Departement Orne wird bei seinem jungen Champion voraussichtlich (noch) nicht auf ein barfüßiges Laufen setzen, was ab dem 01. Januar für diese Generation möglich ist. Derweil wurde mit Ginostrabliggi, einer seiner Hauptgegner im internationalen Jahrgang, für den kommenden Halbklassiker gestrichen.

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Letzte Einheit für Nob Hill in Vincennes

Am gestrigen Dienstag war einer der Stars des Jahrgangs 2023 auf der Piste in Vincennes zur Trainingseinheit gesichtet worden. Die Rede ist von Nob Hill aus dem Stall von Mathieu Mottier. Wie der Trainer gegenüber dem ParisTurf bestätigte, bereitet sich sein junger Crack auf den Prix Maurice de Gheest (GR II) am Samstag vor.

Foto: SCOOPDYGA

 

Der in vier Starts ungeschlagene Gu d’Heripre-Sohn zeigte zuletzt am Start erstmals Nerven, als er kurz nach dem Eindrehen einen Fehler machte, der ihm seine Aufgabe erschwert hat. Allerdings konnte er sich sehr schnell wieder fangen und mit einem großen Zwischensprint dennoch früh die Führung übernehmen. "Alles ist bei seiner Arbeit problemlos verlaufen", analysierte sein Trainer. "Ziel war es, ihm noch einmal eine letzte Arbeit zu geben, um ihn optimal auf das Rennen am Samstag vorzubereiten. Es gibt nichts Besonderes zu berichten."

Nob Hill wird es unter anderem mit Nuevo Cash und Net Money zu tun bekommen.

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Alessandro Gocciadoro: "East Asia wird ihr Debüt unter dem Sattel geben"

Alessandro Gocciadoro wird im Januar Stammgast in Vincennes sein. Gleich am ersten Januar-Wochenende tritt der Italiener mit vier Startern im "Temple du Trot" an. Im Fokus sind natürlich die Gruppe­rennen.  Am Samstag geht der ungeschlagene Mister Navajo im Prix Maurice Gheest (GR II) an den Start, während East Asia am folgenden Tag im Prix du Calvados erstmals unter dem Sattel antreten wird.

Am Sonntag gibt Gabrioz, der im Derby Ginostrabliggi bezwingen konnte, sein Debüt in Vincennes. Der 3jährige startet im Prix Charles Tiercelin (GR II), in dem Gocciadoro auch Guglielmo Jet aufbieten wird. Gegenüber dem ParisTurf gab der italienische Trainer- und Fahrerchampion einen Überblick über die letzten Arbeiten seiner Schützlinge und spricht zugleich über ihre Chancen.

Den Anfang macht Mister Navajo im Prix Maurice de Gheest. "Es handelt sich um ein Pferd schwedischer Abstammung, das die Farben der Familie Micciche vertritt" (Anm.: Farben von Vitruvio, Executiv Ek und Guglielmo Jet), erklärt der Trainer. "In jedem Rennen hat er bei mir einen sehr guten Eindruck hinterlassen. Es ist ein kraftvoller Hengst mit einem sehr korrekten Gang. Dieses Mal steigt er jedoch deutlich in der Klasse auf und trifft bei seinem ersten Auftritt in Frankreich auf die besten französischen Pferde. Bislang fehlt ihm noch etwas Erfahrung. Der Bänderstart wird für ihn kein Problem darstellen, zudem verfügt er über genügend Stehvermögen. Mein Ziel ist ein Platz unter den ersten Drei oder Vier - damit wäre ich zufrieden. Er hat am Samstag gearbeitet, und alles ist in Ordnung."

Im am selben Tag ausgetragenen Prix Leon Tacquet stand auch East Asia auf der Starterliste. "Im Moment wissen wir noch nicht, ob sie in diesem Gruppe III-Rennen oder am nächsten Tag im Prix du Calvados starten wird", erklärt Gocciadoro. "In jedem Fall wird es ihr Debüt unter dem Sattel sein. Vor drei Wochen hat sie in Mailand einen guten Test im Monte absolviert, der mich zufriedengestellt hat. Allerdings fehlt uns in Italien insgesamt noch die große Erfahrung in dieser Disziplin, sodass ich mich nicht weiter festlegen möchte. Ich hoffe, dass alles gut läuft. Je nach Verhalten wäre das Ziel anschließend der Prix de Cornulier. Nachdem die Stute zuletzt etwas krank war, geht es ihr nun wieder sehr gut. Ich würde sagen, sie wird zu hundert Prozent am Start erscheinen."

Mittlerweile ist die Starterangabe für Samstag erfolgt und East Asia wurde für Samstag gestrichen. Somit wird ihr Monte-Debüt wohl im Prix du Calvados am Sonntag erfolgen.

Gabrioz mit Eric Raffin

Am Sonntag trifft Gabrioz, der im Derby Ginostrabliggi bezwingen konnte, auf seinen französischen Rivalen Mack de Blary, den Sieger des Criterium der 3jährigen. "Für ihn ist es der erste Start in Frankreich, es ist also ein Test. Er ist ein talentiertes, mutiges und sehr ruhiges Pferd. Ich denke, dass er sich sowohl an die Bahn als auch an die lange Distanz anpassen kann. Wenn alles gut verläuft, wird er im Prix Ourasi (GR I/24. Jan) starten. Zuletzt hatte er im Orsi Mangelli, dass Ginostrabliggi gewann, kein Rennglück, da er sowohl im Vorlauf als auch im Finale keinen idealen Rennverlauf hatte und Sechster wurde. Danach bekam er eine Pause. Es ist möglich, dass er noch nicht ganz bei hundert Prozent ist. Im Training gibt er mir aber volle Zufriedenheit. Seine letzte Arbeit absolvierte er am Sonntag: sechs Intervalle über jeweils 600 Meter, ohne allzu schnell zu gehen. Körperlich ist er konkurrenzfähig. Zum ersten Mal wird er von Eric Raffin gefahren."

Gabrioz - Foto: Gerard Forni

 

Im selben Rennen sitzt Alessandro Gocciadoro selbst hinter Guglielmo Jet: "Er hat zuletzt im Prix Ready Cash sehr gut abgeschnitten und wurde Zweiter hinter Mack de Blary. Mit einem besseren Startplatz hätte er vielleicht sogar gewinnen können. Es war sein erster Start ohne Check. Er hat sich dabei sehr gut gestreckt, obwohl er noch schwer beschlagen war. Hier wird er erstmals barfuß an allen vier Hufen antreten, während Gabrioz das bereits kennt. Im Gegensatz zu ihm verfügt Guglielmo Jet über Erfahrung in Vincennes. Er hat am Sonntag gemeinsam mit Gabrioz trainiert und ist in guter Form. Ich erwarte eine starke Leistung von ihm."

Donnerstag 01 Januar 21:16 Uhr
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Luba Sonn

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Yannick Pierre (Piya-Zucht): "Wenn ich Prima Qualita Piya sehe, fange ich an zu träumen"

Das Label "Piya" ist in den französischen Starterfeldern bestens bekannt und immer häufiger zu finden - und das mit wachsendem Erfolg. Kein Zufall, denn Züchter Yannick Pierre hat sich vor einigen Jahren dazu entschlossen, seine Zucht konsequent auszubauen und seine ambitionierten Ziele mit entsprechenden Mitteln zu verfolgen. Yannick Pierre, der auch zu den Vorstandsmitgliedern der SETF gehört, öffnete dem ParisTurf die Tore zu seinem frisch renovierten Zuchtzentrum in La Genevraie im Departement Orne.

Foto: Jean-Charles Briens

 

An einem Dezembermorgen trafen die Reporter vom ParisTurf Yannick Pierre zunächst bei ihm zu Hause in Mondeville (Departement Calvados), wo auch seine Frau Nathalie trainiert. Nach einem kurzen Gespräch machten sich alle zusammen auf den Weg in die Orne, genauer gesagt in das kleine Dorf La Genevraie nahe Le Merlerault, um das Zuchtzentrum des Mannes kennenzulernen, der hinter dem Namen "Piya" steht, welcher eine Abkürzung seines Vor- und Nachnamens ist.

Die Anlage, die als Nachbarn die Zuchtstätte Pierji hat, erwarb er 2023 von Jean-Michel Tessier (bekannt unter anderem durch Draga, Golden Bridge, Mouffetard). Ursprünglich diente der Betrieb hauptsächlich der Rinderzucht, die teilweise weitergeführt wurde. "Ich wollte wachsen und vor allem bessere Böden haben. Das war meiner Meinung nach in Cleville, wo meine Zuchtstuten zuvor standen, nicht optimal", erklärt Yannick Pierre. Seine Stuten sind daher in die Orne umgezogen, auf ein Anwesen mit 150 Hektar, großzügigen Koppeln und unter der Verantwortung von Floriane Fossard.

Das Gelände wurde umfassend modernisiert: Drei neue Stallungen wurden errichtet. Eine für die Zuchtstuten, eine für die Stutfohlen und eine für die Hengstfohlen. Alles ist durchdacht und funktional gestaltet. "Ich mag es sauber, sicher und praktisch - wir kommen dem sehr nahe", sagt der 54jährige zufrieden. "Im Stutenstall gibt es Abfohlboxen, kleine Paddocks und außenliegende Boxen. Bei den Jährlingen orientieren wir uns am Galopprennsport: Sie verbringen den Tag gemeinsam auf der Koppel und werden abends einzeln in den Stall gebracht."

42 Geburten für 2026 geplant

Floriane Fossard berichtet, dass 42 Geburten für das Jahr 2026 vorgesehen sind. Yannick Pierre, der sich bereits seit seiner Kindheit für das Zuchtbuch interessiert, hat seine Zucht in den letzten Jahren stark ausgebaut. Sowohl quantitativ, als auch qualitativ, mit dem klaren Ziel, in den oberen Bereich vorzustoßen.

Neben der Nutzung der aktuell besten Hengste hat der Sohn von Leonce Pierre ("Blay-Zucht") hochkarätige Stuten erworben, insbesondere aus der Dubois-Linie: Jealousy Love und Grandissima (verwandt mit Love You), sowie High Qualita, eine Tochter von Ready Cash und Qualita Bourbon. "Bei Stuten suche ich nach 'Black Type-Leistungen'. Sie müssen in Vincennes gelaufen sein, und zwar bereits bei den ersten beiden Muttergenerationen. Sobald das der Fall ist, kommen sie früh in die Zucht", erklärt Pierre, der mehrere Optikergeschäfte besitzt und durch und durch Kaufmann ist.

"Grundsätzlich sind alle unsere Pferde zum Verkauf bestimmt. Im Frühjahr wählen wir diejenigen aus, die das Potenzial haben, am ersten Tag der Arqana-Trot-Yearling-Auktionen in Deauville vorgestellt zu werden."

Bei der letzten Ausgabe erzielte Original Piya (v. Boccador de Simm a.d. High Qualita) einen Zuschlag von 225.000 Euro, während Olympia Piya (v. Face Time Bourbon a.d. Grandissima) für 85.000 Euro vom Ecurie Courant erworben wurde. "Der Hengst steht im Training bei Nicolas Bazire, die Stute ist offenbar in Frankreich geblieben. Wenn möglich, behalte ich gerne 10 bis 25% der Hengste, sofern die Käufer einverstanden sind. Das war bei Original Piya der Fall, denn wir möchten eines Tages selbst einen Deckhengst stellen. Wenn ich alle selbst behalten könnte, würde ich es tun, aber man muss wirtschaftlich im Gleichgewicht bleiben", sagt er schmunzelnd.

"Regelmäßige Jahrgänge und gute Pferde hervorbringen"

"Seit zwei Jahren haben wir deutlich mehr Stuten als Hengste bei den Geburten", erklärt Yannick Pierre. Eine von ihnen ist Prima Qualita Piya (v. Idao de Tillard a.d. High Qualita), die sofort ins Auge fällt und ihre Altersgenossinnen im Paddock zu überragen scheint. "Ganz ehrlich - wenn ich sie sehe, fange ich an zu träumen. Sie wird nicht in den Auktionsring gehen, denn diese Linie wollen wir erhalten."

In der Zucht ist nichts garantiert, doch träumen darf man immer. Yannick Pierre, der seit rund 20 Jahren züchtet, beginnt nun, die Früchte seiner Investitionen zu ernten. Mehrere "Piya"-Pferde sind auf Pariser Bahnen konkurrenzfähig, darunter Krystal, Sieger des Finales der LeTrot Open für 5jährige (GR III), sowie Kracker, My Girl und Magot d’Or, die seit Beginn des Wintermeetings überzeugt haben. "2025 liegt etwa zehn Prozent über 2024, bleibt aber noch ein normales Jahr. Man spürt jedoch, dass sich alles einspielt. Das Ziel ist, regelmäßig gute Jahrgänge zu liefern und häufig erfolgreiche Pferde zu bringen. Wie in meinem Berufsleben steht die Kundenzufriedenheit an erster Stelle. Ein Traum? Grupperennen zu gewinnen - das ist pures Glück. Ich mag besonders junge Pferde, weshalb ein Sieg in einem Criterium das Größte für mich als Züchter wäre. Und natürlich hoffe ich, dass eines meiner drei Kinder eines Tages die Zucht weiterführt."

Trainingszentren in Mondeville...und Cleville

Die Besichtigung endet nicht dort, wo sie begonnen hat. Yannick Pierre führt die Reporter anschließend nach Cleville, ebenfalls im Departement Calvados, wo ein weiteres Anwesen, dass 2017 erworben wurde, kürzlich umfassend umgebaut wurde. Das frühere Zuchtgelände dient nun als Trainingszentrum, geleitet von Antoine de Vaugiraud. "Im Februar hörte ich, dass Antoine seine Zusammenarbeit mit Tanguy de la Bourdonnaye beendet. Seine Ergebnisse zeigten, dass er Talent hat. Anfang März trafen wir uns, im Mai begannen die Arbeiten", berichtet Pierre.

Heute verfügt die Anlage über eine 850-Meter-Bahn sowie eine 1.100-Meter-Piste mit langer Geraden. Zäune und Paddocks wurden komplett neu gestaltet. "Antoine ist hier zu Hause. Ich habe ihm 25 Pferde des Jahrgangs 'O' anvertraut. Überwiegend Stuten, sowie etwa zehn startbereite Pferde."

Auch in Mondeville, sichtbar vom Autobahnrin in Caen, wurde investiert. Dort trainiert seine Frau Nathalie Viel-Pierre, die vor etwa zehn Jahren mit dem Training begann, auf den ehemaligen Flächen ihres Großvaters Albert Viel. "Ich setze Nathalie gerne bei schwierigeren Pferden ein. Auch wenn sie sich manchmal neue Gummiboots wünschen würde", sagt ihr Mann lächelnd. "Sie hat ein sehr gutes Gefühl für Pferde."

Weitere "Piya"-Pferde stehen unter anderem bei Clement Thomain, Sebastien Ernault, Sebastien Guarato, Fabrice Souloy und Benoit Carpentier im Training.

"Die PMU braucht tiefgreifende Reformen"

Nach seiner Zeit als Präsident und Vizepräsident der Rennbahn von Vire engagiert sich Yannick Pierre seit 2023 als Vorstandsmitglied der SETF. "Ich wollte helfen. Die Branche hat es schwer, und ich hatte etwas mehr Zeit", erklärt er offen und äußert sich klar zur Situation der PMU: "Die PMU ist die Grundlage von allem. Eigentlich sollte sie den beiden Muttergesellschaften dienen. Das tut es derzeit nicht. Als Kaufmann in einem extrem wettbewerbsintensiven Markt sehe ich seit 20 Jahren Fehlentwicklungen. Es braucht tiefgreifende Reformen. Heute sitzen dort keine echten Kaufleute. Sie kennen weder Produkt noch Kunden ausreichend.

Eine einheitliche App ist zwingend notwendig - einfach, leicht zu bedienen und attraktiv. Es braucht außerdem eine rennübergreifende Wette, die große Umsätze und Träume erzeugt. Durch die Fixierung auf Rückläufe und Großwetter verliert man die breite Masse. Das ist ein großer Fehler. Ich bleibe trotzdem optimistisch, denn unsere Rennbahnen sind gut besucht. Aber ohne passendes Angebot wird das nicht reichen. Man muss alle Beteiligten respektieren."

Krystal Piya - eine besondere Geschichte

Krystal Piya gehört zur "Generation Null", dem Jahrgang 2020, ab dem Yannick Pierre massiv investierte. Der Sohn von Face Time Bourbon und Etchola brachte der schwarz-rosa Rennfarbe von Nathalie Viel-Pierre mit seinem Sieg im Finale des LeTrot Open des Regions am 30. November in Vincennes den ersten Gruppensieg.

Doch der Weg dorthin war lang. "Als Fohlen war er außergewöhnlich. Zunächst kam er zu Didier Hue, dann begann er zu lahmen. Niemand fand die Ursache", erzählt Pierre. Nach mehreren Trainerwechseln stellte sich heraus, dass Krystal, wie sein Vater, am Navikularsyndrom litt. Allerdings an allen vier Beinen - ein absoluter Sonderfall. Nathalie nahm ihn erneut ins Training auf glaubte an ihn, später folgten weitere Stationen.

"Clement Thomain brauchte eineinhalb Monate, um ihn überhaupt korrekt traben zu lassen. Er hätte sein Debüt gewinnen können, galoppierte aber vor dem Ziel. Ich hatte die Hoffnung fast aufgegeben."

Doch dann kam die Wende. Krystal gewann, bestätigte den Erfolg, lief mit Spezialbeschlag und explodierte 2025 regelrecht. Barfuß im Finale zu starten, war der große Schachzug, der sich auszahlte. "Zu diesem Pferd habe ich natürlich eine ganz besondere Beziehung", sagt Yannick Pierre. Nach seinem zweiten Platz in der Quinte zu Weihnachten dürfte Krystal Piya auch in den kommenden Monaten für Schlagzeilen sorgen.

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Zwei Fragezeichen für den "Belgique"

Aus zwei prominenten Lagern berichtete der ParisTurf, dass Absichten eines Auftritts im Prix de Belgique (Q6) bestehen, der bisher so nicht geplant war.

Liza im 'Belgique'? Foto: SCOOPDYGA

Das erste Quartier ist überraschend der Stall Bazire, der Liza Josselyn für einen möglichen Start im letzten B-Rennen ins Spiel bringt. Am Silvester-Renntag war die Ready Cash-Tochter noch in Vincennes zu Gast, um sich intensiv auf ihre kommenden Aufgaben vorzubereiten. Eines scheint aber trotz eines möglichen Auftritts im "Belgique" sicher zu sein - der übernächste Start findet am Tag vor dem Amerique im Prix Bold Eagle (24. Jan/GR I) statt.

Fahrer Jean-Michel Bazire sagte dazu: "Die Stute war gut in dieser Arbeit. Sie ist nach Vincennes gekommen, um ihren nächsten Auftritt vorzubereiten, der entweder der Prix de Croix oder der Prix de Belgique sein wird."

Das zweite Fragezeichen steht hinter Go On Boy, der entweder 'frisch' in den Amerique geht oder nochmal ein Rennen bekommt. Der Zweitplatzierte des Prix de Bourgogne hinterließ bei den meisten Zuschauern einen guten Eindruck, den auch Trainer Romain Derieux bestätigt hat: "Go On Boy hat mir sehr gut gefallen. Wie ich vermutet hatte, war er noch nicht bei 100 Prozent, aber er hat ein gutes Rennen gezeigt. Er hat sich von seinen Anstrengungen gut erholt. Ich bin zufrieden. Jetzt haben wir fast noch einen Monat Zeit, um ihn weiter vorzubereiten, damit er am Tag des Prix d’Amerique noch besser ist."

Zu den Absichten des nächsten Starts zögert Derieux aber noch: "Ich werde Ende dieser Woche und Anfang der nächsten schauen, wie er sich im Training verhält. Wenn ich das Gefühl habe, dass er noch ein Rennen braucht, um am 25. Januar in Topform zu sein, wird er im Prix de Belgique laufen. Entschieden ist noch nichts."

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Freitag in Cagnes-sur-Mer - Yannick-Alain Briand: "Lilibeth Turgot sollte weit vorne landen"

An diesem Freitag wird Yannick-Alain Briand in Cagnes-sur-Mer nicht selbst in den Sulky steigen. Dennoch hat er gegenüber dem ParisTurf Auskunft über die sechs Starter gegeben, die in seinen  Farben antreten.

Foto: SCOOPDYGA

 

"Im Eröffnungsrennen hat Lilibeth Turgot (111) eine günstige Aufgabe, da sie es ausschließlich mit Stuten zu tun hat. Barfuß laufend sollte sie mit einem guten Rennverlauf im Ziel weit vorne landen. Herode du Corta (414) muss nur das wiederholen, was er Ende Oktober in Salon-de-Provence gezeigt hat, um auf dem Podium zu landen. Er ist zwar nie vor einem Fehler gefeit, aber der Wechsel an der Fahrleine wird ihm guttun.

Jorge Arthur (607) hatte vor seinem letzten Start gut gearbeitet, hat sich im Rennen jedoch wieder nicht korrekt verhalten. Wir versuchen es nun erneut unter dem Sattel. Jet Set Codie (701) war die positive Überraschung im Referenzrennen. Ich habe gezögert, sie nochmals an den Start zu bringen, aber sie hat durchaus eine Chance. Ma Felicite (804) ist zuletzt ordentlich gelaufen. Wir hoffen, dass das Abnehmen der Eisen etwas bewirkt. Moon Turgot (805) hat wahrscheinlich mehr Klasse, ist aber die letzten beiden Male gleich nach dem Start in Galopp gefallen. Man muss sie erst einmal beobachten."

ZUM RENNTAG IN CAGNES-SUR-MER Beginn: 15.45h

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Freitag in Cabourg - Thierry Duvaldestin: "Nina de la Dune bringt viele Pluspunkte mit"

Am Freitag wird Trainer Thierry Duvaldestin bei der Veranstaltung in Cabourg dreimal selbst in den Sulky steigen. Wie es dazu kommt, dass er selbst die Leinen in die Hand nimmt und wie er seine Schützlinge einschätzt, erzählte er dem ParisTurf.

Dabei sprechen seine Zahlen als Fahrer der gerade abgelaufenen Saison für sich: 29 Siege bei 53 Starts, was einer Siegquote von 55% entspricht. Und sogar 70% Platzierungen unter den ersten Drei. Auch wenn er seit mehreren Jahren gerne seinen beiden Söhnen den Vortritt im Sulky lässt, ist Thierry Duvaldestin nach wie vor ein äußerst erfolgreicher Fahrer. Das will er am Freitag in Cabourg unter Beweis stellen, wo er drei Pferde aus seinem eigenen Stall lenken wird.

"Theo ist gesperrt und Clement wird an diesem Wochenende viele Rennen fahren", erklärt der Startrainer. "Außerdem habe ich gerade mit Nina de la Dune (207) bei ihrem Debüt in Nantes gewonnen. Sie ist eine angenehme Stute, seriös und mental sehr ausgeglichen. Der Rechtskurs wird sie nicht stören. Sie bringt viele Pluspunkte mit. Megafleche (313) muss aus der zweiten Reihe starten, in einem Feld, dass mir recht gut besetzt erscheint. Sie ist eine große Stute, die einige Zeit gebraucht hat, um wieder in Form zu kommen. Das Barfußlaufen wird ihr helfen. Sie braucht allerdings einen günstigen Rennverlauf. Major du Goutier (413) war zuletzt fehlerhaft, ist aber ein Pferd, dass durchaus Tempo hat. Wenn er keinen Fehler macht, ist er chancenreich."

ZUM RENNTAG IN CABOURG  Beginn: 11.32h

 

Freitag 02 Januar 12:24 Uhr
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Luba Sonn

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Eilmeldung: Jean-Michel Bazire bei Unfall in Grosbois verletzt

Der vielfache Sulky d’Or, Jean-Michel Bazire, sowie einer seiner Mitarbeiter, Rene Mascle, sind am Freitag beim Training zu Sturz gekommen, wie der ParisTurf berichtet. Beide wurden ins Krankenhaus gebracht.

Foto: SCOOPDYGA

 

Der Unfall ereignete sich am Freitag gegen 10 Uhr in Grosbois. Drei Pferde aus dem Stall Bazire trainierten gemeinsam auf der Trainingspiste, als das von Rene Mascle gesteuerte Pferd, nach einer plötzlich auftretenden Benommenheit des Fahrers, nach außen geriet und mit dem Gespann von Jean-Michel Bazire kollidierte.

Beide Fahrer wurden aus dem Sulky geschleudert und blieben benommen am Boden liegen. Rene Mascle leidet unter starken Knieschmerzen, während sich Jean-Michel Bazire am Handgelenk verletzt hat. Es besteht der Verdacht auf einen Bruch. Die Feuerwehr brachte beide ins Krankenhaus.

Freitag 02 Januar 12:30 Uhr
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Gambler

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Gute Besserung. Nach den Ausfällen bei den Klassepferden sind wohl jetzt die Klassefahrer dran. Mannomann 

Freitag 02 Januar 12:46 Uhr
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Luba Sonn

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Gambler schreibt:

Gute Besserung. Nach den Ausfällen bei den Klassepferden sind wohl jetzt die Klassefahrer dran. Mannomann 

Ja, das ist wirklich zum Ko****

Wenn sich das bewahrheitet und Jushua Tree mit Nicolas oder wegen Olmenhof mit Martens startet, kann ich meine Festkurse wieder begraben

Freitag 02 Januar 13:05 Uhr
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Vitamin B

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Da verletzt sich jemand schwer und du jammerst wegen deinen Festkursen!!!!

Freitag 02 Januar 13:40 Uhr
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Luba Sonn

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Vitamin B schreibt:

Da verletzt sich jemand schwer und du jammerst wegen deinen Festkursen!!!!

Ja, ganz wichtig über mich zu urteilen, obwohl wir uns nicht mal kennen.

Zudem weißt Du sicher nicht, was ich für die Champions unter den Aktiven, wie Bazire, empfinde. Oder was ich im privaten für Nachrichten ausgetauscht habe, nachdem ich diese Nachricht gehört habe.

In dem Thema ging es ja auch vor allem um Bazire. Der hat sich, wie jetzt wohl bestätigt wurde, das Handgelenk gebrochen. Für einen Vollprofi ist das keine 'schwere Verletzung', denke ich. Aber eine, die ihn für einige Wochen außer Gefecht setzt.

Aber zu Deiner Beruhigung hier auch noch einmal öffentlich...

Ich wünsche alle Beteiligten, inklusive den Pferden, die sich bei dem Unfall verletzt haben, eine rasche Genesung.

Freitag 02 Januar 14:19 Uhr
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Gambler

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Glaube eher an Monate Luba Sonn Luba Sonn . Er hat ja auch schon ein gewisses Alter. 

Freitag 02 Januar 14:21 Uhr
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Gambler

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Martens kann und will ich mir nicht vorstellen für Jushua. Aber möglich ist leider alles.

Freitag 02 Januar 15:06 Uhr
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Fantom

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Gambler schreibt:

Glaube eher an Monate Luba Sonn Luba Sonn . Er hat ja auch schon ein gewisses Alter. 

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