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Frankreich-News
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Mittwoch 21 Januar 08:36 Uhr
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Luba Sonn

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Ein 'Amerique' mit zwei Vorläufen?

Was wäre, wenn der Prix d’Amerique das gleiche Format wie der Elitloppet übernehmen würde, also zwei Vorläufe mit einem anschließendem Finale? Diese Frage ist gar nicht so abwegig, wenn man einen Blick in die ferne Vergangenheit des französischen Klassikers wirft.

Foto: SETF

 

Während der Amerique-Races hat LeTrot eine neue Rubrik erstellt. Unter dem Titel "Wussten Sie schon?" erinnert die Webseite an die Ausgabe von 1946.

Der Prix d’Amerique wurde nicht immer auf der Rennbahn in Paris-Vincennes ausgetragen. Da das Gelände nach dem Krieg zur Lagerung amerikanischen Kriegsmaterials genutzt wurde, wich die "Weltmeisterschaft der Traber" in den Jahren 1945 bis 1947 für drei Austragungen nach Enghien aus.

Und im zweiten Jahr der Austragung in Enghien wurde das Gruppe I-Rennen unter denselben Bedingungen wie der schwedische Elitloppet gelaufen. Insgesamt gingen 17 Nennungen ein, doch die Rennbahn war damals nicht breit genug. Die Veranstalter entschieden sich daher, das Rennen in zwei Etappen aufzuteilen: zwei Vorläufe mit jeweils acht, beziehungsweise neun Startern, die am Sonntag, dem 20. Januar, stattfanden, sowie ein Finale zwei Wochen später.

Ovidius Naso, der Titelverteidiger, gewann den ersten Vorlauf, Quick Williams entschied den zweiten für sich. Das Finale, dass am Sonntag, dem 03. Februar, erneut auf der Piste von Soisy ausgetragen wurde, vereinte nur noch acht Teilnehmer. Ovidius Naso siegte erneut, vor Ri und Quick Star.

Das für 1946 angewandte Format blieb auf diese eine Austragung beschränkt und wurde danach nie wieder so umgesetzt, weil das schon damals legendäre Rennen seinen einzigartigen und ereignishaften Charakter bewahren sollte. Außerdem hat das System seinerzeit heftige Kritik ausgelöst. Ab 1948 übernahm Vincennes dann wieder dauerhaft seine Rolle als Austragungsort.

AMERIQUE 1946 BEI YOUTUBE

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PRIX D'AMERIQUE 2026 - Noch 4 Tage...

Am morgigen Donnerstag findet die offizielle Starterangabe für den Prix d'Amerique 2026 statt. Das Starterfeld hat aber schon längst feste Konturen angenommen. Auch die Fahrerverteilung hat sich seit Montag noch einmal konkretisiert, wobei auch der freie Sulky von Hokkaido Jiel besetzt wurde.

Foto: Engelhardt

 

Franck Nivard wurde vom Ecurie Luck für den Amerique-Zweiten von 2024 ausgewählt. Der ParisTurf befragte den Mann, der schon fünf Mal den Amerique gewinnen konnte, wie er die Chancen einschätzt: "Ich habe seine letzten Rennen gesehen - er scheint angenehm zu fahren zu sein. Vor dem Rennen verspüre ich nicht viel Druck. Ich glaube nicht, dass er so leistungsstark ist wie in dem Winter, als er Zweiter wurde. Dennoch ist er gut drauf, aber er hat einfach weniger Spielraum. Wenn wir Fünfter werden, sind wir zufrieden."

Am Montag führte der Rückzug von Jushua Tree aus dem Prix d’Amerique dazu, dass ein Platz im Feld frei wurde. Als erster Ersatz rückt Bullet The Bluesky somit in die Liste der 18 Starter des Hauptrennens auf. "Nach Rücksprache mit den Besitzern haben wir uns am Dienstag für eine Teilnahme entschieden", erklärte sein Trainer und Fahrer Daniel Wäjersten gegenüber dem ParisTurf. "Diese Entscheidung wurde dadurch begünstigt, dass vier oder fünf Champions aus der Starterliste verschwunden sind und weil ich der Meinung bin, dass Bullet The Bluesky zu den besten fünfjährigen Pferden Europas gehört. Gegen eine solche Konkurrenz anzutreten, kann ihm helfen, sich weiterzuentwickeln. Man verbessert sich, indem man gegen die Besten läuft. Der Prix d’Amerique ist natürlich ein hartes Rennen, aber ich weiß, dass mein Pferd die mentale Stärke für solche Aufgaben hat. Außerdem ist er von Natur aus sehr ruhig."

"Das wird ein spezieller Moment"

Auch persönlich ist dieses Rennen für Wäjersten etwas Besonderes, denn es ist seine erste Teilnahme am Amerique. "Das wird ein ganz spezieller Moment. Es ist eine große Ehre, am Start zu sein. Für mich ist es das härteste Rennen der Welt. Ursprünglich wollte ich an der Ausgabe 2026 mit Borups Victory teilnehmen, der leider verletzt ist. Mit Bullet The Bluesky am Start zu sein, war nicht eingeplant. In gewisser Weise ist es ein kleiner Trost."

Derieux: "Man muss hoffen, dass die Frische ein Vorteil ist"

Go On Boy, der seit dem Prix de Bourgogne Ende Dezember nicht mehr im Wettkampf zu sehen war, "war nach diesem Rennen ein wenig krank", erklärte Romain Derieux. "Acht Tage lang hat er kaum etwas gemacht. Seit letzter Woche trainiert er wieder, aber es ist immer ärgerlich, wenn man eine Woche verliert. Ich hatte nach dem Bourgogne das Gefühl, dass ihm noch ein Rennen gefehlt hat, deshalb hätte ich ihn eigentlich gern noch einmal laufen lassen. Andererseits wird er in den letzten 15 Tagen vor dem Rennen normal gearbeitet haben. Man muss hoffen, dass die Frische zu diesem Zeitpunkt ein Vorteil ist. Am Sonntag wird er barfuß antreten."

Donnerstag 22 Januar 20:08 Uhr
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Luba Sonn

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PRIX D'AMERIQUE 2026 - Pierre-Emmanuel Mary (Züchter): "Erster und Zweiter zu werden, wäre unglaublich"

Der Amerique rückt mit großen Schritten näher - und für eine Familie kommt am Sonntag eine ganz besondere Spannung auf. Die Familienzucht von Pierre-Emmanuel und Mathilde Mary ist, wie schon im Vorjahr, durch Josh Power und Go On Boy doppelt vertreten. Beide Pferde haben berechtigte Ambitionen auf den Sieg.
 
Foto: SCOOPDYGA
 
 
Die Mutter der beiden Cracks ist Balginette. Im Vorjahr belegten die Halbbrüder schon die Ränge Drei und Vier. "Für Go On Boy hätte es besser laufen können", erinnert sich der 41jährige, der selbst Trainer ist. "Beim ersten Start ist er mit San Moteur zusammengestoßen, sodass er teils mit einer Ersatzausrüstung lief, die nicht auf ihn eingestellt war. Außerdem stand er drei Minuten lang im Wind, was nicht geholfen hat. Aber Josh hatte ein gutes Rennen."
 
Ein Tag für die Geschichtsbücher?
 
Nach den Absagen von Idao de Tillard, Borups Victory und Jushua Tree steigen die Ambitionen weiter. Warum nicht sogar von einem Doppelsieg träumen? Ein solches Szenario wäre in der Geschichte des Trabrennsports einmalig. "Ich weiß nicht, welcher der beiden vorne sein wird. Hoffen wir, dass niemand vor ihnen ist (lacht). Erster und Zweiter - das wäre unglaublich. Wir würden Rennsportgeschichte schreiben. Persönlich hatte ich immer eine kleine Vorliebe für Go On Boy, weil er Unglaubliches geleistet hat, vor allem barfuß. Grundsätzlich ist er talentierter als Josh, aber im Prix de Bretagne war Josh sehr stark. Ich bin also unschlüssig."
 
Die Anspannung, die es am Sonntag für die Züchter geben wird, wollen sie jedoch keinesfalls auf die Trainer ihrer Champions, Sebastien Ernault und Romain Derieux, übertragen. "Ich gehe vor dem Rennen nur sehr selten zu den Boxen. Sie sehen mich meist erst bei der Waage. Ich kenne das Geschäft selbst gut und will sie auf keinen Fall stören."
 
Auf dem Weg zu Top-Hengsten
 
Die Familie Mary ist in Tourgeville bei Deauville ansässig und betreibt ihre Zucht seit der F-Generation professionell. Aktuell kümmern sie sich eigenständig um zehn Zuchtstuten auf 30 Hektar Land. In zehn Jahren hat ihre Zucht 56 Rennen gewonnen, darunter sieben Gruppe I-Erfolge (drei im Ausland mit Go On Boy: Grand Prix de Wallonie 2023/24 in Mons und der Elitloppet 2025 in Solvalla).
 
Im Gegensatz zu manchen Züchtern, die erfolgreiche Anpaarungen wiederholen, hat die Familie Mary Balginette nicht erneut mit Password (Vater von Go On Boy) oder Offshore Dream (Vater von Josh Power) belegt. Einerseits deckt Password laut Julien Dubois nicht mehr, andererseits wollen die normannischen Züchter künftig verstärkt auf die besten verfügbaren Hengste setzen. "Wir würden gern eine Stute von einem Tophengst haben, aber Balginette bringt viele Hengstfohlen", erklärt Pierre-Emmanuel Mary. "Wir betreiben schließlich auch Handel." Von neun Nachkommen sind nur zwei Stuten. Die nächste Geburt, von Face Time Bourbon, wird mit 95% Wahrscheinlichkeit ein Hengstfohlen. Es wird der Vollbruder von Powerball sein, der im vergangenen Jahr geboren wurde und am Mittwoch in Deauville angeboten wurde.
 
Doch für die Geschwister Mary sind nicht nur die Väter entscheidend, sondern vor allem die Mutterlinien: "Die Blutlinien der Stuten sind extrem wichtig. Man paart keine Stute ohne Papier mit einem Tophengst. Wenn man die Zieleinläufe in Gruppenrennen betrachtet, sieht man, dass alle Mütter aus starken Linien stammen. Wir nähern uns da dem Galopprennsport an. Im Galopp startet man in großen Rennen kaum, wenn man kein 300.000- oder 400.000-Euro-Jährling hat. Im Trab haben wir noch immer die Chance, mit kleinerem Budget auf höchstem Niveau zu starten. Deshalb muss man den Trabrennsport verteidigen!"
 
Rückzug vom Trainingsbetrieb
 
Der ehemalige Trainer von Vrai Voyou, der in Frankreich 164 Siege, darunter drei Gruppenrennen, errungen hat, hat seit dem 16. Dezember 2024 keinen Traber mehr an den Start gebracht. Damals wurde Midland d’Oyse Achter in Nantes. "Ich habe immer noch ein oder zwei Pferde, um beschäftigt zu bleiben. Aber meine Rückenprobleme, Personalsorgen und Besitzerthemen haben es kompliziert gemacht. Irgendwann habe ich beschlossen, künftig für mich selbst zu arbeiten. Als öffentlicher Trainer wird man am Ende der Karriere nicht wirklich reich, also habe ich den Kurs geändert. Dieses Jahr werde ich keine Starter haben."
 
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Halbbruder zu Go On Boy und Josh Power erzielt Rekordpreis
 
Mitten in der Woche des Prix d’Amerique startete in Deauville am gestrigen Mittwoch die Arqana Trot Amerique-Auktion, die am Freitag in Vincennes endet. Schon im Vorfeld war ein großer Fokus auf Powerball gerichtet, dessen Mutter schon zwei Amerique-Starter gebracht hat, die auch beide wieder am Sonntag am Ablauf sind. Go On Boy (v. Password) und Josh Power (v. Offshore Dream) gehören zu den Favoriten im Amerique. Somit erfüllte Powerball vor allem durch seine Halbbrüder beste Voraussetzungen, um Investoren zu begeistern. Noch dazu handelt es sich bei Powerball um einen Sohn des zweifachen Amerique-Siegers und Top-Vererbers Face Time Bourbon.
 
Foto: E. Fossard
 
 
So viel zur Theorie - nun musste sich das auch in der Praxis bestätigen. Und die etwas mehr als drei Minuten dauernde Bieterschlacht erfüllte die Erwartungen voll und ganz. Nachdem Pierre-Emmanuel Mary, der Züchter des Jährlings im Rahmen seines Familienbetriebs, das Gebot bis 250.000 Euro verteidigt hatte, fiel der Hammer schließlich bei 300.000 Euro. Ein neuer Rekord für ein Pferd dieses Alters. Im Januar des zweiten Lebensjahres ist Powerball offiziell noch ein Fohlen, auch wenn er als Jährling angeboten wurde. Die übliche Kombination aus extrem seltenem Angebot und ein Treffen von zahlungsbereiten Investoren, führte zu einem außergewöhnlichen Preis für Powerball.
 
Stimmen der Beteiligten dieser Rekordversteigerung
 
Thierry Duvaldestin: "Der Besitzer, Stall Pachino Horse, wollte dieses Fohlen unbedingt. Wir haben bereits zusammen mit Falco Killer Gar und Diamond Truppo gearbeitet, der ein starkes Jahr hatte, bevor er erfolgreich nach Finnland verkauft wurde. Salvatore wollte sich diesen Kauf gönnen und war fest entschlossen, dieses Fohlen zu erwerben. Das Fohlen ist sehr ansprechend, und auch wenn ein Risiko besteht, hoffen wir, dass alles gut verläuft."
 
Khadim Sene, der die Interessen des Eigentümers vertritt und beim Kauf an Duvaldestins Seite war, bestätigte die Begeisterung des neuen Besitzers von Powerball: "Er ist wirklich leidenschaftlich. Unsere ersten gemeinsamen Arbeiten mit Thierry waren sehr positiv, und wir hoffen, das Abenteuer mit diesem Pferd, oder mit weiteren künftigen Käufen, fortzusetzen. Dass es sich um den Bruder von Go On Boy und Josh Power handelt, ist natürlich stark ins Gewicht gefallen."
 
Für Pierre-Emmanuel Mary, den Züchter des Fohlens, beginnt die große Woche, die vor ihm liegt, damit optimal. Kurz nach der Auktion sagte er: "Wir haben das Ganze ruhig erlebt, weil wir ein Top-Fohlen hatten, dass vielen gefallen hat. Wir wollten es nicht verschenken, was aus unserer Sicht ganz normal ist. Ob es der richtige Preis ist, weiß ich nicht. Das Wichtigste ist, dass er in ein gutes Zuhause kommt. Für uns Züchter ist das sehr wichtig, denn wenn Pferde ins Ausland gehen, ist es manchmal schwierig, Neuigkeiten zu bekommen oder ihre Karriere genau zu verfolgen. Balginette ist tragend von Face Time Bourbon. Es wird ein Hengst - wir ließen das Geschlecht untersuchen. Er soll Mitte Februar geboren werden. Und dann setzen wir die Arbeit fort und träumen weiterhin. Diese Woche ist natürlich bedeutend. Es sind Momente, von denen wir nie gedacht hätten, sie einmal zu erleben. Deshalb hoffen wir, dass alles gut verläuft."
 
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PRIX D'AMERIQUE FESTIVAL - Der Zeitplan
 
Quelle: SETF
 
 
Für alle, die das Spektakel auf der Rennbahn Vincennes live erleben wollen, ist der Zeitplan der drei Tage interessant:
 
Der Freitag beginnt schon um 8h mit der 'Salon Prix d'Amerique Expo'. Um 11.30h trifft die Amerique-Trophäe auf der Rennbahn ein, nachdem sie eine lange Tour durch ganz Frankreich hinter sich gebracht hat.
 
Über eine Pressekonferenz und verschiedenen Podiums-Diskussionen geht der Abend ab 18.45h nahtlos mit einer Party mit DJ am Austern-Stand der Messe weiter. Und schon ab 19h startet der dritte Teil der Arqana Trot Amerique-Auktion.
 
Der Renntag am Samstag beginnt mit dem ersten Rennen ab 13.23h und wird ab 13.30h mit einem DJ begleitet.
 
Am Sonnatg heißt es für gute Plätze im Freien früh aufstehen. Schon um 10.30h öffnen sich die Türen des Hippodromes. Der erste Start erfolgt um 12h. Um 13.20h präsentiert der Sänger Gims die Fahrer aus dem Amerique. Der Start zum Hauptereignis selbst erfolgt um 16.20h.
 
Der vollständige Zeitplan ist HIER zu finden
 
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Sonntag in Vincennes - Monte-Debüt von Ino du Lupin
 
Im hochkarätig besetzen Rahmenprogramm des Amerique-Sonntages, kommt es auch zum ersten Auftritt von Ino du Lupin unter dem Sattel. Der Schützling von Trainer Jean-Paul Marmion tritt mit Alexandre Abrivard im Prix Jacques Andrieu (GR II) an.
 
Foto: SCOOPDYGA
 
 
Das Aushängeschild für die Marmion-Farben wird mit acht Jahren somit eine zweite Karriere einschlagen können, allerdings hat er an diesem Tag 25 Meter Zulage gegen sich und muss auf seinen ständigen Steuermann Antoine Wiels verzichten, der seine Reitstiefel im Februar 2022 an den Nagel gehängt hat.
 
Am Mittwoch traf der ParisTurf in Angers Jean-Paul Marmion und befragte ihn zu den Aussichten: "Ursprünglich, wie ich bereits gesagt hatte, war dieses Rennen nicht geplant, aber das folgende wird über eine kurze Distanz gelaufen (Anm.: Prix du Pontavice du Heussey/15. Februar). Also haben wir uns für diesen Start entschieden. Zuletzt (Zweiter im Prix de Brest) war sein letzter Kilometer sehr stark (10,7) in einem Rennen, dass in der ersten Hälfte zu langsam war. Das Pferd zeigt, dass es in sehr guter Form ist. Er wurde natürlich schon in dieser Disziplin getestet, aber noch nicht oft. Er ist für das Monte gemacht. Wir erwarten eine gute Leistung."
Donnerstag 22 Januar 20:49 Uhr
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Digga

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Samstag startet Höwings Elly mit Frank Nivard im Sulky.

Donnerstag 22 Januar 20:59 Uhr
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Lori-2599

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Beiträge: 51
Digga schreibt:

Samstag startet Höwings Elly mit Frank Nivard im Sulky

Im selben Rennen startet ebenfalls Stonehillpearl & Money Shark. 

https://www.hoofworld.de/foren/topic/bleibt-stonehillpearl-auch-in-vincennes-ungeschlagen?page=1#anchor-127709

Donnerstag 22 Januar 21:13 Uhr
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Digga

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Beiträge: 18
Lori-2599 schreibt:
Digga schreibt:

Samstag startet Höwings Elly mit Frank Nivard im Sulky.

https://www.hoofworld.de/foren/topic/bleibt-stonehillpearl-auch-in-vincennes-ungeschlagen?page=1#anchor-127709

Danke 👍

Donnerstag 22 Januar 22:42 Uhr
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severin

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Beiträge: 808

Hat Stonehillpearl Nennungen für das dt. Derby?

Donnerstag 22 Januar 23:04 Uhr
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Hans Christian Panny

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Beiträge: 7307
severin schreibt:

Hat Stonehillpearl Nennungen für das dt. Derby?

Ja hat Sie 😉

Freitag 23 Januar 10:12 Uhr
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Luba Sonn

Themen: 102
Beiträge: 1319

PRIX D'AMERIQUE 2026 - Benjamin Rochard: "Ich habe sofort 'Ja' gesagt"

Vor einigen Tagen wurde offiziell bekanntgegeben, dass Benjamin Rochard Francesco Zet im Prix d’Amerique 2026 fahren wird. Was sich Rochard ausrechnet, hat er dem ParisTurf verraten.

Foto: SCOOPDYGA

 

Kurz nach der Verpflichtung für den schwedischen Crack, war Rochard auch Stück erleichtert, dass er eine Fahrt im Amerique haben wird: "Ich freue mich natürlich sehr, dass Daniel Reden, einer der größten schwedischen Trainer, an mich gedacht hat, um Francesco Zet zu fahren. Er hat mir das Angebot vor etwa einer Woche gemacht. Ich habe sofort 'Ja' gesagt (lacht). Bis jetzt hat er mir noch keine Informationen über das Pferd gegeben. Ich selbst habe mir einige Videos angesehen, um mir einen Eindruck zu verschaffen. Im Vorfeld ist es eine gute Chance. Jetzt, wo ich im Sulky sitze, wird es darauf ankommen, ihn gut zu steuern und auf das richtige Rennen zu hoffen."

Bis heute ist der französische Catchdriver, der im letzten Jahr die Nummer Zwei im nationalen Ranking war, erst einmal für den skandinavischen Trainer gefahren. Im Prix Helen Johansson 2024 belegte Rochard mit Faeza Zet den zwölften Platz.

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PRIX BOLD EAGLE - Liza Josselyn Favoritin

Am Samstag wird Liza Josselyn wohl als Favoritin in den Prix Bold Eagle gehen. Es könnte nach dem Sieg im Criterium Continental schon der zweite Gruppe I-Treffer in diesem Winter für die Tochter von Belina Josselyn werden. Weiterhin im Jahrgang engagiert, trifft sie aber auch auf Liberte du Choisel, die Liza Josselyn im laufenden Meeting schon einmal sehr deutlich bezwungen hat.

Foto: SCOOPDYGA

 

Obwohl sich Liza Josselyn mit dem Erfolg im 'Continental' direkt für den Prix d’Amerique qualifiziert hat, war die Versuchung nicht beonders groß. Der Stall hat den Samstag als großen Zieltag ausgewählt, um im Jahrgang zu verbleiben. Auch die verletzungsbedingte Streichung von Jushua Tree im Amerique änderte nichts mehr an der Entscheidung. "Bleiben wir ruhig", erklärte Jean-Michel Bazire zu Wochenbeginn.

"Man muss sie inzwischen nicht mehr vorstellen. Sie kann sowohl aus dem Feld kommen, als auch von vorne gehen. Und die 2.700 Meter werden für sie kein Problem sein. Alle Zeichen stehen auf Grün, also sollte es funktionieren. Wie im Criterium Continental wird sie ohne Eisen antreten, und ich denke, sie hat wieder eine Siegchance. In jedem Fall geht es ihr sehr gut", erklärte Jean-Michel Bazire gegenüber dem ParisTurf.

Quelle: SETF

 

Wie schon im Prix de Croix, muss JMB verletzungsbedingt den Sulky seinem Sohn Nicolas überlassen. Im Falle eines Sieges würde Liza Josselyn in die Fußstapfen ihres Trainingsgefährten Jushua Tree treten. Dem einzigen Pferd, dem seit Einführung dieses Rennens im Jahr 2021 das Double 'Continental-Bold Eagle' gelungen ist.

Lombok Jiel - der stärkste Hengst?

In Abwesenheit von Frank Gio, Lovino Bello und Bullet The Bluesky, die am Sonntag im Prix d’Amerique antreten werden, scheint Lombok Jiel die beste Chance unter den Hengsten zu haben. Der Drittplatzierte des Prix de Croix vom 10. Januar, gewonnen von Liza Josselyn, kann auf eine Revanche hoffen. Sein Trainer Jean-Luc Dersoir zeigt sich zuversichtlich: "Er hat sich seit seinem letzten Start weiter verbessert und am Montag in Grosbois gut gearbeitet. Er ist in Topform. Ich erwarte natürlich, dass er unter den ersten Drei ins Ziel kommt."

Liberte de Choisel, die mit nur 13 Rennen die am wenigsten erfahrene Teilnehmerin im Feld ist, ist die einzige, die Liza Josselyn in diesem Winter im Prix Ariste Hemard (GR II) schlagen konnte. Logischerweise tritt sie nun erstmals auf Gruppe I-Niveau mit berechtigten Ambitionen an. Lord du Gers, ein weiterer von drei Bazire-Vertretern (neben Fellow Wise As), tritt nur sechs Tage nach seinem zweiten Platz im Prix de Mirande (GR III) wieder an. Er wird von Eric Raffin gesteuert. In diesem internationalen Rennen werden auch die ausländischen Starter keine bloße Nebenrolle spielen. Phantom Express, erneut hinten barfuß, sowie Free Time Jepson, der zuletzt im Prix de la Cote d’Azur (GR III) nur an der überragenden Harley Gema scheiterte, dürfen sich ebenfalls berechtigte Hoffnungen machen.

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Samstag in Vincennes - Herausforderung für Horchestro

Im Prix du Luxembourg, der am Samstag in Vincennes ausgetragen wird, könnten die italienischen Cracks Executiv Ek und East Asia die Ambitionen von Horchestro ernsthaft gefährden.

Executiv Ek - Foto: SCOOPDYGA

 

In Italien gelten Executiv Ek und East Asia als die beiden Besten ihres Jahrgangs. Erstgenannter war nahe daran, am Prix d’Amerique 2026 teilzunehmen. Der Sohn von Face Time Bourbon flog aber an 19. Stelle als Erster aus dem Starterfeld. Der von Alessandro Gocciadoro trainierte Hengst muss nun mit dem 'kleinen Amerique' vorliebnehmen. Dafür allerdings mit hohen Ambitionen. "Hier hat er eine bessere Chance, da das Rennen weniger stark besetzt ist", räumt sein Trainer ein. Zuletzt wurde der Vertreter der Familie Micciche im Prix Tenor de Baune (GR I) nur von Epic Kronos und Immortal Doc geschlagen. Diese Beiden laufen am Sonntag im Amerique. Seine Gesamtform verschafft ihm ebenso eine erstklassige Siegchance wie sein dritter Platz im Prix Marcel Laurent hinter Liza Josselyn und Koctel du Dain. Mit Startnummer 4 präsentiert sich der Halbbruder von Always Ek als ernstzunehmender Rivale von Horchestro, der für die Einheimischen wohl die beste Chance darstellt. Das gilt aber auch für die Trainingsgefährtin East Asia.

Die Tochter von Ready Cash zeigte zuletzt bei ihrem Debüt im Monte im Prix du Calvados eine ordentliche Leistung, wurde dann aber als Zweite nachträglich wegen unreiner Gangart aus der Wertung genommen. "Dieses Rennen hat ihr gutgetan", erklärt ihr Trainer. Nun kehrt sie auf eine Strecke zurück, auf der sie im einem UET-Vorlauf 2024 gegen Koctel du Dain einen starken Eindruck hinterlassen hatte. Beide Italiener könnten sich in die Siegerliste dieses Rennens eintragen. Zuletzt gelang dies 2018 Urlo dei Venti.

In der als Quinte gelaufenen Grupperennen haben außerdem Jango Vici, der in eine niedrigere Klasse zurückkehrt, Working Class Hero (Fünfter im 'Belgique'), Isofou du Chene, Jingle du Pont, sowie Kanto Avis, wenn er sein wahres Leistungsvermögen zeigt, realistische Chancen auf eine gute Platzierung.

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PRIX OURASI - Golden Gio, die nächste Generation

Nach seinem beeindruckenden Comeback im Prix Chateau-Chinon (GR III) wird Golden Gio im Prix Ourasi (GR I) versuchen, seinen Status der Unbesiegbarkeit in Vincennes  beizubehalten.

Foto: SCOOPDYGA

 

"Er erinnert mich an Bold Eagle." Dieser Satz von Sebastien Guarato, der als Trainer von Golden Gio verantwortlich zeichnet, hört sich wie ein Ritterschlag an. Die Lobeshymne stammt vom Tag nach dem Erfolg im Prix Chateau-Chinon am 25. Dezember. Doch bevor man von einer Karriere träumen darf, die der von Bold Eagle auch nur ansatzweise ähnelt, kann sich der Sohn Face Time Bourbon an einem deutlich jüngeren Beispiel orientieren - 2025 gewann Frank Gio den Prix Ourasi und ist zwölf Monate später Starter im Prix d’Amerique.

In diesem erst seit 2022 gelaufenen Gruppe I-Rennen, könnte sich das Szenario des Vorjahres wiederholen - zumindest fast. Tatsächlich tritt das Trio M. Abrivard (Fahrer) / S. Guarato (Trainer) / A. Somma (Mitbeitzer) erneut mit guten Aussichten an. Mit drei Siegen aus drei Starts in Vincennes fühlt sich Golden Gio auf der Pariser Piste wie zu Hause. Vier Wochen nach seinem erfolgreichen Comeback besitzt der vierjährige Hengst zweifellos das Potenzial, seinen ersten Gruppe I-Sieg zu holen. Für dieses Rennen wird er vorne beschlagen und hinten erstmals barfuß laufen. "Er hat wieder eine erstklassige Siegchance", betont Adrien Guarato, der Sohn von Sebastien.

Quelle: SETF

 

Frankreich vs. Italien

Auch wenn Golden Gio zuletzt einen hervorragenden Eindruck hinterlassen hat, ist der Sieg keineswegs im Spaziergang zu holen. Die Konkurrenz ist mehr als schlagkräftig - allen voran Mack de Blary. Der zweifache Gruppe I-Sieger wird erstmals komplett barfuß an den Start gehen. "Nach diesem Rennen wird er eine Pause brauchen", erklärt sein Trainer Thierry Duvaldestin. "Zuletzt war der Rennverlauf nicht zu seinen Gunsten (Vierter). Er war damals vorne beschlagen und wird nun komplett barfuß laufen. Wir haben seine Form schrittweise aufgebaut."

Auch Trainer Philippe Allaire macht von der Möglichkeit Gebrauch, dass man in Frankreich die nun 4jährigen barfuß auf das Geläuf schicken darf. Ginostrabliggi wird erstmals vorne barfuß auf der großen Bahn von Vincennes antreten, hat in dieser Konfiguration aber bereits in Italien gewonnen. Seit seinem vierten Platz im Prix Ready Cash am 07. Dezember nicht mehr im Rennen gesehen, absolvierte der Sohn von Muscle Hill am vergangenen Sonntag mit Gabriele Gelormini im Sulky eine Trainingseinheit auf der Pariser Bahn. Ein weiteres Ass aus dem Stall von Philippe Allaire ist die starke Magic Night, die seit etwas mehr als zwei Monaten nicht mehr gestartet ist, damals aber den Prix Guy Deloison gewann.

Auch der Italiener Guglielmo Jet muss unbedingt erwähnt werden. Der Schützling von Alessandro Gocciadoro gewann den Prix Charles Tiercelin (GR II) in starker Manier.

In jedem Fall wird es ein hochklassiges Kräftemessen und ein spannendes Duell zwischen Frankreich und Italien.

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PRIX D'AMERIQUE 2026 - Thomas Levesque: "Ich spüre nicht das Gewicht der Geschichte"

Wie im vergangenen Jahr wird Thomas Levesque seine Spitzenstute Iroise de la Noe am Sonntag im Prix d’Amerique an den Start bringen. Der 33jährige Trainer hofft, die berühmte gelbe Rennjacke mit schwarzem Lothringer Kreuz bei diesem prestigeträchtigen Rennen glänzen zu lassen. Einem Rennen, dass bereits sein Urgroßvater Henri und sein Vater Pierre gewinnen konnten.

Foto: Jean-Charles Briens

Kurz nach dem Amerique 2025, in dem Iroise de la Noe kurz vor Beginn des Einlaufs einen Fehler machte, hatte Thomas Levesque gesagt: "Wir sehen uns nächstes Jahr wieder". Dieser Termin rückt nun näher, und der Trainer zeigte sich nach der letzten intensiven Trainingseinheit am Montag auf der Geraden des Haras de Bellevent in Beuzeville-la-Bastille sehr zufrieden: "Ich hatte großen Respekt vor dieser Arbeit, denn im letzten Jahr hatte ich genau bei dieser Trainingseinheit gemerkt, dass meine Stute nach ihrem Sieg im Prix de Belgique nicht mehr ganz so gut war. Dieses Mal war wirklich alles perfekt."

Levesque denkt seit einem Jahr gezielt an diese Ausgabe des 'Legend Race'. Der Weg dorthin verlief jedoch nicht ohne Schwierigkeiten, da die talentierte Stute auch sehr anfällig ist: "Sie hat viele gesundheitliche Probleme und ist körperlich sehr fragil. Ich mache zu Hause nie Tempotraining mit ihr, sondern arbeite alle zwei Tage nur über die Distanz. Sie hat seit ihrem zweiten Lebensjahr Arthrose und hatte zudem eine Sehnenverletzung an einem Vorderbein. Aber ich habe das Gefühl, dass wir dieses Jahr im richtigen Zeitplan sind. Sie wird bereit sein, am Sonntag eine große Leistung zu zeigen. Ihre mangelnde Wendigkeit ist vielleicht ihr kleiner Schwachpunkt, doch sie kann die Arbeit allein erledigen. Sie liebt den Kampf und kommt frisch an den Start."

"Dachte früh an Eric Raffin"

Ein weiterer Unterschied zu 2025: Thomas Levesque wird dieses Mal nicht selbst fahren, sondern überlässt seinen Platz dem siebenfachen "Sulky d’Or" Eric Raffin. Der erste gemeinsame Einsatz im Prix de Belgique am 11. Januar verlief sehr positiv. "Ich habe früh an Eric gedacht", erklärt Levesque, der 477 Siege als Fahrer und 629 als Trainer vorweisen kann. "Ich war zwei Monate gesperrt, und Vincennes ist inzwischen schwierig für einen Fahrer, der dort nicht regelmäßig fährt. Ich weiß, dass ich im Prix d’Amerique eine echte Siegchance habe. Vielleicht die einzige meines Lebens, also will ich alle Trümpfe ausspielen. Ich mag seine Renntaktik und seine Sitzposition im amerikanischen Sulky. Für mich ist er der richtige Mann für meine Stute."

Der Druck dürfte am Sonntag auf den Tribünen von Vincennes entsprechend hoch sein. "2025 hatten wir trotz des Ergebnisses einen fantastischen Tag, vor allem weil Kyt Kat den Prix Camille Blaisot gewann. Damals waren wir Herausforderer. Dieses Jahr haben wir alles auf dieses Rennen ausgerichtet. Der Stress wird spürbar sein, aber Iroise de la Noe gibt uns viel Vertrauen. Sie liefert immer ab und hat etwas, das andere nicht haben."

Die Levesque-Saga

Die Verbindung der Familie Levesque mit dem Prix d’Amerique setzt sich mit Thomas fort - dieses Rennen liegt ihm im Blut und am Herzen. Sein Urgroßvater Henri gewann den Amerique fünfmal als Trainer in den 1960er-Jahren, unter anderem 1961 mit Masina, einer Vorfahrin von Iroise de la Noe. Sein Vater Pierre triumphierte 2007 und 2008 als Fahrer und Trainer mit Offshore Dream und 2009 mit Meaulnes du Corta als Trainer. "Ich spüre nicht das Gewicht der Geschichte, aber man denkt natürlich daran. Ich bin die nächste Generation. Die Farben der Familie wieder in den Prix d’Amerique zu bringen, ist schon großartig. Auf dem Podium zu stehen wäre noch schöner. Und zu gewinnen wäre einfach magisch. Als Kind dachte ich, das sei einfach. Erst später merkt man, wie unglaublich schwer das ist. Mit 33 Jahren eine Amerique-Stute zu besitzen, die ich von Anfang an trainiert habe, ist einfach traumhaft."

"Ich wollte immer unabhängig sein"

Obwohl Thomas Levesque im selben Trainingszentrum arbeitet wie sein Vater, wollte er seinen eigenen Weg gehen. Die Worte seiner Schwester Camille, die ihn kürzlich als "sehr fleißig" lobte, haben ihn berührt. "Das hat mich sehr gefreut. Es war nicht immer leicht, mit meinem Vater zu arbeiten, weil wir uns charakterlich ähneln. Außerdem wollte ich unbedingt unabhängig sein und nicht nur als 'Sohn von Pierre Levesque' gelten. Viele dachten, mir falle alles in den Schoß, und das hat mich als Jugendlicher verletzt. Ich wollte beweisen, dass ich es allein schaffen kann. Mein Vater hat mir den Wert harter Arbeit beigebracht. Mit 65 ist er noch jeden Morgen im Stall - ein echtes Vorbild."

Seine Trainingsmethode beschreibt er so: "Ich arbeite meine Pferde alle zwei Tage, mit weniger Geschwindigkeit, aber mehr Ausdauer als mein Vater. Doch wie man am Renntag in Topform ist, das habe ich komplett von ihm gelernt."

50 Startpferde - 25 Zweijährige

"Ich verbringe viel Zeit mit meinen jungen Pferden. Ich pachte viele Pferde, was kostspielig ist, daher muss ich früh entscheiden, welche von ihnen Potenzial haben. Vielleicht probiere ich zu viele aus, aber genau so habe ich das Glück gehabt, Iroise de la Noe zu entdecken." Mit der eleganten Fuchsstute, einer Tochter von Tornado Bello und Pollenza de la Noe, könnte Thomas Levesque nun einen unvergesslichen letzten Sonntag im Januar erleben.

"Ein Leben zu 100% für Sport"

Levesque gibt zu, manchmal "zu impulsiv" zu sein, und baut Stress durch Sport ab. "Ich lebe nicht nur zu 100% für Pferde, sondern zu 100% für Sport. Mit Freunden spiele ich Padel-Tennis, Tennis und Fußball. Ich liebe den Wettbewerb und die Gemeinschaft. Unsere Branche ist sehr abgeschottet. Freunde außerhalb des Rennsports helfen, den Horizont zu erweitern. Außerdem kann ich abschalten, wenn ich Zeit mit meinem Sohn verbringe."

Viele seiner Freunde werden am Sonntag in Vincennes dabei sein, um Iroise de la Noe anzufeuern: "Zwischen 200 und 300 Leute - es wird eine großartige Stimmung. Das berührt mich sehr. Wie letztes Jahr verbringen wir den Samstagabend im Bistrot des Halles in Paris, nur mit noch mehr Leuten. Was wir am Sonntagabend machen, steht noch nicht fest."

Lexie de Banville am Start

Der Stall von Thomas Levesque ist aktuell in starker Form und konnte seit dem 01. Januar bereits sieben Siege feiern. Neben Iroise de la Noe plant er weitere Starter: "Lexie de Banville läuft im Prix Camille Blaisot (GR II). Ihre letzte Leistung im Prix Jag de Bellouet war schlecht, aber wir haben herausgefunden, dass sie Lungenbluten hatte. Sie wurde behandelt, und wir haben uns Zeit gelassen. Beim Training am Montag fehlte ihr noch etwas, was normal ist. Ich wäre enttäuscht, wenn sie nicht unter den ersten Drei landet. Die kurze Distanz liegt ihr."

Ob Jacaranda im Prix Jacques Andrieu (Gruppe II, montiert, 2.850 Meter) startet, war zum Zeitpunkt des Interviews noch unsicher: "Wegen der Grippewelle habe ich ihn später wieder ins Training geholt. Danach war er leider kurz krank. Wir lassen ihn noch untersuchen, um sicherzugehen. In der Vorbereitung sind wir etwas knapp, auch wenn er am Montag ordentlich gearbeitet hat. Wenn er läuft, dann nur, weil ich ihm ein Podium zutraue. Aber Jazz In Montreux wird schwer zu schlagen sein."

Mittlerweile wurde Jacaranda als Starter bestätigt.

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PRIX D'AMERIQUE 2026 - Romain Derieux: "Ich bin einfach fokussiert"

Am Sonntag wird Romain Derieux mit Go On Boy einen der Favoriten, wenn nicht sogar den Favoriten, für den Prix d’Amerique stellen. Für das Pferd wird es die dritte Teilnahme an diesem legendären Rennen sein. Als Trainer, Fahrer und Mitbesitzer lastet fast der gesamte Druck auf Romain Derieux, der sich aber nicht aus der Ruhe bringen lässt.

Foto: Province Courses

 

Nach dem vierten Platz 2024 und einem dritten Platz 2025, startet das Duo auch als Elitloppet-Sieger 2025. Um das außergewöhnliche Double der beiden größten europäischen Rennen zu schaffen, ist Derieux voll auf dieses Ziel fokussiert. 24h au Trot traf ihn am Dienstagabend in Vincennes zum Interview.

24h au Trot: "Wie geht es Go On Boy nach einer offenbar schwierigen Phase?"

Romain Derieux: "Die letzten Tage sind normal verlaufen, aber in der Woche davor hatte er Husten, und ich konnte nicht viel tun. Das ist immer ärgerlich. Ich wollte eigentlich im Prix de Belgique starten, aber das war dann nicht möglich. Es ist frustrierend, aber so ist das im Rennsport."

24h: "Hätten Sie dieses Rennen gebraucht, um optimal vorbereitet in den Prix d’Amerique zu gehen?"

RD: "Wir hatten keine Wahl, also stellt sich diese Frage eigentlich nicht. Wir haben die Situation bestmöglich gemanagt. Es ist schwer zu sagen, ob wir das durch Training vollständig ausgleichen konnten, aber er hat in den letzten fünfzehn Tagen gut gearbeitet."

24h: "Wie haben Sie den Ausfall von Jushua Tree zu Wochenbeginn aufgenommen?"

RD: "Ich würde sagen, das zeigt perfekt, welche Risiken auf höchstem Niveau dazugehören. Es ist natürlich immer bitter für das Umfeld, aber leider wird jeder irgendwann mit so einer Situation konfrontiert."

24h: "Wie haben Sie Ihre Vorbereitung auf den Prix d’Amerique aufgebaut?"

RD: "Go On Boy hätte mehr Rennen laufen können, aber auf diesem Niveau kann man nicht alles starten. Es gibt ständig Rennen, und man kann ein Pferd nicht das ganze Jahr über in absoluter Topform halten. Wir versuchen, gezielt bestimmte Phasen anzusteuern. Seine Höhepunkte sind der Elitloppet und der Prix d’Amerique, und wir haben gezielt auf diese beiden Ziele hingearbeitet."

24h: "Sie wurden 2025 im Amerique Dritter. Fühlen Sie rückblickend  irgendein Bedauern?"

RD: "Mein einziges Bedauern betrifft die chaotische Phase vor dem Rennen: Durch einen Zwischenfall vor dem Start mussten wir drei Minuten im kalten Wind stehen, um ein technisches Problem zu lösen, während die anderen bereits an der Startstelle waren. Das war natürlich ungünstig. Dadurch kam er etwas träge ins Rennen. Trotzdem hat er eine sehr gute Leistung gezeigt."

24h: "Go On Boy hatte ein außergewöhnliches Jahr in Europa, insbesondere mit dem Sieg im Elitloppet. Ist er woanders stärker als in Vincennes?"

RD: "Nein, ich finde, er ist auch in Vincennes sehr gut. Wir haben dort immerhin den Prix de France und andere große Rennen gewonnen. Im Prix d’Amerique waren wir vielleicht noch nicht ganz auf dem absoluten Höhepunkt, aber das ist relativ. Beim ersten Start hätte es zum Beispiel besser laufen können (4. Platz/2024). Trotzdem hat er jedes Mal sehr starke Leistungen gezeigt."

24h: "Ist nicht der Prix de France sein Lieblingsrennen?"

RD: "Nein, das ist eine weitverbreitete Annahme, aber ich glaube, er kommt mit langen Distanzen genauso gut zurecht wie mit kurzen. Ich versuche, ihn möglichst lange leistungsfähig zu halten. Deshalb starte ich ihn nur bei den ganz großen Zielen komplett barfuß."

24h: "Welche Rivalen haben Sie in den Qualifikationsrennen am meisten beeindruckt?"

RD: "Alle Rennen waren auf ihre Art interessant. Josh Power hat mir gut gefallen, ebenso Epic Kronos und Iroise De La Noe. Diese Drei habe ich besonders im Kopf, aber es gibt noch andere. Ich konzentriere mich vor allem auf mein eigenes Pferd. Ich habe bereits mehrere große Rennen mit Dijon und Go On Boy bestritten und bringe inzwischen Erfahrung mit. Ich verspüre keinen besonderen Druck. Ich bin einfach fokussiert."

Samstag 24 Januar 10:18 Uhr
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Lou

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Eine Delegation aus Saudi Arabien besucht Grosbois und den PdA. Geplant ist eine 1400m Bahn. Sand haben die ja auch genug. 

Samstag 24 Januar 18:45 Uhr
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Hamburger

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Beiträge: 608

Ich  glaube, mit der guten Liza auf den d´Amerique zu verzichten, war nicht die schlechteste Entscheidung!

Samstag 24 Januar 19:17 Uhr
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Kiebitz

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Beiträge: 591

die Liberte de Choisel ist schon eine coole Socke - wie die (abgesehen von Liza) dem Lombok Jiel in Topform den Zahn zieht: riesig - bei dem abgezockten Management könnte die Entwicklung noch ein Stück weitergehen und das wird eine ganz Große

Samstag 24 Januar 19:52 Uhr
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Gambler

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Beiträge: 3390

Liberte klasse, aber Lombok so gut wie den ganzen Weg in der Todespur nur knapp bezwungen,  war keinen Deut schlechter, wenn nicht sogar besser. Liza mit absolutem Traumrennen chancenlos gegen diese beiden. Liza wird mMn nie eine Rolle in einem  Amerique spielen.

Sonntag 25 Januar 08:43 Uhr
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Markus H

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Was mich bei Liberte ein wenig zweifel lässt, entweder sie geht wie eine Granate und ein andermal ist sie frühzeitig geschlagen in nicht so starker Garnitur. Für den Wetter kaum spielbar.

Sonntag 25 Januar 08:46 Uhr
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Digga

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Hallo!

Ich sehe bei den Quinte-TGs immer Scheine, die aufgebaut sind wie deutsche Scheine. Wie macht man das bei trotto? 

Sonntag 25 Januar 08:50 Uhr
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Lanti

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Beiträge: 2514

Bei Wettscheinart auf die deutsche Flagge tippen!

Sonntag 25 Januar 09:24 Uhr
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Digga

Themen: 0
Beiträge: 18
Lanti schreibt:

Bei Wettscheinart auf die deutsche Flagge tippen!

Hat geklappt. Danke. Nun muss ich nur noch treffen.

Sonntag 25 Januar 09:59 Uhr
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Kiebitz

Themen: 13
Beiträge: 591
Markus H schreibt:

Was mich bei Liberte ein wenig zweifel lässt, entweder sie geht wie eine Granate und ein andermal ist sie frühzeitig geschlagen in nicht so starker Garnitur. Für den Wetter kaum spielbar.

Trainer und Besitzer wollen länger etwas von ihr haben und versuchen dann da zu sein, wenn es um etwas geht. 

Sonntag 25 Januar 12:36 Uhr
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Steinlager

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Beiträge: 534

Gibt es bei der PMU Problem 

beim Toto?

Sonntag 25 Januar 13:19 Uhr
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Hans Christian Panny

Themen: 5245
Beiträge: 7307
Steinlager schreibt:

Gibt es bei der PMU Problem 

beim Toto?

Bei der Übermittlung und Auswertung kam es beim PMU zu einigen Störungen. Diese sollten mittlerweile behoben sein.

Sonntag 25 Januar 14:24 Uhr
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Markus H

Themen: 12
Beiträge: 1107

Kiebitz, ist in Frankreih ja nicht ungewöhnlich. Mir geht es einfach um die Weise wie das Pferd geht. Kriegst Druck von den Besten im Jahrgang und gewinnst relativ locker und bei einem Traum Rennverlauf ist im Schlußbogen die Flasche leer. Ist halt nur meine Beobachtung und Meinung.

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