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Frankreich-News
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Freitag 06 März 20:42 Uhr
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Labido

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Könnte von Trump sein.

Samstag 07 März 12:25 Uhr
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Gambler

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Trump braucht keine. Der hat eine innere Uhr. Und zwar die allerbeste von allen.

Samstag 07 März 16:13 Uhr
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Luba Sonn

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Nicolas Bazire: "Joumba de Guez beginnt langsam etwas zu beschleunigen"

Im Gespräch mit dem ParisTurf hat Trainer Nicolas Bazire am Freitag einige Neuigkeiten über Joumba de Guez mitteilen können. Im vorletzten Wintermeeting konnte die imposante Fuchsstute aus dem Ecurie Vautors als einziges Pferd zwei Gruppe I-Rennen gewinnen. Eine Verletzung kurz vor Beginn des letzten Winters, stoppte die Carat Williams-Tochter. Sie war mittlerweile seit elf Monaten nicht mehr im Einsatz.

Foto: SCOOPDYGA

 

Im Rahmen seiner wöchentlichen Rubrik "Les infos de Nico", die auf dem YouTube-Kanal von ParisTurf verfügbar ist, gab Nicolas Bazire nun aber eine positive Entwicklung der 7jährigen an: "Im Moment ist alles in Ordnung. Sie ist am Montag nach Grosbois zurückgekehrt. Sie hat gearbeitet und ist sehr beweglich. Bisher ist sie nicht schneller als einen 30er-Kilometerschnitt gegangen. Im Moment macht sie viel Grundlagentraining. Jetzt wird sie langsam beginnen, etwas zu beschleunigen."

Joumba de Guez, die seit ihrem sechsten Platz in der 2025er-Ausgabe des Prix Kerjacques (GR II) nicht mehr im Rennen gesehen wurde, ist genau für dieses Rennen am 04. April in Vincennes genannt.

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Romain Derieux: "Ich ziehe es vor, in Cagnes als Erster über die Linie zu gehen, statt in Paris Vierter oder Fünfter zu werden."

Nach einem außergewöhnlichen Wintermeeting in Cagnes, bei dem er sämtliche Rekorde gebrochen hat, kann Romain Derieux den Erfolg mit seinem Champion Go On Boy fortsetzen, der an diesem Sonntag seinen ersten Sieg im Grand Criterium de Vitesse de la Cote d’Azur (GR I) anstrebt. Der Mann dieses Winters sprach im großen Interview mit dem ParisTurf.

Foto: SCOOPDYGA

 

ParisTurf: "Romain, vor den letzten drei Renntagen haben Sie als Trainer 42 Rennen gewonnen, fast 660.000 Euro Preisgeld erzielt und damit den bisherigen Rekord pulverisiert. Haben Sie mit einem solchen Triumphzug gerechnet und ist Ihnen das Ausmaß Ihrer Leistung bewusst?"

Romain Derieux: "Solche Zahlen sind schwer vorherzusagen. Ich wusste, dass ich gute Pferde habe, gute Chancen, aber dass es so läuft... Alle sagen mir, dass es enorm ist, aber im Moment realisiere ich das noch nicht richtig. Ich stecke noch mitten drin. Wahrscheinlich werde ich das Ganze erst am Ende des Meetings wirklich begreifen. Aber wenn es so gut läuft, möchte man natürlich nicht, dass es aufhört."

PT: "Nach Ihrer Sperre - hatten Sie zu Beginn des Meetings einen besonderen Revanche-Gedanken?"

RD: "Ja, das kann ich nicht leugnen. Ich war hochmotiviert. Nicht unbedingt aus Rache, aber ich war immerhin drei Monate 'im Gefängnis'. Das waren schwierige Zeiten und ich konnte es kaum erwarten zurückzukehren. Ich trainiere gerne, aber ich fahre auch sehr gerne selbst im Rennen. Das hat mir gefehlt. Ich mag es, die Arbeit vom Morgen im Rennen zu vollenden. Nur zu trainieren wäre nicht dasselbe."

PT: "Hat Ihnen diese Sperre, durch die Ihr Stall mehrere Monate stillstand, im Winter vielleicht sogar geholfen?"

RD: "Ein Stück weit sicherlich. Ich wusste, dass einige Pferde, die eigentlich im Herbst laufen sollten, drei Monate später ihre Chance bekommen würden. Das ergab sich aber eher aus der Situation heraus. Gleichzeitig stand natürlich auch ein gewisser Druck dahinter, nach diesen ruhigen Monaten im Winter erfolgreich zu sein. Zu dieser Jahreszeit hat man immer Angst vor Krankheiten. Das war auch bei uns der Fall, aber wir sind ziemlich gut durchgekommen. Danach lief vieles wie von selbst, und wir haben nur wenige Ziele verpasst. Wenn man auf solche Zahlen kommt, bedeutet das ohnehin, dass nicht viel schiefgelaufen ist, auch wenn ich ein paar Rennen hätte mehr gewinnen können (lacht)."

PT: "Wie schaffen Sie es, Ihre Pferde über drei Monate hinweg in Form zu halten?"

RD: "Ich hatte mir nicht vorgenommen, Rekorde zu brechen. Ich habe vor dem Meeting ein Programm für meine Pferde erstellt und ihnen keine zusätzlichen Rennen gegeben, die nicht ohnehin geplant waren. Wenn man seine Ziele trifft, kann man die Engagements besser auswählen und den Pferden zwischen den Rennen Zeit lassen. Das ist ein positiver Kreislauf. Außerdem habe ich viele große Pferde, mit denen man vorsichtig umgehen muss. Nehmen wir Mindfreak: Er gewann Mitte Dezember und dann wieder Ende Februar. Ich lasse ihnen gerne Zeit zur Erholung und bringe sie nur an den Start, wenn sie wirklich in Form sind. Andere sind häufiger gelaufen, weil sie vielleicht etwas weniger Reserve haben und die Engagements gut aufeinanderfolgten.

Ein weiteres Beispiel ist Javanais Delo: Ich wusste, dass er zu Beginn des Meetings eine ideale Aufgabe hatte und dafür bereit sein musste. Dagegen habe ich bei Journey of Dream, einer der positiven Überraschungen des Winters mit zwei Siegen, alles auf Ende Januar ausgerichtet, und das schon seit September. Bei einem großen Hengst wie Man On Fire habe ich mehrere Rennen dicht hintereinander geplant, weil danach eine Pause vorgesehen war. Wir haben also versucht, jedes Pferd individuell auf seine Ziele vorzubereiten und nicht übermäßig zu starten, weshalb die Form über den ganzen Winter hinweg konstant blieb."

PT: "Sie haben, abgesehen von Go On Boy, keine großen Grand-Prix-Pferde und haben vor allem sogenannte 'Serienrennen' gewonnen. Ist das vielleicht das Geheimnis, mit geschonten Pferden in dieser Kategorie anzutreten?"

RD: "Das stimmt. Hinter Go On Boy habe ich keine echten Grand-Prix-Pferde, abgesehen von Krooner d’Heripre, der bisher den Coupe-Weg gegangen ist. Viele meiner Pferde laufen in Serienrennen. In Cagnes sind diese Rennen vielleicht etwas weniger stark besetzt als anderswo, aber man muss sie trotzdem erst einmal gewinnen. Ideal wäre es, in Vincennes zu starten, aber ich ziehe es vor, in Cagnes als Erster über die Linie zu gehen, statt in Paris Vierter oder Fünfter zu werden."

PT: "Gab es unter Ihren vielen Siegern des Winters Pferde, die besonders herausgestochen haben?"

RD: "Alle haben gute Arbeit geleistet, aber ich würde Krooner d’Heripre nennen. Er hat bisher eine perfekte Serie hingelegt, und ich hoffe, dass das bis Samstag so bleibt. Ich mochte ihn schon immer. Wir haben ihn geschont, und er zahlt es uns zurück. Sehr zufrieden bin ich auch mit Mindfreak. Dieser Sohn von Go On Boy ist mein Lieblingsvierjähriger. Er ist ein großes Pferd, dem noch etwas Kraft fehlt und das noch längst nicht alles gezeigt hat. Wenn ihm nichts passiert, hat er meiner Meinung nach eine große Zukunft."

PT: "Sie haben als Fahrer 45 Rennen gewonnen. Fühlen Sie sich auf der Bahn von Cagnes besonders wohl, und haben Sie den Eindruck, dass Ihre Gegner Sie fürchten oder Sie im Rennen manchmal gewähren lassen?"

RD: "Ja, das ist möglich. So ähnlich wie wenn man in Vincennes gegen Jean-Michel Bazire fährt. Da versucht man auch nicht unbedingt, ihn zu blockieren. Ich kenne die Bahn von Cagnes in- und auswendig. Ich bringe gute Pferde mit und gewinne viele Rennen, also werde ich natürlich etwas mehr respektiert. Außerdem kann ich auch ein gutes Zugpferd für andere sein. Aber egal ob in Vincennes, Cagnes, Marseille oder Reims: Wenn man ein gutes Pferd vor sich hat, sieht man automatisch weniger dumm aus (lacht)."

PT: "Verfolgen Sie die sozialen Netzwerke? Und wenn ja, was sagen Sie denen, die Ihren Erfolg nach Ihren Sperren für verdächtig halten?"

RD: "Ja, ich schaue gelegentlich hinein. Man kann die Leute nicht daran hindern zu reden. Zum Glück antworte ich nicht auf die beleidigenden Nachrichten, die ich auf Instagram oder Facebook bekomme. Das geht an mir vorbei. Wenn man sich damit beschäftigt, kommt man nicht mehr vorwärts. Meine Antwort gebe ich auf der Rennbahn. Ich weiß, was ich jeden Morgen bei der Arbeit mache. Ich habe einen guten Stall und investiere viele Stunden, auch wegen der vielen Reisen. Das ist der Grund, warum wir Rennen gewinnen. Ich wurde zwar gesperrt, aber nicht wegen Dopings. Es ging jedes Mal um Behandlungen oder um versehentliche Verunreinigungen. Viele ziehen sofort falsche Schlüsse, sobald jemand Erfolg hat. Ein bisschen Neid spielt sicher auch eine Rolle. So ist unsere Zeit. Aber es gibt im Leben wichtigere Dinge."

PT: "Ein Sieg von Go On Boy im Criterium de Vitesse wäre der krönende Abschluss Ihres Winters. Ist das, bei der aktuellen Form Ihres Stalls, vielleicht die Gelegenheit überhaupt?"

RD: "Das wäre wirklich das i-Tüpfelchen! Ich bin schon sehr zufrieden mit unserer Startnummer 4. Ich wollte eine mittlere Nummer, und genau das haben wir bekommen. Wie ich schon gesagt habe, wirkt er im Training sehr frisch, zumal er seinen Formhöhepunkt erst zum Prix de France erreicht hat, nachdem er Anfang Januar krank war. Das Feld ist stark, aber der echte Go On Boy hat kein Problem damit, ihnen allen in die Augen zu schauen."

PT: "Warum hat ihm die Meile von Cagnes bisher noch nie gelegen?"

RD: "Wenn ich mich richtig erinnere, hatten wir beim Startnummern-Los nicht viel Glück. Der Start ist in Cagnes sehr speziell, weil man schnell in den ersten Bogen kommt. Deshalb ist die Nummer so wichtig. Außerdem sind die Geraden lang, was vielleicht weniger Positionswechsel zulässt, wenn man erst einmal seinen Platz im Feld hat, ohne dabei zu viel Kraft zu verbrauchen. Letztes Jahr habe ich einen Fehler bei der Beschlagwahl gemacht. Ich wollte ihn leichter beschlagen, aber auf der harten Bahn fühlte er sich damit nicht wohl. Dieses Jahr werde ich nichts ändern: Er wird seine Combi-Pads tragen, wie bei seinem zweiten Platz vor einem Monat im Prix de France. Wir werden versuchen, endlich den Bann zu brechen."

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Matthieu Abrivard: "Iguski Sautonne wird mit der 7 umgehen müssen"

Nach Jean-Michel Bazire in diesem Winter, kehrt nun wieder Matthieu Abrivard als Berater in die Online-Ausgabe des ParisTurf' zurück, um über seine vergangene Woche und die kommenden Tage zu berichten. Zum Auftakt spricht er über seine nächsten Starter, wobei es  insbesondere natürlich über den Auftritt von Iguski Sautonne im Grand Criterium de Vitesse de la Cote d’Azur geht. Außerdem zieht Abrivard auch noch seine Bilanz über das abgelaufene Wintermeeting und blickt bereits auf die kommenden Rennen in der Provinz voraus.

Foto: SCOOPDYGA

 

Die Vorschau:

"Am Sonntag wird Iguski Sautonne also im Grand Criterium de Vitesse de la Cote d’Azur antreten, aber mit der Startnummer 7 hatten wir bei der Auslosung kein Glück. Das ist schade, denn mein Pferd ist wirklich gut drauf. Ich habe am Donnerstagmorgen mit ihm auf dem Land gut gearbeitet. Er wird erstmals über die Meile laufen, aber das sollte kein Problem sein. Seit dem Prix de France hat er wieder etwas Frische bekommen, ist schon längere Reisen gewohnt und wird sich freuen, wieder auf einer flachen Bahn über eine kurze Distanz zu laufen. Allerdings dämpft diese ungünstige Nummer hinter dem Auto natürlich meine Erwartungen.

Go On Boy, Hokkaido Jiel und Executive Ek, bei dem man spürt, dass 'Goccia' sehr zuversichtlich ist, haben bessere Startnummern gezogen, ebenso Inmarosa. Über 1.609 Meter liegen die Pferde dicht beieinander, und Startnummern über der 4 sind schon ein Nachteil. Ich werde auch gegen mein Herzenspferd Frank Gio antreten, aber das musste ja irgendwann passieren. Nach diesem Rennen wird er zwei Wochen pausieren, um zur Decksaison zu gehen, und anschließend für den Prix de l’Atlantique vorbereitet, den er im vergangenen Jahr gewonnen hat. Da er im Prix de Cornulier etwas Horn abgelaufen hatte, habe ich ihn im Prix de France nicht barfuß laufen lassen, diesmal wird das jedoch der Fall sein. Abgesehen von dieser schlechten Startnummer stehen alle Ampeln auf Grün.

Jolivert du Gers trifft am selben Tag ebenfalls auf eine schöne Aufgabe. Er ist einer der jüngsten im Feld und kann sich dort zeigen. Er wird nicht nur 'mitschwimmen'.

Am Sonntag in Cordemais findet King Track eine gute Aufgabe vor, da er von der Grundmarke startet. Er hat zuletzt gewonnen und kommt wieder in Form. Ich denke, er hat noch eine gewisse Reserve. Ich habe Vertrauen in mein Pferd und auch in meine Nachwuchsfahrerin Lea Charriaud. Jazz de Padd, der gerade eine Quinte in Vincennes gewonnen hat, wird beschlagen laufen, um die Etappe der Trophee Vert in Ecommoy Anfang April vorzubereiten.

Am Montag startet Laroze du Gers in Caen. Zuletzt in Vincennes war sie auf gutem Weg, als sie einen Fehler machte. Natürlich waren wir etwas enttäuscht, aber diesmal findet sie eine gute Aufgabe von der Grundmarke vor, auch wenn hinter ihr starke Gegner stehen. Da ich in den Urlaub fahre, wird sie wahrscheinlich von Francois Lagadeuc gefahren."

Enttäuschung der Woche:

"Morning News galoppierte zu Beginn der Zielgeraden, obwohl sie letzten Samstag in Vincennes noch stark hätte enden können. Von Mozart Sautonne hatte ich an diesem Tag über 2.100 Meter ebenfalls mehr erwartet. Letztlich liegt ihm eine längere Distanz besser."

Die positiven Überraschungen:

"L’As Desbois hat im Prix de Selection eine echte Leistung gezeigt. Er war der einzige aus dem zweiten Band, der wieder nach vorne kam. Er hat die Arbeit für alle gemacht und bis zur Ziellinie nicht nachgelassen. Sehr gefallen haben mir auch die ersten Schritte meines kleinen Hengstes New Look Senoville am Sonntag in Reims. Er wurde nur von einem guten Pferd aus dem Stall von Fabrice Souloy geschlagen und sollte noch von sich reden machen."

Wintermeeting mit Licht und Schatten

"Es fällt schwer zu sagen, dass der Stall ein schlechtes Meeting hatte. Schließlich haben wir den Prix de Cornulier gewonnen. Allerdings hatten wir, wie viele meiner Kollegen, auch mit kranken Pferden zu kämpfen, und einige konnten ihr eigentliches Potenzial nicht zeigen. Wir haben nicht viele Rennen gewonnen, dafür aber viele zweite Plätze geholt (Anm.: sieben Siege und zehn zweite Plätze). Wir standen also nicht oft zum Siegerfoto bereit, haben aber dennoch gutes Geld verdient (Anm.: 665.000 Euro). Die Pferde, die durch Krankheit Zeit verloren haben, werden das im Frühjahr nachholen.

Als Fahrer hätte ich sehr gern mit Frank Gio gewonnen. Wir wurden Zweiter im Prix du Continental, dann Zweiter im Prix de Belgique und Vierter im Prix d’Amerique. Alles gute Leistungen, aber wir haben nicht gewonnen. Sowohl mit Frank Gio als auch mit Golden Gio hätte ich gerne einen Gruppe I-Sieg für den Ecurie Bivans geholt. Als Catch-Driver habe ich heute sicher nicht mehr die gleiche Kundschaft wie früher, und viele junge Fahrer drängen nach. Man muss sich immer wieder hinterfragen. Ich habe aber noch genauso viel Lust, Rennen zu gewinnen, auch wenn ich inzwischen zusätzlich einen eigenen Stall zu führen habe. Vielleicht fahre ich weniger Pferde als früher, aber insgesamt auf einem sehr guten Niveau."

Freude über die Rückkehr in die Provinz

"Ich freue mich sehr, wieder in meinem Trainingszentrum auf dem Land zu sein, und wir hatten eine wunderschöne Woche. Ich habe meinen Traktor, meine Pferde und meine kleinen Vögel wieder, die mich morgens wecken (lacht). Kurz gesagt: Alles ist gut. Diese Zeit im Jahr mag ich sehr. Ich bin mental gut drauf, und ich denke, dass mein Stall gut gerüstet ist, um in den kommenden Wochen auf den Provinzbahnen unterwegs zu sein. Wegen der Krankheiten im Stall und der Vorbereitung auf den Prix de Cornulier mussten einige meiner Pferde zurückgestellt werden. In den nächsten Wochen kann ich sie nun auf unseren Provinzbahnen einsetzen. Zunächst einmal fahre ich aber am Montag für eine Woche in den Urlaub."

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Lana Henry: "Das wird ein außergewöhnlicher Moment"

Am Sonntag wird Lana Henry in Cagnes-sur-Mer erstmals die Atmosphäre eines Gruppe I-Rennens erleben, wenn sie im Criterium de Vitesse de la Cote d’Azur im Sulky von Largo de Castelle sitzt. Ein Renntag, der sowohl sportlich als auch emotional reich sein dürfte, denn auch im 'Coupe des 4 ans' wird sie mit ihrem Herzenspferd Manhattan Emge stark im Fokus stehen. Einem Pferd, dem eine große Zukunft vorausgesagt wird.

Foto: SCOOPDYGA

 

Am 30. Januar musste Lana Henry nach einem schweren Sturz in Toulouse pausieren. Die 21jährige erlitt dabei einen Handgelenksbruch. Eine schwierige Phase, die die junge Frau mit großer Entschlossenheit überwunden hat. Während ihrer Genesung richtete sie ihren Blick bereits fest auf die Zukunft und auf einen bestimmten Termin in Cagnes-sur-Mer - den Renntag des Criterium de Vitesse de la Cote d’Azur.

"Mein Ziel war sofort klar: Ich wollte unbedingt im 'Coupe des 4 ans' im Sulky meines Herzenspferdes Manhattan Emge am Start sein", erklärt sie. Am 21. Februar kehrte sie in den Rennbetrieb zurück. Dass sie an diesem Tag auch im Hauptereignis der Riviera starten würde, im Sulky von Largo de Castelle, konnte sie sich damals allerdings nicht vorstellen. Es ist der erste Gruppe I-Start ihrer Karriere.

"Das wird ein außergewöhnlicher Moment. Es ist eine Überraschung, ich hatte nicht damit gerechnet, im Feld zu sein. Mein Agent Jeremy Fievre hat Kontakt zur Familie Grift aufgenommen. Henk (der Trainer) hat mich vor vier Tagen angerufen, um mir die Nachricht zu überbringen. Ich danke ihm, dass er an mich gedacht hat, denn an diesem Tag sind viele Fahrer verfügbar. Wenn man die Möglichkeit bekommt, solche Pferde zu fahren, überlegt man nicht lange. Wenn man zögert, ist man für diesen Beruf nicht gemacht. Largo de Castelle hat vielleicht nicht die erste Chance, aber auf diesem Niveau zu starten ist etwas Besonderes. Hier geht es vor allem darum, Spaß zu haben und mein Pferd zu respektieren. Wenn ich ein Preisgeld mitnehme, wäre das schon ein Sieg."

Nach Johanna Lindqvist (Couch Doctor 2004, Lönshults Danne 2009), Florence Lecellier (Marine du Hauzey 2009) und Helen Johansson (Ina Scot 1995) wird Lana Henry seit 1978 erst die vierte Frau sein, die an diesem prestigeträchtigen Rennen teilnimmt.

Deutlich höher sind hingegen die Erwartungen mit dem hoch eingeschätzten Manhattan Emge, der im 'Coupe des 4 ans' zu den Attraktionen zählen wird. Der Sohn von Gotland kommt mit zwei leichten Siegen gegen seine Altersgenossen auf derselben Strecke in Gruppe III-Rennen nach Cagnes. "Diese Prüfung haben mein Vater (Yannick/Trainer) und ich gezielt vorbereitet. Manhattan ist bereit. Für mich und für den ganzen Stall ist er ein ganz besonderes Pferd. Ich fahre ihn seit seinem Debüt. Wir sind zusammen gewachsen und lernen mit jedem Rennen dazu."

Langfristig könnte diese Geschichte sogar einen klassischen Weg einschlagen: "Wir denken bereits an das Criterium der 4jährigen am 12. September. Das wäre dann auch eine schöne Erinnerung an Hastronaute (2021), der meinem Vater seinen einzigen Gruppe I-Sieg beschert hat."

Bevor sie noch größer träumt, wird Invictus du Dollar, mit dem sie im November 2024 in den Kreis der Profis aufgestiegen ist, ihr dritter Starter des Nachmittags sein. "Zuletzt in Toulouse wurde er trotz eines platten Reifens noch Dritter, was seine Zähigkeit zeigt. Im Training ist er perfekt. Wenn er im Trab bleibt, hat er die Klasse, um zu gewinnen."

Für Lana Henry könnte es ein sehr erfolgreicher Nachmittag an der Riviera werden. "Ein besonderer Ort für mich. In Cagnes habe ich mein erstes Gruppe III-Rennen mit Gardner Shaw (2024) gewonnen und mein zweites mit Manhattan Emge (2026). Im Stall, der noch weitere Starter hat, haben wir diesen Tag gezielt vorbereitet."

Seit Beginn ihrer Karriere hat Lana Henry bereits 95 Siege erzielt. "Meine Ergebnisse sind konstant", erklärt sie (35 Siege im Jahr 2025 und 33 im Jahr 2024). "Ich hoffe, die Marke von 100 Siegen bis Ende März oder im nächsten Monat zu erreichen. Aber das wichtigste Ziel bleibt der Erfolg unseres Stalls."

Nachdem sie zuvor für Jean-Michel Bazire gearbeitet hatte, wechselte sie vor zwei Jahren in den Stall ihres Vaters Yannick. Eine Zusammenarbeit, die bereits 72 Siege sowie eine Erfolgsquote von 46% bei den Platzierungen gebracht hat. "Es ist eine Chance, als Familie zusammenzuarbeiten. Man engagiert sich anders und denkt langfristiger. Mein Vater vertraut mir immer mehr und gibt mir zunehmend Verantwortung. Ich liebe es, meine Pferde morgens zu trainieren. Gleichzeitig würde ich als Fahrerin auch gerne häufiger von außen engagiert werden. Deshalb habe ich einen Agenten. Das Ziel ist es, mehr Rennen zu gewinnen und sich einen Namen zu machen."

Sonntag 08 März 19:20 Uhr
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Luba Sonn

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Nicolas Delamarre: "Es ist nicht einfach, gute Pferde anvertraut zu bekommen, wenn man von ganz unten kommt"

Am letzten Mittwoch startete der Grand National du Trot in eine neue Saison. Im Lauf für die Amateure konten zwei Schützlinge aus dem Stall von Nicolas Delamarre die ersten beiden Plätze in der beliebten Rennserie belegen. Für LeTrot Grund genug ein Portrait über den Trainer zu erstellen, der sich nach viel Arbeit bald über seine selbst fertiggestellte Trainingsanlage freuen kann.

Foto: APRH

 

Licht am Ende des Tunnels

Nicolas Delamarre sah in der frühlingshaften Milde, die am Mittwoch in Amiens herrschte, vielleicht ein gutes Zeichen. Dort stellte er in der ersten Etappe des Grand National des Amateurs seine beiden ersten Starter des Jahres vor. Der Doppelerfolg von Kimmajo und Icare du Faouet überzeugte ihn endgültig davon, dass er nach langen Wochen harter Arbeit endlich Licht am Ende des Tunnels sieht. In seiner neuen Anlage in La Poterie-Mathieu (Departement Eure) stand er während der Bauarbeiten oft buchstäblich mit den Füßen im Wasser.

"Der Winter war sehr lang...", sagt der Trainer, der 2025 seine bislang beste Saison erlebte: 20 Siege mit weniger als 80 Startern und über 175.000 Euro Gewinnsumme.

Ein "tiefgehendes" Projekt

Gemeinsam mit seinem fünf Jahre jüngeren Bruder Pierre, der seit zwei Jahren mit ihm arbeitet, hat Nicolas Delamarre die Pläne für diese neue Trainingsanlage entworfen. In den kommenden Wochen hofft er, dass sie endlich vollständig nutzbar sein wird: "Alle Erdarbeiten sind erledigt, aber wegen des Zustands des Bodens nach den vielen Regenfällen können wir derzeit nicht die 80 Lastwagen mit jeweils 44 Tonnen Sand anfahren lassen."

Die Anlage umfasst zwei Bahnen und zwei Geraden. Auf einer der beiden ist der Sand zwischen zehn und fünfzehn Zentimetern tief. "Die Idee ist, intensiver zu trainieren, ohne dabei schnell zu arbeiten", erklärt er. "Thierry Duvaldestin hat eine Bahn dieser Art. Auch Alessandro Gocciadoro arbeitet schon lange so."

Vom Pferdevirus eingeholt

In der Familie Delamarre sind Nicolas und sein Bruder bereits die vierte Generation von Trabertrainern. Ihrem Schicksal konnten sie letztlich kaum entkommen. Auch wenn Nicolas ursprünglich lieber Profifußballer geworden wäre, bevor ein Verkehrsunfall diesen Traum mit 18 Jahren zerstörte. "Ich bin relativ spät zu den Pferden gekommen, nach einem Studium für Sportwissenschaften. Da war ich zwischen 23 und 24", erzählt er. "Ich habe zunächst mit meinem Vater Patrick gearbeitet, dann bei Robert Chauvin, bevor ich mich vor zehn Jahren selbstständig gemacht habe. Wir versuchen natürlich zu selektieren, aber es ist nicht einfach, gute Pferde anvertraut zu bekommen, wenn man von ganz unten kommt. Also versuchen wir, aus durchschnittlichen Pferden das Beste herauszuholen. In der Hoffnung, irgendwann einmal das richtige Top-Pferd zu bekommen."

Inoa de Somoza - zehn Siege

Unter den besten Pferden, die er trainiert hat, nennt Delamarre zuerst Elmer du Belver, dicht gefolgt von Inoa de Somoza. "Letztes Jahr haben wir sie dreizehnmal gestartet und haben zehnmal gewonnen! Für einen kleinen Stall wie unseren ist das großartig", freut er sich. Allerdings sei der Weg mit der Tochter von Ubriaco nicht immer einfach gewesen: "Als junges Pferd hatte sie einen schwierigen Charakter. Wir brauchten lange, um uns zu verstehen. Sie hat sich einmal verletzt – und dann noch einmal. Deshalb ist sie nicht oft gelaufen. Ohne Eisen hat sie dann drei Leistungssprünge gemacht."

Nachdem sie im Finale des GNA (Grand National du Trot für Amateure) im vergangenen Dezember erneut Probleme mit einer Sehne bekam, könnte sie in etwa zwei Monaten wieder an den Start gehen.

Keine falschen Fassaden

Wenn sich Nicolas Delamarre in seinem Beruf etwas gönnt, dann ist es die Zusammenarbeit mit Besitzern, die er wirklich schätzt. "Natürlich hat das Vor- und Nachteile. Es schränkt einen zum Beispiel ein. Aber ich kann einfach keine falschen Fassaden aufrechterhalten."

Auf eine weitere Freude kann sich der 42jährige ebenfalls bald einstellen: das Arbeiten auf seiner neuen Anlage, für die er unermüdlich Einsatz zeigt. "Wir haben alles selbst mit Freunden gemacht. Wenn man kein Geld hat, muss man sich eben zu helfen wissen und in der Lage sein, alle möglichen Arbeiten selbst zu erledigen."

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Cedric Megissier: "Wir haben Kano wieder richtig für den Sulky aufgebaut"

Am gestrigen Samstag ging das Hauptrennen der Veranstaltung in Bordeaux, der abschließende Grand Prix Dynavena, an den zweiten Favoriten Kano. Der Favorit Kash des Caillons galoppierte nach zwei Fehlstarts bereits beim gültigen Ab und wurde früh disqualifiziert.

Quelle: Screenshot Equidia

 

Für den siegreichen Uhlan du Val-Sohn scheint damit ein Leistungstief überwunden zu sein. Immerhin gehörte der mittlerweile 6jährige vor nicht allzu langer Zeit zu den sehr interessanten Jahrgangspferden. Vor allem weil der Hengst im Vorjahr bei seinem Monte-Debüt direkt einen Halbklassiker gewinnen konnte. Warum Kano nun aber vorerst nicht unter dem Sattel zu sehen sein wird, erklärte Besitzer und Trainer Cedric Megissier im Anschluss am Mikrofon von Equidia.

Nachdem Kano nach einer kurzen Rochade erneut die Führung übernommen hatte, setzte er sich im Einlauf spielerisch ab und gewann ohne jemals ernsthaft gefährdet zu werden in guten 12,9/2.650 Meter.

ZUM VIDEO

Trainer und Besitzer Cedric Megissier ist auch der Stammfahrer und erklärte nach dem Sieg: "Er hat einen sehr guten Antritt beim Start, und ich habe das genutzt, um gleich Abstand zu den Pferden aus dem zweiten Band zu gewinnen. Als unser Hauptgegner Kash des Caillons früh galoppierte, wurde es natürlich einfacher. Kano ist ein eher ruhiges Pferd. Man muss ständig bei ihm bleiben, aber er hat nicht nachgelassen und gewann am Ende leicht."

Er erinnerte auch noch einmal daran, dass der 6jährige zunächst erfolgreich unter dem Sattel war, später jedoch Probleme mit einem Rückenwirbel bekam und etwas aus dem Gleichgewicht geriet. "Wir haben ihn behandelt und wieder richtig für den Sulky aufgebaut. Ob wir wieder unter dem Sattel starten, werden wir sehen - aber mit Vorsicht."

Der Sieg hat für Cedric Mégissier eine besondere Bedeutung, denn er hat sowohl Vater als auch Mutter des Siegers trainiert. Da die Karriere von Kano im Trabreiten derzeit in den Hintergrund gerückt ist, dürfte sich der 6jährige im Laufe des Jahres vor allem in regionalen Grand-Prix-Rennen vorstellen.

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Mittwoch in Laval - Comeback von Jabalpur

Am kommenden Mittwoch ist die Quinte zum ersten Mal in diesem Jahr auf der Rennbahn in Laval geplant. Grund dafür ist der 'Grand Prix des Departemental de la Mayenne', der zwar nur den Status eines Course A besitzt, aber in der vorläufigen Starterliste dennoch einige prominente Namen versammelt hat. Nach den Streichungen am Samstag verbleiben noch 19 Pferde mit Nennungen, womit die Königswette wie vorgesehen im Hauptereignis ausgespielt werden sollte.

Foto: APRH

 

So ist unter anderem Jabalpur in der Liste zu finden. Der Bahnrekordhalter von Vincennes scheiterte im Winter krankheitsbedingt an der Qualifikation für den Prix d’Amerique. Nun kommt der 7jährige für seine Rückkehr wenig überraschend mit vollem Beschlag an den Ablauf und erhält somit nur ein 'Prepare'. "Er befindet sich noch in der Aufbauphase und wird mit seinen Trainingseisen antreten. Dieses Rennen soll ihn anschließend zu einem Gruppe I-Rennen führen“, bestätigt Arnaud Chavatte, der den Schützling des Ecurie Tramontom selbst fahren wird.

Nicht viel ernster dürften die Absichten im Stall von Jean-Paul Marmion sein. Der Trainer bringt seinen Crack Ino du Lupin an den Start. Der 8jährige war seit dem Ausfall Ende Januar bei seinem Monte-Debüt nicht mehr im Rennen zu sehen und muss zudem 50 Meter Zulage in Kauf nehmen.

Dagegen dürfte sich Trainer Emmanuel Varin mit seinem Ksar im zweiten Band gute Möglichkeiten ausrechnen. 

Von den an der Grundmarke genannten Pferden dürften Lord Delo und Rikita JP auch gute Chancen besitzen. Letztere ist bereits fest mit Eric Raffin eingeplant. Außerdem dürfte Lemon Tree, der kürzlich Dritter in Caen war, seine Form weiter aufbauen. Ebenso könnte Live To Tell, Gruppe II-Sieger aus dem letzten Sommer, sein Comeback anvisieren.

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Matthieu Abrivard: "Iguski Sautonne war heute unglaublich stark"

An diesem Sonntag zeigte Iguski Sautonne im Grand Criterium de Vitesse de la Cote d’Azur eine dominierende Start-Ziel-Leistung und geht nun mit dem sehr seltenen Double aus Prix de Cornulier und 'Vitesse' in die Geschichte ein. Hinter dem Abrivard-Schützling belegten die sehr starke Harley Gema den zweiten Platz und der kämpferische Go On Boy den dritten Rang.

Foto: SCOOPDYGA

 

Der letzte Traber dem im gleichen Jahr Siege im 'Cornulier' und 'Vitesse' gelungen sind, war 1976 kein geringerer als Bellino II. Mit seinem souveränen Sieg im Grand Criterium de Vitesse de la Cote d’Azur gelang Iguski Sautonne nebenher auch schon sein dritter Gruppe I-Erfolg in weniger als zwölf Monaten.

Trotz seiner ungünstigen Startnummer 7 außen begann der von Matthieu Abrivard trainierte Schützling sehr schnell und übernahm bereits nach zweihundert Metern die Führung. Gute 700 Meter vor dem Ziel zog der Favorit Go On Boy mit Iguski Sautonne fast gleich, doch der Sohn von Village Mystic zog im Einlauf deutlich davon und siegte in einem starken Schnitt von 08,6. "Er war heute unglaublich stark", schwärmte Matthieu Abrivard am Mikrofon von Equidia. "Die 1.609 Meter kannte er noch nicht, aber ich war nicht allzu besorgt. Natürlich war Startnummer 7 kein Vorteil, und ich wusste, dass ich früh eine Anstrengung unternehmen musste. Genau so kam es auch, aber danach hat mich niemand mehr wirklich unter Druck gesetzt.

Selbst Romain Derieux hat eher Tempo herausgenommen, als er neben mich kam. Mein Pferd konnte gut durchatmen und hat zum Eingang der Zielgeraden einen enormen Endspurt hingelegt. Er besitzt viel Geschwindigkeit, ist aber auch an der Spitze sehr stark. Er bleibt dabei schön locker. Das war heute wirklich eine große Leistung."

ZUM VIDEO

Nach seinem Sieg im Prix de l’Atlantique (GR I) im vergangenen Jahr beweist Iguski Sautonne damit erneut, dass er tatsächlich zu den besten europäischen Pferden auf der Kurzstrecke gehört.

Harley Gema öffnet neue Türen

Bei ihrem ersten Auftritt gegen die Elite und über die Meile, auf einer Bahn, auf der sie Anfang Januar bereits den Prix de la Cote d’Azur (GR III) gewonnen hatte, sicherte sich Harley Gema einen hervorragenden und vielversprechenden zweiten Platz und zeigte dabei einen starken Endspurt. Ihr Trainer Marc Sassier, der dieses Rennen mit großer Spannung erwartet hatte, war nach dem Lauf besonders zufrieden und stolz auf seine Stute: "Ich bin sehr zufrieden mit ihrer Leistung. Zu Beginn des Rennens wurde sie etwas überrannt, aber danach hat sich alles gut entwickelt. Vielleicht hat ihr das auch geholfen, für die Schlussphase noch genügend Reserven zu haben. Ich war der Meinung, dass sie auf flachen Bahnen mit den Besten mithalten kann, und das hat sie heute bewiesen. Das ist großartig!"

Die Leistung der Tochter von Bold Eagle eröffnet ihr nun auch Perspektiven im Ausland. "Ich wurde bereits von Leuten aus Solvalla angesprochen. Wir werden sehen, was nun passiert. Jetzt warten wir erst einmal auf die Einladungen", fügte er lachend hinzu.

Der stets zuverlässige Go On Boy komplettierte das Podium nach einem schwierigen Rennverlauf. Der Sohn von Password musste lange in zweiter Spur laufen und dabei ohne Deckung traben. "Wir wissen, dass er nicht besonders schnell startet. Im ersten Bogen fand ich mich außen wieder und musste nach vorne gehen. Am Ende hat er dennoch nicht aufgegeben und bis zum Schluss gekämpft. Angesichts des Rennverlaufs ist das eine sehr gute Leistung", erklärte Derieux, der 'Mann des Winters' an der Riviera. Für seinen Champion ist es bereits die sechste Teilnahme über die Meile von Cagnes. Ein Sieg dort bleibt ihm bislang jedoch weiterhin verwehrt.

Fellow Wise As überrascht - Hokkaido Jiel mit Pech

Während Leo Abrivard, der wie bereits 2024 mit Inmarosa den vierten Platz belegte, nach einem guten Rennen im Windschatten des führenden und späteren Siegers einräumte, dass seine Stute "vielleicht nicht mehr ganz so durchschlagskräftig ist wie zu Beginn des Winters, sonst hätte sie um Platz zwei kämpfen können", zeigte sich Nicolas Bazire sehr erfreut über den fünften Platz des Außenseiters Fellow Wise As, der die Quinte komplettierte: "Er hat das Rennen sehr stark beendet. Das macht wirklich Mut für die Zukunft, denn wir können ihn noch deutlich besser präsentieren. Er hat oft Rückenprobleme. Heute traf er auf die Besten, lief eine 09er-Zeit und landete trotzdem noch vor Pferden wie Frank Gio oder Executiv Ek. Wir hatten nicht viele passende Rennen für ihn, aber jetzt wissen wir, dass wir ihn auch auf höherem Niveau einsetzen können. Der Test ist sehr positiv."

Enttäuschung herrschte hingegen im Lager des Amerique-Siegers Hokkaido Jiel. Er fand im Endspurt nie eine freie Passage und sprang hundert Meter vor dem Ziel an, als er hinter Go On Boy festsaß. "Das ist schade, denn ich hatte genug Reserven, um problemlos Zweiter zu werden. Das Pferd war in Topform", erklärte Franck Nivard gegenüber dem ParisTurf.

'Atlantique', aber kein 'Lotteria'

Vertreter aus Neapel waren an diesem Sonntag auf der Rennbahn von Cagnes anwesend, um dem Sieger des Grand Criterium de Vitesse eine Einladung für den 'Lotteria' (GR I) zu überreichen, der am 03. Mai ausgetragen wird. Iguski Sautonne erhielt somit das begehrte Ticket für das legendäre italienische Rennen. Doch Matthieu Abrivard erklärte dem ParisTurf, dass er der Einladung aus Italien voraussichtlich nicht folgen werde. "Wir wurden nach Neapel eingeladen, aber ich werde dort nicht starten. Das Pferd befindet sich mitten in der Decksaison. Außerdem ist die Bahn dort, ich bin da schon mehrfach gefahren, sehr hart. Man muss dort beschlagen antreten, während Iguski barfuß laufen muss, um sein volles Potenzial zu zeigen. Ein Pferd wie Go On Boy wäre dort wahrscheinlich besser aufgehoben als meines. Vorerst wird er seine gewohnte Routine fortsetzen. Wir müssen ihn auch regelmäßig tierärztlich kontrollieren, weil er immer wieder kleine Probleme hat. Wenn sein Check-up gut ausfällt, werden wir uns auf den Prix de l’Atlantique (GR I) in Enghien ausrichten."

Welche Franzosen für Solvalla?

Am Sonntag konnte Sebastien Piazza, Chefredakteur des ParisTurf', über Gerard Forni mit Markus Myron, dem Verantwortlichen der Rennbahn von Solvalla, ins Gespräch kommen. Zwar schließt der schwedische Funktionär eine mögliche Teilnahme von Iguski Sautonne am Elitloppet nicht aus, äußerte jedoch Zweifel daran, ob sich das Pferd an das Rennformat mit Vorläufen anpassen kann.

Aus Sicht von Markus Myron stechen derzeit vier französische Spitzenpferde hervor: Go On Boy, der Titelverteidiger ist automatisch eingeladen. Idao de Tillard, der am Donnerstag in Caen im Prix de Cauvicourt wieder an den Start gehen soll, Jabalpur, der sich 2025 auf höchstem Niveau etabliert hat und seine Stärke auf kleinen, schnellen Bahnen bewiesen hat, sowie Inexess Bleu, Sieger des UET Grand Prix auf schwedischem Boden.

Dieses Quartett könnte Frankreich beim großen Rennwochenende Ende Mai vor den Toren Stockholms vertreten. Inmarosa wiederum dürfte ihren Titel im Harpers Hanover (GR I) verteidigen können. Ab dem kommenden Samstag werden die ersten Einladungen ausgesprochen - jeweils eine pro Woche.

Dienstag 10 März 08:36 Uhr
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Luba Sonn

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Quinte 2026 - Kleine Starterfelder zum Saisonstart

Der Trend ist eindeutig: Seit dem 01. Januar gibt es deutlich mehr Quinte-Rennen mit kleineren Starterfeldern als in den vergangenen Jahren. Auch am Mittwoch wurde in Laval der eigentlich anvisierte Grand Prix Departemental de la Mayenne mit nur dreizehn Startern nicht ausreichend  bestückt. Und selbst die Alternative brachte es auch nur auf dreizehn Starter.

Quelle: PMU

 

Schon am vergangenen Sonntag wurde das Grand Criterium de Vitesse in Cagnes-sur-Mer mit nur dreizehn Pferden gestartet, auch wenn dort wenigstens einige hochklassige Traber am Ablauf waren.

Doch gibt es in diesem Jahr tatsächlich mehr Quinte-Prüfungen mit 13 oder weniger Startern als in den Vorjahren? Die Antwort ist eindeutig.

Vom 01. Januar bis zum 11. März wurden und werden elf Quinte-Rennen mit höchstens 13 Startern gezählt. Im gleichen Zeitraum der Vorjahre waren es 2025 sechs und vier im Jahr 2024 und fünf im Jahr 2023.

Und wenn insgesamt nur dreizehn Pferde genannt werden, ist dies tatsächlich eine unglückliche Zahl für den Umsatz. Denn die beliebte Multi-Wette wird erst ab 14 Startern komplett ausgespielt (inklusive Multi 7). Eine geringe Teilnehmerzahl ermutigt die Wetter zudem kaum, mehrere Kombinationen zu spielen. Die Sorge, dass die Quoten zu gering ausfallen, ist berechtigt.

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Pariser Rennbahnen - Streikrisiko Anfang April

Da bei den jährlichen Gehaltsverhandlungen keine Einigung mit den Dachgesellschaften erzielt wurde, könnten Gewerkschaften zwei Pariser Renntage am 04. und 05. April bestreiken.

Foto: SCOOPDYGA

 

Die wichtige zweite Verhandlungsrunde zwischen den Vertretern der Beschäftigten der Rennbahnen und Trainingszentren von Trab- und Galopprennsport und den Personalabteilungen wurde am Montag im Rahmen der jährlichen Pflichtverhandlungen über die Gehälter schnell beendet. Insgesamt dauerte sie nur 10 Minuten. Aber nicht weil sich die Beteiligten schnell einig wurden. Die Beschäftigten forderten eine Lohnerhöhung von 1% und erhielten stattdessen eine klare Absage.

"Mit anderen Worten: Eine einfache finanzielle Anerkennung für diejenigen, die den Betrieb täglich am Laufen halten, wird verweigert", heißt es in einem Flugblatt, das unmittelbar danach von allen Gewerkschaften unterzeichnet wurde. In dieser Mitteilung wird auch eine Reihe jüngster Ausgaben der Institution aufgeführt (Entlassungen, kommerzielle Aktionen usw.).

"Alle vereinten Gewerkschaftsorganisationen warnen die Dachgesellschaften, dass die Renntage am 04. April in Vincennes und am 05. April zur Saisoneröffnung in Longchamp 'beeinträchtigt' werden könnten. Wir geben den zuständigen Leitungen jedoch noch Zeit, den Beschäftigten eine allgemeine Lohnerhöhung von 1% vorzulegen."

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Mittwoch in Laval - Bringt Lord Delo den Vorteil nach Hause?

Das Hauptrennen der Veranstaltung am Mittwoch in Laval, der Grand Prix du Conseil Departemental de la Mayenne (Course A), könnte an Lord Delo gehen. Allerdings muss man bei dem Vertreter aus dem Stall Bazire auch noch einen Zusatz anfügen: "Wenn er im Trab bleibt".

Foto: SCOOPDYGA

 

Dieser Grand Prix ist ein bedeutendes Rennen im Kalender von Laval, hat aber in diesem Jahr lediglich dreizehn Starter angezogen. Noch dazu wurden davon fünf Starter mit einem roten Emoji angegeben und dürften daher nichts mit der Entscheidung zu tun haben. Auch ein Grund, warum sich die Verantwortlichen der Programmkommission gegen dieses Rennen als Quinte-Prüfung entschieden haben. Immerhin gehört aber zu den 'chancenlosen' Pferden Jabalpur, der sein Comeback gibt und als Bahnrekordhalter von Vincennes für kommende Aufgaben unter Beobachtung stehen muss.

In einem Rennen, in dem einige gute 5jährige im ersten Band stehen, fällt es schwer, den qualitativ hochwertigen Pferden aus dem zweiten Band zu vertrauen. Vorne weg ist vor allem Lord Delo, der nach zwei Ausfällen zu Beginn des Jahres beim letzten Start mehr als überzeugen konnte. Am 17. Februar übernahm der Face Time Bourbon-Sohn mit viel Aufwand von weit außen hinter dem Auto das Kommando und dominierte anschließend die Konkurrenz in starken 10,4/2.100 Meter. Auch Lemon Tree und Little Brown gehören zu den angesprochenen 5jährigen, die durch die gesammelte Erfahrung und Härte aus Grupperennen ihren Formenspiegel nun deutlich verbessern könnten.

Zusätzlich muss man sich dringend mit Rikita JP beschäftigen. Die Stute wurde mit einem späten Sprint im Prix de France Siebte. "Sie hat gezielt für dieses Rennen gearbeitet und ist sehr kämpferisch. Von der Grundmarke aus hat sie eine gute Chance, auf dem Podium zu landen", erklärt ihr Trainer Jocelyn Robert. Mit Eric Raffin im Sulky gehört sie zu den erweiterten Sieganwärtern.

Champions mit 50 Metern

Im dritten Band ist neben Jabalpur auch Ino du Lupin zumindest interessant für die Beobachtungen. Der Champion aus dem Stall von Jean-Paul Marmion tritt ebenfalls mit Eisen an und soll vorwiegend seine Form für künftige Starts aufbauen.

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Jean-Etienne Abrivard: "Man hat den Eindruck, dass Iguski kaum etwas 'abbekommen' hat"

Vierundzwanzig Stunden nach dem Triumph von Iguski Sautonne im Grand Criterium de Vitesse erreichte der ParisTurf Jean-Etienne Abrivard, der sich zu diesem Zeitpunkt mit dem dreifachen Gruppe I-Sieger auf dem Rückweg befunden hat. Über die angelaufene Regeneration hatte er am Telefon nur Gutes zu berichten.

Foto:SCOOPDYGA

 

"Das Pferd hat sich nach dem Rennen gut erholt", berichtet der Bruder von Matthieu, der sich auf dem Land um den Crack kümmert. "Er hatte einen guten Appetit. Sowohl die Pellets, als auch das Heu hat er komplett gefressen. Man hat den Eindruck, dass er kaum etwas 'abbekommen' hat, auch wenn solche Rennen sehr intensiv sind. Ich finde, er sieht einfach großartig aus (lacht). Wir sollten gegen 15:00 Uhr im Stall ankommen" (Anm.: in Brion im Departement Maine-et-Loire).

Was das weitere Programm betrifft: "Diese Woche wird er nur leicht arbeiten, zumal er auch im Deckeinsatz steht. Man darf ihn nicht überfordern. Er wird Spaziergänge machen und auf die Koppel gehen. Vielleicht geht er auch noch ins Schwimmbecken."

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Erste Einladung an Harley Gema

Kurz nach ihrem zweiten Platz am letzten Sonntag im Grand Criterium de Vitesse, bekam Harley Gema die Einladung für das Paralympiatravet 2026.

Quelle: ABYTRAVET

 

"Wir warten erst einmal auf die Einladungen", sagte Trainer Marc Sassier am Sonntag lachend nach dem hervorragenden zweiten Platz seiner Stute in diesem Gruppe I-Rennen. Allzu lange musste er darauf nicht warten. Schon am Montag kam die offizielle Einladung für die Bold Eagle-Tochter. Das Paralympiatravet (GR I) findet am 09. Mai in Aby statt.

Der Sportdirektor von Aby, Jon Walter Pedersen, hat nach der Einladung für die 9jährige folgende Erklärung abgegeben: "Sie hat mich beeindruckt. Ihr Endspurt, als sie Go On Boy überholte, war erstaunlich."

Damit ist Harley Gema die erste offiziell eingeladene Starterin für die 2026er-Ausgabe dieses Rennens, welches über 2.140 Meter führt und im vergangenen Jahr von Borups Victory gewonnen wurde.

Donnerstag 12 März 14:09 Uhr
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Luba Sonn

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Jocelyn Robert: "Das war eine Fahrt, die man den Lehrlingen in den Schulen zeigen sollte"

Die Rennveranstaltung am gestrigen Mittwoch in Laval wurde von einem Namen dominiert - Raffin. Der Sulky d'Or Eric Raffin gewann seine ersten drei Einsätze, darunter auch das Hauptereignis des Tages, den Grand Prix du Conseil Departemental de la Mayenne, im Sulky von Rikita JP.

Foto: SCOOPDYGA

 

Und der Name Raffin war auch im zweiten Rennen des Tages siegreich. In diesem Amateurfahren aber in Person des Sohnes von Eric. Arthur Raffin gewann für das Training seines Großvaters mütterlichseits Yves Dreux mit Jalna Girl.

Im 'Grand Prix' gab es das erwartete Aufeinandertreffen zwischen Rikita JP und Lord Delo. Die vielen Unsicherheiten der letzten Monate vom Bazire-Vertreter Lord Delo spielte aber wieder eine Rolle. Auf dem Weg in den ersten Bogen verlor Lord Delo die Aktion und, kurz darauf auspariert, auch die Position. Die geplante Übernahme der Spitze gelang somit nicht und der von Nicolas Bazire gesteuerte 5jährige fand sich am Ende des ersten Zuges wieder. Währenddessen konnte Little Brown die Führungsrolle vor Rikita JP bequem ausführen.

Bereits nach 1.200 Metern wurde Lord Delo wieder aus der Deckung genommen und legte sich kurz darauf neben den Führenden, den er auch im Einlauf schnell in den Griff bekommen konnte. Allerdings konnte sich auch Rikita JP mittlerweile aus der Deckung befreien und überlief Lord Delo noch sehr leicht. Little Brown konnte den kleinsten Podestplatz gegen Edgar Saba verteidigen.

ZUM VIDEO

Sprungbrett Prix de France

Rikita JP, die im Besitz von Sandrine Robert steht, hatte zuvor bereits Ambitionen auf höchstem Niveau. Kürzlich nahm sie am Prix de France teil und belegte dort den siebten Platz. Ihr Trainer Jocelyn Robert erklärt dazu: "Sie ist eine Stute mit viel Qualität. Eine echte Kämpferin. Man darf nicht vergessen, dass sie im Prix de France mit etwas mehr Rennglück Vierte oder Fünfte hätte werden können. Danach habe ich überlegt, mit ihr nach Cagnes-sur-Mer in das Gruppe I-Rennen zu gehen (Anm.: Grand Criterium de Vitesse), aber aus der zweiten Reihe wäre kaum etwas zu gewinnen gewesen. Heute kann ich außerdem sagen, dass Eric Raffin ihr ein außergewöhnliches Rennen gegeben hat. Das war eine Fahrt, die man den Lehrlingen in den Schulen zeigen sollte."

Eric Raffin ergänzte zu dem perfekten Rennverlauf: "Sie kann jedem Tempo mühelos folgen. Wenn sie geschont wird, wissen wir, dass sie am Ende sehr schnell ist."

Eine Stute mit starkem Temperament

Bereits als Zweijährige lief Rikita JP in Italien und gewann damals vier Rennen. Anschließend startete sie zu Beginn ihrer Dreijährigen-Saison in Vincennes in den Prüfungen für die besten Stuten ihres Jahrgangs und traf dort unter anderem auf Kalamity d’Heripre und Kana de Beylev.

Mit sechs Jahren steht sie nun bei 11 Siegen aus 35 Starts. Ihr Trainer Jocelyn Robert beschreibt sie so: "Sie ist seit ihrem zweiten Lebensjahr im Rennbetrieb und immer noch da. Sie wird mit der Zeit immer härter. Vielleicht ist das ihr Buvetier d’Aunou-Blut von der Mutterseite. Sie kann sowohl über 1.600 Meter als auch über 2.800 Meter laufen. Ich mag sie sehr. Sie hat einen starken Charakter und man darf sie vor dem Rennen nicht zu sehr anheizen. Sie muss immer im Windschatten starten. Auch im Training arbeitet sie so. Stets hinter einem anderen Pferd."

Zwei 5jährige auf dem Podium

Der Jahrgang 2021 hat trotz der frühen Disqualifikation von Lemon Tree mit Lord Delo und Little Brown auf dem Podium sehr positiv abgeschnitten. Immerhin führte Little Brown das Feld bis in den Einlauf an und Lord Delo war durch den Fehler in der Anfangsphase stark gehandicapt. "Ausgerechnet diesmal, als er gut gestartet war, machte er nach 300 Metern einen Fehler", ärgerte sich Nicolas Bazire. "Ich habe keine Erklärung dafür. Das ist schade, denn ich hätte danach ruhig nach vorne gehen können. Seine Leistung ist dennoch gut. Mein Pferd ist eher zäh als schnell und wurde am Ende im Sprint geschlagen."

David Thomain, der Little Brown steuerte, sagte: "Er hatte ein gutes Rennen. Er lief vorne, und so hat er auch seine bisherigen Siege errungen. Das Tempo war nicht hoch und wir wurden nicht angegriffen. Am Ende wurde er nur von zwei Pferden geschlagen, die derzeit im Aufwärtstrend sind. Er war also auf seinem Platz."

Starke Leistung von Ino du Lupin

Als Fünfter erzielte Ino du Lupin trotz der Doppelzulage von 50 Metern mit 12,6 die beste Kilometerzeit des Rennens und zeigte damit eine überzeugende Rückkehr nach einer Pause. Sein Pfleger Franck Le Hen erklärte: "Wir sind sehr zufrieden. Er war noch nicht im Rennmodus. Wäre das der Fall gewesen, hätte er um die vorderen Plätze kämpfen können. Nach dem Rennen zeigt er keinerlei Ermüdung. Das war ein guter Auftritt im Hinblick auf sein nächstes Ziel, den Prix du Bois de Vincennes am 21. März in Vincennes."

Jabalpur auf dem erwarteten Niveau

Ein weiterer vielbeachteter Starter war Jabalpur, der bei seinem Comeback ebenfalls 50 Meter Zulage geben musste. Er blieb im hinteren Teil des Feldes und konnte am Ende nicht mehr mithalten. Sein Fahrer Arnaud Chavatte analysierte: "Er ist ordentlich gelaufen und ich bin zufrieden. Er hatte nicht viel gearbeitet, und ich habe ihn für dieses Comeback absichtlich schwer beschlagen, um ihm ein gutes Trainingsrennen zu geben. Angesichts seines geringen Trainingspensums hätte er auch früher nachlassen können. Jetzt werden wir seine Vorbereitung steigern. In etwa zwei Wochen wird er wohl noch einmal auf dieser Bahn arbeiten. Wenn er genügend Fortschritte macht, könnte er Anfang des nächsten Monats im italienischen Gruppe I-Rennen 'Costa Azzurra' (06. April) starten. Oder im Prix de l’Atlantique (GR I/18. April). Wir würden die italienische Prüfung bevorzugen, da sie Teil des UET Elite Circuit ist und wir das Finale in Turin im Oktober im Blick haben. Jabalpur hat bereits eine Etappe gewonnen - den Grand Prix des Nations in Mailand im November. Wenn er in der Gesamtwertung gut platziert ist, wird er im Finale aus der ersten Reihe starten."

 

Donnerstag 12 März 20:11 Uhr
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Luba Sonn

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Flamme du Goutier bringt ihr erstes Fohlen zur Welt

In der Nacht von Dienstag auf Mittwoch hat Flamme du Goutier ihr erstes Fohlen zur Welt gebracht. Der Hengst von Royal Dream erblickte um 1h morgens das Licht der Welt.

Foto: D.R.

 

"Es ist ein sehr schöner Hengst mit guten Gliedmaßen", berichtet Gerard Patin, der Leiter der Zucht von Jean Cottin. "Aufgrund seiner dunkelbraunen Fellfarbe kommt er eher nach seiner Mutter. Herr Cottin ist natürlich sehr glücklich, zumal es in diesem Jahr nach fünf Stutfohlen das erste Hengstfohlen ist."

Flamme du Goutier hat in ihrer großartigen Karriere zweimal den Prix de Cornulier gewonnen (2022/2023) und brachte es insgesamt auf fünf Erfolge in klassischen Rennen und war zudem Dritte im Amerique 2022. Im Februar 2024 verabschiedete sich die Ready Cash-Tochter aus dem aktiven Rennsport.

"Sie hat das ganze Jahr, dass wir ihr nach dem Ende ihrer Karriere bewusst geben wollten, in vollen Zügen genießen können", ergänzte Gerard Patin weiter. "Körperlich hat sie sich stark verändert und ist zu einer echten Zuchtstute geworden. In dieser Nacht (Dienstag auf Mittwoch) hat sie sich ihrem Fohlen gegenüber sofort sehr mütterlich gezeigt."

Nun ist vorgesehen, dass Flamme du Goutier von Love You gedeckt wird.

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Cagnes-sur-Mer - Romain Derieux der Mann des Meetings

Die Rennbahn an der Cote d’Azur hat am Dienstagabend nach einer letzten PMH-Veranstaltung ihre Tore für eine Pause geschlossen. Wenn man sich die Bilanz in den unterschiedlichsten Kategorien des südlichen Wintermeetings ansieht, sticht ein Name besonders hervor: Romain Derieux. Der Trainer von Go On Boy prägte den Winter 2025/26 wie kein anderer. Ein Meeting, das aber zugleich auch einen rückläufigen Trend bei Besucherzahlen und Wettumsätzen bestätigt.

Foto: Agence Couleur Casaques

 

Seit dem 13. Dezember und nach 29 Rennveranstaltungen hat der Trainer Romain Derieux aus dem Departement Essonne sämtliche Titel abgeräumt, was in der Fahrerwertung besonders deutlich wird: 50 Siege aus 117 Starts führten zu einer beeindruckenden Siegquote von 43%. Damit hat er den bisherigen Rekord von Christophe Martens mit 36 Erfolgen aus dem Jahr 2021 regelrecht pulverisiert. Ein neuer Bestwert, der nur schwer zu übertreffen sein dürfte.

Trotz einer einmonatigen Sperre gegen Ende des Meetings behauptet Theo Briand klar den zweiten Platz mit 20 Siegen, vor David Bekaert mit 14 Erfolgen.

Auch bei den Trainern sind die Statistiken von Derieux schlicht gigantisch. Mit 47 Siegen und 760.570 Euro an Preisgeldern hat der Profi aus Cheptainville den bisherigen Bestwert von Vincent Martens mit 35 Erfolgen aus dem Jahr 2021 aus den Rekordlisten gelöscht. Diese außergewöhnliche Leistung wurde auch durch durch 2 Vierfachsiege, 3 Dreifachsiege und 12 Doppelerfolge ermöglicht. "Solche Zahlen sind schwer vorherzusehen. Ich wusste, dass ich gute Pferde habe, aber dass es so läuft...", erklärte der neue König von Cagnes vor einigen Tagen bescheiden im ParisTurf.

Der zweimalige Trainerchampion des Meetings Nicolas Ensch, konnte gegen seinen Rivalen nichts ausrichten und musste sich mit mit 6 Siegen und 291.900 Euro an Gewinnsumme mit dem zweiten Platz begnügen. Thierry Bonnardel, Trainer der Briand-Farben, belegt mit ebenfalls 6 Erfolgen und 200.260 Euro an Preisgeldern Rang Drei.

Hervorzuheben ist auch die Leistung von Max Izaac, der sein Meeting mit 11 Siegen (zweitbester Wert) beendet. Und das mit nur 13 gestarteten Pferden.

Ecurie Serenite an der Spitze

Die Besitzerwertung spiegelt ebenso die klare Dominanz von Romain Derieux wider, denn an der Spitze steht der Ecurie Serenite (Familie de Sousa). Als wichtigste Kunden des Trainers aus dem Departement Essonne glänzten die weiß-braunen Rennfarben in diesem Winter 19 Mal und sammelten dabei 297.080 Euro an Preisgeldern ein. Alle diese Siege wurden von Romain Derieux selbst herausgefahren.

Auf dem zweiten Platz folgen die Farben von Yannick-Alain Briand mit 200.260 Euro, vor denen von Marc Sassier, der mit 126.000 Euro dank Hedic Gema und Harley Gema den dritten Rang belegt. Letztere war übrigens mit 104.000 Euro an Gewinnsumme die 'grande Dame' des Winters in Cagnes, nachdem sie den Prix de la Cote d’Azur (GR III) gewonnen und im Grand Criterium de Vitesse (GR I) den zweiten Platz belegt hatte.

Dicht dahinter folgen Hudo du Ruel (91.800 Euro), der bei fünf Starts immer unter den ersten Drei blieb, sowie Iguski Sautonne (90.000 Euro), dem Sieger des 'Vitesse'. Ebenfalls prägend für den Winter an der Cote d’Azur waren Nassandra, ungeschlagen bei vier Starts, Lupin d’Olmen, Krooner d’Heripre und Kelmec mit jeweils drei Siegen, Manhattan Emge, Gewinner von zwei Gruppe III-Rennen, sowie Ister Man, der zunächst eine Quinte und anschließend ein Gruppe III-Rennen gewann.

Rekorde auf der Bahn, aber sinkende Besucherzahlen und rückläufige Wetteinsätze

Zwischen dem Duell Mickael Seror/Mathieu Pitart im Hindernissport und den Rekord-Meetings von Christophe Escuder bei den Flachrennen, sowie Romain Derieux im Trab wird der Winter 2025/26 in Cagnes-sur-Mer als außergewöhnlich in Erinnerung bleiben. Leider konnten diese sportlichen Höchstleistungen den Rückgang bei Besuchern und Wettumsätzen nicht stoppen.

Thomas Roucayrol, Verwaltungsdirektor der Association des Courses de la Cote d’Azur (ACCA), lieferte einige Zahlen: Bis zum 28. Februar (Zahlen aus dem März lagen noch nicht vor) wurden 31.109 zahlende Besucher registriert. Ein Rückgang von 1,7% im Vergleich des gleichen Zeitraumes zum Vorjahr.

Bei den Wetten gingen, über alle Meetings hinweg, die PMH-Einsätze um 17% zurück, ebenso wie bei der regionalen Quarte, das einen drastischen Rückgang von 21,6% verzeichnete. Bei den landesweiten Veranstaltungen ist ein Rückgang von 4,7% zu verzeichnen, auf insgesamt 277,6 Millionen Euro, gegenüber 291,3 Millionen im Vorjahr.

Der nächste Renntermin in Cagnes-sur-Mer ist am Montag, dem 06. Juli, mit Beginn des Sommer-Meetings, das den Trabern vorbehalten ist.

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Idao de Tillard Siebter beim Comeback - Duvaldestin: "Wir sind in der Vorbereitung zu spät dran"

Nach seiner Operation am 17. November (Kolik) und der dadurch bedingten Abwesenheit vom Wintermeeting, hat Idao de Tillard bei seinem Comeback gezeigt, dass er noch Zeit braucht, um wieder den Wettkampfrhythmus zu finden. Am Donnerstag belegte er im Prix de Cauvicourt auf der Rennbahn von Caen den siebten Platz.

Foto: Mathieu David

 

"Er wird Zeit brauchen, und man muss Nachsicht mit ihm haben." So äußerte sich Thierry Duvaldestin am Vorabend des mit Spannung erwarteten Comebacks des Champions Idao de Tillard. Dennoch wurde er von den Wettern als klarer Favorit auf die Reise geschickt. 

Nach einem ruhigen Rennen in der zweiten Spur, wurde der zweifache Amerique-Sieger zu Beginn des Einlaufs aus der Deckung genommen. Aber anstatt einen Speed anzubieten, wurde der 8jährige unter anderem noch vom Stallgefährten Lancier du Goutier deutlich überholt und endete als Siebter.

"Es war ein wenig ein Rennen gegen die Uhr, und wir sind natürlich in der Vorbereitung noch zu spät dran. Aber das wird schon", analysierte der Trainer aus dem Departement Orne. "Außerdem hatten wir ihm vorne ein Paar Glocken zusätzlich zu den Combi-Pads angelegt. Es zeigt sich, dass es für den Prix de l'Atlantique am 18. April wohl knapp werden könnte, zumal er bis dahin nur noch einmal starten wird. Vielleicht im Prix Kerjacques am 04. April in Vincennes."

Igrec de Celland zum leichten Sieg

Derweil kam Igrec de Celland zu einem sehr leichten Sieg. Der am Toto als Hauptgegner gehandelte Hengst übernahm zu Beginn der Überseite das Kommando und löste sich in den Einlauf hinein sehr leicht von den Verfolgern in 10,5/2.200 Metern. "Zuletzt in Cagnes-sur-Mer lief es nicht gut, und er ist einfach das richtige Pferd für kurze Distanzen", freute sich sein Trainer Christophe Jariel. "Ich wollte mit ihm schon immer einmal im Ausland antreten, und vielleicht versuchen wir es, wenn sich eine gute Gelegenheit ergibt. Aber das ist schon einmal ein schöner Erfolg. Und immerhin haben wir Idao einmal geschlagen", sagte er mit einem Lächeln.

ZUM VIDEO

Das Podium komplettierten Heradames und Grindelwald, die sich knapp vor Lancier du Goutier behaupteten, der bei seinem Comeback mit einem starken Endspurt gefiel. "Da er mit schweren Eisen lief, stieß er im letzten Bogen und beim Einbiegen in die Zielgerade mit den Knien an. Als er jedoch frei laufen konnte, hat er noch sehr gut angezogen", erklärte Theo Duvaldestin über den Sieger des Criteriums für 4jährige des Vorjahres. Für ihn geht es nun weiter zum Prix Robert Auvray am 11. April.

Samstag 14 März 19:03 Uhr
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Luba Sonn

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Go On Boy auf dem Weg zum 'L'Atlantique'

Ein paar Tage nach seinem dritten Platz im Grand Criterium de Vitesse de la Cote d’Azur, hat sich Go On Boy schon längst wieder auf dem Gestüt eingefunden. Am Freitag traf der ParisTurf, vor Beginn der Rennveranstaltung in Marseille, auf Romain Derieux und befragte ihn bei dieser Gelegenheit natürlich zum Zustand seines Champions.

Foto: SCOOPDYGA

 

"Wir haben ihn am Montag nach der Rückkehr am Nachmittag auf die Koppel gelassen. Alles war in Ordnung. Er war gut gelaunt und schien sein Rennen gut verkraftet zu haben. Am Dienstag ist er wieder zum Haras de Sassy zurückgekehrt, um die Decksaison fortzusetzen. Wenn alles gut läuft, wird er am 18. April im Prix de l’Atlantique (GR I) starten."

Mit etwas Abstand zeigte sich der Profi aus dem Departement Essonne letztlich sehr zufrieden mit der Leistung des Password-Sohnes im 'Vitesse': "Seine kleine Schwäche, nicht besonders schnell zu starten, fällt in Cagnes stärker ins Gewicht, weil man dort sehr schnell in den ersten Bogen kommt. Ich kam dabei etwas ungünstig zum Liegen und musste früh nach vorne gehen. Danach außen ohne Deckung zu laufen, war natürlich schwierig. Trotzdem hat er sich sehr gut gehalten. Seine Leistung war wirklich stark."

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Absage in Enghien - Verlegung nach Vincennes

Aufgrund des Zustands der Piste in Enghien, wurden die letzten drei Rennen der Veranstaltung am gestrigen Freitag abgesagt. Nach den starken Regenfällen war die Bahn derart aufgeweicht, dass sich die Rennleitung mit den Aktiven kurz beraten hat, um sich dann zu entschließen die Veranstaltung zu beenden. Davon war auch die Quinte des Tages betroffen.

Foto: SCOOPDYGA

 

"Die Rennkommissare haben die Trainer und Fahrer der letzten drei Rennen gebeten, zur Waage zu kommen", erklärt Benoit Fabrega, Direktor der Betreiber bei der SETF. "Sie haben sich die Meinungen aller Beteiligten angehört, die allerdings geteilt waren: Einige wollten starten, andere nicht. Diejenigen, die nicht starten wollten, wiesen auf eine reale Gefahr für die Pferde hin. Der Zustand der Bahn hatte sich verschlechtert, und es begannen sich Löcher zu bilden. Von unserer Seite aus war es technisch sehr schwierig, die Bahn wieder in einen guten Zustand zu bringen, angesichts der großen Wassermenge, die sich darauf befand. Ab diesem Punkt bestand eine Gefahr für Menschen und Pferde, und die Kommissare entschieden daher, den Rest der Veranstaltung zu verschieben."

Die drei abgesagten Rennen sollen daher zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt werden. "Wir werden heute Abend gemeinsam mit den technischen Teams prüfen, wann sie stattfinden können. Dabei spielen auch Programmfragen und die Verfügbarkeit der Boxen in Enghien eine Rolle. Wir werden das analysieren und schnell informieren - im Laufe des Abends oder spätestens morgen früh."

Die Ankündigung, dass eine schnelle Entscheidung getroffen werden soll, wurde anscheinend sehr ernst genommen. Am selben Abend gegen 21:15h gab der technische Dienst der SETF die Termine bekannt, an denen die drei in Enghien abgesagten Rennen nachgeholt werden.

Am Freitag, dem 20. März, wird der Prix de Preuilly über 2.100 Meter Autostart auf der großen Bahn in Vincennes ausgetragen. Einen Tag später wird der Prix de Pierrefitte-sur-Seine (das Rennen, welches als Quinte vorgesehen war), ebenfalls über 2.100 Meter, in Vincennes über die Bühne gehen.

Abschließend wird der Prix de Fenain, ein Trabreiten, am Dienstag, den 14. April, über 2.200 Meter auf der großen und kleinen Bahn im "Temple du Trot" ausgetragen.

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Franck Blandin: "Jetzt fahren wir alle mit dem Messer zwischen den Zähnen in die Bänder"

Franck Blandin gehört zu jener Gruppe von Profis, die den Trabrennsport seit mehreren Jahrzehnten begleiten. Der 58jährige hat auf seinem Weg viele Meilensteine hinterlassen. Dazu gehören auch mehr als 1.500 Erfolge als Trainer. Im Gespräch mit 24h au Trot blickt er auf seine Zukunft, erzählt aber auch über seine lange Vergangenheit im Sport.

Foto: SCOOPDYGA

 

Eigentlich würde Franck Blandin heute gerne etwas kürzertreten, doch die Umstände zwingen ihn gewissermaßen, weiter unermüdlich zu arbeiten. Eine eher unfreiwillige Verlängerung seiner Karriere, die ihm zugleich ermöglicht, mit dem jungen Mentor de Play eine schöne und neue Erfolgsgeschichte zu erleben. Der 4jährige, der im Winter in Vincennes beeindruckte und in diesem Jahr noch ungeschlagen ist, erlaubt Franck Blandin einen neuen Aufschwung und bringt ihn in seine vielleicht schönste Rolle: die eines engagierten Mentors.

Rückblick. Anfang der 90er-Jahre. Ein gewisser Franck Blandin, damals kaum über zwanzig, ist der Stammfahrer von Tsar Unique. Gemeinsam gewinnen sie bedeutende Rennen wie den Prix de Bretagne im Jahr 1992, nachdem sie bereits 1991 den Prix des Antilles für sich entschieden hatten. So hieß damals das Rennen des Grand National du Trot in Nantes.

Das Pferd wurde von Francks Vater Andre Blandin trainiert, und der Fahrer hat gerade erst seine ersten hundert Siege erreicht. Sein Name tauchte erstmals 1984 in den Rennprogrammen auf. Vier Jahrzehnte später überschritt er in Argentan die Marke von 1.000 Siegen als Fahrer. Das war am 28. März 2023 dank Iquito Planchette, einem der Aushängeschilder seines Stalls während dieser Zeit.

Ein Jahr später, im April 2024, spannte er als Trainer seinen 1.500 Sieger an. Aktuell ist es Mentor de Play, der den Normannen wieder ins Rampenlicht rückt. Ein Fokus, der ihn während seiner gesamten Karriere ohnehin nie lange verlassen hat.

 

24h au Trot: "Mentor de Play hat gegen Ende des Pariser Wintermeetings großen Eindruck hinterlassen, als er auf einer durchnässten Bahn mit einer Kilometerzeit von 10,7 gewann. Hat er Sie überrascht?"

Franck Blandin: "Es stimmt, beim letzten Mal war er beeindruckend. Sein Rennen davor (Anm.: Sieg am 01. Februar in Vincennes) war schon sehr gut, aber das letzte Rennen war außergewöhnlich. Er ging eine 10er-Zeit. Ich hatte sogar noch Reserven. Die Scheuklappen wurden gar nicht gezogen und er gewann mit fünfzehn Metern Vorsprung.

Er hat immer Qualität gezeigt und ist ein unkompliziertes Pferd. Mein Sohn Adrien hat ihn mit zwei Jahren in Caen qualifiziert. Er gewann seine Abteilung sehr konzentriert. Er hatte nicht allzu viel trainiert und qualifizierte sich ganz locker. Danach ließen wir ihn gleich starten. Er machte genau das, was man sich wünscht. Er lief ein sauberes Rennen und sammelte gleich ein kleines Preisgeld ein (3. Platz bei seinem Debüt in Cabourg im Dezember 2024).

Ich habe immer viel von ihm gehalten. Ich war immer überzeugt, dass er gut ist. Aber zwischen gut, sehr gut und außergewöhnlich ist es schwer, das im Voraus einzuschätzen. Sicher ist: Von Anfang an spürt man, dass man ein gutes Pferd hat, ein echtes Rennpferd."

24h: "Mentor de Play ist noch nicht kastriert. Hängt das mit seiner Qualität zusammen?"

FB: "Nein, denn ich kastriere meine Pferde meist recht spät, selten vor dem Alter von drei Jahren. Nicht, weil ich große Zuchtträume mit ihnen hätte, sondern weil ich einfach lieber abwarte. Das ist meine Art zu arbeiten."

24h: "War das Barfußlaufen entscheidend für sein aktuelles Leistungsniveau?"

FB: "Ja und nein. Er hatte nie wirklich viel Gewicht. Zu Beginn des Winters lief er zum Beispiel mit kleinen Aluminium-Beschlägen. Im Finale der LeTrot Open für 3jährige in Vincennes war er im letzten Bogen eingesperrt. Mit mehr Platz wäre er Dritter geworden, gegen Pferde, die deutlich mehr Gewinnsumme hatten als er. Natürlich hat ihn das Barfußlaufen in diesem Jahr zusätzlich verbessert."

24h: "Was kann man sonst noch über Mentor de Play sagen?"

FB: "Beim Bänderstart ist er kein besonders schneller Starter, deshalb habe ich für ihn bei dieser Startart immer eher längere Distanzen bevorzugt. Man muss auch sagen, dass ich aus dem Band kein besonders raffinierter Fahrer bin, vor allem heutzutage, mit den Catchdrivern, die sich sehr schnell positionieren. Ich habe zu sehr die Denkweise eines Trainers, um meine Konkurrenten beim Start so wegzudrängen, wie es andere machen. Beim Autostart ist das natürlich anders. Da sind wir auf Augenhöhe.

Was Mentor de Play betrifft: Wie viele meiner besten Pferde, zum Beispiel Don Paulo, ist er im Kopf sehr ausgeglichen, wirkt zu Hause aber ziemlich gewöhnlich. Er hat nichts von einem 'Flugzeug'. Und man hat nicht den Eindruck, dass er besonders schnell ist. Er läuft einfach mit den anderen mit und zieht nicht davon."

Mentor de Play im Monte

Als Mentor de Play mit zwei Jahren erstmals unter dem Sattel vorgestellt wurde (Disqualifikation in Argentan), "war er bei seinem Test zu Hause ein echtes Flugzeug", erklärt Franck Blandin. "Ob er damals noch nicht reif genug war oder ob er sich im Rennen nicht mit seinem Jockey verstanden hat - ich weiß es nicht. Ich habe jedenfalls nicht darauf bestanden. Diese Option behalten wir uns mit ihm immer noch vor."

24h: "Sie fahren Ihre Pferde noch recht häufig selbst und greifen nicht auf die gerade sehr gefragten Catchdriver zurück. Warum diese Entscheidung?"

FB: "Weil ich meinen Söhnen den Vorrang gebe. Sie sind sehr gute Fahrer. Da sie aber selbstständig arbeiten, haben sie unter der Woche viel zu tun, und dann entscheide ich mich meistens dafür, meine Starter selbst zu fahren. Wenn sie allerdings Zeit haben, haben sie immer Priorität mit meinen Pferden."

Die Catchdriver haben alles verändert

Auf die Frage nach den größten Veränderungen im Trabrennsport während seiner Karriere nennt Franck Blandin zwei Punkte: "Zuerst das Barfußlaufen und dann die Catchdriver. Man sieht es schon beim Aufwärmen: Sie bringen ihre Pferde richtig auf Spannung und lassen sie direkt aus dem Band weggehen. Früher hatte man nicht diese Angst vor dem Start wie heute. Jetzt fahren wir alle mit dem Messer zwischen den Zähnen in die Bänder. Die Spannung im Startbereich ist enorm."

Die Anerkennung der Söhne

Franck Blandin, der in Nonant-le-Pin im Departement Orne ansässig ist, hat seine Leidenschaft für den Rennsport und den Trabrennsport an seine Söhne Gerald und Adrien weitergegeben. Beide sind heute selbst als Trainer tätig. Gerald arbeitet auf der Anlage seines Vaters, während Adrien einen kleinen Hof zwei Kilometer entfernt betreibt und seine Pferde zum Training dorthin bringt.

"Auch wenn ich nicht ganz objektiv bin und sie mit den Augen eines Vaters sehe, sind es begabte Kinder", sagt Blandin stolz. "Während ich selbst nie wirklich den Hof verlassen habe, weil ich immer mit meinem Vater Andre gearbeitet habe, haben sie anderswo Erfahrungen gesammelt. Beide haben bei Tomas Malmqvist gearbeitet und viel von ihm gehalten. Adrien war außerdem bei Franck Anne und Sylvain Roger, Gerald wiederum bei Jean-Michel Bazire und Jean-Philippe Dubois."

In einer Zeit, in der der Rennsport als berufliche Perspektive deutlich weniger attraktiv ist als früher, nimmt Franck Blandin eine defensive Position ein, was die Berufswahl der Söhne betrifft. Ohne große Begeisterung, aber auch ohne grundsätzliche Einwände. "Es stört mich nicht, dass sie im Rennsport arbeiten. Sie haben die Fähigkeiten, dort erfolgreich zu sein. Sie sind fleißig und keine Träumer. Sie wissen, wie man ein Pferd ins Gleichgewicht bringt und einstellt, ohne sofort den Tierarzt zu brauchen. Und das ist entscheidend. Am Ende ist alles eine Frage der Balance."

Was die Zukunft betrifft, ist für ihn alles klar: "Meine Söhne werden mein Gestüt übernehmen." Die familiäre Kontinuität ist also gesichert.

 

24h: "Zurück zu Mentor de Play. Werden wir ihn bald wieder am Start sehen?"

FB: "Ja, er hat Ende des Monats ein schönes, für ihn günstiges Rennen (Anm.: Prix de Gueugnon/21. März/ Vincennes). Seine Hufe werden bis dahin wieder nachgewachsen sein, denn bei seinen beiden Siegen in diesem Jahr hat sich einiges an Horn abgenutzt. Man muss sagen, dass die Bahn in diesem Winter in Vincennes ziemlich hart war."

24h: "Und Sie selbst? Sie hatten im vergangenen Jahr etwas weniger Starter (371 gegenüber 577 im Jahr 2024). Wo stehen Sie mit Ihrem Plan, kürzerzutreten?"

FB: "Ich muss zugeben, dass ich nicht mehr den gleichen Enthusiasmus habe wie früher. Ich würde gern langsamer machen, aber weil es so schwierig ist, Personal zu finden, arbeite ich genauso viel oder sogar mehr als zuvor. Ich habe weniger Pferde als früher und bin in einem Alter, in dem ich eigentlich nur noch aus Freude arbeiten möchte. Aber das ist nicht möglich. Ich habe nicht so viel Spaß daran. Manchmal habe ich eher das Gefühl, mich aufzureiben, statt Freude daran zu haben.

Ich werde nicht von heute auf morgen alles hinwerfen, denn ich wüsste gar nicht, was ich sonst tun sollte. Und außerdem sind meine Söhne an meiner Seite. Sie haben sich selbstständig gemacht und fahren zwar für mich, aber sie sind immer in der Nähe. Also mache ich weiter. Trotz allem kann ich mich glücklich schätzen, denn im Rennsport habe ich einen guten Lebensunterhalt verdient."

Die "Play"-Pferde und Franck Blandin - eine Partnerschaft aus der Nachbarschaft

Im Stall von Franck Blandin stehen viele Pferde der SCEA Serge Delaunay, die unter dem Label "Play" gezüchtet werden. "Wir sind Nachbarn", erklärt der Trainer. "Die Zusammenarbeit hat sich daher ganz natürlich entwickelt, und ich bekomme aus jeder Generation mehrere Pferde." Derzeit befinden sich neun Pferde mit dem Namenszusatz "Play" im Training von Franck Blandin.

24h: "Mit welchem Bestand arbeiten Sie derzeit?"

FB: "Ich habe etwa dreißig Pferde, um die ich mich kümmere, zusammen mit einigen externen Mitarbeitern. Außerdem habe ich einen Angestellten, aber der ist seit mehreren Monaten krankgeschrieben. Ich habe noch die Zeit erlebt, in der ich zwei Jobanfragen pro Woche ablehnen musste. Und heute findet man überhaupt niemanden mehr. Meiner Meinung nach wird das eines der großen Probleme unserer Branche werden. Dazu kommt noch die Frage der Rennzeiten. Heute weiß man oft gar nicht mehr, wann man startet. Die Zeiten ändern sich von einem Tag auf den anderen, sogar auf derselben Rennbahn."

24h: "Was ist das Markenzeichen von Franck Blandin?"

FB: "Lange Zeit habe ich sehr viele Pferde ausprobiert. Heute ist das weniger der Fall, aber diese Vorgehensweise hat mir immer wieder gute Pferde gebracht. Deshalb habe ich auch nie wirklich selbst gezüchtet, weil mir immer viele Pferde anvertraut wurden. Außerdem habe ich schon sehr früh und häufig das Barfußlaufen eingesetzt - zu einer Zeit, als das noch nicht allgemein üblich war. Dadurch konnte ich oft Pferde deutlich verbessern, die ich übernommen hatte. Heute ist das schwieriger, weil inzwischen alle ohne Eisen laufen lassen. Gleichzeitig geben die Fahrer, also die Catchdriver, den Trainern auch Ratschläge. Vor zwanzig Jahren gab es das alles noch nicht, und für jemanden wie mich war es damals einfacher."

24h: "Apropos Barfußlaufen: Sie gehörten zu den Vorreitern. Sie haben es sehr früh und häufig eingesetzt. Warum und wie kam es dazu?"

FB: "Da muss ich Sie leider enttäuschen: Ich habe keine wirkliche Erinnerung daran, warum ich damit angefangen habe. Ich würde eher sagen, dass die anderen einfach spät damit begonnen haben. Und ich habe vielleicht zehn Jahre lang davon profitiert. Zum Beispiel habe ich Nelumbo zu Beginn seines sechsten Lebensjahres gekauft, und er war vorher noch nie ohne Eisen gelaufen. Das hat ihn natürlich völlig verändert."

Während des Gesprächs benutzt Franck Blandin mehrmals die Formulierung "vorerst". Sofort korrigiert er sich jedoch selbst und sagt: "Eigentlich sollte ich nicht 'vorerst' sagen, denn ich bin eher am Ende meiner Karriere", fügt er mit einem Lächeln hinzu.

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Eva Bouclet: "Wenn Mathieu uns etwas sagt, hören wir zu"

Eva Bouclet ist ein gutes Beispiel dafür, dass man keine familiäre "Vorbelastung" braucht, um im Trabrennsport Fuß zu fassen. Zu Beginn der Woche hat sie zwei Rennen bei zwei verschiedenen PMU-Veranstaltungen gewonnen. Für LeTrot Grund genug die junge Dame im Portrait vorzustellen.

Seit fast einem Jahr arbeitet Eva Bouclet im Team von Mathieu Mottier, was ihrer Monte-Laufbahn einen Schub gegeben hat.

Foto: M. Kentell

 

Der Geschmack des Sieges

Innerhalb von 48 Stunden zwei Siege bei Premium-Renntagen zu erringen, ist bei Lehrlingen und Nachwuchsreitern nicht alltäglich. Von Saint-Galmier am Montag bis Laval am Mittwoch gelang Eva Bouclet genau das. Erst gewann sie im Sattel von Jadore Julry und anschließend von Korea. Dieser Erfolg setzt die Dynamik ihrer Saison 2025 fort, in der sie sich mit elf Siegen erstmals richtig bemerkbar machte. "Wenn man wie ich lange auf den ersten Sieg warten musste, glaubt man kaum, dass so etwas wirklich passieren kann. Aber man gewöhnt sich sehr schnell an den Geschmack des Erfolgs", ergänzt die 25jährige lächelnd, die ihren ersten Sieg dreieinhalb Jahre nach ihrem Debüt errang.

Wechsel, um sich zu verbessern

Nach sechs Jahren im Stall von Jeremy van Eeckhaute, wo sie auch nach ihrem Abschluss an der AFASEC-Schule in Grosbois angestellt blieb, verspürte Eva Bouclet den Wunsch, ihrer Karriere neuen Schwung zu verleihen. "Ich habe mich dort wohlgefühlt, aber ich wollte einfach mehr reiten. Dafür mache ich diesen Beruf. Ich wollte Fortschritte machen und mich im Sattel verbessern."

Als sie im vergangenen Frühjahr erfuhr, dass Mathieu Mottier plante, seine Anlage in Grosbois dauerhaft einem Zweierteam anzuvertrauen, dass sie heute zusammen mit Theo Thurmes bildet, suchte sie das Gespräch mit ihm. "Er bot mir genau das, was ich suchte: mehr Reiten im Training und mehr Rennen. Wenn man sich körperlich besser fühlt, hat man auch mehr Selbstvertrauen."

In einer guten Schule

Den ganzen Winter über täglich und den Rest des Jahres mehrmals pro Woche mit der Nummer eins unter den Jockeys und einem der besten Trainer zusammenzuarbeiten, ist die beste Schule. "Wenn er uns etwas sagt, hören wir zu. Manchmal ist es nur ein Detail, aber er versucht immer, dass wir uns im Sattel wohlfühlen", erklärt Eva Bouclet.

Von Natur aus sehr entschlossen, schätzt sie besonders die Arbeitsweise des Trainers aus der Mayenne: "Er ist immer voll im Geschehen. Es gibt keine Leerlaufphasen. Das motiviert das ganze Team, und die Ergebnisse folgen. Das ist für alle sehr anspornend. Er überträgt uns Verantwortung, aber es gibt auch einen ständigen Austausch."

Ein "Indice" auf ihrem Weg

Wenn es ein Pferd gibt, das man mit der jungen Karriere von Eva Bouclet verbinden kann, dann ist es Indice Deladou. Gemeinsam haben sie an 22 Rennen teilgenommen, sechs gewonnen und fünf weitere Male einen Platz auf dem Podium erreicht. "Ich erinnere mich noch genau an den Tag, als Charley Heslouin mich eines Morgens anrief, während ich in Grosbois die Pferde spazieren führte, um mir vorzuschlagen, sein Pferd zu reiten", erzählt sie. "Zwischen Indice und mir hat es sofort gepasst. Gemeinsam haben wir uns Schritt für Schritt nach oben gearbeitet, bis zu unserem ersten gemeinsamen Sieg in Vincennes."

Eine Familie, die den Rennsport entdeckt hat

Eva Bouclet stammt aus der Region Eu in der Seine-Maritime. Sie ist die zweite Tochter eines Vaters, der in der Automobilbranche arbeitete, und einer Mutter, die als selbstständige Krankenschwester tätig ist. Zum Ponyclub kam sie ursprünglich, weil ihre ältere Schwester dorthin ging. Doch im Gegensatz zur Schwester war Eva sofort begeistert.

Einige Jahre später entdeckte sie die Trabrennpferde bei einem Trainer in der Nähe ihres Wohnortes. Sie trat zunächst in die AFASEC-Schule in Graignes ein, machte dort ihr Abitur und wechselte anschließend an die Akademie in Grosbois, wo sie auf Wunsch ihrer Eltern einen BTS-Abschluss (Hochschule) erwarb.

"Meine Eltern kannten die Rennsportwelt überhaupt nicht und wollten, dass ich meine Ausbildung fortsetze. Heute sind sie stolz, verfolgen die Rennen und haben Spaß daran. Ich habe sie sogar dazu gebracht, Anteile an Kalie d’Ursin zu kaufen. Mit ihr habe ich mein erstes Rennen in Vincennes gewonnen", erzählt sie erfreut.

Sonntag 15 März 20:33 Uhr
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Luba Sonn

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4.000. Trainersieg für Thierry Duvaldestin

Am gestrigen Samstag konnte Thierry Duvaldestin in Lisieux seinen 4.000. Sieg als Trainer in Frankreich feiern. Besonders rund wurde Geschichte, weil der siegreiche Nevers von ihm selbst gezüchtet wurde und seine Rennfarben trägt.

Foto: DF

 

Sein Sohn Theo war im Sulky für den Sieg verantwortlich. Er führte den 3jährigen auf der letzten Gegenseite in Richtung Spitze und setzte den führenden Neal du Vivier unter Druck, bevor er ihn im Einlauf sicher überlaufen konnte. Damit bestätigte der Booster Winner-Sohn seinen sehr guten Einstand in Challans.

"Ich habe das Rennen auf der Gegengeraden beschleunigt, und mein Pferd zeigte danach große Qualität, um sich gegen ein ebenfalls sehr talentiertes Pferd durchzusetzen. Seine Leistung ist sehr gut. Ich freue mich sehr, meinem Vater diesen Sieg mit einem Pferd aus unserem eigenen Stall schenken zu können", erklärte Theo Duvaldestin nach dem Rennen.

ZUM VIDEO

Thierry Duvaldestin hatte seinen 4.000. Trainersieg insgesamt (Frankreich und Ausland) bereits am 24. Januar 2026 in Argentan mit North of State im Prix Idao de Tillard erzielt. Die Marke von 4.000 Erfolgen als Ausbilder hat in Frankreich bisher nur Jean-Michel Bazire erreicht. Da Bazire aber kaum noch als Trainer zeichnet und aktuell bei 4.016 Inlands-Siegen steht, dürfte Thierry Duvaldestin bald die Nummer Eins in Frankreich sein.

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Neuer Präsident - Eric Woerth: "Bei der PMU werde ich nützlicher sein, als als Abgeordneter"

Auf Vorschlag der Muttergesellschaften der französischen Pferderennorganisationen (SETF und France Galop) und mit Zustimmung der zuständigen Ministerien (Landwirtschaftsministerium und Ministerium für öffentliche Finanzen), hat die Generalversammlung der PMU, die am Freitag per Videokonferenz stattfand, die Ernennung von Eric Woerth zum Präsidenten des Verwaltungsrats bestätigt.

Foto: SCOOPDYGA

 

Die Ernennung steht noch unter dem Vorbehalt einer positiven Stellungnahme der 'Haute Autorite pour la transparence de la vie publique' (HATVP). Woerth wird künftig die strategische Ausrichtung der Branche gemeinsam mit den beiden Präsidenten der Muttergesellschaften gestalten. Jean-Pierre Barjon für den Trabrennsport, Guillaume de Saint-Seine für den Galopprennsport, sowie mit dem neuen Generaldirektor der PMU, Cyrille Giraudat, der sein Amt Anfang des Jahres angetreten hat.

Ein Wendepunkt für den französischen Rennsport

Nachdem Woerth bereits zum Koordinator des Reformprojekts "PMU 2030" ernannt worden war, übernimmt er nun die Führung des traditionsreichen Wettanbieters zu einem entscheidenden Zeitpunkt für den französischen Rennsport.

Der Begriff Transformation steht derzeit im Mittelpunkt vieler institutioneller Mitteilungen der Branche. Auch in der aktuellen Pressemitteilung der PMU wird dies betont: "Eric Woerth wird seine Erfahrung in den Verwaltungsrat der PMU in einer entscheidenden Phase der Transformation und des Neustarts einbringen. In enger Zusammenarbeit mit dem Generaldirektor Cyrille Giraudat wird er die Modernisierung des Unternehmens fortsetzen und die Entwicklung seiner Aktivitäten zugunsten der Pferderennbranche beschleunigen."

Woerth folgt damit auf Joel Seche, der nach dem Weggang von Richard Viel übergangsweise den Vorsitz übernommen hatte. Ruchard Viel war seinerseits nach dem Rücktritt von Emmanuelle Malecaze-Doublet im Jahr 2025 ausgeschieden. Die Generalversammlung dankte Joel Seche ausdrücklich für sein Engagement für die Rennsportbranche.

Vom Politiker zum Rennsportmanager

Der in Frankreich bekannte Politiker Eric Woerth gilt seit vielen Jahren als guter Kenner der Pferderennbranche. Dies hängt auch mit seiner starken regionalen Verwurzelung im Departement Oise zusammen, insbesondere in Chantilly, einem wichtigen Zentrum des französischen Galopprennsports.

Seine Ernennung wurde möglich, nachdem er am 27. Februar 2026 sein Mandat als Abgeordneter niedergelegt hatte. Gegenüber der Nachrichtenagentur AFP erklärte er: "Bei der PMU werde ich nützlicher sein als als Abgeordneter der in einer Minderheit verloren ist."

Eric Woerth - Kurzprofil

Geboren 1956 in Creil

15 Jahre Abgeordneter des Departements Oise

Bürgermeister von Chantilly von 1995 bis 2017

Budgetminister von 2007 bis 2010

Arbeitsminister im Jahr 2010

Seit 2025 Koordinator des Reformplans "PMU 2030"

 

Seine Vision für die Branche

In einer Botschaft in sozialen Netzwerken erklärte Woerth Ende Februar: "Wer mich kennt, weiß um meine langjährige Verbundenheit mit der Pferderennbranche. Einem wichtigen wirtschaftlichen und landwirtschaftlichen Motor unserer Regionen. Die Lage ist klar: chronische Unterinvestitionen, zunehmender Wettbewerb im Glücksspielmarkt und ein Image, das man ehrlich gesagt als etwas veraltet bezeichnen muss. Gleichzeitig verfügen wir über echte Exzellenz. Von der Zucht bis zum Training. Gemeinsam mit allen Beteiligten werde ich die notwendige Transformation in einer für die Branche kritischen Phase vorantreiben."

Ein Engagement in neuer Form

Auch zu seinem Abschied aus der 'Assemblée nationale', in der er rund zwanzig Jahre lang tätig war, äußerte sich Woerth: "Auch wenn ich mich heute aus der nationalen Volksvertretung zurückziehe, bleiben meine Verbundenheit und meine Leidenschaft, unserem Land zu dienen, unverändert. Mein Engagement nimmt lediglich eine andere Form an."

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Freitag in Vincennes - Wiedereröffnung mit zwei "Semi's"

Bereits am nächsten Freitag, dem 20. März, öffnet das Hippodrome Vincennes wieder seine Pforten. Und gleich zu Beginn des Frühjahrsmeetings treten die besten 3jährigen Satteltraber, nach Geschlechtern getrennt, im Prix Ali Hawas und Prix Felicien Gauvreau (jeweils GR II) gegeneinander an.

Quelle: SETF

 

Diese beiden Semi-Klassiker eröffnen auch gleichzeitig die Rennserie 'Etrier 3/4/5' (siehe Grafik), die am Sonntag, den 21. Juni mit den drei Finals ihren Höhepunkt erreicht.

Die ersten beiden Qualifikationen für die 3jährigen führen jeweils über die 2.700 Meter der großen Bahn. Bei den Stuten zählt Nikita des Charmes, die zuletzt vier Siege in Folge in dieser Disziplin errungen hat, zu den dreizehn gemeldeten Teilnehmerinnen des Prix Ali Hawas. Die von Simon Rousselle trainierte Stute könnte erneut auf jene Gegnerinnen treffen, die sie bereits im Prix Holly du Locton am 13. Februar geschlagen hat: Nayara, Nespera, Neo Vanilla und Nizza Rocca.

Bei den Hengsten wird Nickel de Baille, der bei drei Monte-Starts ungeschlagen ist, erwartet. Zu seinen wichtigsten Gegnern zählen Ninja de l'Envol, den Zweitplatzierten des Prix Edouard Marcillac, sowie Newton des Andiers.

Unter den noch elf genannten Pferden befinden sich außerdem der von Philippe Allaire trainierte Nat King Cole, sowie Niki du Goutier aus dem Stall von Thierry Duvaldestin. Beide haben bisher vor allem im Sulky überzeugt und könnten nun ihr Debüt im Trabreiten geben.

Die Starterangabe für diese beiden Gruppe II-Rennen findet am Dienstag statt. Der Rest des Programms folgt am Mittwoch.

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Etienne Dubois: "Ich denke Nothingelsematters hat das Niveau, um in Paris zu laufen"

Beim Debüt am 18. Februar konnte sich NOTHINGELSEMATTERS bereits mit einem dritten Platz ankündigen. Am heutigen Sonntag legte der Follow You-Sohn aus dem Stall von Etienne Dubois in Chartres seine Maidenschaft ab. Dafür war eine überzeugende Schlussphase nötig.

Foto: APRH

 

Zunächst musste der 3jährige im hinteren Teil des Feldes abwarten. Auf der Gegenseite der letzten Runde rückte er ins Mittelfeld vor, bevor er auf der Zielgeraden seine starke Beschleunigung ausspielen konnte. Damit setzte er sich klar gegen Notus Volo, den Vertreter von Damien Bonne, durch.

Sein Trainer und Fahrer zeigte sich im anschließenden Interview sehr zufrieden: "Wir konnten keinen Heat fahren, weil ich zu spät auf der Bahn angekommen bin. Aber er hat während des Rennens nicht gepullt und ist sehr gut ins Ziel gekommen. Es ist ein angenehmes und talentiertes Pferd. Mit ihm kann man noch viel Freude haben. Außerdem habe ich sehr sympathische Mitbesitzer, daher freue ich mich auch für sie. Ich denke, er hat das Niveau, um in Paris zu laufen."

Montag 16 März 22:04 Uhr
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Luba Sonn

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112.600 für 3 Euro Einsatz

Am letzten Samstag konnte ein französischer Wetter für nur 3 Euro Einsatz einen Gewinn von 112.600 Euro einstreichen. Der glückliche Gewinner hat seinen Großgewinn mit Hilfe des 'Simple Jackpot' erzielen können.

Quelle: PMU

 

Nur einen Tag nach dem wahrlich unglücklichen Freitag, den 13. , der wetterbedingt die Absage der letzten drei Rennen in Enghien zur Folge hatte, konnte sich ein Wetter aus Saint-Marie-la-Mer über einen sechsstelligen Gewinn freuen. Er entschied sich im dritten Rennen der Veranstaltung in Reims für eine Siegwette auf Legende du Gers, die als große Außenseiterin ins Rennen ging, und gab seine Wette in Kombination mit dem 'Simple Jackpot' ab. Dabei geht ein Teil des Einsatzes in den Jackpot. Der Haupteinsatz erhält für den Gewinnfall einen Multiplikator von 'x1' bis 'x1.000'.

In diesem Fall erhielt der Wetter den höchstmöglichen Multiplikator. Legende du Gers erledigte auf der Piste den Rest. Die Quote von 56,3/1 traf er mit 2 Euro. Der Gewinn von 112,60 Euro wurde dann mit 1.000 multipliziert, womit eine stolze Auszahlung von 112.600 Euro errechnet wurde.

In diesem Jahr wurde der Wetter damit bereits zum 42. Tipper, der eine sechsstellige Auszahlung verzeichnen konnte.

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Dienstag in Enghien - Fokus auf Navy Seal

Am Dienstag wird in Enghien ein Fokus auf dem Prix du Pont de la Concorde (18.55h) liegen. Dort tritt der interessante Navy Seal zum dritten Mal in seiner jungen Karriere an. Der nun 3jährige qualifizierte sich Mitte Dezember in 14,5 und zog damit schon früh die Aufmerksamkeit auf sich.

Foto: SCOOPDYGA

 

Nur dreizehn Tage nach seiner erfolgreichen Qualifikation, debütierte der Royal Dream-Sohn in Vincennes. In der Favoritenrolle kam er auch als drittes Pferd durch den letzten Bogen, wurde dann aber deutlich kürzer und endete als Fünfter. Nach einer kleinen Auszeit, zeigte der Schützling aus dem Stall von Tony Le Beller wozu er wirklich im Stande ist. In Caen, dem Schauplatz seiner Qualifikation, übernahm er sofort das Kommando und siegte am Ende mit Autorität in 16,0/2.450 Meter.

An diesem Tag erklärte sein Trainer im Anschluss: "Wir haben den Fehler gemacht, ihn nur zwei Wochen nach seiner Qualifikation Ende Dezember laufen zu lassen, obwohl das Pferd sich von den damaligen Anstrengungen noch nicht vollständig erholt hatte. Heute hat er sehr leicht gewonnen und ist besonders auf den letzten fünfhundert Metern regelrecht davongezogen (09,6). Er ist ein sehr gutes Pferd. Anders als meine gute Stute Nous Quatre, aber ebenfalls sehr talentiert."

Nun tritt Navy Seal also erneut in Paris an. Zu seinen Gegnern dürften unter anderem Nino du Choquel und Nevada James zählen, die von ihren jeweiligen Ställen ebenfalls hoch eingeschätzt werden. Beide konnten sich kürzlich in der Provinz souverän durchsetzen. Genau wie Non Stop de Foot und Nectar de Montceau. Beachtung verdient außerdem Nespo, der bei seinem siegreichen Debüt in Cagnes-sur-Mer einen starken Eindruck hinterließ.

Dienstag 17 März 20:43 Uhr
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Luba Sonn

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Francois Lagadeuc: "Ich habe durchgehalten und wurde belohnt"

Nach einem erfolgreichen Ende des Wintermeetings 2025/26, welches für Francois Lagadeuc durch seinen dritten Gruppe I-Sieg gekrönt wurde, setzt er aktuell seine gute Form fort. Am Mittwoch wird Lagadeuc in Vire antreten. Einer Rennbahn, auf der er besonders erfolgreich ist.

Foto: B. Vandervelde

 

Wie viele seiner Kollegen freut sich Lagadeuc im März über die Rückkehr auf die Provinzbahnen. "Es ist eine selektive Bahn, die stets in gutem Zustand ist", präzisiert er seine Vorliebe für die Piste in Vire. "Es gibt keine Fallen. Hier gewinnt das beste Pferd."

Nach einer "wohltuenden" Urlaubswoche startete der 33jährige wieder durch, aufbauend auf seinem starken Abschluss des Wintermeetings: "Der Beginn des Meetings war sehr schwierig. Im Januar hätte ich eigentlich Vincennes streichen und in die Provinz gehen können. Aber ich habe durchgehalten und wurde schließlich belohnt. Der Sieg von Nocive du Choquel im Prix Comte Pierre de Montesson für Nicolas Bridault, der mir seit mehreren Jahren vertraut, war das i-Tüpfelchen. Am Ende war das Meeting mit insgesamt 23 Siegen sehr gut."

"Nikita des Charmes hat viel Kraft und Leichtigkeit"

Zu seinem Erfolg trugen unter anderem auch Diva del Ronco, Loquidy sowie Nikita des Charmes bei, mit der er unter dem Sattel vier Siege errang. Die von seinem Freund Simon Rousselle trainierte Stute könnte am Freitag in Vincennes im Prix Ali Hawas ihren fünften Sieg in Folge anstreben. "Ich habe natürlich ein sehr gutes Gefühl auf ihrem Rücken, denn sie besitzt viel Kraft und eine große Leichtigkeit. Sie hatte keine lange Pause, aber wir müssen wieder antreten. Sie kommt mit allen Strecken in Vincennes zurecht. Meistens geht sie an die Spitze, könnte aber ebenso gut von hinten kommen. Unser großes Ziel ist der Prix d’Essai am 21. Juni. Bis dahin wollen wir sie möglichst noch mit Eisen laufen lassen."

Seit mehreren Jahren zählt Lagadeuc zu den besten Fahrern seines Fachs. Mit 28 Siegen Mitte März erlebt er den zweitbesten Saisonstart seiner Karriere. Sein Ziel: "Konzentriert bleiben und möglichst wenige Fehler machen."

"Ich liebe das Training"

Neben dem Fahren widmet er sich zunehmend dem Training in der Nähe von Lisieux, wo er seit fast einem Jahr mit Tanguy de la Bourdonnaye zusammenarbeitet. "Ich gehe in dieser neuen Rolle voll auf. Ich liebe das Training und stehe morgens gerne auf. Ich habe ein gutes Team, das mich unterstützt. Zum Glück, denn nachmittags bin ich oft auf den Rennbahnen." Zu seinem Team gehören Delphine Besse, Maxime Bansard, Pierre Sorais und Alban Cottard.

Mit 17 Siegen für seinen Besitzer und mehr als 180.000 Euro Preisgeld bezeichnet Lagadeuc das Jahr 2025 als "zufriedenstellend". "Wir haben viele Rennen gewonnen, auch wenn es nicht immer die größten Kategorien waren. Ich musste rund um mich ein komplett neues Team aufbauen. Das braucht Zeit."

Die Saison begann bereits erfolgreich mit drei Siegen am vergangenen Wochenende: L'Arnacoeur in Lisieux, Kay in Bihorel und Kennedy Texan in Amiens. "Sie sind alle regelrecht davongeflogen. Das zeigt, dass wir im Winter zu Hause gut gearbeitet haben", sagt er mit einem Lächeln.

Einschätzung zu seinen Fahrten am Mittwoch in Vire

Just a Boy d'Alesa (109/Quinte): "Laut Trainer Simon Rousselle in guter Form, aber kein ideales Rennen. Ein Platz zwischen Rang Vier und Fünf ist möglich."

Nina des Touches (213): "Debütantin, keine 'Championesse', aber ordentlich. Eher für eine Platzierung."

Mamaora de Lou (402): "Kehrt erstmals wieder vor den Sulky zurück. Sollte die kurze Distanz mögen. Eventuell Platz Drei oder Vier."

Moscantida Peal (503): "Zuletzt Zweite in einem Verkaufsrennen in Enghien. Mit einem Rennen an der Innenkante könnte sie eine Platzierung erreichen."

Laldo Louzeen (704): "Gewann am 09. November auf dieser Bahn, tritt diesmal ohne Eisen an. Eine Überraschung ist möglich."

Auch seine eigenen Pferde L'Arnacoeur und Kennedy Texan könnten bald wieder erfolgreich sein, während Ksar d'Essarts, der im Training seines Vaters Rodolphe Lagadeuc steht, eine gute Saison vor sich haben könnte.

ZUM RENNTAG IN VIRE Beginn: 13.55h

Mittwoch 18 März 18:34 Uhr
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Luba Sonn

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Start in das Frühjahr - 'Rene Balliere' im neuen Format

Der finale Tag des Wintermeetings 2025/26 vom 28. Februar ist noch in guter Erinnerung. Aber bereits am Freitag eröffnet der "Temple du Trot" nach einer kurzen Pause wieder seine Pforten. In diesen Tagen bereitet sich aber nicht nur Vincennes auf das Frühjahrs-Meeting vor. In Enghien läuft das erste Meeting des Jahres schon auf Hochtouren und der Schatten des Prix de l’Atlantique ist schon zu sehen. Auch Caen ist mit der Vorbereitung für den großen Renntag rund um den Prix des Ducs de Normandie beschäftigt. Es gilt also: Kalender bereithalten!

Foto: SCOOPDYGA

 

Wichtige Änderung

Auch wenn das Frühjahrs-Meeting 2026 in Vincennes seine traditionellen Bestandteile beibehält, gibt es eine wesentliche Neuerung, die bereits vor einigen Wochen angekündigt wurde: Der Prix Rene Balliere wird umgestaltet und ähnelt nun dem früheren Prix d’Ete. Also ein Gruppe II-Rennen, welches über die 2.700 Meter der großen Bahn führt und auch für Wallache offensteht.

Eine weitere Änderung betrifft den Beginn der Abendveranstaltungen an den Freitagen, die erst ab dem 15. Mai später beginnen, statt wie 2025 bereits Anfang Mai.

Abgesehen davon bleibt das Programm weitgehend unverändert:

36 Renntage in Vincennes

12 in Enghien

18 in Caen

 

Im Spitzensport verteilt sich das Programm wie folgt:

Fünf Gruppe I-Rennen, wovon vier am 'Journee des Champions' am 21. Juni in Vincennes ausgetragen werden, sowie der Prix de l’Atlantique in Enghien.

27 Gruppe II-Rennen / 20 Gruppe III-Rennen

 

Frühjahrs-Meeting in Vincennes

Zeitraum: Freitag, 20. März bis Montag, 29. Juni

Anzahl der Renntage: 36 (+1 im Vergleich zu 2025)

 

Art der Veranstaltungen:

10 Tagesveranstaltungen

19 Veranstaltungen am späten Nachmittag

7 Abendveranstaltungen

 

Anzahl der Rennen: 295 (+9 im Vergleich zu 2025)

Dotationen: 16.781.000 Euro

Durchschnittliche Dotierung pro Rennen: 56.885 Euro

Da der Verwaltungsrat ein ähnliches Rennpreis-Niveau wie 2025 empfohlen hat, bleibt das Gesamtbudget des Frühjahrs nahezu unverändert, mit kleineren Anpassungen: durchschnittlich -1,15% pro Rennen in Vincennes und +1,14% in Enghien. Insgesamt werden 25,18 Millionen Euro an Preisgeldern ausgeschüttet (gegenüber 24,801 Millionen im Jahr 2025), unter anderem durch die Einbeziehung des Renntags am 29. Juni.

 

'Etrier 3/4/5' - Frühjahrsmeisterschaften

Auch für die Monte-Traber bietet das Frühjahr ein hochkarätiges Programm. Insbesondere durch die Rennserie 'Etrier 3/4/5' mit den Rennen für 3-, 4- und 5jährige Pferde, die ihre Finals am 21. Juni austragen.

 

Start für die Internationalen

Der Prix de l’Atlantique, dass einzige Gruppe I-Rennen in Enghien, markiert auch den internationalen Start im Frühjahr. Der Klassiker, der im Vorjahr von Iguski Sautonne gewonnen wurde, findet am 18. April statt.

Am selben Tag wird auch der wichtige Prix de Tonnac-Villeneuve (4jährige) ausgetragen. Zudem wird an diesem Tag auf der Rennbahn für das Publikum ein "Fest des Pferdes" veranstaltet.

 

Rennserie auch für Wallache

Die besten älteren Pferde, einschließlich Wallache, werden sich in folgender, hochklassiger Rennserie messen können:

Prix du Bois de Vincennes (21. Apr/GR III)

Prix Kerjacques (04. Apr/GR II)

Prix des Ducs de Normandie (09. Mai/GR II)

Prix Chambon P (06. Jun/GR II)

Prix Rene Balliere (21. Jun/GR II)

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William Bigeon: "Not This Time sollte sich gut präsentieren"

Mit zwei Siegen zu Jahresbeginn in Vincennes, hat sich Not This Time nachhaltig für den 2023er-Jahrgang empfohlen. Vor allem mit dem Sieg im Gruppe III-Rennen hat sich der Ready Cash-Sohn in Szene gesetzt.

Foto: SCOOPDYGA

 

Somit führte schon der sechste Lebensstart am 15. Februar in das Criterium des Jeunes (GR I), wo der 3jährige aber nach einem Startfehler disqualifiziert wurde. Am Freitag, den 27. März, soll die Nachwuchshoffnung aus dem Stall von Louis Baudron wieder an den Start gehen.

Der hervorragend gezogene Hengst (v. Ready Cash a.d. Famous Lady) kehrt im Prix Penthesilea (GR III) in den Wettbewerb zurück. Dieses Rennen ist für 3jährige Pferde ausgeschrieben, die noch nicht mehr als 70.000 Euro gewonnen haben, und ist in diesem Jahr für ausländische Starter geschlossen. In den letzten drei Jahren konnten mit Guglielmo Jet, Frank Gio und Jazzman drei Ausländer triumphieren.

Die Rückkehr von Not This Time erfolgt somit rund einen Monat nach seiner Disqualifikation, die auf den Startfehler zurückzuführen war, aber erst etwa 1.000 Meter vor dem Ziel geahndet wurde. Trainer Louis Baudron bekräftigt den kommenden Auftritt: "Er kann in einem geschlossenen Rennen antreten. Das sollten wir nutzen. Er hat regelmäßig gearbeitet und sollte sich sofort wieder gut präsentieren."

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L'As Desbois am 11. April gegen seine Generation

Nach der Streichung von L'As Desbois für den Prix du Bois de Vincennes (GR III) an diesem Samstag in Vincennes, wird der Zweitplatzierte des Prix de Selection demnächst wieder ausschließlich gegen Pferde seines Jahrgangs antreten.

Foto: SCOOPDYGA

 

Der Hengst, der in diesem Winter dreimal siegte, darunter erstmals auf Gruppe II-Niveau am 08. Februar im Prix Ovide Moulinet, beendete sein Meeting mit einem hervorragenden zweiten Platz hinter Maitre Jacques im Prix de Selection, obwohl er diesem Crack einen Vorteil von 25 Metern gewähren musste. Damit erreichte er sein erstes Podium auf Gruppe I-Parkett.

Aktuell ist der Booster Winner-Sohn im Gestüt tätig, was aber nicht der Hauptgrund der Absage für den Prix du Bois de Vincennes war, wie Trainer William Bigeon dem ParisTurf erklärte: "Ich ziehe es vor, ihn gegen gleichaltrige Pferde laufen zu lassen, anstatt ihn gegen ältere Konkurrenz antreten zu lassen. Er wird daher am 11. April im Prix Robert Auvray wieder am Start sein."

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Alexandre Abrivard: "New Fairy war schon immer talentiert"

Schon die Abstammung von New Fairy sorgte vor dem ersten Lebensstart für Aufmerksamkeit. Die Stute aus dem Besitz und der Zucht von Alexandre Abrivard stammt vom zweifachen Amerique-Sieger Ready Cash ab. Und ihre Mutter ist die Gruppe I-Siegerin Feerie Wood.

Foto: SCOOPDYGA

 

Bereits im Mai vergangenen Jahres qualifizierte sich die nun 3jährige Stute. Aber erst am heutigen Mittwoch hat sie ihr Debüt in Vire gegeben, welches siegreich beendet wurde. Aus der zweiten Startreihe hinter dem Auto wurde sie von Alexandre Abrivard lange im Mittelfeld gehalten. Erst auf der letzten Überseite verbesserte sie ihre Position, hatte aber zu Beginn des Einlaufs als Zweite noch einen Rückstand auf die führende Nikita Dream wettzumachen. Zusätzlich tat sich die großgewachsene Stute noch sichtbar schwer mit ihrem Geläuf. Aber mit jedem Meter der Zielgeraden kam sie etwas besser in Tritt und hatte genau auf der Linie einen knappen Vorteil. Der Erfolg kam in 17,2 über die 2.700 Meter zu Stande, was für ein Debüt eine ordentliche Marke war. Allerdings dürfte man in Zukunft noch deutlich mehr von New Fairy sehen können.

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Fahrer Alexandre Abrivard erklärte nach dem Rennen: "Wir haben versucht mit Feerie Wood optimal zu züchten. Ihre Tochter war schon immer talentiert, aber auch etwas schwierig. Aktuell entwickelt sie sich jedoch gut, auch wenn sie noch Erfahrung sammeln muss. Im letzten Bogen hätte sie beinahe einen Fehler gemacht. Der Start hinter dem Auto auf einer großen Bahn wie in Vire war ideal für sie."

Wenn alles nach Plan läuft, soll New Fairy in etwa einem Monat erneut an den Start gehen.

Donnerstag 19 März 17:56 Uhr
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Luba Sonn

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Harley Gema direkt in den 'L'Atlantique'

Nach ihrem zweiten Platz hinter Iguski Sautonne im Grand Criterium de Vitesse (GR I) wird Harley Gema, die zudem eine Einladung für das Paralympiatravet am 09. Mai in Schweden erhalten hat, direkt im Prix de l’Atlantique (GR I) am Samstag, den 18. April, an den Start gehen.

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Bei ihrem ersten Auftritt auf Gruppe I-Niveau am 08. März in Cagnes zeigte sie eine starke Leistung und belegte mit viel Speed in einer Zeit von 08,9 über die Meile den zweiten Platz. Nach dieser Vorstellung wurde die Bold Eagle-Tochter für das prestigeträchtige Rennen in Aby eingeladen. Zuvor wird die von Marc Sassier trainierte Stute jedoch in Enghien laufen: "Sie mag flache Bahnen, daher ist der Prix de l’Atlantique ihr logisches nächstes Ziel. Mit etwas Frische fühlt sie sich sehr wohl. Danach reist sie per Transporter nach Schweden", erklärt ihr Trainer.

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SETF setzt sich für "Traber-Rentner" ein

Am Mittwoch gab die Dachorganisation des französischen Trabrennsports (STEF) bekannt, dass sie ihre Partnerschaften mit den Organisationen Passerelle und der Federation Francaise de Reconversion (FFR) bereits zum fünften Mal in Folge verlängert. Ziel dieser Verbände ist es, Trabern nach ihrer Rennkarriere eine weitere Laufbahn zu ermöglichen.

Foto: SETF

 

Seit Herbst 2021 haben mehr als 900 Traber von dieser Initiative profitiert und wurden, je nach Alter und Fähigkeiten, erfolgreich in neue sportliche oder freizeitbezogene Aufgaben vermittelt. Die beiden Organisationen sind regelmäßig bei großen Veranstaltungen präsent, etwa im Rahmen der #RaceAndCare-Tage, die in ganz Frankreich stattfinden. '#RaceAndCare' wiederum ist eine Initiative der SETF, die Aktive dazu einlädt, ihre Fürsorge für die Vierbeiner vorwiegend über soziale Netzwerke zu teilen. '#RaceAndCare' dient dabei als gemeinsamer Hashtag.

Die SETF nutzt die Expertise und das landesweite Netzwerk beider Partner, um die Umschulung der Pferde bestmöglich zu begleiten. Zudem sind Passerelle und die 'FFR' für die Auswahl und Überwachung der Einrichtungen verantwortlich, die sich um den "zweiten Bildungsweg" kümmern, wodurch hohe Standards im Bereich Tierschutz gewährleistet werden.

Auch die Öffentlichkeitsarbeit wird fortgesetzt: 2025 waren beide Organisationen auf zahlreichen Messen und Veranstaltungen vertreten, um ihre Arbeit vorzustellen. Für 2026 sind weitere Projekte geplant. So arbeitet Passerelle an einer digitalen Plattform zur zentralen Verwaltung aller Prozesse rund um die Umschulung. Die FFR führt ihr 2025 gestartetes Botschafter-Programm fort und plant unter anderem eine Fortbildungsveranstaltung in Fontainebleau sowie einen Wanderritt für ehemalige Rennpferde im August.

Mit der Verlängerung dieser Partnerschaften bekräftigt die SETF ihren Anspruch, die nachhaltige Zukunft der französischen Trabrennpferde auch nach ihrer Rennkarriere zu sichern.

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97 Lots in Deauville

Der Termin steht fest: Am Donnerstag, den 09. April, wird die Frühjahrsauktion in Deauville fast 100 Lots im Ring begrüßen dürfen. Auch in diesem Jahr wird die Auktion durch mehrere Bestandsreduzierungen geprägt.

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Traditionell gilt diese Auktion als das zweite große Treffen im Jahr von Arqana Trot, direkt im Anschluss an die Auktion rund um den Prix d’Amerique. 2026 ist es jedoch bereits die dritte Veranstaltung des Unternehmens, nachdem zusätzlich eine Online-Auktion im Februar eingeführt wurde.

Am 09. April werden in Deauville insgesamt 97 Lots angeboten, darunter zahlreiche Pferde aus verkleinerten Beständen. So bringt die 'S.C.E.A. des Bissons' sechs Pferde in den Ring, darunter die 5jährige Lara du Goutier, eine Tochter von Ready Cash, die unter Trainer Damien Bonne mehrfach auf Gruppe-Niveau platziert war. Unter anderem als Zweite im Prix Gaston de Wazieres (GR II) im August 2025 hinter Liza Josselyn. Neben ihren sportlichen Leistungen verfügt sie auch über ein interessantes Profil als zukünftige Zuchtstute.

Ebenfalls aus diesem Bestand stammt Niki du Goutier (3 Jahre), die von Thierry Duvaldestin trainiert wird. Mit zwei Siegen aus vier Starts hat der Hengst einen vielversprechenden Karrierestart hingelegt und dürfte entsprechend begehrt sein.

Der Stall von Jean Luck wird mit dreizehn Pferden vertreten sein, während der Ecurie Griezmann zwölf Pferde anbietet. Eine weitere Attraktion ist Moonstar Jyl (4 Jahre), die unter Trainer Erik Bondo ihre letzten beiden Rennen in Vincennes gewonnen hat.

Bemerkenswert ist zudem, dass Ready Cash mit neun Nachkommen der am stärksten vertretene Deckhengst dieser Auktion sein wird.

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Ecurie Serenite - Antonio de Sousa: "Ich versuche beste Voraussetzungen zu schaffen"

Seit der Gründung im November erlebt der Ecurie Serenite einen bemerkenswerten Erfolg, wie einer ihrer Gründer, Antonio de Sousa, dem ParisTurf berichtet. Der Ecurie Serenite tauchte erstmals im Dezember 2025 in den Rennprogrammen auf und hat seitdem eine beeindruckende Erfolgsserie hingelegt.

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Seit dem Start verzeichnet der neue Stall 24 Siege und 26 Platzierungen bei 79 Starts bei den Trabern, was einer Quote von 63% unter den ersten Fünf entspricht. Die Rennfarben selbst sind im französischen Rennsport aber schon seit Jahrzehnten bekannt und stehen für Antonio de Sousa und seine Familie. "Der Stall vereint die Pferde meines Sohnes Frederic und meiner Frau Mauricette unter einer gemeinsamen Struktur", erklärt der Unternehmer aus der Immobilien- und Baubranche. "Seit über zehn Jahren laufen meine Pferde unter dem Namen meiner Frau. Zwar besitzen beide weiterhin einige Pferde separat, aber der Großteil ist jetzt im Ecurie Serenite zusammengefasst. Wir wollten damit ein gemeinsames Familienabenteuer erleben. Außerdem bringt diese Struktur auch steuerliche Vorteile, etwa bei der Mehrwertsteuer."

Mit rund 100 Pferden ist der Bestand beachtlich: "Wir haben 80 Traber und 20 Galopper", ergänzt de Sousa. Ganz nach dem Motto "Gemeinsam ist man stärker" verlief das Wintermeeting in Cagnes-sur-Mer für den Stall äußerst erfolgreich. Unter der Führung von Trainer Romain Derieux belegten sie den ersten Platz in der Besitzerwertung. Sowohl nach Siegen (19), als auch nach Gewinnsumme (297.080 Euro).

Ob er solche Ergebnisse erwartet habe? "Ich komme aus der Unternehmenswelt. Ich investiere, und irgendwann müssen Ergebnisse kommen. Ich bin ein Gewinner und kämpfe gern um den Sieg. Deshalb versuche ich, beste Voraussetzungen zu schaffen. Gute Pferde mit starken Abstammungen und Trainer, die Rennen gewinnen."

Eine zentrale Rolle spielt dabei Romain Derieux, der seit über 20 Jahren mit der Familie zusammenarbeitet und den Großteil des Bestands trainiert: "Ich schätze ihn sehr. Er leistet hervorragende Arbeit und ist äußerst engagiert. Wir sprechen offen über alles, auch wenn es mal nicht läuft. Das ist unsere Stärke. Ich habe drei Kinder, aber Romain betrachte ich wie meinen vierten Sohn."

Ein Großteil der Zuchtstuten befindet sich ebenfalls bei ihm: "Seit über zehn Jahren baue ich meine Zucht auf. Ich habe etwa 20 Zuchtstuten, und die meisten meiner Pferde stammen aus eigener Zucht. Natürlich kaufe und verkaufe ich auch Pferde. Einige Stuten besitze ich gemeinsam mit Romain und seinem Vater. Gemeinsam haben wir große Erfolge erlebt, etwa den Sieg im Elitloppet."

Nayara kann gewinnen

Das Jahr 2026 verläuft bislang sehr erfolgreich für den Ecurie Serenite. Bei den Trabern belegen sie aktuell den dritten Platz nach Gewinnsumme (417.530 Euro) und führen die Statistik nach Siegen (20) an.

Am Freitag wird der Stall unter anderem durch Nayara im Prix Ali Hawas (GR II) vertreten sein: "Bei ihrem Debüt unter dem Sattel wurde sie nur knapp geschlagen. Sie kann durchaus gewinnen. Ich habe sie für 100.000 Euro von Louis Baudron gekauft. Sie gehört zu unseren Hoffnungsträgern." Auch Manhattan Rain, die am selben Tag in der Quinte startet, steht im Fokus: "Sie ist schwierig, aber sehr talentiert. Der Start hinter dem Auto wird ihr helfen."

Antonio de Sousa, inzwischen 76 Jahre alt, ist nach wie vor mit großer Leidenschaft dabei. Nach ersten großen Erfolgen Ende der 80er-Jahre mit Tristan d’Essarts richtet er seinen Blick zunehmend auch auf den Galopprennsport: "Das interessiert mich sehr, besonders weil mein Sohn Frederic diesen Sport liebt. 2023 hat er den Gran Steeple-Chase de Paris (GR I) mit Rosario Baron gewonnen."

Der Galopperbestand umfasst etwa 20 Pferde, die von Daniele Mele trainiert werden. Auch hier wächst die Aktivität, insbesondere im Bereich Zucht. Mit Pferden wie Liskaria, Wells Park oder Kapaca de Thaix, zuletzt Dritter im Prix Robert de Clermont-Tonnerre (GR III), konnte der Ecurie Serenite bereits Erfolge feiern.

Das gemeinsame Ziel der Familie ist klar: "Wir wollen sowohl im Trab, als auch im Galopprennsport Pferde hervorbringen, die auf höchstem Niveau in den großen Rennen antreten können."

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Nicolas Bazire: "Wir werden Joumba de Guez vermutlich aus dem Rennbetrieb nehmen"

Auf YouTube berichtet Nicolas Bazire für den Kanal vom ParisTurf in seiner wöchentlich Sendung "Les Infos de Nico" über den Stall Bazire. In der aktuellen Folge äußerte er sich über einige interessante Pferde, gab aber auch ein Update zum Gesundheitszustand seines Vaters Jean-Michel.

Quelle: YouTube

 

"Liza Josselyn wird am 11. April wieder an den Start gehen (Prix Henri Levesque). Das ist ein Halbklassiker, der ausschließlich für Stuten offen ist. Wir werden das ganz in Ruhe vorbereiten. Jushua Tree ist inzwischen für die Decksaison wieder ins Haras du Mont Goubert zurückgekehrt. Seine Genesung verläuft gut. Er hatte bereits eine Woche zuvor wieder mit lockerem Spazierengehen begonnen. Er macht einen guten Eindruck.

Joumba de Guez mussten wir für den geplanten Prix Kerjacques zurückziehen. Seit zwei, drei Tagen läuft es nicht besonders gut. Wir müssen die nächsten Tage abwarten, aber aktuell hat sie das Training eingestellt. Sie hatte sich einen Bruch zugezogen und trägt Schrauben. Ich denke, das bereitet ihr noch etwas Probleme. Bei schönem Wetter geht es ihr besser, aber als es feuchter war, lahmte sie leicht. Ich denke, wir werden sie nicht weiter belasten und vermutlich entscheiden, sie aus dem Rennbetrieb zu nehmen.

Lionheart, der am letzten Tag des Meetings Dritter im Prix des Centaures (GR I) wurde, befindet sich noch im Urlaub und absolviert gelegentlich lockere Trainingseinheiten. Es geht ihm gut. Minuty du Gers bleibt noch einen Monat auf der Weide und wird Anfang Juni wieder starten. Fellow Wise As ist in Cagnes gut gelaufen (5. im Grand Criterium de Vitesse), fühlte sich aber nicht ganz wohl. Er hatte Rückenprobleme, die wir behandelt haben. Er wird noch etwas pausieren, bevor er wieder startet. Sein Besitzer hatte angedacht, Anfang Mai das große Rennen in Italien zu laufen (Anm.: 'Lotteria'/Neapel/03. Mai). Also werden wir sehen."

Außerdem nutzte der ParisTurf die Gelegenheit, um Neuigkeiten zu seinem Vater Jean-Michel Bazire zu erfahren: "Er hat diese Woche noch zwei oder drei weitere Untersuchungen gemacht", erklärt Nicolas Bazire. "Er wartete noch auf die Ergebnisse, aber ansonsten geht es ihm sowohl körperlich, als auch mental gut. Seine Rückkehr ist für das Osterwochenende in Royan geplant. Normalerweise bleibt es dabei."

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Pierre Preaud (FNCH): "Haben Rennbahnen in großen Metropolen noch eine Zukunft?"

Während die Budgets im Pferderennsport deutlich gekürzt werden, beantwortete der Generalsekretär der FNCH (Nationale Föderation für Pferderennen in Frankreich), Pierre Preaud, die Fragen vom ParisTurf.

Foto: SC

 

ParisTurf: "Wenn Aktive unter sinkenden Einnahmen oder steigenden Kosten leiden, bleiben auch die Rennvereine in den Regionen nicht verschont. Welche Anstrengungen werden ihnen für 2026 abverlangt?"

Pierre Preaud: "Die finanziellen Mittel der Rennvereine, die über die Dachorganisation FNCH bereitgestellt werden, werden um 10% gekürzt. Im Budget gibt es einen gemeinsamen Fonds (Organisation von Renntagen, Unterstützung bei Ausrüstung usw.), der sowohl PMH- als auch PMU-Rennbahnen betrifft: 22,3 Millionen Euro im Jahr 2025 gegenüber 19,4 Millionen Euro im Jahr 2026. Speziell für die rund 60 Premium-Rennbahnen betrug das Vergütungsbudget 2025 noch 50,16 Millionen Euro. 2026 sind es 46,3 Millionen.

Das bedeutet, dass die Rennvereine ihre Kosten optimieren und möglicherweise auch ihre Einnahmen steigern müssen. Hier gibt es noch Spielraum. Einige leisten bereits bemerkenswerte Arbeit, indem sie außerhalb der Renntage zusätzliche Einnahmen generieren. So erwirtschaftet beispielsweise der Verband der Rennbahnen in Lyon auf seinen beiden Anlagen über eine Million Euro Umsatz und rund 300.000 Euro Gewinn. Potenzial gibt es überall. Man muss sich an den lokalen Markt anpassen. Eine Kürzung der Beiträge um 10% bedeutet nicht automatisch, dass auch das Betriebsergebnis um 10% sinkt. In dieser finanziell angespannten Zeit gilt: nicht unbedingt notwendige Investitionen sollten verschoben werden.

Zur Kostensenkung haben die Dachorganisationen zudem Anpassungen eingeführt. So wurden etwa die Vorgaben von France Galop gelockert (auch die SETF arbeitet daran), wodurch Rennbahnen Kosten sparen können, ohne Sicherheit oder Fairness zu gefährden. Ein Beispiel ist der Start mit Bändern bei PMH-Galopprennen, wodurch die Wartungskosten für Startboxen entfallen. Außerdem sollten Rennvereine versuchen, Kosten zu bündeln, etwa beim gemeinsamen Einkauf von Materialien (Sand, Dünger, Stroh) oder bei Personalressourcen."

PT: "Und wie sieht es bei den Trainingszentren aus?"

PP: "Im Trabrennsport sinken die Beiträge 2026 um 20%. Für die Galopp-Trainingszentren (oft größer und teilweise an Rennbahnen angeschlossen) hat France Galop im Mai ein Sparprogramm über vier Jahre (2026–2029) beschlossen, mit dem Ziel, die Gesamtzuschüsse auf ein Drittel zu reduzieren. Ab 2026 wird schrittweise gekürzt, was automatisch zu höheren monatlichen Nutzungsgebühren für die Trainingsbahnen führt. Die Situation variiert je nach Standort. Es ist logisch, dass man für Zentren wie Cabries oder Pau mehr zahlt, als für Mont-de-Marsan oder Nort-sur-Erdre, da die angebotenen Leistungen unterschiedlich sind."

PT: "Einige Rennvereine haben über die Jahre Rücklagen gebildet. Wird darauf zugegriffen werden?"

PP: "Nein. Wir haben lediglich die Vergütung für 2025 bei Vereinen mit Rücklagen leicht reduziert, indem wir die daraus erzielten Finanzerträge bewusst niedrig angesetzt haben. Die Rücklagen selbst wurden nicht angetastet. Das betraf etwa 400.000 Euro bei insgesamt rund 40 Millionen Euro Rücklagen."

PT: "Ist es angesichts sinkender PMU-Wettumsätze noch möglich, ein so dichtes Netz an Rennbahnen in Frankreich zu erhalten?"

PP: "Derzeit zeigt sich, dass vor allem kleinere PMH-Rennbahnen mit geringerer Aktivität am stabilsten sind. Sie werden größtenteils von Ehrenamtlichen betrieben, haben wenig Personal und einfachere Infrastruktur. Also auch geringere Kosten. Diese Vereine sind im Durchschnitt weniger anfällig als PMU-Anlagen. Auch unter den Premium-Rennbahnen schneiden oft diejenigen besser ab, die weniger Veranstaltungen haben.

Eine zentrale Frage lautet heute: Haben Rennbahnen in großen Metropolen noch eine Zukunft? Entscheidend wird sein, wie sie sich in ihr politisches und gesellschaftliches Umfeld integrieren. Je größer und stadtnäher eine Rennbahn ist, desto stärker hängt ihre Zukunft von der Haltung der jeweiligen Stadtregierung ab. Wenn das Interesse am Pferderennsport nachlässt, müssen Rennen früher oder später an andere Orte verlegt werden."

PT: "Gibt es aktuell Rennbahnen, die aus politischen oder anderen Gründen vor der Schließung stehen?"

PP: "Nein, derzeit ist keine Rennbahn aus solchen Gründen akut von einer Schließung bedroht."

PT: "Zum Thema Ehrenamt: Vor dreieinhalb Jahren haben Sie eine Rekrutierungskampagne gestartet. War diese erfolgreich?"

PP: "Dort, wo die Rennbahnen die bereitgestellten Instrumente genutzt haben, war sie erfolgreich. Beispiele sind Villeneuve-sur-Lot oder Meral. Sie haben unsere Materialien, etwa Leitfäden zur Integration von Freiwilligen, genutzt, um neue, auch jüngere Helfer zu gewinnen. Andere, die das nicht konnten oder wollten, verzeichnen einen Rückgang. Ehrenamtliches Engagement muss gemanagt werden wie ein Unternehmen: Teams müssen sich regelmäßig erneuern, sonst droht Überalterung."

PT: "Rennvereine können bei Nichtteilnahme am Zertifizierungsprogramm finanzielle Nachteile haben. Ist das sinnvoll?"

PP: "Die Zertifizierung selbst ist relativ günstig (etwa 300 Euro für drei Jahre). Anfangsinvestitionen waren nötig, um Vorschriften zu erfüllen (z. B. Lagerung von Mist oder Treibstoff, Klimaanlagen, elektrische Anlagen), führen aber langfristig zu Einsparungen. Es geht nicht darum, ständig höhere Stufen zu erreichen, sondern um kontinuierliche Verbesserung. Die meisten Vereine haben mitgemacht: 212 von 218 sind inzwischen zertifiziert."

PT: "Warum gibt es finanzielle Sanktionen bei Nichtteilnahme?"

PP: "Wir sehen es als unsere Aufgabe, zu verantwortungsvollem Handeln anzuregen. Um das Rennbahnnetz langfristig zu legitimieren, insbesondere in Umweltfragen, müssen wir nicht nur Vorschriften einhalten, sondern darüber hinausgehen. Die breite Teilnahme am Programm stärkt unsere Glaubwürdigkeit erheblich."

PT: "Die Besucherzahlen sind 2025 erneut gestiegen..."

PP: "Ja, zum dritten Mal in Folge. Auch die PMH-Wetten nehmen zu, allerdings langsamer. Das ist logisch, da der Besucherzuwachs alle Altersgruppen betrifft. Es kommen mehr Familien und junge Erwachsene zwischen 20 und 30 Jahren. Sie interessieren sich zunächst für das Erlebnis und die Atmosphäre. Das Wetten kommt oft erst später. Wichtig ist: Der Pferderennsport ist als Erlebnis nicht veraltet, sonst würden die Menschen nicht kommen. Die Herausforderung besteht darin, dieses Interesse auch wieder stärker in Wettaktivität zu führen. Deshalb arbeiten wir daran, Wetten auf der Rennbahn moderner und digitaler zu gestalten."

PT: "Warum steigen die Besucherzahlen, während die Wetteinsätze national sinken?"

PP: "Der Freizeitmarkt entwickelt sich anders als der Markt für Glücksspiele. Dazu äußere ich mich nicht weiter."

PT: "Werden die 'Territoires hippiques'-Veranstaltungen 2026 fortgesetzt?"

PP: "Ja, ab April nach den Kommunalwahlen. Ziel ist es, lokale Entscheidungsträger direkt vor Ort zusammenzubringen. Auf Rennbahnen, in Trainingsställen oder Gestüten. In kleinen Gruppen entsteht ein echter Austausch, und die Teilnehmer gewinnen ein konkretes Verständnis für die Branche."

PT: "Hat die Landwirtschafts-Messe 2026 die Erwartungen erfüllt, und sind Sie 2027 wieder dabei?"

PP: "Ja. Trotz eines Besucherrückgangs von insgesamt 600.000 auf 450.000 war unser Stand im Pferdebereich sehr erfolgreich. Besonders Familien mit Kindern haben unser Angebot intensiv genutzt. Das zeigt: Wenn wir aktiv auf das Publikum zugehen, stoßen wir auf großes Interesse."

Donnerstag 19 März 19:41 Uhr
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Kiebitz

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""Die Besucherzahlen sind 2025 erneut gestiegen..."

Es kommen mehr Familien und junge Erwachsene zwischen 20 und 30 Jahren. Sie interessieren sich zunächst für das Erlebnis und die Atmosphäre. Das Wetten kommt oft erst später. Wichtig ist: Der Pferderennsport ist als Erlebnis nicht veraltet, sonst würden die Menschen nicht kommen."

So ist es und an der Stelle muss man sie abholen. Und C-Bahnen unterstützen ...

Freitag 20 März 07:08 Uhr
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Luba Sonn

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Robin Lamy: "Ich will dieses Jahr eine Quinte gewinnen"

Mit 26 Jahren entwickelt sich Robin Lamy stetig weiter und seine Lust auf Siege wächst immer mehr. Nach der starken Dynamik aus dem vergangenen Jahr steht außer Zweifel, dass er in dieser Saison ein Fahrer ist, den man genau im Auge behalten sollte.

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Robin Lamy ist in Topform! Am Dienstag feierte er auf der Rennbahn von Meslay-du-Maine seinen 250. Sieg, als er mit Kelas erfolgreich war. Insgesamt kommt der 26jährige Profi damit bereits auf 17 Erfolge zu Beginn des Jahres. "Das ist gut, aber ich habe auch einige Chancen ausgelassen. Ich bekomme gute Möglichkeiten, die man dann auch nutzen muss. Man darf nicht nachlassen. Nichts ist selbstverständlich." Vor diesem Hintergrund hat sich der junge Fahrer für 2026 ein klares Ziel gesetzt: "Ich würde gerne eine Quinte gewinnen."

Ein Ziel, das für den Mann aus dem Departement Manche keineswegs unerreichbar ist. Schließlich war er am 22. November in Vincennes im Prix Daniel Miette mit Iroise de la Noe ganz nah dran (Zweiter). Für den ehemaligen Mitarbeiter von Andre Le Courtois verspricht dieses Jahr ohnehin viele Emotionen, zumal es bereits hervorragend begonnen hat: mit seiner ersten Teilnahme an einem Gruppe I-Rennen, als er im Prix de France Idole d’Ourville steuerte. "Auch wenn ich in diesem Rennen keine Chance hatte, war es eine große Freude, ein Gruppe I-Rennen zu fahren. Ich kann jetzt sagen, dass ich mindestens eines in meiner Karriere bestritten habe."

Parallel dazu lernt Robin Lamy viel, indem er die Fahrten seiner Kollegen analysiert. Er weiß auch, wo er sich noch verbessern muss: "Ich bin im Rennen oft noch etwas zu ungeduldig. Ich müsste wahrscheinlich ruhiger bleiben. Man sieht ja, dass es in Vincennes fast unmöglich ist, zu viel Kraft zu investieren."

Ein Blick zurück

Trotz seines temperamentvollen Fahrstils war sein Jahr 2025 äußerst erfolgreich. Insgesamt gewann er 61 Rennen und holte mehr als 1,3 Millionen Euro für die Besitzer. Solche Leistungen wären allein kaum möglich gewesen: "Ich arbeite mit einem Agenten, dadurch kann ich meine Einsätze besser auswählen. Man braucht das heutzutage, denn wenn man zu viel im Stall bleibt, wird man schnell vergessen. Aber der Rhythmus ist hart, da man sehr viel unterwegs ist."

In seiner Rekordsaison 2025 bestritt er 646 Rennen, davon 97 für das Training von Thomas Levesque. Dem Trainer, der ihm am meisten Vertrauen schenkte. "Er ist ein Freund. Ich habe jeden Nachmittag bei ihm gearbeitet. Im Winter war er selbst nicht aktiv, da hat er mir viele Chancen gegeben. Danach habe ich die Mitarbeit beendet, weil wir selbst immer mehr Pferde im Training hatten."

Intensiver Alltag

Neben seiner Tätigkeit als Catchdriver hat er im Sommer 2024 gemeinsam mit seiner Partnerin Emeline Desmigneux in Ravenoville einen eigenen Stall gegründet. Bei seinem ohnehin vollen Terminkalender muss alles gut organisiert sein: "Ich versuche, morgens möglichst viele Pferde zu trainieren. Alles, was Pflege und Organisation betrifft, übernimmt Emeline. Wir ergänzen uns sehr gut."

Dieses Modell funktioniert bestens für den Sohn von Chantal und Jean-Noel Lamy. Zudem profitiert auch der Stall von seiner Fahrertätigkeit: "Ich kümmere mich gerne um junge Pferde. Im Moment werde ich nichts ändern und weiterhin nachmittags zu den Rennen fahren. Außerdem gibt es Besitzer, für die ich gefahren bin und die mich danach gefragt haben, ob wir Platz für ihre Pferde haben."

Mit Blick auf den Sommer und in der Absicht, diesen Schwung mitzunehmen, zögert er nicht mit seiner Prognose: "Ich werde viele Kilometer machen, wenn ich gute Chancen habe."

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Mittwoch in Marseille - Zweite Etappe des GNT

Am kommenden Mittwoch wird Jentil Dieschoot, der erste Etappensieger des Grand National du Trot 2026, versuchen das 'gelbe Trikot' zu verteidigen. Der Schützling von Kevin Leblanc wird am kommenden Mittwoch zur Rennbahn nach Marseille-Borely reisen, um an der zweiten Etappe des GNT teilzunehmen. 

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Der Nennungsschluss erfolgte am Donnerstagmorgen womit sich inzwischen das Teilnehmerfeld in der südfranzösischen Metropole klarer abzeichnet. Bereits fest steht, dass Jentil Dieschoot, Sieger der ersten Etappe in Amiens, mit Alexandre Abrivard im Sulky antreten und sein Gelbes Trikot verteidigen wird. Dieses trägt er als Führender der Gesamtwertung in einem eigens dafür eingeführten gelben Renndress.

Zu seinen Gegnern dürfte unter anderem der Stall Duvaldestin zählen, der wohl zwei Starter ins Rennen schicken wird. Je Te Cherche, der zuletzt in Laval besonders überzeugte, wird von Theo Duvaldestin gesteuert. Dagegen muss Ialto d’Hertals aus dem zweiten Band starten. Clement Duvaldestin, der aktuell eine 16tägige Sperre absitzt, könnte im Sulky durch Theo Briand ersetzt werden.

Auch die Teilnahme von Jolivert du Gers wurde von Matthieu Abrivard bestätigt. Der Wallach passt perfekt in das erste Band. Ebenso haben Pierrick Le Moel, Anthony Muidebled und Jean-Marie Roubaud ihre Starter Hajime, Iseult Flower und Gershwin de Chenu angekündigt.

Es ist hingegen eher unwahrscheinlich, dass Joy du Carnois und Ivrig Viking, die an diesem Wochenende in Paris starten, ebenfalls antreten werden, auch wenn sie noch zu den Genannten zählen. Krooner d’Heripre ist ebenfalls unsicher, da seine Gewinnsumme möglicherweise nicht ausreicht, um ins Feld zu kommen. Durch die bestätigte Nennung von Horchestro (mit David Bekaert), der mit 50 Metern Zulage startet und sich auf den Prix Kerjacques (GR II) am 04. April vorbereitet, wird das Starterfeld im ersten Band auf nur sieben Pferde begrenzt.

Insgesamt sind derzeit 39 Pferde gemeldet, sie sich auf drei Startbänder verteilen, bevor die erste Streichung am Samstag erfolgt.

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Freitag in Vincennes - Nickel de Baille auf den Spuren von Meteore de Simm

Am Freitag stehen in Vincennes die ersten Halbklassiker für die 3jährigen Satteltraber auf dem Programm. Mit Nickel de Baille und Nikita des Charmes kommen in beiden Abteilungen zwei Pferde an den Start, die eine Serie von vier, beziehungsweise drei Erfolgen vorweisen können. Aber die Herausforderer stehen bereit.

 

Prix Felicien Gauvreau - Nickel de Baille wie der "Meteore"?

Quelle: LeTrot

Nickel de Baille ist bei drei Starts unter dem Sattel noch ungeschlagen. Kurz vor diesem ersten Halbklassiker für die 3jährigen erinnert sein Werdegang ein wenig an den seines Trainingsgefährten Mereore de Simm, der in die Ausgabe 2025 dieses Gruppe II-Rennens ebenfalls ungeschlagen gegangen war. Diese Serie führte ihn später bis zum Sieg im Prix d’Essai, dem ersten Klassiker seines Jahrgangs.

Vorerst endet der Vergleich jedoch hier. Sicher ist, dass Nickel de Baille, trainiert und geritten von Matthieu Mottier, mit dem Ziel an den Start geht, seinen vierten Sieg in Folge zu erzielen, nachdem er bereits das erste Gruppe III-Rennen seines Jahrgangs, den Prix Edouard Marcillac am 13. Februar gewonnen hat.

Im Referenzrennen zeigte Ninja de l’Envol eine starke Leistung und musste sich nur knapp geschlagen geben. Der talentierte, aber nicht immer einfache Newton des Andiers hätte ebenfalls weiter vorne landen können. "Sein Reiter hat ihn zu Beginn des Schlussbogens etwas zu früh aufgefordert. Das Pferd war überrascht und machte einen Fehler", erklärt sein Trainer Jeremy Koubiche. "Danach hat er sich gut gefangen. Ninja de l’Envol und Nickel de Baille sind die Pferde, die es zu schlagen gilt."

Namaretti Devol und New Success dürften eher um die Platzierungen kämpfen.

ZUR WETTABGABE BEI TROTTO Start: 17.48h

 

Prix Ali Hawas - Nikita des Charmes gegen Nayara

Quelle: LeTrot

Wie Nickel de Baille hat auch Nikita des Charmes zuletzt das erste Gruppe III-Rennen ihrer Kategorie gewonnen (Prix Holly du Locton) und ist somit in der Favoritenrolle zu finden. Die Booster Winner-Tochter möchte nun ihre Vormachtstellung weiter festigen.

Die von Simon Rouselle trainierte Stute bringt viele Argumente mit: Sie hat vier Siege in Folge in dieser Disziplin vorzuweisen und ist zudem die schnellste Vertreterin des gesamten Jahrgangs auf Bahn und Distanz, mit einer bereits erzielten Zeit von 15,5. Diese Marke wurde sogar mit Eisen erzielt, die sie auch diesmal tragen wird. "Sie macht morgens in der Arbeit einen sehr guten Eindruck", erklärt ihr Trainer. "Wir treffen wieder auf Nayara, aber auch auf weitere starke Gegnerinnen."

Nayara, die bei ihrem Debüt unter dem Sattel nur knapp gegen Nikita des Charmes verlor, befindet sich im Aufwärtstrend und könnte diesmal Revanche nehmen. Auch Naginata hat das Potenzial, ganz vorne mitzumischen, vorausgesetzt, sie bleibt fehlerfrei.

Nespera, im Referenzrennen klar hinter den beiden Favoritinnen Dritte, könnte erneut einen Podiumsplatz anstreben. Nanika du Pont zeigte bei ihrem ersten Start unter dem Sattel im Prix Holly du Locton eine ordentliche Leistung und könnte sich steigern. Auch Neo Vanilla, derzeit in Topform, wird ihre Chancen wahrnehmen.

ZUR WETTABGABE BEI TROTTO Start: 18.58h

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Comeback von Inexess Bleu - Alexandre Abrivard: "Nichts ersetzt den Wettkampf"

Am Samstag dürfte in Vincennes ein Hauch von Frühlingsbeginn in der Luft liegen. Und das nicht nur, weil strahlender Sonnenschein angekündigt wurde. Im Prix du Bois de Vincennes (GR III), dem Hauptereignis der Veranstaltung, kehrt einer der Stars der Saison 2025 zurück - Inexess Bleu. Im Vorjahr hatte er sich mit Siegen im Finale des UET Elite Circuit (Solvalla) und im Grand Prix de Wallonie (Mons), den Status eines Gruppe I-Siegers erarbeitet.

Quelle: LeTrot

 

Als Wallach fehlten Inexess Bleu während des Wintermeetings aber passende Startmöglichkeiten, weshalb der Champion aus dem Besitz von Michel Gallier nicht am Start war. Nun beginnt er seine Frühjahrskampagne in einem Rennen, das er im Vorjahr gewonnen hat. Diesmal jedoch mit eher zurückhaltenden Ambitionen.

Im vergangenen Jahr war Inexess Bleu zu dieser Zeit für seine Gegner nahezu unschlagbar. Unabhängig von Verlauf oder Distanz gewann er alles, meist in beeindruckenden Zeiten auf der großen Bahn von Vincennes, wie etwa seine 11,6 über die 2.850 Meter im Prix du Bois de Vincennes. "Mir fehlen die Worte. Das ist monströs. Im Moment ist das der beste Traber in Vincennes", sagte damals ein beeindruckter Alexandre Abrivard.

Diese Dominanz setzte sich im zweiten Halbjahr auch international fort: Der von Laurent Abrivard trainierte Vittel de Brevol-Sohn eroberte Europa und gewann seine ersten Gruppe I-Rennen. Eine Ebene, die er als Wallach in seiner Heimat nicht betreten darf. Auf dem Weg zu einem dritten Gruppe I-Triumph in Folge musste er sich schließlich nur Jabalpur im Grand Premio delle Nazioni in Mailand geschlagen geben, bevor er in die Winterpause ging.

Am Samstag wird Inexess Bleu genau 140 Tage ohne Rennen gewesen sein. Eine lange Pause, die seine Chancen einschränkt, zumal er in diesem Rennen 25 Meter Zulage ausgleichen muss, während er im Vorjahr noch aus dem ersten Band gestartet war. "Das ist nur ein Aufbaustart", erklärt Alexandre Abrivard. "Er ist fast sechs Monate nicht gelaufen und trifft hier auf Pferde, gegen die er im Prix Kerjacques (am 04. April) ohne Handicap antreten wird. Auch wenn er nach den Feiertagen wieder trainiert hat. Nchts ersetzt den Wettkampf." Zudem wird er mit Eisen antreten.

Dennoch richtet sich der Blick bereits auf die kommenden Aufgaben im Frühjahr. "Es ist noch nichts festgelegt", sagt Abrivard. "Er hat Optionen in Frankreich und im Ausland. Für Auslandsstarts kommt nur ein Transport per Flugzeug infrage. Wir wollen zu Saisonbeginn keine langen Lkw-Fahrten." Auf eine mögliche Teilnahme am Elitloppet angesprochen, bleibt er vorsichtig: "Das hängt von seiner Form ab. Er muss das Niveau vom letzten Jahr erreichen. Nach dem 04. April werden wir mehr wissen."

Das erste Band im Vorteil

Im 2018er-Jahrgang ist Inexess Bleu häufig auf Ibiki de Houelle und Ino du Lupin getroffen. Das waren Duelle, die oft hochklassigen Sport boten. Auch diesmal treffen sie aufeinander, doch die beiden genannten Gegner haben einen klaren Vorteil - Sie starten 25 Meter vor Inexess Bleu und sind bereits deutlich weiter in ihrer Form.

Ibiki de Houelle kommt beispielsweise mit einem starken dritten Platz aus dem Prix de Paris. "Im Schlussbogen habe ich kurz an den Sieg geglaubt, aber wir waren sehr zufrieden", erklärt Fahrer Alexis Collette. "Das ist ein gutes Rennen für ihn, aber das Hauptziel im Frühjahr ist der Prix des Ducs de Normandie."

Auch im Lager von Ino du Lupin zeigte man sich nach dessen jüngstem Comeback in Laval zufrieden: "Er war noch nicht voll im Rennmodus. Sonst hätte er vorne mitmischen können. Es war ein guter Aufbaustart für sein nächstes Ziel", hieß es aus seinem Umfeld.

Zum ersten Band zählen außerdem weitere ernstzunehmende Kandidaten: der unter dem Sattel frischgebackene Gruppe I-Sieger Kobayashi, der auch im Sulky auf höchstem Niveau bestehen kann. Cobra Killer Gar, der eine seltene Disqualifikation wettmachen will, sowie Hulysse Digeo, der laut seinem Trainer möglichst optimal ins Rennen geführt werden soll.

Samstag 21 März 06:25 Uhr
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Samstag in Vincennes - Le Beller: "Wäre enttäuscht, wenn Nous Quatre nicht vorne mitmischt"

Im Stall von Tony Le Beller gibt es einige interessante Nachwuchshoffnungen. Nous Quatre muss man unbedingt dazuzählen. Die Stute tritt am Samstag im Prix de Chatillon an. In dem kleinen Starterfeld dürfte sie die Favoritenrolle an sich reißen.

Foto: SCOOPDYGA

 

Nachdem Nous Quatre am 22. Februar im Prix d’Aigueperse im ersten Bogen einen Fehler machte, als sie sich gerade an die Spitze setzen wollte, konnte sie gegen die männliche Konkurrenz kaum bewertet werden. An diesem Samstag bietet sich für die Galius-Tochter nun eine gute Gelegenheit. In ihrem ersten Gruppe III-Rennen tritt die 3jährige ausschließlich gegen Stuten an.

Der Trainer aus der Normandie zeigte sich gegenüber dem ParisTurf zuversichtlich: "Beim letzten Mal war ich schuld. Ich bin etwas zu schnell in den ersten Bogen gegangen. Ein Fahrfehler! Seitdem ist ihr Trainingsprogramm sehr gut verlaufen, und ihre letzten Arbeiten waren ausgezeichnet. Jeannette Priory hat morgens Mühe, mit ihr mitzuhalten... Mit Blick auf die Zukunft vertraue ich sie erneut Yoann an. Er muss beim Start vorsichtig sein, da sie sehr aufmerksam ist. Aber wenn sie keinen Fehler macht, wäre ich enttäuscht, wenn sie nicht ganz vorne mitmischt."

Nous Quatre trifft auf nur sechs gleichaltrige Konkurrentinnen. Darunter Nacre du Mouthieux, die laut ihrem Fahrer Theo Duvaldestin "nach einer Krankheit im Winter bereit ist, wieder von sich reden zu machen". Nicolas Bazire setzt seinerseits auf Noela Josselyn, die "auf eine etwas schwächere Konkurrenz trifft und davon profitieren sollte, um eine Platzierung zu erreichen".

Die erfahrenen Nova Tim, Norma Jeane, Nereida sowie die weniger gewinnreiche Neuilly vervollständigen das Feld.

ZUR WETTABGABE BEI TROTTO Start: 13.23h

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Guillaume Huguet: "Harmony du Rabutin soll nicht an ihre Grenzen gehen"

Nach ihrem unglücklichen Abschneiden im Prix d’Amerique und einem starken zweiten Platz im Prix de Paris, wird Harmony du Rabutin am 08. April in Lyon-Parilly zurückkehren. Dort tritt sie auf der dritten Etappe des Grand National du Trot an.

Foto: SCOOPDYGA

 

Die Spitzenstute aus dem Stall von  Guillaume Huguet wird den Auftritt im GNT nutzen, um sich auf den Prix de l’Atlantique (GR I) in Enghien vorzubereiten. Trainer Guillaume Huguet gab dem ParisTurf an diesem Freitag auf der Rennbahn in Marseille ein Update zu seiner Stute: "Sie hat sich gut vom Prix de Paris erholt. Mit den ersten warmen Tagen kommt sie immer besser in Form und zeigt morgens viel Einsatz, auch wenn ich das Training etwas reduziert habe. Ich plane, sie am 08. April in Lyon-Parilly aus dem dritten Band im GNT einzusetzen, um sie auf den Prix de l’Atlantique zehn Tage später in Enghien vorzubereiten. In Lyon wird sie vorne 'plaquee' und hinten mit Eisen antreten. Ich möchte, dass sie ein gutes Rennen zeigt, ohne an die Grenzen zu gehen, um meine Entscheidung für Enghien zu bestätigen. Im Prix de l’Atlantique könnte sie in der zweiten Reihe landen, aber die lange Zielgerade sollte ihr entgegenkommen."

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Matthieu Abrivard: "Iguski sehr gefragt als Deckhengst"

Nach einigen Urlaubstagen kehrte Matthieu Abrivard, der seit seinem Sieg im Criterium de Vitesse in Cagnes-sur-Mer nicht mehr im Einsatz war, an diesem Freitag in Vincennes zurück in den Sulky. Anschließend reiste er nach Italien, wo er am Samstag in Mailand unter anderem Golden Gio fahren wird. In seiner wöchentlichen Kolumne für den ParisTurf blickt Abrivard auf die kommenden Tage.

Foto: SCOOPDYGA

 

Die Einschätzungen zu den nächsten Startern

"Am Samstag in Vincennes wird Jappeloup Turgot (809) von Jean-Etienne gefahren. Nach einer Rennabsage in Enghien startet er nun mit ungünstiger Nummer Neun. Er hat wenig Spielraum, wird aber barfuß antreten, um eine kleine Prämie zu holen.

Am Sonntag bin ich in Agen. Das Feld ist überschaubar, sodass ich meine ausländischen Pferde einsetzen kann. Eclipse Gar hat in Enghien trotz eines sehr ungünstigen Rennverlaufs als Zweiter überzeugt. Das Pferd ist in Topform. Ich bringe auch Enjoy an den Start, einen neuen ungarischen Traber. Er ist eines der besten Pferde seines Landes, hat aber noch wenig Erfahrung und versucht nun sein Glück in Frankreich. Er arbeitet morgens sehr gut und hat ein interessantes Niveau.

Mozart Turgot wird ebenfalls laufen und erstmals barfuß antreten. Er ist in seiner Klasse konkurrenzfähig. Bei New Look Senoville entscheide ich noch, ob er startet. Seine bisherigen Leistungen waren gut.

King Track läuft in Challans. Nach zwei Disqualifikationen ist das Pferd dennoch in guter Verfassung und kann wieder erfolgreich sein.

Am Mittwoch fahre ich nach Marseille mit Jolivert du Gers. Sein letzter Sieg bringt ihn in eine gute Ausgangsposition im Grand National du Trot. Je Te Cherche wird der große Gegner sein, aber wir reisen mit Ambitionen an. Mozart Sautonne ist ebenfalls dabei. Ein Tapetenwechsel wird ihm guttun. Er hat Potenzial, hat es aber noch nicht vollständig gezeigt."

Samstag in Mailand

"Am Samstag bin ich in Mailand vor allem für Golden Gio. Das Pferd hat zuletzt in Laval gut gearbeitet, mit angepasster Ausrüstung. Die Arbeit war intensiv, aber notwendig. Ich habe mit der Fünf eine gute Startnummer. Ich werde ihn nicht gleich ans Limit bringen, sondern ihn zunächst positionieren und dann sein Rennen laufen lassen. Ich habe Vertrauen in ihn. Er hat zwei Seiten: Allein ist er manchmal unkonzentriert und kann Fehler machen, aber man darf ihn auch nicht zu sehr reizen. Sein früherer Trainer Marco Smorgon hatte mich darauf hingewiesen.

Ich fahre außerdem Glamour Gio, die zuletzt mit Startnummer 16 benachteiligt war, sich aber gut verkauft hat. Sie sollte sich dort wohlfühlen. Auch Glory Winner werde ich steuern, habe dazu aber keine besonderen Informationen. Die neue Bahn in San Siro kenne ich noch nicht, aber die Strecken ähneln sich, daher sollte es keine Probleme geben."

Iguski Sautonne verteidigt seinen Titel

Nach seinem Sieg im Prix de Cornulier und einem starken Auftritt in Cagnes-sur-Mer wird Iguski Sautonne im Prix de l’Atlantique am 18. April seinen Titel verteidigen. "Das Pferd hat sich enorm entwickelt, auch im Verhalten. Früher war er manchmal angespannt, heute ist er deutlich ruhiger. Das Trabreiten hat ihm sehr gutgetan, auch wenn ich ihn vorerst nicht wieder in dieser Disziplin einsetzen möchte. Er ist robuster geworden und hat eine neue Stufe erreicht. Er war schon früh ein starkes Pferd und hat sich kontinuierlich verbessert. Heute ist er vielseitig einsetzbar und auch als Deckhengst gefragt, sogar international. Seine Decktaxe ist mit 2.300 Euro sehr attraktiv. Im Prix de l’Atlantique wird er zeigen müssen, dass sein Sieg kein Zufall war."

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Samstag in Vincennes - Jackpot in der Quinte

Am Samstag wird der erste Rang in der Quinte, die in Vincennes ausgetragen wird, mit einem Jackpot von einer Million Euro garniert. Zudem werden die Renntage ab Sonntag mit rund sechzig "Boostern" in verschiedenen Wettarten deutlich mehr Aufmerksamkeit auf sich ziehen.

Quelle: PMU

 

Nachdem die PMU am Freitag, dem 13. März, keinen Jackpot in der später abgesagten Quinte in Enghien angeboten hatte, wird nun am Samstag eine Million Euro in der Königswette ausgespielt. Und schon einen Tag später beginnt bis zum 29. März eine ganze "Boost"-Woche. In diesem Zeitraum gibt es pro Tag bis zu acht erhöhte Wettchancen, wobei insgesamt mehr als 220.000 Euro an zusätzlichen Gewinnen an die Wetter verteilt werden. Los geht es am Sonntag in Agen im fünften Rennen mit einem "Boost" von 30.000 Euro in der Mini-Multi.

ZUR QUINTE AM SAMSTAG Start: 15.15h

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Ninja de l’Envol - Aus dem 'Reclamer' zum Gruppesieger

Das erste Gruppe II-Rennen für die 3jährigen Hengste unter dem Sattel ging an Ninja de l’Envol, der in diesem Winter in Vincennes noch in zwei Verkaufsrennen am Ablauf war.

Foto: SCOOPDYGA

 

Wenn man mit einem Pferd noch Mitte Januar im Verkaufsrennen antritt, ist es schwer vorstellbar, dass man nur zwei Monate später einen Semi-Klassiker für sich entscheiden kann. Doch genau dies ist Ninja de l’Envol am gestrigen Freitag in Vincennes gelungen. Nach sogar zwei Starts in 'Reclamer', die beide siegreich beendet wurden, startete der Uriel Speed-Sohn Mitte Februar zum ersten Mal unter dem Sattel. Schon beim Monte-Debüt zeigte der Hengst aus dem Stall von Pascal Castel als Zweiter einige Anlagen für die neue Disziplin. 

Nun steigerte sich der 3jährige nicht nur vom Ergebnis her, sondern auch in der Kategorie. Nach dem zweiten Platz im Prix Edouard Marcillac (GR III), holte Ninja de l’Envol am Freitag den Prix Felicien Gauvreau (GR II).

"Er ist beeindruckend", erklärte sein Reiter Guillaume Martin nach dem Rennen. "Er ist zwar klein, hat aber ein riesiges Herz. Die Starts in den Verkaufsrennen haben ihm viel Selbstvertrauen gegeben. Nach dem Aufwärmen habe ich darum gebeten, ihm die Gummiboots und die Hintergamaschen abzunehmen. Er braucht so etwas nicht. Ich bin ohne Zögern an die Spitze gegangen. Zu Beginn der Zielgeraden hat er sich kurz vor dem Pferd von Mathieu erschreckt und ist zur Seite gelaufen, konnte sich aber sofort wieder fangen und den Sieg zurückholen. Er ist ein echter Kämpfer."

ZUM VIDEO

Besitzer Pierre-Antoine Petit zeigte sich begeistert: "Das ist das erste Pferd aus meiner Zucht, und es gewinnt gleich ein Gruppe-Rennen. Ich habe unglaubliches Glück. Da er zu Beginn seiner Karriere nur kleinere Platzierungen erreichte und ich eher ungeduldig bin, bat ich meinen Onkel Pascal Castel, ihn in Verkaufsrennen laufen zu lassen. Ich wusste, dass er dort gewinnen kann. Nach seinem ersten Sieg habe ich 5.000 Euro draufgelegt, um ihn zu behalten. Beim zweiten Erfolg gab es sogar elf Gebote, und ich musste erneut tief in die Tasche greifen."

Das Ninja de l’Envol schon lange zuvor überhaupt im Besitz von Pierre-Antoine Petit geblieben ist, war schon ein großes Glück, wie der Züchter und Eigentümer in einer Anekdote erzählt: "Er wurde auf der Auktion in Caen für 20.000 Euro verkauft, doch der Käufer gab ihn nach einer tierärztlichen Untersuchung wegen eines Knochensplitters zurück. Ich habe dann Pascal gebeten, ihn zu trainieren. Wo dieser Splitter geblieben ist, wissen wir bis heute nicht (lacht). Er wird bald wieder über 2.175 Meter starten. Und es gibt keinen Grund, warum diese Erfolgsgeschichte nicht weitergehen sollte."

Der Favorit Nickel de Baille musste sich ehrenvoll geschlagen geben, nachdem er den Sieger lange begleitet hatte. Sein Trainer Mathieu Mottier erklärte: "Ich bin von zu weit hinten gekommen. Außerdem war er vielleicht nicht ganz auf seinem besten Niveau. Schon beim Aufwärmen und bei den Probestarts war er schwierig."

Dritter wurde Newton des Andiers, der erneut einen starken Eindruck hinterließ. Sein Reiter Pierre-Yves Verva sagte: "Er hat zu stark gepullt. Es hat lange gedauert, bis ich ihn beruhigen konnte. Als er endlich entspannte, war es zu spät, aber er hat ein sehr gutes Finish gezeigt."

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Alexis Collette: "Nizza Rocca hat wie eine Löwin gekämpft"

In ihrem ersten Gruppe-Rennen konnte Nizza Rocca als Fünfte noch nicht ganz mithalten. Beim ersten Gruppe II-Rennen für ihre Generation unter dem Sattel, dem Prix Ali Hawas, lieferte sie aber ein packendes Finish ab.

Foto: SCOOPDYGA

 

Als Siegerin der letzten vier Starts im Trabreiten, wurde Nikita des Charmes als logische Favoritin gehandelt. Nach einem gutem Start übernahm die Booster Winner-Tochter auf der Gegenseite die Spitze und schien das Rennen im Schlussbogen zu kontrollieren. Doch eingangs der Zielgeraden wirkte Nikita des Charmes nicht mehr zwingend und wurde auf den letzten 200 Metern von ihren Gegnerinnen angegriffen. In einem intensiven Dreikampf musste sie schließlich nachgeben. Auf den letzten 100 Metern wurde die Stute aus dem Stall von Simon Rouselle überholt und machte kurz vor dem Ziel sogar einen Fehler, wodurch sie eine immer noch gute Platzierung verloren hat.

Aus diesem packenden Dreikampf heraus setzte Nayara, die lange innen gewartet hatte, zu einem starken Endspurt an und übernahm rund 100 Meter vor dem Ziel die knappe Führung. Doch auf den finalen Metern konnte sie sich nicht gegen die kämpferische Nizza Rocca behaupten, die sich eindrucksvoll den Sieg holte.

ZUM VIDEO

Der siegreiche Jockey Alexis Collette, der eng mit Trainer Kevin Leblanc zusammenarbeitet, zeigte sich sehr zufrieden: "Vor dem Rennen hätte ich sofort einen dritten oder vierten Platz unterschrieben. Kevin und sein Team haben hervorragende Arbeit geleistet. Sie hat wie eine Löwin gekämpft, um den Sieg zu holen. Beim letzten Mal habe ich sie nicht optimal geritten."

Der Erfolg ist ein weiterer Gruppe-Sieg für die Farben von Jacques Cottel, der bereits mit Maitre Jacques im Prix de Selection zum Ende des Wintermeetings erfolgreich war und nun auch den Neustart in Vincennes perfekt einleitet.

Für Trainer Kevin Leblanc, dessen verstorbener Vater Franck das Pferd zuvor trainiert hatte, ist der Jahresbeginn besonders erfolgreich. Es ist bereits der dritte Gruppe-Sieg nach Erfolgen mit Jongleuse de Lune (Prix de Brest) und Jentil Dieschoot (GNT in Amiens).

Samstag 21 März 21:36 Uhr
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Gilles D’Haenens: "Gefühle, die ich schwer in Worte fassen kann"

Mit vier Siegen allein in diesem Monat, erlebt Gilles D’Haenens einen fulminanten Monat März. Im Alter von nur 19 Jahren kommt er damit bereits auf die runde Zahl von 30 Erfolgen. Für LeTrot Grund genug ein Portrait über einen aufstrebenden Nachwuchsfahrer zu zeichnen.

Foto: SCOOPDYGA

 

Equidia als Beruhigung

Der gebürtige Belgier Gilles D’Haenens stammt aus einer Trabrennsport-Familie. Sein Vater Nico ist eine bekannte Persönlichkeit der Szene in Belgien. Und seine Mutter erzählt gerne die Anekdote, dass sie ihn als Kleinkind, wenn er weinte, vor den Fernseher setzte und Equidia einschaltete. Daraufhin wurde er sofort ruhig.

Seinem Schicksal konnte er also kaum entkommen: Schon im Alter von drei Jahren erinnert er sich daran, "mit meinem Shetlandpony und meinem Sulky zu den Rennen zu fahren, als wäre ich selbst einer der Teilnehmer." Später wurde er ein großer Fan von Timoko, dessen Karriere er aufmerksam verfolgte.

Französisch-belgische Ausbildung

Gilles D’Haenens verbrachte vier Jahre bei Dominik Locqueneux, für den er am 29. Oktober 2023 im Sulky von Just Be Ready seinen ersten Sieg errang. Ganz in der Nähe der Klassenzimmer der Afasec-Ausbildungsschule.

Im vergangenen November begann ein neues Kapitel: Er wechselte in den Stall von Thibault Lamare. "Thibault suchte einen motivierten jungen Fahrer, und da das genau mein Ziel ist, habe ich meine Chance genutzt. Ich arbeite in einem großartigen Umfeld, fühle mich wohl und genieße das Vertrauen von Thibault. Der Austausch mit ihm ist intensiv und bereichernd. Das ist wirklich top."

Starke Phase

Sowohl als Fahrer, als auch als Teammitglied fühlt sich Gilles  D’Haenens immer sicherer. Und die guten Ergebnisse folgen: fünf Siege seit Jahresbeginn, nachdem er am 27. Dezember seinen ersten Erfolg in Vincennes gefeiert hatte. "Das sind Gefühle, die ich noch schwer in Worte fassen kann. Man hat das Gefühl, auf dem Dach der Welt zu stehen!"

Die Stute Jahia du Trio, mit der er diesen besonderen Moment erlebte, nimmt einen festen Platz in seinem Herzen ein. Ebenso Krono du Trio, "ein Pferd, das immer 200% gibt. Genau das liebe ich an Pferden."

Realistische Ziele

Auf die Frage nach seinen Zielen antwortet der junge Fahrer mit derzeit 30 Siegen, dass er gern weitere 20 hinzufügen und damit Profi werden würde: "Bis zum Jahresende wäre das schön. Aber ich respektiere meine Pferde und werde immer in ihrem Sinne handeln, damit sie ihr Bestes geben. Vorausgesetzt, ich habe selbst mein Bestes gegeben. Deshalb nehme ich es, wie es kommt."

Zum besseren Kennenlernen

Lieblingsstadt: "Brügge in Belgien. Meine Heimatstadt, die ich wegen ihrer Lebendigkeit und Schönheit sehr schätze."

Vorbilder: "Mein Vater Nico und Jean-Michel Bazire, wegen seines perfekten Gespürs für seine Pferde."

Freizeit: "Zeit mit Freunden verbringen oder Equidia schauen, um meine nächsten Rennen vorzubereiten."

Lieblingsgericht: "Ein gutes Steak mit Pommes - ganz klassisch."

Lieblingssport: "Fußball, den ich früher selbst gern gespielt habe."

Rennbahn, die er gern entdecken würde: "Solvalla"

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Thierry Duvaldestin: "Du weißt einfach nicht, ob du Rennen gewinnen wirst"

Einige Tage nachdem Trainer Thierry Duvaldestin in Frankreich seinen 4.000 Sieg erringen konnte, nahm er sich für 24h au Trot die Zeit für ein ausführliches Interview. Dabei erzählte er von seinen Anfängen, Wendepunkten seiner Karriere und seiner Arbeitsweise.

Als zweiter Trainer nach Jean-Michel Bazire hat Duvaldestin die Marke von 4.000 Siegen im französischen Trabrennsport überschritten und steht seit mehreren Jahren an der Spitze der Trainerwertung.

Mehr als 30 Jahre später nach Beginn der Karriere, hat er sich eine der beeindruckendsten Erfolgsgeschichten im französischen Trabrennsport aufgebaut, mit unter anderem vier Siegen im Prix d’Amerique, zwei im Prix de Cornulier und Erfolgen in sämtlichen Criterien.

Thierry Duvaldestin beschreibt sich selbst in erster Linie als Mann vom Land: "Ich bin ein Mensch der Erde, ein Bauer, wie meine Vorfahren", sagte er einmal in einem Interview mit 'Trot Infos'. Und er fügte hinzu: "Wenn ich mich als Pferdetrainer nicht hätte durchsetzen können, wäre ich in die Landwirtschaft gegangen. Dort liegen meine Wurzeln."

Eine Rückkehr zu diesen Wurzeln war jedoch nicht nötig, denn der Erfolg stellte sich ein. Auf dem Familienhof in La Ferte-en-Ouche, den er im Laufe der Zeit vollständig renovierte und umgestaltete, hat er sein Quartier bezogen und sein Imperium aufgebaut. Eine Hommage an seine Herkunft und an diejenigen, die ihn geprägt haben. Mit nunmehr 55 Jahren ist sein Stall, in dem seine Söhne Clement und Theo bereits eine zentrale Rolle spielen und als Nachfolger vorgesehen sind, zu einer festen Größe geworden.

Foto: B. Vandervelde

 

24h au trot: "Vor einigen Jahren sagten Sie über Ihre Anfänge als Trainer: 'Ich bin ein Stück ins Ungewisse gestartet.' Wie blicken Sie heute auf den 23jährigen zurück, der Sie damals waren?"

Thierry Duvaldestin: "Ich dachte, ich würde einen kleinen Stall mit wenigen Pferden und einem Angestellten führen. Als ich angefangen habe, wusste ich überhaupt nicht, ob ich wirklich gut genug bin. Es war schwer, sich etwas vorzustellen. Ich hatte im Hinterkopf, dass ich etwas anderes machen müsste, wenn es nicht klappt. Wahrscheinlich wäre ich Landwirt geworden. Ich hatte zwar eine gute Ausbildung, mehrere Jahre bei Jean-Pierre Dubois und eine Erfahrung in Kanada mit jungen Pferden, aber das zählt nur am Anfang. Du weißt einfach nicht, ob du Rennen gewinnen wirst. Erst nach ein oder zwei Jahren kommt man richtig in Fahrt."

24h: "Wie haben sich diese allerersten Jahre als Trainer konkret gestaltet?"

TD: "Etwa anderthalb Jahre lang arbeitete ich für Herrn und Frau Forray, die einen sehr kleinen Stall in der Nähe von Moulins-la-Marche hatten. Jeden Tag war ich dort bis 13 Uhr beschäftigt, bevor ich am Nachmittag an den Arbeiten weitergemacht habe, die ich auf den zwanzig Hektar Land meiner Mutter begonnen hatte. Ich stamme aus der Gegend bei L’Aigle, wo ich meinen eigenen Stall aufbaute. In meinem Kopf wusste ich, dass mein Onkel und meine Tante jeweils ein Grundstück besaßen, das an das meiner Mutter angrenzte, und dass ich eines Tages die Möglichkeit haben würde, eine gerade Trainingsbahn anzulegen. Aber ich wusste noch nicht, wann."

24h: "War diese Gerade also von Anfang an Teil Ihres Projekts?"

TD: "Die ersten Geraden entstanden Anfang der 1990er Jahre, als ich mich selbstständig machte. Bei Jean-Pierre Dubois hatte ich bereits auf solchen Pisten trainiert. In meinem Aufbauprojekt war es daher entscheidend, die Möglichkeit für eine Gerade einzuplanen. Allerdings musste ich zunächst meinen Lebensunterhalt verdienen und mir die entsprechenden Grundstücke von meinem Onkel und meiner Tante kaufen, bevor ich mit diesen Arbeiten beginnen konnte. In den ersten fünf oder sechs Jahren hatte ich nur eine Rundbahn. Ich musste also zunächst mit dieser 1.000-Meter-Bahn Ergebnisse erzielen."

24h: "Wie würden Sie Ihre Anfänge beschreiben?"

TD: "Wenn man jung ist, sieht man die Risiken nicht wirklich. Man arbeitet wie verrückt. Es ist die Unbeschwertheit, die einen trägt. Sobald die Maschine einmal läuft, setzt man sich regelmäßig neue Ziele. Ich erinnere mich, dass mein erstes Ziel als Trainer war, 100 Rennen zu gewinnen. Zehn Jahre später war es dann ein ganz anderes - nämlich 100 Rennen in einem Jahr zu gewinnen. Und so ging es immer weiter."

24h: "Mehr als 4.000 Siege zu Beginn des Jahres 2026, ein Durchschnitt von 125 Erfolgen pro Jahr in den letzten zwanzig Saisons, ein Rekord von 257 Siegen in einem Jahr (2023). Was bedeutet Ihnen das?"

TD: "Das sind Zahlen, die ich mir früher angeschaut habe, heute weniger. Natürlich ist das sehr zufriedenstellend. Vor allem, weil sie mit einer überschaubaren Anzahl an Pferden erreicht wurden."

24h: "Was heißt das konkret?"

TD: "Es geht nicht darum, zwanzig Rennen zu fahren, um eines zu gewinnen. Ich lege großen Wert auf die Gewinnquote. Seit meinen Anfängen liegt sie bei etwa 24%. Ehrlich gesagt glaube ich, dass das kaum jemand erreicht. Schon in meinen ersten Jahren als selbstständiger Trainer war das meine Arbeitsweise. Ich lege großen Wert darauf, dass meine Pferde optimal vorbereitet sind, auch wenn das bedeutet, dass an einem Tag weniger von ihnen starten.

Jede Methode kann funktionieren, je nach Struktur und Organisation. Aber ich persönlich mag es nicht, überlastet zu sein und hektisch arbeiten zu müssen. Ich arbeite lieber ruhig und strukturiert. Deshalb beschränke ich mich bewusst auf eine begrenzte Anzahl an Pferden, um so arbeiten zu können, wie ich es für richtig halte."

24h: "Wie groß ist heute Ihr idealer Pferdebestand im Training?"

TD: "Wir haben etwa fünfzig Pferde im Rennbetrieb. Mehr ist in unserer Organisation nicht möglich. Darüber hinaus könnten wir es nicht mehr richtig bewältigen. Es gibt natürlich Rotationen, etwa zwischen den Pferden des Wintermeetings und denen, die für die Sommersaison vorgesehen sind. Damit es den Pferden gut geht, insbesondere was Boxen und Paddocks betrifft, kann mein Betrieb nicht mehr aufnehmen. Im Trainingsbereich arbeiten wir etwa zu fünfzehnt."

24h: "Geht ein solcher langfristiger Erfolg auch mit Zweifeln oder zumindest mit Fragen einher?"

TD: "Ich hatte das Glück, keine schweren Rückschläge zu erleben, keine großen Epidemien im Stall oder Unfälle, die mich hätten stoppen können. Aber ich zweifle ständig. Zweifel können auch eine Stärke sein. Die Arbeit wird dann zu einer Art Rückzugsort. Ich konzentriere mich auf meine Arbeit und schaue nicht darauf, was in anderen Ställen passiert. Vielleicht kommt noch etwas hinzu: Ich habe mentale Stärke in meiner Arbeit. Das hilft, voranzukommen."

24h: "In Ihrer Karriere scheint der Sieg von Lulo Josselyn im Criterium der 4jährigen 2003 ein Wendepunkt gewesen zu sein. Sehen Sie das auch so?"

TD: "Ganz genau. Das war ein großer Erfolg mit 'Lulo', der leider später an einer Kolik eingegangen ist. Wir hatten ihn im September bei einer Auktion gekauft, weil der Bestand reduziert wurde. Und schon Anfang Mai gewann er das Criterium. Ich hatte ihn in der Provinz entdeckt. Obwohl er ein gesundheitliches Problem hatte, bin ich das Risiko eingegangen, ihn zu kaufen. Es war mein erster Gruppe I-Sieg als Trainer und Fahrer. An diesem Tag habe ich die Besten geschlagen. Das hat mein Selbstvertrauen natürlich enorm gestärkt."

24h: "Kurz danach spielte auch der Aufstieg von Pearl Queen mit ihren sechs Gruppe I-Siegen eine entscheidende Rolle, oder?"

TD: "Ehrlich gesagt hatte ich vielleicht auch etwas Glück, weil sich alles so gut aneinandergefügt hat. Ich hatte Pearl Queen mit Kaufoption von ihrem Züchter gemietet, einem Freund meines Vaters. Anderthalb Jahre lang hat sie alles gewonnen und über 1,3 Millionen Euro verdient. Dadurch konnte ich meine Bankkredite zurückzahlen und direkt neue aufnehmen, denn ich habe immer investiert. Man muss die Strukturen ständig verbessern, damit es den Pferden gut geht. Das war immer mein Leitgedanke: Um zu ernten, muss man säen. Man muss sich die Mittel geben, um sich weiterzuentwickeln und voranzukommen."

24h: "Das gilt insbesondere für die Trainingsbahnen und deren Pflege, bei denen Sie als Perfektionist gelten."

TD: "Die Vielfalt der Bahnen ermöglicht unterschiedliche Bodenverhältnisse. Und das ist für mich sehr wichtig. Es ist zwar gut, mehrere Bahnen zu haben, aber man muss sie auch entsprechend pflegen können. Man kann auch mit ein oder zwei Bahnen sehr erfolgreich sein.

Ich sage oft, dass wir in diesem Bereich besonders stark sind. Bei der Pflege der Pferde sind wir vielleicht etwas weniger gut, aber bei den Trainingsbahnen haben wir alles gut im Griff. Ich habe einen Mitarbeiter, der sich fast ausschließlich darum kümmert, und auch Clement ist in diesem Bereich sehr gut. Wie alle Trainer haben auch wir unsere Rituale und Gewohnheiten im Umgang mit den Bahnen. Ich denke mir oft: Wenn ich selbst Rennen laufen müsste, wäre ich froh, eine optimale Trainingsgrundlage zu haben. Und genau das bieten gute Bahnen. Unser Ziel ist es immer, das Wohlbefinden unserer Pferde zu gewährleisten."

24h: "Worauf sind Sie in Ihrer Karriere am meisten stolz, nachdem Sie als Zweiter Ihrer Branche nach Jean-Michel Bazire die Marke von 4.000 Siegen überschritten haben?"

TD: "Das ist schwer zu sagen. Vielleicht bin ich am meisten stolz auf die gelungene Weitergabe an meine Söhne. Dass Clement und Theo diesen Beruf ausüben, hilft sehr. Es ist anstrengend, jeden Tag Pferde zu trainieren. Mit 55 Jahren hat man nicht mehr die gleiche Kraft und Energie wie mit 35.

Wenn ich so weit gekommen bin, dann auch dank ihnen. Sie können die Energie ausgleichen, die mir manchmal fehlt. Trotzdem habe ich nach wie vor die gleiche Freude daran, junge Pferde auszubilden. Das gilt auch für die Arbeit mit Idao de Tillard in den letzten Wochen, um ihn wieder in die richtige Form zu bringen. Es ist eine echte persönliche Zufriedenheit, seine Pferde durch Arbeit dorthin zu bringen, wo man sie haben möchte."

24h: "2023 sagten Sie, dass Sie ohne Ihre Söhne Clement und Theo keinen 'zweiten Anlauf' mehr genommen hätten. Was geben sie Ihnen. Und was geben Sie ihren Söhnen?"

TD: "Wir ergänzen uns zu dritt sehr gut, so wie auch die beiden untereinander. Außerdem verstehen sie sich gut, was mich sehr freut. In der Organisation wechseln die Pferde zwischen uns. Nichts ist festgelegt, und das ist für die Pferde auch besser so. Wir versuchen, dass derjenige, der ein Pferd im Rennen fährt, es etwa zwei Wochen vorher im Training übernimmt, um die letzten Arbeiten mit ihm zu machen. Gemeinsam ist man immer stärker als allein.

Wenn deine Kinder sich nicht für denselben Beruf entscheiden, trittst du automatisch kürzer, denn es kostet unglaublich viel Energie, jedes Pferd zu trainieren. Sonst gehst du daran zugrunde. Wenn du aber siehst, dass deine Kinder motiviert sind und pünktlich zur Arbeit kommen, verändert das alles. Wir haben lange Zeit direkt über dem Stall gewohnt. Clement, Theo und Angele mussten nur die Treppe hinuntergehen. Die Stallgasse war ihr Spielplatz. Als ich merkte, dass die Jungs wirklich interessiert sind, habe ich sie immer wieder üben lassen. Um in diesem Beruf erfolgreich zu sein, ist genau das notwendig."

24h: "Was sind heute die wichtigsten Herausforderungen für einen Betrieb wie Ihren?"

TD: "Die Weitergabe und die Zucht."

24h: "Und was wird Thierry Duvaldestin in fünf Jahren machen?"

TD: "In fünf Jahren sehe ich mich vor allem in der Zucht, bei der Qualifikation der Zweijährigen und bei ihren ersten Rennen. Die anderen Rennen sind nichts mehr für mein Alter. Vor allem die in Vincennes mit großen Starterfeldern. Ich sehe mich eher bei den jungen Pferden. Und ich stelle mir vor, dass meine Söhne sich gemeinsam niederlassen und sich um die übrigen Pferde des Stalls kümmern. Wir beginnen bereits, über die Übergabe zu sprechen. Noch ist nichts festgelegt, aber so stelle ich mir den weiteren Weg vor. Es wäre eine ganz natürliche Entwicklung."

Anekdote vom ersten Sieg

Auch wenn er sich sehr gut an seinen ersten Trainersieg mit D’Ombree d’Ecosse auf der Rennbahn von Lyon-Parilly am 16. November 1994 in den Farben von Annick Forray erinnert, hatte Thierry Duvaldestin vergessen, dass er die Stute bereits vier Tage zuvor in Meslay-du-Maine eingesetzt hatte, wo sie Dritte geworden war. "Ich bin von einem Rechtskurs auf einen Linkskurs gewechselt. Normalerweise funktioniert das nicht. Sie muss deutlich überlegen gewesen sein", sagt er schmunzelnd.

Idao de Tillard - Rückkehr nach Vincennes

Vor einer Woche kehrte Idao de Tillard nach viermonatiger Pausein Caen in den Rennbetrieb zurück. "Wir haben ihn nach dem Rennen nicht zu sehr beansprucht", erklärt Thierry Duvaldestin. "Ich habe erst am Dienstag wieder mit ihm gearbeitet. Er muss erst seine Kondition wieder aufbauen. Dieses Rennen kam etwas zu früh, aber so ist das nun einmal. Wir müssen uns dem Rennprogramm anpassen. Wir haben ihn in sehr kurzer Zeit wieder vorbereitet. Er hat seine Form noch nicht vollständig wiedergefunden, aber das Rennen hat gezeigt, wo er steht. So einen Verlauf habe ich erwartet. Er ist mit viel Gewicht unter den Hufen gelaufen.

Ein Start im Prix de l’Atlantique könnte noch zu früh kommen, und eine Teilnahme ist derzeit unsicher. Sein nächster Einsatz ist für den 04. April im Prix Kerjacques in Vincennes geplant. Drei Tage zuvor hätte er in Angers 50 Meter Zulage gegen sich gehabt. In Vincennes gibt es hingegen nur ein Band und es dürfte sogar von Vorteil sein, wenn er sich im Pulk bewegen kann. Je nach Verlauf dieses Rennens wird dann über das weitere Programm entschieden."

Achtfacher französischer Trainer-Champion

Im Jahr 2009, als Thierry Duvaldestin erstmals die Marke von 200 Siegen überschritt, gewann er seinen ersten Titel als bester Trainer Frankreichs. Seitdem kamen sieben weitere Titel hinzu, darunter eine ununterbrochene Serie seit 2021. Nachdem er 2023 mit 257 Siegen einen neuen nationalen Rekord aufgestellt hat und im vergangenen Jahr bereits die fünfte Saison in Folge mit mehr als 200 Erfolgen abschloss, ist er seit 2024 auch der Trainer mit der höchsten Gewinnsumme.

Pearl Queen - Wendepunkt der 2000er Jahre

Zwar gewann Duvaldestin bereits 2003 mit Lulo Josselyn sein erstes Gruppe I, doch der eigentliche Durchbruch kam 2006 mit Pearl Queen. Sie blieb in jenem Jahr bei 14 Starts ungeschlagen und gewann fünf Gruppe I-Rennen, darunter das Criterium des Jeunes, den Prix Albert Viel, den Prix de l’Etoile, das Europa-Championat der 3jährigen und das Criterium der 3jährigen. Im darauffolgenden Jahr fügte sie mit dem Prix de Selection einen weiteren Gruppe I-Erfolg hinzu.

In all diesen Rennen war Thierry Duvaldestin zugleich ihr Fahrer. Pearl Queen nahm einen besonderen Platz in seiner Laufbahn ein. Als Aushängeschild seines Stalls und später seiner Zucht, auch wenn sie dort nicht an ihre Rennleistungen anknüpfen konnte. Doch nicht jede Rolle lässt sich gleichermaßen erfolgreich erfüllen.

Begegnung mit Ready Cash

Im Herbst 2010 kam Ready Cash in den Stall von Thierry Duvaldestin. Sein vorheriger Trainer Philippe Allaire erkannte, dass sein Ausnahmepferd bei ihm zu nervös und gestresst war und einen Tapetenwechsel brauchte. Diese Entscheidung zahlte sich aus: Ready Cash gewann unter Duvaldestin zweimal den Prix d’Amerique (2011/12), zweimal den Prix de France (2011/2013) sowie den Prix de Paris (2013). Insgesamt holte das Pferd neun Gruppe I-Siege, davon sechs unter der Regie Duvaldestins. Dieser Erfolg steigerte die Bekanntheit des Trainers erheblich.

Flamme du Goutier - Erfolg im Monte

Zehn Jahre später trat mit Flamme du Goutier erneut ein Ausnahmepferd in sein Leben - diesmal im Trabreiten. Die Stute, eine Tochter von Ready Cash, entwickelte er geduldig über Jahre hinweg für ihren Züchter Jean Cottin. Sie bescherte ihm zwei Siege im Prix de Cornulier (2022/23), außerdem den Prix de l’Île-de-France und den Prix des Centaures (2021), sowie den Prix de Normandie (2020). Insgesamt also fünf Gruppe I-Erfolge. Zudem wurde sie Dritte im Prix d’Amerique und bewies damit ihre außergewöhnliche Vielseitigkeit.

Idao de Tillard - der vierte im Bunde

Idao de Tillard, als Jährling in Caen gekauft, ist das vierte große Pferd in Duvaldestins Karriere. Mit ihm gewann er bislang acht weitere Gruppe I-Rennen, darunter zweimal den Prix d’Amerique (2024/25), einen Prix de France sowie zweimal den Prix de Selection und das Criterium der 5jährigen. Wie schon bei Ready Cash saß Thierry dabei selbst nicht mehr im Sulky. Diese Rolle übernimmt sein Sohn Clement. Die Zusammenarbeit innerhalb der Familie ist eng: Von den 4.000 Siegen des Stalls gehen über 1.000 auf das Konto seiner Söhne Clement und Theo. Im Jahr 2025 waren die Höhepunkte unter anderem der erneute Sieg von Idao de Tillard im Prix d’Amerique, sowie ein Doppelerfolg am Tag der Criterien durch Lancier du Goutier und Mack de Blary. Insgesamt erzielte der Stall in der Vorsaison über 6,24 Millionen Euro an Preisgeldern.

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Das große Interview mit Pierre Pilarski: "Wir haben früh gesagt, dass Leopard ein Ausnahmepferd ist"

Nach einem erfolgreichen Jahresbeginn mit seinen Pferden, steht Pierre Pilarski am Sonntag in Auteuil (17h) vor der Rückkehr seines Ausnahmepferdes Leopard du Berlais in den Rennbetrieb. Dieser wird im Prix de Pepinvast (GR III) an den Start gehen. Vor diesem wichtigen Termin hat sich der Besitzer ausführlich mit dem ParisTurf unterhalten.

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PT: "Der Saisonauftakt von Leopard du Berlais steht bevor. Wie fühlen Sie sich?"

PP: "Der Druck steigt langsam, aber das Pferd ist in Topform. Es hat sich im Vergleich zum letzten Jahr deutlich weiterentwickelt. Er ist nicht mehr dasselbe Pferd. Er ist gewachsen, ein echter Athlet geworden. Wenn man sich seine ersten Rennen anschaut: Auch wenn Sieger immer gut aussehen, war er damals noch kein 'fertiges Meisterwerk'. Natürlich wollen wir nicht, dass er verliert. Es gibt keinen Grund, warum er am Sonntag geschlagen werden sollte. Ich denke, er kann ein zukünftiger Losange Bleu oder Theleme werden.

Wir brauchen Stars in jeder Disziplin. Schon früh haben wir gesagt, dass er ein Ausnahmepferd ist. Sein Trainer sagt mir seit dem ersten Tag, dass er ihn zum Träumen bringt. Als er jedoch bei seinem Debüt den Prix Aguado (GR III) gewann, meinten einige, wir hätten das Rennen ein wenig 'gestohlen'. Doch die Datenanalyse zeigte, dass es bei gleichen Bodenverhältnissen die schnellste Ausgabe des Rennens war. Kein anderes Rennen an diesem Tag hatte so schnelle letzte 1.000 Meter.

Dieser erste Sieg beeindruckt mich bis heute am meisten. Leopard schlug damals hervorragende Pferde wie Matin Midi et Soir und Midnight Cowboy, die bereits Rennerfahrung hatten. Es war äußerst selten, dass ein Debütant direkt ein Gruppe-Rennen über Hindernisse gewinnt. Im Prix Cambacere (GR I) wäre es fast überraschender gewesen, wenn er verloren hätte, zumal die Bewertung dort niedriger war als im Prix Aguado. Ich betone das, weil es wirklich der Beginn von etwas Großem war. Ähnlich wie damals, als Bold Eagle das Criterium der 3jährigen gewann. Dieser Sieg hat mich mehr beeindruckt als seine späteren im Prix d’Amerique."

PT: "Wie sieht der Plan für dieses Jahr aus?"

PP: "Das Ziel ist, fünf Rennen zu bestreiten: zwei Vorbereitungsrennen vor dem Gruppe I-Rennen im Frühjahr und eines vor dem im Herbst. Ich sage nicht, dass wir alles bis zum 'Renaud du Vivier' gewinnen werden (lacht), aber wir wären enttäuscht, wenn es nicht in diese Richtung ginge. Bis zu diesem Rennen werden wir angespannt bleiben.

Die ersten Starts sind oft schwieriger, besonders gegen Pferde, die bereits im Rennen stehen, und mit einem Gewichtsnachteil von vier bis sechs Kilo gegenüber Stuten. Meiner Meinung nach sollte man diese Unterschiede in Top-Rennen abschaffen. Gerade für junge Pferde ist das schwierig. Deshalb sind die Comeback-Rennen die heikelsten. Im Prix de Pepinvast treffen wir auf sehr starke Gegner wie Edamura oder Guadalquivir. Außerdem hat Leopard du Berlais bisher noch nie gegen Delmegan gekämpft. Das dürfte bald passieren."

PT: "Sie sagten einmal, dass der Erfolgsdruck mit Bold Eagle schwer zu bewältigen war. Ist die Situation jetzt vergleichbar?"

PP: "Wir planen fünf Starts in diesem Jahr. Und wir wollen alle fünf gewinnen. Damit verpflichten wir uns auch gegenüber den Wettern, was natürlich Druck erzeugt. Aber ich würde meinen Platz gegen nichts eintauschen. Genau das liebe ich. Es ist etwas anderes, ob man antritt, um zu gewinnen, oder nur, um nicht zu verlieren. Das habe ich mit Bold Eagle gelernt. Am Sonntag will ich nicht verlieren."

PT: "Während Sie auf Leopard du Berlais warten, hat Secret d’Etat den Prix Troytown (GR III) gewonnen. Ist er die positive Überraschung des Jahresbeginns?"

PP: "Ja, absolut. Das Rennen im Prix Troytown war ein Comeback und hat uns gezeigt, wo wir stehen. Jetzt gehen wir Schritt für Schritt vor. Secret d’Etat kann sich manchmal verspannen und dadurch Leistung verlieren. Aber wenn er entspannt ist, kann er problemlos 6.000 Meter gehen und hat durchaus das Niveau für den Grand Steeple-Chase de Paris. Er hat bereits ein Vorbereitungsrennen gewonnen. Warum also nicht? Mit sieben Jahren ist das Risiko überschaubar. Wenn man wartet, bis alles perfekt ist, startet man nie.

Ich denke, er wird in den beiden letzten Vorbereitungsrennen starten, dem Prix Murat (GR II) und dem Prix Ingre (GR II). Das müssen wir allerdings noch mit David Cottin besprechen, der auch Mitbesitzer ist. Vielleicht ist er eher ein Pferd für Vorbereitungsrennen oder Trostläufe. Besonders auf schwerem Boden ist er sehr stark. Im Prix Troytown war es erst sein neuntes Rennen überhaupt und bereits sein fünfter Sieg. Ursprünglich wurde er von David Cottin trainiert. Nachdem er sich bei Hector de Lageneste und Guillaume Macaire verletzt hatte, hat Cottin angeboten, ihn wieder zu übernehmen und aufzubauen. Jetzt lassen wir ihn erst einmal im Prix Murat laufen. Danach sehen wir weiter."

PT: "Allgemein ist Ihre Rennfarbe seit Beginn des Jahres 2026 in Topform (7 Siege), mit vielen guten Pferden..."

PP: "Das Jahr hat tatsächlich sehr gut begonnen. Das lässt einen die Zeiten vergessen, in denen es weniger gut läuft. Es ist sehr langwierig und schwierig, einen kompletten Rennstall aufzubauen, der in allen Kategorien erfolgreich ist. So wie etwa bei der Familie Papot. Man braucht einfach eine gewisse Menge an Pferden. Von 25 oder 30 potenziellen Startern sind immer einige verletzt, zu jung oder aus anderen Gründen nicht einsatzbereit."

PT: "Sie verfügen heute über einen der größten Bestände im Hindernissport und verkaufen Ihre Pferde nur selten, was für den französischen Rennsport sehr positiv ist. Wie sehen Sie das?"

PP: "Ich bin eigentlich kein Verkäufer, aber ich werde es wohl ein Stück weit werden müssen, wenn ich langfristig bestehen will. Man verkauft ja nicht die schlechten Pferde an die Iren oder Engländer. Aber es wäre wirklich schade gewesen, ein Pferd wie Leopard du Berlais zu verkaufen. Jeder freut sich, in Auteuil Pferde wie Losange Bleu zu sehen. Wenn wir solche Pferde in Frankreich halten können, ist das natürlich besser. Und das hat nichts mit Chauvinismus zu tun.

Um solche Top-Pferde behalten zu können, muss man allerdings die 'mittlere Kategorie' verkaufen. Züchter arbeiten gern mit mir zusammen, weil die Chance größer ist, dass die Pferde in Frankreich bleiben und von Züchterprämien profitieren. Wenn aber große Angebote kommen und man in Partnerschaften ist, muss man auch verkaufen können. Die Preisgelder allein reichen nicht aus. Und die Verkäufe sichern auch die Existenz der Züchter.

Besitzer wie die Familie Papot oder Alain Jathiere, die fertige Rennpferde kaufen, sind extrem wichtig für die Branche. Wenn sie diese Pferde nicht kaufen würden, würden sie ins Ausland gehen. Dafür muss man ihnen dankbar sein. Ich selbst habe nicht die Mittel, um in dieser Größenordnung zu agieren. Eigentlich bräuchten wir zehn oder zwanzig Leute wie Alain Jathiere, um mehr Pferde in Frankreich zu halten. Man müsste wohlhabende Menschen dafür begeistern und ihnen zeigen, dass es nichts Schöneres gibt, als ein Gruppe-Rennen in Auteuil zu gewinnen (lacht).

Eine Persönlichkeit wie Magalen Bryant fehlt uns heute sehr. Ich habe immer die Sorge, dass große Besitzer eines Tages abspringen. Während der Rennen sehe ich sie als Konkurrenten, aber langfristig brauchen wir sie unbedingt. Uns fehlen nicht nur Wetter, sondern auch Besitzer. Wenn diese wegfallen, kann das System schnell ins Wanken geraten. Besonders im Hindernissport."

PT: "Das Cheltenham Festival fand letzte Woche statt. Träumen Sie davon, eines Tages dort zu starten, zumal einige Ihrer Trainer regelmäßig dorthin reisen?"

PP: "Auch wenn mich die Leistungen der Pferde dort beeindrucken, gefallen mir die Hindernisrennen in England weniger. Es macht mir einfach weniger Spaß. Ich bevorzuge Rennen wie den Grand Steeple-Chase de Paris oder Prüfungen über 4.400 Meter mit vielen unterschiedlichen Hindernissen. Ich bin weniger an reiner Leistung interessiert als an der Art des Rennens.

Vielleicht liegt es auch daran, dass ich die dortigen Pferde weniger gut kenne. Man muss sich schon sehr gut auskennen, um das wirklich zu schätzen. Das ist ein bisschen wie bei einer Jagd: Man muss das Verständnis dafür haben. Wie Guillaume Macaire immer sagt: 'Man kann nur das lieben, was man kennt.' Aber mit der Zeit werde ich mich vielleicht daran gewöhnen. Warum also nicht eines Tages in England starten? Das wäre sicherlich eine großartige Erfahrung."

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Griezmann – aufhören oder weitermachen?

Nachdem Vater und Sohn Griezmann vor etwa zehn Jahren begonnen haben, in den Rennsport zu investieren, werden sie am 09. April zwölf ihrer Traber auf der Arqana-Auktion präsentieren. Aufgrund der Bekanntheit von Antoine Griezmann, haben auch allgemeine Medien über den anstehenden Verkauf berichtet.

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Unter dem Dutzend genannten Pferden für die Auktion, die in Deauville stattfindet, sind auch die beiden Erfolgreichsten. Der Wallach Iseo de Lou, sowie Judicious Winner (8 Siege bei 27 Starts). Alle Pferde wurden bislang im französischen Osten vom Team Cormy trainiert und stehen nun vollständig unter der Verantwortung von Sebastien Guarato.

Dieser Wechsel hat in Saint-Romain-la-Motte im Departement Loire eine spürbare Lücke hinterlassen. Die Familie Griezmann, ursprünglich aus Macon, hatte seit ihrem Einstieg in den Rennsport bewusst auf eine lokale Trainingsstruktur gesetzt, um ihre Pferde regelmäßig besuchen zu können.

Nur eine Frage blieb bislang unbeantwortet: Zieht sich die Familie Griezmann aus dem Rennsport zurück? Darauf gibt es derzeit keine klare Antwort, da Vater Alain Griezmann auf entsprechende Anfragen nicht reagiert hat.

Dennoch wirft die Situation Fragen auf. Zumal der frühere Star der französischen Nationalmannschaft, möglicherweise im kommenden Jahr nach Nordamerika wechseln könnte. Somit wäre er also weit entfernt von seinen französischen Rennsport-Aktivitäten. Die Zeit wird zeigen, ob der heute 35jährige, der zeitweise auch als Botschafter für die PMU tätig war, sein Engagement im Pferderennsport fortsetzt oder nicht.

Sonntag 22 März 12:06 Uhr
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Luba Sonn

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Kevin Leblanc: "Ibiki de Houelle lahmte nach dem Heat"

Nach seinem dritten Platz im Prix de Paris galt Ibiki de Houelle als ernsthafter Herausforderer von Ino du Lupin am gestrigen Samstag im Prix du Bois de Vincennes. Doch das Pferd aus dem Stall von Kevin Leblanc musste nach dem Heat kurzfristig zurückgezogen werden.

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Der Trainer erklärte dazu: "Er kam in sehr guter Verfassung auf die Rennbahn. Beim ersten Schritt aus der Box heraus zeigte er jedoch leichtes Lahmen. Das Aufwärmen lief zwar sehr gut, aber danach lahmte er erneut. Unter diesen Umständen konnten wir ihn nicht starten lassen. Wir werden die nächsten Tage abwarten. Ich verstehe es nicht. Seine Beine deuten nicht auf eine Entzündung hin."

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Einladung zum Elitloppet - Inexess Bleu der zweite Franzose

Nachdem der Champion Inexess Bleu bei seinem Comeback am Samstag in Vincennes den sechsten Platz belegte, erhielt er die Einladung zum Elitloppet 2026. Damit schließt er sich dem Vorjahressieger Go On Boy an, der als Erster das Ticket für Solvalla erhalten hat.

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Seit dem 01. November war Inexess Bleu nicht mehr am Start. Am Samstag zeigte er trotz der Zulage im Prix du Bois de Vincennes eine ansprechende Leistung, auch wenn er nach dem Einbiegen in den Einlauf etwas nachgelassen hat. Sein Fahrer Alexandre Abrivard erklärte: "Ich bin sehr zufrieden mit seinem Comeback. Es war ein gutes Rennen, weil das Tempo zu Beginn nicht hoch war. So konnte ich ohne großen Aufwand wieder aufschließen. Danach sind wir einen wirklich starken letzten Kilometer gegangen. Ausgangs der letzten Kurve hatte er einen sehr guten Moment. Ich dachte sogar, wir könnten noch weiter vorne landen, aber auf halber Zielgeraden hat er mir signalisiert, dass ich nicht mehr verlangen soll. Die Platzierung war ohnehin nicht entscheidend. Mit diesem Rennen in den Beinen wird er für den Prix Kerjacques (GR II/04. Apr) bereit sein. Er hatte vorher keine schweren Arbeiten absolviert und lief noch mit Eisen. Beim nächsten Start wird er erleichtert antreten."

Anschließend äußerte sich Abrivard zur Einladung zum Elitloppet: "Jetzt müssen wir das weitere Programm planen. Zwischen dem 04. April und Ende Mai sollte er auf jeden Fall noch einmal laufen. Welche Prüfung genau, weiß ich noch nicht. Nach Caen zu gehen ('Ducs de Normandie') gefällt mir nicht besonders, und ich denke auch nicht, dass wir zum Paralympiatravet fahren. Das wäre nur drei Wochen vor dem Elitloppet. Schon im letzten Jahr wurden wir für dieses Rennen angefragt. Sein nächster Start wird uns mehr Hinweise für die weitere Planung geben. Im Moment ist noch alles offen."

Damit besteht weiterhin die Möglichkeit, einen der besten französischen Wallache im Elitloppet am Start zu sehen. Der Sohn von Vittel de Brevol kann in seiner Vita bereits zwölf Siege auf Gruppe-Niveau nachweisen.

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Antoine Wiels nach Sieg mit Ino du Lupin: "In zwei Wochen müssen wir noch stärker sein"

Am 11. März hat Ino du Lupin bei seiner Rückkehr nach einer kleinen Pause schon angedeutet, dass wieder mit ihm zu rechnen ist. In Laval trug er seine vier Eisen, hatte 50 Meter Zulage gegen sich und endete dennoch als guter Fünfter. Im gestrigen Prix du Bois de Vincennes ging der Wallach dementsprechend als Favorit in die Partie. Und der 8jährige bestätigte das Vertrauen der Wetter.

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Seit seinem Debüt unter dem Sattel im Prix Jacques Andrieu am 25. Januar war Ino du Lupin nicht mehr in Vincennes zu sehen gewesen. "Er wird in dieser Disziplin nicht mehr antreten", erklärte sein Fahrer Antoine Wiels. Das scheint auch gar nicht nötig, wenn der Marmion-Schützling so stark im Sulky agiert. Im ersten Band war er optimal untergebracht und ließ sich diese hervorragende Gelegenheit nicht entgehen. Zunächst geduldig in dritter Position an der Innenkante hinter Cobra Killer Gar positioniert, rückte der Sohn von Scipion du Goutier rund 1.000 Meter vor dem Ziel auf. Zunächst blieb er neben Cobra Killer Gar liegen. Und auch wenn Ino du Lupin aus dem Schlussbogen heraus einen kleinen Schwächemoment hatte, war schon absehbar, dass er sich den Führenden noch schnappen wird.

Mitte des Einlaufs zog Ino du Lupin sicher an Cobra Killer Gar zum Sieg in 12,7/2.850 Meter vorbei. Dies war bereits sein achter Erfolg auf Gruppe III-Niveau, wofür Stammfahrer Antoine Wiels nicht einmal die Ohrenstöpsel ziehen musste.

Wiels zeigte sich während des gesamten Rennens sehr gelassen: "Das Tempo war nicht besonders hoch, aber mein Pferd hat einen sehr starken letzten Kilometer. Er kommt mittlerweile besser von hinten und ist schneller geworden. In Laval bei seinem Comeback ist er den letzten Kilometer in 08,5 gelaufen. Ich bin im Anstieg nach vorne gegangen und im Einlauf hat er leicht die Führung übernommen. Als er einmal vorne war, hat er das Tempo gehalten. Er wird nie mit großem Abstand gewinnen. Er schont sich immer etwas."

Für Trainer Jean-Paul Marmion ist es bereits der zweite Sieg in diesem Rennen: 2003 gewann er es schon einmal mit General du Lupin, damals mit Jean-Michel Bazire im Sulky.

Inexess Bleu vs. Ino du Lupin

In zwei Wochen wird Ino du Lupin versuchen, im Prix Kerjacques (GR II) am 04. April seinen ersten Sieg auf diesem Niveau zu erringen. Dort trifft er diesmal aber ohne Bandvorteil auf Inexess Bleu. Sein Fahrer Antoine Wiels blickt voraus: "Das sind zwei hervorragende Pferde, die sich schon oft begegnet sind. Inexess ist vielleicht noch einen kleinen Tick besser als wir. In zwei Wochen müssen wir noch stärker sein. Heute hatte er kein hartes Rennen. Das war ideal."

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Im Frühjahr bleibt Ino du Lupin in Frankreich. Der Prix des Ducs de Normandie im Mai, sowie der Prix Rene Balliere im Juni (2.700 Meter/GR II) bieten ihm gute Startmöglichkeiten. Dagegen war Inexess Bleu, der seit seinem zweiten Platz im Grand Premio delle Nazioni am 01. November in Mailand nicht mehr gelaufen ist und 25 Meter Zulage wettzumachen hatte, im Ziel als Sechster gut unterwegs, auch wenn es im letzten Bogen noch kurzzeitig nach einer besseren Platzierung aussah. Sein Fahrer Alexandre Abrivard erklärte: "Auf der Zielgeraden hat er mir signalisiert, dass ich nicht mehr verlangen soll." Trotzdem zeigte er sich mit dem Comeback seines Champions, der dieses Rennen im Vorjahr gewonnen hatte, zufrieden.

Kobayashi, der zuletzt unter dem Sattel zum Gruppe I-Sieger avancierte, bestätigte seine Vielseitigkeit und sicherte sich auf den letzten 50 Metern noch den zweiten Platz. Sein Fahrer Mathieu Mottier sagte im Anschluss: "Wegen des langsamen Tempos hat er im Rennen etwas gepullt, konnte aber am Ende stark sprinten. Das überrascht mich nicht. Er war diesen Winter bereits auf Gruppe II-Niveau im Sulky auf dem Podium."

Cobra Killer Gar, der auf der Gegenseite die Führung übernommen hatte, ließ im Finish nach und musste sich sogar noch für Rang Drei mächtig strecken: "Ich hatte mehr erwartet. Das Rennen verlief ideal für uns. Er hatte zuletzt kein richtiges Rennen, da er früh aus dem Takt kam. Vielleicht hat ihm das noch gefehlt. Das hoffe ich zumindest", sagte ein enttäuschter Gabriele Gelormini.

Montag 23 März 06:43 Uhr
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Luba Sonn

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50. Sieg und damit Profi - Mehdi Lelievre: "In Vincennes Profi zu werden, ist verrückt"

Nachdem er sich in der Vorsaison als bester Nachwuchsjockey Frankreichs durchsetzen konnte, machte Mehdi Lelievre an diesem Samstag in Vincennes den nächsten großen Schritt. Mit dem 50. Sieg wechselt er nun in das Profilager. Im Gespräch mit 24h au Trot erklärte Lelievre, was ihm dieser Erfolg bedeutet.

Foto: APRH

 

Der kleine, aber wichtige Jubiläumstreffer, gelang Lelievre im Sattel von Kentucky First. "Ich realisiere das noch gar nicht richtig, aber in ein oder zwei Stunden wird es vielleicht passieren. Direkt nach dem Ziel, in der Abwärtspassage, habe ich mir gesagt: 'Ich bin jetzt Profi' - das ist verrückt! In Vincennes Profi zu werden, in den Farben des Ecurie Luck und mit diesem Pferd - das ist perfekt."

Der 21jährige blickte auch auf seinen Werdegang zurück: "Ich bin eher zufällig in den Rennsport gekommen. Ich ging nicht gern zur Schule. Bei uns in der Nähe gab es Pferde und die Arbeit mit ihren hat mir sofort gefallen. Ich war dann an der MFR (Berufsschule) in Vimoutiers und habe mein letztes Schuljahr in Grosbois abgeschlossen. Parallel habe ich bei Philippe Daugeard angefangen, später bin ich ins Team von Vincent Lebarque gewechselt und anschließend zum Ecurie Luck (Dersoir) gegangen. Seit meinem Wechsel zu Jean-Luc Dersoir habe ich einen großen Schritt gemacht. Ich möchte allen danken, die mir vertraut haben und mir geholfen haben, mich zu entwickeln. Ich habe das nicht allein geschafft."

Der Wechsel ins Profilager wird aber nicht einfach, vor allem wegen des Wegfalls der Erlaubnisgewichte für Nachwuchsreiter. Dennoch zeigt sich Mehdi Lelievre entschlossen: "Ich bleibe bei Jean-Luc Dersoir, der mir viel Vertrauen schenkt und mich auch außerhalb des Stalls starten lässt. Ich habe keinen Grund zu wechseln und hoffe, dass die Trainer weiterhin auf mich setzen. Ich werde mir außerdem einen Agenten nehmen. Wenn man weiterkommen will, ist das heute unerlässlich. Ich bin motiviert und habe keine Angst, viel zu reisen."

Eckdaten:

Alter: 21 Jahre

Erster Sieg: 26. Juni 2022 in Nancy, mit Get It Luna für seinen ersten Trainer Philippe Daugeard

50. Sieg: 21. März 2026 in Vincennes, mit Kentucky First

Bilanz: 49 Siege im Monte, 1 Sieg im Sulky

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Von hundert Metern Vorsprung zur halben Länge - Abrivard: "Auf der ersten Runde hatte ich ihn nicht unter Kontrolle"

Ein paar Tage vor dem ersten Frankreich-Start des ungarischen Trabers Enjoy, hat der neue Trainer Matthieu Abrivard ihn in seiner Kolumne für den ParisTurf angekündigt: "Er ist eines der besten Pferde seines Landes, hat aber noch wenig Erfahrung und versucht nun sein Glück in Frankreich. Er arbeitet morgens sehr gut und hat ein interessantes Niveau." Und das 'interessante Niveau' hat der Hengst tatsächlich die meiste Zeit über die 2.625 Meter zeigen können. Wenn auch anders als geplant.

Foto: CR

 

Schon früh hatte der Maharajah-Sohn einen großen Vorsprung herausgelaufen. Dieser Grand Prix Baron d'Ardeuil hielt aber bis zum Ziel noch eine Menge Spannung bereit. Nachdem der Vorteil zwischenzeitlich gut hundert Meter betragen hat, kam der 6jährige vielleicht noch mit einem Vorsprung von 25 Metern in die Zielgerade. Zu diesem Zeitpunkt dürfte kaum einer der Zuschauer geglaubt haben, dass es für Enjoy noch einmal eng werden kann. Aber Matthieu Abrivard riskierte nicht ohne Grund Mitte des Einlaufs einen langen Blick über die rechte Schulter. Von den Verfolgern wurde Kotkie von Manuel Criado noch sehr schnell gemacht und rückte dem Ungarn bedrohlich nahe auf die Pelle. Enjoy konnte nach dem Kraftakt eine halbe Länge ins Ziel retten, wofür ein Schnitt von 13,7 nötig war. In dem früh auseinandergerissenen Feld vervollständigte Kiki das Podium.

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"Normalerweise ist er brav, aber heute habe ich eine ganz andere Seite des Pferdes gesehen", erklärte Matthieu Abrivard nach dem Rennen den etwas unfreiwilligen Ausreißversuch. "Ich wusste, dass er es gewohnt ist, in Ungarn nach vorne zu gehen. Aber ich weiß nicht, ob er dort entspannter war oder nicht. Morgens ist er total ruhig, sogar unkompliziert."

Die reine läuferische Leistung würdigte Abrivard aber: "Ich muss aufpassen, denn das, was er heute gezeigt hat, macht kein schlechtes Pferd. Er hat viel Leichtigkeit und hat während des Rennens gut geatmet. Ich weiß, dass er großes Potenzial hat, aber ich muss es anders angehen, sonst wird das sehr schnell aufhören. Ich habe heute keinen Spaß gehabt, und auf der ersten Runde hatte ich ihn nicht unter Kontrolle."

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