Forum

Willkommen zum Forum!

Frankreich-News
Autor Beitrag
Donnerstag 26 März 17:58 Uhr
author

Luba Sonn

Themen: 106
Beiträge: 1374

 

 

Ehemaliger Galopper-Trainer Romain Le Dren Doleuze: "Ich bin finanziell am Ende"

Mehr als zwei Jahre nachdem ihm seine Lizenzen entzogen wurden, sieht der frühere Galopper-Trainer Romain Le Dren Doleuze noch immer kein Licht am Ende des Tunnels. Gegenüber dem ParisTurf schilderte er seine Situation.

Foto: SCOOPDYGA

 

"Ich bin dabei, mein Leben komplett zu verändern, denn obwohl ich auf juristischer Ebene zahlreiche Hebel in Bewegung setze, bewegt sich nichts", erklärt der inzwischen ehemalige Trainer aus Deauville.

Am 29. Januar 2024 wurde bekannt, dass der Trainer, der in seiner Karriere 12 Quinte-Rennen gewonnen hat, sämtliche Lizenzen durch France Galop entzogen wurden. Inzwischen sind mehr als zwei Jahre vergangen. Laut seinen eigenen Aussagen, nachdem er am Tag nach seinem Junggesellenabschied bei einer Verkehrskontrolle positiv auf Drogen getestet worden war. Er wurde daraufhin zu 600 Euro Geldstrafe und zwei Monaten Führerscheinentzug verurteilt. Den Führerschein hatte er längst wieder zurückerhalten, noch bevor ihm die Rennsport-Lizenen entzogen wurden.

Diese besitzt er jedoch bis heute nicht mehr. "Der Albtraum begann, als meine Frau eine Lizenz im Trabrennsport beantragte", berichtet er. "Es wurde eine Untersuchung eingeleitet, und dabei stellten sie fest, dass ich sechs Monate zuvor die besagte Straftat begangen hatte. Stellen Sie sich die Schuldgefühle meiner Frau vor..."

Damit begann ein langer Leidensweg. "Vielleicht werde ich fünf oder zehn Jahre warten müssen, aber ich werde in den Rennsport zurückkehren, denn das ist mein Leben." Bis zu einer möglichen Rückkehr hat Romain Le Dren Doleuze jedoch keinerlei Perspektive, seine Zulassungen zurückzuerhalten. "Als ich meine Lizenzen verloren habe, habe ich zunächst ein Verfahren beim Verwaltungsgericht in Caen eingeleitet. Bis heute wurde darüber nicht entschieden. In 14 Tagen stehe ich vor der Insolvenz, denn diese Situation hat nicht nur mein Berufsleben zerstört, sondern mich auch finanziell in die Knie gezwungen. Es ist extrem brutal: Von einem Tag auf den anderen darf man weder in seinen Stall noch zu seinen Pferden. Und die Mitarbeiter werden ohne Vorwarnung entlassen.

Wir haben daraufhin eine Klage beim Staatsrat eingereicht. Dieser hat zwar die polizeiliche Verfügung aufgehoben, die Entscheidung in der Sache jedoch an das Verwaltungsgericht in Caen zurückverwiesen. Angesichts all dieser Gerichtskosten und der langen Wartezeit halte ich das nicht mehr durch. Alles, was ich in zehn Jahren mit den Pferden verdient habe, ist für Abfindungen meiner Mitarbeiter und mein eigenes Überleben draufgegangen. Man muss wissen: In so einer Situation hat man weder Anspruch auf Arbeitslosengeld noch auf irgendeine andere Unterstützung.

Danach wollte meine Frau Julie (Le Dren Doleuze), die ich vor drei Jahren geheiratet habe und die die Nichte von Micheline Leurson (ehemalige Reiterin und Kommissarin bei France Galop) ist, ihre Lizenz als öffentliche Trainerin erwerben. Sie ist 36 Jahre alt und hat einen Hochschulabschluss im Bereich Management. Sie erfüllte alle Voraussetzungen bei France Galop, wurde jedoch von der Glücksspielaufsicht abgelehnt. Mit der Begründung eines rein hypothetischen und völlig aus der Luft gegriffenen Verdachts, sie könne als Strohfrau fungieren. Man hat ihr nicht einmal die Chance gegeben, sich beruflich weiterzuentwickeln.

Gegen diese Entscheidung haben wir im Eilverfahren vor dem Verwaltungsgericht geklagt und gewonnen. Die Behörde wurde dazu verurteilt, den Fall meiner Frau neu zu prüfen und 600 Euro Schadenersatz zu zahlen. Sie haben bis zur letzten Woche der gesetzten Frist gewartet, um Julie erneut vorzuladen. Dann wurde sie vier Stunden lang festgehalten, und das Ganze endete sogar in Polizeigewahrsam, bevor man ihr erneut eine Ablehnung erteilte. Wenn die Polizei sich über gerichtliche Entscheidungen hinwegsetzt, bleibt einem keine andere Wahl, als sein Leben zu ändern. Irgendwann reicht es!

Als das alles begann, durfte ich sechs Monate lang überhaupt nicht arbeiten und hatte zudem ein Verbot, Rennbahnen oder Trainingsställe zu betreten. Aber was habe ich so Schlimmes getan, um das zu verdienen?", fragt Romain Le Dren Doleuze mit Tränen in den Augen.

Zumal ich in meinem Beruf als Trainer nie ein Fehlverhalten gezeigt habe. Ich habe sogar ein Schreiben des ehemaligen Leiters der Veterinärabteilung von France Galop, der mir die vorbildliche Führung meines Stalls bescheinigt hat. Und trotzdem befinde ich mich heute in einer Situation, in der ich gezwungen bin, mein Leben neu aufzubauen, umzuziehen, in den Süden Frankreichs, und zu versuchen, in der Gastronomie neu anzufangen. Mit 45 Jahren muss ich wieder bei null beginnen.

Was ich zuletzt gemacht habe? Ich habe im vergangenen Jahr bei Georges Doleuze als Reiter gearbeitet, weil mir im Rennsport sonst nichts erlaubt war. Meine Frau und ich sind zutiefst enttäuscht, denn wir haben unsere Verfahren gewonnen und stehen dennoch weiterhin im Abseits. Ich verstehe nicht, warum Schicksalsschläge oder Fehler im Leben zu einer solchen Situation führen. Warum dürfen andere Profis, die schwerere Vergehen begangen haben, wieder im Rennsport arbeiten und ich nicht? Liegt es an Beziehungen? An Netzwerken?"

---------

Lizenzentzug von Thierry Poche: "Es gibt keine Grenzen mehr"

Thierry Poche, Trainer in Senonnes, wurden wegen privater Vorkommnisse für drei Monate seine Lizenzen entzogen. Er zeigt sich gegenüber den zuständigen Instanzen äußerst verärgert. Was genau passiert ist, schilderte er dem ParisTurf.

Foto: Jean-Charles Briens

 

Schon vor zehn Tagen wurde Poche von France Galop die Lizenzen entzogen. Er ist außer sich vor Wut und steht gleichzeitig noch immer unter Schock. "Das ist eine Ungerechtigkeit. Es ist nicht normal, dass man mich am Arbeiten hindert", erklärt der 60jährige Mayennais verbittert.

Er wurde von der Justiz verurteilt, weil er ohne Führerschein gefahren ist und einen gefälschten Führerschein benutzt hat. Die Entscheidung von France Galop hält Thierry Poche für überzogen: "Ich habe einen Fehler gemacht und ihn vor dem Strafgericht in Angers zugegeben. Ich habe eine Geldstrafe von 433 Euro bekommen. Also die Mindeststrafe, wegen Urkundenfälschung und Gebrauch einer Fälschung. Keine Bewährung, nichts. Für mich sind das Dummheiten des Lebens. Wir machen alle Fehler, und ich stehe dazu. Aber das hat nichts mit meiner beruflichen Tätigkeit zu tun. Ich habe das Gefühl von France Galop wie ein Krimineller behandelt zu werden."

Angesichts dieser Situation blickt der Mann, der in den 32 Jahren seiner Karriere 181 Siege erzielt hat, sehr pessimistisch in die Zukunft: "Mir geht es sehr schlecht, auch wenn ich gut unterstützt werde. Nach schwierigen Jahren hatte ich mich gerade wieder gefangen und konnte meine Schulden bezahlen. Leider werde ich wieder in dieselben Schwierigkeiten geraten. Aber das interessiert offenbar niemanden."

Thierry Poche fühlt sich von France Galop keineswegs unterstützt - ganz im Gegenteil: "Man verbietet mir, Pferde in meinen Boxen zu halten, obwohl ich zu Hause vier Hektar Land habe. Ich könnte für Kunden die Vorarbeit im Training übernehmen und Pferde unterbringen, aber auch das wird mir untersagt. Angeblich ist das Innenministerium verantwortlich, aber France Galop versteckt sich dahinter. Sie sind sehr gut darin, uns weiter nach unten zu drücken. Die Trainerverbände müssen sich schnell mit diesem Thema befassen, um uns zu verteidigen. Das wird schlecht enden. Ich habe das Gefühl, dass es keine Grenzen mehr gibt."

---------

Arnaud Chavatte: "Tendiere mit Jabalpur eher nach Turin"

Im Vorjahr konnte Jabalpur mit dem Prix Rene Balliere und den Gran Premio delle Nazioni noch zwei Gruppe I-Rennen gewinnen. Am Mittwoch hat der Hengst in Laval seinen nächsten Start auf höchster Ebene vorbereitet, der am 06. April in Italien geplant ist. Über die Eindrücke berichtete Trainer Arnaud Chavatte dem ParisTurf.

Foto: SCOOPDYGA

 

Nach einer Erkrankung im Winter, erhielt Jabalpur zu Jahresbeginn eine Ruhepause und verzichtete nach einer herausragenden Saison 2025, die mit dem Bahnrekord in Vincennes (08,7) garniert wurde, auf die Teilnahme am Prix d’Amerique. Der Champion aus dem Stall Chavatte kehrte Mitte März in Laval eher unauffällig ins Renngeschehen zurück. An diesem Tag hatte er aber auch 50 Meter Zulage gegen sich und trug alle vier Eisen. Am Montag, dem 06. April soll der Booster Winner-Sohn in Turin an einem Gruppe I-Rennen teilnehmen, weshalb sein Training nach dem Comeback weiter intensivert wurde.

"Gabriele Gelormini ist gekommen, um das Pferd zu arbeiten, und es hat eine gute Leistung gezeigt" erzählt Chavatte. "Im letzten Jahr habe ich ihn vor seinem Comeback in Laval auf die Bahn zum Training mitgenommen. Diesmal habe ich es andersherum gemacht. Er machte einen sehr guten Eindruck und bestätigte das Gefühl aus der Arbeit zu Hause am Donnerstag zuvor. Er absolvierte eine Strecke von 2.200 Metern und legte den letzten Kilometer in gutem Tempo zurück. Ich sehe ihn auf demselben Niveau wie vor dem Gran Premio delle Nazioni."

Unter den beiden möglichen Optionen im April tendiert Arnaud Chavatte klar zum Rennen in Turin am 06. April, dass über 1.600 Meter führt: "Unter den gemeldeten Pferden scheint die Konkurrenz in seiner Reichweite zu liegen. Ich lasse mir noch bis zum Wochenende Zeit, um seine Teilnahme zu bestätigen (Anm.: Starterangabe am  30. März), aber es besteht zu 90% die Chance, dass er in Turin startet. Am heikelsten ist die Startplatzauslosung. Dieses Rennen gehört zudem zum UET Elite Circuit, dessen Finale im Herbst ebenfalls in Turin stattfindet. Punkte zu sammeln ist also auch für die Zukunft wichtig. Deshalb tendiere ich eher zu Turin als zum 'Atlantique' in Enghien", ergänzt Arnaud Chavatte.

I Am a Dream Gar - talentierte 3jährige

Jabalpur wird nicht der einzige Vertreter des familiären Trainingsstalls bei der Reise nach Turin sein. I Am a Dream Gar (11.480 Euro Gewinnsumme), eine 3jährige Tochter von Face Time Bourbon, wird in einem Jahrgangsrennen an den Start gehen: "Sie hat als 2jährige bei drei Starts zwei Siege und einen zweiten Platz erzielt. Am Tag nach ihrem letzten Start hatte sie Fieber. Kürzlich hat sie in Laval gearbeitet und die Eindrücke sind wirklich gut. Im Frühjahr stehen für sie zwei Rennen in Vincennes an (Anm.: Mai und Juni), aber vorher hat sie in Frankreich keine passenden Starts. Wir werden versuchen, ihre Gewinnsumme zu steigern", so Arnaud Chavatte.

---------

Franck Pellerot: "Ein guter Züchter ist derjenige, der die wenigsten Fehler macht"

Oft neigen due Medien dazu, Fahrer, Jockeys oder Trainer hervorzuheben, die eine symbolische Siegesmarke erreichen. Ausnahmsweise steht diesmal jedoch ein Züchter im Mittelpunkt. Denn laut der Datenbank des ParisTurf', hat Franck Pellerot, seinen tausendsten Sieger als Züchter verzeichnen können. Der runde Erfolg gelang bereits am 15. März mit Secret of Law in Agen.

Foto: SCOOPDYGA

 

Ein großer Erfolg für den Mann hinter den "Chenu"-Pferden, der am Mittwoch auch durch Gershwin de Chenu auf der GNT-Etappe in Marseille-Borely vertreten war. Von diesen tausend Siegen wurden 959 in Frankreich und 41 im Ausland erzielt.

"Ich hätte nicht gedacht, dass wir schon so weit sind“, gesteht Franck Pellerot etwas überrascht. "Ich hatte eher damit gerechnet, dass wir diese Marke im Laufe des Jahres erreichen würden." Zu seiner ersten Einschätzung dieses Erfolgs sagt der 64jährige: "Das steht für einiges an Arbeit und viele Investitionen - menschlich wie finanziell. Es ist natürlich eine große Genugtuung, denn ich habe die Zucht immer geliebt. Ich lasse jedes Jahr etwa zwanzig Stuten decken, mit einer ziemlich strikten Regel: Diese Zahl wird nicht überschritten, denn in der Zucht kann es schnell ausufern. Da ich diesen Bereich vollständig selbst zu Hause organisiere, bin ich auch bei den Geburten dabei. Entsprechend kurz sind im Moment die Nächte."

Die Zucht, ein faszinierende Leidenschaft, kann sich jedoch manchmal auch in ein weites Feld von Unsicherheiten verwandeln. Ein Patentrezept hat Franck Pellerot nicht, doch merkt er an: "Ein guter Züchter ist derjenige, der die wenigsten Fehler macht. Es kann so viel passieren. Ich lege großen Wert darauf, dass meine Pferde draußen genügend Platz haben." Auf diesen Punkt kommt der Pellerot im Gespräch mehrfach zurück. Und mit Blick auf ein mögliches großes Ziel fügt er hinzu: "Ich würde sehr gern einmal einen Gruppe I-Sieger züchten."

Eine Familientradition

Von einem tausendsten Sieg zu sprechen, ganz gleich mit wem,  bedeutet zwangsläufig, in die Vergangenheit zurückzublicken. Und auch daran zu erinnern, dass hinter der Familie Pellerot eine echte Familiengeschichte steht. Die Familie war schon immer rund fünfzig Kilometer südlich von Le Mans zwischen den Gemeinden Chenu, Saint-Germain-d’Arce und Villiers-au-Bouin ansässig.

"In einer abgelegenen Region" wie Pellerot ergänzt. "Mein Großvater Abel hat in den 1950er-Jahren mit der Zucht begonnen. Er war mit Robert Sionneau befreundet, dem Vater von Alain und Großvater von Herve. Angefangen hat alles mit einer Stute namens Friponne II." Ohne es zu ahnen, legten Abel Pellerot, von Beruf Landwirt, und später sein Sohn Abel Benoni, und damit Francks Vater, den Grundstein für ein echtes Phänomen: Friponne II wurde zur fünften Mutter von Chambon P, geboren 1968.

"Für jeden Profi ist das das i-Tüpfelchen. Er war zehnmal führender unter den Vererbern." Frühreif gelang Chambon P unter anderem 1971 das Double aus Criterium des Jeunes und Saint-Leger des Trotteurs. "Seltsamerweise hat mich eher sein zweiter Platz im Prix de Vincennes geprägt. Ich erinnere mich noch daran, wie er von Caleo geschlagen wurde, geritten von Gerard Mascle", erzählt Franck Pellerot, der das Pferd als "lieb" in Erinnerung hat: "Ich habe ihn mit zehn, zwölf Jahren selbst angespannt oder geritten."

Chambon P wurde später unter anderem Vater von Kepi Vert, Le Loir, Potin d’Amour, Pontcaral, Sancho Panca oder Tipouf, der auf den 'Giganten' Tenor de Baune traf, selbst ein Sohn von Le Loir und somit Enkel von Chambon P. Getragen vom Erfolg dieses Haus-Hengstes räumte die Familie Pellerot der Pferdezucht zunehmend mehr Platz ein, bis Franck Pellerot sie schließlich zu seinem Hauptberuf machte.

"Es war zunächst eine Nebentätigkeit neben dem Obstbau. Ich habe die Äpfel aufgegeben, um mich ganz den Pferden zu widmen. Die Zucht versorgt unseren Stall", erklärte er bereits im Juli 2014 gegenüber Le Petit Courrier. Und weiter: "Ich habe meinem Sohn Pierre die Verantwortung für Rennstall und Training überlassen. Ich selbst kümmere mich um die Zucht. Mein Vater hat mir damals freie Hand gelassen. Das gebe ich nun weiter. Gemeinsam bewirtschaften wir 300 Hektar, davon 130 Hektar Ackerland, um das man sich natürlich auch kümmern muss." Pierre Pellerot (228 Siege als Fahrer) wird im Alltag von seiner Partnerin Caroline Brassinne unterstützt. Gemeinsam sind sie Eltern der kleinen Rose, die acht Jahre alt ist.

Das Symbol "Chenu"

Dank des Namenszusatzes "Chenu" sind die Pferde der Familie Pellerot leicht zu erkennen und haben ihre Epoche geprägt. Das war jedoch nicht immer so: "Früher haben wir den Buchstaben P verwendet, wie bei Chambon P, der bei uns geboren wurde. Später war das nicht mehr erlaubt. Dasselbe galt übrigens auch für Zahlen, wie bei Bellino II. Also haben wir beschlossen, den Namen unseres Dorfes zu verwenden: Chenu. Mein Großvater war dort Bürgermeister."

Ein Name taucht sofort auf, wenn Franck Pellerot über die Pferde spricht, die seine Karriere geprägt haben: "Mein Vater hat viele Pferde verkauft, aber Quebir de Chenu war praktisch unverkäuflich. Gemeinsam sind wir Sechster im Prix d’Amerique (1989) geworden."

Ende 1989 gewann das Gespann zudem den Prix de Bretagne vor Pussy Cat und bestätigte dies einige Monate später mit einem Sieg im Prix du Bois de Vincennes. Ein Rennen, das am vergangenen Samstag in Vincennes von Ino du Lupin gewonnen wurde. Dessen Mutter Tina d’Hermes trägt das Erbe von Chambon P sowohl väterlicherseits (Fleuron Perrine, Sohn von Tenor de Baune), als auch mütterlicherseits (Kelle Nana, deren Mutter eine Tochter von Kepi Vert ist).

Auch Vivaldi de Chenu, Sieger dieses Rennens im Jahr 1993, ermöglichte es Franck Pellerot, als Fahrer mit Größen wie Vourasie, Vrai Lutin, Victoire Viennoise oder Viking de Crepon zu konkurrieren. In jüngerer Zeit haben Vertige de Chenu, Punch de Chenu und Dreamer de Chenu starke Leistungen gezeigt, insbesondere unter der Leitung von Jean-Michel Baudouin. "Jean-Michel hatte oft Pferde von uns, und das ist immer noch so, da ich auch an Olivier Philippe (Haras d’Erable) verkaufe, mit dem er zusammenarbeitet. Sie waren übrigens zuletzt sehr erfolgreich mit den beiden Brüdern Lord de Chenu und Meli Melo de Chenu."

Während der Decksaison ist Franck Pellerot regelmäßig unterwegs, insbesondere in den Departements Calvados und Orne. Zum Thema des Transports von gekühltem Sperma erklärt er: "Ich finde, das ist das Erste, was wir für die Züchter verbessern könnten. Heute ist die Technik des Transports von gekühltem Sperma wirklich ausgereift. Man weiß das und sieht es auch im Bereich der Sportpferde. Das Sperma ist bis zu vier Tage haltbar. Außerdem ist das ein aktuelles Thema angesichts der Dieselpreise, ganz zu schweigen vom Aspekt des Tierwohls. Ein Fohlen sechs Stunden in der Box zu lassen, ohne zu trinken, nur damit man mit der Mutterstute zum Hengst hin- und zurückfahren kann. Ist das noch zeitgemäß? Die Nutzung von gekühltem Sperma würde erhebliche Fahrzeiten einsparen und zudem eine zusätzliche gesundheitliche Absicherung bieten, da die Zusammenführung von Stuten an den Besamungsorten entfällt."

Eine Stute, die den Stall prägt

Drei Tage nach dem Sieg von Secret of Law in Agen bescherte dessen eigene Schwester Trust of Law der Familie Pellerot einen weiteren Erfolg. Diesmal als Züchter und Besitzer zugleich. Die 4jährige Stute blieb bei ihrem vierten Start in Turin für das Training von Marco Smorgon ungeschlagen. "Ich habe ihre Mutter Epreuve von Jean-Pierre Dubois gekauft, weil es mir immer gefallen hat, eine ausländische Stute zu besitzen. Ich denke, man sollte im Leben neugierig sein und sehen, wie Dinge anderswo funktionieren. Tatsächlich durfte sie in Frankreich nicht mehr gedeckt werden und war tragend von Mister J.P. Außerdem war sie eine Tochter von Goetmals Wood und stammte von Patricia ab. Und das funktioniert ziemlich gut. Trust hat sich in Meslay-du-Maine gut qualifiziert, hatte dann ein Problem am Fesselgelenk und debütierte daher spät, aber sie trabt sehr gut. Mit solchen Pferden ist die Idee, an europäischen Rennen in Frankreich teilzunehmen."

---------

Freitag in Marseille - David Alexandre: "Joker Bodensee ist im Training ein echtes Flugzeug"

Trainer David Alexandre schickt am Freitag neun Starter auf der Rennbahn in Marseille-Borély in die Rennen. Über deren Chancen sprach er im Vorfeld mit dem ParisTurf.

Foto: SCOOPDYGA

 

"Missile du Goutier (203) ist ein Pferd, das traben kann, aber im Kopf ausgeglichen sein muss. Er ist noch sehr jung, und es wird ihm guttun zu starten. In Zukunft wird er eher ein Monte-Pferd sein.

Im Rennen für Lehrlinge bestreitet Ilton Beauregard (304) bereits seinen dritten Start innerhalb von fünfzehn Tagen, aber ein solches Engagement, an der Grenze zur Zulage, konnten wir nicht ausschlagen. Er ist ein typisches Lehrlingspferd, und ich erwarte eine gute Leistung von ihm.

Legende d’Ourville (405) hat sehr gut gearbeitet, und das Feld liegt in ihrer Reichweite, um vorne mitzumischen. Im selben Rennen hat Laska du Livier (412) kürzlich auf dieser Bahn über eine kürzere Distanz gewonnen und sollte erneut gut abschneiden. Sie wird wie beim letzten Mal stark auf den letzten Metern kommen, als sie erstmals ohne Check lief. Rein von der Klasse her kann sie Legende d’Ourville 25 Meter vorgeben.

Lagon Bleu (504) hat gerade erst sein Comeback gegeben und könnte noch ein Rennen benötigen, wird diesmal jedoch barfuß antreten.

Khaleesi Smart (609) muss zwar eine Zulage geben, läuft aber ebenfalls ohne Eisen. Zuletzt hat sie am Start einen Fehler gemacht, zeigte danach jedoch eine sehr gute Leistung. In diesem reinen Stutenrennen kann sie gut abschneiden, zumal sie auf dieser Bahn bereits überzeugt hat.

Joker Bodensee (708) bereitet mir Kopfzerbrechen. Im Training ist er ein echtes Flugzeug. Wenn er im Trab bleibt, kann er ein solches Rennen gewinnen. Für Just Sixty One (711) ist es ein Comeback. Ich nehme ihm die Eisen ab, um ihm eine Chance zu geben, aber es bleibt dennoch kompliziert.

Schließlich ist Nidorino (807) ein Pferd, das wir im Stall sehr schätzen, aber er muss zunächst den von Yannick-Alain Briand schlagen. Er muss noch lernen zu laufen, hat jedoch viel Klasse."

ZUM RENNTAG IN MARSEILLE Beginn: 10.50h

Donnerstag 26 März 19:36 Uhr
author

Labido

Themen: 5
Beiträge: 1685

Wieso France Galopp diese Macht hat,kann ich mir nicht erklären.In Deutschland wären diese Berufsverbote nicht durchzusetzen.Dazu wird wohl mit zweierlei Maß gemessen.Dettori bekam seine Lizens wieder oder?

Der Fall Jos ist wohl die größte Ungerechtigkeit ,die sich die französische Behörde erlaubt hat und immer noch erlaubt.Werden Besitzer auch beurteilt,ob sie unbescholten sind?

Freitag 27 März 11:48 Uhr
author

Luba Sonn

Themen: 106
Beiträge: 1374

Arqana Trot Frühjahrsauktion - 'Cousine' von Hokkaido Jiel im Ring

Bei der am 09. April stattfindenden Frühjahrsauktion von Arqana Trot wird unter anderem Morgana Jiel (v. Brillantissime) unter den Hammer kommen. Sie stammt aus derselben Linie wie Hokkaido Jiel, dem letzten Sieger des Prix d’Amerique. Der Ecurie Luck ist mit 13 Pferden auf der Auktion ohnehin stark vertreten.

Foto: Arqana Trot

 

So kommt auch Notorious Jiel (v. Village Mystic) in den Ring, der bislang ungeprüft ist, sich aber Ende November in 16,6 in Grosbois qualifiziert hat. Der 'Neffe' von Sakura Jiel war bei seinem ersten Quali-Versuch disqualifiziert worden (Lot Nr. 1), stellte jedoch schnell sein Können unter Beweis, als er das Lot Nr. 5 dominierte und an diesem Tag die Bestzeit erzielte. Zu den bereits gestarteten Pferden des Ecurie Luck, die im Ring erscheinen, zählen außerdem Lotus Jiel, Malicia Jiel, Melybay Jiel, Leia Jiel und Kendo Jiel.

Ebenfalls im Katalog stehen Nova Jiel (v. Love You), dem ersten Produkt von Bora Bora Jiel, Nikita Jiel aus der Quilea Jiel, sowie der Wallach Noctali Jiel, ein Halbbruder von Ezreal Jiel.

Besondere Aufmerksamkeit wird aber sicherlich Lara du Goutier auf sich ziehen. Die Ready Cash-Tochter war im letzten Sommer schon dreifach in Gruppe II-Rennen platziert.

---------

Theo Duvaldestin: "Haben es mit Lancier du Goutier nicht eilig"

Zwei Wochen nach seinem vielversprechenden Comeback als Vierter im Prix de Cauvicourt am 12. März in Caen, besuchte Lancier du Goutier am Donnerstag die Rennbahn von Lisieux. Der Sieger des Criteriums der 4jährigen erschien im zweiten Teil der Veranstaltung dreimal auf der Bahn. Allerdings stets in einem ruhigen Trab.

Foto: A.D.

 

"Lisieux ist nicht weit von zu Hause entfernt. Er wurde hier nur zum 'Ausfahren' herausgebracht und wird am Freitagmorgen arbeiten", erklärt Theo Duvaldestin, der bei dieser Veranstaltung im Sulky von Montana Kalouma das achte Rennen gewonnen hat. "Seit seinem Wiedereinstieg läuft alles gut. Wie geplant wird er am 11. April in Vincennes am Prix Robert Auvray (GR II) teilnehmen. An diesem Tag sollte er konkurrenzfähig sein, auch wenn wir es mit ihm nicht eilig haben. Wir wissen, dass wir ein gutes Pferd haben."

Bei dieser Gelegenheit äußerte sich Theo Duvaldestin gegenüber dem ParisTurf auch zu Je Te Cherche, der am Mittwoch in starker Manier die zweite Etappe des Grand National du Trot gewonnen hat: "Das Pferd ist nach der Rückkehr sehr locker. Ich denke, er wird wieder nach Vincennes gehen, da er im GNT nun mit 25 Metern Zulage starten müsste. Er dürfte daher im April oder Anfang Mai wieder in Paris zu sehen sein."

Theo Duvaldestin bestätigte außerdem, dass Idao de Tillard auf den Prix Kerjacques (GR II) am 04. April vorbereitet wird, "um im Feld dabei zu sein, wie mein Vater es gesagt hat", und nicht auf den Grand Prix Angers Loire Metropole (GR III) drei Tage zuvor, bei dem er 50 Meter hätte aufholen müssen.

---------

Franck Blandin: "Mentor de Play hat wieder ein passendes Rennen"

Seit Beginn seines vierten Lebensjahres läuft Mentor de Play barfuß und hat damit noch einmal einen großen Schritt nach vorn gemacht. Wie Trainer Franck Blandin dem ParisTurf erklärte, wird seine Nachwuchshoffnung am 04. April wieder am Ablauf sein.

Foto: SCOOPDYGA

 

Die drei aktuellen Siege von Mentor de Play lassen den Hengst nach und nach in höhere Klassen aufsteigen. Bei drei Starts im Jahr 2026 ist der Schützling von Franck Blandin ungeschlagen und wird nun wieder in Vincennes zu sehen sein.

Die aktuelle Bilanz von Mentor de Play ist auch insofern interessant, weil der Hengst bei siebzehn Starts als 2- und 3jähriger nicht einmal gewinnen konnte. Der Sohn von Dahlia du Rib beeindruckt nun aber von Rennen zu Rennen. Am letzten Samstag hat Mentor de Play schon zum zweiten Mal ein Course A gewonnen. Also kann es nur eine Frage der Zeit sein, bis er auf Gruppe-Ebene auftauchen wird.

"Ich habe ihn immer gemocht. Er ist tapfer und zuverlässig", sagt Trainer Franck Blandin stolz. "Zu Beginn seiner Karriere bin ich ihn innen gefahren, mittlerweile fahre ich ihn auch in zweiter Spur. Früher hatte er leichte Aluminiumbeschläge, bevor ich ihn zu Jahresbeginn barfuß laufen ließ. Barfuß hat er einen großen Schritt nach vorne gemacht. Trotzdem überrascht er mich, denn er gewinnt mit Stil", erklärt Blandin, der einen Bestand von 36 Trabern betreut, und mit einem Augenzwinkern ergänzt: "Der Saisonauftakt am Tag in Vincennes liegt mir. Ich hatte bereits den Prix du Bois de Vincennes gewonnen (Anm.: 2010 siegte Nelumbo vor seinem Trainingsgefährten Obelo Darche). Und Mentor de Play hat nun wieder ein passendes Rennen."

Mit seinem imposanten Körperbau scheint Mentor de Play auch ideale Voraussetzungen für Rennen unter dem Sattel zu haben. Allerdings ist er zu Beginn seiner Karriere bereits einmal im Trabreiten ausgefallen. Dazu sagt sein Trainer: "Wir haben ihn unter dem Sattel ausprobiert. Im Training ist er geflogen. Er hat aber noch Zeit, bevor er wieder in diese Disziplin wechselt. Im Sulky läuft alles bestens, also machen wir so weiter."

Freitag 27 März 23:34 Uhr
author

Luba Sonn

Themen: 106
Beiträge: 1374

Matthieu Abrivard: "Gute Gelegenheit für King d’Hermes"

Nach einer Woche Urlaub ist Matthieu Abrivard mit vier Siegen stark in den Rennbetrieb zurückgekehrt. Lediglich der Ausflug nach Mailand am vergangenen Samstag verlief ohne Erfolg. Am Sonntag reist er mit vielversprechenden Chancen nach La Rochelle, wo man ihn besonders im Auge behalten sollte. Auf dem Sonntag liegt auch ein Fokus in seiner wöchentlichen Kolumne für den ParisTurf.

Foto: SCOOPDYGA

 

Die kommenden Starter

"Am Samstag werde ich nicht in Laval sein, doch zwei Pferde aus meinem Stall treten dort an: Louisa d’Atout (101), die seit Anfang Februar pausiert hat, und Lord Turgot (107) haben aber nur geringe Chancen."

Sonntag - "Gute Aussichten in La Rochelle"

"Mona Sautonne wurde nach ihrem Sieg in Laval gezielt vorbereitet und kann erneut gewinnen. Libre Sautonne hat eine ideale Startmöglichkeit an der Gewinnobergrenze, benötigt aber etwas Rennglück, da ihr Spielraum begrenzt ist. King d’Hermes ist wieder in Topform und hat aus der ersten Reihe eine gute Gelegenheit zu gewinnen. Kloe du Rouezo hat eine Zulage gegen sich und sollte sich zunächst steigern."

Weitere Starter am Sonntag

"Lucrece de Corday gibt in Pontchateau ihr Comeback und wird später in Enghien interessanter.

Kemilla de Brion startet in Rambouillet von vorne und könnte sich auf Gras gut platzieren. Maya du Pommeau kehrt nach langer Pause zurück und braucht noch ein Rennen. Love de Cerize, inzwischen Wallach, ist barfuß unterwegs und gilt als beste Chance in Rambouillet."

Montag in Caen

"King Track ist in Topform und könnte erneut gewinnen."

Mittwoch in Angers

Rikita Jp ist in starker Verfassung und hat von vorne eine erste Siegchance. Milady de la Piece trifft auf ein passendes Rennen unter Stuten. New Look Senoville sollte sich nach einem Fehler zuletzt rehabilitieren."

Nachschau:

"Nach dem Urlaub hatte ich einen guten Abend in Vincennes. Macinaggio gewann wieder und gilt als gutes Pferd für die Zukunft. Kemilla de Brion tat sich über 2.100 Meter schwer. King d’Hermes zeigte als Dritter eine sehr gute Leistung und ist wieder in Form.

Mystery Queen hätte trotz schwieriger Umstände gewinnen können. Jazz d’Ourville überzeugte mit Kampfgeist und ist besonders stark in Vincennes.

Jackpot d’Orgeuil ist limitiert, zeigte aber Einsatz.

Am Samstag hatte Jappeloup Turgot eine schlechte Startnummer, was entscheidend war. Ein besseres Ergebnis war dadurch kaum möglich."

Sonntag in Agen

"Eclipse Gar gewann trotz seiner Schwierigkeiten auf Rechtskursen. Der ungarische Neuzugang Enjoy beeindruckte und ist eine sehr gute Verpflichtung. Mehrere Pferde machten Fehler, haben aber Potenzial für die Zukunft."

Weitere Ergebnisse:

Lynx du Ruisseau gewann in Maure-de-Bretagne überzeugend. Maline de Jed verlor am selben Ort durch ein ungünstiges Rennen eine bessere Platzierung. Kilimandjaro Playa (Vierter) machte früh einen Fehler, hätte wohl sonst gewonnen.

Am Mittwoch in Marseille-Borely gewann Mozart Sautonne sehr leicht und bestätigt sein Talent."

Ohne Erfolg in Mailand

"Der Ausflug nach Mailand verlief enttäuschend. Golden Gio machte im entscheidenden Moment einen Fehler und verpasste die Finalqualifikation.

Auch Glamour Gio und In Your Eyes patzten früh. Nur Glory Winner konnte mit einem dritten Platz überzeugen."

Jamin de Brion zurück im Training

"Nach einer Verletzung an den Fesseln hat Jamin de Brion das Training wieder aufgenommen. Ein Comeback ist für Ende Frühjahr oder Anfang Sommer geplant."

Leere Boxen in Grosbois

"Der Trainingsstandort in Grosbois ist derzeit leer, da alle Pferde auf dem Land sind. Iguski Sautonne bereitet sich zu Hause auf den Prix de l’Atlantique vor. Auch ein Start beim Elitloppet wird erwogen, wobei Zweifel wegen der Belastung bestehen. Alternativ ist der 'Ducs de Normandie' eine Option."

---------

Samstag in Nancy - Marc Sassier erstmals vor Ort

Während Trainer Marc Sassier seit dem Frühjahr 2022 bereits 20 Starter (5 Siege und 9 Platzierungen) in Straßburg vorgestellt hat, wurde bislang noch nie eines seiner Pferde auf der anderen großen Rennbahn in der Region Grand-Est, in Nancy, eingesetzt. Am Samstag wird der Trainer aus der Mayenne also erstmals in Nancy zu Gast sein und bringt drei seiner Schützlinge mit. Der ParisTurf analysierte die Chancen.

Foto: SCOOPDYGA

 

Noble Sautonne (206) wird an diesem Samstagmittag für den derzeit sehr erfolgreichen Trainer den Anfang machen. Der Fuchs von Royal Dream aus einer Halbschwester von Iguski Sautonne hatte sich bereits als 2jähriger in Laval in 16,7 in guter Haltung qualifiziert und musste sich bei seinem Debüt nach zwischenzeitlicher Führung erst spät geschlagen geben. Eine Leistung, die sich durchaus sehen lassen konnte. Er verfügt zweifellos über noch erhebliches Entwicklungspotenzial.

Anschließend wird Alan Gendrot im Sulky von Magnifica Josselyn (303) Platz nehmen. Die Halbschwester der semi-klassischen Siegerin Galilea Money zählt zu den chancenreichen Teilnehmerinnen im Prix Antonin Daum. Weniger aussichtsreich erscheint hingegen das Gespann Alan Gendrot mit Jaflo Gema (613). Der Stute fehlt für den Prix Ecole de Nancy möglicherweise noch Rennpraxis.

ZUM RENNTAG IN NANCY Beginn: 11 25h

---------

Karriereende für Joumba de Guez

Was schon vor einigen Tagen von Trainer Nicolas Bazire als mögliche Option angekündigt wurde, ist nun offiziell. Joumba de Guez beendet ihre Rennkarriere und wird noch in diesem Frühjahr in das Gestüt wechseln.

Foto: SCOOPDYGA

 

Eines der Aushängeschilder des Stalles Bazire verabschiedet sich aus dem Rennsport. JOUMBA DE GUEZ wird nicht mehr den geplanten Start im Prix Kerjacques (GR II) am 4. April absolvieren. "Der Stute fehlte zuletzt die Beweglichkeit. Sie hat wieder gut gearbeitet und war nahezu startbereit, aber sie fühlte sich nicht wohl, weshalb wir ihre Karriere beenden. Sie ist bereits zu ihrem Besitzer und Züchter zurückgekehrt", erklärte Nicolas Bazire am Freitag in seiner wöchentlichen Rubrik 'Les infos de Nico'.

Kurz darauf bestätigte auch Rene Guezille (Ecurie Vautors) das Ende der sportlichen Laufbahn: "Ja, wir hören auf. Es ist für mich eine große Freude, sie in die Zucht zu übernehmen, denn sie ist eine außergewöhnliche und zudem sehr liebenswerte Stute. Sie wird von Face Time Bourbon gedeckt werden."

So talentiert wie auch verletzungsanfällig, hat Joumba de Guez nur relativ wenige Rennen bestritten. Sie beendet ihre Karriere zu Beginn ihres siebten Lebensjahres mit insgesamt 35 Starts. Dabei erzielte sie elf Siege. Nach dem ersten Erfolg über die Grasbahn von Jallais folgten im Laufe der Karriere zehn Erfolge in Vincennes. Drunter gab es sieben Siege in Gruppe-Rennen, wobei man natürlich die beiden Klassiker 'Cornulier' und Prix de Paris' aus dem Winter 2024/25 besonders erwähnen muss.

"Sie hat uns einen großartigen Winter beschert", erinnert sich Nicolas Bazire mit Blick auf das vorletzte Wintermeeting. "Sie startete in einer ungünstigen Gewinnklasse in das Meeting, war dann aber herausragend und absolvierte ein außergewöhnliches Meeting."

"Joumba lässt JMB tanzen", lautete damals die Schlagzeile auf der Titelseite vom ParisTurf nach ihrem Triumph im Prix de Paris 2025. "Ein bisschen wie früher bei Jardy war das Schwierigste, mit ihr an die Spitze zu kommen", erklärte Jean-Michel Bazire damals. "Sie hatte nie besonders viel Geschwindigkeit, aber dafür umso mehr Herz und Kampfgeist."

Joumba de Guez tritt mit einer Gewinnsumme von 925.360 Euro in die neue Laufbahn als Mutterstute ein.

Montag 30 März 21:43 Uhr
author

Luba Sonn

Themen: 106
Beiträge: 1374

Julien Ollivier im Portrait

Julien Ollivier träumte schon seit seiner Kindheit davon, Landwirt zu werden. Heute züchtet er in Lisieux Kühe und Traber nach den Prinzipien einer nachhaltigen Landwirtschaft. Dafür wurde er kürzlich mit dem Sieg von Nina Javo belohnt. Für LeTrot Grund genug ein Portrait von ihm zu zeichnen.

Foto: M. Kentell

 

Nina Javo – Der Inbegriff eines Neuanfangs

Etwas mehr als drei Minuten reichten am Mittwoch in Caen, um Julien Ollivier durch den Sieg von Nina Javo in einen wahren Gefühlssturm zu versetzen. Dieser Erfolg ist nicht der erste seines Zuchtbetriebs, kommt aber zu einem Zeitpunkt, an dem der 48jährige Züchter aus Lisieux in den letzten Jahren einen neuen Abschnitt begonnen hat.

Er investierte in neun Zuchtstuten, darunter die Mutter von Nina Javo, Harmony Wind, die er von Franxois Van de Woestyne (Haras des Quatre Vents) erwarb, ebenso wie drei weitere "Wind"-Stuten über seinen Freund Xavier Reveillon.

Besonders bemerkenswert ist, dass Nina Javo als Fohlen schwer verletzt war und sich die Haut an einem Bein tief aufgerissen hatte. "Vier Monate lang hat sie die Verbandswechsel geduldig ertragen. Und sie jetzt so gewinnen zu sehen..."

Die Seele eines Landwirts

Julien Oliver stammt aus einer Familie, die einen Landwirt als Nachbarn hatte. Davon hat er sich inspirieren lassen und wollte selbst immer Bauer mit einem ökologischen und verantwortungsvollen Ansatz werden. Nach einem Abschluss in der Analyse und Betriebsführung in der Landwirtschaft übte er verschiedene Berufe aus. Unter anderem als Deckhengstbetreuer, bevor er zehn Jahre lang in der Wäscherei des Krankenhauses von Lisieux arbeitete.

Parallel dazu pachtete er erste Koppeln und kaufte einige Kühe, sodass er ab 2010 zwei Tätigkeiten gleichzeitig ausübte. "Mit 40 hatte ich die Möglichkeit, einen 70-Hektar-Betrieb in Lisieux zu übernehmen. Ich habe mir gesagt: Man lebt nur einmal und habe es gewagt!"

Heute hält er 25 Kühe und 9 Zuchtstuten. "Ich bin vollkommen erfüllt", sagt er.

Anhänger der "Pochon-Methode"

Während seiner Ausbildung lernte er die Prinzipien des Bretonen Andre Pochon kennen, der als einer der Wegbereiter einer bäuerlichen und nachhaltigen Landwirtschaft gilt. Insbesondere durch Weidehaltung von Kühen.

Dieses Prinzip setzt Julien Ollivier täglich um: "Die Idee ist, dass die Herde nicht zu groß ist und die Kühe neun Monate im Jahr auf der Weide sind. Die Weiden werden rotierend genutzt, mit einer Ruhephase von mindestens 21 Tagen."

Der erste Jockey von Hulk des Champs

Mit 16 Jahren war Julien Ollivier bereits leidenschaftlicher Trabrennsport-Fan, was durch seinen wettbegeisterten Vater begünstigt wurde. Dadurch verbrachte er die Wochenenden und  Schulferien in den Ställen von Pierre Coignard und Daniel Aubert und erhielt sein erstes Reitabzeichen.

"Dort habe ich auch Xavier Reveillon kennengelernt, der mein Freund wurde. Damals war ich der Erste, der Hulk des Champs geritten ist, als er noch ein junges Pferd war", erinnert er sich. "Um ehrlich zu sein, weiß ich nicht mehr genau, wie es war, aber ich kann sagen, dass ich ihn geritten habe – und wir wissen ja, welche Karriere er später gemacht hat."

Züchter mit gutem Umfeld

Auch wenn der Erfolg von Nina Javo seinen Namen als Züchter hervorhebt, stellt sich Julien Ollivier nicht in den Vordergrund. Im Gegenteil: Er bedankt sich immer wieder bei allen, die zum wachsenden Erfolg seiner Zucht beigetragen haben. So auch bei Luc Gaborit, der die Stute gepachtet hat.

Mit der P-Generation, zu der sechs Pferde gehören, nimmt seine Zucht nun richtig Fahrt auf. "Ich danke auch Jean Coupe, der mir die Bedeckung von Travel Jet für Harmony Wind ermöglicht hat. So konnte ich eine Kreuzung ähnlich wie bei Galius durchführen", erklärt er.

Außerdem dankt er Anne-Lise Baptistan und Alexandra Lebon, den Tierärztinnen, die sich um das verletzte Pferd kümmerten, sowie Xavier Reveillon und Luc Gaborit, "der jeden Tag zusammen mit seiner Frau und seinen Töchtern hervorragende Arbeit leistet."

---------

PMU PLAY startet - Olivier Pribile: "Wachstum kam nicht aus den Pferdewetten"

Am 31. März leitet die PMU eine neue Ära ein. Für ihre Online-Kunden startet die neue App PMU PLAY. Diese vereint Pferde- und Sportwetten, sowie Poker in einer Anwendung. Ein notwendig gewordener Schritt, weil frankreichweit zu viel Umsatz in die "branchenfremden" Sparten abgewandert ist.

Quelle: PMU

 

"Was wir an diesem Dienstag starten, ist die einzige Anwendung auf dem französischen Markt, die gleichzeitig Pferdewetten, Sportwetten und Poker vereint. Und das ist die stärkste Antwort, die wir auf diesem Glücksspielmarkt geben können", erklärt Olivier Pribile, Direktor für Marketing, Produkt und E-Commerce bei der PMU.

Wenige Tage nach dem Zusammenschluss der Plattformen Parions Sport (FDJ) und Unibet (ZEturf), stellt die PMU nun seine große Innovation für das erste Halbjahr vor. Auch wenn das Unternehmen zuletzt bei Marktneuheiten hinterherhinkte (zum Beispiel bei Sofortüberweisungen), sind die Teams nach intensiver interner Arbeit nun gewappnet, was auch für Fußball-WM gilt, die natürlich ein großes Wett-Event darstellt.

Das Projekt mit dem Codenamen 'One Love' führte zur neuen Marke 'PMU PLAY'. Diese Plattform soll alle PMU-Kunden online an einem Ort vereinen. Ein Wechsel zwischen den einzelnen Märkten ist in der App möglich und mit dem gleichen Guthaben bespielbar. Künftig sollen auch neue regulierte Spielsegmente ermöglicht werden, etwa Online-Casino-Angebote, weshalb der Zusatz "PLAY" im Namen integriert wurde. Farblich kombiniert die Plattform das bekannte PMU-Grün mit Gold, einer typischen Farbe im Glücksspielbereich.

"PMU PLAY soll eine passende Antwort auf die Entwicklungen der letzten zehn Jahre sein, die uns Marktanteile und Kunden gekostet haben", so Pribile weiter. "Das Wachstum der letzten zehn Jahre kam aus drei Bereichen: Lotterie, Sport und Poker. Nicht aus unserem Kerngeschäft, den Pferdewetten."

Die Ziele von PMU PLAY

Das Ziel ist klar zweigeteilt: Zum einen sollen treue PMU-Spieler gehalten werden, indem man ihnen ein attraktiveres Erlebnis und bessere Angebote bietet, vor allem im Bereich Pferdewetten. "Das ist es, wovon wir heute leben und auch morgen noch leben werden. Vor allem mit diesem Projekt", betont Pribile.

So erhöht die PMU ab dem 01. April die Auszahlungsquote beim e-Zwilling um 5 Prozentpunkte. Laut Quentin Etievant, E-Commerce-Direktor, wollte man "keinen radikalen Umbruch für die Turf-Spieler schaffen", sondern eher eine Art 'Frühjahrsputz' im Pferdewettbereich durchführen.

Neben der Kundenbindung geht es aber auch klar um die Gewinnung neuer Spieler in einem stark umkämpften Markt, in dem Anbieter zunehmend fusionieren, um wettbewerbsfähiger zu werden. Während früher das sogenannte Cross-Selling, Spieler von Sportwetten oder Poker zu Pferdewetten zu bewegen, als wenig effektiv galt, ist das Ziel für 2026 klar: Sport- und Pokerspieler wieder verstärkt für Pferdewetten zu gewinnen.

Denn es ist einfacher, Menschen zum Wetten auf Pferderennen zu bringen, die ohnehin bereits spielen, als solche, die gar nicht wetten. Aktuell wetten etwa 10% der Sportwetter auch auf Pferde.

Sportwett-Fans erwartet zudem ein überarbeitetes PMU-Angebot, unterstützt durch den Partner Kambi, der besonders in Nord- und Südamerika aktiv ist. Neben Aktionen und personalisierten Hinweisen wird auch künstliche Intelligenz (KI) eingesetzt, um Spielern Empfehlungen zu geben: "Spieler können per Klick eine automatische Analyse erhalten, die Teilnehmer, Formkurven und weitere Daten auswertet und Vorschläge liefert. Etwa für Favoriten oder Außenseiter, sowie passende Wettoptionen anbietet.

"Die PMU geht wieder in die Offensive",  fasst Geschäftsführer Cyrille Giraudat zusammen. "PMU PLAY ist ein starkes Projekt, das wir mit erheblichen Mitteln unterstützen werden."

PMU PLAY ist jedoch nur der erste Schritt einer umfassenderen Neuausrichtung, die auch das stationäre Geschäft einbeziehen muss. Denn während der Online-Pferdewettbereich auf pmu.fr in den ersten zwei Monaten des Jahres um 12% gewachsen ist, ist das klassische Geschäft, wo der Großteil der Einsätze erfolgt um 8% zurückgegangen. PMU PLAY kann helfen, aber allein wird es die Trendwende nicht schaffen.

---------

Mittwoch in Angers - Jocelyn Robert: "Rikita JP Basis für die Wetten"

Am Mittwoch wird die Quinte des Tages in Angers entschieden. Im Grand Prix Angers Loire Metropole (GR III) stehen die Chancen die ersten Fünf in der richtigen Reihenfolge zu treffen auf den ersten Blick recht gut, weil fünf der sechzehn Starter im dritten Band stehen und allesamt mit einem roten Emoji gekennzeichnet sind. Insofern kann man schon fast ein Drittel der Starter als "chancenlos" deklarieren. Noch dazu sind vier Pferde des Quintetts im dritten Band Monte-Spezialisten.

Quelle: LeTrot

 

Auch Halfa (11), die voll beschlagen auf ein kommendes Trabreiten vorbereitet wird, dürfte man im zweiten Band als Streicherin vom Wettschein verbannen, womit die Quinte genau genommen zwischen den zehn verbliebenen Pferden ausgemacht werden sollte. "Ist die Vorgabe von 50 Metern also überholt?", fragt sich der ParisTurf. Angesichts dieses Beispiels stellt sich die Frage besonders in einem Quinte-Rennen, und vor allem für Wetter, die auf attraktive Quoten hoffen. Mit so vielen möglichen Streichkandidaten dürften die Quoten erneut wenig reizvoll ausfallen, was Wetter dazu bewegen könnte, sich anderen Rennen zuzuwenden.

Dabei zog dieses Gruppe III-Rennen früher regelmäßig Teilnehmer an, die sich der Herausforderung stellten, trotz 50 Metern Rückstand zu gewinnen. Das letzte Beispiel: Bugsy Malone, Sieger der Ausgabe 2021. Zuvor hatte bereits ein anderes herausragendes Pferd wie Aubrion du Gers (2019) aus dem dritten Band gewonnen. Doch in den letzten Jahren sind solche Leistungen selten geworden, und das dritte Band steht heute meist eher für Chancenlosigkeit, anstatt für Heldentaten.

Auf Grasbahnen bleibt diese Herausforderung zwar möglich, wie Grace du Digeon oder Hannibal Tuilerie im vergangenen Jahr in der Trophee Vert gezeigt haben. Auf Sandbahnen hingegen ist es eine ganz andere Aufgabe. Zum Vergleich: Man muss bis zum 25. Mai 2022 zurückblicken, als Earl Simon in Le Croise-Laroche gewann, um einen Sieger einer GNT-Etappe aus dem dritten Band zu finden. Die Zeiten, in denen der große General du Lupin solche Handicaps regelmäßig meisterte, sind längst vorbei.

Rikita JP - Die Basis

Um aber zum Start in den April in einem positiven Kontext zu bleiben...selten konnte man sich auch mit einem überschaubaren Einsatz eine Chance auf den ersten Rang der Quinte ausrechnen. Neben den großen Außenseitern, gibt es natürlich auch Favoriten. Und dazu zählt ohne Frage Rikita Jp (5). Die Stute deutete am 08. Februar mit Rang Sieben im Prix de France schon ihre gute Form an. Einen Monat später holte sie einen sicheren Erfolg auf Course A-Ebene in Laval.

Ein kleines Fragezeichen ergibt sich aber beim erstmaligen Einsatz von Rikita JP auf einem Rechtskurs. Trainer Jocelyn Robert zeigt sich aber zuversichtlich: "Sie läuft erstmals rechtsherum, scheint sich im Training aber daran gut anzupassen. Ich hoffe, dass sie auf dieser selektiven Strecke gute Windschatten bekommt. Sie ist auf jeden Fall eine solide Basis für Wetten."

Außerdem gibt es vier weitere Teilnehmer, die ein wenig ins Auge stechen. In erster Linie ist Kelle Beaute (3) zu nennen, die bereits als 4jährige auf Gruppe II-Niveau gewann und für dieses Rennen im Vergleich zum letzten Auftritt deutlich leichter aufgeboten wird.

Jolie Star (1), die kürzlich in den Stall von Mathieu Mottier gewechselt ist, holte bei ihrem ersten Start unter neuer Regie gleich einen starken Sieg in Vincennes. Auch mit der geringsten Gewinnsumme muss die Dubois-Farbe unbedingt auf den Zettel. 

Ideal du Rocher (9) stellt wohl mit deutlichem Abstand die beste Chance aus dem zweiten Band dar. Und schließlichdarf man nicht auf Joyce Delto (2) verzichten, die zuletzt trotz Eisen überzeugend den Prix Parigny in Caen gewann. Sie kehrt auf die Bahn in Angers zurück, auf der sie bereits vor genau einem Jahr erfolgreich war.

---------

Sylvain Dupont: "Liberte de Choisel musste wachgerüttelt werden"

Am letzten Samstag absolvierte Liberte de Choisel auf der Rennbahn von Laval eine Trainingseinheit im Hinblick auf ihre kommenden Ziele. Ihr Trainer Sylvain Dupont äußerte sich gegenüber Equidia über den Fitnesszustand der Siegerin des Prix Bold Eagle.

Foto: SCOOPDYGA

 

Seit ihrem zweiten Platz Anfang Februar im Prix Ovide Moulinet (GR II), bei dem sie einen aufwendigen Rennverlauf wegstecken musste, war Liberte de Choisel nicht mehr am Ablauf. Für die öffentliche Arbeit am letzten Wochenende nahm der Trainer selbst im Sulky Platz. Im Anschluss lobte er seine Championesse: "Sie musste wieder herauskommen und auf einer Rennbahn wachgerüttelt werden. Sie hat gut gearbeitet. Natürlich hat sie dann die Führung übernommen, weil sie schneller ist, als das Begleitpferd. Es war eine gute Arbeit: ein starker letzter Kilometer. Und die finalen 500 Meter waren perfekt."

Ebenso erklärte Dupont das nächste Ziel der 5jährigen: "Nach dem Winter haben wir eine kurze Pause eingelegt, aber nicht lange. Das Training verläuft normal, wir haben noch etwa zwei Wochen Zeit. Alles ist in Ordnung. Ihr nächstes Rennen ist am 11. April, ausschließlich gegen Stuten. Danach am 02. Mai (Prix Albert Demarcq), wo sie wieder auf die Hengste treffen wird. Im Moment konzentrieren wir uns auf diese beiden Rennen. Für den weiteren Verlauf haben wir noch kein Programm festgelegt. Aktuell stehen diese beiden Ziele im Vordergrund."

Mittwoch 01 April 15:36 Uhr
author

Markus H

Themen: 14
Beiträge: 1170

Was das für einen Unterschied macht, wenn die Dubois ihre Pferde zu anderen Trainern geben... Sollten sich auf die Zucht konzentrieren. Starker Sieg heute in der Quinte. 

Mittwoch 01 April 16:28 Uhr
author

Lanti

Themen: 11
Beiträge: 2591

Genau und Quote Quinte 88,3 für 5 Richtige! Dürfte Minusrekord sein!?

Mittwoch 01 April 16:37 Uhr
author

Markus H

Themen: 14
Beiträge: 1170

Kam ja auch das ganze Geld auf den Sieger 😉

Mittwoch 01 April 19:41 Uhr
author

Luba Sonn

Themen: 106
Beiträge: 1374
Lanti schreibt:

Genau und Quote Quinte 88,3 für 5 Richtige! Dürfte Minusrekord sein!?

Bin mir ziemlich sicher, dass es mal noch weniger gab. Aber leider war sowas im Vorfeld zu erwarten. Immerhin war sie ja wirklich für sehr kleinen Einsatz treffbar. Sogar ich habe es mit 24 Kombinationen geschafft 😉.

Zum Zuschauen war das Rennen aber schon besser, als zum großartig bewetten. Das stimmt...

 

Edit: Zum traurigen Minusrekord...

Hatte noch was im Kopf, wo ich mal ne Quinte gehalten habe, die dann getroffen wurde. Deshalb konnte ich mich an eine noch niedrigere Quote erinnern. 02. Oktober 2019. Hatte mich zuerst noch geärgert, weil Bugsy Malone zu Beginn des Einlaufs schon fast abgehoben ist.

Gab am Ende 75:1. Das war für mich (als Bookie) zumindest an diesem Tag eine gute Nachricht 😊

Mittwoch 01 April 19:57 Uhr
author

Luba Sonn

Themen: 106
Beiträge: 1374

Horchestro lässt den 'Kerjacques' aus

Obwohl er ursprünglich für den Prix Kerjacques am kommenden Samstag gemeldet und vorbereitet wurde, muss Horchestro nun passen, wie Trainer Guillaume Huguet gegenüber dem ParisTurf erklärte.

Foto: SCOOPDYGA

 

Nach seiner enttäuschenden Leistung im Prix du Plateau de Gravelle (GR III) am 28. Februar in Vincennes, bei der er als Mitfavorit blass blieb, konnte Horchestro auch auf der zweiten Etappe des Grand National du Trot in Marseille-Borely am vergangenen Mittwoch nicht überzeugen. Allerdings stand an diesem Tag mit 50 Metern Zulage auch eine intensive Vorbereitung für die nächsten Aufgaben auf dem Programm. Dennoch zwang diese erneute durchwachsene Vorstellung Guillaume Huguet dazu, seine Pläne zu ändern und den Sohn von Sam Bourbon aus dem Prix Kerjacques (GR II) zurückzuziehen.

"Nach dem Rennen im Plateau de Gravelle hatten wir den Verdacht auf eine leichte Piroplasmose und ihn entsprechend behandelt. Leider ist er in Marseille sehr schlecht gelaufen und war praktisch schon zu Beginn des letzten Kilometers geschlagen. Deshalb habe ich eine Blutuntersuchung veranlasst, denn offensichtlich brütet er etwas aus. Die Ergebnisse werde ich Mitte der Woche bekommen. Im Training zeigt er zwar keine Schwächen, aber auch sein Fell ist derzeit nicht besonders schön anzusehen", erklärte der Trainer aus der Region 'Centre-Est'.

Auch Ibiki de Houelle, ebenfalls ursprünglich genannt, muss nach einem Zwischenfall und einer notwendigen Ruhepause auf einen Start verzichten.

---------

PMU - Abstimmung über den Haushalt verschoben

Die am Dienstag versammelten Verwaltungsratsmitglieder der PMU haben beschlossen, sich am 15. April erneut zu treffen, um, in Erwartung zusätzlicher Informationen, den Finanzhaushalt festzulegen. Die Branche hält somit weiterhin den Atem an.

Foto: SCOOPDYGA

 

Am Tag nach der offiziellen Ernennung von Eric Woerth, der die Rolle des Wegbereiters für den "Pacte PMU 2030" übernommen hat und zum Präsidenten des Verwaltungsrats der PMU ernannt wurde, sollten die Verwaltungsratsmitglieder am Dienstag über die Genehmigung des Jahreshaushalts beraten. Nach den unglücklichen Entwicklungen der Jahre 2024 und 2025, in denen sich die Prognosen der Unternehmensanalysten als fehlerhaft erwiesen hatten, ist nun äußerste Vorsicht geboten. Mehr denn je besteht das Ziel darin, eine klare Grundlage zu schaffen, aus der alle weiteren Budgets der institutionellen Strukturen abgeleitet werden. Insbesondere von France Galop und der SETF, die Dotationen und andere Gelder an angeschlossene Organisationen wie die FNCH, die AFASEC, HRM (Equidia) oder den GTHP verteilen.

Doch wie hoch kann das Nettoergebnis für 2026 angesetzt werden? Während die Analysen zu Jahresbeginn in einem pessimistischen Szenario von 700 Millionen Euro ausgingen, sah ein optimistischeres Szenario 720 Millionen Euro vor (gegenüber 802 Millionen Euro im Jahr 2025). Dabei ist zu berücksichtigen, dass die PMU, wie der Bericht des Generalinspektors für Finanzen, Franck Avice, im vergangenen Sommer feststellte, dringend investieren muss, um im Markt der Glücksspiele wieder konkurrenzfähig zu werden. Während für viele Franzosen jeder Euro zählt, ist für die gesamte Branche jede Million entscheidend, um das System am Laufen zu halten.

Eric Woerth am Steuer

Nach Informationen des ParisTurf tendierten die Muttergesellschaften in den letzten Tagen dazu, den von Cyrille Giraudat vorgeschlagenen Haushalt (700 Millionen Euro) abzulehnen. Ähnlich wie es die beiden Vertreter des Trabrennsports 2025 gegenüber Emmanuelle Malecaze-Doublet getan hatten. Nach zahlreichen Gesprächen und Treffen rund um Eric Woerth zu Beginn und Ende der Woche wurde der Haushalt 2026 am Dienstag jedoch nicht zur Abstimmung gestellt, da die Verwaltungsratsmitglieder zusätzliche Informationen anforderten. Eine Ablehnung hätte den neuen Präsidenten des Verwaltungsrats des PMU deutlich geschwächt.

Unter diesen Umständen soll die nächste Verwaltungsratssitzung am 15. April stattfinden, nahezu zeitgleich mit der Generalversammlung, die im vergangenen Jahr die Jahresabschlüsse 2024 abgelehnt hatte. Für die Zahlen von 2025 scheint es hingegen keine größeren Probleme zu geben. Wie bereits Anfang 2026 wird daher ein vorläufiger Quartalshaushalt fortgeführt, während die Teams der PMU noch etwa zwei Wochen Zeit haben, die Prognosen zu überarbeiten.

Auch wenn der Ramadan in diesem Jahr geringere Auswirkungen hat als erwartet, verzeichnet die PMU bei den Umsätzen einen Rückgang von etwas mehr als 4% im Vergleich zu 2025, das bereits rückläufig war. Zusätzliche Einnahmen aus dem Bruttospielertrag (Einsätze abzüglich Gewinne) werden durch die Einführung der neuen Plattform PMU PLAY erwartet, deren Start intern als "Erfolg" bewertet wird. Dennoch muss die Erholung zwingend über das stationäre Netzwerk erfolgen, das derzeit schwächelt (-8% im Januar und Februar 2026).

Ziel ist es nun, alle Verwaltungsratsmitglieder auf einen gemeinsamen Haushalt für das laufende Jahr einzuschwören - einen realistischen Haushalt, um die Fehler der jüngeren Vergangenheit zu vermeiden. Parallel dazu laufen Gespräche zwischen den Branchenvertretern und dem Staat, die vom ehemaligen Minister Eric Woerth angeführt werden. Während der Rennsektor auf staatliche Unterstützung als Partner hofft, um die Branche wiederzubeleben, verlangt der Staat, der auch direkt von der Krise der Pferdewetten betroffen ist, im Gegenzug ein umfassendes Sparprogramm. Mehr denn je dürften die kommenden Tage entscheidend sein.

---------

Mathieu Mottier: "Jolie Star ist einfach eine gute Stute"

Am heutigen Mittwoch wurde mit dem Grand Prix Angers Loire Metropole (GR III) die Quinte des Tages in Angers ausgetragen. Das Grupperennen wurde letztlich zur Beute von Jolie Star, die damit auch den zweiten Start unter der neuen Regie von Mathieu Mottier gewinnen konnte.

Foto: Jean-Charles Briens

 

Schon im Vorfeld des Rennens, machte die Partie Schlagzeilen, weil es allein sechs Starter im Feld gab, die von ihren Ausbildern mit einem roten Emoji angegeben worden. Davon wurden dann auch drei als Nichtstarter gemeldet. Aus diesem Trio war Just Love You die prominenteste Absage. Die ehemalige Amerique-Zweite wechselte kürzlich zu Benoit Barassin, der mit seinem Training am Wasser auch I Still Loving You wieder in Schwung gebracht hat. "Offenbar war sie nicht beweglich genug, weshalb sie bereits am Dienstagabend zurückgezogen wurde", berichtete Alexandre Abrivard am Mittwoch auf dem Weg nach Angers. "Ursprünglich sollte sie direkt nach ihrem Comeback wieder in unseren Stall zurückkehren, um sich auf den Prix de l’Atlantique vorzubereiten. Nun werden sowohl ihre Rückkehr auf die Rennbahn, als auch die in den Rennstall verschoben."

Zum Rennverlauf: Nach einem ruhigen Start, übernahm Jolie Star eine Runde vor dem Ziel die Führung von Rikita JP, die ihrerseits nach einigen Wechseln zu Beginn nach einem Kilometer in Front gezogen war. Das Tempo war bis dahin dennoch nicht übermäßig hoch. Ein Stück hinter der Spitze führte Hidalgo des Noes die Todesspur an und lieferte Ideal du Rocher, der aus dem zweiten Band sehr gut eingetreten ist, ein ideales Rennen. Bis zu Beginn des Einlaufs änderte sich nicht allzu viel an der Reihenfolge. Mathieu Mottier verschärfte aus dem letzten Bogen heraus aber die Fahrt und konnte somit selbst der aus dem Rücken angreifenden Rikita JP den Wind aus den Segeln nehmen. Auch Ideal du Rocher tat sich mit seinem Speed schwer gegen due inzwischen freigekommene Kelle Beaute. Auf der Linie hatte Ideal du Rocher aber einen minimalen Vorteil gegenüber Kelle Beaute, die selbst einen Vorteil von einer halben Länge zu Joyce Delto halten konnte.

ZUM VIDEO

Nachdem auch nur die letzte Halbe für diese Klasse wirklich flotter gefahren wurde, siegte Jolie Star in eher mäßigen 14,0 über die 3.100 Meter, was Fahrer und Trainer Mathieu Mottier aber natürlich nicht interessierte: "Sie gewann sehr überzeugend. Sie hat enorm viel Leistungsvermögen gezeigt. Auf diesem großen Rechtskurs hat sie sich sehr wohlgefühlt. Sie hatte immer Qualität. Das ist einfach eine gute Stute."

Zum Wechsel in seinen Stall ergänzte er: "Sie ist nicht besonders schwierig, brauchte aber wahrscheinlich einen kleinen Tapetenwechsel. Julien Dubois hat mir die Stute anvertraut, um ihr neuen Schwung zu geben. Und das hat funktioniert."

Bei ihrem ersten Start auf einem Rechtskurs zeigte sich Rikita JP ebenfalls stark, musste sich jedoch mit dem zweiten Platz zufriedengeben. Ihr Fahrer, Matthieu Abrivard, analysierte: "Ich musste etwas viel investieren, um an die Spitze zu kommen, aber danach konnte sie gut durchatmen. Auf der Zielgeraden habe ich im Grunde nur noch die Siegerin begleitet."

Ebenfalls erwähnenswert: Halfa zeigte bei ihrer Rückkehr vor den Sulky mit Rang Sieben eine ordentliche Leistung und dürfte nun im Prix Theophile Lallouet am 17. April in Vincennes wieder in ihrer bevorzugten Disziplin antreten. In diesem Gruppe II-Rennen könnte sie auf Pferde wie Impala de Val, Fulton und Ideale du Chene treffen.

Donnerstag 02 April 08:31 Uhr
author

Luba Sonn

Themen: 106
Beiträge: 1374

Samstag in Vincennes - Sechs klassische Sieger im 'Kerjacques'

Am kommenden Samstag bietet Vincennes den Zuschauern und Wettern unter anderem zwei stark besetzte Grupperennen an. Von den beiden höher dotierten Rennen richtet sich der erste Blick auf den den Prix Kerjacques, der um 15.15h gestartet wird.

Quelle: LeTrot

 

Für dieses Gruppe II-Rennen, das als Quinte ausgetragen wird, gibt es aber bereits einen kleinen Wermutstropfen. Einmal mehr hat es für die Großwette Frankreichs nur zu dreizehn Startern gereicht. Die Besetzung kann sich aber sehen lassen. Allein sechs Pferde aus dieser Prüfung dürfen sich Gruppe I-Sieger nennen.

Der zweifache Amerique-Sieger Idao de Tillard (13) wird nach seinem enttäuschendem Comeback Mitte März noch weiter erleichtert. Allerdings wurde von Trainer Thierry Duvaldestin schon angekündigt, dass "er im Feld mitlaufen soll". Natürlich ist nach dieser Aussage dennoch nicht auszuschließen, dass der Severino-Sohn zum Ende der Partie in die Quinte sprinten könnte.

Zwischen den ersten beiden der letzten Amerique-Ausgabe, Josh Power (8) und Hokkaido Jiel (11), kommt es zum erneuten Aufeinandertreffen. Dabei dürfte Josh Power, der nur vorne 'plaquee' antritt, aber nicht wirklich mitmischen wollen. Vieles spricht also für einen Sieger aus dem Trio Iroise de la Noe (7), Ino du Lupin (8) und Inexess Bleu (10), wobei sich Hokkaido Jiel mit seinem Status als Amerique-Sieger sicherlich gerne einmischen würde. Die letzten beiden Auftritte nach dem großen Triumph sprechen aber gegen einen Erfolg für den Schützling aus dem Ecurie Luck.

Vielmehr sollte man sich mit Cobra Killer Gar (3) beschäftigen, auch wenn der Wallach bei seinen letzten beiden Starts nicht überzeugen konnte. Ende Februar fiel der Italiener, der sonst sehr trabsicher ist, fehlerhaft aus. Und am 21. März war Stammfahrer Gabriele Gelormini nach einem guten Verlauf mit dem dritten Rang "enttäuscht". Der 8jährige kann die Königswette aber ebenso wie Hulysse Digeo (5) vervollständigen. Bei Hooker Berry (12) kann man auch nach dem fünften Rang im Prix de Paris nicht von einer Erfolgsgeschichte nach dem Trainerwechsel sprechen. Dennoch ist auch der Booster Winner-Sohn nicht komplett für die ersten Fünf auszuschließen.

Für den Prix Cornelia (GR III) findet die Starterangabe erst am heutigen Donnerstag statt. Die Trainer von zwei der fixen Starter gaben ihre Einschätzung bereits im ParisTurf ab.

"Mit ihr ist alles, was jetzt kommt, ein Bonus, denn sie hat keine großen Reserven mehr", sagte Jean-Paul Marmion über Halicia Bella. "Unter dem Sattel hat sie eine zweite Luft bekommen, aber ein dritter oder vierter Platz wäre bereits ein sehr gutes Ergebnis. Da Jean-Yann Ricart durch Heuristique gebunden ist, wird sie voraussichtlich von Guillaume Martin geritten und läuft wie immer barfuß."

Nicolas Bazire sprach mit der Fachzeitung über den dritten Monte-Start von Hymne du Gers: "Sein Comeback unter dem Sattel im Prix du Pontavice de Heussey war sehr interessant, er wurde Dritter. Danach bestätigte er seine Form im Sulky im Prix du Plateau de Gravelle mit einer starken Leistung. Seitdem hat er regelmäßig gearbeitet und alles ist in Ordnung. Man darf aber nicht vergessen, dass er einen schwierigen Charakter hat. Er hat uns schon öfter im Stich gelassen. Momentan wirkt er jedoch gut eingestellt. Er wird von Alexandre Abrivard geritten und hat eine solide Chance."

---------

Freitag in Vincennes - Pierre Touvais (Phedo-Zucht): "Alle drei haben eine gute Chance"

An diesem Freitag wird Pierre Touvais, der Mann hinter den "Phedo"-Pferden, drei Starter aus eigener Zucht in Vincennes an Start haben. Mirmande, Laliga und Liberta del Phedo. Eine gute Gelegenheit, den Vater von Olivier und Henri Touvais näher vorzustellen, der einst den Champion Kesaco Phedo gezüchtet hat.

Foto: SCOOPDYGA

 

Seit mehreren Jahrzehnten ist seine Zucht fest in der französischen Traberszene verankert. Der größte Erfolg war natürlich Kesaco Phedo, der 2005 den Prix d'Amerique gewinnen konnte. Der Name "Phedo" setzt sich aus den Anfangsbuchstaben der Familienmitglieder zusammen: Pierre (Vater), Henri (Sohn), Elise (Tochter), Dominique (Mutter) und Olivier (Sohn).

Morgen werden also drei Stuten aus seiner Zucht in Vincennes antreten: Mirmande del Phedo (Prix Deimos), Laliga del Phedo und Liberta del Phedo (Prix Libra). "Es ist schon etwas Besonderes, gleich drei Pferde bei derselben Veranstaltung zu haben", erklärt Pierre. "Ich weiß gar nicht, ob mir das schon einmal passiert ist. Ich achte nicht so auf Zahlen. Aber es ist schön, zumal wir keine große Zucht haben. Jedes Jahr lassen wir zwischen 12 und 14 Stuten decken."

Der 67jährige Züchter aus Le Bourgneuf-la-Foret (Departement Mayenne) schickt die jungen Pferde anschließend zu seinen Söhnen Olivier und Henri ins Training. "Zwei oder drei werden jedes Jahr auch verkauft." Erst am Dienstag bescherte Jamauca Phedo ihrem Züchter den sechsten Sieg der Saison 2026. Insgesamt kommt die Familienzucht auf 375 Siege.

"Könnte sich diese Zahl am Freitag weiter steigen?", fragt sich der ParisTurf. Durchaus möglich. Wie Jamaica Phedo stammen zwei der drei Starterinnen aus der "Goldgrube" der Zucht ab: Feria de Vrie, der Mutter von Kesaco Phedo. "Sie hat gleich mit Kesaco stark begonnen, ihrem ersten Produkt. Diese Linie ist fest in unserer Zucht verankert. Feria de Vrie kam von meinem Schwiegervater Roger Baudron. Wegen eines Problems am Sprunggelenk konnte sie nie antrainiert werden. Ich erinnere mich aber, dass ich mit ihrer Mutter Konchita mehrfach in Vincennes gewonnen habe."

Zu den aktuellen Starterinnen erklärt Pierre Touvais: "Mirmande del Phedo hat als Großmutter La Feria, eine Schwester von Kesaco Phedo. Elite del Phedo, die Mutter von Laliga, ist ebenfalls eine Schwester von Kesaco." Liberta stammt von Quid Nova Phedo ab, die rund 224.000 Euro verdient hat.

Die Zuchtstrategie sei bewusst bodenständig: "Wir gehen nicht zu teuren Deckhengsten, sondern wählen solide Vererber zu vernünftigen Preisen, da wir unsere Pferde selbst nutzen wollen. Wichtig ist, dass sie gut zu unseren Stuten passen, vor allem in Bezug auf die Gangart."

Nach über 35 Jahren Zuchterfahrung stellt Touvais fest, dass sich die Qualität seines Bestands in den letzten zehn Jahren deutlich verbessert hat: "Fast alle unsere Zuchtstuten haben in Paris gewonnen oder waren dort platziert."

Seinen drei Starterinnen vom Freitag traut er einiges zu. Und das nicht nur weil deren Abstammungen klar auf die Pariser Rennbahnen ausgerichtet sind. Mirmande del Phedo und Laliga del Phedo, trainiert von seinem Sohn Olivier, sowie Liberta del Phedo, die bei Mathieu Mottier steht, "haben alle drei eine gute Chance, sich zu behaupten."

---------

Sebastian Ernault: "Ich werde Josh Power nicht daran hindern, vorne mitzumischen"

Seit Jahresbeginn ist das Quartier von Trainer Sebastian Ernault in einer guten Form. Für die nächsten beiden Renntage in Vincennes, 'semi-nocturne' am Freitag und den Nachmittag am Samstag, bringt Ernault seine beiden Aushängeschilder Josh Power und Jipet de Crepin an den Ablauf. Mit dem ParisTurf sprach er über die Chancen.

Foto: SCOOPDYGA

 

Zum Auftakt reist der Trainer aus der Normandie am Freitag mit Jipet de Crepin für den Prix Gratia an, der als Quinte ausgetragen wird. Dieses Rennen hat er gezielt nach dem Sieg seines Schützlings am 01. März in Vire ins Visier genommen: "Ich habe ihn seit seinem Erfolg in Vire für dieses Rennen geschont. Es ist ein sehr gutes Engagement. Natürlich ist die Konkurrenz stark, insbesondere denke ich an Jack des Ass."

Der 7jährige Wallach wird, wie zuletzt, nur vorne beschlagen laufen, da er komplett ohne Eisen zu Fehlern neigt: "Er braucht noch etwas Komfort an den Hufen und hat in dieser Konfiguration bereits gute Leistungen gezeigt." Nach einem starken Winter 2024/25 mit drei überzeugenden Siegen wurde er durch gesundheitliche Probleme zurückgeworfen. "Nach dem vorletzten Winter hatte er Borreliose. Wir haben ihn behandelt, aber es gab einen Rückfall. Das hat fast ein Jahr gedauert. Jetzt scheint er wieder auf seinem besten Niveau zu sein."

Bei einer guten Leistung könnte er anschließend eine Etappe des Grand National du Trot bestreiten, wobei er noch in das erste Band passen würde.

Am Samstag kehrt Ernault erneut nach Vincennes zurück, um Josh Power im hochklassig besetzten Prix Kerjacques (GR II) zu steuern. Der Vertreter des Stalles BG Trot ist seit seiner Disqualifikation im Prix de France am 08. Februar nicht mehr gelaufen. "Danach hat er eine Woche komplett pausiert und anschließend ruhig trainiert. Ich habe ihn nach Graignes gebracht, aber nur zur Bewegung. Am Samstag soll er wieder in Form kommen im Hinblick auf den Prix de l’Atlantique zwei Wochen später. Ich werde ihn aber nicht daran hindern, vorne mitzumischen."

Kein Start in Skandinavien geplant

Das nächste große Ziel für den Zweitplatzierten des Prix d’Amerique 2026 ist also der Prix de l’Atlantique (GR I) am 18. April in Enghien. Es wird sein erster Start über 2.150 Meter/Autostart werden: "Die Startnummer wird entscheidend sein. Es ist ein wichtiges Gruppe I-Rennen, auch wenn die Saison noch lang ist."

Trotz seiner starken Leistungen im Winter wird Josh Power vorerst nicht im skandinavischen Ausland starten: "Gemeinsam mit den Besitzern haben wir entschieden, noch ein Jahr zu warten. Er wird auch nicht in Caen im Grand Prix des Ducs de Normandie laufen, da er keine Rechtskurse mag." Stattdessen sind weitere Starts in Frankreich und Belgien geplant, unter anderem im Prix Rene Balliere, möglicherweise im Criterium de Vitesse in La Capelle sowie im Grand Prix de Wallonie in Mons.

Stall im Aufwind

Mit 15 Siegen und 471.380 Euro Gewinnsumme seit Jahresbeginn befindet sich der Stall von Sebastien Ernault klar im Aufwärtstrend. Zum Vergleich: Im gleichen Zeitraum 2025 waren es nur fünf Siege. "Wir hatten 2025 zwar ein ordentliches Jahr, aber viele Pferde waren krank. Dadurch sind sie bei der Gewinnsumme etwas im Rückstand."

Mit rund 40 Pferden im Training blickt Ernault optimistisch auf die kommenden Wochen und den Sommer: "Ich habe einige Nachwuchspferde im M-Jahrgang, die noch kaum oder gar nichts gewonnen haben. Ich hoffe, dass sie sich gut entwickeln. Genauso wie Jurilovca, die in etwa einem Monat wieder starten soll."

Jurilovca (v. Coup de Poker)8 hat für ihn eine besondere Bedeutung, da sie aus eigener Zucht stammt. Mit aktuell vier Mutterstuten plant Ernault jedoch vorerst keine Erweiterung im Bereich der Zucht.

Donnerstag 02 April 19:20 Uhr
author

Luba Sonn

Themen: 106
Beiträge: 1374

Kraftstoffpreise im Rennsport angekommen - Trainer meiden weite Reisen

Mit der anhaltenden Eskalation des Konflikts im Nahen Osten gerät auch der Rennsport in Frankreich unter Druck. Die stark gestiegenen Rohölpreise wirken sich natürlich auch auf die Rennställe aus, wie der ParisTurf berichtet.

Foto: SC

 

Schon im Oktober 2022 hatte sich die Fachzeitung bereits intensiv mit dem damaligen Anstieg der Kraftstoffpreise und dessen Auswirkungen auf den Rennsport beschäftigt. Ursache war damals der Konflikt zwischen Gewerkschaften der Raffineriearbeiter und ihren Arbeitgebern. Dreieinhalb Jahre später sorgt nun der Krieg im Nahen Osten für neue Besorgnis. Denn es steigen nicht nur die Preise für Rohöl stark an. Ein Teil der Tankstellen (etwa 10%) meldet bereits teilweise oder vollständige Engpässe.

Am gestrigen Mittwoch erklärte die Regierungssprecherin Maud Bregeon im Sender TF1 aber, dass aktuell "kein Risiko einer Versorgungsunterbrechung" bestehe.

Dennoch beginnen sich die hohen Preise bereits konkret auf den Rennbetrieb auszuwirken: Immer häufiger passen die Trainer ihre Planungen an, indem sie beispielsweise weit entfernte Starts streichen. Insbesondere mit Pferden, die gerade erst wieder antreten oder nur geringe Chancen auf Preisgelder haben. Somit wird dieses Thema in den kommenden Wochen weiterhin sehr genau beobachtet.

---------

Freitag in Toulouse - Nicolas Brossard: "Jicomte hat eine erste Chance"

Trainer Nicolas Brossard schickt bei der Rennveranstaltung am Freitag in Toulouse vier Pferde an den Start. Über die Aussichten seiner Schützlinge äußerte sich der junge Trainer im ParisTurf.

Foto: SCOOPDYGA

 

Seit Anfang des Jahres 2025 hat der 23jährige Nicolas Brossard die Nachfolge seines Vaters Denis in der Verantwortung als Trainer angetreten. An diesem Freitag bringt er für den Renntag Toulouse vier Starter mit: "Im Amateurfahren hat Jicomte eine erste Siegchance. Er ist bereits in stärkeren Feldern gelaufen als dem, auf das er hier trifft. Ich habe ihn gut vorbereitet und er zeigt sich im Training in sehr guter Verfassung. Wenn er seine Leistung bringt, kann er gewinnen.

Le Maestro ist erst seit Kurzem im Stall. Die frische Landluft wird ihm guttun, und möglicherweise ist er auf Rechtskursen stärker als auf Linkskursen. Er ist diesen Winter in Vincennes gegen gute Konkurrenz gelaufen, und mit einem verdeckten Rennen kann er hier eine gute Rolle spielen.

Das letzte Abschneiden von Jaguar du Londel sollte man nicht berücksichtigen, da ich mich gleich zu Beginn des Rennens verhakt habe. Zu Hause macht er einen sehr guten Eindruck, und so gut hatte ich ihn schon lange nicht mehr.

Für Hermes Angel sehe ich vor dem Rennen eher die vierte oder fünfte Chance. Die auswärtigen Gegner scheinen schwer zu schlagen zu sein."

ZUM RENNTAG IN TOULOUSE  Beginn: 11.45h

---------

Jean-Michel Bazire zurück auf der Rennpiste

Vier Monate nach seinem schweren Sturz im Training kehrt Jean-Michel Bazire am Samstag wieder in den Sulky zurück. Für sein Comeback hat sich der vielfache französische Fahrerchampion die Rennbahn in Royan ausgesucht.

Foto: SCOOPDYGA

 

Am Freitag, den 02. Januar diesen Jahres löste der heftige Trainingssturz auf dem Trainingsgelände von Grosbois eine lange Leidenszeit für "JMB" aus. Bei diesem Unfall wurde auch Rene Mascle, einer seiner Mitarbeiter verletzt. Bazire selbst verletzte sich die linke Hand und konnte wochenlang die Pferde des Familienstalles im Training nur vom Streckenrand beobachten. Zusätzlich verpasste er die wichtige zweite Hälfte des Wintermeetings. Am 09. Januar bestätigte er im ParisTurf noch: "Das Ganze ist neurologischer Natur. Jetzt muss ich abwarten, bis sich alles zurückbildet, indem ich mich so viel wie möglich ausruhe und mir Zeit nehme. Meine Hand funktioniert derzeit fast gar nicht."

Nach der notwendigen Genesungsphase und wie bereits im vergangenen Monat von seinem Sohn Nicolas angekündigt, "Sein Comeback ist in Royan am Osterwochenende geplant", kehrt Jean-Michel Bazire nun am Samstag in den Rennbetrieb zurück. Und das auf einer Rennbahn, die ihm besonders am Herzen liegt: Royan in der Charente-Maritime.

Im Verlauf dieser gemischten Veranstaltung wird Jean-Michel Bazire in vier der fünf Trabrennen an den Start gehen. Dabei sitzt er sowohl hinter zwei Neulingen aus seinem eigenen Stall, Nobel du Gers und Michel Seven, als auch hinter zwei Pferden aus dem Training von Yves Vidal, Irish Song und Lukya Choisie.

Zum Auftakt der Saison steht die Rennbahn Royan-Atlantique damit im Rampenlicht, während zeitgleich in Vincennes der Prix Kerjacques ausgetragen wird.

Samstag 04 April 06:58 Uhr
author

Luba Sonn

Themen: 106
Beiträge: 1374

Tristan Ouvrie: "Ich wollte diesen Schwung nutzen und mein Glück versuchen"

Nach dreieinhalb Jahren im Stall Bazire arbeitet Tristan Ouvrie nun als Catchdriver im Westen Frankreichs und steht dadurch nachmittags für Fahrten zur Verfügung. Am Sonntag wird er in Castillonnes den Sulky von Power Doc steuern.

Foto: SCOOPDYGA

 

Der Generationswechsel ist unvermeidlich. Nicht nur bei den Pferden, sondern auch bei den zweibeinigen Aktiven, die mit den Pferden arbeiten. Nach schon fast zehn Jahren im Beruf hat der 25jährige Tristan Ouvrie seiner Karriere seit einigen Wochen eine neue Richtung gegeben: "Die Idee ging mir schon seit mehreren Monaten durch den Kopf, vor allem nach einem recht guten Jahr 2025 als Fahrer. Ich wollte diesen Schwung nutzen und mein Glück versuchen.“

Anfang März verließ der Sohn von Franck Ouvrie, der seinerseits in Grosbois tätig ist, den Stall Bazire und wechselte in den Status eines freiberuflichen Fahrers: "Es war nicht möglich, die Arbeit als Angestellter in Solesmes mit der Flexibilität zu verbinden, unter der Woche auch für andere Ställe zu fahren. Ich habe mir gesagt: Wenn ich als Fahrer den Durchbruch schaffen will, dann jetzt oder nie. Ich möchte später nichts bereuen. Diese Entscheidung habe ich mir gut überlegt. Seit letztem Sommer, als ich auch außerhalb des Stalles Siege erzielen konnte, wusste ich, dass es möglich ist."

Am Sonntag im Sulky von Power Doc

Seit dem 01. März arbeitet Tristan morgens für zwei Trainer. Im Westen ansässig, übernimmt er von Montag bis Samstag die tägliche Arbeit in den Ställen von Jean-Philippe Monclin und Charles-Antoine Mary. "Aufgrund des Personalmangels in den Rennställen war es nicht schwer, Arbeit zu finden. Und im Westen habe ich die Wahl zwischen vielen verschiedenen Rennbahnen. Mit den ersten Wochen bin ich zufrieden."

Ein Beleg dafür ist sein zweiter Platz in der Quinte von Vire am 18. März mit Kueen’s Pride für Trainer Thierry Duvaldestin: "Es ist immer eine Freude, für den Stall Duvaldestin zu fahren. Die Pferde sind bestens vorbereitet und haben stets gute Chancen."

Seinen ersten Sieg im Jahr 2026 feierte Tristan am vergangenen Wochenende in Saumur für Pierre-Yves Rochard: "Der März war als Fahrer eher ruhig, aber an den letzten beiden Wochenenden konnte ich mehrere Platzierungen auf Grasbahnen erzielen. Das wollen wir in den nächsten Tagen fortsetzen."

Dafür reist Tristan quer durch Frankreich, von Nord nach Süd, beginnend am Samstag in Graignes: "Ich werde unter anderem Ivory du Cherisay fahren, die eine gute Startmöglichkeit hat. Sie ist unkompliziert und läuft gut linksherum. Nach ihrer guten Leistung in Fougeres sollte sie wieder vorne mitmischen."

Zum Osterwochenende geht es nach Castillonnes: "Ich werde Nika For Ever erstmals fahren, eine Tochter von Captain Sparrow für Jean-Philippe Monclin. Sie arbeitet morgens ordentlich und sollte gleich vorne mitlaufen können. Da mein Vater gesperrt ist, überlässt er mir den Sulky von Power Doc im Grand Prix. Er startet mit Zulage und läuft diesmal rechtsherum. Aber er ist ein sehr gutes Pferd, das im letzten Herbst gezeigt hat, was in ihm steckt. Es ist eine große Chance für mich, ihn fahren zu dürfen."

Am Montag setzt Tristan auf einen Debütanten aus dem Stall von Guillaume Marin: "Nectar de l’Isac läuft zum ersten Mal und wird von seinem Trainer hoch eingeschätzt. Er sollte gleich eine gute Rolle spielen. Außerdem fahre ich den 4jährigen Mystic de Pierrais, der nach einer Pause zurückkehrt. Wir hoffen auf eine Platzierung, aber mein Hauptaugenmerk liegt auf dem jungen Pferd."

Eine solide Erfahrung

Mit 107 Siegen, ein Drittel davon für Nicolas und Jean-Michel Bazire, hat sich Tristan Ouvrie vor seinem Schritt in die Selbstständigkeit bereits einen beachtlichen Lebenslauf aufgebaut. In den Ställen von Sylvain Roger sowie der Familie Terry sammelte er wichtige Erfahrungen und übernahm früh Verantwortung: "Ich war zweieinhalb Jahre bei Sylvain. Wir hatten gute Pferde, und ich konnte etwa 15 Rennen gewinnen. Man lernt, selbstständig zu arbeiten, was mir geholfen hat, mich schnell weiterzuentwickeln."

Anschließend verbrachte er dreieinhalb Jahre bei Jean-Michel und Nicolas Bazire in Solesmes: "Sie haben mich enorm weitergebracht. Ich hatte regelmäßig die Möglichkeit zu fahren und auch in Vincennes anzutreten, wo ich neun Siege erringen konnte. Meist war ich auf dem Land, außer in den letzten Monaten, als ich das Wintermeeting in Grosbois mitgemacht habe. Ich wollte sehen, wie das im Winter organisiert ist. Es war interessant und intensiver. Bei den Bazires habe ich vor allem gelernt, sehr genau zu arbeiten. Der Respekt vor dem Pferd und sein Wohlbefinden stehen dort an erster Stelle. Sie haben mir immer das Vertrauen gegeben, zu fahren, und dafür bin ich ihnen dankbar. Ich hatte dort eine gute Position."

---------

Matthieu Abrivard: "Die Rennkommission sollte aufhören, unsere Arbeit machen zu wollen"

Wie jede Woche sprach Matthieu Abrivard, in seiner Rolle als Experte für den ParisTurf, über seine kommenden Starter. Sowohl als Trainer, als auch über die Fahrten, die er als Catchdriver in Anspruch nimmt. Ebenso geht er jede Woche auf aktuelle Themen ein und spricht in dieser Ausgabe auch über die Rückkehr von Jean-Michel Bazire. Weitere Themen sind die steigenden Kraftstoffpreise und die Schwierigkeiten, die mit der neuen Quinte-Regelung verbunden sind. Diese dürfte ihn voraussichtlich daran hindern, Jappeloup Turgot bei der dritten Etappe des GNT am kommenden Mittwoch in Lyon an den Start zu bringen.

Foto: SCOOPDYGA

 

Die kommenden Starter

"Am Samstag bin ich in Vincennes mit Marquety de Bailly (205), der erstmals ohne Eisen laufen wird . Wir werden nichts Verrücktes versuchen und hoffen, eine kleine Platzierung zu erreichen.

Lady of Durbuy (304) hat gerade in Mons gewonnen. Sie ist in Form, also warum nicht unter die ersten drei kommen.

Ksar (401) wird im Prix Kerjacques antreten, ein Rennen mit sehr starker Besetzung. Wir werden das Rennen abwarten, versuchen, uns gut zu positionieren und nicht zu früh angreifen, um am Ende noch Reserven zu haben.

Ich hätte mir für Jolivert du Gers (607) gerne eine zusätzliche Woche gewünscht, da er viele Reisen hinter sich hat: Cagnes, dann Brion, anschließend Marseille und wieder zurück nach Brion. Und jetzt geht es nach Paris. Am Donnerstagmorgen 'war er frisch wie ein Fisch'. Das liegt daran, dass er ein Pferd ist, das nie schlechte Laune hat. Nach dem Rennen wird er eine Pause auf der Weide genießen.

Kanelle Star (703) ist etwas wechselhaft, hat aber viel Leichtigkeit. In diesem Rennen gibt es einige interessante Stuten.

Zum Abschluss des Renntages werde ich Ek del Ronco (803) kennenlernen. Wenn Alessandro Gocciadoro Pferde nach Paris schickt, dann nicht ohne Grund. Man sollte ihn im Auge behalten.

Am Sonntag geht es in die Provinz nach Ecommoy. Dort werde ich mehrere Pferde erstmals fahren, darunter Hector de Bassiere in einer Etappe der Trophee Vert. Das Pferd hat sich gut erholt, aber die Konkurrenz im ersten Band ist stark, und die Zulage aufzuholen wird nicht einfach.

Ich werde auch erstmals mit Kya d’Erable antreten. Es ist schwer, sie einzuschätzen, aber sie lief im November in Vincennes gut und hat durchaus Chancen.

Außerdem treffe ich wieder auf Liberte de l’Aunay, mit der ich im Herbst in Nantes gewonnen habe. Sie muss 25 Meter Zulage geben, ist aber effektiv und kann mit einem ordentlichen Speed eine gute Platzierung erreichen.

Am Montag wird Malaga Turgot wahrscheinlich in Ecommoy laufen. Sie ist noch nicht bei 100%, aber von der Spitze aus und dank ihrer Klasse kann sie sich gut präsentieren. Im Winter war sie nicht in Bestform, kommt aber wieder besser in Schwung.

Lypstic Atout läuft in Blain in einem Rennen für Lehrlinge, in dem Fahrer mit weniger als drei Siegen einen Vorteil haben. Das Pferd steht optimal in der Gewinnsumme, und mein Lehrling hat zwei Siege. Das sieht gut aus.

Mystery Queen wird am Dienstag in Vincennes antreten. Sie hat zuletzt mit einem dritten Platz überzeugt, war aber rossig und konnte nicht ihr volles Leistungsvermögen zeigen. Sie hat jetzt eine gute Startmöglichkeit. Ich werde möglicherweise nicht selbst anreisen, da es an diesem Tag mehrere Trabreiten gibt, darunter eines für Lehrlinge und eines für Amateure."

Die positive Überraschung der Woche

"King Track war der große Eindruck der vergangenen Woche. Er holte sich seinen dritten Sieg in Folge und überzeugte am vergangenen Montag in Caen mit einer starken Leistung und einer guten Zeit. Trotz eines Rennens in zweiter Spur griff er auf der Zielgeraden erneut an. Außerdem ist er ein sehr angenehmes Pferd im Umgang."

Calandagan überzeugt erneut

"Calandagan hat mich am vergangenen Samstag in Meydan erneut beeindruckt. Er gewann die Sheema Classic in überzeugender Manier. Glückwunsch an Mickael Barzalona, der ihn mit viel Vertrauen geritten hat. Er kennt sein Pferd perfekt und auch wenn er sich vielleicht mehr um die Konkurrenz als um den Führenden gekümmert hat, gewann er sehr leicht. Schon 50 Meter vor dem Ziel legte er die Peitsche weg und lobte sein Pferd. Die Preisgelder bei diesen Veranstaltungen sind wirklich beeindruckend. Dass er bereits rund 3.000.000 Euro in etwa 15 Rennen verdient hat, ist außergewöhnlich."

Zurück zu den einfachen Dingen

"Ich hatte geplant, nächsten Mittwoch mit Jappeloup Turgot nach Lyon-Parilly zur dritten Etappe des GNT zu fahren, aber mein Pferd könnte aufgrund der neuen Quinte-Regelung ausgeschlossen werden. Er ist von den Gewinnen her im ersten Band gut positioniert, aber obwohl er in Cordemais ordentlich gelaufen ist, wurde er nur Achter. Das darauffolgende Rennen, das er in Enghien bestreiten sollte, wurde nach Vincennes verlegt. Ich habe ihn dafür barfuß laufen lassen, in der Hoffnung, wenigstens den siebten Platz zu erreichen. Trotz einer Zeit von 10,8 wurde er aber erneut nur Achter und könnte deshalb am Mittwoch ausgeschlossen werden.

Die Regeln erlauben uns zwar fünfzehn Einsätze pro Jahr ohne Eisen, aber inzwischen sind wir gezwungen, unsere Pferde auch dann barfuß laufen zu lassen, wenn sie nicht in Topform sind. Nur um ein Preisgeld zu holen und beim nächsten Mal nicht ausgeschlossen zu werden, falls das Rennen eine Quinte ist. Das ist einfach lächerlich. Die Rennkommission sollte aufhören, unsere Arbeit machen zu wollen. Wir sind erfahren genug, um die Einsätze unserer Pferde selbst zu planen.

Kürzlich hat man gesehen, dass die drei Pferde mit den kleinsten Startnummern in einer Quinte gar nicht gestartet sind, weil ihre Teams sich eine bessere Startpriorität sichern wollten und befürchteten, sonst ausgeschlossen zu werden. Man sollte lieber Festquoten für die 'einfachen Wetten' einführen und wieder zu einfacheren Strukturen zurückkehren, anstatt alles immer komplizierter zu machen. Falls mein Pferd ausgeschlossen wird, werde ich möglicherweise mit Horatius d’Ela antreten."

Die Rückkehr von 'Jean-Mi'

"Jean-Michel Bazire wird am Samstag in Royan in den Rennbetrieb zurückkehren - einer seiner Lieblingsrennbahnen. Ich denke, viele Zuschauer werden extra dafür anreisen. Es ist schade, dass diese Veranstaltung parallel zu der in Vincennes stattfindet, denn ich trete sehr gern in Royan an und messe mich dort auch gern mit Jean-Mi.

Die Bahn ist hervorragend und sehr gut gepflegt. Ich bedaure, dass ich am Samstag nicht dort sein kann. Von Vincennes aus werden wir die Ergebnisse aus Royan verfolgen. Ich mache mir aber keine Sorgen um Jean-Michel. Er wird sich bestens vorbereitet haben. Ich bin sicher, dass sich viele Leute um ihn scharen werden!"

Steigende Spritkosten zwingen zum Umdenken

"Durch die ständig steigenden Kraftstoffpreise müssen meine Kollegen und ich derzeit unsere Reisen sorgfältiger planen. Anstatt ein Pferd mit nur 70% Form laufen zu lassen, gebe ich ihm lieber acht bis zehn Tage mehr Zeit, um es perfekt vorbereitet an den Start zu bringen. Zum Beispiel wird Magie du Chatault an diesem Freitag nach Grosbois gehen, zusammen mit Jolivert du Gers, der am Samstag läuft. So sparen wir uns zusätzliche Fahrten."

Samstag 04 April 20:32 Uhr
author

Luba Sonn

Themen: 106
Beiträge: 1374

Gonzague Baijot (Forges-Zucht): "Es ist wichtig, Ziele zu haben, sonst wächst man nicht"

Wenn man an die erfolgreichen Ställe des letzten Wintermeetings denkt, muss man auch die Vertreter des Ecurie Louis d’Aur eindeutig dazuzählen: fünf Siege aus dreizehn Starts ergeben eine beeindruckende Siegquote von über 38%.

Foto: Elise Fossard

 

Das Zucht- und Rennlabel "Forges" wurde vor rund fünfzehn Jahren im Departement Orne von Gonzague Baijot aufgebaut. Nebenbei leitet er ein großes Hufschmiedunternehmen. Sein Konzept in der Zucht basiert auf einer sorgfältigen Auswahl der Mutterstuten, sowie auf der gezielten Nutzung der eigenen Nachzucht. Stets mit dem Anspruch auf bestmöglichen Erfolg.

Bereits Ende nächster Woche wird mit Laluna des Forges eine seiner Vertreterinnen im Prix Henri Levesque (GR II) an den Start gehen.

Diese Reportage von 24h au Trot führt in die Gemeinde Le Menil-Froger, nur wenige Kilometer entfernt vom berühmten Haras du Pin - mitten im Herzen der normannischen Pferdezucht.

Zwei Pferde können bereits ausreichen, um ein erfolgreiches Wintermeeting in Vincennes zu bestreiten. Das würde Gonzague Baijot sofort bestätigen. Sein Winter 2025/26 wurde nämlich maßgeblich von den Leistungen von Laluna des Forges und Mystic des Forges geprägt. Dank dieser beiden Stuten belegt er aktuell Platz 20 unter den Züchtern und Platz 22 in der Rangliste der Besitzer unter dem Namen Ecurie Louis d’Aur, deren Leiter er ist. Insgesamt stehen fünf Siege und über 135.000 Euro an Gewinnsumme zu Buche.

Beide Pferde werden von Paul Ploquin und seinem Vater Patrick trainiert. Laluna des Forges gewann drei ihrer sechs Starts und stand zudem zweimal auf dem Podium. Mystic des Forges wiederum siegte in zwei von sieben Rennen. "Wir hatten ein fantastisches Meeting mit unseren beiden Stuten", freut sich Baijot, der gebürtig aus der Champagne stammt, inzwischen aber in der Normandie heimisch geworden ist. "Was mir besonders gefallen hat: Sie haben ihre Rennen mit einer gewissen Überlegenheit gewonnen und sind in der Lage, solche Leistungen zu wiederholen."

Diese Einschätzung trifft besonders auf Laluna des Forges zu. Nach einem kürzlichen Comeback wird sie Ende kommender Woche erstmals auf Gruppe II-Niveau antreten - im Prix Henri Levesque in Vincennes. Dort trifft sie unter anderem auf die aktuell besten Stuten ihres Jahrgangs: Liberte de Choisel und Liza Josselyn, beide bereits Siegerinnen auf Gruppe I-Niveau.

"Ich gehöre zu den Privilegierten im Rennsport. Das ist mir bewusst, auch wenn es viel Arbeit erfordert", sagt er über seinen Erfolg. Tatsächlich begann das Abenteuer im Rennsport für Gonzague Baijot unter einem glücklichen Stern, obwohl er sich ursprünglich weder als Züchter, noch als Besitzer sah.

Im Jahr 2010 legte Top Ten des Forges den Grundstein für das Familiengestüt 'Aux Forges Micaux' in Le Menil-Froger, nur wenige Kilometer von Le Merlerault entfernt. Dieses Pferd war nicht nur das erste unter diesem Zuchtlabel, sondern zugleich der erste Qualifikant, der erste Starter und der erste Sieger! Als Sohn von Ottawa d’Orgeres, einer Zuchtstute, die von ihrer Züchterin Annie Gauthier-Macaire an Aurelie Baijot übergeben wurde, zeigte er früh den Weg auf.

Seitdem haben die Farben Grau und Rosa, zunächst unter dem Namen von Gonzague Baijot, später unter dem Ecurie Louis d’Aur, rund 150 Sieger hervorgebracht. Darunter auch einen Gruppe II-Erfolg mit Bocage d'Ortige, der aus einem spontanen Kauf entstand und in seinen Anfangsjahren von Sebastien Guarato erfolgreich aufgebaut wurde. Dieser Trainer machte später auch Brune des Forges groß. "Sebastien hat meine Zuchtlinie bekannt gemacht", sagt Baijot anerkennend über die langjährige Zusammenarbeit.

Die Tochter von Rolling d’Heripre ist bis heute das erfolgreichste Pferd der Zucht mit rund 400.000 Euro Gewinnsumme und setzt ihre Linie nun im Gestüt fort. Ihr bislang bestes Produkt ist Kaporal des Forges (v. Face Time Bourbon) mit über 191.000 Euro Gewinn. Erst am vergangenen Sonntag brachte Brune des Forges ihr sechstes Fohlen zur Welt, der laut dem Züchter "ein prächtiger Hengst" von Carat Williams ist.

Hohe Ansprüche an sich selbst und andere

Auch wenn er sich als privilegiert sieht, arbeitet der heute 45jährige Unternehmer konsequent dafür, dass das so bleibt. Arbeit, Investitionen, Disziplin und genaue Kontrolle. All das wendet er auf seinen "Hobbybereich", den er selbst als Leidenschaft bezeichnet, genauso an wie auf seinen Beruf. Denn Gonzague Baijot leitet eines der größten auf Zucht spezialisierten Hufschmiedeunternehmen Frankreichs. Seine Firma betreut rund 4.000 Pferde und arbeitet mit einigen der bedeutendsten Zuchtbetriebe für Vollblüter und Traber zusammen.

Schon vor einigen Jahren sagte Aurelie Baijot über ihn: "Gonzague zieht alles, was er beginnt, bis zum Ende durch. Halbherzigkeit interessiert ihn nicht." Dieser Anspruch gilt auch für alle, die mit ihm arbeiten. Etwa die Handwerker, die nach seinen Plänen die Gebäude der 'Forges Micaux' in eine harmonische Anlage umgewandelt haben. Auf etwa 15 Hektar liegen dort Schmiede und "Kinderstube" der Fohlen nebeneinander, während sich das gesamte Areal auf rund 70 Hektar erstreckt. Die Geburten erfolgen im etwa 20 Kilometer entfernten Haras de la Futelaie unter der Leitung von Eugenie Quintin.

"Ich bin in allem, was ich tue, ziemlich perfektionistisch", gibt er mit einem Lächeln zu, wohl wissend, dass dies fast eine Untertreibung ist. "Die Zucht habe ich mir selbst beigebracht, aber ich möchte es auf meine Art machen. Deshalb habe ich auch nur zwei Pferde von externen Besitzern, beides Vollblüter. Ich bin immer offen dazuzulernen, aber das hindert mich nicht daran, meine eigenen Ideen zu haben."

Gonzague Baijot hat sich in den letzten Jahren als Züchter und Besitzer kontinuierlich professionalisiert, und sein Beruf als Schmied hat ihm dabei Türen zu den bedeutendsten Zuchtbetrieben der normannischen Traber- und Vollblutzucht geöffnet. "Es hat mir sehr geholfen, von Gestüt zu Gestüt zu gehen. Ich sehe, was funktioniert. Ich habe nichts erfunden", ergänzt er. Vieles, was er heute in seiner Zucht anwendet, hat er durch Beobachtung und Mitarbeit bei anderen Züchtern gelernt - manches übernommen, anderes nicht. "Fehler habe ich dennoch gemacht", gibt er offen zu.

Seine Vorgehensweise wird von einem starken Beobachtungssinn und der Bereitschaft zu lernen getragen. "Alles interessiert mich. Ursprünglich bin ich kein Züchter. Aber durch meinen Beruf als Hufschmied habe ich gelernt, genau hinzuschauen. Beobachten, analysieren, verstehen - das ist ein großer Teil des Lernprozesses. Man muss sich die Zeit nehmen, ein Fohlen zu beobachten, seinen Gang, den Körper, die Morphologie, die Genetik. Wer genau hinschaut, hat schon die Hälfte der Arbeit gemacht. Bei der Zucht dauert es nur etwas länger, mit all den Freuden und Enttäuschungen."

Selektion und frisches Blut

In den letzten Jahren hat das Gestüt Forges seine Zuchtstuten sorgfältig ausgewählt: Nur Stuten, die in Vincennes gewonnen haben, kommen in die Zucht. "Die Richter sind die Rennen, und noch mehr Vincennes. Man kann so tun, als gäbe es das nicht, aber dann häuft man nur Stuten an", erklärt Baijot seine Philosophie. Eine Ausnahme machte er zuletzt mit Meetic des Forges und Face Time Bourbon.

Die heutige Herde umfasst sieben Traberstuten und zwei Vollblüter, die gemeinsam aufwachsen und nach denselben Grundsätzen gehalten werden. "Sie sind so viel wie möglich draußen", betont er, wobei die Fohlen intensiv betreut werden. Unter anderem von zwei Mitarbeiterinnen, die sich ausschließlich der Zucht widmen. Das Futter ist das ganze Jahr über frei verfügbar, ergänzt durch Luzerne. "Die Pferde sind vor allem Pflanzenfresser. Ich ziehe es vor, eine Stute weniger zu decken, als am Futter zu sparen."

Bereits fünf Fohlen wurden dieses Jahr geboren, darunter Ibaya des Forges (v. Carat Williams), auf die Baijot große Hoffnungen setzt. Der Hengst von Face Time Bourbon, vor rund anderthalb Monaten geboren, wird als "superb, sehr homogen, mit schöner Schulter" beschrieben. Die Zucht setzt stark auf diese Blutlinien und investiert zugleich in neue Linien, um frühreife Pferde zu erhalten, auch wenn die meisten Fohlen erst mit drei Jahren in die Rennen starten. So wurden zuletzt Olbia Speed, Mellow Speed und Nice Speed erworben, um frisches Blut und Qualität in die Zucht zu bringen.

Engagierter Besitzer

Nach einer Saison 2025 mit 13 Siegen aus 86 Starts und über 263.000 Euro Preisgeldern hat der Ecurie Louis d’Aur in dieser Saison bereits 6 Siege aus 15 Starts erzielt, darunter Laluna des Forges und Mystic des Forges. Auch Pferde wie Lasko des Forges und Mercato des Forges haben unter verschiedenen Trainern Erfolge gefeiert. Baijot bleibt als Besitzer eng involviert: "Ich bin sehr präsent bei meinen Trainern, telefoniere jede Woche mit ihnen und stecke mein Herz in meine Pferde. Bis zum Ausbildungsbeginn kann ich alles kontrollieren."

Er gibt zu, manchmal zu direkt zu sein, sieht dies jedoch als positive, unterstützende Einmischung: "Ich fordere viel, aber mit gutem Willen. Vielleicht bin ich zu direkt, aber das ist meine Natur."

Auswahl der Mutterstuten

Brune des Forges - 400.790 Euro - 11 Siege, inkl. Gruppe III-Erfolg. Mutter u.a. von Kaporal des Forges (v. Face Time Bourbon)

Eclipse Lignerie - 75.280 Euro - 5 Siege. Mutter von Laluna des Forges (v. Village Mystic)

Ibaya des Forges - 73.940 Euro - 4 Siege. Mutter von Ottawa des Forges (v. Gotland)

Inamoratta - 11.340 Euro. Mutter von Oze des Forges (v. Face Time Bourbon)

Icine des Forges - 17.610 Euro. Mutter von Oreo des Forges (v. Carat Williams)

Laure des Forges - 30.395 Euro. Mutter von einem Love You-Nachkommen

Meetic des Forges - nur qualifiziert. Mutter einer Horsy Dream-Tochter

 

Ambitioniert und zukunftsorientiert

Seit dem ersten Sieger 2010 hat Baijot klare Ziele: binnen zehn Jahren ein Gruppe II-Rennen, und innerhalb von zwanzig Jahren ein Gruppe I-Rennen zu gewinnen. Das Gruppe II-Ziel wurde 2015 mit Bocage d’Ortige erreicht. "Wenn wir nie ein Gruppe I gewinnen, ist das kein Weltuntergang, aber ich liebe es, Dinge zu erreichen. Man gewinnt nicht zufällig ein Gruppe I-Rennen. Es ist wichtig, Ziele zu haben, sonst wächst man nicht. Misserfolge gehören dazu und machen einen besser."

Die Schmiede als Herzstück

Baijot ist nicht nur Züchter, sondern auch Schmied. Mit seinen langjährigen Partnern Jerome Pettinato und Thibault Racine betreut er heute rund 4.000 Pferde, davon 70% Vollblüter, 20% Traber und 10% Reitpferde. Orthopädische Spezialanfertigungen entstehen direkt in der Schmiede, die vier Kohle- und fünf Gasstationen besitzt. Baijot selbst hat zahlreiche nationale und internationale Wettbewerbe bestritten.

Grünflächen und Viehhaltung

Neben Pferden hält Baijot auch rund 15 Rinder, was die Nutzung der Weiden optimiert. "Es tut gut, das Grün zu sehen. In Zukunft möchte ich mich mehr um mein Land kümmern."

Partnerschaften und Zusammenarbeit

Viele seiner Pferde werden in Kooperationen gehalten, zum Beispiel mit Eric Aubin oder Jean-Jacques Rahier, wodurch die Rennen auch gesellschaftlich angenehm gestaltet werden. Die Erfolge des Ecurie Louis d’Aur in dieser Wintersaison sind eng mit den Trainern Patrick und Paul Ploquin verbunden. "Paul plant die Programme der Pferde genau. Das gefällt mir. Wir wissen beide, dass schwierigere Winter kommen werden. Man muss aber zusammenhalten."

Gonzague Baijot kombiniert also Leidenschaft, höchste Ansprüche, präzise Beobachtung und strategische Partnerschaften, um sowohl seine Zucht als auch seine Rennställe erfolgreich zu führen.

---------

Alexandre Abrivard: "Inexess Bleu hat ziemlich leicht gewonnen"

Samstag setzte Inexess Bleu im Prix Kerjacques (GR II) ein starkes Ausrufezeichen, als der Wallach den Titel in diesem Grupperennen verteidigen konnte. Aber vielmehr war es die Art und Weise, die den erneuten Erfolg so beeindruckend machte.

Foto: APRH

 

Diese Prüfung, die als Quinte ausgetragen wurde, stand ganz im Zeichen der großen Namen: Gleich drei Amerique-Sieger waren am Start. Idao de Tillard (2024/2025), Hokkaido Jiel (2026) und Hooker Berry (2023). Zudem waren mit Iroise de la Noe, Inexess Bleu und Josh Power drei weitere Gruppe I-Sieger im erlesenen Feld zu finden. Die eigentlichen Hauptdarsteller waren aber die Wallache. Allen voran Inexess Bleu, der seiner Favoritenrolle mehr als gerecht wurde.

Zum Rennverlauf: Gleich in der Startphase wurde deutlich, dass ein Kampf um die Führung entbrennen würde. Hokkaido Jiel kam mit der Führung vor die Tribüne, wobei Franck Nivard nicht interessiert war die Spitze zu behalten. Er übergab das Kommando an Hulysse Digeo, der wiederum von Ino Du Lupin abgelöst wurde. Noch weiter außen investierte Inexess Blue aber am meisten, um sich auf dem Weg in die Senke an die Tete zu setzen. Bis dahin verlangte Alexandre Abrivard schon viel von Inexess Bleu. Allerdings konnte das Gespann die Pace in der Folge stark beruhigen.

Kurz darauf löste Jazzman Debailleul Hannibal Tuilerie in der Todesspur ab, während Robin Lamy die ruhigere Fahrt nutzte, um Iroise de la Noe vom Ende des Feldes weiter nach vorne zu bringen. Dieses Manöver gelang aber nur mit Verzögerung. Auch weil sich Cobra Killer Gar aus dem Feld in die dritte Spur orientierte, um sich dann an Iroise de la Noe dranzuhängen, die nun weitere Wege gehen musste. Bis in den letzten Bogen tauchte die Fuchsstute aber fast neben Inexess Bleu auf, der immer noch einen sehr guten Eindruck machte.

Weiter hinten im Feld verbesserten Hooker Berry und Idao de Tillard die Position, während Alexandre Abrivard im Einlauf die totale Kontrolle behielt und den einzigen ernsthaften Gegner, Ino du Lupin, lange im Rücken festhalten konnte. Iroise de la Noe verteidigte den dritten Rang sicher, während Cobra Killer Gar nur noch einen kleinen Vorteil gegenüber Hooker Berry behalten konnte. Der Booster Winner-Sohn zeigte damit zum zweiten Mal einen Ansatz. Dagegen zog Idao de Tillard auch beim zweiten Start nicht annähernd so durch, wie man es von einem wirklichen Crack erwarten dürfte. Er wurde letztlich noch von Hulysse Digeo passiert, der als Sechster davon profitierte, dass Hokkaido Jiel im Einlauf einen Fehler machte.

Der Trainer des siegreichen Inexess Bleu, Laurent-Claude Abrivard, analysierte anschließend treffend: "Wenn er vorne ist, läuft er den Anstieg schneller hinauf, als er ihn hinunterläuft. Das ist ein großes Pferd. Er ist noch nicht wieder auf seinem besten Niveau, weil er den ganzen Winter nicht gelaufen ist. Aber man hat gesehen, dass er überlegen ist. Im letzten Bogen hatte er noch sehr viel Kraft."

Bemerkenswert war auch, dass Alexandre Abrivard für den Sieg in 12,3/2.700 Meter nicht einmal die Ohrenwatte ziehen musste. Noch dazu ging Inexess Bleu, wie schon vom Trainer erwähnt, mit deutlich weniger Vorbereitung in den Prix Kerjacques, als es im Vorjahr der Fall war. Während der Sohn von Vittel de Brevol 2025 nach einer Serie von Rennen perfekt in Form gebracht wurde, hatte er in diesem Winter keine Einsatzmöglichkeiten und bestritt vor dem Prix Kerjacques lediglich ein einziges Vorbereitungsrennen. Dennoch absolvierte der 8jährige die finalen 500 Meter nach der harten Eröffnung in 08,2.

Dementsprechend lobte auch der Siegfahrer seinen Partner: "Ich hatte alles unter Kontrolle. Ich wusste, wo die Gefahr ist, und habe entsprechend reagiert. Er hat letztlich ziemlich leicht gewonnen. Die Champions bleiben Champions."

Besitzer Michel Gallier zeigte sich ebenso begeistert und ging sogar noch weiter: "Er hat alles, um der beste Wallach aller Zeiten zu werden!"

Stimmen der Platzierten:

Jean-Paul Marmion (Trainer/Ino du Lupin): "Er konnte sich nicht richtig entfalten. Aber gegen Inexess ist das nichts Ungewöhnliches. Mal gewinnt der eine, mal der andere."

Robin Lamy (Fahrer/Iroise de la Noe): "Sie hat wieder alles gegeben. Sie ist eine Kämpferin."

Trotz der beteits erfolgten Einladung für Inexess Bleu zum Elitloppet, bleibt der zweite Start in Schweden weiter unsicher. Die Gründe, die dagegen sprechen, liegen auf der Hand: die kurze Distanz, der ungewohnte Weg über einen Vorlauf und seine guten Startmöglichkeiten über den Sommer in der Heimat. Michel Gallier schätzt die Chancen auf eine Teilnahme aktuell auf 40%, während Trainer und Fahrer ebenfalls zur Vorsicht mahnen. Die nächsten Ziele sollten der Prix des Ducs de Normandie in Caen und der Prix Rene Balliere in Vincennes sein.

---------

Siegreiches Comeback von Jean-Michel Bazire

Nach seinem Unfall Anfang Januar war die Rückkehr von Jean-Michel Bazire mit großer Spannung erwartet worden. Und sie hätte kaum besser verlaufen können: Gleich im ersten Rennen des Tages, dem Prix Artgrafik, feierte er einen Sieg.

Foto: Karine Belluteau

 

Auf der Rennbahn von Royan-La Palmyre, die traditionell zur Osterzeit wieder eröffnet, kehrte Bazire erfolgreich in den Wettbewerb zurück. Im Sulky von Nobel du Gers, einem bislang noch unerfahrenen 3jährigen Hengst, setzte er sich direkt siegreich durch.

Er steuerte das Pferd mit viel Gefühl und taktischem Geschick, gab ihm ein maßgeschneidertes Rennen und konnte sich am Ende sicher gegen Nuncia d’Iroise durchsetzen, die lange das Tempo bestimmt hatte und bis zum Schluss Widerstand leistete.

NOBEL DU GERS , der die Farben des Stalls von Jean-Michel Rancoule trägt, bestätigte bei seinem Debüt sofort seine gute Einschätzung aus der Arbeit. Besonders beeindruckend war die Schlussphase, wie auch Bazire hervorgehoben hat: "Wir sind die letzten 400 Meter sehr schnell gegangen. Die Stute von Nils (Pacha) lief ebenfalls stark."

ZUM VIDEO

Außerdem zeigte er sich erleichtert, wieder im Sulky zu sitzen zu können. Und das auf einer Piste, die ihm besonders am Herzen liegt: "Ich bin hier immer am Osterwochenende gefahren, und heute ist auch noch dazu ein schönes Wetter. Bereits Mitte Februar habe ich gemerkt, dass es mir deutlich besser geht und ich alle meine Empfindungen in der Hand wiedergefunden habe."

---------

Franck Blandin: "Mentor de Play hat ein Kämpferherz"

Auch wenn Mentor de Play noch immer kein Grupperennen bestritten hat, zeichnet sich mit dem vierten Sieg beim vierten Jahresstart immer mehr ab, dass der Hengst aus dem Stall von Franck Blandin demnächst eine tragende Rolle im Jahrgang 2022 spielen könnte.

Foto: SCOOPDYGA

 

Den am Samstag in Vincennes ausgetragenen Prix du Gers konnte der 4jährige gewinnen, ohne dass sein Ausbilder die Klappen ziehen musste. Und das obwohl Magico de Lou praktisch den ganzen Einlauf beim Favoriten stark "anklopfte". Der Dahlia du Rib-Sohn blieb aber letztlich in 13,7/2.850 Meter mit einer halben Länge sicher voraus. Zuvor investierte Franck Blandin einen Zwischenspurt im zweiten Bogen, um zuerst die Position zu verbessern und dann letztendlich einen Kilometer vor dem Ziel die Spitze zu übernehmen.

ZUM VIDEO

"Wir haben nicht mit großem Vorsprung gewonnen", betont sein Trainer und Fahrer. "Aber ich hoffe, dass er nie aufhört, sich so gut zu präsentieren. Er war heute stark, denn im Anstieg habe ich ihn einfach laufen lassen, und am Ende hat mich das Pferd von Alexandre Abrivard ständig unter Druck gesetzt. Er hat ein hervorragendes Kämpferherz. Beim letzten Mal hatte er sofort nachgelassen, sobald ich aufgehört hatte, ihn leicht zu unterstützen. Deshalb habe ich ihn heute die ganze Zeit begleitet. Er hat noch ein schönes Rennen am 02. Mai vor sich. Danach wird er zwangsläufig in eine höhere Klasse aufsteigen müssen. Dessen bin ich mir bewusst."

Sonntag 05 April 06:29 Uhr
author

Luba Sonn

Themen: 106
Beiträge: 1374

Mhum Flyng in Vincennes vorbereitet

Während der Veranstaltung am Samstag in Vincennes, trainierte Mhum Flyng mit Trainer Christophe Clin im Sulky. Der Hengst wurde damit intensiver auf den Prix Rene Palyart (GR II) vorbereitet, der am 24. April ebenfalls in Vincennes stattfindet.

Foto: SCOOPDYGA

 

Seit seiner Disqualifikation im Prix Louis Le Bourg am 08. Februar wurde MHUM FLYNG nicht mehr auf der Rennbahn gesehen. Kurz nach dem Prix Kerjacques war der Helgafell-Sohn in Begleitung von Jain Mab mit Alexandre Buisson auf der Piste gesichtet worden.

Ausbilder Christophe Clin berichtete im Anschluss an die Trainingseinheit dem ParisTurf: "Wir sind ein 2.100-Meter-Heat gefahren, so als würde er ein Rennen mit etwas Tempo laufen", erklärt er. "Auf den letzten 800 Metern habe ich ihn locker gehen lassen. Sein Comeback wird er am 24. April geben." Das anvisierte Rennen ist ein Halbklassiker, der die 4jährigen auf den Prix du President de la Republique (GR I) im Juni vorbereitet.

Mhum Flyng stand zuletzt im Training von Alexandre Buisson. "Ich habe ihn vor einem Monat zu ihm gebracht, da wir ihn gemeinsam besitzen. Es sollte ihm einfach einen Tapetenwechsel ermöglichen. Alles läuft gut", ergänzte Christophe Clin.

---------

Ganymede eingegangen

Über viele Jahre gehörte Ganymede zu den besten französischen Deckhengsten. Nun ist der Sohn von Buvetier d’Aunou eingegangen.

Foto: SCOOPDYGA

 

Am Samstag schloss GANYMEDE im Haras de la Fresnaie im Departement Orne, unweit des Haras du Pin, im Alter von 32 Jahren für immer seine Augen. Dort hatte er seit 2019 seinen ruhigen Lebensabend verbracht. Aus der Zucht vom Comte de Bellaigue stammend, gehörte Ganymede zum ersten Jahrgang von Buvetier d’Aunou. Er war ein Sohn von Udames, die auch den klassischen Sieger Halimede hervorbrachte. Zudem war er ein Enkel der sehr guten Gadames, die im Prix d’Amerique platziert war.

Im Rennsport lief Ganymede hauptsächlich in den Farben von Daniel Wildenstein und wurde von Jean-Pierre Dubois trainiert. Mit ihm gewann er unter anderem 1999 den Oslo Grand, sowie den Prix de l’Atlantique. Er war nicht nur sehr schnell, sondern auch äußerst zuverlässig und kämpferisch. Bei 56 Starts wurde er nur einmal disqualifiziert. Außerdem belegte er jeweils den zweiten Platz im Criterium Continental und im Prix de Selection. Er gehörte zu einer außergewöhnlichen Generation mit Pferden wie General du Pommeau, Goetmals Wood, Gai Brillant, Giant Cat, Gavroche Perrine, Golf du Pommeau und Go Lucky.

In Frankreich wurde Ganymede zu einem sehr gefragten Vererber. Während seiner Zeit im Gestüt prägte er die Zucht durch zahlreiche erfolgreiche Nachkommen und klassische Sieger wie Nahar de Beval, Olimede, Plenty Pocket, Quinoa du Gers, Tornade du Rib, Amiral Sacha, Bel Avis oder Dijon. Er war auch ein bedeutender Deckhengst auf europäischer Ebene und wird vor allem als Vater der Championesse Ampia Mede SM in Erinnerung bleiben. Seine letzten Nachkommen gehören zum K-Jahrgang und wurden im Jahr 2020 geboren.

In den Jahren 2008 und 2014 war Ganymede der führende Deckhengst in Frankreich.

---------

Mathieu Mottier: "Mit Indigo du Poret wieder bei Null angefangen"

Neben dem Prix Kerjacques stand während der Veranstaltung am Samstag in Vincennes vor allem der Prix Cornelia (GR III) im Mittelpunkt. Das Trabreiten ging an Indigo du Poret, der von seinem Trainer Mathieu Mottier geritten wurde.

Foto: SCOOPDYGA

 

Schon 4jährig gehörte INDIGO DU PORET zu den besten seiner Generation, erlebte denn aber eine lange Leidenszeit. Nach fast 1.000 Tagen Startpause tauchte der Wallach im letzten August unter der neuen Regie von Mathieu Mottier wieder auf. Auch im neuen Umfeld dauerte es eine Zeit lang, bis der Dollar Macker-Sohn wieder an seine Bestform anknüpfen konnte. Nach einem Erfolg Mitte März in Enghien und dem gestrigen Triumph, der noch mit einem neuen Rekord von 12,4 garniert wurde, scheint der 8jährige aber wieder voll da zu sein.

Während der ersten Rennhälfte wurde Indigo du Poret von Mottier noch im hinteren Teil des Feldes gehalten. Im Anstieg entschied er sich aber für einen Angriff, der ihn bis in den Bogen an die Seite von den führenden J'Aime le Foot und Heuristique führte. Bis zu Beginn des Einlaufs hatte Indigo du Poret dieses Duo längst sicher überlaufen und gewann mit deutlichem Vorsprung.

ZUM VIDEO

"Beim letzten Mal war er schon hervorragend. Und diesmal wieder", resümierte der Trainer und Jockey. "Er war immer ein Champion. Am Anfang habe ich Fehler gemacht und dann mit ihm wieder bei Null angefangen. Jetzt läuft es deutlich besser."

Indigo du Poret überschreitet damit die Marke von 350.000 Euro an Gewinnsumme und tritt die Nachfolge von Impala de Val auf der Siegerliste dieses Rennens an.

Heuristique - "Von einem Champion geschlagen"

Hinter Indigo du Poret kämpfte Heuristique tapfer und sicherte sich den zweiten Platz, was ihren Reiter Jean-Yann Ricart zu folgender Aussage veranlasste: "Wir wurden von einem Champion geschlagen. Die Stute hat immer Probleme im letzten Bogen, aber heute war es etwas besser als zuletzt. Sie hat erneut ihre Leistung gebracht. Es gibt nichts zu beanstanden."

Dritte wurde nach einem starken Endspurt Halicia Bella, die erneut zuverlässig unter den Besten zu finden war. "Es ist wirklich eine tolle Stute", betont ihr Jockey Guillaume Martin. "Zu Beginn war ich etwas besorgt, weil das Tempo nicht besonders hoch war. Später hat mich Heden Cruz etwas nach vorne gebracht, und sie konnte ihre Schnelligkeit auf der Zielgeraden ausspielen."

Lange in Führung liegend, konnte J’Aime le Foot im Schlussbogen dem Angriff von Indigo du Poret nichts entgegensetzen, verteidigte aber dennoch den fünften Platz.

Montag 06 April 06:15 Uhr
author

Luba Sonn

Themen: 106
Beiträge: 1374

Auftakt Trophee Vert - Duvaldestin: "Der Beste hat ganz einfach gewonnen"

Nur acht Tage nach dem Sieg auf der Sandbahn in Laval, zeigte sich Just de l'Oison am Sonntag auf der Grasbahn von Ecommoy noch dominanter. Zum Auftakt der Trophee Vert 2026 holte sich der Schützling aus dem Stall Duvaldestin die erste Etappe des "grünen Wettbewerbs". Der Erfolg des von Theo Duvaldestin gefahrenen Wallachs dürfte im weiteren Verlauf der Rennserie eine Fortsetzung finden. Bereits für Ende des Monats ist ein Start in Le Touquet bei der nächsten Etappe angekündigt.

Foto: Jean-Charles Briens

 

Nachdem Just de l'Oison zum Auftakt des Grand National du Trot in Amiens mit einem Fehler im letzten Bogen noch enttäuscht hatte, obwohl er noch um den Sieg hätte mitkämpfen können, dominierte er diesmal das Rennen in Ecommoy klar.

In einer Prüfung, in dem die Pferde aus dem ersten Band alles riskierten, übernahm zunächst Gisaro eine Runde vor dem Ziel die Führung, bevor Kaiser auf der Gegengeraden an die Spitze ging. Dann profitierte Just de l'Oison davon, dass Gard ihn ohne großen Kraftaufwand nach vorne zog. "Der Beste hat ganz einfach gewonnen", erklärte Theo Duvaldestin im Anschluss. "Er hatte ideale Rennbedingungen auf einer Bahn, die ihm liegt. Alles war angerichtet, damit er seine Leistung zeigen kann."

ZUM VIDEO

Besonders hervorzuheben ist, dass Just de l'Oison auf Gras ohne Eisen läuft, womit er nun auf sechs Siege aus acht Rennen kommt. "Auf diesem Untergrund kann ich ihm die Eisen komplett abnehmen und ihn leichter ausrüsten. Vielleicht ist er deshalb auf Gras sogar noch ein wenig besser", ergänzte Duvaldestin. Der Verlauf kam Just de l'Oison sehr entgegen, wobei er sich sogar einen kleinen Patzer am Start erlauben konnte. Dank mehrerer Führungswechsel konnte sich der Quaro-Sohn im Feld aber ruhig nach vorne arbeiten.

Als erster Spitzenreiter der Serie wird er auch auf der nächsten Etappe Ende April in Le Touquet antreten: "Er startet wieder mit 25 Metern Zulage, sollte aber trotzdem dabei sein. Danach sehen wir weiter, je nach Rennplanung."

Seine Mitbesitzer Victor Paquin und Gerard Mullet zeigten sich ebenfalls zufrieden und scherzten: "Wenn es jede Woche so läuft, nehmen wir das gern mit."

Stimmen der Platzierten:

Pierre-Louis Desaunette (Trainer/Hector de Bassiere): "Ende letzten Jahres war er müde und wir haben ihm eine Pause gegeben. Das letzte Vorbereitungsrennen hat ihm gutgetan. Diese Art von Rennen liegt ihm. Er wurde nur von einem besseren Pferd geschlagen."

Franck Nivard (Fahrer/Kaiser): "Ich hatte etwas mehr erwartet. Im Finish konnte er nicht mehr richtig zulegen. Vielleicht war er zu früh vorne oder ist das Laufen auf Gras nicht gewohnt. Das müssen wir uns noch einmal anschauen."

Montag 06 April 09:48 Uhr
author

Markus H

Themen: 14
Beiträge: 1170

Für mich eben ein Novum bei PMU 7. Rennen in Sha Tin. Der Sieger Ka Ying Rising zahlt 0,9...

Montag 06 April 09:55 Uhr
author

Gambler

Themen: 5
Beiträge: 3493

Zahlt 1,05

Montag 06 April 11:25 Uhr
author

Markus H

Themen: 14
Beiträge: 1170

Stand aber vorher 0,9 und steht bei der Anzeige von der PMU bei WS immer noch 0,9. Jetzt steht 1,0 beim endgültigen Toto. Dachte nur, wie kann ein Pferd am Toto 0,9 stehen???

Montag 06 April 13:42 Uhr
author

Gambler

Themen: 5
Beiträge: 3493

Steht auch der PMU-Seite 0,9. Aber unter "Rapports definitifs " steht 0,9. Tippe mal, dass bei den voraussichtlichen Quoten die Garantie von 1,05 nicht berücksichtigt wurde. Wobei, ist die Garantie auf Sieg nicht sogar 1,1 ? 

Alles zurück. War ein Rennen mit einem internationalem Pool. Gelten wohl andere Regeln.

arrow