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| Autor | Beitrag |
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| Sonntag 14 Dezember 14:28 Uhr | |
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3 GRP I, 1 GRP II und 2 GRP III Rennen heute in VIN. Bei einem Kameraschwenk auf die Tribünen kommt man sich vor wie GE an einem normalen Sonntag. Wenn doch nur der Unterschied im Stellenwert des Sports genau klein wäre wie der Unterschied in der Anzahl der Besucher. Wenn dort nicht ein umfangreiches Beiprogramm auf der Bahn angeboten wird, kommen dort auch so gut wie keine Leute auf die Bahn. |
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| Sonntag 14 Dezember 16:27 Uhr | |
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Samstag in Lyon - Abschied von Serge Peltier Schon vor längerer Zeit hat Serge Peltier beschlossen hat, seine Karriere im Sulky zu beenden. Am Samstag absolvierte der Fahrer aus der Region Zentral-Ost sein letztes Rennen. Zum Abschluss der Veranstaltung wurde ihm in Anwesenheit zahlreicher Aktiver und Rennsportfans ein bewegender Abschied bereitet.
Foto: AGENCE COULEUR CASAQUES
Bei seinem letzten Rennen schaffte es Serge Peltier noch ein letztes Mal auf das Podium. Mit Lorenzo Griff holte er den dritten Platz, bevor ein großes Kapitel zu Ende gegangen ist. Peltier hat über Jahrzehnte die regionalen Ranglisten dominiert, bevor er bewusst sein Karriereende geplant hat. Während seiner Laufbahn, die bereits im Alter von 16 Jahren begann, holte Serge Peltier mehr als 2.100 Siege und prägte den Trabrennsport weit über seine Region hinaus. Nun entschied er sich den Helm an den Nagel zu hängen. Im Rahmen der Renntage in Lyon-Parilly wurde dem Mann hinter dem einstigen Star Gebrazac eine würdige Ehrung zuteil. Das Publikum kam, um 50 Jahre Karriere eines bei Profis zu feiern, der bei Wettern, wie den Kollegen gleichermaßen geschätzt wurde. "Natürlich ist an so einem Tag viel Emotion dabei", erklärte Serge Peltier. "In diesem letzten Jahr hatte ich das Glück, mit einer Stute wie Harmony du Rabutin verbunden zu sein, mit der ich in Vichy den Grand Prix du Conseil Municipal gewinnen konnte. Aber ich höre nicht ganz auf. Ich werde den Rennbahnen weiterhin als Trainer treu bleiben." --------- Quentin Chauve-Laffay - die nächste Generation? Der junge Quentin Chauve-Laffay kann schon deutlich vor Ablauf des Jahres seine beste Saison bilanzieren. 2025 setzte er sich sogar an die Spitze seiner Region Zentral-Ost. Genau in dieser Region war über Jahrzehnte fast immer Serge Peltier unangefochten vorne. Und weil Peltier am Samstag sein letztes Rennen absolvierte, scheint sich ein Generationenwechsel anzukündigen.
SCOOPDYGA
Das Serge Peltier in seiner letzten aktiven Saison von Quentin Chauve-Laffay entthront wurde, ist gewissermaßen auch eine symbolische "Staffelübergabe". Der Sohn von Herve Chauve-Laffay ist in den kommenden Jahren der heißeste Anwärter für den Fahrertitel in der Region Zentral-Ost. Nach dem letzten Rennen von Peltier führte Quentin mit 45:41 und hat den Titel in diesem Jahr schon in der Tasche. "Serge wurde sicher nicht oft geschlagen", schmunzelt Quentin Chauve-Laffay im Gespräch mit dem ParisTurf. "Ich hätte nie gedacht, einmal vor Serge Peltier oder Fahrern wie Laurent Lamaziere zu landen, die seit Jahren auf Topniveau unterwegs sind. Es ist meine beste Saison. Ich hätte mir nie so viel erhofft. Dieser Erfolg ist eine große Genugtuung, aber auch das Resultat harter Arbeit. Ich analysiere all meine Rennen, beobachte die Konkurrenz. Wenn ich fahre, selbst mit fremden Pferden, habe ich das Glück, dass mein Vater mich auf Fehler hinweist. Meine Eltern unterstützen mich sehr. Ich versuche, mich von Rennen zu Rennen zu verbessern." Auch der eigene Stall befindet sich in hervorragender Form, mit starken Generationen an jüngeren Pferden. Zudem hebt Quentin die Arbeit seines Agenten hervor: "Fabien leistet großartige Arbeit. Ohne ihn hätte ich vermutlich rund fünfzehn Siege weniger." Und wie sehen die Ziele für die kommende Saison aus? "Das wichtigste Ziel ist, dieses Niveau zu halten. Und wenn möglich, noch etwas draufzulegen. Aber ich will den Trainerbereich nicht vernachlässigen. Weite Reisen mache ich nur, wenn auch Pferde aus unserem Stall am Start sind. Vielleicht ergeben sich durch Serge Peltiers Rückzug neue Chancen als Fahrer. Doch der Kampf geht weiter: Fahrer wie Theo Briand oder David Bekaert werden mit ihren jeweiligen Agenten nicht locker lassen. Wenn ich 2026 wieder so ein Jahr erlebe, wäre ich mehr als zufrieden." --------- Nach Sieg mit Nob Hill - Mottier: "Habe mich nicht geschickt angestellt" Am Samstag stellte Nob Hill in Vincennes im Prix Emmanuel Margouty eindrucksvoll seine Klasse unter Beweis. In diesem ersten Halbklassiker für die 2jährigen Hengste bewahrte die von Mathieu Mottier trainierte Nachwuchshoffnung seine weiße Weste mit Stil und übernahm endgültig die Führungsrolle seines Jahrgangs.
Foto: SCOOPDYGA
Nob Hill war an diesem Samstag im Prix Emmanuel Margouty mit Spannung erwartet worden. Zum Einen war es nach drei Siegen aus drei Starts der bislang härteste Test für den Gu d’Heripre-Sohn. Und zum Anderen hatte sein Trainer nach einer Arbeit leichte Zweifel vermeldet, ob sein Youngster überhaupt startet, weil er "nicht wie sonst flog". Letztlich startete Nob Hill nicht nur, sondern lieferte einmal mehr eine beeindruckende Vorstellung ab. Aber zunächst sorgte der junge Crack für einen Schreckmoment in seinem Umfeld, als er im Galopp startete: "In diesem Moment habe ich mich wirklich erschrocken", räumt Mathieu Mottier ein. "Das darf nicht noch einmal passieren", sagte er lachend und nahm es mit Humor. "Da habe ich mich selbst nicht geschickt angestellt. Beim nächsten Mal muss ich es besser machen." Dieser Fehler hielt den Vertreter der Familie Mottier jedoch nicht davon ab, das Rennen selbst in die Hand zu nehmen und schon auf dem Weg in die Senke die Spitze zu übernehmen. "Da das Tempo nicht hoch war, habe ich nicht gezögert, nach vorne zu gehen, denn er ist sehr entspannt, wenn er allein an der Spitze läuft." Zu diesem Zeitpunkt war das Rennen praktisch entschieden. Nob Hill kontrollierte das Feld und verschärfte das Tempo allmählich auf dem letzten Kilometer (12,8). Bereits aus dem letzten Bogen löste sich der 2jährige von seinen Verfolgern und trabte mit 14,9/2.700 Meter genau die gleiche Marke, wie beim Start zuvor. Ohne an seine Reserven gehen zu müssen, blieb der Sieger nur ein Zehntel über der Rekordmarke für 2jährige auf den Steherstrecken der großen Bahn, den sich Lovino Bello und Kamehameha mit 14,8 teilen. "Er hat seine letzte Leistung bestätigt", erklärt sein Trainer weiter. "Der Prix Emmanuel Margouty ist ein großes Rennen, und viele sehr gute Pferde haben ihn schon gewonnen." In der Siegerliste findet sich unter anderem auch Mack de Blary. "Er ist wirklich ein Spitzenhengst, auch wenn er etwas speziell ist. Er hat immer viel Klasse gezeigt, aber auch viel Temperament. In dieser Hinsicht hat mein Team hervorragende Arbeit geleistet." Angesichts der Art dieses Erfolgs und seines bisherigen Karriereverlaufs ist Nob Hill derzeit der überzeugendste Vertreter seines Jahrgangs und übernimmt die Führung bei den 2jährigen. Auch wenn sich die Rangfolge in der jüngsten aktiven Generation schnell verändern kann, hat Nob Hill erstmal einige Punkte für die Zukunft gesammelt. "Das Winterziel ist das Criterium des Jeunes", erklärt Mottier. "Das genaue Programm bis zu diesem Klassiker habe ich allerdings noch nicht festgelegt." Just A Gigolo (2021) und Django Riff (2015) sind die letzten Sieger dieses Halbklassikers, die später auch das Criterium des Jeunes gewinnen konnten. Nuevo Cash erneut Zweiter Nuevo Cash hatte wie schon am 29. November das Nachsehen, obwohl sich der Schützling von Thierry Duvaldestin dieses Mal länger in der Deckung aufhalten konnte. "Er hat wirklich Pech, schon zum zweiten Mal trifft er auf den Besten", sagte sein Fahrer Theo Duvaldestin unmittelbar nach dem Rennen. "Es gibt nichts zu bemängeln, er läuft sehr gut. Er ist etwas kompliziert, hat es aber beide Male ordentlich gemacht. In den kommenden Wochen wird er weiter den halbklassischen Weg gehen. Der Plan ist außerdem, ihn auch in den ersten Gruppe-Rennen unter dem Sattel einzusetzen. Ich denke, er hat den passenden Körperbau für diese Disziplin." Never Forget, im Prix Timoko noch Fünfter, zeigte sich weiter verbessert und lief, sehr zur Freude seines Umfelds, mit einer starken Leistung auf den dritten Platz. Die weiteren Platzierten: Nelson Emge (4.), der im Prix Timoko noch enttäuscht hat, "hat uns heute beruhigt", erklärte sein Trainer Marc Sassier. "Beim letzten Start war seine Luftröhre nach dem Rennen nicht ganz in Ordnung. Heute war seine Leistung sehr gut, vor allem bei seinem ersten Auftritt auf der großen Bahn. Er musste früh nach vorne gehen und kam im letzten Bogen kurz aus dem Rhythmus. Er hätte dort einbrechen können, hat aber bis zum Ziel tapfer durchgehalten." Dem zuvor ungeschlagenen Nuage de Beaucamps, der nach fast dreimonatiger Pause wieder antrat, fehlte es noch an Rennpraxis. "Im letzten Bogen musste er kurz durchatmen, kam dann aber wieder gut zurück und wurde Fünfter. Außerdem hat uns der vorsichtige Start zu weit nach hinten gebracht", sagte Fahrer Franck Ouvrie. |
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| Sonntag 14 Dezember 19:19 Uhr | |
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Nobl Hill steht im Moment Kilometer über dem Jahrgang. Er wird auch mal nicht gewinnen. Aber ich hatte am Anfang der Karriere von Izoard auch spekuliert, dass er mal weg ist. War auch so, beim 13. START. Und da war er noch zweiter. Bei Nob Hill trenn ich mich früher von dieser "Hoffnung". |
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| Sonntag 14 Dezember 19:33 Uhr | |
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Ist aber ein Feuerstuhl.Die Show,die er vor dem Start zeigte ,hätte auch anders ausgehen können.Die Startgallopade war danach zu erwarten. |
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| Sonntag 14 Dezember 20:22 Uhr | |
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Wie gut wird er wohl werden wenn er reifer und fester ist? Für mich ist das Pferd eine absolute Vollbombe. Denkst er hebt jeden Moment ab, geht aber locker weiter. Sicher wird er auch mal weg sein. Nur das potential ist für mich enorm groß. Lange nicht mehr so ein guten 2 Jährigen gesehen. Möge er gesund bleiben und in einigen Jahren den PDA gewinnen. |
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| Sonntag 14 Dezember 20:39 Uhr | |
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Seh ich auch so . Glaube, dass er einen riesigen Motor hat. |
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| Sonntag 14 Dezember 22:44 Uhr | |
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Leo Abrivard: "Wir wollen Inmarosa einen echten Wettkampf ermöglichen" Am Samstagabend traf ein Reporter des ParisTurf' am ersten Tag des Meetings in Cagnes-sur-Mer auf Leo Abrivard. Natürlich wurde er auf Inmarosa angesprochen. Die Stute hatte den Prix du Bourbonnais (Q2) in glänzender Manier gewonnen und wird die Zeit bis zum Amerique mit einem weiteren Start in den B-Rennen überbrücken.
![]() Foto: SCOOPDYGA
Nachdem er grad für das Training seines Vaters Laurent-Claude mit Kir Normand gewinnen konnte, gab Leo Abrivard Auskunft über die kurzfristige Planung von Inmarosa: "Die Stute hat sich von ihrem Sieg im Prix du Bourbonnais perfekt erholt. Trotz dieser außergewöhnlichen Leistung hat sie das Rennen sehr gut weggesteckt. Mit der Qualifikation in der Tasche sind wir ganz entspannt. Wenn alles weiterhin gut läuft, wird sie am 28. Dezember im Prix de Bourgogne starten. Sehr wahrscheinlich wird sie ohne Eisen antreten, um ihr rund einen Monat vor dem Prix d’Amerique einen echten Wettkampf zu ermöglichen. Danach werden wir den Prix de Belgique auslassen und direkt Ende Januar auf den Amerique zusteuern."
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Prix de Vincennes - Damien Bonne: "Das tut richtig gut"
Schon zum zweiten Mal in diesem Jahr konnte sich ein 3jähriger Monte-Debütant in einem Gruppe I-Rennen durchsetzen. Es gab aber gewaltige Unterschiede zu dem Erfolg von Memphis de Brasse am 11. Oktober in Caen und dem heutigen Triumph von Moustik la Govelle im Prix de Vincennes. Erstens sind die 3jährigen Mitte Dezember schon sehr viel "fester", als es noch im Oktober der Fall war. Zweitens fand der heutige Klassiker in der "Zentrale" Vincennes und nicht tief in der Normandie statt, womit man für den Erfolg sehr viel mehr Härte benötigt. Und drittens wurde mit Meteore de Simm der absolute und im Trabreiten ungeschlagene Jahrgangsleader bezwungen.
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Seit dem Jahr 2000 konnten nur zwei Pferde den Prix de Vincennes beim ersten Start unter dem Sattel gewinnen: Quilea Jiel (J. Raffestin) im Jahr 2007 und Vision Intense (N. Henry) 2012. An diesem Sonntag reihte sich Moustik la Govelle in diese exklusive Liste ein und gewann den Klassiker für 3jährige zudem in Rekordzeit: 13,1 auf den 2.700 Metern der großen Bahn.
In der ersten Hälfte des Rennens überließ Damien Bonne noch den anderen das Feld. Erst im Anstieg rückte das Duo in dritter Spur mit viel Einsatz in vordere Linie. In den Einlauf hinein übernahm Moustik la Govelle dann souverän die Führung, auch wenn er dabei leicht nach außen driftete: "Ich habe immer gesagt, dass er ein gutes Pferd ist, aber den Prix de Vincennes zu gewinnen - das tut richtig gut“, erklärte sein Reiter Damien Bonne gegenüber dem Reporter vom ParisTurf.
Für den 38jährigen Jockey, dessen Woche nach dem Sieg von Jeroboam d’Erable am Mittwoch bereits sehr gut begonnen hat, wurde der Sonntag somit zu einem krönenden Abschluss. Moustik la Govelle bescherte ihm seinen fünften Titel auf höchstem Niveau als Reiter und zugleich seinen ersten Gruppe I-Sieg als Mitbesitzer, Co-Züchter und Trainer. Und all das vor den Augen seiner Familie und seiner Kinder. "Das ist enorm, das Ergebnis jahrelanger Arbeit. Ein Pferd auf diesem Niveau zum Sieg zu führen, ist einfach großartig", erzählt Bonne weiter über den Hengst, der die Farben von Christian Georges Labbe trägt. "Ich wollte ihn so spät wie möglich unter dem Sattel einsetzen. Junge Pferde müssen im Monte kämpfen, das weiß man. Im Sulky ist er sehr sensibel, er mag keinen hochfliegenden Sand. Er trägt vier Scheuklappen, man musste ihn erst kanalisieren. Aber Power hat er genug. Im Training wusste ich schon lange, dass er im Monte zurechtkommt. Ich habe ihn letztes Jahr bereits ausprobiert. Heute war er perfekt."
Mottier: "Heute war einfach ein stärkerer Gegner da"
Obwohl sich Meteore de Simm im Endkampf noch einmal gut zurückmeldete, musste sich der große Favorit, der seine Vorbereitung im Prix Pierre Plazen im Sulky (Sechster) absolviert hatte, in diesem Gruppe I-Rennen geschlagen geben. Sein Reiter und Trainer Mathieu Mottier erklärte: "Heute waren wir von einem besseren Pferd geschlagen. Er ist sehr gut gelaufen und hat seine Leistung gebracht."
Das Podium komplettierte Milor de la Vallee, der unter dem Sattel meist zuverlässig agiert, aber zu einer Quote von 30:1 für eine kleine Überraschung sorgte. "Das ist sehr gut, dieses Ergebnis hätten wir vorher sofort unterschrieben", sagte sein Reiter Eric Raffin. Der von Olivier Touvais trainierte Hengst lief zudem mit 12,8 die schnellsten letzten 500 Meter des Rennens. Für seinen Ausbilder war es der erste Podestplatz in einem Gruppe I-Rennen.
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Prix Jag de Bellouet - Die Rückkehr des "Präsidenten"
Nach etwas wechselhaften Leistungen seit seinem Triumph im Prix du President de la Republique im Juni, zeigte L’Ecrin d’Or wieder seine ganze Klasse und sicherte sich am Sonntag im Prix Jag de Bellouet (GR I) in Vincennes einen weiteren prestigeträchtigen Erfolg. Als Zugabe stellte der Schützling von Laurent-Claude Abrivard einen neuen Rekord für seinen Jahrgang auf den langen Wegen auf der großen Bahn auf.
![]() Foto: SCOOPDYGA
Der favorisierte Lionheart startete am schnellsten, wurde aber früh von L'Ecrin d'Or an der Spitze abgelöst. Der ebenfalls stark gewettete Lemon Fleury patzte am Start, wurde aber von seinem Trainer Mathieu Mottier schon auf dem Weg in die Senke im Rush nach vorne geschickt und führte das Feld dann auch bis zur Einlaufecke an. Aber schon früh zeichnete sich ab, dass Lemon Fleury diesen Klassiker nicht gewinnen würde. Einen viel besseren Eindruck machte in dessen Rücken L’Ecrin d’Or, der aber erst auf den letzten hundert Metern endgültig die Nase vorne hatte, sich dann aber leicht absetzte und in 11,9/2.700 Metern nach Hause kam. "Das ist großartig!“, jubelte sein Reiter Alexandre Abrivard. "Im letzten Bogen war ich wirklich noch im 'Schritttempo' unterwegs."
Der Favorit Lionheart, der im Bogen noch direkt hinter dem Sieger lag, konnte ihm im entscheidenden Moment nicht folgen, bekam aber Lemon Fleury auf der Linie niedergerungen, der sich weit vor dem Rest den dritten Rang sicherte. "Lionheart ist ein Gegner, den wir schon im 'President' geschlagen haben" ergänzte Abrivard. "Ich denke, L’Ecrin d’Or und Lionheart sind zwei Pferde auf Augenhöhe, aber mental wohl etwas empfindsamer. Wenn beide in Topform sind, gewinnt mal der eine, mal der andere. Heute war mein Pferd im Heat perfekt, was im 'Elites' nicht der Fall war. Bei ihm gibt es klare Anzeichen: Wenn er gut drauf ist, merkt man das. Der ganze Ruhm dieses Sieges gebührt dem großen Chef, der die komplette Vorbereitung gesteuert hat. Seine Erfahrung hat heute den Unterschied gemacht."
Damit spielte er natürlich auf seinen Vater Laurent-Claude Abrivard an, der ebenfalls zu Wort kam: "Wenn er sich wohlfühlt, ist er ein überragendes Pferd. Für den 'President' hatten wir ihn sehr gut vorbereitet, für den Prix des Elites offenbar nicht. Ich hatte meine Arbeitsweise geändert und ihn gemeinsam mit anderen Pferden trainiert, aber das machte ihn zu nervös. Zudem waren seine Blutwerte in dieser Phase nicht gut." Diese Faktoren erklärten die Leistungen unter seinem eigentlichen Wert. "Für diesen Klassiker habe ich wieder allein mit ihm gearbeitet. Und am Montag war er im Training außergewöhnlich - er ist geflogen." Extra für diese letzte Arbeit, wurden dem 4jährigen die Eisen abgenommen, wie sein Ausbilder verraten hat. "Das kann man nicht jedes Mal machen. Man muss den richtigen Moment dafür wählen", ergänzte Laurent-Claude.
Der Weg in den Cornulier?
Dieser Erfolg in neuer Rekordzeit bringt L’Ecrin d’Or natürlich auch für den kommenden Prix de Cornulier ins Gespräch. Allerdings hat seit der Einführung des Prix Jag de Bellouet im Jahr 2022 noch keiner der drei vorherigen Sieger eine Teilnahme am 'Cornulier' gewagt. "Im Moment hat er sein Ziel erreicht", blieb sein Trainer zurückhaltend. "Wie es weitergeht, weiß ich noch nicht. Außerdem müssen wir ihn auch wieder für den Sulky vorbereiten."
Auch wenn sich der favorisierte Lionheart.mt Rang Zwei begnügen musste, zeigte er eine starke Leistung, wie auch sein Jockey Eric Raffin anmerkte: "Er lief sehr gut. Wir hatten das richtige Rennen, aber heute war einfach ein besserer Gegner da."
Auch der Drittplatzierte Mathieu Mottier war mit seinem Schützling beim ersten Start von Lemon Fleury gegen die Spitze seiner Generation zufrieden: "Das war eine große Leistung. Er wurde nur von den beiden Leadern des Jahrgangs geschlagen. Sein kleiner Fehler am Start hat uns vielleicht den zweiten Platz gekostet."
Richard-William Denecherre, der zusammen mit seinem Freund Francis Picoulet Mitbesitzer ist, verfolgte den Sieg seines Schützlings am Sonntag aus Grenade-sur-Garonne.
Offenbar bringt es Glück, wenn Denecherre die Gruppe I-Auftritte von L’Ecrin d’Or aus dem Südwesten Frankreichs am Bildschirm verfolgt. Bereits den Sieg im Prix du President de la Republique hatte er im Sommer von der Rennbahn in Gemozac aus erlebt, und diesmal sah er in Grenade-sur-Garonne den zweiten Triumph seines Pferdes auf diesem Niveau. "Glückwunsch an das Pferd und an den Trainer. Beim letzten Mal war er krank und dehydriert, er wurde behandelt. Eigentlich wollte ich nicht starten, aber Laurent-Claude Abrivard sagte mir, dass das Pferd am Montag im Training geflogen ist. Er ist ein Crack! Nach dem, was er zuletzt durchgemacht hat, war er nicht bei 100 Prozent, und ich habe nicht mit einem Sieg gerechnet. Zwei Wochen später so eine Leistung zu bringen...wenn das kein Crack ist, weiß ich nicht. In so einer Zeit und mit dieser Endgeschwindigkeit. Ein gewöhnliches Pferd hätte das nicht geschafft. Über einen Platz hätte ich mich schon gefreut, aber das, was er hier gezeigt hat, ist der ganz großen Pferde würdig."
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Prix Bilibili - Anthony Barrier: "Keengame hat den Sieg verdient"
Auch im dritten Gruppe I-Rennen des Sonntags haben die Favoriten-Wetter nicht den Weg zur Auszahlkasse. gefunden. Aus dem Stall von Jean-Philippe Monclin bestätigte Keengame nach den beiden semi-klassischen Erfolgen im November auch auf der höchsten Ebene ihre aktuell herausragende Verfassung. Nach Hanna des Molles, Ina du Rib und Jezabelle Bie ist Keengame bereits die vierte Stute, die diesen Klassiker, der erst seit 2022 ausgetragen wird, gewinnen konnte.
![]() Foto: SCOOPDYGA
Mit Anthony Barrier im Sattel gehörte Keengame von Beginn an zur Spitzengruppe. Allerdings wurde die zuerst führende Kapaula de L'Epine zu Beginn der Gegenseite von Kazachok abgelöst, womit Keengame "im Wind" landete. Erst im letzten Bogen wurde der Windschatten hinter dem Führenden frei, weil Kapaula de L'Epine bei ansteigender Fahrt zurückgefallen ist. Gemeinsam machten sich Kazachok, Keengame und der freikommende Favorit Kid Bellay ein wenig frei. An der Einlaufecke patzte Kid Bellay allerdings und Kazachok war schnell geschlagen. So war der Weg frei für Keengame, die aber den ganzen Speed für den Triumph in 12,9/2.700 Meter in die Schlacht werfen musste. Denn ganz spät kam mit Kiss Me Honey die zweite Farbe aus dem Stall von Jean-Michel Baudouin auf Touren und schnappte sich beim erst zweiten Montestart den Ehrenplatz.
"Nach zwei Gruppe II-Siegen im letzten Monat hatte sie diesen prestigeträchtigen Erfolg wirklich verdient", erkärte ein strahlender Anthony Barrier nach dem Rennen. "Zu Beginn sind wir sehr gut ins Rennen gekommen, und zur Rennmitte habe ich es vorgezogen, etwa eine dreiviertel Länge hinter dem Führenden Kazachok zu bleiben, um sie nicht zu verkrampfen. Sie blieb ruhig und konzentriert. In dieser Verfassung kann sie die letzten 700 Meter in sehr gutem Tempo zurücklegen. Schon am oberen Ende der Steigung habe ich gespürt, dass sie gewinnen kann. Ich habe bis zum Einbiegen in die Zielgerade gewartet, um sie einzusetzen, und dann ist sie bis ins Ziel davongezogen. Sie hat viel Temperament und ist im Training nicht einfach, aber ihr Umfeld, insbesondere ihr Pfleger Fabio, hat hervorragende Arbeit geleistet."
Trainer Jean-Philippe Monclin bestätigte: "Sie ist eine sehr 'elektrische' Stute. Die kleinste Störung kann sie aus dem Gleichgewicht bringen. In den letzten Rennen ist sie jedoch handlicher geworden. Ich denke, wir werden direkt in den Cornulier gehen, der schon in fünf Wochen stattfindet. Sie ist seit einiger Zeit stark gefordert, und ein wenig Frische wird ihr guttun."
Romain Marty als Jockey der Zweiten Kiss Me Honey war mit der Tochter von Eye of the Storm, die als große Außenseiterin (92:1) angetreten ist, sehr zufrieden: "Ich hatte sie seit ihrem Versuch in dieser Disziplin vor einem Jahr nicht mehr geritten. Umso überraschender war ihr sehr gutes Verhalten. Ich bin im Sog von Kid Bellay mitgegangen, und ich denke, wenn ich sie früher hätte einsetzen können, wäre sie näher an die Siegerin herangekommen."
Zum Fehler vom Favoriten Kid Bellay wurde Eric Raffin auch im Anschluss befragt: "Auch wenn er mit Hufglocken ausgestattet war, fühlte er sich barfuß nicht wohl. Als ich ihn aus dem Windschatten von Keengame herausnehmen wollte, habe ich gemerkt, dass er aus dem Takt geraten würde."
Auch Kelly de Banville lief auf den finalen Metern noch deutlich am ermüdeten Kazachok vorbei, der ebenso das vierte Geld verteidigen konnte.
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| Montag 15 Dezember 20:05 Uhr | |
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'Continental' und 'Tenor de Baune' - Duvaldestin, Guarato und Dersoir gut gerüstet Sebastien Guarato und Thierry Duvaldestin gehören am Sonntag, gemeinsam mit Jean-Luc Dersoir, zu den am stärksten aufgestellten französischen Trainern für das Criterium Continental (GR I) und den Tenor de Baune (GR I). In beiden Jahrgangsrennen geht es für den jeweiligen Sieger nicht weniger als um eine "Eintrittskarte" für den Prix d’Amerique 2026. Dafür muss aber auch die schlagkräftige Konkurrenz aus dem Ausland bezwungen werden. Die Form der eigenen Starter verrieten die drei genannten Trainer im ParisTurf.
Guarato - Foto: briensphoto.com
Sebastien Guarato - Frank Gio / Krack Time Atout Zuletzt belegte Frank Gio im Prix Octave Douesnel Rang Vier, während Krack Time Atout am Folgetag im Prix du Bourbonnais unplatziert blieb. Die beiden Cracks von Sebastien Guarato absolvierten am Montagmorgen auf der Geraden der Trainingsanlage in Menil-Berard ihre letzte intensive Arbeit im Hinblick auf die beiden Gruppe I-Rennen. "Beide haben sehr gut gearbeitet", erklärte Guarato, der selbst im Sulky saß. "Frank Gio hatte zuletzt einen schlechten Rennverlauf, was erklärt, warum er nicht besser als Vierter werden konnte. Krack Time Atout hingegen konnte am Ende nicht beschleunigen, was ich mir nicht erklären kann. Das ist eigentlich nicht seine Art. Die anschließenden Untersuchungen haben nichts Auffälliges ergeben, auch wenn er nach dem Rennen etwas schwer atmete. Am Montag im Training war er jedoch perfekt. Beide Pferde werden diesmal, wie angekündigt, barfuß gehen. Das sind echte Saisonziele. Ich hoffe einfach, dass sie ihre wahre Leistung zeigen. Dann sollten sie angesichts ihrer Qualität ganz vorne mitmischen." Thierry Duvaldestin - Lovino Bello / Falco Killer Gar Auch der Trainer aus dem Departement Orne, Thierry Duvaldestin, ist im Criterium Continental stark vertreten. Er schickt den Sieger der letzten Vorbereitungsprüfung, Lovino Bello, sowie Falco Killer Gar ins Rennen. "Lovino Bello hat uns bei seinem Comeback positiv überrascht", erklärt Duvaldestin. "Er musste die letzten 900 Meter alleine außen gehen. Das Tempo war im letzten Bogen nicht besonders hoch, was ihm entgegenkam. Da er bereits gut vorbereitet war, hat ihn dieses Rennen nicht unbedingt weitergebracht, aber er ist in sehr guter Verfassung geblieben - locker und beweglich. Letzten Freitag war er sogar mit seinem Besitzer am Strand. Am Montag hat er auf der Geraden gut gearbeitet, stets im Windschatten. Wie bei allen wird die Startnummer hinter dem Auto und der Rennverlauf entscheidend sein. Das Feld ist sehr offen mit vielen starken 4jährigen. Er wird natürlich barfuß laufen und identisch wie zuletzt präsentiert." Zu Falco Killer Gar ergänzte Duvaldestin: "Es ist schade, dass er bei seinen letzten beiden Starts fehlerhaft war. Er lief ohne Sprungzügel und hatte dadurch keinen richtigen Halt. Entweder bekommt er diesmal eine leichte Unterstützung oder wir müssen defensiver fahren. Ansonsten ist er sehr gut drauf, genau wie Lovino Bello. Auch er ist bereit und könnte am Sonntag ebenfalls barfuß gehen. Er ist vielseitig und hat definitiv Chancen auf eine Platzierung." Jean-Luc Dersoir - Lombok Jiel Nach seinem Sieg beim Saisondebüt in Mons am 25. November und dem zweiten Platz im Prix Octave Douesnel am 06. Dezember, zählt Lombok Jiel zu den besten französischen Hoffnungen im Criterium Continental. Bereits im Prix Ourasi vor einem Jahr (2.), sowie im Criterium der 4jährigen im September (3.) lief er barfuß. Am Sonntag dürfte er dies zum dritten Mal in seiner Karriere tun. "Wie für viele ist dieses Rennen sein großes Winterziel", erklärt Trainer Jean-Luc Dersoir. "Er hat am Montagmittag sehr gut trainiert und Intervallarbeit am Strand von Blonville absolviert. Er war spritzig und in Topform. Natürlich gibt es starke Gegner, und wir brauchen einen guten Rennverlauf. Sein letztes Rennen dürfte ihm noch einmal gutgetan haben, denn nach Mons war er vermutlich noch nicht bei hundert Prozent." --------- 'Continental' - Gocciadoro: "First of Mind und Free Time Jepson sind zwei Atombomben" Am kommenden Sonntag reist Alessandro Gocciadoro mit großen Ambitionen nach Vincennes. Mit First of Mind, Free Time Jepson und Executiv Ek ist der italienische Top-Trainer in den beiden Gruppe I-Rennen des Tages vertreten, die zugleich Qualifikationrenen für den Prix d’Amerique sind.
Foto: SCOOPDYGA
Im Criterium Continental 2018 stand Gocciadoro mit Vitruvio kurz vor dem Triumph, musste sich aber ganz am Ende Eridan geschlagen geben. "Ich denke oft an dieses Rennen, wenn der Termin näher rückt", erzählt er. "Wir waren damals ganz nah dran." Auch im vergangenen Jahr musste er sich mit East Asia mit dem zweiten Platz zufrieden geben. 2025 sollte es klappen, wenn es nach dem Italiener geht. Mit First of Mind und Free Time Jepson ist er doppelt vertreten. Beide absolvierten am Sonntag ihre letzte intensive Trainingseinheit. "Ich habe sie selbst gearbeitet und bin sehr zufrieden. Das sind zwei Atombomben! Sie sind mehrere 600-Meter-Intervalle auf der Geraden gelaufen. First of Mind hat zuletzt im Prix Octave Douesnel bei seinem Comeback in Vincennes gut abgeschnitten, ihm fehlte aber noch ein Rennen. Jetzt wird er ein anderes Gesicht zeigen. Er war zuvor müde und lief unter seinem wahren Wert. Er ist kein Sommer-, sondern ein Winterpferd. Und genau darauf haben wir ihn vorbereitet." Free Time Jepson mit Gabriele Gelormini Während Gocciadoro selbst First of Mind fährt, wird Free Time Jepson von Gabriele Gelormini gesteuert. "Er fährt ihn zum ersten Mal", erklärt Gocciadoro. Zuletzt wurde vom 'Gustaf-Pokal'-Sieger vielleicht etwas mehr erwartet, doch der Trainer ergänzt: "Er war jeweils Dritter im Gran Premio Continentale und im Gran Premio Biasuzzi. Und lief beide Male außen neben Funny Gio, einer echten Ausnahmestute. Danach bekam er eine Pause und wurde gezielt für Paris vorbereitet. Auf einer großen Bahn wie Vincennes fühlt er sich deutlich wohler. Ich bin überzeugt, dass sowohl First of Mind, als auch Free Time Jepson gewinnen können. Natürlich abhängig von Startnummer und Rennverlauf." Im Prix Tenor de Baune bringt Gocciadoro Executiv Ek an den Start: "Er ist in sehr guter Form, deutlich besser als bei seinem letzten Auftritt in Vincennes. Ein Platz unter den ersten Drei oder sogar der Sieg ist möglich, auch wenn starke Gegner wie Koctel du Dain, Fame And Glory oder Immortal Doc dabei sind." "Bin sehr zufrieden mit meiner Saison" Mit bislang 371 Siegen (davon 317 in Italien) erlebt Alessandro Gocciadoro erneut eine außergewöhnliche Saison. Zum achten Mal in Folge wird er Europas erfolgreichster Trainer nach Siegen. Zudem stehen 17 Gruppe I-Erfolge zu Buche. "Vielleicht können wir den Rekord noch einstellen oder übertreffen, aber das wird nicht einfach. Ich bin sehr zufrieden. Der Sieg von Free Time Jepson im 'Gustaf-Pokal' war mir besonders wichtig. Mein größtes Bedauern ist, dass Diva Ek im International Trot ganz knapp gescheitert ist." Als Fahrer wird er seinen dritten "Scudetto" (Fahrer-Championat) in Italien gewinnen. "Das ist kein erklärtes Ziel, aber ich fahre jedes Rennen, um zu gewinnen. Und dieses Jahr ist vieles gut gelaufen", so sein Fazit. |
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| Dienstag 16 Dezember 03:06 Uhr | |
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Duvaldestin: "Richtiger Moment für Eros Zola, sich mit starker Konkurrenz zu messen" Mit zwei Siegen und einem Ehrenplatz im laufenden Wintermeeting, scheint der bald 10jährige Eros Zola stärker denn je zu sein. Am 13. November gewann er den Prix de l’Île d’Oleron (GR III) unter dem Sattel, ehe er eine Woche später im Prix de l’Île de Re noch einen zweiten Platz nachlegte. Wie vielseitig der Zola Boko-Sohn ist, zeigte er dann am 04. Dezember. Im Sulky gewann er auch noch den Prix Jean Boillereau, bezwang dabei den scheinbar 'Unschlagbaren' Cobra Killer Gar und holte sich in atemberaubenden 09,3 auch noch einen neuen Rekord. Am Samstag steht für den Wallach die nächste große Herausforderung an.
Foto: SCOOPDYGA
Trainer Thierry Duvaldestin kommentierte vor dem nächsten Start: "Er hatte an diesem Tag einen idealen Rennverlauf, aber ehrlich gesagt hätte ich ihm mit neun Jahren eine solche Leistungssteigerung nicht mehr zugetraut. Nun startet er am kommenden Samstag im Prix Jules Lemonnier (GR II) unter dem Sattel. Alexandre Abrivard versteht es hervorragend, ihn in dieser Disziplin einzusetzen. Eros ist in Topform. Es ist der richtige Moment, um sich mit solch starker Konkurrenz zu messen." Dabei könnte Eros Zola unter anderem auf die Ausnahmestute Ideale du Chene treffen. Ebenso auf Je M’Envole, der die Stute aus dem Stall Le Mer am 27. November im Prix Paul Buquet bezwingen konnte. Auch Fulton gehört wohl zu den Gegnern, der bei der Rückkehr auf den kurzen Weg im Gegensatz zu seinem letzten Start wieder sehr ernst genommen werden muss. --------- Duvaldestin: "Man muss behutsam mit Mack de Blary umgehen" Fast drei Monate nach dem Criterium der 3jährigen, holte sich Mack de Blary am 07. Dezember seinen zweiten Gruppe I-Erfolg. Im Prix Ready Cash zeigte er sich im Endspurt unaufhaltsam und gewann völlig überzeugend. Der von Patrick Dupont gezogene Champion wird am 04. Januar im Prix Charles Tiercelin (GR II) wieder an den Start gehen.
Foto: SCOOPDYGA
Wie sein Trainer Thierry Duvaldestin dem ParisTurf berichtet, hat der Hengst seinen letzten Einsatz gut verkraftet: "Alles ist in Ordnung. Er hat in der vergangenen Woche nicht gearbeitet und sich erholt. Er ist noch jung, man muss behutsam mit ihm umgehen, denn wir wollen, dass er eine lange und erfolgreiche Karriere hat. Diese Woche nimmt er das Training langsam wieder auf, bevor er am 04. Januar im Prix Charles Tiercelin (2.700 Meter) wieder startet." Ab dem 01. Januar ist für alle Traber aus der M-Generation das Laufen ohne Eisen, sowie das Beschlagen mit Kunststoffplatten erlaubt. Mack de Blary könnte bei diesem Start also komplett 'plaquée' laufen, wie es mehr oder weniger schon im Criterium der Fall war, was im Nachgang für Diskussionen gesorgt hat. Nur zwanzig Tage nach diesem Semi-Klassiker findet für den Jahrgang 2022 mit dem Prix Ourasi (GR I) der erste Höhepunkt des Jahres statt. --------- Nodessa Josselyn auf dem Weg zur Qualifikation! Nachdem Nodessa Josselyn vor fünfzehn Monaten im Auktionsring von Arqana Trot für großes Aufsehen gesorgt hatte, nimmt sie nun Kurs auf die Rennbahn. Die Tochter der beiden Ausnahmepferde und Prix-d’Amerique-Sieger Ready Cash und Belina Josselyn, sorgte im September 2024 als Jährling für einen Auktionsrekord - sie wurde für 740.000 Euro zugeschlagen. Am Dienstag ist die 2jährige für die Qualifikation in Grosbois gemeldet.
Foto: Province Courses
Die aus dem Mitbesitz von Steve Farrugia stammende kleine Schwester von Belina Josselyn wird im Stall von Vincent Martens vorbereitet. Die komplette Quali-Veranstaltung kann live auf der Website letrot.com unter dem Reiter "LIVE" ab 11h verfolgt werden. Schon zuvor wird an selber Stelle ab 9h die Qualifikation aus Laval übertragen. |
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| Dienstag 16 Dezember 19:47 Uhr | |
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Mich wundert, dass hier nichts über die Leistung von Jobspost und JMB geschrieben wurde. Habe sowas in Vin noch nicht gesehen in der Klasse. Pferd war ja 100 Meter hinter dem Feld und musste ja ab dem Schlussbogen 4-6 Spur gehen. Wenn er das übersteht, weiß man ja gar nicht wo da das Ende der Fahnenstange ist. |
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| Dienstag 16 Dezember 20:22 Uhr | |
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Hab das Video zufällig gesehen - das geht eigentlich gar nicht, was der gelaufen ist... 🤠 Glaube auch, das er das aushält - obwohl das normalerweise nicht gesund sein kann! |
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| Dienstag 16 Dezember 21:12 Uhr | |
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Wenn Jobspost das Handicap beim Start nicht in den Griff bekommt, wird er das Ziel nur selten erreichen. Läuferisch passt er ansonsten sehr gut für Frankreich. |
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| Dienstag 16 Dezember 22:13 Uhr | |
Markus H schreibt: Da hast Du recht. Solch eine Monsterleistung MUSS auch mal erwähnt werden. Ich habe das Rennen erst am Montagnachmittag im Replay gesehen und dachte auch noch, ob man dieses Thema hier noch ansprechen sollte... 😂 Und praktisch Deine Worte hatte ich auch in meinem Umfeld verwendet: "Das größte Comeback, was ich in Vincennes je gesehen habe, zumal es sich nicht um die Hammelklasse handelte." Ein Freund hat mir den gleich beim ersten Start in Frankreich angekündigt. Hat recht behalten...die Entwicklung muss man im Auge behalten. |
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| Dienstag 16 Dezember 22:17 Uhr | |
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Christophe Martens: "Nodessa Josselyn zeigt bei der Arbeit mehr Willen" Am Dienstag qualifizierte sich Nodessa Josselyn in Grosbois in der Zeit von 19,4. Dabei machte die vor einem Jahr als Jährling für 740.000 Euro ersteigerte Stute im letzten Bogen noch einen kurzen Fehler. Gleich im ersten Lot um 11h lockte die Tochter von Ready Cash und Belina Josselyn zahlreiche Aktive und Fachleute zum Zusehen an die Piste.
Foto: Constance George
Christophe Martens war im Sulky dafür zuständig das Ticket für den Rennbetrieb zu buchen. Nach einem schnellen Start steuerte Jean-Michel Bazire Nixon de Banville in Front und führte auf dem ersten Kilometer einige Längen vor Nodessa Josselyn. Auf der Überseite kam Nodessa Josselyn deutlich näher heran, verlor aber, eingangs des letzten Bogens, kurz nach dem Rausnehmen aus dem Windschatten die Aktion. "Sie ist mit ihrem Beschlag noch etwas schwer unterwegs und unter der Belastung hat sie sich leicht an den Knien berührt", erklärte Christophe Martens im Anschluss an die Qualifikation. "Ohne den Fehler hätte ich mich an der Seite von Jean-Michel Bazire mit Nixon de Banville qualifiziert. Die Eindrücke waren gut, aber es gibt noch vieles zu verbessern. Vor drei Monaten war sie noch ganz normal, inzwischen hat sie sich etwas gesteigert. Wir haben Hoffnung."
Zucht bleibt stets eine Priorität Am 28. August 2024 wurde Nodessa Josselyn bei der Selections Yearling Sale von Arqana Trot für 740.000 Euro unter anderem von Steve Farrugia erworben. Trainiert wird sie von den Martens-Brüdern. Christophe Martens blickte für den ParisTurf noch einmal auf die ersten Trainingswochen zurück: "Zu Beginn war Nodessa Josselyn eher durchschnittlich und kam nicht richtig voran. Damals haben wir uns einige Fragen gestellt. Doch seit ein paar Wochen ist sie gewachsen, zeigt mehr Willen bei der Arbeit und verfügt über mehr Geschwindigkeit. Früher drängte sie etwas nach rechts, an diesem Dienstag eher nach links. Ich denke, es ist einfach ein Mangel an Kraft. Der Weg ist lang, aber man muss daran glauben. Sie wird niemals eine Liza Josselyn sein, doch zunächst geht es um eine Rennkarriere, um Freude zu haben. Und danach hat die Zucht Priorität." Vor der Karriere als Mutterstute soll Nodessa Josselyn laut dem Belgier Christophe Martens Mitte Februar in Cagnes-sur-Mer in einem offenen Rennen ausschließlich für Stuten debütieren, sofern sie ihre Fortschritte bestätigt. "Zunächst wird sie eine Rennkarriere absolvieren, und wir werden sehen, wie sie sich in den kommenden Monaten entwickelt. Danach beginnt eine die zweite Geschichte mit der Zucht. Ihre Abstammung ist etwas, dass man auf dem Verkaufsmarkt nur sehr selten sieht. Wir verspüren keinen Druck, da sie eine Stute ist. Sie kann zu einer Zuchtbasis für ein ganzes Leben werden. Mir ist bewusst, dass es sich um sehr viel Geld handelt. Man muss auch bedenken, dass man ihre Nachkommen außerhalb Frankreichs züchten kann, zum Beispiel in den USA. Wenn man den Markt dort sieht, kann das für uns ein echtes Eldorado sein. Der Vorteil einer Stute ist, dass man immer die Option der Zucht hat. Im Gegensatz zu einem Hengst, wenn er sich im Rennsport nicht bewährt." Native Son Delo mit viel Eindruck Neben Nodessa Josselyn qualifizierte Christophe Martens am Dienstagmorgen auch Nathan d’Olmen, aber auch einen gewissen Native Son Delo - ein Name, den man sich merken sollte. Der Sohn von Ready Cash und Rverie d’Ar erzielte mit 17,3 die beste Zeit des späten Vormittags. "Das ist ein großartiges Pferd, und er hätte dieses Tempo problemlos noch eine weitere Runde halten können. Er ist noch nicht konstant, aber er hat einen riesigen Motor. Er zeigt morgens sehr viel - das ist in der Zukunft ein sehr gutes Pferd. Wir drücken die Daumen." Als Vollbruder von Gericault und Lord Delo wird er in seiner 3jährigen-Saison besonders zu beobachten sein. --------- Mathieu Mottier: "Wir wollen noch ein Ass für den Cornulier aufheben" Nach drei Gruppe I-Startern am letzten Sonntag, stehen für den Trainer, Jockey und Fahrer Mathieu Mottier am Wochenende schon die nächsten ganz wichtigen Prüfungen an, wobei er mit zwei der Champions aus seinem eigenen Quartier vertreten ist.
Foto: SCOOPDYGA
Am Samstag sitzt er im Prix Jules Lemonnier im Sattel von Je M’Envole, der erst kürzlich im Prix Paul Buquet Ideale du Chene bezwingen konnte. Am Sonntag greift er mit Keep Going im Prix Tenor de Baune nach einem weiteren Gruppe I-Treffer. "Seit seinem letzten Start erging es ihm sehr gut", erklärt Mottier über Je M’Envole. "Er läuft beschlagen, da wir uns noch ein Ass für den Prix de Cornulier aufheben wollen. Trotzdem wird er ein echtes Rennen zeigen und mit Zugkappe antreten, weil wir ihn wach halten müssen. Wir wollen vor dem großen Ziel noch einmal ein richtig starkes Rennen laufen, da wir nicht im Prix du Calvados starten werden. Ein Platz unter den ersten Drei ist möglich." Keep Going, der Zweitplatzierte aus dem Prix du Bourbonnais, ist mit der bereits erfolgten Qualifikation für den Prix d’Amerique nicht so sehr auf den Erfolg angewiesen, wie es bei seinen Altersgefährten der Fall ist. "Er hat lediglich Erhaltungsarbeit geleistet und läuft nach nur 14 Tagen. Daher musste er nicht besonders hart trainieren. Er scheint weiterhin in Topform zu sein. Sein klares Ziel bleibt der Prix Tenor de Baune, auch wenn die Qualifikation bereits gesichert ist. In diesem Gruppe I-Rennen haben wir bessere Siegchancen als im Prix d’Amerique. Er wird um die vorderen Plätze mitkämpfen." |
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| Mittwoch 17 Dezember 21:12 Uhr | |
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Samstag in Vincennes - Joel Hallais: "Ina du Rib ist bereit für ihr Saisondebüt unter dem Sattel"
Das sportliche Highlight der Rennveranstaltung am Samstag in Vincennes ist der Prix Jules Lemonnier, in dem unter anderem die Championesse Ina du Rib ihr Comeback unter dem Sattel geben wird.
![]() Foto: SCOOPDYGA
Die Tochter von Uhlan du Val war zuletzt am 27. Juni im Prix Guillaume de Bellaigue am Start, den sie mit Rang Zwei beendete. Seitdem war sie in dieser Disziplin nicht mehr zu sehen. "Die Stute hatte Ende Juni eine Sehnenentzündung und vor zwei Wochen eine kleine Hufprellung, wodurch sie zwei Trainingseinheiten verpasst hat. Mein Tierarzt hat mir bestätigt, dass alles wieder in Ordnung ist und sie laufen kann", erklärte Trainer Joel Hallais über die Zweitplatzierte des letzten Prix de Cornulier hinter Joumba de Guez. "Sie wird noch nicht bei 100 Prozent sein und etwas an Beweglichkeit missen lassen, aber sie ist bereit für ihr Saisondebüt unter dem Sattel."
Zudem schickt Joel Hallais auch Hirondelle du Rib den Start. "Sie arbeitet gut und macht im Training einen sehr ordentlichen Eindruck, ist aber beim Start nach wie vor sehr heikel. Das hat man im Prix Paul Buquet gesehen. Sie ist eine Stute, die Rennen braucht, um wieder zu ihrer Bestform zu finden. Dieses Rennen wird ihr guttun."
Ina du Rib ist bereits mit Jean-Loic Dersoir gemeldet. Stallgefährtin Hirondelle du Rib könnte von Noe Perron geritten werden, der seit einem Sturz am 20. November in Graignes pausieren musste. Der junge Profi erlitt dabei einen Handbruch und sollte am Dienstagabend untersucht werden, um grünes Licht für seine Rückkehr in dieser Woche zu erhalten.
Das hochkarätige 9köpfige Feld umfasst ebenso Je M’Envole und Ideale du Chene, die kürzlich im Prix Paul Buquet die Plätze Eins und Zwei belegten. Dazu kommen Jean Balthazar und auch Fulton, der nach der Rückkehr auf den kurzen Weg wieder ernster zu nehmen ist.
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Rennbahn von Maisons-Laffitte - "Wir rechnen mit dem Abschluss aller Arbeiten im Jahr 2028"
Das Projekt zur Wiedereröffnung der Rennbahn von Maisons-Laffitte hat eine neue Wendung genommen: Die Stadt hat neue Partner gefunden, um die kostenintensive Sanierung der Gebäude zu finanzieren, wie der ParisTurf berichtet. Insbesondere dreht es sich um die große, stark asbestbelastete Tribüne. Diese Renovierung ist Teil eines umfassenden Vorhabens zur Schaffung eines Freizeit- und Erholungszentrums im Departement Yvelines.
![]() Foto: SCOOPDYGA
Seit der letzten Rennveranstaltung am 29. Oktober 2019 ist einige Zeit vergangen. Ende 2021 kaufte die Stadt, mit Unterstützung des EPFIF (Öffentlicher Bodenfonds der Île-de-France), die Rennbahn in Maisons-Laffitte von France Galop zurück. Das Gelände an der Seine, dass zeitweise brachlag, wird nun unter Bürgermeister Jacques Myard und seinem Team schrittweise wiederbelebt. Nach mehreren gescheiterten Anläufen scheinen sich die Pläne nun zu konkretisieren. "Wir haben im Sommer die Arbeiten an der Geraden abgeschlossen, die Anfang 2024 begonnen hatten. Jetzt erneuern wir den Rundkurs, der im September 2026 fertig sein soll", erklärt Yann Quenot, Beauftragter für den Rennsport der Stadt. "Dabei wird auch die Geometrie der Kurven überarbeitet, um frühere Rutschprobleme zu beheben."
Die größte Baustelle bleibt jedoch die Tribüne, die vollständig saniert wird. "Das belgische Immobilienunternehmen Urbion investiert fast 40 Millionen Euro in die Renovierung des Gebäudes", so Quenot. "Anschließend wird es an David Lloyd, einen britischen Anbieter von Sport- und Freizeitkomplexen, vermietet. Zudem wird Radisson im dritten Stock ein Hotel mit 80 Zimmern eröffnen." Die Stadt selbst konnte diese Arbeiten finanziell nicht stemmen. Der Baubeginn ist für den kommenden Sommer geplant, nach Erteilung der Baugenehmigung. Die Bauzeit soll rund zwei Jahre betragen.
Ziel ist ein nachhaltiges, multifunktionales Nutzungskonzept: Geplant sind unter anderem zwei Schwimmbäder (innen und außen), ein Hochseilgarten sowie zwölf Padel-Plätze, die von einem Verein betrieben werden und Pachteinnahmen zur Deckung der Unterhaltskosten liefern sollen. Für die Rennbahnen wurde zudem ein neues Wasserrückgewinnungssystem mit Speicherbecken installiert, um weniger abhängig von Dürreauflagen zu sein.
Ein attraktives Modell für France Galop
Wann kehren die Rennen zurück? Eine konkrete Antwort gibt es noch nicht. "Wir rechnen mit dem Abschluss aller Arbeiten im Jahr 2028", sagt Quenot. "Aber wir sind sehr optimistisch. Das Interesse am Standort wächst wieder. Ziel ist es, France Galop ein attraktives, kostengünstiges und zugleich rentables Modell vorzulegen. Wir hoffen, künftig rund 15 Renntage pro Jahr veranstalten zu können."
Die Gerade wieder in Betrieb
Die berühmte Gerade wurde zunächst im September für Ponyrennen wieder geöffnet und im November für das Training genutzt. "Die Bahn war gut", berichtet Trainer Didier Prod’homme. Aufgrund der schweren Bodenverhältnisse im Herbst waren kleinere Anpassungen nötig. Ab Ende Februar soll die Gerade nun wöchentlich zum Trainieren geöffnet werden - zu abgestimmten Preisen, um keine Konkurrenz zu anderen Trainingszentren zu schaffen.
Kommunalwahlen und Zukunftsperspektiven
Die Kommunalwahlen im März 2026 könnten für das Projekt entscheidend sein. Alle politischen Lager wollen die Rennbahn als Kulturerbe erhalten und gleichzeitig vielfältiger nutzen. Ob das aktuelle Projekt bei einem Regierungswechsel fortgeführt wird, bleibt allerdings offen.
Maisons-Laffitte trägt weiterhin zu Recht den Titel "Stadt des Pferdes". Zahlreiche pferdebezogene Projekte stehen kurz vor der Umsetzung:
Das Internationale Zentrum für Equine Rehabilitation (CIRE) soll im kommenden Sommer eröffnet werden. Die neue Auktionsagentur Aktem wird sich 2026 ansiedeln und plant unter anderem eine "Paris Breeze-Up"-Auktion für 2jährige Pferde am 03. Juni auf der frisch renovierten Geraden.
Auch das Institut 'Medical et Sportif' (IMES) für die Rehabilitation verletzter Jockeys hat bereits seine Arbeit aufgenommen. Zudem plant der bekannte Imitator Nicolas Canteloup, der in Maisons-Laffitte lebt, die Eröffnung einer Reitschule mit einem neuartigen Konzept speziell für erwachsene Anfänger im Alter von 45 bis 70 Jahren.
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Donnerstag in Cagnes-sur-Mer - Derieux: "Brauche Bestätigung von Javanais Delo"
Mit sieben vielversprechenden Chancen an diesem Donnerstag an der Cote d’Azur könnte Romain Derieux durchaus der Mann des Renntages werden.
![]() Foto: SCOOPDYGA
Nachdem er am vergangenen Samstag bei der Eröffnungsveranstaltung des Meetings von Cagnes mit Heroic des Bosc gewonnen hatte, hat Romain Derieux zu seiner guten Form zurückgefunden. An diesem Donnerstag scheint der Trainer aus dem Departement Essonne bestens gerüstet zu sein. Für den ParisTurf analysiert er seine Chancen wie folgt:
"Kelly du Ril (107) läuft nicht über ihre optimale Distanz, aber wenn sie sich anpasst, kann sie eine gute Leistung zeigen, zumal sie mir im Training sehr gut gefällt.
I Love Josselyn (203) hat zuletzt überzeugend gewonnen. Er scheint sich weiterzuentwickeln. Wenn er diese Leistung bestätigt, kann er eine gute Rolle spielen. Die kurze Distanz sollte ihn nicht stören.
Javanais Delo (307) war im letzten Sommer nicht gut drauf. Wir haben ihm eine Pause gegönnt und im Training macht er nun einen sehr guten Eindruck. Die Konkurrenz ist stark, ich brauche hier eine Bestätigung.
In der gut besetzten Prüfung fahre ich Iru Fushi (413), der sein erstes richtig gutes Winter-Engagement hat. Mit ihm hat es bisher immer gut funktioniert, ich hoffe, dass das am Donnerstag so bleibt.
Kidnapping (502) profitiert von einer schönen Aufgabe. Er zeigt nicht immer seine Leistung, aber wenn er motiviert ist, hat er das nötige Niveau.
Lipstick Quick (707) konnte kein Vorbereitungsrennen absolvieren. Er hat viel gearbeitet, ist aber ein großes Pferd. Von der Spitze aus peilt er eine Platzierung an.
Mirage Quick (811) ist nicht einfach, hat aber in Le Croise-Laroche gut gewonnen. Auf dieser Leistung aufbauend kann er ein Wort mitreden."
ZUM RENNTAG IN CAGNES Beginn: 16.32h
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Antoine Lherete: "Hooker Berry nur im Amerique, wenn er konkurrenzfähig ist"
Seit dem Prix de Washington im Juli war Hooker Berry nicht mehr am Start. Inzwischen ist der 8jährige in den Stall von Antoine Lherete gewechselt. Der neue Ausbilder bestätigte nun, dass der Amerique-Sieger von 2023 an den Amerique-Races Prix du Bourgogne (Q5/28. Dez) und Prix de Belgique (Q6/11. Jan) teilnehmen soll.
![]() Foto: SCOOPDYGA
Der aus dem Besitz von Michel Aladenise stammende Fuchs kam Ende Oktober in die Normandie: "Wir hatten etwas Verzögerung, da er krank war. Er verfügt aber über eine gute Grundkondition. Vielleicht hätte ich ihn, wie Go On Boy, in Mons laufen lassen sollen. Fest steht: Er wird im Prix de Bourgogne starten und anschließend im Prix de Belgique. Ich selbst fahre J’Aime le Foot, daher ist die Wahl des Fahrers für diese beiden Rennen noch offen. Für den Prix d’Amerique wird er nur antreten, wenn er zeigt, dass er konkurrenzfähig ist. Ich werde ihn nicht nur zum Mitlaufen präsentieren."
Mit einer Gewinnsumme von 1.826.603 Euro ist Hooker Berry aktuell der zweitreichste aktive Traber, hinter Go On Boy (2.629.217 Euro), nachdem Idao de Tillard für den kommenden Prix d’Amerique zurückgezogen wurde. Somit hat der Booster Winner-Sohn auch eine Chance sich über die Gewinnsumme zu qualifizieren, sofern sich ein bereits qualifiziertes Pferd ein zweites Ticket sichert. Aber natürlich auch nur dann, wenn sich Go On Boy bis dahin qualifiziert haben sollte.
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Stall Baudouin zurück - Louis: "Das ist unsere Stärke"
Der Rennstall von Jean-Michel Baudouin musste aufgrund einer schweren Erkrankung der Pferde eine äußerst schwierige Phase durchstehen. Nun ist er zurück - getragen von einer echten Familienleistung, bei der insbesondere Gauthier und Louis Baudouin eine zentrale Rolle spielen.
![]() Foto: SCOOPDYGA
Zwischen dem 24. Juli und dem 10. September tauchte Jean-Michel Baudouins Name gar nicht in den Rennprogrammen auf: "Die Probleme begannen schon im letzten Winter. Im Frühjahr merkten wir, dass die Pferde unter ihren Möglichkeiten blieben und ihr Allgemeinzustand nicht gut war. Das ist schwer zu verkraften. In der Klinik von Grosbois wurden zahlreiche Untersuchungen durchgeführt. Viele Pferde waren nicht fit, sodass wir beschlossen haben, den gesamten Stall stillzulegen. Die größte Sorge war, ob sie ihr Leistungsniveau wieder erreichen würden."
Starkes Brüder-Duo
Nach einigen Aufbaurennen kam der Stall wieder in Schwung. Zwei Namen stehen für diesen Erfolg: die Brüder Louis und Gauthier Baudouin, 27 und 21 Jahre alt. "Am Anfang war es nicht leicht, meinen Platz zu finden", erklärt der jüngere Gauthier. "Ich kam von verschiedenen Stationen, unter anderem bei Dominik Locqueneux. Mein Vater hat uns dann klar positioniert: Ich im Training, Louis im Rennbereich."
Louis Baudouin ist inzwischen einer der Stammfahrer des Stalls, neben Eric Raffin und Romain Marty: "Man muss hart arbeiten, um gute Pferde zu haben, Fehler darf man sich kaum erlauben. Ich versuche, meine Renneindrücke an Gauthier und meinen Vater weiterzugeben, damit wir das Training optimal anpassen können. Das funktioniert gut und ist unsere Stärke."
Mutige Entscheidungen
Der Stall ist diesen Winter nicht in Grosbois präsent: "Die Krankheit war auch finanziell sehr belastend", erklärt Jean-Michel Baudouin. "Wir hatten Zweifel - an uns selbst und auch an der Zukunft unserer Söhne. Umso dankbarer bin ich den Besitzern, dem gesamten Team und unseren Lieferanten, die uns in dieser Zeit unterstützt haben. Ein Standort in Grosbois verursacht zusätzliche Kosten, daher haben wir uns entschieden, alles an einem Ort zu bündeln. Zudem zwingt uns die aktuell kursierende Grippe zur Vorsicht."
Große Erfolge seit dem Comeback
Seit dem 01. Oktober wurden bereits 15 Siege erzielt, acht davon mit Louis Baudouin im Sulky. "Ich konnte im Sommer für andere Trainer fahren und so im Rhythmus bleiben", erklärt Louis. "Jetzt möchte ich möglichst fehlerfrei fahren, um das volle Vertrauen meines Vaters und meines Bruders zu rechtfertigen."
Auch Gauthier zeigt sich sehr zufrieden: "Wir sind Brüder und beste Freunde. Ich trainiere lieber, weil ich Niederlagen dann nur mir selbst anlasten kann. Ich arbeite daran, ruhiger zu werden. Das ist ein wichtiger Entwicklungsschritt."
Jean-Michel Baudouin zieht ein positives Fazit: "Louis kann sich fahrerisch noch steigern, Gauthier braucht manchmal mehr Abstand zum Renngeschehen. Aber insgesamt bin ich sehr zufrieden mit beiden. Meine Frau Anita vermittelt oft - das hilft."
Pferde, die man im Auge behalten sollte
Am Freitag in Paris-Vincennes sitzt Gauthier Baudouin im Sulky von Loustic de Salomax, dem Winter-Liebling
des Stalls: "Er hat letzte Woche hervorragend gearbeitet. Die kurze Distanz liegt ihm nicht optimal, aber mit einem guten Rennverlauf kämpft er um die vorderen Plätze."
Auch Kid Bellay und Kiss Me Honey stehen im Fokus: "Wenn alles gut läuft, sehen wir beide im Prix Leon Tacquet (GR II). Danach entscheiden wir, ob wir Richtung Prix de Cornulier oder Prix de l’Île-de-France gehen."
Weitere Pferde des Haras d’Erable, dessen Unterstützung Jean-Michel Baudouin ausdrücklich würdigt, sollte man ebenfalls beachten: "Lord de Chenu macht große Fortschritte. In Vincennes kann Ma Am Chenu weiter gewinnen, und Lara de Chenu hatte zuletzt viel Pech. Diese Pferde sollte man unbedingt verfolgen."
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| Mittwoch 17 Dezember 23:15 Uhr | |
Luba Sonn schreibt: Das ist ja schrecklich anzuschauen! Was machen die da mit den Pferden? Zweijährige! Der in Front den Schädel nach links, die teure Stute den Schädel nach rechts, aber Hauptsache, der Sprungzügel ist dran. Die Leinenigel konnte ich nicht erkennen. Puh! Da kann man sich ja ein wenig erklären, wie sich die ersten Franzosen hier in den TF-Rennen bewegten. |
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| Freitag 19 Dezember 17:31 Uhr | |
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Samstag in Cagnes-sur-Mer - Jean-Paul Marmion: "Alle Ampeln für Ino du Lupin auf Grün" Am 20. Dezember gibt es für die Traberfans auf der Piste von Cagnes-sur-Mer schon das erste Weihnachtsgeschenk. Der Grand Prix de Noel (GR III) ist hochkarätig besetzt und bringt mit Ino du Lupin einen der Stars der Szene an den Ablauf. Trainer Jean-Paul Marmion, der dieses Grupperennen bereits 2013 mit Talicia Bella und 2017 mit Uniflosa Bella gewinnen konnte, könnte sich am Samstag wieder in die Siegerliste eintragen.
Foto: SCOOPDYGA
Der ParisTurf sprach mit im Vorfeld mit dem Ausbilder des voraussichtlichen Favoriten. "Das Pferd ist zuletzt in Chatelaillon sehr gut gelaufen, obwohl es 50 Meter Zulage hatte. Vorn wurde ein hohes Tempo angeschlagen, sodass er weit zurücklag. Sein Endspurt war aber hervorragend, ebenso seine Zeit von 11,1. Seitdem ist er in der Arbeit perfekt. Er ist sehr muskulös und in optimaler Rennverfassung. Die große Bahn von Cagnes sollte ihm sehr entgegenkommen. Vor dem Rennen stehen alle Ampeln auf Grün. Wenn alles gut läuft, wird er anschließend den Prix de Brest in Vincennes bestreiten." Zudem wird Ino du Lupin von seinem Stallgefährten Greco Bello unterstützt, der sich auf der Bahn in Cagnes schon in Bestform gezeigt hat. "Greco Bello ist aktuell in sehr guter Form und liebt die Bahn von Cagnes. Er hat natürlich weniger Spielraum als Ino du Lupin, aber mit zehn Jahren holen wir mit ihm heraus, was noch möglich ist. Er wird sich ordentlich präsentieren." Ibiki de Houelle gefordert Unter den neun Gegnern der beiden Marmion-Starter fällt ein Name besonders auf: Ibiki de Houelle. Der Love You-Sohn soll nach seinem Misserfolg im Finale des Grand National du Trot seinen Trainer Kevin Leblanc beruhigen: "Ich bin unschlüssig. Im Training ist er nicht schlecht, aber nicht so gut wie im Frühjahr. Ich wollte unbedingt Theo Briand im Sulky, weil er die Bahn gut kennt. Das Pferd startet schnell, und ideal wäre es, rasch die Spitze zu übernehmen, denn wenn er das Rennen anführt, ist er ein ganz anderer. Ich hoffe, dass er gut läuft." Ein weiterer Sohn von Love You, der von Alessandro Gocciadoro trainierte Global Agreement, der mit David Bekaert im Sulky und in sehr guter Form an die Riviera zurückkehrt. Er wird versuchen seinen einzigen Misserfolg auf französischem Boden, im vergangenen Januar im Grand Prix de Vincennes, vergessen zu machen. Ebenso ist Hudo du Ruel nach seinem Sieg im Prix Varenne zu beachten. Der Schützling von Nicolas Ensch muss aber auch erst einmal die Zulage von 25 Metern ausgleichen. Die weiteren ausländischen Starter Cool Kronos und Astronascente Zac, der kampferprobte Gaotcho Jiel, der gut untergebrachte Gala de Crennes, sowie die von Sebastien Ciniers trainierten Heliot de Cahot und Gimy du Pommereux können ebenfalls die Multi-Wette komplettieren. --------- Jean-Michel Bazire: "Mit Liza Josselyn rechnen wir uns etwas aus" Wie jede Woche analysiert Jean-Michel Bazire als Experte für den ParisTurf die vergangene und die kommende Woche seines eigenen Stalls, sowie des Quartiers seines Sohnes Nicolas. In dieser Ausgabe gibt JMB ein Update zu seinem Champion Jushua Tree und äußert sich zu den Chancen von Liza Josselyn und Immortal Doc, die er am Sonntag im Criterium Continental, beziehungsweise im Prix Tenor de Baune steuern wird.
Foto: SCOOPDYGA
Der Ausblick Samstag, 20. Dezember "Mandela Seven (101), Messire du Gers (102) und Mille Sabords Divo (103) sind noch nicht bereit und werden mit roten Emojis an den Start gehen. Mandela Seven, der etwas mehr Klasse als die anderen hat, hätte allerdings auch ein gelbes Emoji bekommen können. Himberland (406) hat zuletzt alles in Grund und Boden gelaufen. Man sah ihn nur im Ziel. Wenn er diese Leistung wiederholt, wird er erneut konkurrenzfähig sein. Love Me Again (506) sollte man sich anschauen. Kynte Flush (615) kam zuletzt zu ihrem Saisoneinstand. Sie stammt aus einem Stall in Form. Das ist nicht uninteressant. Wenn der Rennverlauf passt, wird Fulton (705) im Prix Jules Lemonnier konkurrenzfähig sein. Auch wenn er am Ende den Rhythmus verloren hat, lief Jackman (811) zuletzt nicht schlecht. Für Samstag wurden Anpassungen vorgenommen. Myago Cayennais (910) wird zum Ende der Veranstaltung keine Chancen haben." Sonntag, 21. Dezember "Mouskie du Guez hat erneut eine gute Chance. Sie läuft immer konstant. Es ist eine Stute, die über das gesamte Meeting hinweg gute Leistungen zeigen wird, allerdings muss man sie an der Innenkante starten lassen. Nur so kommt sie richtig weg. Kador Josselyn peilt einen kleinen Platz an. Onana Boko startet im Criterium Continental. Er ist momentan noch etwas heikel, hat aber Klasse. Für dieses Niveau ist es am Sonntag etwas gewagt, dennoch sollte man ihn im Auge behalten, sobald er Vertrauen gefasst hat. Vielleicht, zumindest hoffe ich, dass war Liza Josselyn zuletzt für den Prix Ariste Hemard nur nicht ausreichend vorbereitet haben, auch wenn sie sich nicht schlecht verkauft hat. Wir nehmen ihr sehr selten alle vier Eisen ab, um sie bestmöglich zu schonen. In dieser Konfiguration rechnen wir natürlich mit ihr im Criterium Continental. Allerdings ist die Konkurrenz durch die ausländischen Starter und die französischen Hengste sehr stark. Meiner Meinung nach wird der Sieger das Niveau haben, um am Prix d’Amerique teilzunehmen. Ihre Startnummer 7 beunruhigt mich nicht. Sie kann schnell starten und hat bereits mit der Nummer 7 gewonnen. Immortal Doc werde ich im Prix Tenor de Baune erstmals selbst kennenlernen. Er hat bei seinen letzten beiden Starts im Prix Doynel de Saint-Quentin und im Prix du Bourbonnais für Aufsehen gesorgt. Wenn er gut regeneriert hat, sollte er nicht weit geschlagen sein." Mittwoch, 24. Dezember "Jingle du Pont tritt im Prix Saint-Leonard, einem Rennen für Amateure, mit Aldric Manta an. Dieses Rennen passt gut in sein Programm. Zwar muss er fünfzig Meter Vorgabe leisten, doch er läuft auf Sieg und sollte normalerweise nicht weit vom Erfolg entfernt sein." Der Rückblick Donnerstag, 11. Dezember "Jolvik de Guez (1.) hat recht sicher gewonnen. Er hat keinen großen Spielraum, ist aber ein verlässlicher und ehrlicher Kämpfer." Freitag, 12. Dezember "Matisse du Pont (2.) ist gut gelaufen. Wir waren sehr zufrieden. Er kann im Winter durchaus noch sein Rennen gewinnen. Beim erneuten Anschauen des Rennens sieht man, dass Nachyma Berry (3.) hätte gewinnen können, wenn sie im Einlauf eine Lücke gefunden hätte. Idylle Express (1.) befindet sich in Topform. Sie hat nach einem optimalen Rennverlauf recht leicht gewonnen und dabei eine gute Zeit erzielt. Mouskie de Guez (3.) kam stark auf. So muss man sie fahren. Für Legende Seven (3.) war es dieses Mal 'weniger schlimm'. Sie hat uns etwas beruhigt. Tristan Ouvrie sagte mir, dass er mit Le Maestro (disqualifiziert) einen Fehler in der Handhabung gemacht habe. Andernfalls wäre er sicher Dritter geworden." Samstag, 13. Dezember "Femto de Vauvert (3.) ist ein alter Wallach, der noch schöne Reserven hat. Es hat mir Freude gemacht, ihn zu fahren. Gilles Grif (13.) hatte keinen Zug. Fly Top (12.) fehlte meiner Meinung nach noch ein Rennen. Fellow Wise As (5.) hatte wegen Fiebers vier Tage Boxenruhe und zwei Arbeiten ausgelassen, was das Ergebnis erklären kann. Lumiere du Chene (8.) kam mit dem Linkskurs nicht zurecht." Sonntag, 14. Dezember "Jobspost (1.) zeigte eine echte Glanzleistung, obwohl er beim Start galoppierte (siehe unten). Wie in dieser Rubrik in der Vorwoche angekündigt, war Hubble du Vivier (1.) nach dem GNT-Finale weiterhin in Topverfassung. Er ist derzeit kaum zu bremsen. Es ist ein liebenswertes Pferd, auch wenn sein Rhythmus manchmal etwas speziell bleibt. Künftig wird er ein nicht-europäisches, geschlossenes Rennen im Programm haben. Fulton (10.) hatte im Sulky keine Chance. Lionheart (2.) hat sich im Prix Jag de Bellouet gut geschlagen. Er wurde sehr gut geritten, doch der Sieger (L’Ecrin d’Or) war schlicht stärker. Wir haben zwar nicht gewonnen, aber trotzdem Champagner getrunken (lacht). Bei Tulipe Oasis (6.) sind vermutlich noch einige Einstellungen nötig. Empire As (disqualifiziert) ist unser größter Wermutstropfen der Woche (siehe unten)." Mittwoch, 17. Dezember "Ich habe Iron du Gers (3.) nicht optimal gefahren. Andernfalls hätte er gewinnen können. Napoleon As (6.) war etwas enttäuschend. Als er sich am Eingang zur Zielgeraden ankündigte, hatte ich mit mehr gerechnet." Die Beobachtung von JMB Auch wenn Jean-Michel Bazire das Traineramt an seinen Sohn Nicolas übergeben hat, ist sein Wettkampfinstinkt im Sulky ungebrochen. Als aufmerksamer Beobachter der Rennen, nennt er sein Pferd der Woche: "Empire As hat nach seinem Fehler im Prix Bilibili viele Fragezeichen hinterlassen. Er hatte ein hervorragendes Aufwärmen absolviert, und Nico hatte mir gesagt, dass das Pferd sehr gut drauf sei. Nach den Bildern zu urteilen, hätte er in die Entscheidung eingreifen können und verdient es, erneut beachtet zu werden." Jobspost - ein Pferd von Qualität "Wie schon bei seinen ersten beiden Starts in Vincennes sprang Jobspost auch am vergangenen Sonntag in der Quinte. Nachdem er wieder in den richtigen Gang kam, habe ich zu Beginn des Rennens etwa 500 Meter gebraucht, um wieder Anschluss an das Feld zu finden, während die Führenden sich sortierten und das Tempo herausgenommen wurde. Als wir an den Tribünen vorbeikamen, dachte ich, dass noch alles möglich sei. Ich habe mich dann in die dritte Spur eingereiht – in der Hoffnung, dass die Pferde vor mir das Tempo hochhalten. Er hat eine ganz große Leistung gezeigt. Das ist ein Pferd von überdurchschnittlicher Qualität." Jushua Tree steigert sich "Jushua Tree hat am Donnerstagmorgen sehr gut gearbeitet. Nach seinem zweiten Platz im Prix de Bretagne hatte er sich rund zehn Tage erholt. Da in Grosbois einige Pferde krank waren, haben wir uns entschieden, ihn vorübergehend aufs Land zu bringen. Er ist erst kürzlich nach Grosbois zurückgekehrt. Im Training steigert er nun schrittweise wieder das Tempo, und alles läuft nach Plan. Er wird im Prix de Bourgogne starten. Der Prix de Belgique steht derzeit jedoch nicht auf dem Programm." --------- 25 Jahre Cagnes-sur-Mer - Jean-Paul Marmion: "General du Lupin hat Wohnung am Meer ermöglicht" Anlässlich des Grand Prix de Noel am kommenden Samstag, bei dem Jean-Paul Marmion seinen Champion Ino du Lupin aufbieten wird, lässt er die großen Momente, die er an der Riviera erlebt hat, Revue passieren. Neben Erinnerungen spricht der Trainer aus Angers auch über sein starkes Jahr 2025 und blickt gleichzeitig gelassen in die Zukunft.
Foto: Mathieu Mortagne
Am 15. Dezember 2000 stellte Jean-Paul Marmion mit Gahija du Lupin seine erste Starterin auf der Rennbahn von Cagnes-sur-Mer vor. Zwar hatte der Trainer aus Angers die Bahn an der Cote d’Azur bereits in seiner Jugend kennengelernt, doch seine eigentliche Geschichte mit der Riviera begann zu diesem Zeitpunkt. Und das obwohl er sich bereits 1982 als Trainer etabliert hatte. "1970 war ich mit Paul Bouchard und einer Stute meines Vaters hier - da war ich 20 Jahre alt. Aber als Trainer war es tatsächlich meine erste Reise", erinnert sich Marmion. "Gahija du Lupin war eine Flachbahnstute und hatte mehrere gute Engagements in Cagnes. Aymeric Thomas, der damals bei mir arbeitete, war mit ihr zu Philippe Mortagne gefahren. Das lief sehr gut, denn sie gewann im Winter drei Rennen." Gestärkt durch diesen Erfolg wiederholte der Trainer aus Hauts-d’Anjou diese Erfahrung mit all seinen guten Pferden, ohne jedoch regelmäßig an den Meetings teilzunehmen. Von General du Lupin über Roi du Lupin bis hin zu Triode de Felliere, Talicia Bella oder Uniflosa Bella. Sie alle traten mindestens einmal auf der Piste in Cagnes-sur-Mer an. Und das oft mit Erfolg (Anm.: 12 Siege und 12 Podestplätze aus 41 Starts). Auch an diesem Samstag wird das Juwel des Stalls, Ino du Lupin, in Cagnes antreten und gilt als Favorit im Grand Prix de Noel. "Cagnes ist eine selektive Bahn. Um hier zu gewinnen, braucht man gute Pferde. Ich habe das Glück, robuste Pferde zu besitzen, die sehr gut zum Profil der Strecke passen. Wahrscheinlich erklärt das unseren anhaltenden Erfolg auf dieser Piste." "Diesen Sieg werde ich nie vergessen" 25 Jahre später und nach zahlreichen Erfolgen in den schönsten Rennen der Riviera, bewahrt Jean-Paul Marmion viele große Erinnerungen an seine Auftritte in Cagnes. Dennoch nimmt der Sieg von General bei der "Weltmeisterschaft der Traber 2004" einen ganz besonderen Platz in seinem Gedächtnis ein. "Diesen Sieg werde ich nie vergessen. Es ist der schönste, den ich in Cagnes errungen habe. Pferde wie Revenue und Gidde Palema waren im Vorfeld schwer zu schlagen. Das Rennen war taktisch geprägt, aber Jean-Michel Bazire blieb ruhig und gewann am Ende. Pierre-Emmanuel Goetz lieferte dazu einen fantastischen Kommentar. Das gehört zu den größten Momenten meiner Karriere." "Unvergessliche Abende" Im Laufe der Zeit ist Cagnes für Jean-Paul und seine Frau Annick zu einem bevorzugten Rückzugsort geworden. "General du Lupin hat es uns im Jahr 2000 ermöglicht, eine Wohnung direkt am Meer zu kaufen. Seitdem kommen wir drei- oder viermal im Jahr hierher. Während der Meetings oder einfach, um das Leben zu genießen und uns zu erholen. Wenn ich meiner Frau sage, dass wir in Cagnes starten, bucht sie innerhalb einer Stunde die Flugtickets", erzählt er lachend. "Wir kennen die Cote d’Azur in- und auswendig. Wir haben hier Freunde gefunden und unvergessliche Abende in Lokalen wie der Madrague oder der Gougouline verbracht. Unsere Tochter Nathalie, die ihre Kindheit teilweise in Cagnes verbracht hat, kommt jedes Jahr mit ihrem Mann und ihren Töchtern hierher." Sonne und Lebensqualität von Cagnes-sur-Mer passen perfekt zu dem lebensfrohen Jean-Paul Marmion, auch wenn er sich nicht vorstellen kann, im Ruhestand dauerhaft dorthin zu ziehen. "Man muss die schönen Momente genießen, aber ich habe meine Enkelkinder in Angers, sowie meine Familie und meine Freunde. Ich werde weiterhin Urlaub in Cagnes machen, aber dort zu leben, kann ich mir nicht vorstellen." Mit 75 Jahren arbeitet Marmion seit vielen Jahren nach der Art eines Galoppertrainers und sitzt nicht mehr selbst im Sulky. Kurz vor Saisonende steht er vor dem Abschluss eines hervorragenden Jahres 2025. Mit 98 Siegen und über 1.800.000 Euro an Gewinnen fällt die Bilanz äußerst positiv aus und motiviert ihn, weiterzumachen. "Unser Jahr ist sehr gut. Antoine Wiels war die ganze Saison über in Form und hat viele schöne Rennen gefahren. Er hat mir sogar gesagt, er wolle noch bis zu meinem Ende bleiben", sagt Marmion lachend. "Deshalb setze ich mir kein festes Datum für das Ende meiner Karriere. Außerdem muss ich meine Tage ausfüllen. Ich hätte Angst, mich zu langweilen. Mit der Zucht, immerhin besitze ich rund zwanzig Zuchtstuten, stehen noch etwa 150 Pferde im Stall. Der Ruhestand ist also noch nicht in Sicht." "Lebe jeden Tag meinen Traum" Nach mehr als 3.100 Siegen auf seinem Konto - wovon kann Jean-Paul Marmion noch träumen? "Große Rennen zu gewinnen ist etwas sehr Befriedigendes, aber ich bin dem nie verbissen hinterhergelaufen. Wissen Sie, meinen Traum lebe ich jeden Tag: mit meinen Pferden zu arbeiten und das Leben mit meinen Angehörigen zu genießen. Mehr wünsche ich mir nicht. Und das hoffentlich noch so lange wie möglich bei guter Gesundheit." --------- Pierre-Antoine Petit: "Jean Balthazar hat mein Leben verändert" Pierre-Antoine Petit, der gemeinsam mit seiner Mutter Sandrine Loncke Besitzer ist, lebt dank JEAN BALTHAZAR einen wahren Traum. Der Ausnahmehengst unter den Satteltrabern startet am Samstag im Prix Jules Lemonnier (GR II). Der ParisTurf stellt den Mann hinter Jean Balthazar vor.
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Mit gerade einmal 32 Jahren hat Pierre-Antoine Petit bereits große Emotionen im Pferdesport erlebt. Der Landwirt aus dem Departement Eure ist vor einigen Jahren auch in die Traberzucht eingestiegen. Seine erste Generation trägt den Anfangsbuchstaben 'N' und ist somit also zwei Jahre alt. "Ich bin schon früh mit meinem Vater auf die Rennbahnen gegangen und habe mich mit dem Virus angesteckt", erzählt er. "Pascal Castel ist mein Onkel. Ich habe immer die Ergebnisse verfolgt, und mit der Zeit kam der Wunsch auf, selbst ein Pferd zu besitzen." Mit Berlioz de l’Iton, den er im Juni 2015 in Bernay aus einem Verkaufsrennen erwarb, begann das Abenteuer: "Er war kein Champion, aber ein sehr liebenswertes Pferd. Er hat sieben oder acht Rennen gewonnen und seine Karriere mit etwas mehr als 130.000 Euro Gewinnsumme beendet. Für den Einstieg war das eine tolle Erfahrung." Nach mehreren solchen Käufen reiste Pierre-Antoine Petit 2017 zu den Auktionen nach Caen, um seinen ersten Jährling zu erwerben. Seine Wahl fiel auf Guide Moi Forgan, der für 8.500 Euro zugeschlagen wurde. Sein Erfolgsrezept? "Vor allem viel Glück. Und auch wenn die Auktionen in Caen sehr lang sind, muss man vor Ort sein. Nichts ersetzt den direkten Blick auf das Pferd. Ich achte vor allem auf den Körperbau. Ich studiere den Katalog vorher und mache mir meine Markierungen. Aber weder Guide Moi noch Jean Balthazar standen ursprünglich auf meiner Liste." Mit Guide Moi Forgan (419.770 Euro) schaffte Pierre-Antoine Petit den Sprung in die Spitzenklasse: Zweiter im Prix du President de la Republique 2020 (GR I), sowie Siege auf Gruppe II-Niveau (Prix Henri Balliere und Prix Lavater). Im selben Jahr kehrte er nach Caen zurück und kaufte für 20.000 Euro ein weiteres Juwel: Jean Balthazar. "Das liebste Pferd der Welt" Die Anfänge mit dem Sohn von Alto de Viette und Dynamite des Vaux (Schwester von Kyrielle des Vaux) waren allerdings schwierig. "Wir haben uns mit ihm als Jährling oft den Kopf zerbrochen", bestätigt der Besitzer. "Er musste sechs- oder siebenmal zur Qualifikation antreten. Man sah, dass er einen riesigen Motor hatte, aber er war nicht einfach." Im September seines zweiten Lebensjahres qualifizierte sich Jean Balthazar schließlich in 18,3 in Caen, was die Bestzeit des Tages war. Nach einem fehleranfälligen Beginn seiner Karriere mit sieben Disqualifikationen bei den ersten elf Starts, zündete er gegen Ende seiner Dreijährigen-Saison den Turbo: fünf Siege im Fahren innerhalb von vier Monaten in Vincennes. Darunter war auch mit dem Prix Bellino II auch ein Gruppe III. Mit vier Jahren wurde Jean Balthazar dann mit großem Erfolg auf die Trabreiten umgestellt. "Dabei hatten wir es in Graignes früher schon einmal versucht, das funktionierte überhaupt nicht", erklärt Pierre-Antoine Petit. "Er hatte wohl noch nicht die nötige Reife. Eines Morgens hat Pascal es erneut probiert, und er war perfekt. Da wussten wir: Jetzt ist der richtige Zeitpunkt." Makellos gewann der Vertreter der Farben von Sandrine Loncke vier Rennen auf Gruppe II-Niveau, ehe er nach mehreren Platzierungen in Klassikern am 01. März mit dem Sieg im Prix des Centaures gekrönt wurde. "Er musste sich anfangs mit Pferden wie Joyeuse, Jadrius de Guez, Jasper des Charmes, Je M’Envole, Joumba de Guez oder Jeroboam d’Erable messen", zählt Petit auf. "Er hat die Mentalität eines Kriegers und ist immer wieder aufgestanden. Jean Balthazar ist das liebste Pferd der Welt. Das ist auch menschlich ein großartiges Abenteuer. Niemals hätte ich gedacht, so etwas erleben zu dürfen. Letztes Jahr hatten wir sogar zwei Starter im Cornulier. Das ist unglaublich! Guide Moi Forgan hat mir die Tür aufgestoßen, aber Jean Balthazar hat mein Leben verändert." "Peilen einen Platz auf dem Podium an" Über die 2.175 Meter der großen Bahn von Vincennes ist Jean Balthazar besonders stark (8 Podestplätze bei zehn Starts). Mit 955.120 Euro Gewinnsumme steht er kurz vor der symbolischen Million. Sein erstes großes Winterziel ist der Prix Jules Lemonnier am Samstag in Vincennes: "Das ist genau sein Metier. Das Pferd ist gut drauf, wir haben versucht, dieses Rennen optimal vorzubereiten. Es gibt nicht viele Starter, aber die Konkurrenz ist stark. Meiner Meinung nach ist das Pferd von Thierry Duvaldestin (Eros Zola) sehr schwer zu schlagen. Er läuft nur vorne beschlagen, wird aber auch ohne vier Eisen nicht schneller. Unser Ziel ist ein Platz auf dem Podium." |
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| Samstag 20 Dezember 04:39 Uhr | |
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Samstag in Cagnes-sur-Mer - Hugues Monthule: "Wenn Kado Surprise trabt, werde ich ihn gehen lassen" Als enger Vertrauter von Sebastien Guarato wird Hugues Monthule an diesem Samstag in Cagnes-sur-Mer am Start sein - weit entfernt von seinem Heimatstall. Also eine lange Anreise mit Startern aus dem Quartier seines Arbeitgebers.
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Der Pfleger des Ausnahmepferdes Bold Eagle wird gleich viermal auf der Rennbahn an der Cote d’Azur in den Sulky steigen. Vier Pferde von Sebastien Guarato, über die er im Vorfeld dem ParisTurf berichtet hat: "Wir probieren es nach nur acht Tagen Pause mit Ideal Dancer (107), und ich denke, das könnte ihn wieder aufgeweckt haben. Mit einem guten Rennverlauf hoffe ich auf einen dritten oder vierten Platz hinter zwei Pferden, die sich abzuheben scheinen. Ich mag ihn sogar lieber auf dieser kürzerer Distanz, auch wenn die Startnummer 7 hinter dem Auto nicht einfach ist. Bei Kado Surprise (314) wird es eine Frage der Disziplin sein. Beim letzten Start in Vincennes war ich im Kampf um eine Platzierung noch dabei, wurde aber von einem Fehler überrascht. Er ist ein Zugpferd mit nur einer Geschwindigkeit, hat aber einen starken Motor. Beim Start muss man aufpassen, da er sich zuletzt sehr nervös zeigte. Wenn er trabt, werde ich ihn gehen lassen! Kapusha Mip (511) hat inzwischen einiges an Gewinnsumme, ist aber gut in Form. Die Steigung von Vincennes mag sie nicht. Hier geht es nun um ein hoch dotiertes Rennen, deshalb werden wir uns eher zurückhalten und versuchen, Dritte oder Vierte zu werden. Danach bleibt sie im Südosten. Monsieur As (610) war schon länger genau für dieses Rennen vorgesehen, hat aber zuletzt besser 'gearbeitet' als erwartet, weshalb er nun wegen 3.000 Euro mit einer Zulage starten muss. Auf dem Papier ist das kein ideales Engagement, aber wenn sie vorne warten, gehe ich es an. Im Training ist er perfekt und hat zuletzt sehr gut abgeschnitten. Also versuchen wir es." ZUM RENNTAG IN CAGNES-SUR-MER Beginn: 16.07h --------- Samstag in Cagnes-sur-Mer - Hält die Topform von Theo Briand? Im aktuellen Sulky-d’Or-Ranking (Fahrer-Championat) liegt Theo Briand auf Rang Fünf. Am Samstag steht der Sohn von Yannick-Alain Briand vor einem weiteren arbeitsreichen Renntag. In Cagnes-sur-Mer steigt er in sechs der acht Rennen in den Sulky.
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Seit mehreren Wochen scheut Theo Briand keine Mühen und reist durch ganz Frankreich. Das zahlt sich aus: er lernt stetig dazu und konnte am letzten Samstag mit dem Fleiß auf zwei Rennbahnen zu fahren, gleich fünf Rennen an einem Tag gewinnen. So macht er im Championat weiter Boden gut und liegt schon vor etablierten Catchdrivern wie David Thomain und Alexandre Abrivard. Vor seinen sechs Einsätzen am Samstag schätzt er die Starter für den ParisTurf ein: "Bei Joconde Turgot (101) ist es zweimal nicht gut gelaufen, aber die Stute ist sehr gut drauf. Die 2.150 Meter machen ihr nichts aus, und vom Leistungswert her ist sie für mich das beste Pferd im Rennen. Hamigo (211) ist ein gutes Pferd, das nun zwei Aufbaurennen hinter sich hat, wobei das letzte sehr ordentlich war. Er kann von vorne gehen, was ein Vorteil ist, und sollte um den Sieg kämpfen. Konrad de Corday (312) trifft auf ein ausgeglichenes Feld, aber ein interessantes. Er hat seinen Platz unter den ersten Vier. Ich hoffe, dass Ibiki de Houelle (410) durch seine letzten Starts an Kondition gewonnen hat. Ich sehe mich etwas als Außenseiter hinter Ino du Lupin und Global Agreement. Last Man (507) hat ebenfalls eine sehr gute Chance, auch wenn das Feld stark besetzt ist. Hier wird der beste Fahrer gewinnen. Maasai (604) mögen wir sehr und haben uns Zeit gelassen. Er steigt zwar etwas in der Klasse, aber ich glaube nicht, dass ein klar überlegener Gegner dabei ist, und für Monsieur As mit 25 Metern Zulage wird es sicher nicht einfach. Besonders hervorheben möchte ich für den Renntag Joconde Turgot und Hamigo." ZUM RENNTAG IN CAGNES-SUR-MER Beginn: 16.07h |
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| Sonntag 21 Dezember 02:26 Uhr | |
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Pascal Bernard: "Wer nicht vom Prix d’Amerique träumt, sollte den Beruf wechseln" Nach den größten Emotionen mit der Amerique-Siegerin Belina Josselyn lebt Besitzer und Züchter Pascal Bernard nun einen neuen Traum mit deren Tochter Liza Josselyn. Der 67jährige sprach mit dem ParisTurf über den Start seiner Championesse im Criterium Continental (GR I) am Sonntag.
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"Liza hat die Glücksnummer von Jean-Mi Bazire gezogen - die 7. Dieselbe Nummer wie bei ihrem Sieg im Prix Marcel Laurent (GR II). Also werde ich auch ein wenig abergläubisch sein", sagt er lachend. "Aber im Ernst: Es gibt sehr starke Hengste und ausländische Gegner. Ein Platz auf dem Podium würde mich sehr glücklich machen. Ihre bisherige Karriere hat uns schon so viel Freude bereitet. Alles, was jetzt kommt, ist Bonus. Sobald man auf der Rennbahn ist, spürt man natürlich Nervosität, denn man will immer das bestmögliche Ergebnis." "Wer nicht vom Amerique träumt, sollte den Beruf wechseln" Der Besitzer des Gestüts Bois Josselyn verbirgt seine Ambitionen nicht. "Ich habe das Criterium Continental noch nicht gewonnen. Belina hatte den Tenor de Baune gewonnen - den holen wir nächstes Jahr", sagt er schmunzelnd. "Der L-Jahrgang ist sehr stark, mit Pferden wie Lombok Jiel, Lovino Bello oder Liberte de Choisel, denen wir sicher wieder begegnen werden. Jeder Züchter arbeitet darauf hin, in Gruppe I-Rennen zu starten. Wer nicht davon träumt, im Prix d’Amerique zu starten, sollte den Beruf wechseln. Mit Liza dort hinzukommen, wäre fantastisch, aber wir lassen uns Zeit. Sie ist erst vier Jahre alt, man darf nichts überstürzen. Es wäre wunderschön, Belina dann auf die Rennbahn führen zu können, damit sie ihre Tochter sieht. Einen weiteren Prix d’Amerique zu gewinnen, und das mit der Tochter der Siegerin, das wäre schlicht außergewöhnlich." "Amerikanisches Hengstblut brachte Geschwindigkeit und Modell" Am Dienstag qualifizierte sich Nodessa Josselyn, die Vollschwester von Liza, im Trainingszentrum von Grosbois. Sehr zur Freude von Pascal Bernard. "Die Qualifikation war sehr gut. Ohne ihren kleinen Fehler hätte sie sich in 17,5 qualifiziert, was für eine Stute, die noch nicht linksherum geht, wirklich stark ist. Vincent und Christophe Martens haben sich viel Zeit mit ihr gelassen. Ich freue mich sehr für das ganze Team." Mit derzeit 25 Zuchtstuten spricht Pascal Bernard auch über die Zukunft seines Gestüts. Die Aufgaben sind klar verteilt: Edwige für die Zucht, Gael für Technik, Pflege und Material. Nach dem Weggang von Didier Fouilleul wurde eine neue Arbeitskraft eingestellt. "Ende Januar werde ich vier 2jährige, qualifizierte und noch ungestartete Pferde verkaufen. Bei den Stuten denke ich, dass wir eine qualitativ hochwertige Linie haben. Wir werden weiterhin mit angesagten Hengsten wie Face Time Bourbon oder Booster Winner züchten, aber auch junge Hengste wie Mack de Blary, Lombok Jiel, Lovino Bello oder Koctel du Dain berücksichtigen. Ich habe außerdem das Los für eine Bedeckung mit Tactical Landing gezogen, der zu Belina geht. Das kann ein sehr interessantes Produkt ergeben. Amerikanisches Hengstblut hat schon früher, bei meinem Vater, bei Jean-Pierre Dubois oder beim Grafen Pierre de Montesson in den 90er-Jahren den Pferden Geschwindigkeit und Modell verliehen." "Paolina und Olivia entwickeln sich gut" Belina Josselyn hat bislang vier Stuten und einen Hengst gebracht. Die Jüngste, Paolina Josselyn, stammt erstmals nicht von Ready Cash, sondern von Idao de Tillard. "Als Ready Cash Deckhengst wurde, glaubte zunächst niemand an ihn, weil sein Stammbaum nicht außergewöhnlich war. Und dann wurden seine Nachkommen zu Champions. Warum sollte Idao de Tillard also nicht dasselbe schaffen? Auch er hat zwei Prix d’Amerique gewonnen. Er wird mehr Größe und Rahmen bringen, denke ich. Paolina ist korrekt gebaut, alles läuft gut." Auch Olivia Josselyn, die ältere Schwester von Paolina, entwickelt sich sehr positiv. "Sie steht im Training bei Jean-Mi (Bazire). Sie ist brav, sehr lieb und hat eine schöne Aktion. Sie entwickelt sich wirklich gut. Die Töchter von Belina sind wie meine Kinder." --------- CRITERIUM CONTINENTAL - Internationale Rivalität Der Kampf um die Krone im Criterium Continental verspricht am Sonntag in Vincennes besonders hart und offen zu werden. Die französischen Starter Liza Josselyn, Lombok Jiel und Lovino Bello zählen ebenso zu den zahlreichen Titelanwärtern, wie auch die ausländischen Gäste Falco Killer Gar, Frank Gio, First of Mind und Phantom Express. Dieser prestigeträchtige Klassiker verspricht dem Sieger zudem ein Ticket für den Amerique 2026.
Lombok Jiel - Foro: SCOOPDYGA
Auch wenn im Criterium Continental große Klasse angeboten wird, fehlt ein klar dominierendes Pferd vom Kaliber eines Face Time Bourbon (2019), Idao de Tillard (2022) oder Bold Eagle (2015), die diese Prüfung in ihrer Zeit jeweils klar geprägt haben. Im Aufgebot der Ausgabe 2025 fehlt zudem mit Dream Mine der derzeit beste Schwede. Der Sieger von Derby, UET Grand Prix und Breeders Crown hätte die ohnehin schon enorme Attraktivität dieses Rennens noch weiter gesteigert. Auf dem Papier mangelt es jedoch keineswegs an potenziellen Siegern - das Finish könnte in einem epischen Kampf gipfeln. Jean-Michel Bazire: "Mit Liza Josselyn ist zu rechnen" Im französischen Lager stellt sich Liza Josselyn der Herausforderung, dort zu siegen, wo ihr Vater Ready Cash und ihre Mutter Belina Josselyn (disqualifiziert) gescheitert sind. Die von Jean-Michel Bazire gesteuerte Stute sollte nicht vorschnell an der Leistung aus dem Prix Ariste Hemard beurteilt werden, wo sie als heiße Favoritin Zweite wurde. "Für dieses Gruppe II-Rennen war sie noch nicht ausreichend vorbereitet", erklärt Bazire. Zuvor hatte sie im Prix Marcel Laurent gegen Koctel du Dain für Furore gesorgt, als sie das Rennen ebenfalls mit der Startnummer 7 hinter dem Auto aufnehmen musste. An diesem Tag finishte sie in 10,0 und kommt im Gegensatz zu diesem Start am Sonntag komplett barfuß an den Ablauf - zum zweiten Mal in ihrer Karriere. "Wir rechnen mit ihr", versichert JMB. "Aber die ausländischen Starter und die französischen Hengste stellen eine starke Konkurrenz dar." Ein Sieg von Liza Josselyn würde die männliche Vorherrschaft in diesem Rennen beenden. Zuletzt hatte Doria Desbois im Jahr 2017 für den Sieg einer Stute gesorgt. Lombok Jiel, zuletzt Zweiter hinter Lovino Bello, geht laut Jean-Luc Dersoir "in sehr guter Form" an den Start und läuft diesmal ebenfalls barfuß. Mit der Startnummer 1 hinter dem Auto hat er ein Los gezogen, dass sowohl Vorteil, als auch Falle sein kann. "Dieses Gruppe I-Rennen ist natürlich ein klares Ziel. Wie für alle unsere Gegner", fügt der Trainer hinzu. Lovino Bello, der sich im Prix Octave Douesnel eindrucksvoll rehabilitiert hat, muss mit der Startnummer 9 zurechtkommen. Im vergangenen Jahr gelang ihm das Kunststück, mit derselben Nummer den Prix Ready Cash (GR I) zu gewinnen. Auf Bahn und Distanz hält der Schützling von Thierry Duvaldestin den Rekord für die 4jährigen. Im Vorlauf zum Grand Prix der UET siegte er in starken 09,7. Adrien Guarato: "Frank Gio kann gewinnen" Bei den Gästen ist der Italiener Falco Killer Gar hervorzuheben, der zum Zeitpunkt seines Fehlers gegen den genannten Lovino Bello noch klar auf Podiumskurs lag. Mit Startplatz 5 ist er gut postiert. Er meldet Siegambitionen an, was aber auch für seinen Landsmann Frank Gio gilt. "Er ist in Topform und kann gewinnen kann", sagt Adrien Guarato, der Sohn des Trainers. Die von Alessandro Gocciadoro trainierten First of Mind und Free Time Jepson, die im Training "wie Atombomben" gearbeitet haben, zählen ebenso zu den Siegkandidaten wie der Schwede Phantom Express, der zuletzt direkt hinter Lovino Bello und Lombok Jiel Dritter wurde, allerdings mit Startnummer 15 auf ein günstiges Rennen angewiesen ist. Ebenfalls meldet Bullet The Bluesky Ansprüche an, der in Schweden zu den Besten seines Jahrgangs zählt. --------- Iroise de la Noe - Hoffnung auf den Prix de Belgique (Q6) Nach zwei knappen Niederlagen trotz zweier sehr starken Leistungen, wird Iroise de la Noe am 27. Dezember im Prix de Bar-le-Duc antreten. In der Folge soll die Stute aus dem Quartier von Thomas Levesque am 11. Januar im Prix de Belgique (Q6) ihre letzte Chance nutzen, sich die Qualifikation für den Prix d’Amerique 2026 zu sichern.
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Mangels ausreichender Gewinnsumme konnte die Tochter von Tornado Bello weder im Prix de Bretagne (Q1), noch im Prix du Bourbonnais (Q2) einen Startplatz ergattern. Nun soll der Prix de Belgique die letzte Möglichkeit zur Qualifikation sein, wenn es denn diesmal für einen Platz im Starterfeld reicht. Im letzten Winter konnte sich die Fuchsstute als Siegerin des 'Belgique' für den Amerique qualifizieren und hätte dort, ohne den späten Fehler, wohl eine kleine Prämie mitgenommen. Zum kommenden Start erklärt Trainer Thomas Levesque: "Am nächsten Samstag starten wir im Prix de Bar-le-Duc. Sie muss dabei wieder mit Zulage antreten und läuft wie zuletzt vorne 'plaquée'. Es wird nicht einfach, aber dieses Rennen ist wichtig für sie. Ich hoffe, sie über den Prix de Belgique für den Amerique qualifizieren zu können. Den hatte sie 2025 bereits gewonnen, doch angesichts ihrer Gewinnsumme ist die Teilnahme keineswegs sicher. Es werden wohl viele Starter antreten. Wir werden sehen. Zwar hat sie zuletzt nicht gewonnen, aber ihre Leistungen waren hervorragend. Die Stute ist in sehr guter Verfassung." Derzeit steht Iroise de la Noe bei 424.300 Euro. --------- Nicolas Bridault im Interview - "Unser Erfolg ist eine echte Familienleistung" Christophe Bridault, der Bruder von Nicolas Bridault, ist als Makler im Rennsport tätig. Aber nebenher ist Christophe auch Züchter. In Partnerschaft mit dem Gestüt Leomy hat er Novice du Choquel gezogen, die dem Trainer Christophe Bridault gerade im Prix Une de Mai den dritten Gruppe II-Sieg seiner Trainerkarriere beschert hat. In den letzten Jahren bringt Nicolas Bridault jedes Jahr ein Pferd raus, dass mit den Besten im Jahrgang mithalten kann. Für das Magazin 24h au Trot Grund genug Nicolas Bridault näher vorzustellen.
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24H Au Trot: "Wo sind Sie beheimatet?" Nicolas Bridault: "Vor etwa fünfzehn Jahren habe ich mich in Beaulieu im Departement Orne niedergelassen, rund fünfzehn Kilometer von L’Aigle entfernt. Wir liegen sehr günstig, denn Vincennes ist nur etwa 130 Kilometer entfernt. Unsere Anlage ist funktional: zwei 1.000-Meter-Bahnen, ein großer Rundkurs und eine Gerade. Alles ist vorhanden, um gut zu arbeiten. Ein halbes Dutzend Mitarbeiter unterstützt mich, und wir betreuen rund fünfzig Pferde." 24h: "Erzählen Sie uns von Ihrem Werdegang." NB: "Obwohl meine Eltern einem anderen Beruf nachgingen, waren sie immer leidenschaftliche Züchter und begannen früh, Pferde zu halten. Mein Bruder und ich wurden schnell vom 'Virus' gepackt. Ich selbst habe meine Lehrjahre im Amateursport verbracht und dort etwa vierzig Rennen gewonnen. Ich habe den Beruf 'learning by doing' erlernt, insbesondere im Kontakt mit Jean-Francois Senet, meinem damaligen Nachbarn, als ich meine Trainerlaufbahn auf der Rennbahn von Saint-Omer im Pas-de-Calais begann. Ich habe regelmäßig Pferde bei ihm trainiert. Er war ein ausgezeichneter Lehrmeister." 24h: "Die Ergebnisse sprechen für sich, besonders mit 2jährigen. Ist das eine bewusste Strategie?" NB: "Ja und nein. Unser Ziel ist es, die 2jährigen früh zu qualifizieren, im Mai oder Juni. Danach entscheiden wir individuell. Manche brauchen noch Zeit, um Kraft zu entwickeln - die lassen wir in Ruhe. Andere sind bereit für den Rennbetrieb, und dann halten wir sie nicht zurück. Wir mögen 2jährige, aber wir gehen nicht schematisch vor. Dieses Jahr haben wir etwa zwanzig Junghengste und -stuten qualifiziert, aber nur vier oder fünf davon direkt eingesetzt." 24h: "Darunter sind zwei Pferde mit halbklassischem Niveau: Nocive du Choquel aus eigener Zucht und Nobel Venesi, von Ihrem Bruder und Philippe Thirionet ersteigert..." NB: "Ja, das sind zwei echte Qualitätspferde. Besonders die Stute hat uns letzten Sonntag viel Freude bereitet. Sie gewann überzeugend, in sehr guter Zeit, gegen ihre besten Altersgenossinnen. Die Wetter hatten sie stark unterschätzt, obwohl sie in vergleichbaren Prüfungen stets vorne dabei war. Zudem wusste ich, dass ihr die längere Distanz entgegenkommen würde. Vorher zu sagen, dass sie gewinnt, wäre vermessen gewesen. Aber sie hatte definitiv eine Chance. Jetzt folgen wir dem Programm in Richtung Criterium des Jeunes. Zwei weitere Gruppe II-Rennen für Stuten stehen noch an. Hoffen wir, dass alles gut verläuft. Letztes Jahr hatten wir mit Magnum du Choquel einen Hengst für dieses Ziel, der dort leider einen Fehler machte, sich später aber mit Rang drei im Criterium der 3jährigen rehabilitierte. Wir setzen zwar auf Frühreife, machen sie aber nicht zum alleinigen Maßstab. Ein Pferd über längere Zeit optimal zu entwickeln, ist ebenso unser Ziel." 24h: "Weitere Leistungsträger wie Magnum du Choquel oder In Love du Choquel laufen für die Farben Ihres Vaters Bruno." NB: "Ja, unser Erfolg ist eine echte Familienleistung. Christophe ist ebenfalls stark eingebunden, insbesondere im Bereich Zucht und Anpaarungen. In Love du Choquel hat mir besonders viele Highlights beschert, vor allem unter dem Sattel. Etwa mit Platz drei im Gruppe I-Rennen dem Prix Bilibili. Dieses Pferd haben wir bewusst aufgebaut. Er debütierte erst im Frühjahr seines Dreijährigenjahres. Auch mit älteren Pferden waren wir erfolgreich, etwa Fantaisie, die mir mit zwei Siegen im Prix du Calvados meine ersten beiden Gruppe II-Erfolge brachte, oder Quilano du Choquel, mein erstes echtes Spitzenpferd, dass mir den Durchbruch auf halbklassischem Niveau ermöglichte." Statistiken des Stalles von Nicolas Bridault: 2025: 334 Starts/33 Siege/129 Platzierungen Seit Trainerbeginn: 5.094 Starts/404 Siege/1.659 Platzierungen Gruppe II-Siege: 3 (Fantaisie 2x, Nocive du Choquel) Gruppe III-Siege: 6 (Quilano du Choquel 2x, Fantaisie 2x, In Love du Choquel 2x) --------- PRIX TENOR DE BAUNE - Victor Persson: "Der Amerique wäre die Erfüllung eines Kindheitstraums" Als Mitbesitzer von Immortal Doc, fiebert Victor Persson dem Start am Sonntag im dem Prix Tenor de Baune entgegen. Der schwedische Besitzer wird an diesem Sonntag gleich doppelt emotional involviert sein, denn neben seinem Star tritt auch Maserati Hall an.
Foto: Rickard Hansson
Beim Prix Doynel de Saint-Quentin am 29. November war Perssons Stimme deutlich von der Tribüne zu hören: 'Kom igen!' Immortal Doc lieferte ein außergewöhnliches Rennen gegen Fame And Glory. "Er war fantastisch. Schade, dass es nicht zum Sieg gereicht hat, aber Fame And Glory hatte das perfekte Rennen", so Persson. Trotz eines harten Verlaufs, zeigte der 5jährige eine Leistung auf höchstem Niveau. Nun bietet sich eine neue Chance: "Die Teilnahme am Prix d’Amerique wäre die Erfüllung eines Kindheitstraums" sagt Persson. "Es wird schwer, aber Immortal Doc ist besser denn je." Dass Jean-Michel Bazire nun im Sulky sitzt, wertet er als großes Vertrauenszeichen. Mit Maserati Hall kommt ein zweiter Starter hinzu: "Zwei Pferde in einem Gruppe I-Rennen - das ist unglaublich. Das Programm werde ich einrahmen", fügt Persson lachend hinzu. Realistisch gesehen seien die Ambitionen mit dem zweiten Starter jedoch begrenzt. --------- Alexandre Abrivard: "Eros Zola explodierte regelrecht" Im Prix Jules Lemonnier dominierte Eros Zola am Samstag in Vincennes seine Gegner nach Belieben. Der Wallach von Zola Boko feierte seinen vierten Sieg beim fünften Start unter dem Sattel. Mit einer eindrucksvollen Beschleunigung auf der Zielgeraden ließ er Fulton und Ideale du Chene klar hinter sich.
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Es liegt auf der Hand: Für die besten Wallache in den Trabreiten hat jedes Gruppenrennen den Stellenwert eines Cornulier. Das gilt auch für den Sieger des Prix Jules Lemonnier Eros Zola. Angesichts der Art und Weise seines Sieges hätte der Schützling von Thierry Duvaldestin problemlos auch im Starterfeld des wichtigsten Rennens der Monte-Traber seinen Platz gehabt. Immerhin ließ Eros Zola einige Kandidaten überlegen zurück, die, wie Ideale du Chene, als Mitfavoriten für den 'Cornulier' gelten. Auch wenn man zugeben muss, dass sie sich noch in der Aufbauphase befinden, sind vier der neun Gegner des Samstags fest für den Prix de Cornulier eingeplant. Aber selbst in Bestform hätten sie es schwergehabt, diesen Eros Zola zu bezwingen. "Ich hatte riesigen Spaß. Ein absolutes Vergnügen ihn zu reiten", schwärmte Jockey Alexandre Abrivard. "Als ich die Ohrenkappe zog, explodierte er regelrecht." Eros Zola sicherte sich damit seinen ersten Gruppe II-Erfolg und gilt schon als eines der besten Pferde des Wintermeetings. Noch dazu besitzt Eros Zola Ende 9jährig mit seinen nur fünf Starts unter dem Sattel vergleichsweise wenig Erfahrung. Nachdem er zunächst abwartend geritten wurde, setzte Eros Zola beim Einbiegen auf die Zielgerade zu einer beeindruckenden Beschleunigung an, holte den enteilten Fulton mühelos ein und flog zu einem leichten Sieg davon. Noch dazu musste Alexandre Abrivard ihm nicht einmal die Scheuklappen herunterziehen. Dennoch flog Eros Zola die finalen 500 Meter mit einem Schnitt von 07,3. "Eros Zola ist ein sehr angenehmer Traber mit einem brutalen Antritt", ergänzte Abrivard nach dem Rennen. "Als Fulton sich absetzte, dachte ich kurz, ich sei eingesperrt. Er ist am Ende regelrecht spazieren gegangen." Alles deutet darauf hin, dass Eros Zola zu einem der Publikumslieblinge dieses Meetings werden könnte. Eine künftige Begegnung mit Impala de Val, der auch Wallach ist und als Crack im Trabreiten gilt, verspricht jedenfalls Hochspannung. Zudem hat Eros Zola schon mehrfach sein komplettes Vielseitigkeitsprofil unter Beweis gestellt. Zuletzt als er im Sulky den scheinbar unbezwingbaren Cobra Killer Gar besiegte. Hinter dem unantastbaren Sieger zeigte Fulton, der an der Spitze alles riskierte, eine sehr starke Leistung und verwies Ideale du Chene auf Rang drei. "So banal es klingt, vielleicht hat dem Rennen etwas Tempo gefehlt", analysierte Paul Philippe Ploquin als Jockey von Ideale du Chene. "Oben in der Steigung wurde das Tempo schlagartig angezogen, und da konnte sie nicht folgen. Danach hat sie sich aber wieder gefangen, und ich kam noch gut ins Ziel." Auf dem Weg zum Cornulier, ihrem großen Ziel, "lässt sie immer ihr Herz auf der Bahn, auch wenn man merkt, dass die Jahre nicht spurlos an ihr vorbeigehen." Je M’envole, der beschlagen antrat, belegte Rang Vier. "Er lief gut, aber ich hätte im Rennverlauf etwas geduldiger sein müssen, um Dritter zu werden", analysierte Mathieu Mottier. "Ich wollte offensiv reiten. Wenn alles passt, wird er im Cornulier starten, aber vorher nicht mehr unter dem Sattel antreten." Nach fast fünfmonatiger Pause und zwei Aufbaurennen im Sulky kehrte Ina du Rib unter den Sattel zurück. "Ich bin zufrieden", sagte Jean-Loic Dersoir. "Sie ist ein gutes Rennen gegangen, ich hatte sogar mit einem größeren Konditionsrückstand gerechnet. Darauf lässt sich aufbauen. Wahrscheinlich wird sie nun im Prix du Calvados laufen." --------- Antoine Wiels: "Ino du Lupin hat dieses gewisse Extra Der traditionelle Höhepunkt zum Jahresende in Cagnes-sur-Mer ist der Grand Prix de Noel (GR III). In diesem Jahr gab es eine neue Rekordzeit und ein packendes Finish. Aber am Ende setzte sich Ino du Lupin durch, der auch als großer Favorit angetreten ist.
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Schon im Vorfeld versprach der Grand Prix de Noel am Samstag in Cagnes-sur-Mer ein echtes Highlight zu werden, wenn man sich die Besetzung angesehen hat. Star des Rennens war aber Ino du Lupin, der seinem Trainer und Besitzer Jean-Paul Marmion den dritten Erfolg in diesem Gruppe III-Rennen, sowie den 100. Saisonsieg bescherte. Stammfahrer Antoine Wiels schloss mit Ino du Lupin beim letzten Passieren der Gegensite auf. Mit dem besten französischen Wallach lösten sich aber auch Ibiki de Houelle und Hudo du Ruel, was zu einem spannenden Dreikampf führte, der lange offen blieb. Am Ende zeigte sich der Sohn von Scipion du Goutier jedoch am stärksten und stellte mit 11,5/2.950 Meter einen neuen Bahnrekord in Cagnes auf. "Ich war das ganze Rennen über ruhig, auch wenn er dazu neigt, kleine Unsauberkeiten einzubauen", erklärte Antoine Wiels nach dem Rennen. "Als ich auf der Gegengeraden zu den Führenden aufschloss, habe ich schnell gemerkt, dass ich Ibiki de Houelle im Griff habe. Ich bin sauber durch den Bogen gefahren und habe ihn dann wieder beschleunigt. Er hat dieses gewisse Extra und konnte Hudo du Ruel, der stark aufkam, abwehren. Es ist ein schöner Sieg, gerade weil er nicht einfach war." Trainer Jean-Paul Marmion ergänzte: "Man musste richtig kämpfen! Ich fand ihn heute etwas weicher als sonst, vielleicht wegen der Kilometer, die er vor drei Tagen noch in der Arbeit gelaufen ist. Trotzdem trabt er 11,5. Das ist nicht schlecht für einen kleinen Faulpelz (lacht)." Nicolas Ensch: "Ich bin zu früh rausgegangen" Als starker Zweiter überzeugte Hudo du Ruel, sehr zur Zufriedenheit seines Trainers Nicolas Ensch, der jedoch auch ein klein wenig haderte: "Ich lag sehr gut im Rücken von Ino du Lupin. Da er nicht optimal durch den Bogen ging, wollte ich ihn überraschen. Aber ich bin zu früh rausgegangen. Trotzdem ist die Leistung hervorragend, vor allem wenn man bedenkt, dass er nur eine Woche Pause hatte." Ibiki de Houelle belegte nach engagierter Führungsarbeit mit Theo Briand im Sulky einen soliden dritten Platz. "Als ich vorne war, habe ich alles auf eine Karte gesetzt", erklärte der junge Fahrer. "Vielleicht hat ihm am Ende noch ein richtiges Rennen gefehlt." Der Sieger des Prix des Ducs de Normandie (GR II) aus dem Mai in Caen, dürfte seinem Trainer Kevin Leblanc dennoch zufriedenstellende Eindrücke vermittelt haben. --------- Horsy Dream beendet Rennkarriere - Belloche: "Er hat uns träumen lassen" Pierre Belloche hat am Samstag das sportliche Ende der Laufbahn seines Champions Horsy Dream bekannt gegeben. Der gesundheitlich immer wieder angeschlagene Sieger des Elitloppet 2024 wird sich künftig vollständig seiner Karriere als Deckhengst widmen.
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Die schlechten Nachrichten verkündete Pierre Belloche im Rahmen der Veranstaltung am Samstag in Vincennes. Der Ausnahmeathlet Horsy Dream, der seit über einem Jahr nicht mehr im Wettkampf zu sehen war, hat in seiner Karriere fast zwei Millionen Euro an Gewinnsumme eingesammelt. "Das gesamte Team hat enorm viel für seine Rückkehr getan", erläuterte sein Trainer. "Die Untersuchungen waren zunächst eher positiv, aber der Versuch eines Comebacks hat gezeigt, dass wir die Geschichte nicht fortsetzen können. Das Pferd ist nicht am Ende, doch die Verletzung ist nicht stabil. Deshalb war es vernünftiger, einen Gang zurückzuschalten und ihn aus dem Rennsport zu nehmen. Nach über einem Jahr Pause reichte das wenige Training einfach nicht mehr aus. Es gab keinen Grund weiterzumachen." Belloche blickte mit großer Emotion auf die gemeinsame Zeit zurück: "Er hat uns träumen lassen und uns unglaublich viel gegeben. Dank ihm konnten wir wunderschöne Reisen ins Ausland erleben, und er hat mir sogar ermöglicht, als Fahrer einen Gruppe I-Sieg zu feiern." Dieser Triumph kam im ersten Aby World Grand Prix zu Stande, wo Belloche den verletzten Eric Raffin vertrat. "Er ist ein Champion, wie man ihn nur selten sieht. Seine größte Leistung bleibt der Sieg im Elitloppet. Die Atmosphäre, die Begeisterung dort - das war beeindruckend. Seine Serie aus Prix de l’Atlantique, Elitloppet, Rene Balliere und Aby World Grand Prix war absolut außergewöhnlich." Allein im Jahr 2024 verdiente Horsy Dream dabei 1.236.000 Euro. Horsy Dream wird sich nun vollständig seiner neuen Aufgabe in der Zucht widmen. "Jetzt richten wir den Blick auf seine Nachkommen", so Belloche. "Sie sind noch Jährlinge. Aussagekräftiger wird es in einem Jahr sein, aber sie entwickeln sich gut. Das stimmt optimistisch." --------- PRIX TENOR DE BAUNE - Fame and Glory Nichtstarter Das große Wochenende rund um die beiden Qualifikationen für die Jahrgänge 2020 und 2021 für den Prix d’Amerique, begann schon am Samstag mit einem Paukenschlag. Der Mitfavorit im Prix Tenor de Baune Fame and Glory wurde gestrichen.
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Die Nachricht verbreitete sich wie ein Lauffeuer. Einen Tag vor dem prestigeträchtigen Klassiker, muss Fame And Glory auf den Start verzichten. Nach seinem glanzvollen Sieg im Prix Doynel de Saint-Quentin bei seinem ersten Auftritt in Vincennes, hätte der Sohn von Tactical Landing gute Chancen gehabt mit einem Sieg im 'Tenor de Baune' auch in den Amerique einzuziehen. "Er ist krank", erklärte Fahrer Björn Goop, den man am Samstag in Vincennes antraf. "Aber es ist nichts Ernstes." Trainer Timo Nurmos präzisierte gegenüber der schwedischen Fachzeitschrift Travronden: "Er hat angefangen zu husten. Heute (Samstag) wurde er dem Tierarzt vorgestellt, und es stellte sich heraus, dass es sich um eine Erkältung handelt." Auch wenn Fame And Glory damit auf sein erklärtes Ziel verzichten muss, scheint der weitere Verlauf seines Wintermeetings nicht grundsätzlich gefährdet zu sein. Der Prix Tenor de Baune scheint dem Umfeld jedoch kein Glück zu bringen: Man erinnert sich, dass sein älterer Bruder Calgary Games in diesem Rennen zum ersten Mal geschlagen wurde. Zugleich war es der letzte Start seiner Karriere. Fame And Glory wurde schon einmal in Vincennes zum Nichtstarter erklärt - vor einem Jahr im Grand Prix der UET, woraufhin der Hengst über ein Jahr aussetzen musste. Dieses Mal soll die Auszeit aber natürlich deutlich schneller überwunden werden. |
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| Sonntag 21 Dezember 15:36 Uhr | |
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Epic Kronos episch. |
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