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| Autor | Beitrag |
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| Donnerstag 15 Januar 18:54 Uhr | |
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Hab ich bier gehört??? |
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| Donnerstag 15 Januar 21:16 Uhr | |
Luba Sonn schreibt: Ich kenne auf Veranstaltungen deren Namen hier keinem PMU Renneobachter bekannt sind nur in dem einen Amateurfahren (meist letzte Rennen) die Dotierung 5 Tsd €. Ansonsten über Gras meist 12.500 u auch zwei für 14/18 Tsd mindestens. Auf ca ü. 20 Bahnen jedes Sommer WE Ich will das nicht tiefste Provinz nennen weil darunter tolle See oder Kurbäder und Ferienregionen sind. Bagnole s l'Orne oder Le Touquet sind nicht die sportlichen aber Stimmungs u athmosphärischen Perlen in tollen Landschaften. Davon gibt es einige. Trotz dieser noch höheren Rennpreise wird es abseits vom Glanz des Tempel und den Dynastien mit dem Land für viele existenzbedrohlich wenn Rennpreise fallen aber garantiert Kosten steigen. Es sind die welche man hier nicht sieht. Jährlich werden Tausende Pferde geboren die sich nie qualifizieren aber eingebrochen u antrainiert wurden aber die gesamten Kosten müssen von den andern mitverdient werden. Viele kleine Züchter geben gegen Provisionshoffnung die Pferde ab und Vorbereiter, kl. Trainer nehmen die in der Hoffnung das 1/2 Ordenliche dabei sind. Ohne Trainingsgeld. Auch wer eigenes Land hat wird sich fragen ob er damit nicht sichere Rendite erzielen kann statt bei 2/3 schlechen Jahren an die Reserven zu kommen. Nicht die gesamte Basis lebt im Paradies und ohne diese Provinzbasis sind nicht genug da um die Qualität für den Tempel zu erzeugen oder die Masse für den PMU Tagessport.
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| Donnerstag 15 Januar 21:27 Uhr | |
Lou schreibt: über diesen Satz kann man lange Abhandlungen verfassen oder Vergleiche mit anderen "Produktionen" stellen |
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| Donnerstag 15 Januar 22:38 Uhr | |
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Stimmt, die werden gnadenlos untergehen. Oder sind es längst, aber nicht an sinkenden Rennpreisen. Ich bin nur anderer Meinung als zu glauben es wäre bei den Rennpreisen Jammern auf hohem Niveau. Die seit 4 Jahren anhaltenden Umsatzverluste werden ohne Trendwende zuerst schleichend am unteren Ende der Pyramide/Nahrungskette ankommen. Die sich potenzierenden negativen Faktoren beschleunigen sich u. plötzlich u unerwartet gerät das System aus der Balance. Das Fetzen der Traber gegen Galopper um 2 % ...und 50€ Qualigebühr werden eingeführt. Im Galop demnächst bei PMH Rennen Gummibänder statt Startmaschine u die Ankündigung Rennpreise etwas zu senken. Hindernisstrainer von denen ich es nicht erwartet hätte schließen den Stall mit expliziertem Hinweis auf die wirtschaftliche Lage. |
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| Donnerstag 15 Januar 22:45 Uhr | |
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Die mit den "ungeraden Vorderbeinen" verschwinden so schnell, dass noch nicht mal das Fohlengeld gezahlt werden muss. |
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| Freitag 16 Januar 20:02 Uhr | |
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Neuer Generaldirekotor - Cyrille Giraudat : "Man muss das Angebot der PMU neu betrachten"
Eine Woche nach seinem offiziellen Amtsantritt als Generaldirektor der PMU beginnt Cyrille Giraudat nun, sich in den Medien zu äußern. Zuvor hat er schon Gespräche mit zahlreichen Akteuren der Branche geführt. Am Donnerstag traf er sich mit den Redaktioenn von LeTrot, dem ParisTurf und Jour Galop, denen Giraudat mehr als eine Stunde seiner Zeit widmete. Die Strategie zur Wiederbelebung der PMU befindet sich derzeit in der Ausarbeitung.
![]() Foto: PMU
Das Treffen mit Cyrille Giraudat fand in den Räumlichkeiten des Themis-Gebäudes statt. Dabei präsentierte er sich als ruhiger und besonnener Generaldirektor. Er ist sich der Herausforderungen und der "komplizierten aktuellen Situation" vollauf bewusst und betonte zugleich, dass er keine "Wunderwaffe" besitze. Dennoch will er seine Erfahrung gezielt einsetzen, um die PMU wieder auf Kurs zu bringen.
"Ich bin fest davon überzeugt, dass man alle Elemente des Angebots der PMU neu betrachten muss. Sei es bei den Wettangeboten, dem stationären Vertriebsnetz, den digitalen Angeboten, den Auszahlungsquoten für die Wetter oder auch beim Image", erklärte er. Positiv sei dabei, dass es zu all diesen Themen bereits Projekte gebe, die sich in unterschiedlichem Entwicklungsstadium befinden. Als Beispiel nannte er die neue Multi-Game-Plattform (Codename: One Love), die in den kommenden Monaten ein wichtiger Meilenstein sein werde.
Ohne dabei zu sehr ins Detail strategischer Überlegungen zu gehen, der 'Pacte PMU 2030' befindet sich derzeit noch in der Entwurfsphase, gab der ehemalige Marketingdirektor des Unternehmens dennoch einige erste Einblicke. Auf diese Punkte wird in Kürze noch näher eingegangen. Zu den ersten Prioritäten nannte er "einen möglichst robusten Haushalt für 2026 aufzustellen", ein Jahr, dass nur im Rahmen eines mehrjährigen Gesamtprojekts gedacht werden kann.
Ohne sich von Druck leiten zu lassen, ist sich Cyrille Giraudat der Dringlichkeit bewusst: "Ich brauche keine lange Beobachtungs- oder Einarbeitungsphase. Es ist ein bisschen wie Fahrradfahren - man verlernt es nicht. Die Grundlagen des Marktes und das Geschäftsmodell der PMU kenne ich (Anm.: Er war von 2004 bis 2014 Marketingdirektor der PMU). Ich bin daher sehr schnell in der Umsetzung. Und zu den guten Nachrichten gehört, dass bereits eine ganze Reihe von Projekten in der Pipeline ist. Unsere Aufgabe als Geschäftsleitung wird es sein, diese Projekte präzise umzusetzen, die richtigen Schwerpunkte zu setzen, den größtmöglichen Nutzen daraus zu ziehen und die Mittel gezielt einzusetzen. Das ist Teil der Gesamtgleichung, die wir bis Ende März lösen müssen."
Desweiteren ergänzte Giraudat: "Was ich in der PMU wiedergefunden habe, sind diese Gemeinschaften von leidenschaftlichen Menschen: sowohl bei den Wetter, als auch bei den Aktiven der Branche. Mir ist sehr bewusst, dass sie jeden Tag sehr früh aufstehen, um ihre Pferde zu trainieren und zu betreuen, und dass sie enorm viel arbeiten. Unsere übergeordnete Verantwortung in der PMU besteht letztlich darin, die gesamte Branche zu finanzieren. Das hat für mich einen großen Sinn. Und das Ziel, der PMU wieder neue Strahlkraft zu verleihen, ist in erster Linie für sie gedacht."
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PRIX DE CORNULIER - Rückblick auf legendäre Sieger
Der Prix de Cornulier ist das Trabreiten, von dessen Sieg jeder Jockey, Trainer, Besitzer oder Züchter träumt. Die 'Weltmeisterschaft im Trabreiten' findet am Sonntag auf der großen Bühne der Rennbahn von Vincennes statt. LeTrot startete einen Rückblick auf einige denkwürdige Ausgaben dieses legendären Rennens.
![]() Bilibili 2019 - Foto: SCOOPDYGA
Erster Cornulier für Mathieu Mottier
Flamme Du Goutier steht in der Siegerliste des Prix de Cornulier der Jahre 2022 und 2023. Bei ihrem ersten Erfolg wurde sie von Antoine Wiels geritten, ein Jahr später saß Mathieu Mottier im Sattel der von Thierry Duvaldestin trainierten Stute. Für den heutigen vierfachen Monte-Champion war es der erste Titel im Prix de Cornulier. Flamme Du Goutier beeindruckte zudem durch ihre Vielseitigkeit: 2022 belegte sie auch den dritten Platz im Prix d’Amerique.
ZUM VIDEO Cornulier 2023
Bilibili - ein Rekord für die Ewigkeit
Der Geschwindigkeitsrekord des 'Cornulier' aus dem Jahr 2019 hat bis heute Bestand. Aufgestellt wurde er von Bilibili, der in der Zeit von 11,2 vor Traders und Dexter Fromentro triumphierte. Drei Jahre nach seinem ersten Sieg im Sattel von Scarlet Turgot gewann Alexandre Abrivard seinen zweiten Cornulier. Ein Jahr später folgte mit Bilibili sogar der dritte Triumph. Der von Laurent-Claude Abrivard trainierte Hengst hatte insgesamt fünf Cornulier-Teilnahmen und erzielte dabei zwei Siege, zwei dritte Plätze und einen sechsten Rang.
ZUM VIDEO Cornulier 2019
Roxane Griff - Oder der Beginn der Stuten-Dominanz
Im Alter von zehn Jahren gewann Roxane Griff am 16. Januar 2015 ihren zweiten Prix de Cornulier in Folge, geritten von Eric Raffin, der damit seine dritte Krone nach Joyau D’Amour (2003) errang. Das Podium war in diesem Jahr ausschließlich weiblich besetzt: Talicia Bella und Udayama belegten die nächsten Plätze. Damit begann eine erfolgreiche Ära für Stuten, die später durch Siege von Scarlet Turgot, Bellissima France, Bahia Quesnot, Flamme Du Goutier, Esperanza Idole und Joumba De Guez fortgesetzt wurde.
ZUM VIDEO Cornulier 2015
One du Rib - Achter Titel für Joel Hallais
Joel Hallais hält bis heute den Rekord für die meisten Trainer-Siege im Prix de Cornulier. Seinen achten und letzten Erfolg feierte er 2010 mit One Du Rib, geritten von David Thomain. Nachdem der Sohn von First De Retz bereits als 5jähriger gewonnen hatte, First De Retz selbst siegte 2001 im Cornulier, bewies One Du Rib drei Jahre später erneut seine Klasse und Erfahrung.
ZUM YOUTUBE-VIDEO Cornulier 2010
Jag de Bellouet - drei Jahre unschlagbar
Fünf Pferde haben es geschafft, den Prix de Cornulier dreimal zu gewinnen: Souarus, Gardon, Bellino II, Kaiser Trot und zuletzt Jag De Bellouet. Der "Kannibale" dominierte die 'Weltmeisterschaft' von 2004 bis 2006 unter Matthieu Abrivard. 2005 gelang ihm sogar das seltene Double aus Prix de Cornulier und Prix d’Amerique.
ZUM YOUTUBE-VIDEO Cornulier 2006
Queila Gede - eine Ausnahme-Championesse
Während Jag de Bellouet der letzte Hengst war, dem das Double 'Cornulier-Amerique' gelang, bleibt Queila Gede die letzte Stute, die beide Rennen gewinnen konnte. Die Ausnahme-Stute aus dem Stall von Roger Baudron triumphierte 1989 im Prix d’Amerique und zwei Jahre später im Prix de Cornulier, geritten von dem legendären Michel-Marcel Gougeon. 1992 belegte sie im Alter von zehn Jahren noch den zweiten Platz, geschlagen nur vom deutlich jüngeren Voici Du Niel.
Kaiser Trot eröffnet Hallais-Rekord
Mit Philippe Bekaert im Sattel gewann Kaiser Trot 1984 seinen dritten Prix de Cornulier, vor Luga und Kemila. Bereits als 5jähriger hatte er 1981 Joel Hallais dessen ersten Titel beschert.
Das Jahr von Bellino II
1976 war ein geradezu unglaubliches Jahr für Bellino II. Die "Dampfwalze" gewann in Folge den Prix de Cornulier, den Prix d’Amerique, den Prix de France und den Prix de Paris. Ein einzigartiger Vierfach-Triumph, den kein anderer Traber je erreicht hat. Bellino II siegte insgesamt dreimal im Prix de Cornulier (1973, 1975 und 1976) und belegte 1977 zudem noch den zweiten Platz.
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Prix d’Amerique Festival - Neu gestalteter Freitag
Als fester Bestandteil in der Vorbereitung auf das Amerique-Wochenende, erfährt der Freitag im Jahr 2026 eine umfassende Neugestaltung. Mit der Einführung des neuen "Prix d’Amerique Festival's" wird das Programm deutlich erweitert. Das Ziel dabei ist, möglichst viele Aktive und Besucher aus der Szene zusammenzubringen.
![]() Foto: DR
So wird aus der 'Expo Etalons' (Deckhengst-Expo) die 'Salon Amerique Expo'. Sie öffnet bereits in den Morgenstunden ihre Türen. Rund hundert Aussteller empfangen die Aktiven in einer freundlichen, offenen Atmosphäre, die den Austausch fördern soll. Die Hengsthalter stehen dabei weiterhin im Mittelpunkt dieser Messe, kurz vor Beginn der Decksaison.
Zur Mittagszeit findet eine Präsentation des 'Prix d’Amerique Legend Race' und seiner Teilnehmer statt. Anwesende Journalisten erhalten dabei die Gelegenheit, die Akteure hinter den Kandidaten für das große Rennen am Sonntag kennenzulernen. Das Leitmotiv: 18 Starter, 18 Geschichten - ein legendäres Rennen.
In denselben Räumlichkeiten, in denen diese neue Presseveranstaltung stattfindet, folgen am Nachmittag fünf Informations-Veranstaltungen in Form von Podiumsdiskussionen und Fachvorträgen. Sie stehen unter der Schirmherrschaft der Boehringer-Labore, sowie des Equicer-Netzwerks.
Themen und Uhrzeiten:
13:45 Uhr - Pferdegrippe: Warum gibt es trotz Impfungen weiterhin Fälle?
14:30 Uhr - Genomik: Steht der Trabrennsport vor einer neuen Ära?
16:30 Uhr - Mehrwertsteuer in der Praxis: Wie wird der richtige Steuersatz angewendet?
17:00 Uhr - Elektronische Rechnungsstellung: Welche Pflichten bestehen und wie bereitet man sich vor?
17:30 Uhr - Besteuerung von Züchtern: Mit oder ohne eigene Flächen. Wo liegen die Unterschiede?
Auktionen in drei Akten
Der Verkaufsreigen beginnt bereits am Mittwoch mit der von Arqana Trot in Deauville organisierten Zuchtauktion. In diesem Jahr wird sie durch eine außergewöhnliche Versteigerung aus dem Nachlass von Franck Leblanc ergänzt. Am Freitag selbst beleben zwei weitere Auktionen diesen neu gestalteten Tag:
- die Versteigerung von Deckrechten zugunsten des Vereins "Passerelle" (Ruhestand für Rennpferde), die 62 Lose ab 15:00 Uhr umfasst.
- die abendliche 'Prestige-Auktion' ab 19:00 Uhr mit 130 Pferden, die sich im Training befinden.
Weitere Programmpunkte am Freitag, 23. Januar
- eine neuartige Aktion "Entdeckung der Strecke des Prix d’Amerique Legend Race" als immersives Erlebnis
- eine spektakuläre Beleuchtungs- und Lichtshow der Rennbahn von Vincennes vor der Prestige-Auktion
- eine besonders beliebte kulinarische Aktion rund um Meeresprodukte in der kleinen Halle (Heat Bar)
Kurz gesagt: Zahlreiche gute Gründe, diesen Freitag keinesfalls zu verpassen.
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Samstag in Vincennes - Antoine Wiels: "Ino du Lupin ist in guter Verfassung"
Wenige Stunden bevor Antoine Wiels seinen Crack Ino du Lupin im Prix de Brest (GR III) steuert, sprach er mit dem ParisTurf über das bevorstehende Rennen für das Aushängeschilds des Stalls, über seine Zusammenarbeit mit Jean-Paul Marmion und nennt zudem seine Favoriten für die beiden kommenden Höhepunkte im Trabrennsport.
![]() Foto:Bruno Vandevelde
Nach seinem Sieg an der Cpte d’Azur im Grand Prix de Noel (GR III) am 20. Dezember, zählt Ino du Lupin zu den Favoriten für den Prix de Brest. "Das war großartig in Cagnes. Wir haben leichter gewonnen, als es auf den ersten Blick wirkte", erinnert sich der 37jährige Fahrer. "Ich habe ihm nicht alles abverlangt und hatte das Pferd jederzeit unter Kontrolle. Auf der Gegenseite, als ich beschleunigt habe, ist er einen sehr starken letzten Kilometer gegangen. Das war schön anzusehen."
Obendrein stellte Ino du Lupin mit 11,5 einen neuen Bahnrekord über 2.950 Meter auf der Piste im Süden Frankreichs auf. "Es war ein sehr schnelles Rennen", fährt Wiels fort. "Seitdem ist das Pferd gut drauf. Er hat sich von Cagnes gut erholt und wird in Vincennes sogar noch besser sein. Am Samstag wird es wie immer kein leichtes Unterfangen, denn wir müssen 25 Meter aufholen. Zur Auswahl standen entweder dieser Prix de Brest oder nächste Woche der Prix du Luxembourg. Aber über 2.100 Meter wäre ich zu sehr auf Geschwindigkeit angewiesen. Und Ino ist eher ein Pferd mit Ausdauer, statt reiner Schnelligkeit. Vorne starten Pferde, die 12,5 über 2.850 Meter gehen. Wir werden also erneut 11,5 laufen müssen."
"Als wären es meine eigenen Pferde"
Seit fast 15 Jahren arbeitet Antoine Wiels für Jean-Paul Marmion und ist inzwischen der klare Stammfahrer des Stalls, der seit acht Jahren im Departement Maine-et-Loire ansässig ist. "Als Anthony Barrier damals als erster Fahrer des Stalls ging, hat mir Jean-Paul Marmion meine Chance gegeben. Zunächst war ich freier Mitarbeiter, seit sieben Jahren bin ich fest angestellt", erklärt Wiels. Er hebt dabei die Arbeit des gesamten Teams hervor: Franck Cadot (seit 35 Jahren im Stall), Olivier Guideau (Assistent von Wiels, auch im Zuchtbetrieb und beim Einbrechen der Jährlinge tätig), Jeremy Lehericey (zweiter Fahrer), Franck Le Hen (Pfleger, unter anderem von Ino du Lupin), Floribert Wartel (Arbeits-Jockey), Franck Raimbault (externer Mitarbeiter), sowie die Auszubildenden Robin Hernot und Mathieu Bodin.
Antoine Wiels ist nur selten für andere Trainer unterwegs. 2025 brachte Jean-Paul Marmion fast 500 Starter an den Ablauf. "Ich habe seit einem Jahr keinen Agenten mehr", sagt Wiels. "Ich ziehe es vor, meine Pferde selbst zu fahren und sie optimal vorzubereiten. Jean-Paul möchte, dass ich den Stall eines Tages übernehme, also arbeite ich so, als wäre es meiner - als wären es meine eigenen Pferde. Er würde alles für mich tun, also gebe ich auch alles."
Erinnerungen an den Cornulier
Wenige Tage vor dem Jahreshöhepunkt im Trabreiten kommt man an einem Rückblick auf den 23. Januar 2022 nicht vorbei. Jenen Tag, an dem Antoine Wiels mit Flamme du Goutier den Prix de Cornulier gewann. "Es war natürlich ein großartiger Moment, aber vor allem auch enormer Stress", gesteht er. "Ich hatte damals große Probleme, mein Gewicht zu halten, und es war das Jahr, in dem das Mindestgewicht auf 65 Kilo gesenkt wurde. Einen Monat lang habe ich gekämpft, das war sehr hart."
Wenige Wochen später beendete er seine Karriere als Jockey. "Ich konnte es nicht mehr halten. Um ein guter Jockey zu sein, muss man jeden Tag reiten. Und ich hatte mich entschieden, mehr für den Stall zu arbeiten."
Zur kommenden Cornulier-Ausgabe sagt der Mann mit fast 400 Siegen im Trabreiten: "Für mich ist Jeroboam d’Erable das Pferd mit den besten Leistungen und der besten Vorbereitung. Ich glaube, er wurde perfekt vorbereitet. Als Trainer hätte ich es genauso gemacht."
Zum Prix d’Amerique ergänzt er: "Fünf oder sechs Pferde können gewinnen. Epic Kronos hat mir zuletzt sehr gefallen, ebenso Frank Gio, der stark ins Ziel kam. Go On Boy, Jushua Tree und Josh Power darf man nicht ausschließen. Und für eine hohe Quote, weil er zuletzt sehr gut gelaufen ist, nenne ich Hooker Berry."
Pferde, die man im Auge behalten sollte
"Kaviase wird am 19. Januar in Vincennes im Trabreiten ein gutes Rennen zeigen. Sie ist nicht ganz einfach, aber eine sehr gute Stute. Ibiza Bella sucht noch ihren Sieg. Sie braucht ein maßgeschneidertes Rennen, folgt aber jedem Tempo. Mit einem guten Verlauf kann sie auch ein stärker besetztes Rennen gewinnen. Außerdem gibt es einige gute Pferde des Jahrgangs 'M', die man im Frühjahr oder zu Beginn des Sommers verfolgen sollte, wie Melodica Bella, Miden de Fontaine und Malicia Bella. Das sind sehr gute Pferde."
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Inexess Bleu kehrt am 21. März zurück
Als Held einer der Helden des vergangenen Jahres, legt der Champion Inexess Bleu in diesem Winter eine Pause ein. Der Grund: Als Nummer eins unter den Wallachen stand ihm während des Wintermeetings in Vincennes kein passendes Programm zur Verfügung. Sein Comeback ist jedoch bereits terminiert.
![]() Foto: SCOOPDYGA
Seit dem 01. November 2025 nicht mehr am Start, soll Inexess Bleu im Frühjahr wieder ins Renngeschehen eingreifen, wie sein langjähriger Fahrer Alexandre Abrivard erklärt: "Am Freitagmorgen habe ich die beiden Stuten für den kommenden Prix d’Amerique, Just Love You und Inmarosa, gearbeitet. Bevor ich dann nach Orly gefahren bin, um zur PMU-Veranstaltung nach Cagnes zu fliegen, habe ich mich auch wieder um Inexess Bleu gekümmert. Er nimmt das Training langsam wieder auf. Sein Comeback ist unter Vorbehalt für den Prix du Bois de Vincennes am 21. März vorgesehen, wobei er eine Zulage gegen sich hat. Die beiden Handicaps in Caen stehen ihm leider nicht offen, da er in Mailand ein paar Tausend Euro zu viel gewonnen hat. So ist es eben. Danach bietet sich ihm am 04. April der Prix Kerjacques an."
Nach dem geplanten Comeback in Vincennes, soll anschließend eine europäische Kampagne folgen mit dem Elitloppet als langfristigem Ziel.
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PRIX D'AMERIQUE 2026 - Noch 9 Tage...
Neun Tage vor dem Prix d’Amerique präsentierte sich Josh Power am Freitagmorgen im Training in hervorragender Form. Gefahren wurde er dabei von seinem Trainer Sebastien Ernault, der ihn natürlich auch am 25. Januar im Rennen selbst steuern wird. Im Anschluss an die Trainingseinheit, berichtete er dem ParisTurf von der Arbeit.
![]() Foto: Jean-Charles Briens
Der Sieger des Prix de Bretagne hinterließ am Freitagmorgen auf der Geraden des Trainingszentrums von Ernault in Saint-Cime-du-Mont im Departement Manche einen äußerst überzeugenden Eindruck. Bei klarem Himmel absolvierte der Sohn von Offshore Dream nach einem guten Aufwärmen auf der Piste sechs Geraden.
"Alles ist in Ordnung", erklärte Sebastien Ernault. "Ich arbeite sehr gewissenhaft und konzentriere mich voll darauf, das Pferd optimal auf den 25. Januar vorzubereiten. Und ich denke, das wird gelingen. Meiner Meinung nach ist er mindestens so gut in Form wie bei seinem vierten Platz im vergangenen Jahr. Ich bereue es nicht, den Prix de Belgique ausgelassen zu haben. So kann sich mein Pferd so präsentieren, wie es ihm am besten liegt - mit der Frische von vier Wochen Pause."
Zur Vorbereitung gehört auch Abwechslung: "Vor ein paar Tagen war er auf der Rennbahn von Graignes, um auf andere Gedanken zu kommen. Meine Frau Delphine bringt ihn auch sehr regelmäßig zum Baden ans Meer. Er wird am Montag und am Donnerstag noch einmal arbeiten und am Tag vor dem Rennen erneut an unseren Stränden baden gehen."
Zur Erinnerung: Im vergangenen Winter musste Sebastien Ernault verletzungsbedingt seinen Platz im Sulky an Eric Raffin abtreten, als sein Champion am Start war. Dieses Mal wird er jedoch selbst im Sulky des Siegers der Criterien für 4- und 5jährige sitzen und gilt als einer der größten Sieganwärter im kommenden Prix d’Amerique.
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| Samstag 17 Januar 07:55 Uhr | |
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PRIX DE CORNULIER - Jean-Yann Ricart: "Heuristique hat mir im 'Calvados' Vertrauen gegeben" Als Reiter von Heuristique im Prix de Cornulier, blickt Jean-Yann Ricart auf das erste Kennenlernen der Stute von Jean-Philippe Raffegeau Anfang Januar zurück. Zudem spricht er mit dem ParisTurf über das bevorstehende Rennen am Sonntag und über sein Leben als freiberuflicher Jockey, dass Ricart mittlerweile seit drei Jahren führt.
Foto: SCOOPDYGA
2024 gewann Ricart den Prix de Cornulier mit Esperanza Idole, die als Außenseiterin triumphierte. Auch mit Heuristique wird er eine Stute reiten, der erst einmal weniger Chancen zugeschrieben werden. Am 04. Januar lernten sich die beiden im Prix du Calvados (Q3) kennen. Kurz nachdem er am Mittwoch mit Kiroleta in Cordemais seinen ersten Sieg der Saison 2026 gefeiert hatte, stellte sich der 31jährige den Fragen. ParisTurf: "Heuristique wurde Vierte im Prix du Calvados. Sie sind die Stute dort zum ersten Mal geritten. Wie waren Ihre ersten Eindrücke?" Jean-Yann Ricart: "Gemeinsam mit ihrem Trainer Jean-Philippe Raffegeau hatten wir das Ziel, einen Platz auf dem Podium zu erreichen, um sicher für den Prix de Cornulier zwei Wochen später qualifiziert zu sein. Ich bin sie völlig unvoreingenommen geritten. Ich bin quasi ins Unbekannte gestartet, auch wenn Jean-Philippe mich etwas gebrieft hatte, wollte ich mich vor allem auf mein eigenes Gefühl verlassen. Die Rennumstände waren dann nicht wie geplant, aber sie war sehr ehrlich und brav." PT: "Was ist an diesem Tag passiert?" JYR: "Der Schweifriemen an meinem Sattel ist auf dem Weg in die Senke gerissen, als wir uns im Mittelfeld befanden. Sie läuft mit Check und stützt sich darauf ab. Ich habe die Zügel ruhig gehalten und sie einfach in ihrem Rhythmus gehen lassen, um zu verhindern, dass der Sattel zu weit nach vorne rutscht. So sind wir etwa 400 Meter in einem sehr hohem Tempo gegangen, bevor ich sie im Anstieg wieder etwas beruhigen konnte. In der letzten Kurve habe ich noch an eine Top-Platzierung geglaubt, dann musste sie verständlicherweise kurz Luft holen, bevor sie noch einmal anzog. Ein normales Pferd hätte das nicht leisten können. Am Ende war ich enttäuscht, nur Vierter zu werden, aber dieses Rennen hat mir Vertrauen für den Cornulier gegeben und lässt mich optimistischer in den Sonntag gehen." PT: "Was sind die größten Stärken Ihrer Partnerin?" JYR: "Sie hat sehr viel Ausdauer und kann aus der Distanz heraus Druck machen." PT: "Worauf muss man besonders achten?" JYR: "Der Start wird entscheidend sein. Im Prix du Calvados waren wir nur wenige Starter. Am Sonntag stehen 18 Pferde an derseleben Startlinie im Band" PT: "Unterscheidet sich Heuristique damit von Esperanza Idole, mit der Sie vor zwei Jahren Ihren ersten Cornulier gewonnen haben?" JYR: "Ja, durchaus. Heuristique ist komplizierter als Esperanza Idole, die jedes Tempo mitgehen konnte. Sie war sehr einfach zu reiten, umgänglich und man konnte sich im Feld überall positionieren. Ein großer Vorteil in stark besetzten Rennen. Meiner Meinung nach hatte Esperanza Idole im Vorfeld die bessere Siegchance. Heuristique ist eher eine Außenseiterin. Bei einem reibungslosen Rennverlauf kann man vor dem Rennen auf einen vierten oder fünften Platz hoffen." PT: "Was bedeutet Ihnen der Sieg mit Esperanza Idole im Prix de Cornulier 2024?" JYR: "Das ist meine schönste Erinnerung im Rennsport. Es ist das wichtigste Trabreiten überhaupt. Der Sieg kam zudem überraschend, auch wenn wir eine Chance hatten - aber gewinnen...? Dabei war vor dem Rennen eigentlich alles gegen uns gelaufen, angefangen mit einem Verkehrsunfall auf der Anreise. Zwei Wochen zuvor war ich morgens im Training gestürzt und wurde mit 15 Stichen am Knie genäht. Dieser Tag bleibt unvergesslich, auch weil ich für Noel Langlois gewinnen konnte, der mir kurz nach meinem Abschied von Jean-Michel Bazire schnell sein Vertrauen geschenkt hat." PT: "Worin unterscheidet sich der Prix de Cornulier von den Gruppe I-Rennen der einzelnen Altersklassen, von denen Sie eines gewonnen haben (Prix de Vincennes mit Eveil du Chatelet)?" JYR: "Der Cornulier ist etwas ganz Besonderes. Schon vor dem Rennen. Durch die mediale Aufmerksamkeit und die Spannung am Start spürt man eine ganz andere Atmosphäre. Persönlich bin ich die klassischen Monte immer ohne Druck geritten." PT: "Kommen wir zu einem persönlicheren Thema: Die Saison 2025 beendeten Sie mit 29 Siegen. Entsprach das Ihren Erwartungen?" JYR: "Ich liege bei der Gewinnsumme etwa auf demselben Niveau, aber ich hätte nicht erwartet, so viele Rennen zu gewinnen. 2025 war ein gutes Jahr. Das ist auch den Trainern zu verdanken, mit denen ich zusammenarbeite: Noel Langlois, Jean-Philippe Raffegeau, Benoit Carpentier und anderen. Ich habe nichts an meinen Gewohnheiten geändert, mache mir keinen Druck und versuche, möglichst konstant zu sein. Meine Priorität ist es inzwischen, sowohl zu reiten als auch zu fahren. Für 2026 möchte ich mich auch im Sulky weiter verbessern. Dabei arbeite ich vertrauensvoll und ruhig mit meinem Agenten Francois Avon zusammen. Ich lege großen Wert auf langfristige Zusammenarbeit mit den Ställen. Morgens bin ich zudem als 'Dienstleister' bei verschiedenen Trainern in meiner Umgebung tätig. Freitags arbeite ich zum Beispiel regelmäßig bei Jean-Philippe Raffegeau. Wir verstehen uns gut und haben ein echtes Vertrauensverhältnis." PT: "Nach vielen Jahren als Angestellter bei Jean-Michel Bazire haben Sie einen neuen Weg eingeschlagen. Wie fällt Ihre Bilanz aus?" JYR: "Ich bin mit meinem heutigen Leben sehr zufrieden. Die Zeit bei Jean-Michel war großartig (Anm.: unter anderem als Pfleger von Belina Josselyn), aber es hatte sich eine gewisse Routine eingestellt. Ich wollte etwas Neues erleben. 2023 habe ich mit ersten Dienstleistungen begonnen, um mir parallel zu meiner freiberuflichen Jockey-Karriere eine finanzielle Basis zu sichern. Ich lerne jeden Tag dazu. Das ist großartig. Ich entdecke neue Arbeitsmethoden - und auch neue Pferde." PT: "Haben Sie ein Ritual vor großen Rennen?" JYR: "Nicht wirklich. Ich ändere meine Gewohnheiten nicht und bin auch nicht abergläubisch. Vielleicht eines: An Tagen großer Rennen brauche ich meine Ruhe und ziehe mich gern in meine eigene kleine Blase zurück." Jean-Yann Ricart - Kurzbiografie 31 Jahre, Vater einer vierjährigen Tochter 196 Siege 2 Gruppe I-Erfolge: Eveil du Chatelet (Prix de Vincennes), Esperanza Idole (Prix de Cornulier) 2 Gruppe II-Siege mit Chalimar de Guez --------- Amerique-Trophäe zurück in Paris Nachdem die Amerique-Trophäe auf sechzehn Rennbahnen und in Annahmestellen der PMU in verschiedenen Regionen gezeigt wurde, wird sie nun bis zum großen Tag an symbolträchtigen Orten in Paris zu sehen sein.
Foto: SETF
Wie Rockstars auf Tournee durch Frankreich, hat die heiß begehrte Trophäe des Prix d’Amerique 2026 gerade ihre Reise durch die Provinz beendet, um in die Hauptstadt zurückzukehren. Seit dem 07. Dezember war sie unterwegs und traf zuerst in Lyon auf Wetter, Presse, Amtsträger und ehrenamtliche Helfer. Es ist bereits das zweite Jahr in Folge, dass die Trophäe auf diese Weise präsentiert wird, um die Besucher einzuladen, in die Welt der 'Amerique Races' einzutauchen. Am Mittwoch, den 14. Januar war die Trophäe im Rathaus von Vincennes zu sehen. Am darauffolgenden Tag machte sie Station in den Räumlichkeiten vom ParisTurf und am selben Abend in der Adidas Arena. Dazu erklärt die SETF: "Im Mittelpunkt dieser Pariser Tour wird die Trophäe am Donnerstag, den 15. Januar, in der Adidas Arena zu Gast sein, was eine einzigartige Gelegenheit ist. Eine außergewöhnliche Ausstellung, sowie ein Auftritt auf dem Spielfeld vor dem Euroleague-Spiel zwischen Paris Basketball und Monaco. Getragen von Troty, dem Maskottchen der Rennbahn Paris-Vincennes, und Fahrer Julien Raffestin, wird die Trophäe in einem besonderen Moment präsentiert, begleitet von einer Vorstellung durch den offiziellen Hallensprecher. Anschließend wird sie im VIP-Salon während des Spiels ausgestellt. Diese neuartige Inszenierung unterstreicht den Wunsch, zwei große Sportwelten miteinander zu verbinden und Spitzenleistungen hervorzuheben, ebenso wie neue Zielgruppen zu erreichen und gleichzeitig das Prestige sowie den Eventcharakter des Prix d’Amerique und seines neuen dreitägigen Formats, des Prix d’Amerique Festival's, zu stärken." --------- Das große Interview mit Camille Levesque: "Der Sieg im Cornulier wäre die Vollendung meiner Karriere" Im vergangenen Frühjahr brachte Camille Levesque ihr zweites Kind zur Welt. Neun Monate später steht Camille Levesque am Start der 'Weltmeisterschaft der Trabreiter', eines Gruppe I-Rennens, von dem sie träumt, es eines Tages zu gewinnen. Mehrere Podestplätze hat sie bereits gesammelt, doch der Triumph ist ihr noch nicht gelungen. Anders als bei ihren früheren Versuchen, macht sich die Tochter von Pierre Levesque, die mit Islamorada antritt, diesmal keinen Druck.
Foto: Bruno Vandvelde
ParisTurf: "Camille, was bedeutet es für Sie, zum zehnten Mal am Prix de Cornulier teilzunehmen?" Camille Levesque: "Es ist ein echtes Vergnügen, in der größten Prüfung der Welt in dieser Disziplin zu reiten. Ich habe das Glück, dabei zu sein, und das genieße ich sehr." PT" Ist es ein großer Traum, dieses Rennen zu gewinnen?" CL: "Ja, ich träume seit Jahren davon, dieses Rennen zu gewinnen - ganz klar." PT: "Es war keineswegs sicher, dass Sie bei dieser Ausgabe am Start stehen würden, da Ihr zweites Kind Jules am 22. April geboren wurde. Wie lange hat es gedauert, bis Sie wieder in den Sattel gestiegen sind?" CL: "Drei Wochen nach der Entbindung bin ich das erste Mal wieder geritten - mit langen Steigbügeln und nur im Schritt. Danach habe ich etwa 15 Tage lang, mit immer kürzer eingestellten Steigbügeln, leicht getrabt, so wie im klassischen Reitsport, mit Dexter Fromentro. Es hat mir große Freude gemacht, mit ihm wieder anzufangen. Ganz behutsam, zumal ich ihn seit dem Ende seiner Karriere nicht mehr geritten habe. Er war großartig, ein echtes Goldstück. Auch wenn alles gut verlaufen ist, habe ich mir, wie ich schon einmal erklärt habe, bewusst die Mittel gegeben, schnell zurückzukommen. Auch wenn man mit einem wenige Wochen alten Baby nicht unbedingt die Lust hat, sich zusätzlich durch Sport noch mehr zu verausgaben." PT: "Haben Sie neben Ihrer mentalen Stärke eine spezielle körperliche Vorbereitung absolviert?" CL: "Im Vergleich zu meiner ersten Schwangerschaft bin ich nach der Geburt von Jules noch schneller wieder eingestiegen, weil ich bereits die notwendige Grundmuskulatur in den Beinen hatte. Ich habe täglich 20 bis 30 Minuten Pilates und Yoga für Schwangere gemacht und das mit etwa 20 Minuten Heimtrainer oder Crosstrainer ergänzt. Dieses Programm, sehr gut für Muskelaufbau und Herz-Kreislauf-System, habe ich fast täglich durchgezogen. Am Tag vor der Geburt habe ich sogar noch Kniebeugen gemacht, während ich das bei meinem ersten Kind Margot deutlich früher eingestellt hatte. Mit der Zeit habe ich mich sehr für Gesundheit, Wohlbefinden und Ernährung interessiert und achte auf eine ausgewogene Ernährung. Außerdem fahre ich inzwischen seltener zum Training in den Stall meines Vaters in Beuzeville-la-Bastille, da ich etwa 1 Stunde 15 Minuten entfernt in der Nähe des Gestüts Beuvron-en-Auge wohne. Mit zwei Kindern kann ich nicht mehr so oft hinfahren wie früher. Deshalb reite ich weniger und habe mit gezieltem Muskeltraining eine Alternative gefunden." PT: "Was ist Ihr Reitgewicht?" CL: "Zwischen 50 und 51 Kilo, ohne bewusst darauf hinzuarbeiten. Wenn ich in meinem normalen Rhythmus bin, halte ich dieses Gewicht ganz automatisch. Drei Kilo mehr wären für den Rennsport sogar ein Vorteil, weil ich dann weniger Zusatzgewicht tragen müsste, aber das schaffe ich einfach nicht." PT: "Kommen wir zu Islamorada. Hat es Sie überrascht, dass sie im Prix de Cornulier startet?" CL: "Ich denke seit einem Jahr mit ihr an den Cornulier. Sie hatte noch keine 200.000 Euro Gewinnsumme, als ich zu meinem Vater sagte: 'Das ist meine nächste Cornulier-Stute.' Das klang damals vielleicht optimistisch, aber sie hat Besonderes gezeigt und ich hatte ein sehr gutes Gefühl. Sie erinnert mich an Quarry Bay. Das ich so schnell wieder geritten bin, lag an ihr. Und auch an Karma, der am selben Wochenende im Prix de Normandie lief. Das war mein Antrieb." PT: "Sie sprechen Quarry Bay an. Sie haben im Cornulier bereits vier Podestplätze erreicht. Gibt es rückblickend etwas zu bedauern?" CL: "Wenn man geschlagen wird, fragt man immer nach dem 'Warum'. Mit Quarry Bay 2013 war es zunächst fantastisch. Ich war Lehrling, hatte gerade den Prix Yvonnick Bodin gewonnen, stand bei 49 Siegen und ritt meinen ersten Cornulier. Der zweite Platz war überraschend. Zudem täuschte die Kameraperspektive, sodass viele dachten, ich hätte gewonnen. Doch der Beste hatte gesiegt: Singalo hatte einen schwierigeren Rennverlauf als wir. Im Nachhinein denkt man natürlich, wie außergewöhnlich es gewesen wäre, meinen 50. Sieg ausgerechnet an diesem Tag zu feiern - als Lehrling im Cornulier. Aber die Geschichte war auch so wunderschön, ohne Reue. 2019 mit Dexter Fromentro waren wir Teil der wohl besten Cornulier-Ausgabe der letzten zehn Jahre, mit dem unglaublichen Duell zwischen Bilibili und Traders und einem neuen Rekord. Wir wurden Dritte hinter zwei Ausnahmechampions. Mit Granvillaise Bleue habe ich dagegen mehr Bedauern. 2022 hatte sie am Vortag einen kleinen Infekt. Das war extrem frustrierend, denn sie lief ein großartiges Rennen. Die Entscheidung fiel in winzigen Details. Mein Vater sagt, sie hätte einen Cornulier gewinnen können - ganz sicher." PT: "Haben Sie sich damit abgefunden?" CL: "Nein. Es gibt keine Vorbestimmung. Selbst wenn ich den Cornulier nie gewinne, ist das kein Drama. Ich habe vier Gruppe I-Rennen gewonnen. Das ist bereits außergewöhnlich. Früher war der Cornulier das große Ziel meiner Karriere. Heute bin ich am Ende meiner Laufbahn und sehe, was ich erreicht habe. Und ich will ihn nicht gewinnen, weil mein Urgroßvater oder mein Vater ihn gewonnen haben, sondern für mich selbst. Es wäre die Vollendung meiner Karriere. Und das schönste aller Rennen, dass ich bestreiten kann." PT: "Islamorada gilt als Außenseiterin. Reiten Sie ohne Druck?" CL: "Ja, völlig ohne Druck. Wir wollten eigentlich gar nicht im Prix du Calvados starten, aber da die Besten fehlten, haben wir es versucht. Und ihr Sieg hat uns nicht überrascht. Dennoch: Sie läuft im Abstand von nur 14 Tagen, und es ist nicht sicher, dass sie am großen Tag genauso gut ist wie im Training. Sie ist erst acht Jahre alt und kann es später erneut versuchen. Sie ist zunehmend sicher, auch wenn sie keinen explosiven Start hat. Mit 1,70m ist sie keine Sprinterin. Ihre große Stärke ist, vorne Druck zu machen, auch wenn sie im Feld noch nicht ganz einfach zu handhaben ist. Es ist nicht das Rennen ihres Lebens. Wir starten auch, weil sie qualifiziert ist. Falls es nicht gut läuft, bekommt sie in einem Monat ein ruhigeres Rennen." PT: "Wer ist für Sie der Favorit im Prix de Cornulier 2026?" CL: "Jeroboam d’Erable hat mich diesen Winter am meisten beeindruckt. Er hat Impala de Val geschlagen, ist hart im Nehmen und deutlich wendiger geworden. Damien Bonne bringt ihn perfekt ins Rennen. Ein echtes Kämpferpferd!" PT: "Sie nähern sich dem Rekord von Nathalie Henry bei den Gruppe-Siegen. Ist das ein Ziel?" CL: "Erst durch den Artikel habe ich gemerkt, wie nah ich dran bin (lacht). Aber ich reite deutlich weniger als früher, daher wird es schwierig. Es ist kein Ziel, aber eine schöne Herausforderung." PT: "Neben Ihrer Karriere als Reiterin sind Sie auch Züchterin, Besitzerin und waren Trainerin. Vorbereitung auf die Zeit danach oder Leidenschaft?" CL: "Beides. Ich liebe die Zucht und halte Anteile an mehreren Stuten. Besitzerin zu sein ist ein ganz anderes Gefühl. Wenn man sein eigenes Pferd von der Tribüne aus gewinnen sieht, ist das unbeschreiblich. Die Pferde sind mein ganzes Leben. Nur im Sport erlebt man solche Emotionen." --------- Amerique-Auktion 2026 - Jewelcandle Fac neu im Katalog Ganz aktuell gab es eine prominente Erweiterung für den Katalog der Amerique-Auktion, die von Arqana Trot organisiert wird. Am Freitagnachmittag gab Arqana Trot die Ergänzung von JEWELCANDLE FAC zum Auktionskatalog bekannt. Die Stute, die an diesem Samstag im Prix de Brest (GR III) an den Start geht, wird somit am Abend des Freitags, den 23. Januar, im Auktionsring auf der Rennbahn in Vincennes angeboten.
Foto: SCOOPDYGA
Obwohl Jewelcandle Fac die Farben von Sebastien Guarato vertritt, wird sie von Damien Bonne trainiert. Die Prodigious-Tochter hat sich sowohl im Sulky mit einem Sieg im Prix Henri Levesque (GR II), als auch mit einem Ehrenplatz auf höchstem Niveau unter dem Sattel im Prix Jag Bellouet empfehlen können. Dazu war sie noch Dritte im Prix de Cornulier 2025. "Da diese Stute kein Blut von Ready Cash hat, besitzt sie ein sehr interessantes Profil für die Zucht", heißt es weiter in der Pressemitteilung der Auktionsagentur. Jewelcandle Fac wird unter der Losnummer 250B angeboten. |
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| Samstag 17 Januar 20:00 Uhr | |
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Fortsetzung der Levesque-Saga? Mit Islamorada am 18. Januar im Prix de Cornulier und Iroise de la Noe eine Woche später im Prix d’Amerique, hat die Familie Levesque gleich zwei Chancen, ihre traditionsreichen Farben wieder in den beiden wichtigsten Prüfungen der jeweiligen Disziplinen strahlen zu lassen. Diese beiden Stuten sind zudem enger mit der Geschichte verbunden, als man es auf den ersten Blick erkennen kann.
Foto: Bruno Vandvelde
Bevor Islamorada aus dem Training von Pierre Levesque, und Iroise de la Noe, die bei Thomas Levesque in der Ausbildung steht, diese großen Aufgaben angehen können, musste sich das gelb-schwarze Duo zuerst qualifizieren. Und das taten sie punktgenau im jeweils letzten Qualifikationsrennen. Dazu haben beide in einem solch guten Stil gewonnen, dass man die Stuten auch in den Hauptereignissen des Winters ernst nehmen muss. Die Tradition wird in der Familie nicht nur durch Thomas und seiner Schwester Camille fortgesetzt. Zu Beginn der Dynastie gab es Henri Levesque, der Patriarch und Begründer der großen Familiengeschichte. Er war der Mann hinter Roquepine, einer Ausnahme-Stute, die weltweit Titel sammelte und den Prix d’Amerique von 1966 bis 1968 gleich dreimal gewann. Einige Jahre zuvor, genauer gesagt 1961, hatte Masina der Familie Levesque den ersten Titel im Amerique beschert. Und so schließt sich auch der Kreis zu den heute erfolgreichen Stuten. Roquepine ist die fünfte Mutter von Islamorada, während Masina die ältere Halbschwester von Ubiana ist, die wiederum die fünfte Mutter von Iroise de la Noe ist. Henri Levesque gewann als Besitzer und Trainer insgesamt fünf Mal den Prix d’Amerique: mit Masina (1961), Roquepine (1966, 1967, 1968), sowie mit Upsalin, dem Sieger von 1969. Darüber hinaus war er 1967 auch selbst der siegreiche Fahrer von Roquepine. Zuvor hatte er mit einem weiteren Spitzenpferd aus seinem Stall, Oscar RL, mehrere Platzierungen erreicht. Masina wiederum wurde von Francois Brohier gesteuert, dem Neffen von Henri Levesque. Ein weiteres Beispiel dafür, wie sehr diese Geschichte eine Familienangelegenheit ist. Herausforderung für Islamorada - Quarry Bay und Granvillaise Bleue übertreffen Pierre Levesque, der Enkel von Henri, kann seinerseits drei aufeinanderfolgende Prix-d’Amerique-Siege vorweisen: mit Offshore Dream, den er 2007 und 2008 selbst zum Sieg steuerte, sowie als Trainer von Meaulnes du Corta, der 2009 von Franck Nivard gefahren wurde. In diesem Jahr tritt er im Prix de Cornulier mit Islamorada an, die von seiner Tochter Camille geritten wird. Als Jockey gewann Pierre Levesque dieses Rennen bereits 1985 mit Mirande du Cadran, die von seinem Onkel Henry-Louis vorbereitet wurde. Als Trainer blieb ihm der Sieg jedoch bislang verwehrt: Dreimal wurde er als Ausbilder Zweiter - mit Quarry Bay (2013) sowie mit Granvillaise Bleue (2022 und 2023). Bei allen drei Starts saß Camille Levesque im Sattel, die nun hofft, mit Islamorada noch weiter nach vorn zu kommen. Eine weibliche Erfolgsgeschichte Die Levesque-Erfolge im Prix de Cornulier sind stark von Stuten geprägt. Alle vier Familiensiege gingen auf das Konto von Stuten: Masina (1961, 1962), Quovaria (1965) und Mirande du Cadran (1985). Dazu gewann Francois Brohier 1971 mit der Stute Uniflore D. Quarry Bay und Granvillaise Bleue setzten diese Tradition, wenn auch "nur" mit Ehrenplätzen, fort. Nun liegt es an Islamorada die Geschichte fortzusetzen. Die einzige 'männliche' Ausnahme bildet Prince des Veys, Hengst und Sieger von 1964, im Besitz von Maurice de Folleville, dem Schwiegersohn von Henri Levesque. Sieg oder erneute Platzierung? Über alle Generationen hinweg hat die Familie Levesque bislang acht Mal den Prix d’Amerique gewonnen. Von Masina 1961 bis Meaulnes du Corta 2009. Hinzu kommen zahlreiche Ehrenplätze. Nun steht Iroise de la Noe an einem entscheidenden Punkt: Wird sie neue Siegerin oder reiht sie sich in die Liste der Platzierten ein? Iroise de la Noe trägt gleich drei "Levesque-Prix-d’Amerique" in sich. Ihr Vater Tornado Bello ist ein Halbbruder von Offshore Dream, dem zweimaligen Sieger der 2000er-Jahre, während Masina das Aushängeschild der mütterlichen Linie ist. Diese doppelte familiäre Verbindung war ein Grund dafür, dass Thomas Levesque die Stute pachtete. Hinzu kommt ihre physische Ähnlichkeit mit Masina: großrahmig, etwa 1,70 m Stockmaß, spät entwickelt und erst mit fünf Jahren voll ausgereift. Eigenschaften, die eine starke Verbindung zwischen den beiden Stuten schaffen.
Mutterlinien von Islamorada und Iroise de la Noe Islamorada: Ramona - Izura - Tosca - Hague - Roquepine Iroise de la Noe: Pollenza de la Noe - Juvamie - Padoue - Fauville – Ubiana, Halbschwester von Masina Neben den Bezügen zu Roquepine und Masina fällt auf, dass in beiden Abstammungen Jiosco, ein weiterer berühmter Levesque-Vertreter, an identischer Stelle auftaucht. Bei Iroise de la Noe kommt zudem Vaccares II hinzu, ebenfalls ein Spitzenpferd aus dem Hause Levesque und Sieger mehrerer Gruppe I-Rennen. --------- PRIX DE CORNULIER - Guillaume Martin: "Man braucht ein Pferd in Topform und einen inspirierten Jockey" Guillaume Martin bestreitet an diesem Sonntag seinen neunten Prix de Cornulier. Er geht mit der Hoffnung ins Rennen, erstmals unter die Top Fünf zu kommen. Dabei setzt er auf Jean Balthazar, der jüngst Zweiter im Prix du Calvados war. Im Interview mit Equidia erzählt er vom Stellenwert, den der 'Cornulier' für ihn einnimmt.
Foto: SCOOPDYGA
Equidia: "Was bedeutet der Prix de Cornulier für Sie?" Guillaume Martin: "Es ist das schönste Monte-Rennen der Welt. Alle Jockeys sind hochmotiviert. Es ist für jeden ein Traum, dieses Rennen zu gewinnen. Mein Pferd, Jean Balthazar, hat ein sehr hohes Niveau und ist extrem kämpferisch. Man weiß nie - er kann immer für schöne Überraschungen sorgen." EQ: "Gibt es eine spezielle Vorbereitung auf dieses Rennen?" GM: "Nein, ich habe das Glück, keinerlei körperliche Probleme zu haben. Alles ist in Ordnung, ich bin in Bestform." EQ: "Wie schätzen Sie die Konkurrenz ein?" GM: "Das Feld ist sehr stark. Ich sehe zwei oder drei Pferde, die einen Tick über den anderen stehen, vor allem wegen ihrer hervorragenden Vorbereitung. Ich denke dabei besonders an Iguski Sautonne, der seine Gegner im Endkampf teilweise regelrecht stehen ließ. Nach dieser Vorbereitung im Sulky wirkt er äußerst gefährlich." EQ: "Wie sähe das ideale Rennen für Jean Balthazar aus?" GM: "Mein Pferd hat zuletzt gute Rennen gezeigt. Er wird barfuß laufen und wir ändern etwas an der Ausrüstung. Ein guter Start wäre wünschenswert, aber es ist nicht zwingend erforderlich unter den ersten Drei oder Vier zu liegen. Ideal wäre eine Position um Platz Fünf bis Sieben, um dann außen zu kommen und Gegner zu überholen. Er ist eher kühl im Wesen, ich hoffe nur, dass er sich in der Senke nicht zu schwerfällig zeigt." EQ: "Was macht in einem solchen Rennen den Unterschied?" GM: "Zunächst einmal ein Pferd in absoluter Topform. Dann die richtige Position und ein Jockey, der inspiriert ist, zugleich aber konzentriert und locker. Der Rennverlauf ist entscheidend, um bis zum Ende durchzuhalten, denn es ist ein Rennen, dass vom Start bis ins Ziel mit hohem Tempo gelaufen wird." --------- Das große Interview mit Joel Hallais: "Wir gehen nicht mit großem Selbstvertrauen in diesen Cornulier" Mit acht Siegen im Prix de Cornulier ist Joel Hallais eine feste Größe im Trabreiten. Jahr für Jahr gehört er zu den Stammgästen im bedeutendsten französischen Monte-Rennen. An diesem Sonntag schickt er seine beiden Spitzenstuten Hirondelle du Rib und Ina du Rib an den Start. Für den ParisTurf Anlass genug für ein ausführliches Gespräch zu führen, in der auch die Übergangsphase zur Sprache kommt, die sich für seinen Stall abzeichnet.
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ParisTurf: "Wie haben Sie die letzten Rennen von Ina du Rib und Hirondelle du Rib beurteilt?" Joel Hallais: "Ich muss zugeben, dass ich vom Auftritt meiner beiden Stuten im Prix du Calvados enttäuscht war. Hirondelle du Rib ist gut gestartet, hat sich dann aber in der Senke festgesetzt, als sie hinter einem anderen Pferd lag. An der 500 Meter-Marke hatte sie genug. Ina du Rub hat mir schlicht bestätigt, dass ihr noch Arbeit fehlt. Nach dem, was ich im Training gesehen hatte, dachte ich, sie würden deutlich besser laufen. Mit den Jahren habe ich festgestellt, dass ein Pferd, welches zu Beginn des Winters nicht richtig in Form ist, während des Meetings nur schwer noch in Schwung kommt. Die winterlichen Bedingungen sind nicht ideal, um einen Rhythmus aufzubauen. Ina du Rib hatte im Sommer eine Sehnenverletzung und ist daher mit Trainingsrückstand ins Meeting gestartet." PT: "Was ist seit diesem Rennen passiert?" JH: "Beide Stuten haben danach ganz normal gearbeitet. Letzten Freitag, dann am Montag und Donnerstag dieser Woche. Ich hatte keinen Grund, an der Vorbereitung etwas zu ändern. Es gibt einen klaren Plan, und den wollte ich nicht über den Haufen werfen – auch wenn Ina nur schlechte Fünfte und Hirondelle schlechte Siebte war. Das Barfußlaufen wird helfen, aber es wird sie auch nicht verwandeln. Selbst wenn sie vor ihren besten Leistungen nicht immer geglänzt hatten, gehen wir nach dem Prix du Calvados nicht mit großem Selbstvertrauen in diesen Prix de Cornulier. Das muss man ehrlich sagen." PT: "Wie sehen Sie den Prix de Cornulier 2026?" JH: "Vorab habe ich den Eindruck, dass Jeroboam d’Erable derzeit die Disziplin dominiert. Wenn man seine Rennen anschaut, merkt man, dass ihm kaum jemand folgen kann, wenn er bei 700 Metern anzieht. Man erinnere sich an seinen Sieg im Prix de Normandie 2024. Da war er wirklich sehr stark. Er ist der logische Favorit, aber dahinter ist das Rennen offen, mit Pferden wie Islamorada, It’s a Dollarmaker, Je M’Envole oder Iguski Sautonne." PT: "Mit 78 Jahren...Spüren Sie vor dem Prix de Cornulier immer noch dieselbe Aufregung, obwohl Sie Rekordsieger sind?" JH: "Rekordsieger, aber auch Rekordhalter bei den Platzierungen. Davon haben wir in diesem Rennen viele gesammelt (lacht). Ja, die Aufregung und die Freude sind immer noch da. Es ist ein großes Glück, regelmäßig Starter in diesem Rennen zu haben. Neben der Vorfreude gibt es aber auch die Sorge, nicht alles richtig gemacht zu haben. Trotz meiner Erfahrung geht es mir wie allen anderen: Ich habe immer Sorge, zu viel oder zu wenig gearbeitet zu haben. Nur bei One du Rib und Kaiser Trot hatte ich diese Angst nicht. Je mehr sie arbeiteten, desto besser wurden sie." PT: "Sind Sie eher nostalgisch, was frühere Zeiten angeht, oder freuen Sie sich über die heutigen Ausgaben des Prix de Cornulier?" JH: "Ich bin vor allem nostalgisch, was die Zeit betrifft, als diese großen Rennen vor voll besetzten Tribünen und einem begeisterten Publikum stattfanden. Meine Generation hatte das Glück, eine sehr schöne Epoche zu erleben. Wir kamen in einer Phase, in der sich der Trabrennsport dem Galoppsport annäherte und die Dotationen stark stiegen. Heute hingegen befinden wir uns im absoluten Niedergang. Das macht mich traurig, vor allem für die jungen Leute, die mit Schwierigkeiten konfrontiert werden, die wir nicht kannten. Die heutigen Animationen, um Publikum auf die Rennbahnen zu locken, sind sinnvoll, aber früher war die Kultur des Rennpferdes fest in den Köpfen verankert." PT: "Nach dem Sieg mit Lilou d’Atout erklärten Ihre Enkelin Clara und deren Lebensgefährte Noe Perron, dass sie nun mit Ihnen arbeiten und zunehmend Verantwortung übernehmen. Denken Sie bereits daran, als Trainer kürzerzutreten?" JH: "Das Alter ist da, und ich brauche einfach junge Menschen um mich herum. Wenn sie es möchten, ist es durchaus möglich, dass ich ihnen meinen Stall übergebe, wenn der Moment gekommen ist. Clara und Noe arbeiten seit mehreren Monaten in meinem Betrieb und übernehmen alle täglichen Aufgaben eines Rennstalls. Ich bilde die Jungen weiter aus, wie ich es immer getan habe (lacht). Zumindest versuche ich es." PT: "Könnte demnächst deren Name, anstelle Ihres Namens in der Trainer-Spalte stehen?" JH: "Darüber ist noch nichts entschieden. Wir werden sehen, wie sie sich im Stall entwickeln und wie es mir gesundheitlich geht. Denn, wie gesagt, das Alter ist da. Natürlich erfüllt es mich mit großer Freude, meine Enkelin und ihren Partner so motiviert zu sehen. Aber vorerst müssen sie lernen, wie ein Stall wie meiner funktioniert, und sich vollständig ins Team integrieren. Ich baue mir im Moment keine Luftschlösser." PT: "Wird es für die beidräen nicht ein gewisser Druck sein, die Nachfolge eines Trainers mit Ihren großen Erfolgen anzutreten?" JH: "Sie dürfen sich nicht einreden, dass sie 'nach mir' kommen. Sie müssen einfach einen Stall gut führen und sich nicht sagen, dass sie es genauso gut machen müssen wie der Alte (lacht). Ich hatte zudem das Glück, die guten Zeiten meines Berufs zu erleben. Die großen Ställe gab es schon damals, aber kleinere Strukturen hatten es leichter als heute, auch wenn sich kleine und mittlere Ställe meiner Meinung nach noch immer ganz gut behaupten." PT: "Haben Sie persönliche Ziele, bevor Sie den Staffelstab weitergeben? Vielleicht ein bestimmtes Rennen, das Sie noch gewinnen möchten?" JH: "Am wichtigsten ist mir ein fließender Übergang und dass am Ende alles gut funktioniert. Ich habe meinen Bestand in den letzten Jahren reduziert, weil ich allein war. Seit Clara und Noe mir aber erklärt haben, dass sie meinen Bestand übernehmen möchten, habe ich aufgehört, Pferde zu verkaufen. Ich war auf etwa fünfzehn junge Pferde pro Jahr heruntergegangen. Diese Zahl werde ich nun wieder etwas erhöhen. Dann werden sie entscheiden, welchen Weg sie einschlagen wollen, je nach Zukunftsplan, den sie sich selbst setzen." --------- PRIX DE CORNULIER - David Thomain: "Ich habe vollstes Vertrauen in mein Pferd" Der aus dem Departement Manche stammende Thomain hat mehr als 2.360 Siege als Fahrer erzielt und den Prix de Cornulier bereits zweimal als Jockey gewonnen - mit One du Rib und Singalo. Kurz vor der nächsten Ausgabe des Cornulier", den der familieneigene Trainingsstall mit dem favorisierten Jeroboam d’Erable angehen wird, stellte sich Thomain als Co-Trainer des Stalles in Grosbois den Fragen des ParisTurf'.
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ParisTurf: "In welcher Stimmung sind Sie vor einem so wichtigen Renntag?" David Thomain: "Man nähert sich Schritt für Schritt diesem großen Rennen, dass wir schon lange im Visier haben. Das gesamte Team steht natürlich unter Druck, dazu kommt eine gewisse Ungeduld, zumal die Vorbereitung des Pferdes ohne jegliche Probleme verlaufen ist." PT: "Ist die doppelte Enttäuschung des Winters 2024/25 inzwischen abgehakt?" DT: "Ob Jeroboam d’Erable ohne die Knieverletzung, die er erlitten hatte, den Prix Bilibili und/oder den Cornulier gewonnen hätte? Das werden wir nie erfahren, auch wenn er im Dezember 2024 in sehr guter Form war. Dieses Missgeschick haben wir im Hinterkopf behalten, denn solche Dinge, auch wenn sie an sich nicht gravierend waren, können wieder auftreten. Trotz aller Vorsicht bleibt er ein relativ empfindliches Pferd." PT: "Hat sich Ihr Champion seit dem letzten Winter körperlich oder mental verändert?" DT: "Mental nicht, er ist im Alltag nach wie vor sehr unkompliziert. Er kann etwas nervös sein, wenn er aus seinem gewohnten Umfeld herauskommt, findet sich aber in Grosbois bestens zurecht. Körperlich würde ich sagen, dass er nach der Decksaison 2025 noch etwas kräftiger geworden ist. Er steht perfekt im Fell." PT: "Diesen Winter haben Sie ihn nur einmal im Monte eingesetzt..." DT: "Das war genau so geplant, es sei denn, er hätte einen Mangel an Rhythmus gezeigt oder Anpassungen gebraucht. Da er mit dem Sieg im Prix Auguste Francois eine starke Leistung gezeigt hatte und durch seine Gewinne ohnehin einen sicheren Startplatz im Cornulier besaß, bestand kein Anlass, den Plan zu ändern. Die Rennen im Sulky haben ihm gutgetan. Ich bin übrigens überzeugt, dass er eines Tages auch im Attele eine große Leistung zeigen wird, wenn wir ihn barfuß laufen lassen. Seine enorme Ausdauer kann dann den Mangel an reiner Geschwindigkeit ausgleichen." PT: "Wie beurteilen Sie das Feld des Prix de Cornulier 2026?" DT: "Wie jedes Jahr ist es für viele ein großes Saisonziel. Die Teilnehmer sind auf den Punkt vorbereitet, und alle werden hochmotiviert sein. Deshalb darf man nichts dem Zufall überlassen. Jeroboam gehört für mich unter die ersten Drei. Taktisch gesehen: Nach einem sauberen Eindrehen muss man auf den ersten 200 Metern aufmerksam bleiben, da er dazu neigt, sich zu überstürzen und dabei ein Knie zu berühren. Danach wird Damien Bonne die Position einnehmen, die sich im ersten Bogen ergibt. Wenn Tempo im Rennen ist, umso besser - wenn nicht, kann er auch selbst die Initiative ergreifen." PT: "Ihr kraftvoller Fuchs hat in der Steigung oft beeindruckt..." DT: "Es stimmt, ihm macht der Anstieg überhaupt nichts aus. Ein Abschnitt, in dem manche Gegner hingegen Luft holen müssen. Damien nutzt diese Stärke gern, um die Kraft unseres Pferdes sprechen zu lassen. Dennoch bleibt der Cornulier ein besonderes Rennen, in dem man zur richtigen Zeit die richtige Position haben muss." PT: "Welche Gegner fürchten Sie am meisten?" DT: "It’s a Dollarmaker ist unter dem Sattel diesen Winter ebenfalls fehlerfrei geblieben. Je M’Envole dürfte sehr gezielt vorbereitet worden sein. Man darf auch die gewinnreichste Stute des Feldes, Ideale du Chene, nicht unterschätzen. Insgesamt denke ich, dass die älteren Pferde derzeit einen Tick stärker sind als die 6jährigen. Aber das muss sich auf der Bahn erst bestätigen." PT: "Dieses Gruppe I-Rennen hat Ihre Karriere als Jockey geprägt..." DT: "Ich hatte das Glück, ihn zweimal zu gewinnen. 2010 bestritt ich mit 21 Jahren meinen ersten Cornulier. Da Jean-Loic Dersoir mit Quille Castelets engagiert war, vertraute mir mein Chef Joel Hallais One du Rib an. Er hatte ihn wie immer akribisch vorbereitet, und alles lief perfekt. 2013, als Eric Raffin für Save The Quick gebucht war, fragte mich Louis Baudron im Dezember, ob ich Singalo reiten wolle. Mit mehr Erfahrung war ich vor dem Rennen sehr zuversichtlich. Ähnlich wie Jeroboam war Singalo in der Steigung extrem stark, dort machten wir den Unterschied und zogen bis ins Ziel durch. Es war eine besondere Ausgabe, da es am Morgen stark geschneit hatte." PT: "Nachdem Sie Ihre Jockey-Stiefel an den Nagel gehängt haben: War Damien Bonne sofort Ihr erster Gedanke als Nachfolger für Ihren Champion?" DT: "Das ergab sich ganz natürlich. Wir sind seit Langem befreundet, und Damien ist ein sehr talentierter Jockey für Pferde wie Jeroboam, die man ruhig und ständig gut in der Hand halten muss." PT: "Dieses Duo kommt auf acht Siege aus zehn Starts in dieser Disziplin!" DT: "Man kann sogar sagen, dass sie ungeschlagen sind: Der vierte Platz beim ersten gemeinsamen Start war lediglich ein Kennenlernen, zudem lief das Pferd noch beschlagen. Und die Disqualifikation im Prix Bilibili zählt selbstverständlich nicht." PT: "Sie treffen nun als Co-Trainer des Favoriten auf 'Mr. Cornulier', Ihren Lehrmeister Joel Hallais. Was löst das bei Ihnen aus?" DT: "Das ist schön (schmunzelt). Ich habe keinen Zweifel, dass seine beiden Stuten, Ina und Hirondelle du Rib, perfekt vorbereitet an den Start kommen. Auch wenn ich weniger Erfahrung habe als er, vertraue ich meinem Pferd voll und ganz, der dieses Ziel in Bestform angeht. Drücken wir einfach die Daumen, dass bis zum Start alles gut läuft." PT: "Ganz allgemein: Wie sieht Ihre Saison 2026 aus?" DT: "Mit der Kontinuität der letzten Jahre. Ich konzentriere mich immer mehr auf das morgendliche Training im Stall, zusammen mit meinem Bruder Clement. Außerdem möchte ich Zeit mit meiner Frau und meinen Töchtern verbringen. Ich peile kein spezielles Ranking im Sulky d’Or an. Jüngere Fahrer haben mehr freie Zeit und mehr 'Hunger' für ständige Reisen. Trotzdem werde ich meinen Platz im Fahrerfeld nicht kampflos räumen (lacht). Ich stehe allen Trainern zur Verfügung, mit denen ich regelmäßig zusammenarbeite." PT: "Setzen Sie große Hoffnungen auf eine Dreijährige wie Normandie Niemen?" DT: "Ganz klar, sie hat sehr viel Qualität. Sie muss nur mental auf dem richtigen Weg bleiben, dann wird sie uns viel Freude bereiten. Melia Barbes hat gerade in sehr guter Zeit und mit Stil gewonnen, obwohl sie nach einer Pause zurückkam. Wenn ihr nichts passiert, scheint auch sie eine vielversprechende Zukunft zu haben." PT: "Haben Sie in den kommenden Wochen noch weitere Trümpfe im Stall?" DT: "Mein Bruder und ich hatten beschlossen, diesen Winter acht Pferde in Grosbois unterzustellen, die ich mit einem Angestellten trainiere. Krystal Piya und Mademoiselle Jane wurden leider von der Grippe erwischt und werden frühestens ganz am Ende des Meetings wieder laufen. Miss Mocca ist eine interessante Stute, vermutlich noch nicht bei 100% für ihr Rennen an diesem Samstag, aber dennoch zu beobachten. Sie sollte noch in diesem Winter in Vincennes ihren Tag finden. Kracker Piya hat Ende Januar ein günstiges Engagement. Kingston de Blary ist nach zwei Galoppaden zurückgekehrt, nachdem er zuvor überzeugend gewonnen hatte. Ich erwarte eine klare Wiedergutmachung. Der Winterbeginn war gut für den Stall. Jetzt ist Jeroboam an der Reihe!" |
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| Sonntag 18 Januar 08:23 Uhr | |
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Jean-Michel Bazire: "Meine Genesung verläuft recht gut" Wie jede Woche analysiert Jean-Michel Bazire als Konsultant für den ParisTurf die zurückliegende Woche, sowie die kommende für seinen eigenen Stalles und den seines Sohnes Nicolas. Auch wenn der vielfache 'Sulky-d’Or' nach seinem Trainingssturz am 02. Januar derzeit pausieren muss, ist er weiterhin in Grosbois präsent. Dort verfolgt er die Vorbereitung der Pferde aus dem Bestand sehr aufmerksam. Ganz besonders jene seines Champions Jushua Tree im Hinblick auf den Prix d’Amerique.
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Vorschau: Sonntag, 18. Januar "In Vincennes ist Jamaica Brown zu einer guten Leistung fähig, da sie im Training sehr gut arbeitet. Fellow Wise As ist ein gutes Pferd und hat in diesem Rennen eine schöne Karte auszuspielen. Auch Lord du Gers ist zu beachten, da er sehr gut gearbeitet hat. Mit einem guten Rennverlauf kann er seine Gegner 'festnaglen'. Jour de Fete hat ebenso wie Lucifer du Caieu keinen großen Spielraum mehr. Neska du Gers (102) gibt ihr Debüt in Chateaubriant (PMH). Sie ist ein Pferd für den Rechtskurs, die recht ordentlich arbeitet. Man wird sehen. Johnny du Pont (413) trifft bei den Lehrlingen auf ein schönes Engagement und kann sich bestätigen." Montag, 19. Januar "Mamounia Seven hat sich bei ihren letzten Starts gut verkauft und kann erneut einen vierten oder fünften Platz belegen. Mahiz de Guez hatte sich vor rund zwei Monaten in Vincennes verletzt, war danach krank, kommt aber wieder in Form. Für eine vordere Platzierung reicht es bei diesem Comeback jedoch noch nicht. Nayama Berry ist derzeit nicht sehr gut und enttäuscht immer wieder." Dienstag, 20. Januar "Mythique Josselyn gibt sein Debüt im Trabreiten. Es ist ein gutes, kleines Pferd mit sehr passenden Gangarten für diese Disziplin." Der Rückblick Samstag, 10. Januar "Liza Josselyn gewann den Prix de Croix auf schöne Art und Weise. Sie ging an die Spitze, ohne ihre Reserven anzugreifen. Ein recht leichter Sieg. Ich habe mich für Nicolas (Bazire) gefreut. Nun wird sie im Prix Bold Eagle (GR I) starten. Hubble du Vivier zeigte viel Mut, als er außen neben Isofou du Chene ging. Er griff zum richtigen Zeitpunkt an und ließ bis ins Ziel nicht nach. Ein wirklich liebenswertes Pferd. Jingle du Pont (8.) war zur falschen Zeit am falschen Ort. Er blieb in guter Form und hätte dieses Rennen ohne seinen Fehler beim Start ebenso gut gewinnen können. Hymne du Gers (10.) setzte seine Vorbereitung für den Start in Cagnes-sur-Mer in etwa zehn Tagen fort. Melina Supreme (5.) lief ohne große Ambitionen, nahm aber ein kleines Preisgeld mit." Sonntag, 11. Januar "Le Maestro (3.) hatte in der Steigung kaum eine andere Wahl, als an der Innenkante zu bleiben, und lief ein gutes Rennen. Mythique Josselyn (3.) zeigte erneut eine starke Leistung. Auch ohne Sieg bestätigte er seinen vorherigen Erfolg. Jamaica Brown (4.) lief beschlagen ordentlich. Lorenzo Berry (5.) scheint aufzuwachen und dürfte beim nächsten Start konkurrenzfähig sein. Mouskie de Guez (disq.) verfiel in den Galopp. Man kennt das von ihm, das kann ihr passieren. Miss Black Berry (disq.) müsste man am besten absatteln und neu anlernen..." Montag, 12. Januar "Johnny du Pont gewann in Nantes Start-Ziel. Das hat uns gefreut, denn er war nicht unbedingt in Topform." Dienstag, 13. Januar "Legende Seven (7.) ist auf dem Weg zu einem enttäuschenden Meeting. Kracus de Guez (disq.) hat aufgehört zu gefallen." Mittwoch, 14. Januar "Manninen Seven gewann wie ein gutes Pferd, setzte sich leicht ab, und die Kilometerzeit war gut. In diesem Rennen lief Mellow Speed (5.), der sehr krank gewesen war, gar nicht so schlecht. Lapis Lazuli (3.) zeigte eine gute Leistung, kam stark auf und sollte weiter beobachtet werden. Lord Delo (disq.) hingegen fiel schnell durch einen Fehler auf. Der Start bleibt sein Hauptproblem. Danach war das Tempo gering, sodass er problemlos folgen konnte. Lissandro (disq.) verpasst sein Meeting und wird klinisch untersucht. Kiki and Co (disq.) erinnerte uns daran, dass er manchmal noch schwierig ist." Die Beobachtung von JMB Auch wenn der Berater des ParisTurf' das Zepter im Training an seinen Sohn Nicolas übergeben hat, ist sein Wettkampfinstinkt ungebrochen. Als aufmerksamer Beobachter der Felder nennt er seinen Tipp der Woche: "Hooker Berry ist im Prix de Belgique gut gelaufen. Er geriet zweimal in einen schlechten Rücken, kommt aber wieder in sehr gute Form. Er ist durchaus in der Lage, im Prix d’Amerique ein schönes Preisgeld zu holen."
Cornulier mit klaren Verhältnissen - Amerique zeichnet sich ab "Vor einem Jahr gewann der Stall den Prix de Cornulier mit Joumba de Guez. Nach einem Beinproblem vor einigen Monaten wurde sie behandelt und sollte gerade wieder ins Training einsteigen, als sie erkrankte. Sie arbeitet erst seit vier oder fünf Tagen wieder. Wenn alles gut läuft, könnte man sie im Frühjahr bei kleineren internationalen Rennen wiedersehen. Am Sonntag erwartet uns ein Prix de Cornulier, in dem Jeroboam d’Erable der logische Favorit ist. Er ist meine erste Wahl, zusammen mit It’s a Dollarmaker und Islamorada, die meiner Meinung nach noch nie ganz ausgeritten wurde. Lionheart hätten wir starten lassen können, er hätte jedoch nur Chancen auf Platz Vier oder Fünf gehabt - das wäre wenig sinnvoll gewesen. Es ist ein Prix de Cornulier mit recht klaren Konturen. Zwar werden 18 Pferde starten, denn träumen darf man in diesem Rennen immer, doch genauso gut hätten auch zwölf gereicht. Die Starter für den Prix d’Amerique sind nahezu bekannt. Wie seit Jahren werden vor allem jene zu beachten sein, die in den Vorbereitungsrennen überzeugt haben: Josh Power, Inmarosa, Epic Kronos oder Iroise de la Noe. Jushua Tree ist sehr gut drauf, steigert sich nach einer leichten Erkrankung, und der Abstand von vier Wochen zwischen den Rennen passt perfekt. Ich denke, er wird vorne mit kleinen Alu-Eisen laufen." Zurück in den Sulky um den 15. Februar? "Meine Genesung verläuft recht gut. Ich werde zunehmend besser und könnte um den 15. Februar wieder in einen Sulky zurückkehren. Ich versuche, viele kleine Alltagsdinge zu erledigen und mache alle 48 Stunden Physiotherapie. Ganz allein kann ich meine Jacke noch nicht anziehen, aber es gibt Fortschritte. Ich habe mich schon kurz wieder in den Sulky gesetzt, um zu testen, doch für echtes Arbeiten mit den Pferden ist es noch zu früh und zu riskant. Ich bin weiterhin sehr müde. Deshalb laufe ich im Moment 'beschlagen' und dicht an der Innenkante (lacht)." --------- PRIX DE CORNULIER - Alexis Collette: "Ibiki de Houelle kann es mit allen aufnehmen" Am Sonntag möchte Alexis Collette im Prix de Cornulier 2026 für eine Überraschung sorgen. Im Sattel von Ibiki de Houelle zählt er zu den möglichen Außenseitern, die den Favoriten ein Bein stellen könnten. Collette reitet seit mehreren Monaten auf einer Erfolgswelle, die er 2026 fortsetzen möchte, um weitere prestigeträchtige Siege zu erringen. LeTrot blickt auf die bisherige Karriere eines jungen Jockeys zurück.
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Mit 541 Siegen auf seinem Konto (344 im Sulky, 197 im Trabreiten) blickt der heute 29jährige Alexis Collette bereits auf eine beachtliche Laufbahn zurück. Seinen ersten Erfolg feierte er am 27. Oktober 2012 in Graignes, als er Umika Green im Trabreiten zum Sieg führte. Profi wurde er am 21. August 2016 in Ecommoy, ebenfalls im Monte, mit Arno de Bossens, trainiert von seinem Ausbilder Joel Hallais. Als freiberuflicher Jockey/Fahrer ist Alexis Collette seit diesem Winter morgens regelmäßig im Stall von Kevin Leblanc in Grosbois tätig. Das Jahr 2025 hatte für den bald Dreißigjährigen eine besondere Bedeutung. Auf dem emotionalen Höhepunkt gewann er im Sommer sein erstes Gruppe I im Prix de Normandie, im Sattel von Katinka Aimef für Franck Leblanc. "Ein großartiger Moment", erinnert sich Alexis Collette. Die Saison 2025 war nach Siegen und Gewinnsumme sein bestes Jahr. Er durchbrach erstmals die Marke von 100 Erfolgen: 134 Siege 2025 gegenüber 94, seinem bisherigen Rekord aus dem Jahr 2024. "Dieses Rekordjahr ist das Ergebnis der Teamarbeit meiner Agenten", erklärt er. "Ich habe im Laufe der Saison den Agenten gewechselt, aber alle haben sehr gute Arbeit geleistet und Erfolg gehabt. Inzwischen gehöre ich zum Team von Anthony Grueau, und alles läuft sehr gut. Die Trainer schenken mir immer mehr Vertrauen und setzen mich auf bessere Chancen - das ist ein Schneeballeffekt. Ich setze mir für 2026 kein konkretes Ziel, arbeite ohne Druck und hoffe einfach, erneut ein ähnliches Jahr zu erleben." An diesem Sonntag wird er an seinem zweiten Prix de Cornulier teilnehmen (2025 Neunter mit J’aime Le Foot), einem für ihn mythischen Rennen: "Der Cornulier ist das schönste Rennen im Trabreiten. Für einen Jockey bedeutet das enorm viel. Allein dabei zu sein, ist schon etwas Besonderes." Er wird erstmals im Wettkampf Ibiki de Houelle reiten, über den er sagte: "Ibiki ist in Form und hat zuletzt in Cagnes-sur-Mer im Sulky sehr gut abgeschnitten. Wir wissen, dass er im Trabreiten etwas heikel sein kann, aber von der reinen Klasse und dem Leistungsvermögen her kann er es mit allen aufnehmen. Man muss den Rhythmus halten. Kevin wollte ihn nicht noch einmal im Monte testen und setzt bewusst auf den Überraschungseffekt." |
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| Sonntag 18 Januar 22:36 Uhr | |
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PRIX DE CORNULIER - Matthieu Abrivard: "Alex hat ein Traumrennen geritten" Schon vor der Ausgabe des Prix de Cornulier 2026 wurde ein umkämpftes Rennen erwartet. Und am Sonntag wurden die Erwartungen in Vincennes vor 11.000 Zuschauern voll erfüllt, denn die Entscheidung fiel erst spät im Einlauf. Iguski Sautonne, der bei seinem zweiten Monte-Start von Alexandre Abrivard geritten wurde, setzte seinen bekannten Speed punktgenau ein und gewann in der starken Kilometerzeit von 11,7.
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Obwohl er der einzige der 18 Starter war, der bereits einen Gruppe I-Sieg im Sulky vorweisen konnte, war er zugleich der Teilnehmer mit der geringsten Erfahrung unter dem Sattel. Die mutige Entscheidung, ihn im Prix de Cornulier an den Start zu bringen, erwies sich somit als eine gewonnene Wette. Zudem trägt die Familie Abrivard diesen Klassiker mehr denn je in ihrer DNA. Als das Wintermeeting begann, galt Iguski Sautonne nach seiner starken Saison 2025 als klare Option für eine Teilnahme am Prix d’Amerique. Die letzte Saison war für ihn ein Durchbruch auf höchstem Niveau, gekrönt von seinem Sieg im Prix de l’Atlantique bei seinem ersten Start in einem Gruppe I-Rennen, wobei er Go On Boy geschlagen hat, der nur wenige Wochen später den Elitloppet gewann. Doch im weiteren Verlauf des Winters, verpasste er als Fünfter im Prix de Bretagne (Q1) die Qualifikation für den Amerique knapp. Während des Winters reifte bei Trainer Matthieu Abrivard immer mehr die Entscheidung den Cornulier ins Auge zu fassen. Zumal sein Schützling im Sulky aus dem Band mit dem erforderlichen Sicherheitsstart einfach zu viel Zeit verliert. Nach seinen Siegen mit Jag de Bellouet, Bahia Quesnot und Bellissima France, weiß Matthieu Abrivard, wie man das wichtigste Rennen unter dem Sattel gewinnt. Deshalb gab Iguski Sautonne sein Debüt im Trabreiten im Prix Auguste Francois am 10. Dezember. Dieses Rennen gewann Jeroboam d’Erable, der sich damit als Favorit für den Cornulier ankündigte, während Iguski Sautonne den dritten Platz belegte. "Wir mussten eine Entscheidung treffen: Prix de Cornulier oder Prix d’Amerique", erklärt der Trainer aus Angers nach dem Abklingen der Emotionen. "Ich kenne die Stärken und Schwächen meines Pferdes. Es war die richtige Entscheidung, den Cornulier zu wählen." Nachdem er den vom Ecurie de Sautonne gezüchteten Champion nach Grosbois geholt hatte, wurde die Entscheidung für den Cornulier auch dadurch endgültig, dass er sicher sein konnte, am großen Tag auf seinen Cousin Alexandre als Reiter zählen zu können - einem weiteren prägenden Namen in der Siegerliste dieser Prüfung der vergangenen zehn Jahre. "Mein Pferd hat große Klasse im Sulky. Aber heute musste man sich aus den harten Positionskämpfen heraushalten. Mit meinem Jockey war ich auf der sicheren Seite. Alex hat ein Traumrennen geritten, im Rücken von It’s A Dollarmacker." "Nach seinem ersten Start unter dem Sattel war ich zuversichtlich", erklärt der siegreiche Jockey. "An diesem Tag hatte er noch nicht wirklich verstanden, worum es ging. Er brauchte dieses Rennen. Und wir brauchten es, um Feinabstimmungen vorzunehmen. Die Vorbereitung war perfekt, drei Wochen vor dem Cornulier, mit seinem Start im Prix de Bourgogne. Ich habe mir eine gute Chance ausgerechnet, vorausgesetzt, ich würde den richtigen Rennverlauf bekommen. Ich habe mich immer gut versteckt gehalten, in einem zügigen Rennen." Aber zuerst musste der letzte Bogen gemeistert werden. Ein Abschnitt, in dem Iguski Sautonne nicht besonders stark ist. "Er beschleunigt nicht im letzten Bogen", bestätigt Alexandre Abrivard. "Aber als ich zwischen zwei Gegnern durchziehen konnte, gab ihm das einen neuen Schub an Kampfgeist, und er kam zurück, um zu gewinnen." Und jetzt der Prix de France! Nach diesem Erfolg kündigt Matthieu Abrivard an, dass Iguski Sautonne in drei Wochen im Prix de France an den Start gehen wird, über die 2.100 Meter mit Autostart. Jene Strecke, auf der er im vergangenen Sommer im Prix Rene Balliere in Rekordzeit Dritter wurde. Eine goldene Familie Die Cousins Matthieu und Alexandre haben der Geschichte des Cornulier' nun ein weiteres Kapitel hinzugefügt - ein gemeinsames. Nach Laurent-Claude, dem Onkel von Matthieu und Vater von Alexandre, der als Erster den Familiennamen in die Siegerliste des Prix de Cornulier eintrug, wurde den beiden erneut der Bedeutung des Moments bewusst und feierten ihren ersten gemeinsamen Gruppe I-Sieg. Von der Tribüne aus konnte der ältere Cousin seine Tränen hinter der Brille nicht zurückhalten. Für ihn war es bereits der vierte Gruppe I-Erfolg als Trainer, nach Bellissima France (Prix de Normandie und Prix de Cornulier) sowie Iguski Sautonne (Prix de l’Atlantique und Prix de Cornulier). Auf der Bahn zeigte sich auch der jüngere Cousin Alexandre tief bewegt. "Ich bin in einem Alter angekommen, in dem man die Dinge bewusster wahrnimmt", erklärt er. "Als ich meinen ersten Cornulier gewann, war ich noch sehr jung. Heute habe ich Kinder, die alt genug sind, um das zu verstehen. In jungen Jahren ist es Euphorie. Jetzt erkennt man die wirkliche Bedeutung eines solchen Ereignisses." Ein Event, dass die Familie Abrivard meisterhaft beherrscht - Neun Titel sprechen für sich. Der Rennverlauf Der Sieg von Iguski Sautonne und Alexandre Abrivard wurde mit Geduld aufgebaut. Hirondelle du Rib übernahm beim ersten Passieren des Zielpfostens die Führung, während Jeroboam d’Erable stets in der Spitzengruppe blieb, ebenso wie Ideale du Chene. Die beiden späteren Erstplatzierten befanden sich hingegen im letzten Drittel des Feldes. Im Steigung nutzten sie den Vorstoß von It’s A Dollarmaker, um näher an die Spitze heranzukommen. Der Kampf begann, jeder hatte seine Chance, doch Iguski Sautonne zeigte große Leichtigkeit, um sich einen Vorteil zu verschaffen. Endgültig in den Kampf um den Sieg eingebunden, setzte der Schützling von Matthieu Abrivard 200 Meter vor dem Ziel den entscheidenden Antritt, überholte Jeroboam d’Erable und widerstand dem starken Endspurt von Ina du Rib. Ina du Rib erneut auf dem Podium Auch wenn Joel Hallais den Prix de Cornulier nicht zum neunten Mal gewinnen konnte, dürfte der normannische Trainer mit der Leistung von Ina du Rib sehr zufrieden gewesen sein, zumal sie sogar kurzzeitig wie die Siegerin aussah. Zum zweiten Mal in Folge belegte sie mit Jean-Loic Dersoir im Sattel den zweiten Platz. "Sie lief ein großartiges Rennen", reagierte der Jockey. "Während des Rennens war ich etwas besorgt, weil ich ohne viel Reserve folgte. Doch sie kam immer besser in Fahrt. Am Eingang der Zielgeraden dachte ich an einen Platz, zur Mitte der Geraden dann an Rang Zwei...und am Ende konnte ich nur noch den Sieger abwehren." Mit diesem Erfolg im Prix de Cornulier gehört Iguski Sautonne nun zu dem sehr kleinen Kreis der Pferde, die einen Gruppe I-Sieg sowohl im Sulky, als auch unter dem Sattel errungen haben. Der Favorit dieser Ausgabe, Jeroboam d’Erable, musste sich nach einem Rennen, in dem er lange ohne Deckung lief, mit dem dritten Platz begnügen. "Man kann nicht enttäuscht sein, wenn man als Dritter geschlagen wird", meint Trainer Clement Thomain, "auch wenn wir Favoriten waren. Er hatte keinen einfachen Rennverlauf, aber er hat schon unter ähnlichen Bedingungen gewonnen. Am Eingang der Zielgeraden glaubt man, Sechster zu werden, und dann beißt er die Zähne zusammen und zieht wieder an. Er zeigt erneut eine sehr starke Leistung. Wie im letzten Jahr hat Hirondelle du Rib für Tempo gesorgt, vielleicht zugunsten von Ina du Rib, ihrer Stallgefährtin. Aber das ist deren Strategie. Ich bin mir nicht sicher, ob wir im Prix de l’Île-de-France starten. Das entscheiden wir nach seiner Erholung." --------- PRIX DE CORNULIER - Loic-Desire Abrivard: "Ein schöner Familienerfolg" Loic-Desire Abrivard, der Vater von Matthieu Abrivard, hat im Prix de Cornulier seine ganz eigene Geschichte geschrieben - wenn auch nicht ganz so erfolgreich, wie sein Sohn, oder sein Neffe Alexandre. Nach dem Triumph von Iguski Sautonne erzählte Loic-Desire dem ParisTurf davon.
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Vor 30 Jahren platzierte Loic-Desire Abrivard als Trainer zum dritten Mal in Folge Anita de la Vallee auf dem dritten Platz im Prix de Cornulier (1994, 1995 und 1996). Sein Sohn Matthieu, der heutige Trainer von Iguski Sautonne, war damals erst zehn Jahre alt, während sein anderer Sohn Jean-Etienne erst fünf Monate später geboren wurde. "Daran erinnere ich mich sehr gut", erzählt er. "Einmal lag sie sogar noch 20 Meter vor dem Ziel in Führung. Trotzdem habe ich immer gesagt: Wäre der Cornulier im September gelaufen worden, hätte Anita ihn gewonnen, denn sie war im Sommer besser als im Winter." Auch wenn er dem Titel damals schon sehr nahekam (bereits in seinen Farben), genoss er den Triumph von Iguski Sautonne in der Ausgabe 2026 in vollen Zügen. "Das ist großartig! Matthieu hatte dieses Ziel schon lange im Visier. Ob ich mit seiner Entscheidung einverstanden war? Wissen Sie, heute bestimme ich nichts mehr. Ich bin Angestellter meiner Kinder (lacht). Bei diesem Erfolg darf man Jean-Etienne nicht vergessen, denn er hat sich auf dem Land hervorragend um das Pferd gekümmert. Als er kürzlich nach Grosbois kam, habe ich kein einziges Mal angerufen, um mich nach dem Zustand des Pferdes zu erkundigen. Vor einigen Jahren haben wir mit Bellissima France gewonnen. Damals war ich fast zuversichtlicher. Mit Iguski fühlte ich mich eher wie ein Herausforderer. Vor dem Rennen war es schwer Jeroboam d’Erable zu schlagen. Am Ende ist es der zweite Cornulier-Sieg für uns. Und dazu noch in meiner eigenen Rennfarbe. Es ist ein schöner Familienerfolg, auch mit 'Alex' (Abrivard)." "Zu Hause ist Iguski Sautonne wirklich ein sehr angenehmes Pferd im Umgang", ergänzte der bereits angesproche Jean-Etienne. "Er ist ein Hengst, aber ausgeglichen im Kopf. Er hat keine schlechten Eigenschaften. Es ist pures Glück. Morgens mit ihm auf die Bahn zu gehen, ist ein Genuss. Wenn es nur solche Pferde gäbe, wäre alles zu einfach. Seit er ein Jährling ist, kümmere ich mich um ihn. Wir haben alle seine Entwicklung gesehen. Ich hatte das Glück, drei Rennen mit ihm zu gewinnen. Und ich habe immer gesagt, dass er in meinem Herzen der Beste seines Jahrgangs ist. Auch wenn ich weiß, dass es andere I-Pferde wie Idao de Tillard gibt, die ihm überlegen sind. Die gesamte Vorbereitung auf diesen Prix de Cornulier ist sehr gut verlaufen. Zehn Tage vor dem großen Termin haben wir ihn wegen des schlechten Wetters nach Grosbois gebracht. Bei uns waren die Trainingsbahnen nicht gut, und wir wollten kein Risiko eingehen. Der Tapetenwechsel hat ihm vielleicht gutgetan, ihm einen kleinen zusätzlichen Schub gegeben - sicher wissen kann man das aber nicht. Das Pferd war perfekt, genauso wie der Jockey, der für uns ein Traumrennen geritten ist. Wir hatten den Cornulier schon mit Bellissima France gewonnen, aber sie war im Training komplizierter. Sie hatte viele Gangarten, war aber eine echte Monte-Stute." |
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| Montag 19 Januar 05:13 Uhr | |
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PRIX D'AMERIQUE 2026 - Noch 6 Tage... Als bedeutendstes Rennen im Kalender des weltweiten Trabrennsports sorgt der Prix d’Amerique am kommenden Sonntag nicht nur in Frankreich für viel Gesprächsstoff. Der ParisTurf befragte drei ausländische Journalisten, die ihre Sicht auf dieses Großereignis teilten.
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Matteo Miccichini, Morten Langli und Claes Freidenvall schildern nacheinander den Stellenwert des Prix d'Amerique' in ihrem Land und nennen ihre Favoriten.
Matteo Miccichini: "Varenne hat Italien wieder ins Rampenlicht gerückt" Der italienische Journalist von Equ.Tv, Matteo Miccichini, beschreibt den Prix d’Amerique folgendermaßen: "In Italien wurde der Amerique schon immer als legendäres Rennen wahrgenommen. Doch seit den beiden Siegen von Varenne (2001/02), der Italien wieder ins Rampenlicht gerückt hat, gilt er als das Rennen des Jahres weltweit. Er besitzt eine besondere, zusätzliche Prestige. Vor Varenne war dieses Rennen für uns Italiener fast ein 'Tabu', da sich unsere Champions nur schwer an die Bahn anpassen konnten. Er hat alles verändert und gezeigt, dass italienische Pferde auch außerhalb unserer Grenzen konkurrenzfähig sein können - ähnlich wie Jannik Sinner heute im Tennis. Varenne war unser Jannik Sinner (lacht). Vor ihm war Mistero der letzte italienische Sieger, im Jahr 1947. Seit Varenne hat kein italienischer Traber mehr gewonnen. Rein auf dem Papier, ich betone, vor dem Rennen, ist Frank Gio von allen Italienern, die seit Varenne am Prix d’Amerique teilgenommen haben, jener mit den theoretisch besten Siegchancen. Er kommt mit der Bahn zurecht, mit der langen Distanz, und verfügt über einen sehr starken Endspurt."
Morten Langli: "Aus skandinavischer Sicht hat Epic Kronos die beste Chance" Der Fußballkommentator von TV2 in Norwegen (75.000 Abonnenten auf X), zugleich Züchter, Besitzer von Trab- und Kaltblutpferden, ist auch ausgewiesener Rennsportexperte. Er erklärt: "Da Paris nur etwa zwei Flugstunden von Oslo entfernt ist, ist es für norwegische Traberfans mit täglichen Direktflügen sehr einfach, dorthin zu reisen. Viele haben es sich angewöhnt, nach Vincennes zu kommen, um Pferde wie Yarrah Boko, Lionel oder Looking Superb zu sehen. Sie reisen auch weiterhin jedes Jahr zum Prix d’Amerique an, selbst wenn aktuell kein norwegischer Champion am Start ist. Unser Pendant zu Equidia, sowie die einzige Pferderennzeitung Norwegens, berichten regelmäßig über Norweger, die in Frankreich arbeiten. Wie etwa über Susanne Ohme, die Pflegerin des zweifachen Amerique-Siegers Idao de Tillard, oder Kirsi Manninen, die sich im Stall Bazire um Jushua Tree kümmert. Ich finde, die Ausgabe 2026 ist sehr offen. Aus skandinavischer Sicht besitzt Epic Kronos nach seinem beeindruckenden Sieg im Prix Tenor de Baune die beste Chance. Immortal Doc fühlt sich in Vincennes sehr wohl und kann sich platzieren. Meine Außenseiterin ist Inmarosa, meiner Meinung nach besser denn je. Sie wird auf meinem Quinte-Schein weit oben stehen."
Claes Freidenvall: "Wir Schweden wissen, wie schwierig es ist, gegen die französischen Pferde zu gewinnen" Der Chefredakteur des schwedischen Fachmediums SulkySport, Claes Freidenvall, ergänzt: "Der letzte Sonntag im Januar ist traditionell der heiligste Tag der Trabrennen in Frankreich. Doch in diesem Jahr hat der Prix d’Amerique etwas Besonderes - die Stars haben sich einer nach dem anderen zurückgezogen. Die Absage des Titelverteidigers Idao de Tillard war ein harter Schlag. Ohne den unangefochtenen König ist der Weg frei für das Auftreten neuer Talente. Wenn so viele Spitzenpferde fehlen, geht ein Teil der Seele dieses Rennens verloren. Der Prix d’Amerique soll eigentlich ein Kräftemessen der besten Pferde sein. Aus schwedischer Sicht haben sich die Chancen verbessert, auch wenn Borups Victory ebenfalls passen musste. Wir Schweden wissen nur zu gut, wie schwierig es ist, im Prix d’Amerique gegen die französischen Pferde zu gewinnen - unabhängig von den Namen im Programm. Meiner Ansicht nach wird diese Ausgabe ein Duell zwischen Go On Boy und Jushua Tree, wobei Epic Kronos derjenige sein könnte, der ihnen Paroli bietet." --------- Umsatzrückgang im 'Cornulier' Im gestern in Vincennes ausgetragenen Prix de Cornulier konnte der negative Trend des Umsatzrückgangs auch nicht aufgehalten werden. Im Vergleich zur ebenfalls sehr stark besetzten Ausgabe von 2025 verzeichnete die PMU ein Minus von 500.000 Euro.
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Der wichtigste Gradmesser des Januars, und genau genommen für das gesamte Wintermeeting, wird am kommenden Sonntag der Umsatz im Prix d'Amerique sein. Aber schon zuvor stehen die Zeichen nach etwas mehr als der ersten Januarhälfte nicht sonderlich gut. Der Jahresauftakt wurde auch durch eine Kältewelle geprägt, die neben abgesagten und verschobenen Terminen, auch die Besucherzahlen in den Annahmestellen reduziert hat. Bislang rechnete die PMU ein Minus von rund 8% bis zum gestrigen Sonntag aus, was den Vergleich mit dem Vorjahr angeht. Auf den Cornulier 2026 wurden auf die 18 Starter insgesamt 10,5 Millionen Euro gesetzt, gegenüber 11 Millionen Euro im Jahr 2025, als Joumba de Guez (ebenfalls 18 Starter) als Sieger ins Ziel kam. Ebenfalls unverändert war in der Quinte der Jackpot von einer Million Euro. Die 15,61 Gewinntickets erreichten für den Grundeinsatz von 2 Euro eine Auszahlung von 81.495,20 Euro. Ein Wetter, der in Rosporden seine Quinte mit der 'Max-Option' gespielt hatte, profitierte von einem zehnfachen Multiplikator und kassierte nach dem Prix de Cornulier 238.734 Euro. Anlässlich des Prix d’Amerique wird die PMU, wie schon in den Vorjahren, im ersten Rang der Quinte einen Jackpot von 3 Millionen Euro ausspielen. --------- PRIX D'AMERIQUE 2026 - Anders Malmrot (Stall Zet): "An einem guten Tag kann Francesco Zet den Prix d’Amerique gewinnen" Anders Malmrot, ehemaliger sportlicher Leiter von Solvalla, ist seit etwas mehr als sechs Monaten als 'Team Manager' im Stall Zet tätig. Im Gespräch mit dem ParisTurf erläutert er die Gründe für seinen Abschied von der Rennbahn der schwedischen Hauptstadt, spricht über seine neue Rolle an der Seite von Daniel Reden und geht vor allem auf die beiden Cracks des Stalls für den Prix d’Amerique ein: Epic Kronos und Francesco Zet.
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ParisTurf: "Man kannte Sie lange als sportlichen Leiter von Solvalla und anschließend des Elitloppet. Warum haben Sie sich im Juni 2025 entschieden, Schwedens Nummer Eins-Rennbahn zu verlassen?" Anders Malmrot: "Ich habe den Elitloppet acht Jahre lang organisiert, das war fantastisch. Aber ich hatte das Gefühl, dass es an der Zeit war, dass jemand anderes dieses Rennen übernimmt. Ebenso wie den sportlichen Bereich von Solvalla insgesamt. Das ist jedes Jahr enormer Druck. Daniel Reden hat mich kontaktiert und gefragt, ob ich für ihn als 'Team Manager' arbeiten möchte. Ich habe zugesagt. Ich wusste nicht genau, was ich nach Solvalla machen würde, aber täglich mit guten Pferden zu arbeiten und bei den größten Rennen dabei zu sein, das war für mich perfekt. Ich liebe Solvalla, ich liebe den Elitloppet, aber es war Zeit für eine Veränderung." PT: "Können Sie erklären was die Aufgabe als 'Team Manager' umfasst?" AM: "Ich kümmere mich um die Schnittstelle zwischen den Pferden, dem Training und den Besitzern. So muss Daniel Reden nicht selbst alle Telefonate und E-Mails mit ihnen führen. Sagen wir, ich versuche, ihm das Leben etwas leichter zu machen. Ich filme zum Beispiel die Pferde beim Training und schicke die Links an ihr Umfeld, damit sie ihre Pferde verfolgen können. Außerdem betreue ich den Medienbereich. Wir haben einen Podcast, den wir zusammen mit Daniel zweimal pro Woche aufnehmen (Zetpodden). Er ist hier in Schweden sehr beliebt. Ganz allgemein ist es genau das, was ich mir gewünscht habe: täglich in einen Stall eingebunden zu sein. Diese Arbeit erlaubt es mir, ganz nah am sportlichen Geschehen des Rennsports zu sein." PT: "Am Sonntag stellt der Stall zwei Starter im Prix d’Amerique. Beginnen wir mit dem Jüngeren: Epic Kronos, Sieger des Prix Tenor de Baune Ende Dezember - und das in Rekordzeit..." AM: "Er war an diesem Tag fantastisch. In seinem vorherigen Rennen in Vincennes war er disqualifiziert worden, daher wussten wir nicht, wie er reagieren würde. Daniel Reden hat einige Änderungen an seiner Ausrüstung vorgenommen, und das hat sich ausgezahlt. Es ist ein kraftvolles Pferd, dass Vincennes liebt: Wir haben ihn dort bereits als Vierjährigen im Grand Prix der UET gesehen. Er ist in hervorragender Form und präsentiert sich im Training sehr gut. Ich denke, dass er angesichts seiner Leistung im 'Tenor de Baune' im Amerique unter die ersten Drei kommen kann. Er ist dort 11,2 gelaufen, unter schwierigen Bedingungen, bei Kälte und Regen." PT: "Francesco Zet wird in diesem Prix d’Amerique die große Unbekannte sein. Man erinnert sich daran, dass sein Auftritt im Oktober 2024 in Vincennes nicht gut verlaufen ist..." AM: "Das stimmt, aber seitdem hat Daniel Reden viele Anpassungen vorgenommen, vor allem im Umfeld des Pferdes. Er hat jetzt einen neuen Stallgefährten, Heavenly Zet, der ebenfalls nach Frankreich mitreisen wird. Seitdem ist er deutlich ruhiger. Er ist heute ein anderes Pferd. Das haben wir bei seinem letzten Rennen in Solvalla gesehen: Über den gesamten Renntag hinweg lief alles gut. Jetzt können wir natürlich nicht vorhersagen, wie er mental reagieren wird, wenn er in Vincennes ankommt. Ob er sich an das erinnert, was beim letzten Mal passiert ist, aber wir hoffen, dass alles gutgeht. Körperlich jedenfalls präsentiert er sich in hervorragender Verfassung und macht einen sehr guten Eindruck. Sein Profil unterscheidet sich von dem von Epic Kronos, denn bei diesem wissen wir, dass er Vincennes mag, während wir uns bei Francesco Zet dazu nicht festlegen können. Eines ist jedoch sicher: An einem guten Tag kann er den Prix d’Amerique gewinnen. Beide Pferde werden am Dienstag Richtung Frankreich abreisen und am Mittwoch in Grosbois ankommen." PT: "Was halten Sie von der Konkurrenz, insbesondere von den französischen Teilnehmern?" AM: "Idao de Tillard wird nicht am Start sein, Horsy Dream hat seine Karriere beendet. Ich liebe Go On Boy, bin mir aber nicht sicher, ob der Prix d’Amerique wirklich sein Lieblingsrennen ist. Dennoch gehört er für mich zu den drei Favoriten, zusammen mit Josh Power und Jushua Tree, einem fantastischen Pferd. Aber ich wiederhole es: Epic Kronos, und hoffentlich auch Francesco Zet, sind ernsthafte Möglichkeiten. Es könnte ein gutes Jahr für die Schweden werden." |
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| Montag 19 Januar 10:10 Uhr | |
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Jushua Tree Nichtstarter! Haarriss im Fesselgelenk hinten links. Er bekommt wohl eine Schraube eingesetzt. Die Saison ist damit beendet. |
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| Montag 19 Januar 12:08 Uhr | |
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Rochard soll Francesco Zet fahren. Kihlström bleibt in Schweden. |
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| Montag 19 Januar 12:21 Uhr | |
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PRIX D'AMERIQUE - Francesco Zet mit Benjamin Rochard Im Dezember verkündete Trainer Daniel Reden noch, dass er sich Ende Januar ein verspätetes Weihnachtsgeschenk machen könnte, indem er Francesco Zet im Amerique selber steuert. Nun hat sich an der Fahrerwahl offenbar etwas geändert.
Foto: APRH
Am Sonntag bestätigte Benjamin Rochard, dass er vom Stall Zet kontaktiert worden sei, um den Hengst im Amerique zu fahren. Somit scheint der Rückzug von Izoard Vedaquais aus dem Stall Allaire offiziell zu sein, womit der "silberne Sulky' der abgelaufenen Saison keine Fahrt für den Amerique 2026 gehabt hätte. Der schwedische Gruppe I-Sieger kommt bislang auf insgesamt 32 Siege und wird am kommenden Sonntag nach Go On Boy als zweitreichstes Pferd im Starterfeld antreten. --------- PRIX D'AMERIQUE - Jushua Tree gestrichen Es ist nach der Absage von Idao de Tillard die nächste Hiobsbotschaft für die Franzosen - auch das Umfeld von Jushua Tree muss den Prix d’Amerique 2026 auslassen. Zwischenzeitlich gab es auch Absagen von Izoard Vedaquais und dem Schweden Borups Victory.
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Trotz siebenstelligen Gewinnsumme, scheint die Karriere von Jushua Tree unter keinem wirklich guten Licht zu stehen. Als sich der Bold Eagle-Sohn im vorletzten Winter über den 'Continental' für den Amerique qualifizierte, war er seinem Trainer "noch zu jung". Im letzten Winter musste Jushua Tree frühzeitig verletzungsbedingt absagen, was sich nun, nach der bereits erfolgreichen Qualifikation, wiederholt. Am frühen Vormittag teilte Jean-Michel Bazire dem ParisTurf die Nachricht mit, die für die Anhänger des Bold Eagle-Sohnes ein Stich im Herzen hinterlässt: "Jushua Tree wird nicht am Prix d’Amerique teilnehmen. Sein Wintermeeting ist beendet. Nach seiner letzten Arbeit fehlte ihm die nötige Beweglichkeit. Er leidet an einem Haarriss im Fesselbereich des linken Hinterbeins. Morgen früh wird es eine MRT-Untersuchung geben, anschließend bekommt er eine Schraube eingesetzt, wahrscheinlich schon am Donnerstag." Der Ausfall des Cracks verändert aber nichts an den Plänen, dass die ebenfalls qualifizierte Liza Josselyn in den Amerique nachrückt. "Bleiben wir ruhig", fügte JMB hinzu. "Die Stute ist weiterhin für den Prix Bold Eagle vorgesehen, am Tag vor dem Prix d’Amerique." |
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| Montag 19 Januar 20:56 Uhr | |
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Koctel du Dain wird von Thomain gefahren. Da hätte ich doch eher gedacht, dass er Hokkaido fährt. Über den Sulky von Hokkaido habe ich noch nichts gelesen. Wird ja aber wahrscheinlich Verva werden. |
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| Montag 19 Januar 20:58 Uhr | |
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Nicolas Bazire: "Lionheart macht einen sehr guten Eindruck" Eines der Highlights des kommenden Wochenendes in Vincennes, wird der Prix Camille Blaisot sein. Das semi-klassische Trabreiten für die 5jährigen über 2.175 Meter findet am Sonntag statt. Aus dem Stall Bazire ist Lionheart schon fest eingeplant.
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Der Vertreter des Ecurie de Loradour (Mathieu Porte) geht nach Gewinnsumme als Leader seines Jahrgangs in das Rennen. Und auch wenn er Mitte Dezember von L'Ecrin d'Or im Prix Jag de Bellouet deutlich bezwungen wurde, dürfte ihm wieder die Favoritenrolle gehören. Am Montagmorgen absolvierte der Sohn von Falcao de Laurma in Grosbois die letzte harte Trainingseinheit, über die Trainer Nicolas Bazire dem ParisTurf berichtete: "Nach seinem Auftritt Mitte Dezember haben wir das Tempo zunächst etwas herausgenommen, die Arbeit aber seit einiger Zeit mit Blick auf seine Teilnahme am Prix Camille Blaisot am Tag des Prix d’Amerique wieder intensiviert. Das Pferd machte heute Morgen einen sehr guten Eindruck und blieb dennoch ruhig. Er wird konkurrenzfähig sein. Mille Etoiles hat zu Beginn der Woche im Training überzeugt und wird im Prix Ourasi (GR I) an den Start gehen. Am Samstag ist es außerdem möglich, dass ich Jingle du Pont im Prix du Luxembourg (GR III) aufbieten werde." --------- Mathieu Mottier: "Keep Going hat locker gearbeitet" Mathieu Mottier, der seinen Stall im Departement Mayenne betreibt, hat seit mehreren Wochen den größten Fokus darauf gelegt, seinen Champion Keep Going bestens auf den Prix d’Amerique vorzubereiten. Wie im Vorjahr auch, setzt Mottier darauf, Keep Going mit möglichst viel Frische an den Start zu bringen.
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Bevor Mathieu Mottier am Montag nach Vincennes aufgebrochen ist, wo der Renntag schon um 12 Uhr begann, sprach er mit dem ParisTurf kurz über seine Starter in den Gruppenrennen des kommenden Wochenendes. "Keep Going hat am Montagmorgen locker gearbeitet. Im 'Tenor de Baune' hatte er ein hartes Rennen, deshalb habe ich es seitdem mit ihm bewusst ruhig angehen lassen. Letztlich habe ich mich entschieden, ihn in den zwei Wochen vor dem Prix d’Amerique in Grosbois zu trainieren. Wie immer macht er einen sehr ordentlichen Eindruck. London hat zusammen mit Keep trainiert. Seit ihrem siegreichen Debüt im Monte läuft bei ihr alles nach Plan. Ich werde sie am Sonntag im Prix Camille Blaisot erneut vorne beschlagen lassen. Nob Hill hat mir im Training seit seiner Disqualifikation vom 03. Januar etwas Kopfzerbrechen bereitet. Am Samstag wird der Prix Paul Viel über 2.700 Meter gelaufen, was ihm entgegenkommen sollte." --------- Hokkaido und Lombok Jiel zu Gast in Grosbois Am Montagmorgen haben sich Hokkaido Jiel und Lombok Jiel, die in Deauville stationiert sind, extra für eine Arbeit in Grosbois auf den Weg in den Pariser Raum gemacht. Nach der Trainingseinheit informierte Ausbilder Jean-Luc Dersoir den ParisTurf über deren aktuellen Zustand.
Hokkaido Jiel - Foto : SCOOPDYGA
Der von Samuel Perinel, dem Pfleger der beiden Champions, gefahrene Transporter verließ den Standort in Deauville in aller früh und traf am Montagmorgen kurz nach 6 Uhr in Grosbois ein. Jean-Luc Dersoir arbeitete zunächst Lombok Jiel und anschließend Hokkaido Jiel, die am Wochenende beide wichtige Aufgaben vor der Brust haben. Während Lombok Jiel am Samstag in Vincennes im Prix Bold Eagle engagiert ist, geht Hokkaido Jiel einen Tag später in seinen zweiten Prix d'Amerique. "Ich wollte sie aus ihrer gewohnten Strandortroutine herausholen, um die Spannung vor ihrem großen Ziel etwas zu erhöhen. Das hat funktioniert, denn ich habe sie sehr spritzig und motiviert erlebt - wirklich in ausgezeichneter Verfassung. Beide haben im Wald und auf der Geraden gearbeitet und dabei eine Gerade ('Boissy'/1.750 m), zwei Geraden ('Royales'/1.000 m) und eine Gerade ('Marolles'/1.750 m) absolviert. An diesem Wochenende werden sie barfuß und mit ihrer gewohnten Ausrüstung antreten." Am frühen Nachmittag machte sich der Transporter wieder auf den Rückweg in die Normandie. |
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| Montag 19 Januar 22:12 Uhr | |
Luba Sonn schreibt: Franck Nivard fährt Hokkaido Jiel! |
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| Montag 19 Januar 22:24 Uhr | |
Dip schreibt: Jetzt auch grad im Turf gelesen. Auch lustig....ich schreibe um 20.56h "nichts gelesen über den Sulky" und um 21.10h steht es im Online ParisTurf 😉 Entscheidungsfindung von Thomain hätte mich mal interessiert. Würde sagen, dass "pro Koctel" nur die Zukunft der nächsten Allaire-Pferde gesprochen hat. Kann mir schon vorstellen, wenn er Allaire abgesagt hätte, wäre er bei Normandie Niemen und dem O-Jahrgang jetzt schon runter |
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| Montag 19 Januar 22:41 Uhr | |
Luba Sonn schreibt: Das denke ich auch! |
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| Dienstag 20 Januar 19:55 Uhr | |
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PRIX D'AMERIQUE 2026 - Noch 5 Tage... Die letzte Woche vor dem Amerique 2026 hat längst begonnen. Und während am gestrigen Montag die meisten Teilnehmer ihre letzte intensive Arbeit absolvierten, entschieden sich auch die vorerst letzten Besetzungen der Sulky's. Einen kleinen Stein ins Rollen gebracht, hat die Entscheidung von David Thomain, der sich sowohl für Hokkaido Jiel, als auch für Koctel du Dain hätte entscheiden können. Thomain hat sich für den Stall Allaire und somit für Koctel du Dain entschieden. Das wiederum rief den Ecurie Luck auf den Plan. Bei einem abendlichen Treffen im Elsass haben Jean Luck und sein Enkel Eric Fremiot (Manager der Ecurie Luck) gemeinsam mit Trainer Jean-Luc Dersoir eine Entscheidung getroffen, wie der Trainer der Jiel-Pferde dem ParisTurf erzählte: "Nach der offiziellen Bestätigung, dass David Thomain für das Steuern von Hokkaido Jiel in diesem legendären Rennen nicht zur Verfügung steht, haben wir zusammen mit Herrn Luck und Herrn Fremiot Franck Nivard als Fahrer bestätigt. Seine Bekanntheit und seine Erfahrung in Rennen dieser Art sprechen klar für ihn."
Franck Nivard in Jiel-Farben - Foto: SCOOPDYGA
Nach Pierre-Yves Verva, Jean-Luc Dersoir, Alexandre Abrivard, David Thomain und Matthieu Abrivard wird Hokkaido Jiel somit an diesem Sonntag im Prix d’Amerique seinen sechsten Fahrer im Rennen erhalten. Franck Nivard, der zusammen mit Jean-Michel Bazire der erfolgreichste noch aktive Fahrer in diesem prestigeträchtigen Rennen ist, gewann die Trophäe fünfmal. Mit Meaulnes du Corta (2009), Ready Cash (2011/12) und Bold Eagle (2016/17). Der Catchdriver, der im vergangenen November die Marke von 4.000 Karrieresiegen erreichte, kommt für die berühmten Gelb-Blauen-Rennfarben auf 17 Siege aus 116 Starts. Somit bestreitet "Francky, die kalte Hand" an diesem Sonntag seinen 20. Prix d’Amerique. Seit 2008 hat er keine einzige Ausgabe verpasst. Der überraschende Rückzug des Mitfavoriten Jushua Tree, der am Montagmorgen von ParisTurf bekannt gemacht wurde, brachte ebenfalls neue Bewegung in das Feld. Der nächste Kandidat, der damit in das legendäre Starterfeld gerutscht ist, ist Bullet The Bluesky, dessen definitive Teilnahme am Dienstag bekanntgegeben wurde. Sein Trainer und Fahrer Daniel Wäjersten musste mit seinem Borups Victory, der bereits qualifiziert war, absagen. Auch Lovino Bello, der ebenfalls auf der Starterliste für den Prix Bold Eagle steht, der am Vortag des Prix d’Amerique ausgetragen wird, könnte in der 106. Ausgabe des Amerique' an den Start gehen. Wenn sich das Quartier noch für einen Start im Millionenrennen entscheidet, dürften entweder Clement oder Theo Duvaldestin im Sulky Platz nehmen, da Eric Raffin schon an Iroise de la Noe gebunden ist. --------- Filwell zurück im Monte - Pierre Levesque: "Er hat starke Gegner" Ende Juni musste Filwell sein geplantes Engagement im Prix Guillaume de Bellaigue (GR III) als Nichtstarter absagen. In der Folge setzte der Wallach ein halbes Jahr verletzt aus und kehrte an Heiligabend im Sulky zurück, um sich wieder an den Wettkampf zu gewöhnen. Am Sonntag geht der 11jährige wieder in seiner favorisierten Disziplin, dem Trabreiten an den Start.
Foto: Jean-Charles Briens
Am Montagmorgen absolvierte der Qwerty-Sohn auf der Geraden des Haras de Bellevent eine letzte intensive Arbeitseinheit - sechs Tage bevor er im Prix Jacques Andrieu (GR II) an den Start geht. "Das Pferd hatte im vergangenen Sommer gesundheitliche Probleme", erinnert Pierre Levesque, der den Wallach mit bisher 821.860 Euro Gewinnsumme selbst während der Arbeit steuerte. "Bis er wieder richtig in Schwung kam, war er für den Beginn des Meetings noch nicht bereit. Er hatte sein Comeback bei den Amateuren im Prix de Saint-Leonard am 24. Dezember, aber er ist ein Pferd, dass man kennen muss. Somit lief es im Sulky nicht gut. Am Sonntag ist es eine ungünstige Aufgabe, da er gegen qualitativ starke Gegner 25 Meter aufzuholen hat. Er wird ruhig geritten, was ihm hilft, seine Vorbereitung fortzusetzen - mit Blick auf den Prix du Pontavice de Heussey (GR III) am 15. Februar." Pierre Levesque ging auch auf den siebten Platz von Islamorada im Prix de Cornulier ein, bei dem sie durch ihre starke Schlussphase auffiel: "Wir haben ein paar kleine Dinge zu bereuen. Zwei Wochen zuvor war die Bahn bei ihrem Sieg im Prix du Calvados sehr hart, am Sonntag war sie deutlich weniger fest. Ich hatte Camille (Levesque) angewiesen, gleich loszureiten, aber die Stute war gehemmt und zögerte über zwei- bis dreihundert Meter. Danach lief sie sehr stark auf der Zielgeraden. Sie hatte keinen optimalen Tag, das ist schade, aber sie hat gezeigt, dass sie sich mit den besten Monte-Trabern messen kann. Der Prix Henri Desmontils (GR I) am 28. Februar ist eine Möglichkeit, doch wir werden nicht die Einzigen sein, die dort starten wollen, und sie hat auch noch ein geschlossenes Rennen als Alternative. Wir werden sehen." --------- PRIX D'AMERIQUE 2026 - Thomas Levesque: "Perfekt - Iroise de la Noe hat meine Erwartungen erfüllt" Am gestrigen Montag hat Iroise de la Noe, sechs Tage vor dem Amerique, ihren Trainer Thomas Levesque bei einer intensiven Arbeitseinheit im Haras de Bellevent in Beuzeville-la-Bastille (Departement Manche) vollauf überzeugt. Im Gespräch mit dem ParisTurf ging Levesque genauer auf den Zustand der Fuchsstute ein.
Foto: Jean-Charles Briens
Am 11. Januar hat Iroise de la Noe im Prix de Belgique ihren Titel verteidigt und sich somit auf den letzten Drücker qualifiziert. Aktuell scheint sie sogar in besserer Verfassung zu, als es im vorigen Winter der Fall war. "Im vergangenen Jahr wusste ich bereits am Montag, dass ich meine Stute nicht so vorgefunden hatte, wie ich es mir wünschte", erklärte Thomas Levesque. Er wollte sich daher vergewissern, dass seine Championesse nach dem Sieg im letzten B-Rennen diesmal keinen Leistungsabfall zeigt, wie es 2025 der Fall war, als sie in der Endphase des Amerique einen Fehler machte. Gemeinsam mit ihrem Trainer und begleitet von einem der ältesten Pferde im Stall, Houarneau (geritten von Charline Blaizot), arbeitete Iroise de la Noe am späten Vormittag auf der Geraden, nachdem sie zuvor ein Aufwärmtraining auf der Piste der Anlage absolviert hatte. "Wir haben drei Geraden hin und zurück gefahren und von Beginn an Tempo aufgenommen. Ich habe die Hände nie geöffnet, war aber schnell genug, damit das Herz ordentlich arbeiten musste", präzisierte der Sohn von Pierre Levesque. Stets vor ihrem Stallgefährten liegend, präsentierte sich die große Fuchsstute sehr überzeugend und zeigte sich locker und frisch. "Perfekt, sie hat meine Erwartungen erfüllt - im Gegensatz zum vergangenen Jahr", bestätigt Thomas Levesque. "Meine Stute ist deutlich besser, vor allem in ihrer Gangart. Das stimmt mich sehr zuversichtlich, und ich hoffe, dass sie diesen Zustand bis Sonntag beibehält. Sie hatte in diesem Winter kaum eine so intensive Arbeit wie heute Morgen, deshalb denke ich, dass sie am Wochenende sogar noch im Aufwärtstrend sein wird. Sie wird nun noch am Mittwoch und am Freitag arbeiten, allerdings deutlich leichter." Der 33jährige Trainer, der zudem noch einmal bestätigte, dass Eric Raffin im Sulky seiner Stute sitzen wird, zeigt sich zu Wochenbeginn sehr gelassen: "Ich bin mit ihrer Vorbereitung bis hierhin sehr zufrieden. Im Moment stehen alle Ampeln auf Grün!" --------- PRIX D’AMERIQUE 2026 - Sebastien Ernault: "Josh Power ist topfit" Als einer der Favoriten für den kommenden Prix d’Amerique, befindet sich Josh Power in der Endphase seiner Vorbereitung. Seit seinem letzten Start im Prix de Bourgogne wurde er nicht mehr im Wettkampf gesehen, hat aber in den vergangenen Tagen auf der Trainingsanlage seines Trainers Sebastien Ernault weiter an Form gewonnen.
Foto: Jean-Charles Briens
Wie die meisten Starter im Prix d’Amerique, absolvierte Josh Power am Montagmorgen seine letzte intensive Trainingseinheit, nachdem er bereits am Freitag zuvor eine anspruchsvolle Arbeit verrichtet hatte. "Das Pferd wird nun am Donnerstag noch einmal arbeiten, mit Bergauf-Passagen auf der Geraden. Am Samstagmorgen geht er dann mit meiner Frau Delphine zum Schwimmen und zu einem Spaziergang ans Meer", erklärte Trainer Ernault, der kürzlich seinen 900. Sieg als Trainer feiern konnte. "Am Freitag hatte er eher kurze, aber sehr zügige Geraden absolviert. Am Montagmorgen haben wir etwas anders gearbeitet, mit ebenso intensiven Intervallen, aber über eine längere Distanz. Vor dem Prix de Bretagne hatte er nicht so hart trainiert, denn es ist unmöglich, unsere Pferde jedes Mal auf diese Weise zu fordern. Aber alles ist in Ordnung: Er ist locker und sehr willig. Josh Power ist topfit und wird sich am Sonntag voraussichtlich mit rund 15 Kilo weniger präsentieren, als bei seinen letzten Starts. Wir sind auch gut an den kleinen Virusinfekten vorbeigekommen, die diesen Winter kursieren. Jetzt heißt es nur noch, die Daumen zu drücken, dass bis Sonntag alles gut geht." Motiviert, frisch und hellwach zeigte Josh Power bei beiden Trainingseinheiten deutlich seinen großen Enthusiasmus. Wenn Ernault die Hände ein wenig öffnete, streckte sich der Sieger der Criterien für 4- und 5jährige und trabte mit sichtbarer Lust über die Strecke. "Er wird optimal vorbereitet und in Bestform an den Start gehen", analysiert Ernault weiter. Er selbst hatte im vergangenen Winter nach einem Trainingssturz den Platz im Sulky an Eric Raffin abgeben müssen, wird Josh Power am Sonntag jedoch wieder selbst steuern - vermutlich mit einer noch besseren Chance. "Der Ausfall von Jushua Tree ist für das Spektakel bedauerlich, aber das Rennen bleibt hochklassig und deutlich offener, als es auf den ersten Blick scheint. Es gibt vier oder fünf Pferde, die leicht über den anderen stehen. Mein Pferd gehört meiner Meinung nach dazu, aber man darf keinen Starter unterschätzen. Jetzt braucht es einfach den richtigen Rennverlauf." Nachdem Ernault das Rennen im letzten Jahr von der Tribüne aus verfolgen musste, wird die frühere rechte Hand von Pierre Levesque am Sonntag wieder mitten im Geschehen sein. "Der Druck wird dieses Mal natürlich größer sein, zumal wir Josh Power seit seinem Comeback in Laval im August und seinem zweiten Platz in Mons im September gezielt auf diesen Prix d’Amerique vorbereitet haben." |
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