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| Autor | Beitrag |
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| Dienstag 24 Februar 20:21 Uhr | |
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Nachtrag Prix de Paris - Thierry Guibert, (Besitzer He and Me): "Hätte nicht gedacht, dass ich mein erstes Gruppe I-Rennen gewinnen würde" Nach dem Erfolg als Besitzer von He and Me, schwebte Thierry Guibert auf Wolke Sieben. Im Gespräch mit dem ParisTurf erzählte Guibert über den überraschenden Triumph des 9jährigen.
Foto: SCOOPDYGA
"Das ist unvorstellbar", reagierte er unmittelbar nach dem Rennen. "Mir fehlen die Worte. Am Morgen hätte ich nicht gedacht, dass ich mein erstes Gruppe I-Rennen gewinnen würde. Ich wusste, dass das Pferd gut in Form ist und dass Eric zuversichtlich war. Und das er auf Revanche aus war. Aber das zu wissen und tatsächlich zu gewinnen, sind zwei verschiedene Dinge." Der 55jährige Vorstandsvorsitzende eines großen Textilunternehmens ist seit der Kindheit vom Rennsport begeistert. "Mein Vater war es ebenso. Damals hatte er ein Restaurant zwischen dem Trainingszentrum von Grosbois und der Rennbahn Vincennes. Alle Trainer und Fahrer kamen zu ihm, um zu essen. Als junger Mann habe ich selbst bei Jean-Lou Peupion gearbeitet. Beinahe wäre ich sogar in diese Branche gegangen. He and Me ist ein Pferd, das ich für meinen kranken Vater gekauft habe. Ich wollte ihm ein gutes Pferd schenken. Und ich weiß, dass die Familie Dubois hervorragende Pferde züchtet. Wir haben ihn teuer gekauft, aber nun zahlt He and Me es uns zehnfach zurück." --------- Alexandre Abrivard: "Könnte das letzte Rennen ihrer Karriere sein..." Just Love You bestimmte im Prix de Paris lange das Tempo, brach in der Schlussphase aber ein. Am gestrigen Montag äußerte sich Alexandre Abrivard gegenüber dem ParisTurf zur weiteren Planung der Stute. Ebenso sprach er auch über das nächste große Ziel für L’Ecrin d’Or.
Foto: SCOOPDYGA
Die bittere Schlappe von Just Love You ließ Fragen hinsichtlich der Fortsetzung ihrer sportlichen Karriere aufkommen. "Im Nachhinein bereue ich die gewählte Taktik nicht", bekräftigte Alexandre Abrivard. "Wir lagen gut in Führung und wurden weder von Francesco Zet noch von He and Me wirklich unter Druck gesetzt. Just Love You hat gut geatmet. Sie fiel zurück, weil sie nicht mehr die Stute aus ihrer Glanzzeit ist. Jetzt müssen wir ihren Trainings-Alltag, ihren Zaum und die Bahn wechseln, damit sie wieder aufblühen kann. Wir bereiten sie auf den Prix de l’Atlantique vor, der am 18. April in Enghien stattfindet. Sie hat uns so viel gegeben. Mit einem zweiten Platz im Prix d’Amerique, zwei Gruppe I-Siegen und Platzierungen in allen Criterien, an denen sie teilgenommen hat, kommt es nicht infrage, ihr ein Rennen zu viel zuzumuten. Sollte es erneut nicht klappen, könnte der Prix de l’Atlantique das letzte Rennen ihrer Karriere sein." Doch bevor es so weit ist, richtet Alexandre Abrivard den Blick auf den letzten Renntag des Wintermeetings, der insbesondere für L’Ecrin d’Or wichtig ist, der zuletzt mit Eisen als hervorragender Dritter im halbklassischen Prix Paul Bastard überzeugte: "Wir schwanken noch zwischen dem Prix des Centaures und dem Prix Henri Desmontils. Der 'Centaures' scheint auf dem Papier etwas weniger stark besetzt, aber L’Ecrin d’Or käme die Steherdistanz des Prix Henri Desmontils eher entgegen. Wir werden die Entscheidung in letzter Minute treffen." Die Starterangabe für alle drei Gruppe I-Rennen am Samstag ('Centaures', 'Henri Desmontils' und 'Selection') erfolgt am Mittwoch Vormittag. |
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| Mittwoch 25 Februar 06:06 Uhr | |
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Mittwoch in Cagnes - Max Izaac: "Beim letzten Mal haben wir Mist gebaut" Nach einem bisher starken Wintermeeting in Cagnes-sur-Mer wird Trainer Max Izaac an diesem Mittwoch zwei der besten Pferde seines Stalls an den Start bringen. Zu den aktuellen Chancen äußerte sich Izaac im Gespräch mit dem ParisTurf.
Foto: SCOOPDYGA
Mit 8 Siegen und 8 Podestplätzen bei nur 28 Startern, kommt das Quartier von Max Izaac auf bemerkenswerte 57% Platzierungen auf dem Podium. Der insgesamt recht kleine Stall kann kurz vor Ende des Meetings sehr zufrieden mit den Ergebnissen sein. Am Mittwoch stellt der Trainer vier Pferde vor. Darunter zwei große Hoffnungen des Stalls: den hoch eingeschätzten My Love du Vivier und die noch ungeschlagene Nassandra. "In der regionalen Quarte hat Lynyrd Skynyrd (409) ein sehr gutes Engagement. Er hat sich leider angewöhnt am Start beim Eindrehen zu galoppieren. Beim letzten Mal war er nach der Disqualifikation hinter dem Feld gut unterwegs. Im Training ist er in Topform, und wenn Paul (Ploquin) ihn sauber auf die Beine bekommt, kann er eine sehr gute Rolle spielen. Mit My Love du Vivier (505) hatten wir beim Comeback deutlich mehr erwartet. Ich sage es offen: Wir haben bei der Beschlagwahl Mist gebaut. Er hat unterwegs ein Eisen verloren und fühlte sich in seiner Gangart nicht wohl, zumal er ein Passgänger ist. Wir sind wieder zu seinem gewohnten Beschlag zurückgekehrt, und morgens im Training ist er wirklich sehr gut. Wir halten viel von ihm und erwarten eine starke Leistung. Nassandra (611) ist eine großartige Stute. Beim letzten Mal verlor sie im ersten Heat ein Eisen, und wir mussten sie als Nichtstarterin zurückziehen, weil ihr Huf beschädigt war. Inzwischen ist alles wieder in Ordnung, und im Training präsentiert sie sich in Bestform. Sie kann die Zulage durchaus wettmachen, denn sie ist am Start eine richtige Rennmaschine. Wenn alles gut läuft, geht sie anschließend in den 'Coupe'. Narkos du Chatault (609) hingegen ist etwas limitierter. Vor dem Rennen wären wir schon zufrieden, wenn er Fünfter würde." ZUM RENNTAG IN CAGNES Beginn: 16.32h --------- "Equidia+" ist online Wer regelmäßig die Website von Equidia besucht, hat den neuen Menüpunkt sicherlich schon entdeckt. Der Button "E+" ist mittig im unteren Teil der mobilen Seite platziert und führt die User zu zahlreichen Sendungen aus dem Programm von Equidia. Ebenso kommt man zum aktuellen Video-Archiv und den letzten großen Rennen, sowohl aus dem Traber- als auch aus dem Galopprennsport.
Quelle: equidia.fr
'Equidia+' läuft unter dem Slogan "100% der Pferderenn-Videos auf Abruf". Damit erfüllt sich eines der Ziele des Präsidenten der SETF, Jean-Pierre Barjon, der zugleich Präsident von Equidia ist: einen Service für Profis und Wetter nach dem Vorbild von "My Canal+" zu etablieren. Also eine Streaming-Plattform für Rennsport-Inhalte. Zu den Sendungen von Equidia, die nun nicht nur über YouTube später gestreamt werden können, gehören unter anderem: "Grand Debrief", "Grande Heure Hippique" aber auch Reportagen wie "Guest Star" oder "Passion Courses". "Equidia+" ist ab sofort auf equidia.fr (Desktop & Mobil) verfügbar und bald auch als mobile App sowie auf dem Smart-TV. |
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| Donnerstag 26 Februar 04:45 Uhr | |
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Frederic Morel (Ecurie du Vieux Chene): "Es fehlt an Wertschätzung gegenüber den Wettern" Als Eigentümer des Ecurie du Vieux Chene ist Frederic Morel nicht nur als Besitzer besonders aktiv. Er gilt als auch einer der größten Wetter Frankreichs. Über seinen Stall, seine Wetttaktik und sportpolitische Themen hat er sich im ausführlichen Interview mit dem ParisTurf unterhalten.
Foto: SCOOPDYGA
Paris Turf: "2025 war mit 46 Siegen und 1 Million Euro Gewinnsumme ein gutes Jahr für Ihre Farben. Sie belegten Rang 18 der nationalen Besitzerwertung. Sind Sie zufrieden?" Frederic Morel: "Es war ein ordentliches Jahr, aber ich hatte mehr Pferde im Training. Es lag im Rahmen meiner Erwartungen und ist seit fünf Jahren relativ konstant gemessen an der Anzahl meiner Pferde." PT: "Ist Ihr Stall rentabel?" FM: "Ja, das Problem ist nur, dass ich ständig neue Pferde kaufe (lacht). Um kein Geld zu verlieren, dürfte ich das eigentlich nicht. Aber ich kann nicht anders. Lange Zeit musste ich kein zusätzliches Geld in den Stall stecken, doch seit drei oder vier Jahren schieße ich jedes Jahr wieder etwas zu." PT: "Der Winter in Cagnes läuft ebenfalls gut mit fünf Siegen und 110.000 Euro Gewinnsumme bei zehn Startern. Ist es Ihnen wichtig, an der Riviera erfolgreich zu sein?" FM: "Ich mag Cagnes. Ein Sieg dort freut mich genauso wie einer in Vincennes. Paradoxerweise hatte ich diesen Winter weniger Starter als sonst, da Mickael Cormy und Loris Garcia seltener an Meetings teilnehmen. Umso zufriedener bin ich mit den Ergebnissen." PT: "Welche sind Ihre größten Hoffnungen?" FM: "Drei Namen fallen mir ein: Noe des Baux, Lever du Joamax und Keen on Me. Bei den älteren Pferden auch Hajime, der im Vorjahr über 120.000 Euro verdient hat." PT: "Warum verteilen Sie Ihre rund 40 Pferde auf so viele Trainer?" FM: "Ich wollte nie alles auf eine Karte setzen. Zudem kenne ich viele Trainer persönlich. So kann ich in ganz Südost- und Zentralostfrankreich starten." PT: "Greifen Sie ins Training ein?" FM: "Beim Training nicht. Bei den Engagements schon eher. Ich verfolge täglich das Programm meiner Pferde. Wenn ich eine passende Ausschreibung sehe, spreche ich das an." PT: "Hilft Ihnen Ihre Erfahrung als Großwetter beim Pferdekauf?" FM: "Ja, man entwickelt ein Auge für Pferde. Ich gehe zwar nicht zu den Qualifikationen, schaue mir aber Videos genau an. Mit dem normannischen Agenten Cedric Focqueur arbeite ich eng zusammen. Mit großem Erfolg." PT: "Welche Ratschläge geben Sie Wettern?" FM: "Rennen genau analysieren, Videos studieren und das eigene Auge schulen." PT: "Warum sind die Umsätze so stark gesunken?" FM: "Es gibt ein strukturelles Problem: Viele ältere Stammwetter wurden nicht ersetzt. Zudem fehlt die mediale Präsenz. Junge Menschen kennen die Rennen kaum noch oder haben Vorurteile." PT: "Und die niedrigen Auszahlungen?" FM: "Die generell sinkenden Quoten entmutigen viele Spieler. Wenn man 1,20 Euro Bonus in der Quinte erhält, fühlt man sich nicht ernst genommen." PT: "Was erwarten Sie von der neuen PMU-Führung?" FM: "Sie muss näher an die Kundschaft heranrücken. Es fehlt an Wertschätzung gegenüber den Wettern. Um junge Menschen zu erreichen, muss man in sozialen Netzwerken viel präsenter sein und den Pferdesport besser erklären. Pferdewetten bieten oft attraktivere Quoten als Sportwetten - das wird zu wenig kommuniziert. Die sportliche Dimension muss stärker betont werden. Vor allem bin ich ein Pferdeliebhaber. Es gibt viele schöne Geschichten zu erzählen. Unsere Zukunft hängt davon ab." Kurzbiografie: Frederic Morel 55 Jahre Lebt in einer eingetragenen Partnerschaft Vater einer 14jährigen Tochter Aus dem Departement Isere, wohnhaft in La Mure Berufsspieler Besitzer des Ecurie du Vieux Chene Zu seinen Startern am Donnerstag in Cagnes: "Hajime startet in der Quinte und kann unter die ersten Vier kommen. Kompany Vincent ist ein harter Gegner. Now And Then hat bisher enttäuscht, könnte sich aber steigern. Leader des Rioults ist gut, doch das große Feld könnte ihm schaden. Keops Tillaye bleibt beschlagen, ist aber in Form. Kaicha ist eine Qualitätsstute, dürfte jedoch von weit hinten kommen müssen, besitzt aber einen starken Endspurt." ZUM RENNTAG IN CAGNES Beginn: 13.55h |
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| Donnerstag 26 Februar 18:57 Uhr | |
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Rückblick 'Amerique Races' 2025/26 Am letzten Sonntag fiel in Vincennes mit dem Prix de Paris der Vorhang für die sechste Saison der 'Amerique Races'. Diese Ausgabe umfasste, wie schon in den Jahren zuvor, sechs Rennen und drei Finals, verteilt über einen Zeitraum von nahezu hundert Tagen. Die Rennserie zeichnete sich besonders durch die Vielfalt der Sieger ab: Insgesamt trugen sich acht verschiedene Pferde in die Siegerliste ein. Das ist eine der wichtigsten Erkenntnisse bei der Bilanz dieser Saison. Tatsächlich gelang es einzig Iroise de la Noe zweimal zu gewinnen. LeTrot fasste Zahlen, Daten und Fakten rund um die wichtigste Rennserie der Saison zusammen.
Foto: SCOOPDYGA
Im Winter 2024/25 war Idao de Tillard der einzige Doppelsieger der 'Amerique Races' mit Erfolgen im Prix de Bourgogne und im Amerique. Und das trotz eines missglückten Starts ins Meeting wegen Leptospirose, sowie eines vorzeitigen Saisonendes aufgrund einer Verstauchung. Zwölf Monate später konnte sich mit Iroise de la Noe nur ein einziges Pferd rühmen, auf zwei Etappen der sechsten Saison in die Siegerliste eingetragen zu haben. Die Leistung der Stute aus dem Stall von Thomas Levesque ist bemerkenswert: Sie gewann den Prix de Belgique, sowie den Prix de France und feierte dort zugleich ihren ersten Gruppe I-Sieg. Der letzten Stute, der ein ähnliches Kunststück gelang, war Ampia Mede Sm im Wintermeeting 2022/23, als sie den Gruppe I-Doppelpack aus Prix de France und Prix de Paris holte. Eine große Vielfalt an Siegern Hat die erzwungene Abwesenheit eines Ausnahmepferdes wie Idao de Tillard in diesem Winter die Ambitionen seiner potenziellen Rivalen beflügelt? Das ist durchaus möglich. Fest steht jedenfalls, dass die Bilanz eine außergewöhnliche Vielfalt zeigt: Acht verschiedene Siegerinnen und Sieger in neun Rennen. Einer von ihnen, Jushua Tree, musste nach einer Fissur auf die Finals verzichten. Diese Vielfalt spiegelt sich auch in allen Gruppe I-Rennen des Winters wider: Vor den letzten drei Klassikern der Abschlussveranstaltung am Samstag, zählte man ebenso viele Sieger (15) wie ausgetragene Rennen.
Die Sieger der Amerique Races 2025/26 Prix de Bretagne (Q1) - Josh Power - 11,2/2.700m Prix du Bourbonnais (Q2) - Inmarosa - 11,7/2.850m Criterium Continental (Q3) - Liza Josselyn - 10,0/2.100 m/Autostart Prix Tenor de Baune (Q4) - Epic Kronos - 11,2/2.700m Prix de Bourgogne (Q5) - Jushua Tree - 11,3/2.100m/Autostart Prix de Belgique (Q6) - Iroise de la Noe - 12,0/2.850m Prix d’Amerique - Hokkaido Jiel - 11,4/2.700m Prix de France - Iroise de la Noe - 09,4/2.100m/Autostart Prix de Paris - He And Me - 13,8/4.150m
Die 27 Podestplätze der 'Amerique Races' wurden von 19 verschiedenen Trabern belegt. Acht von ihnen standen zweimal unter den ersten drei: Josh Power, Jushua Tree, Inmarosa, Frank Gio, Epic Kronos, Immortal Doc, Go On Boy und Iroise de la Noe. Damit sind Thomas Levesque als Trainer und Besitzer und Jean-Paul Masson als Züchter jeweils die einzigen Doppelsieger in ihren Kategorien. Auch Tornado Bello führt diese Wertung bei den Deckhengsten an, während sich der Erfolg von Face Time Bourbon in vier Podestplätzen niederschlägt. Knapp vor Brillantissime (3). Bei den Fahrern geht die Krone an Jean-Michel Bazire. Trotz seines Unfalls am 02. Januar, der ihn für vier Rennen der Serie außer Gefecht setzte, sammelte er als Einziger vier Podestplätze: zwei Siege (mit Jushua Tree und Liza Josselyn), sowie zwei zweite Plätze. Eric Raffin erzielte ebenfalls zwei Siege. Mit Iroise de la Noe und He And Me. Bei den Trainern kann auch Daniel Reden mit vier Podestplätzen zufrieden sein, erzielt durch Epic Kronos, Francesco Zet und La Yuca. Klare französische Dominanz Acht der neun Rennen gingen an französische Pferde, darunter alle drei Finals. Lediglich der Prix Tenor de Baune entglitt der "Tricolore" mit einem rein internationalen Podium: Epic Kronos und Immortal Doc aus Schweden, sowie Executiv Ek aus Italien. Dennoch schlugen sich die skandinavischen und italienischen Gäste insgesamt achtbar: Mit zehn Podestplätzen, also mehr als einem Drittel aller Platzierungen, steigerten sie ihre Bilanz deutlich gegenüber dem vorigen Winter, wo lediglich vier Top Drei-Platzierungen raussprangen. Drei Rekorde gebrochen, einer eingestellt Bereits im Prix de Bretagne setzte Josh Power ein Ausrufezeichen, indem er mit einer Kilometerzeit von 11,2 über 2.700 Meter einen neuen Rennrekord aufstellte. Auch Epic Kronos im Prix Tenor de Baune (11,2/2.700m) sowie Iroise de la Noe im Prix de Belgique (12,0/2.850m) verbesserten jeweils die bisherigen Bestmarken ihrer Rennen. Die Stute aus dem Stall von Thomas Levesque stellte zudem den Rekord von Idao de Tillard im Prix de France ein, als sie die 2.100 Meter in 09,4 absolvierte. Kennzahlen: 103.000 Zuschauer insgesamt während der Veranstaltungen, die zu den 'Amerique Races' gehörten. 55.000 Besucher beim 'Prix d’Amerique Festival' Steigende Medienresonanz: Es wurde ein Mediawert von 10,3 Mio Euro erreicht, was ein Plus von 42% ausmacht Digitaler Rekord: 15,5 Mio. Aufrufe der Inhalte in sozialen Netzwerken Neuerungen 2025/26 Diese Ausgabe war geprägt vom Start des allerersten 'Prix d’Amerique Festivals'. An drei Tagen erlebten 55.000 Zuschauer ein neuartiges Format, dass Trabrennsport mit einem ambitionierten und verbindenden Musikprogramm kombinierte und die Veranstaltung zu einem festlichen Spektakel machte. Weit mehr als nur ein Rennwochenende etablierte sich das Treffen als Festival der neuen Generation: Media Day, Auftritt von Gims, DJ-Sets, ein immersives Amerique-Dorf und eine durchgehend im Stil der USA gehaltene Atmosphäre über drei Tage hinweg sorgten für ein ganzheitliches Erlebnis. Diese gelungene Verbindung von Spitzensport und Entertainment markierte einen strategischen Wendepunkt für das Image des Prix d’Amerique. Dank dieser Aufwertung stieg die mediale und digitale Sichtbarkeit deutlich: +42% Medienwert und mehr als 4 Millionen Aufrufe der Inhalte auf Instagram. Die 'Amérique Races' 2025/26 bestätigten damit ihren Status als eines der wichtigsten Trabrennsport-Events weltweit. Der Publikumserfolg und die Einführung des 'Prix d’Amerique Festivals' unterstreichen eine klare Ambition: die Weltmeisterschaft im Sulkysport noch spektakulärer, zugänglicher und moderner zu gestalten. Die Champions der 'Amerique Races' laden ihre Fans bereits zur Ausgabe 2026/27 ein, die am 22. November mit dem Prix de Bretagne (Q1) ihren Auftakt feiert. --------- 'Selection' ohne Lombok Jiel - Dersoir: "Wir setzen auf Vorsicht" Lombok Jiel wird am kommenden Samstag nicht am Prix de Selection (GR I) teilehmen. Das bestätigte sein Trainer Jean-Luc Dersoir noch vor der Starterangabe, die bereits gestern stattgefunden hat. Ebenso äußerte sich Dersoir gegenüber dem ParisTurf zu den Gründen, weshalb dieser Klassiker ausgelassen wird.
Foto: SCOOPDYGA
Obwohl Lombok Jiel bis kurz vor der Starterangabe noch unter den genannten Pferden zu finden war, wird der Fuchs nicht im 'Selection' antreten. "Das Pferd hatte am Tag nach seinem sechsten Platz im Prix Ovide Moulinet (GR II) am 08. Februar leichtes Fieber", erklärte Jean-Luc Dersoir. "Wir mussten ihn daher eine Woche schonen, und es ist immer ärgerlich, wenn man die Vorbereitung nicht wie geplant durchführen kann. Deshalb setzen wir diesmal auf Vorsicht." Als nächstes Ziel ist nun der Prix Robert Auvray (GR II) am 11. April vorgesehen, wo der Sohn von Enino du Pommereux ausschließlich gegen Fünfjährige antreten wird. --------- Hokkaido Jiel im "Vitesse"? Hokkaido Jiel konnte nach seinem Triumph im Prix d’Amerique 2026 im Anschluss im Prix de France als Achter nicht nachlegen. Nun sucht der 9jährige die nächste Herausforderung, die ihn in weniger als zwei Wochen an die Riviera führen könnte.
Foto: SCOOPDYGA
"Wir denken ernsthaft über das Grand Criterium de Vitesse de la Cote d’Azur (GR I) am 08. März in Cagnes-sur-Mer nach. Sofern nichts dazwischenkommt", schiebt Trainer Jean-Luc Dersoir aber gleich hinterher. "Das Pferd ist gut in Form, ich werde ihm am Dienstag noch eine Arbeit geben." Ehrung in Straßburg Derweil wird Hokkaido Jiel auf der Rennbahn von Hoerdt (Straßburg) am 08. März besonders gewürdigt. Eine Prüfung des Tages trägt seinen Namen, zudem wird die Trophäe des Prix d’Amerique 2026 präsentiert. Dieser Ort wurde nicht zufällig ausgewählt. Es ist die Heimatregion des Ecurie Luck. Jean Luck hatte in den 1970er-Jahren nahe Straßburg mit seinem Gestüt begonnen und krönte seine jahrzehntelange Arbeit nun mit dem Sieg im Prix d’Amerique. --------- Samstag in Cagnes - Debüt von Nodessa Josselyn Im August 2024 bekam Nodessa Josselyn erstmals große mediale Aufmerksamkeit. Damals noch als Jährling, drehte die Tochter von Belina Josselyn etliche Runden im Auktionsring, ehe der Hammer mit einem neuen Europarekord für Traber-Jährlinge bei 740.000 Euro fiel.
Foto: Province Courses
Auf der damaligen Arqana-Auktion bot Vincent Martens, der in der Folge auch zum Ausbilder der Stute wurde, im Auftrag einer Besitzergemeinschaft, die vom Malteser Steve Farrugia angeführt wird. Am Samstag steht die kleine Schwester von Liza Josselyn wieder im Fokus, wenn sie ihr Debüt im Rennen geben wird. Im Prix Ivoire du Moulin trifft die 3jährige Ready Cash-Tochter über 2.925 Meter in einer reinen Stutenaufgabe auf acht Gegnerinnen. --------- Freitag in Vincennes - Abrivard-Duo in der abendlichen Quinte vorn? Am Freitag steht in Vincennes eine 'Semi-nocturne'-Veranstaltung auf dem Programm, die mit einer gut besetzten Quinte zur Primetime um 20.15h beendet wird. Die Favoritenrolle teilen sich wohl zwei Pferde aus dem Stall von Laurent-Claude Abrivard. Karambar und Jazzman sollten auf dem Weg zur erfolgreichen Königswette als Steller dienen können.
Karambar - Foto: SCOOPDYGA
Karambar hat im letzten Herbst einen starken Hattrick hingelegt. Mit einem folgenden zweiten Rang im November auf Gruppe-Ebene verabschiedete sich der Dollar Macker-Sohn aber in eine Pause, die er am 07. Februar mit einem Prepare beendete. Die Eisen werden dem 6jährige nun wieder abgenommen und zusätzlich ist der Wallach die erste Wahl von Alexandre Abrivard. Stallgefährte Jazzman wird von Leo Abrivard gesteuert. Auch wenn sich der Deutsche im 'Tenor de Baune' eine Disqualifikation leistete, sprechen die beiden Erfolge zuvor und im Anschluss für sich. Mit einem großartigen Speed erlegte der Niky-Sohn jeweils seine Gegner. Zuletzt hatte der ebenfalls 6jährige mit dem äußersten Startplatz in der zweiten Reihe keine Lage gefunden und wurde in der Folge sehr aufwendig an die Spitze gesteuert. Das gefiel dem Hengst gar nicht, der den harten Verlauf mit einem Einbruch in der Endphase quittierte, was zu Rang Acht führte. Nun dürfte er mit gewohnter Taktik wieder im Endkampf zu finden sein. Ebenso zu beachten sind der zuverlässige Ialto d'Hertals, Harison du Plessis mit maßgeschneidertem Engagement, sowie Je Reve du Bois, der nach mehreren Monte-Starts wieder im Sulky antritt. "Er ist auch vor dem Wagen sehr talentiert, wenn auch etwas weniger umgänglich. In Topform sollte er, sofern er keinen Fehler macht, vorne mitmischen", erinnert Charles Bruneau. |
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| Freitag 27 Februar 07:02 Uhr | |
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Alexis Collette: "Ich bin mit diesem Winter zufrieden" Nach einem starken Winter, in dem er seine Anzahl an Siegen im Vergleich zur vorherigen Saison verdoppelt hat, blickt Alexis Collette kurz vor Ende des Wintermeetings auf die vergangenen Monate zurück. Ebenso erzählt er im Gespräch mit dem ParisTurf von seiner Zusammenarbeit mit Kevin Leblanc und blickt auf seine Starter am Freitag in Vincennes.
Foto: SCOOPDYGA
Alexis Collette, der kürzlich mit Ibiki de Houelle den dritten Platz im Prix de Paris belegte, überquerte seit dem 30. Oktober in Vincennes zwölfmal als Erster die Ziellinie. Bei noch zwei ausstehenden Renntagen im Wintermeeting kann er seine Bilanz noch weiter verbessern. Bisher war Collette im Sulky erfolgreicher. Im Fahren hat er acht der zwölf Siege geholt. Im vorigen Winter holte er seine sechs Siege ausschließlich im Trabreiten. "Insgesamt bin ich zufrieden", betont der 29jährige Profi, der vor Kurzem seinen 550. Karrieresieg feierte. "Ich habe diesmal mehr im Sulky gewonnen, vielleicht haben mir im Trabreiten ein paar passende Pferde gefehlt. Natürlich wünscht man sich immer noch mehr, aber so passt es für mich." Im Sulkysport hatte sich Alexis Collette in der Pariser Region lange eher im Hintergrund gehalten. In den vergangenen Monaten scheint er dort jedoch einen deutlichen Schritt nach vorn gemacht zu haben. Vor Beginn dieses Meetings hatte er erst zwölf Siege in Vincennes im Sulky errungen. Inzwischen hat er diese Zahl nahezu verdoppelt. "In der Provinz habe ich mir im Sulky bereits meine Sporen verdient. In Vincennes gibt es viele Top-Fahrer, da ist es schwer, sich durchzusetzen. Die Zusammenarbeit mit Kevin Leblanc hat mir auf jeden Fall einen zusätzlichen Schub gegeben, und es lief sehr gut. Außerdem arbeite ich mit dem Agenten Anthony Grueau zusammen. Das hat ebenfalls viel bewirkt." Alles begann mit Katinka Aimef... Die Zusammenarbeit mit dem Team Leblanc begann im Dezember 2024 mit der Ausnahme-Stute Katinka Aimef. "Ihre Stammjockeys konnten sie damals nicht reiten", erinnert sich Alexis Collette. Mit der Tochter von Singalo gewann er schließlich sein erstes Gruppe I-Rennen. Somit wurde die Kooperation wurde fortgesetzt. "Den ganzen Winter über habe ich für Kevin Leblanc in Grosbois gearbeitet. Von dort aus bekam ich viele Starts im Sulky", erklärt der Profi, der unter anderem am 17. Januar mit Jongleuse de Lune den Prix de Brest (GR III) gewann. "Das war ein schöner Sieg, aber eigentlich sind sie alle schön. In Paris zu gewinnen ist so schwer." Nicht nur in der Pariser Region, auch in der Provinz ist Alexis Collette ständig unterwegs und scheut keine Kilometer. Nantes und anschließend Vincennes am vergangenen Wochenende. Le Croise-Laroche, Mauquenchy, Cagnes-sur-Mer für zwei Tage, bevor es diese Woche wieder nach Vincennes geht. Collette zählt seine Reisen schon gar nicht mehr. "Ich versuche, immer mein Bestes zu geben und mir alle Chancen zu erarbeiten, um möglichst weit nach oben zu kommen. Dazu gehört, verfügbar zu sein und weite Strecken nicht zu scheuen, wenn es interessante Renntage gibt. Konkrete Ziele in Zahlen setze ich mir nicht." Seine Zahlen sprechen jedoch für sich: 2025 war mit 134 Siegen ein Rekordjahr - nahezu doppelt so viele wie 2022. Auch 2026 begann er furios, mit bereits 15 Erfolgen. Aktuell liegt er auf Rang sechs der Gesamtwertung. Seine Quote an Platzierungen unter den ersten fünf war noch nie so hoch: 51 Prozent. Seine Starter am Freitag Diese Bilanz möchte er am Freitag weiter ausbauen, wenn er in Vincennes mit sieben Pferden an den Start geht: "Zu Norgusson Atalante (104) kann ich noch nicht viel sagen. Ich werde ihn zum ersten Mal fahren. Er hat in Vincennes kleinere Platzierungen erreicht, und das erstmalige erleichtern des Beschlags könnte ihm guttun. Mit Little Star Fleury (304) hatten wir diesen Winter kein Glück, sie hätte bessere Ergebnisse verdient. Wenn wir keine zu großen Anstrengungen unternehmen müssen und der Rennverlauf passt, kann sie meiner Meinung nach Dritte oder Vierte werden. Kidam du Metz (404) hat zu Beginn des Meetings gut gewonnen. Danach war er, glaube ich, etwas krank. Das Rennen passt gut für ihn, er hat eine Chance. Leader de Venel (503) und Fiorano (603) werde ich ebenfalls erstmals fahren. Nach dem, was ich gesehen habe, brauchen wir einen günstigen Rennverlauf, um vielleicht Vierter oder Fünfter zu werden. Liberty Delo (705) ist diesen Winter unter ihren Möglichkeiten geblieben. Schade, denn sie hat Qualität, ist aber etwas heikel. Ich hoffe, dass wir am Freitag die 'echte' Liberty sehen. Lucia de la Criere (808) ist sehr zuverlässig. Ich denke, ihr letzter Start in Laval hat ihr gutgetan, denn ihr Trainer konnte sie wegen der schlechten Wetterbedingungen nicht optimal vorbereiten. Sie tritt in besserer Gesellschaft an. Ich habe mir das Feld noch nicht genau angesehen, aber sie ist unkompliziert. Ich hoffe, unter die ersten Fünf zu kommen." ZUM RENNTAG IN VINCENNES Beginn: 15.28h Am Samstag wird er mit Katchina For Clara im Prix des Centaures (GR I) antreten: "Ich habe mir die Konkurrenz noch nicht genau angesehen, aber auf dem Papier laufen wir um Platz Vier oder Fünf. Sie hatte sich daran gewöhnt, keine Fehler mehr zu machen, doch zuletzt ist ihr wieder einer unterlaufen. Das war schade. Wir gehen als Außenseiter ins Rennen, aber wir werden versuchen, uns bestmöglich zu präsentieren." --------- Freitag in Cordemais - Alexandre Abrivard: "Livie du Bouillon kann den letzten Sieg wiederholen" Mit einem starken Start ins Jahr 2026 und bereits 35 Siegen auf seinem Konto könnte Alexandre Abrivard am Freitag weitere Punkte sammeln. Bevor er am Abend in Vincennes zwei Fuhren hat, ist er in Cordemais mit vier Startern der Aktive, der am ehesten zu beachten ist. Im ParisTurf äußerte er sich zu den Chancen in Cordemais.
Foto: SCOOPDYGA
"Ma Piece d'Or (111) lernen wir noch besser kennen. Ihr erster Start unter dem Sattel in Vincennes war recht ordentlich, zumal wir unterwegs behindert wurden, was uns eine bessere Platzierung gekostet hat. Mit ein paar Anpassungen sollte sie bald ihren ersten Sieg holen. Mit Jaeger Man (304) hatten wir mehrere Startmöglichkeiten zur Auswahl. Dieses Rennen bot sich etwa drei Wochen nach dem letzten Einsatz gut an. Vor dem Start scheint alles in Ordnung, aber bei 'Jaeger' muss man immer vorsichtig sein. Er ist nie ganz vor einem Fehler gefeit." Wie Jaeger Man trugen auch Livie du Bouillon (510) und Iboy des Tithais (712) zu Abrivards Vierfacherfolg am 02. Februar in Maure-de-Bretagne bei. Der frischgebackene 30jährige setzt auch weiterhin auf diese beiden Traber: "Livie du Bouillon hat zuletzt überzeugend gewonnen. Wenn sie ruhig und konzentriert bleibt, kann sie das wiederholen. Bei Iboy des Tithais sind die Bedingungen diesmal anders: In Maure mussten uns die stärkeren Pferde Zulage geben und konnten nicht mehr herankommen. Hier starten alle von derselben Marke, daher wird es wohl schwieriger. Trotzdem denke ich, dass er erneut eine gute Chance hat." ZUM RENNTAG IN CORDEMAIS Beginn: 10.56h --------- Ausschreibung für die Quinte mit Regeländerung Ab dem 01. März führt die Societe d'Encouragement à l'Elevage du Trotteur Francais (SETF) eine neue Bestimmung für Rennen ein, die als Quinte-Rennen vorgesehen sind.
Quelle: SETF
Im Zuge verstärkter Bemühungen, Teilnehmer zu vermeiden, die lediglich zur Vorbereitung auf andere Ziele in einer Quinte antreten, und um den Wettenden ausgeglichenere Starterfelder zu präsentieren, tritt eine neue Regelung in Kraft. Diese war bereits im offiziellen Bulletin vom 19. Februar angekündigt worden. Konkret gilt ab dem 01. März folgende Priorität bei der Starterauswahl im betreffenden Quinte-Rennen: In der als Quinte-Rennen ausgewählten Prüfung werden in jedem Band vorrangig jene Pferde ausgeschlossen: 1. Die zum Zeitpunkt der endgültigen Starterangabe in den drei Monaten vor dem Rennen keinen Platz unter den ersten Sieben in einem Rennen im Sulky belegt haben 2. Anschließend jene Pferde, die in den drei Monaten vor dem Rennen überhaupt nicht im Sulky angetreten sind. Mit dieser Maßnahme soll die sportliche Aussagekraft der Felder erhöht und eine größere Leistungsdichte in den Quinte-Rennen gewährleistet werden. Vor allem für den nächsten Winter bedeutet das in den B-Rennen, dass 'reine' Monte-Traber nahezu ausgeschlossen werden. Von dieser Regelung wären im 'Bretagne' vier und im 'Bourbonnais' zwei Starter ausgeschlossen worden, die das Feld letztlich lediglich ergänzt haben. |
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| Freitag 27 Februar 14:30 Uhr | |
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Mittwoch in Amiens - Auftakt zum Grand National du Trot 2026 Kaum wird das Wintermeeting 2025/26 in Vincennes beendet sein, steht bereits der Auftakt des Grand National du Trot 2026 an. Zur 45. Auflage der 1982 ins Leben gerufenen Rennserie eröffnet die Rennbahn von Amiens am Mittwoch die Saison.
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Zum fünften Mal in Folge dient die Rennbahn Petit Saint-Jean in Amiens als Auftaktstation des GNT. Zehn der dreizehn Provinzetappen der Ausgabe 2026 finden in der Nordhälfte Frankreichs statt, bevor am 06. Dezember das Finale traditionell in Vincennes ausgetragen wird. Im vergangenen Jahr gewann Indy de Jyr gleich die erste Etappe und krönte sich später zum Gesamtsieger der Serie. Zudem war er der vierte Traber in Folge, der in Amiens von der Grundmarke aus erfolgreich war. In diesem Jahr scheint Jilord Viva, im vergangenen September Zweiter hinter Indy de Jyr in Meslay-du-Maine, in der Lage zu sein, den Trend umzukehren. Mit Eric Raffin im Sulky hat der Wallach auch am 17. Februar überzeugend in Vincennes gewinnen können. Der Catchdriver erklärt: "Ich bin vom 03. bis 08. März eigentlich gesperrt, nachdem ich in einem Gruppe III-Monte mit Milor de la Vallee einen Verstoß begangen habe. Jilord Viva darf ich jedoch fahren, da es sich ebenfalls um ein Gruppe III-Rennen handelt. Es wird mein einziger Einsatz in dieser Woche sein." In der Kombination mit Eric Raffin könnte Jilord Viva den vierten Sieg in Folge feiern. Raffin selbst hat in Amiens seit dem 13. August 2021 nicht mehr gewonnen. Mit 25 Metern Zulage zählt Hades de L’Iton, der 2025 mehrere Siege auf Rechtskursen feierte und zuletzt den Grand Prix de Vincennes in Cagnes gewann, ebenfalls zu den ernsthaften Anwärtern. Auch Kaptain du Liamone, Jeannette Priory und Hero Sibey sind vor der Starterangabe schon fest eingeplant und melden gute Chancen an. An der Grundmarke gibt es zahlreiche Kandidaten, die die 2022 von Farah des Caux begonnene Erfolgsserie der Pferde an der Grundmarke fortsetzen könnten. Darunter befinden sich Just de l’Oison, Joconde Sibey und der 5jährige Little Brown. Ebenfalls zu beachten sind Jizou d’Etang, Jolivert du Gers sowie die Stallgefährten Iris From und Infiniment Citron. Marc Sassier tritt als Titelverteidiger bei den Trainern an und hat Hedic Gema mit 25 Metern und Horatius d’Ela mit 50 Metern Zulage genannt. --------- Besucherzahlen erneut angestiegen Wie LeTrot in einem aktuellen Artikel berichtete, verzeichneten die Besucherzahlen auf französischen Rennbahnen im Vorjahr, wie schon 2024, einen Anstieg. Eine erfreuliche Nachricht, zumal positive Meldungen rund um den französischen Perderennsport aktuell nicht immer selbstverständlich sind.
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Insgesamt begrüßten die Rennbahnen im vergangenen Jahr 2,6 Millionen Zuschauer. Das sind satte 10% mehr als im Vorjahr, welches seinerseits bereits ein Wachstum zu verzeichnen hatte. Dies gab die 'Federation Nationale des Courses Hippiques' (FNCH) bekannt. Diese Zahlen sorgen nicht nur für Optimismus, sondern sind auch zum jetzigen Zeitpunkt besonders bedeutsam. Sie werden nur wenige Wochen nach einem Kongress der Föderation veröffentlicht, auf dem zahlreiche Provinz-Rennvereine ihre Sorgen hinsichtlich Anerkennung und Sichtbarkeit geäußert hatten. Der Wandel, den der französische Rennsport derzeit durchläuft, wirft naturgemäß viele Fragen auf - größtenteils berechtigte. Umso mehr mit Blick auf das Wahljahr 2026, in dem in allen französischen Gemeinden Bürgermeisterwahlen stattfinden. Überall dort, wo es eine Rennbahn gibt, wird man daran erinnern, welche Rolle diese Anlagen sowohl auf dem Land, als auch in den Städten spielen. Gil Averous, Bürgermeister von Chateauroux, brachte es auf dem Kongress vor rund 300 Teilnehmern auf den Punkt: "Die Rennbahnen haben die Geschichte unserer Städte und Dörfer geprägt. Sie sind Orte des Aufatmens und zugleich Spiegel gesellschaftlicher Vielfalt." Zugleich warnte er: "Öffentliche Gelder werden knapper werden. Es gilt daher, den Rennbahnen weiterhin ihren Platz auf der Landkarte zu sichern, denn gewählte Vertreter und Rennbahnen haben gemeinsame Interessen." Auch Senator Jean-Pierre Vogel sprach von einem "nationalen Trumpf", als er die französische Pferderennbranche und ihre Rennbahnen würdigte. Argumente zur Überzeugung Vor diesem Hintergrund hat die FNCH ein umfassendes Argumentationspaket in drei Teilen veröffentlicht, um ihre strategische Neuausrichtung zu untermauern und das Modell langfristig zu sichern: - Ein beliebtes und zunehmend attraktives Freizeitangebot. Getragen von neuer Attraktivität und einer starken gemeinsamen Dynamik verzeichnete die Rennsportbranche 2025 einen deutlichen Anstieg der Besucherzahlen. 2,6 Millionen Gäste wurden auf 231 Rennbahnen im ganzen Land empfangen. - Anstieg sowohl in Paris als auch in den Regionen. Im Großraum Paris stieg die Besucherzahl um nahezu 9% auf 1,01 Millionen. In den Regionen fiel der Zuwachs mit +10% und rund 1,6 Millionen Zuschauern ebenso deutlich aus. - Der Rennsport als bedeutender Akteur der Agrarwirtschaft. Jährlich fließen 280 Millionen Euro in die lokale Wirtschaft. Durch den Betrieb der Rennbahnen, Provisionen an 14.400 PMU-Verkaufsstellen sowie staatliche Abgaben, von denen 12 Millionen Euro an die Gebietskörperschaften zurückgeführt werden. Die Einnahmen aus Pferdewetten finanzieren vollständig die Organisation der Rennen, Ausbildung und ländliche Entwicklung und tragen zugleich mit 800 Millionen Euro an direkten Steuern erheblich zum Staatshaushalt bei - ohne die öffentlichen Finanzen zusätzlich zu belasten. Parallel zur Pressemitteilung veröffentlichte die Institution eine ausführliche Informationsbroschüre mit den wichtigsten Kennzahlen. Bemerkenswerte Ergebnisse: +37% in der Basse-Normandie +18% in Anjou-Maine +17% im Centre-Est Landesweit bleibt der Westen mit rund 294.000 Besuchern die führende Region vor dem Südwesten und Anjou-Maine. 18.000 Zuschauer bei der 'Anjou-Loire Challenge' in Le Lion-d’Angers 10.500 Besucher beim Grand Prix de Vichy 5.600 beim Grand Prix de la Ville de Pornichet 8.000 Zuschauer beim Grand Criterium de Vitesse de la Cote d’Azur in Cagnes-sur-Mer Zeit für den Wandel Trotz dieser positiven Zahlen verschließt sich die französische Rennsportinstitution nicht vor den Herausforderungen. Viele Besucher auf die Rennbahnen zu bringen ist gut. Sie in zahlende Kunden zu verwandeln, ist noch wichtiger und letztlich überlebensnotwendig. "Das Wirtschaftsmodell, dass historisch auf Pferdewetten basiert, die derzeit rückläufig sind, bleibt angespannt", resümiert die FNCH. Daher kündigt sie einen ehrgeizigen Fünfjahresplan an, um die Finanzierung nachhaltig zu sichern, das Angebot zu modernisieren und die Attraktivität weiter zu steigern. Eine Vorstellung dieses Transformationsplans soll in Kürze folgen. --------- Donnerstag in Cagnes-sur-Mer - Neuer Rekord für Derieux Mit einem Vierfacherfolg als Trainer am Donnerstag in Cagnes-sur-Mer, hat Romain Derieux die bisherigen Siegrekorde der Brüder Martens sowohl in der Fahrer- als auch in der Trainerwertung gebrochen. Im ParisTurf spricht Romain Derieux über seine neuen Rekorde.
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Rückblick: Im Winter 2020/21 hatten die Brüder Martens neue Maßstäbe gesetzt. Christophe Martens erzielte 37 Siege als Fahrer, während Vincent Martens 35 Erfolge als Trainer in Cagnes-sur-Mer verbuchte. Diese Bestmarken schienen für lange Zeit unerreichbar. Doch Romain Derieux belehrte nun alle eines Besseren. Am gestrigen Donnerstag gelang ihm, dank der Siege mit Man On Fire, Lipstick Quick, Javanais Delo und Kookey Melody, sein zweiter Vierfacherfolg des Meetings in der Doppelrolle als Trainer und Fahrer. Damit verdrängte der Profi aus dem Departement Essonne die belgischen Brüder aus den Rekordbüchern. Die Winterstatistik des Mannes hinter Go On Boy an der Riviera ist beeindruckend: 40 Siege als Fahrer und 37 als Trainer. Er dominierte die Konkurrenz nach Belieben und geht damit in die Geschichte der Rennen von Cagnes-sur-Mer ein. Und dabei ist das Meeting noch nicht einmal beendet. "Wir haben eine Menge gearbeitet", sagte der Mann des Winters im Interview lachend. "Solche Rekorde hält man im Vorfeld eigentlich für uneinholbar. Es hat einfach alles gepasst. Ich hatte sehr gute Pferde, und sie haben abgeliefert. Auch morgens wurde hervorragend gearbeitet. Jetzt werden wir dafür belohnt. Das freut mich sehr." Da an der Cote d’Azur noch fünf Renntage ausstehen, ist das letzte Kapitel dieses Winters womöglich noch nicht geschrieben. Zumal am kommenden Wochenende unter anderem Paradepferde wie Krooner d’Heripre und Go On Boy an den Start gehen sollen. --------- Samstag in Vincennes - Romain Larue: "Miss des Besaces gehört aufs Podium" Am Samstag stellt Romain Larue mit Miss des Besaces im Prix des Centaures in Vincennes seinen 36. Starter seiner Trainerkarriere in einem Gruppe I-Rennen. Die Stute läuft in den Farben des Ecurie de Windcut. Die langjährige Partnerschaft ist durch diese Stute noch weiter bekräftigt worden. Im ParisTurf spricht der Trainer über die Aussichten seiner Nachwuchshoffnung.
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"Die 2.100 Meter sind genau ihr Ding", startet Romain Larue das Interview optimistisch, als er über Miss des Besaces spricht. Die 4jährige Tochter von Memphis du Rib startet mit einem Vorteil von 25 Metern gegenüber den 5- und 6jährigen Konkurrenten. Dass sie auf höchstem Niveau bestehen kann, zeigte sie unter anderem mit ihrem zweiten Platz im Saint-Leger des Trotteurs (GR I) am 11. Oktober in Caen. "Sie ist gut drauf. Sie konnte etwas Frische tanken. Jeder Platz ist wertvoll. Wenn das Tempo hoch ist und sie ein gutes Rennen bekommt, gehört sie aufs Podium." Zuletzt belegte die Stute des 41jährigen Trainers einen starken vierten Platz im Prix Louis Le Bourg (GR II), obwohl sie mit Eisen antrat, was selbst ihren Trainer überraschte: "Das war sehr gut. Das Rennen lief anders als erwartet. Ich hatte entschieden, sie beschlagen zu lassen, um alles auf den 'Centaures' zu setzen. Barfuß wäre sie vielleicht unter die ersten Drei gekommen." Nach diesem Start richtet sich der Blick auf den Prix du President de la Republique (GR I). Dieses nächste große Ziel findet am 21. Juni in Vincennes statt. Ein lohnender Kauf Die Stute steht erst seit Oktober vergangenen Jahres im Stall. Weniger als zwei Wochen vor ihrem beeindruckenden Auftritt in Caen, nachdem sie zuvor im Prix de Perros-Guirec, einem Verkaufsrennen in Paris, gelaufen war. Herr und Frau Karsenty (Ecurie de Windcut) erwarben sie am 30. September 2025 für 20.001 Euro. Doch beinahe wäre alles anders gekommen. "Eigentlich sollte Moonlight Djoc in diesem Verkaufsrennen laufen. Zehn Tage vorher sagte ich Herrn Karsenty, dass wir stattdessen ein ähnliches Rennen im Januar anpeilen. Während des Gesprächs erwähnte er, dass ihm eine Stute im Feld gefiel, die unter dem Sattel schon gut gelaufen war. Das war Miss des Besaces. Er fragte mich nach meiner Meinung. Ich habe mir einige ihrer Rennen angesehen und gesagt, dass das wirklich nicht schlecht aussah. Also entschied er sich zum Kauf und meinte: 'Wir starten alles mit ihr und nehmen sie früh in die Zucht'. Ursprünglich war geplant, sie von Gelati Cut decken zu lassen. Ohne Moonlight Djoc hätten wir uns dieses Rennen gar nicht angesehen und die Stute nicht gekauft. Es war, glaube ich, das erste Mal, dass ich ein Pferd aus einem Verkaufsrennen gekauft habe." Große Siege Seit sich Larue im Jahr 2010 in Saint-Martin-de-Bienfaite (Departement Calvados) niedergelassen hat, kann der Trainer des Stalls Mont Joly auf die Unterstützung des Ecurie de Windcut zählen, die bereits Besitzer bei seinem Vater Daniel waren. "Herr Karsenty hat nicht in ein Pferd investiert, sondern in einen Trainer. Ich denke das ist der richtige Weg. Er kauft Pferde, die zu mir passen." Gemeinsam haben sie sich nach oben gearbeitet und ganz Europa bereist, insbesondere mit Gelati Cut. Der Sohn von Coktail Jet wurde Dritter im Gran Premio Unione Europea (GR I) in Italien und Vierter im Elitloppet 2021. "Er ist das Pferd meines Lebens. Ich glaube, er wäre das ideale Pferd für den Prix d'Amerique gewesen. Wir haben immer wieder einen Crack wie Galius geschlagen (später Zweiter im Amerique). Im Finale des Elitloppet konnten wir nicht gewinnen, weil wir weder die Watte, noch die Scheuklappen gezogen haben. Uns fehlte in der Zielgeraden die Lücke. Er hätte ein solches Rennen gewinnen können." Nachdem seine Rennkarriere 2023 wegen eines Hüftbruchs vorzeitig beendet werden musste, widmet sich Gelati Cut nun der Zucht. Seine ersten Nachkommen gehören zum N-Jahrgang. --------- Samstag in Vincennes - Liza Josselyn jagt den 'Maitre' Am Samstag steht in Vincennes mit dem Prix de Selection einer der Höhepunkte des Abschlusstages des Wintermeetings an. In diesem 'Verfolgungsrennen' bekommen die 4jährigen einen Vorsprung von 25 Metern gegenüber den 5- und 6jährigen. Liza Josselyn ist bereit, die Jagd unter anderem auf Maitre Jacques aufzunehmen, um ihren Winter mit einem Paukenschlag zu krönen.
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Seit der Reform des Rennens im Jahr 2014 beträgt die Zulage für die älteren Jahrgänge nur noch 25 statt zuvor 50 Meter. Ein Vorteil für Ausnahmechampions wie Davidson du Pont (2018), Horsy Dream (2023) und Idao de Tillard (2024), die diese Herausforderung erfolgreich meisterten. Zu den klangvollsten Siegern zählt auch Face Time Bourbon, der das Rennen dreimal in Folge gewann (2019, 2020, 2021). Bei seinen letzten beiden Erfolgen hatte der zweifache Amerique-Sieger durch seine bloße Präsenz die 4jährigen regelrecht abgeschreckt. Keiner trat mit dem 25 Meter-Vorteil an. Als 3facher Sieger wurde Face Time Bourbon auch die Ehre zuteil, dass das Rennen im Untertitel nach ihm benannt wurde. In der Ausgabe 2026 will Liza Josselyn ihren berühmten Vorgängern nacheifern. Mit einem Sieg würde die Stute aus dem Besitz von Pascal Bernard ihr Meeting in triumphaler Manier beenden. Damit würde sie das schaffen, woran ihr Vater Ready Cash (2009/Zweiter) und ihre Mutter Belina Josselyn (2016/disqualifiziert) scheiterten. Die Siegerin des Criterium Continental bringt starke Argumente mit: Auf den Sprintdistanzen in Vincennes (Autostart, wie auch Bänderstart) kommt sie auf sieben Siege aus neun Starts. Davon fünf über die nun geforderte Distanz. Ihre letzten vier Kurzstreckenrennen gewann sie allesamt. Und das in Topzeiten von jeweils 10,0 über 2.100 Meter, als auch 10,7 und 10,9 auf den 2.175 Metern. Zuletzt wurde sie im Prix Ovide Moulinet (GR II) allerdings nur recht enttäuschende Fünfte. "Ihr Blutbild war nach dem Rennen nicht optimal", erklärte Jean-Michel Bazire. Diesmal tritt sie barfuß an und ihr Umfeld dürfte alles darangesetzt haben, sie in Bestform an den Start zu bringen. Mit 25 Metern Zulage nimmt sie die Verfolgung der jüngeren Gegner auf, allen voran Maitre Jacques, der an der Spitze alles auf eine Karte setzen wird. "Ich werde Verantwortung übernehmen müssen", sagt Alexandre Abrivard. "Um zu gewinnen, braucht man starke Nerven. Aber ich halte ihn für fähig dazu." Der Sohn von Rolling d’Heripre beeindruckte bei seinem siegreichen Comeback im Prix Ephrem Houel (2.100m) mit einer herausragenden Zeit von 10,1. Bemerkenswert für einen 4jährigen. Wie bei diesem Sieg wird er erneut ohne Hintereisen antreten. L’As Desbois im Aufwind Nachdem er im Prix Ovide Moulinet die Stars Liberte de Choisel, Liza Josselyn und Lovino Bello geschlagen hat, könnte sich L’As Desbois erneut in den Vordergrund schieben. Der von William Bigeon trainierte Hengst befindet sich klar im Aufwärtstrend und verfügt über einen starken Endspurt. Zuletzt absolvierte er die finalen 500 Meter in beeindruckenden 06,9. Auch Magic Man, ein hochtalentierter Nachwuchstraber, fiel bei seinem Saisondebüt in einem Halbklassiker trotz Fehlers positiv auf. In aufsteigender Form ist ihm mit der Unterstützung von Eric Raffin eine Überraschung zuzutrauen. Maestro Vrie, Sieger im Prix Ourasi, will seinen neuen klassischen Status bestätigen. Lovino Bello hingegen, möglicherweise etwas müde vom intensiven Wintermeeting, "sollte zumindest eine Platzierung erreichen", wie Trainer Thierry Duvaldestin erklärt. --------- Samstag in Vincennes - Nicolas Bazire: "Alles ist angerichtet, damit Lionheart um den Sieg kämpft" Seit mehreren Monaten agiert Lionheart sehr konstant. Der Schützling aus dem Stall Bazire will am Samstag sein Wintermeeting mit einem Sieg im Prix des Centaures (GR I) krönen. Dabei trifft er unter anderem auf die ältere Kapaula de l’Epine, die Anfang Februar im Prix de l'Île-de-France gewinnen konnte.
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Das Rennen, welches kurz vor 18 Uhr gestartet wird, beschließt die Serie von insgesamt achtzehn Gruppe I-Prüfungen des Wintermeetings 2025/26. Für Lionheart begann dieser Winter bereits eindrucksvoll mit einem starken Auftritt im Prix Ceneri Forcinal (GR II) am 06. November, als er seine Gegner im Schlussabschnitt mit einem denkwürdigen Sprint stehenließ. Seither zeigte sich der Vertreter von Mathieu Porte (Ecurie de Loradour) unter dem Sattel auf höchstem Niveau äußerst beständig: zwei Siege und zwei zweite Plätze gegen die Elite seines Jahrgangs. Am Samstag erhält der Partner von Eric Raffin, der vor zwanzig Jahren mit Orelie de Retz seinen ersten von drei 'Centaures'-Siegen feierte, die Gelegenheit, dieses Verfolgungsrennen zu seinen Gunsten zu entscheiden. "Er hat zuletzt wieder eine starke Leistung gezeigt", erklärte Nicolas Bazire. "Das Rennen hat ihn optimal auf dieses Ziel vorbereitet. Diesmal läuft er barfuß. Alles ist angerichtet, damit er um den Sieg kämpft." Hinzu kommt, dass Lionheart seine Lieblingsdistanz vorfindet: Drei Siege aus vier Starts über 2.175 Meter auf der Grande Piste. Darunter auch der Prix des Elites (GR I) Ende September in Rekordzeit von 10,0. Nachdem er im Prix Jag de Bellouet (GR I) Mitte Dezember von L’Ecrin d’Or geschlagen wurde, möchte Lionheart nun sein erstes Gruppe I-Rennen dieses Winters gewinnen. Kapaula de l’Epine im Aufwind Allerdings muss Lionheart zunächst an Kapaula de l’Epine vorbei, die am 01. Februar mit ihrem Sieg im Prix de l’Île-de-France (GR I) ein überraschendes Ausrufezeichen setzen konnte. Ihr Trainer Jeremy-Gaston Van Eeckhaute blieb seiner ursprünglichen Planung treu und steuert erneut den Prix des Centaures an. Ein Rennen, in dem sie 2025 Dritte wurde, nachdem sie 2024 noch disqualifiziert wurde. "Sie ist auf den kürzeren Distanzen sehr stark", erklärte ihr Trainer zu Wochenbeginn. "Zehn Tage lang haben wir ruhiger gearbeitet, seit dem 15. Februar haben wir die Intensität wieder erhöht. Sie ist frisch und gut gelaunt geblieben." Kapaula de l’Epine strebt also das Double 'Île-de-France/Centaures' an. Ein Kunststück, dass zuletzt Flamme du Goutier (2021) und Hanna des Molles (2023) gelang. Sechsjährige Pferde dominieren diese Prüfung übrigens ohne Unterbrechung seit 2020. Weitere Chancen Der Jahrgang 2020 wird außerdem durch Kyt Kat, Kelly de Banville, Katchina For Clara und Kobayashi vertreten. Letzterer, trainiert und geritten von Mathieu Mottier, sollte nach seiner guten Form im Sulky auch bei seiner Rückkehr unter den Sattel nicht unterschätzt werden. Gleiches gilt für Lisbonne Dry, die am Tag des Prix d’Amerique im Prix Camille Blaisot (GR II) Zweite hinter Lionheart wurde. Die 4jährigen Stuten Manitas de Truchon, Melody de Vivoin und Miss des Besaces verfügen zwar über interessante Referenzen auf dieser Bahn, doch dürfte es schwierig werden, ihren 25 Meter-Vorteil gewinnbringend umzusetzen damit das Kunststück von Dollar Macker (2017 Sieger als 4jähriger) wiederholt werden kann. --------- Samstag in Vincennes - David Thomain: "Jeroboam d’Erable sollte sich rehabilitieren" Zwar treten im Prix Henri Desmontils nur zehn Pferde an, doch die Qualität ist in diesem Klassiker ohne Zweifel hochklassig. Im Mittelpunkt steht dabei unter anderem Jeroboam d’Erable. Der Drittplatzierte aus dem Prix de Cornulier möchte seine Disqualifikation aus dem Prix de l’Île-de-France vergessen machen.
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Viele hätten Jeroboam d’Erable am 18. Januar im Prix de Cornulier gerne als Sieger gesehen. Als Favorit zu einer Quote von 3,0:1 zeigte Jeroboam d’Erable in der 'Weltmeisterschaft der Monte-Traber' großen Kampfgeist, musste sich jedoch Iguski Sautonne und Ina du Rib geschlagen geben. Beide Gegner sind am Samstag nicht am Start. Zwei Wochen später war die erhoffte Revanche im Prix de l’Île-de-France (GR I) für den Thomain-Vertreter schnell beendet. Er sprang auf dem Weg in die Senke an. Seit 2024 trägt der Prix Henri Desmontils Gruppe I-Status und bietet dem Champion des Ecurie du Haras d’Erable die Chance zur Wiedergutmachung am letzten Tag des Wintermeetings. Sein Ziel: der zweite Sieg auf höchstem Niveau nach dem Erfolg im Prix de Normandie 2024. "Im Prix de l’Île-de-France hat er sich nicht wohlgefühlt", erklärte David Thomain, der dieses frühere Gruppe III-Rennen als Reiter bereits viermal gewann. 2016 mit Attentionally, sowie 2019, 2021 und 2022 mit Clegs des Champs. "Jetzt ist wieder alles in Ordnung und morgens in Grosbois zeigt er eine sehr gute Verfassung. Das Meeting geht zu Ende. Ich hoffe nur, dass er noch nicht müde ist. Dann sollte er sich rehabilitieren." Die 2.850 Meter auf der 'Grande Piste' kommen ihm entgegen: Jeroboam d’Erable verfügt über enorme Steherqualitäten und kann den anspruchsvollen Anstieg in hohem Tempo bewältigen. L’Ecrin d’Or stellt sich der älteren Konkurrenz Gerade die lange Distanz dürfte auch ausschlaggebend gewesen sein, dass das Umfeld von L’Ecrin d’Or den Start hier bevorzugt, anstatt in den Prix des Centaures zu gehen. "Der Parcours des 'Henri Desmontils' liegt ihm mehr als jener des 'Centaures', wo man vielen Fallstricken ausweichen muss", bestätigt Alexandre Abrivard. "Er besitzt eine erstklassige Chance." Die Familie Abrivard wagt damit ein ambitioniertes Unterfangen mit dem Vertreter von Richard Denecherre. Der 5jährige glänzte bereits im Sommer 2025 auf dieser Bahn mit einem Sieg im Prix du President de la Republique (GR I) in 12,5 und legte am 14. Dezember mit einem weiteren Gruppe I-Erfolg im Prix Jag de Bellouet (11,9 über 2.700 Meter) nach. Weitere ernsthafte Anwärter Auch Jean-Philippe Monclin verzichtet auf den Prix des Centaures zugunsten dieses Rennens und sattelt Keengame. Die Siegerin des Prix Bilibili (GR I) trifft erneut auf Je M’Envole, dem sie im Prix de l’Île-de-France (GR I) am 01. Februar nur knapp im Kampf um Rang Drei unterlag. Der von Mathieu Mottier trainierte Je M’Envole hatte zu Beginn des Meetings den Prix Paul Buquet (GR II) über die heutige Distanz gewonnen. Und das vor Ideale du Chene und Jean Balthazar, die ebenfalls in die Entscheidung eingreifen können. Nicht zu vergessen ist die millionenschwere Titelverteidigerin Hirondelle du Rib, die im Vorjahr ihrem jungen Partner Noe Perron, damals noch als Lehrling, einen unvergesslichen Moment bescherte. Auch wenn sie etwas von ihrer früheren Dominanz eingebüßt hat, verdient sie weiterhin großen Respekt. |
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| Freitag 27 Februar 15:50 Uhr | |
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Was für eine Fleißarbeit.💯 |
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| Samstag 28 Februar 11:15 Uhr | |
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Kurz vor dem heutigen großen Renntag habe ich im Turf noch zwei interessante Berichte entdeckt. Ich habe sie mit ChatGPT übersetzen lassen, aber leider nicht die Zeit diese in eine besser lesbare Form zu bringen. Einmal geht es über Mathieu Porte, dem Mann hinter Lionheart. Und im Interview wird Großbeseitzer Jacques Cottel vorgestellt. ---------
Samstag, 28. Februar 2026 in Paris-Vincennes – Prix des Centaures (Gr. I): Lionheart, der Dauertraum von Mathieu Porte
Mathieu Porte, verantwortlich für den kaufmännischen Bereich im Haras du Mont Goubert (14), erlebt – wie er selbst sagt – „ein außergewöhnliches Abenteuer“ mit seinem Schützling Lionheart, der an diesem Samstag, dem 28. Februar 2026, im Prix des Centaures (Gr. I) auf der Rennbahn von Paris-Vincennes an den Start geht.
Vor etwas mehr als einem Jahr lernten die Leser von ParisTurf Mathieu Porte kennen – den Mann hinter dem Rennstall Ecurie de Loradour (benannt nach einem Ort im Périgord Vert, wo sein Großvater lebte und ihm die Leidenschaft für den Rennsport vermittelte). Das war kurz vor dem Sieg seines Vertreters Lionheart im Prix Urgent (Gruppe III unter dem Sattel) am 21. November 2024.
Der von Hugues Rousseau, einem langjährigen Freund, trainierte Wallach hat seitdem einen weiten Weg zurückgelegt und sich mit Beständigkeit in der Spitze seines Jahrgangs unter dem Sattel etabliert.
„Es ist ein außergewöhnliches Pferd und ein außergewöhnliches Abenteuer“, sagt der frühere PMU-Filialleiter, der heute im Haras du Mont Goubert (Calvados) tätig ist – im Besitz von Hugues Rousseau. „Das Team von Jean-Michel und Nicolas Bazire hat enorm viel Arbeit geleistet, um ihn zu kanalisieren und ihm seinen Beruf beizubringen. Sie haben ihn beruhigt, indem sie viele Ausritte in Grosbois unternommen und ihn regelmäßig nach Vincennes mitgenommen haben, damit er sich an die Umgebung gewöhnt. Das hat sich ausgezahlt. Heute ist er ruhig und aufmerksam.“
Der Prix des Elites – seine „größte Emotion als Besitzer“
Am 28. September erlebte Mathieu Porte dank Lionhearts Sieg im Prix des Elites seine „größte Emotion als Besitzer“. Lionheart ist das einzige Pferd, das unter seinen Farben läuft.
„Es ist ein historisches Gruppe-I-Rennen, und es war zudem eine kleine Überraschung – was es umso schöner machte. Ich war von meiner Familie und meinen Freunden umgeben. Er hat diese besondere Eigenschaft, Menschen zusammenzubringen. Seinen Erfolg im Prix Camille Blaisot (Gr. II) am Tag des Prix d’Amérique ordne ich knapp dahinter ein. Vor einer solchen Zuschauerkulisse und in dieser Atmosphäre zu gewinnen – im Rennen unmittelbar vor dem Prix d’Amérique – das war ebenfalls unglaublich.“
Seit dem „Elites“ reiht der Sohn von Falcao de Laurma weiterhin Spitzenleistungen aneinander – sehr zur Freude seines Besitzers:
„Er ist tadellos, wir schweben auf Wolke sieben. Es ist ein dauerhafter Wachtraum. Vielleicht bin ich nicht ganz objektiv, aber diese Konstanz auf höchstem Niveau und seine Fähigkeit, Rennen wegzustecken, beeindrucken mich sehr. Man muss dem gesamten Stall gratulieren, dass es gelingt, ihn in dieser Verfassung zu halten.“
Mathieu Porte pflegt dabei ein vertrauensvolles Verhältnis zur „Team Bazire“: „Natürlich lasse ich sie das Programm gestalten und alles managen, aber wir tauschen uns regelmäßig aus. Ohne ein Geheimnis zu verraten: Ich habe heute Morgen mit Jean-Michel telefoniert – das Gespräch fand am Dienstag statt – und er hat mir bestätigt, dass bislang alles gut läuft.“
„Überzeugt, dass er am Samstag eine sehr starke Leistung zeigen wird“
Nun steht noch ein letzter Prüfstein an, um Lionhearts makelloses Winter-Meeting zu krönen: der Prix des Centaures, das letzte Gruppe-I-Rennen des Winters, am Samstag in Vincennes.
„Ohne den Vierjährigen – drei guten Stuten – zu nahe treten zu wollen, trifft er nun erstmals auf die ‚K‘-Generation, darunter Kapaula de l’Epine, die zuletzt eine hervorragende Leistung im Prix de l’Île-de-France gezeigt hat“, analysiert der 55-Jährige mit Kennerblick. „Es ist vermutlich das stärkste Rennen seiner bisherigen Karriere. Aber er läuft über eine Distanz, die ihm liegt – den Parcours des ‚Elites‘. Das ist sein Element. Ich bin überzeugt, dass er am Samstag eine sehr starke Leistung zeigen wird.“
Der von Natur aus optimistische Mathieu Porte hat allen Grund, mit seinem Champion daran zu glauben.
„Es ist folgerichtig und richtig, in die Branche zu reinvestieren“
Auch wenn Lionheart der Einzige ist, der seine Farben verteidigt, ist Mathieu Porte an weiteren Traberpferden beteiligt, etwa an Iacynthe Didjeap. Zudem hat er, angetrieben von seiner Leidenschaft für die Zucht, drei Zuchtstuten:
„Dank Lionheart konnte ich bei der Herbstauktion Arqana Trot 2025 Kinga erwerben (von Fabulous Wood aus einer Tochter von Daisy Chain). Sie hat gerade ein Hengstfohlen von Booster Winner geboren und ist in diesem Jahr für Boccador de Simm vorgesehen. Damit hat sie sich meinen beiden anderen Zuchtstuten angeschlossen: Joke (Dollar Macker) und Juventa Mesloise (Eridan). Es erscheint mir nur folgerichtig und gerecht, in die Branche zu reinvestieren.“
Seine drei Stuten stehen selbstverständlich im Haras du Mont Goubert (14), wo der heute Fünfzigjährige seit einigen Jahren den kaufmännischen und Beziehungsbereich verantwortet.
„Ich kümmere mich insbesondere um die Vermarktung der Deckhengste und den Verkauf der Bedeckungen. Daher ist es wichtig, den regelmäßigen Kontakt zu den Züchtern zu pflegen. Die Decksaison 2026 hat begonnen. Wir stehen bereit und sind darauf vorbereitet, die Kunden zu empfangen. Elf Hengste werden in diesem Jahr im Haras tätig sein, darunter Jéroboam d’Erable und Ksar, die am Samstag starten, sowie Jushua Tree, der sich sehr gut von seiner Operation erholt hat. Ab nächster Woche werden sie alle vor Ort sein.“
Lionheart hingegen gehört noch nicht dazu. „Sein Hauptziel ist im Juni der Prix de Normandie, und wir haben uns in völliger Übereinstimmung dafür entschieden, in dieser Saison die Rennkarriere zu priorisieren“, erklärt Mathieu Porte. „2027 soll sein erstes Jahr als Deckhengst werden – zumindest ist das mein Wunsch.“
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Das große Interview mit Jacques Cottel: „Ich sehe keinen Makel bei Maître Jacques“
Kurz vor dem großen Ziel, dem Prix de Sélection – Prix Face Time Bourbon, das seinen Champion Maître Jacques erwartet, stellte sich der Besitzer der berühmten schwarzen Rennjacke mit gelbem Lothringer Kreuz, Jacques Cottel, bereitwillig einem Frage-und-Antwort-Spiel.
ParisTurf: Wie geht es Maître Jacques vor dem Prix de Sélection?
Jacques Cottel: Alles ist in Ordnung, das Pferd hat gut gearbeitet. Es gibt keinerlei Bedenken; er ist bereit. Er startet 25 Meter vor den „L“-Jahrgängen, und wenn er seine Zeit aus dem Prix Ephrem Houel wiederholt, wo er 1'10''1 ging, wird es schwer sein, ihn noch einzuholen. Der Prix de Sélection ist ein besonderes Rennen, ein Sprint, und dahinter wird stark angegriffen werden, denn es sind gute Pferde am Start.
Wen oder was fürchten Sie am Samstag?
Grundsätzlich fürchte ich immer, dass meine Pferde einen Fehler machen. Bei den Fünfjährigen gibt es starke Konkurrenten wie Lovino Bello oder Liza Josselyn. L’As Desbois war im Prix Ovide Moulinet beeindruckend. Dennoch habe ich großes Vertrauen in mein Pferd, das noch nicht alles gezeigt hat, was in ihm steckt. Sein Trainer Laurent Abrivard und sein Fahrer Alexandre halten sehr viel von ihm. Für sie ist er ein ganz Großer. Normalerweise stehen also alle Ampeln für Samstag auf Grün.
Waren Sie sehr enttäuscht über Inmarosas Niederlage im Prix d’Amérique, nachdem sie Ihnen so viel Freude bereitet hat, insbesondere mit ihrem Gruppe-I-Sieg in Schweden?
Natürlich war ich etwas enttäuscht, denn sie lag am Eingang der letzten Kurve in Schlagdistanz zur Spitze, und dort spürte Léo Abrivard, dass sie nicht bis zum Ende durchziehen würde. Er wollte ihr im Hinblick auf kommende Ziele kein hartes Rennen zumuten. Sie wird im Grand Critérium de Vitesse de la Côte d’Azur starten und anschließend wahrscheinlich in Schweden und Italien laufen. Auf flacher Bahn kommt sie noch besser zur Geltung. Was hat sie uns für eine Freude bereitet, als sie im vergangenen Mai das Harper Hanovers (Gr. I) gewann und dabei den Weltrekord über diese Distanz brach – das wirkte spielerisch leicht, sie war perfekt. Ihre vierten Plätze in Mons und in Italien waren danach keineswegs schlecht. Diese „Kleine“ ist erstaunlich: Sie hat kein außergewöhnliches Exterieur, auch wenn sie sich gut entwickelt hat, aber sie besitzt ein riesiges Herz und eine außergewöhnliche Beinschnelligkeit.
Wie gehen Sie mental mit solchen großen Ereignissen um?
Mit der Gelassenheit des Alters. Natürlich bin ich in den 24 Stunden davor immer angespannt, aber ich kann mich beruhigen. Ich habe nun seit 40 Jahren Pferde und sowohl größte Freuden als auch herbe Enttäuschungen erlebt – das härtet ab.
Warum haben Sie Ihr vierjähriges Juwel Maître Jacques genannt?
Dahinter steckt eine kleine Geschichte. Es war der „M“-Jahrgang, und man braucht jedes Jahr etwas Fantasie, wenn man von etwa dreißig selbst gezogenen oder gekauften Fohlen ausgeht. Eines Tages zeigte ich das Pferd Yannick-Alain Briand bei meinem Vorbereiter Valentin Poupiot. Er kam auf mich zu – wir kennen uns seit einigen Jahren – und begrüßte mich wie immer mit „Bonjour Maître Jacques“. Daher stammt der Name. Ich habe Yannick später daran erinnert, dass ich dank ihm nun einen Champion namens Maître Jacques habe. Wir haben sehr früh erkannt, dass wir es mit einem besonderen Pferd zu tun haben. Als Zweijähriger hatte er ein großartiges Jahr und wurde im Prix Paul Viel nur wegen des Rennverlaufs von Golden Gio geschlagen.
Was sind aus Ihrer Sicht seine Stärken und Schwächen?
Ich sehe eigentlich keine Schwächen. Er gewinnt über alle Distanzen, und wenn ich das Vertrauen sehe, das Laurent Abrivard ihm entgegenbringt, dann lässt mich Maître Jacques träumen. Er kann ein außergewöhnliches Pferd werden. Ich habe mit Inmarosa bereits eine Crack-Stute, aber ich denke, Maître Jacques steht noch auf einem anderen Niveau. Er ist ein kompletter Traber, mit schönem Modell und früher Reife. Er kann von der Spitze gewinnen oder auf ein Rennen warten – ich sehe keinen Makel.
Wie ist Ihre Beziehung zur Familie Abrivard entstanden?
Sie besteht seit über zwanzig Jahren. Damals hatte ich etwa zwanzig Pferde bei Richard Denécherre, der nicht oft in Paris startete. Also wandte ich mich an Laurent Abrivard, weil ich investieren wollte, um in der Pariser Region erfolgreicher zu sein. Das war eine logische Entwicklung. Außerdem arbeitete ich mit Laurents Schwiegervater Jean-Yves Raffegeau zusammen. Meine Strategie ist einfach: Ich kaufe zwischen 20 und 30 Jährlinge bei Auktionen oder Züchtern, um am Ende vier oder fünf außergewöhnliche Pferde zu haben. In den vergangenen zwanzig Jahren hatte ich fast jedes Jahr Pferde auf Pariser Niveau, oft auf Gruppe-Ebene. Man braucht auch Glück, um solche Pferde zu treffen, die helfen, die Bilanz auszugleichen und im Schnitt eine Million Euro Gewinn pro Jahr für den Stall zu erzielen, der aus 80 bis 100 Pferden besteht. Heute ist es einfacher, da sich der Bestand nahezu automatisch erneuert. Ich habe eigene Zuchtstuten – darunter die Mutter von Maître Jacques, Adélie – und arbeite seit fünf, zehn oder mehr Jahren vertrauensvoll mit Züchtern zusammen. Das Geschäft ist von A bis Z gut organisiert.
Sie haben die Zahl Ihrer Zuchtstuten reduziert?
Ja, ich habe meine Strategie geändert und arbeite nun regelmäßig mit Züchtern zusammen, vor allem mit Maître Burlin (lacht) vom Haras du Loisir in der Nièvre, der meine Stuten übernommen hat, als ich die eigene Zucht aufgab. Einen Champion wie Maître Jacques zu züchten ist großartig, aber ich habe fast zwanzig Jahre darauf gewartet. Ironischerweise bringe ich genau in dem Moment, als ich die Zucht einstelle, ein klassisches Pferd hervor. Eine meiner Herzensstuten, Adélie, die Maître Jacques brachte, steht nun im Stall Loisir. Wir haben finanzielle Vereinbarungen auf der Grundlage gegenseitigen Vertrauens getroffen, da ich mit Daniel Burlin eng befreundet bin. Mit drei weiteren Stuten – Taquine du Loisir, Bright Moon, der Mutter von Ludivine, und Festasie – bestehen ebenfalls geschäftliche Abkommen. Außerdem arbeite ich seit einigen Jahren mit Ludovic Fleury vom Coutainville Élevage zusammen, von dem ich regelmäßig Pferde kaufe, wie Inmarosa, ihre Schwester Hytte du Terroir und andere. Er hat mit mir viel Erfolg – und ich sage ihm, er hat Glück, mich zu haben (lacht).
Macht Ihnen der Rückgang der Wetteinsätze beim PMU Sorgen?
Natürlich, besonders dass man sich so schwertut, neue Impulse zu finden. Ich bin kein Experte und nie ein großer Spieler gewesen, aber ich mache jeden Tag einen kleinen Schein. Ich finde, es wurde nicht wirklich innoviert. Am deprimierendsten sind für mich die niedrigen Auszahlungen für Kombinationswetten wie den Quinté+. Ich mag es, mit wenig Einsatz die richtige Lösung zu finden und viel zu gewinnen. Ich hatte das Glück, zweimal einen großen Quinté zu treffen – einmal 50.000 Franc, einmal 50.000 Euro. Bei Pferden würde ich zum Beispiel keinen Ready Cash für 150.000 Euro kaufen. Wichtig ist, dass mein Unternehmen bestmöglich funktioniert; ich bin leistungsorientiert. Wenn man mit den Aushängeschildern des französischen Trabrennsports arbeitet, wissen sie, was zu tun ist.
Welchen Rat würden Sie den neuen Verantwortlichen des PMU geben?
Mehr Fantasie, neue Spiele entwickeln, die unterhaltsam und für die Spieler lohnend sind und möglichst viele Menschen ansprechen. Es ist höchste Zeit, dem Spielerschwund entgegenzuwirken.
Gibt es neben Maître Jacques und Inmarosa weitere Pferde, die 2026 für große Freude sorgen könnten?
Ich setze große Hoffnungen auf Live To Tell und natürlich Ludivine. Lezzo Fighter, trainiert von Thierry Duvaldestin, wird mir sicher Freude bereiten – er ging kürzlich 1'12''9 über lange Distanz und verlor am 19. Februar nur um Haaresbreite. Morpheus du Loisir bei Laurent Abrivard kann insbesondere im Monté-Bereich das halbklassische oder klassische Niveau erreichen; wir zählen sehr auf ihn. Novato Bello ist ein Pferd für die Zukunft, das ich sehr schätze, ebenso wie Nuit de Folie, die bald debütieren wird.
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Kurzbiografie
81 Jahre
Verheiratet mit Catherine, drei Kinder (Valéry, Gérald und Catherine) und neun Enkelkinder
726 Siege als Besitzer
5 Siege auf Gruppe-I-Niveau: Dragon du Fresne (Prix d’Essai und Prix de Vincennes 2016), Ibra du Loisir (Prix d’Essai 2021), Maître Jacques (Prix Comte Pierre de Montesson 2025), Inmarosa (Harper Hanovers 2025)
1,65 Millionen Euro Gewinnsumme als Besitzer im Jahr 2025
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| Samstag 28 Februar 20:41 Uhr | |
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Idao de Tillard kehrt im März zurück Seit dem 11. Oktober war Idao de Tillard nicht mehr am Start. Im November endete eine schwere Kolik für den zweifachen Amerique-Sieger in einer Operation, die das Wintermeeting für den Severino-Sohn beendete, bevor es richtig begonnen hat.
Foto: SCOOPDYGA
Nun steht das Datum für das Comeback des Cracks aus dem Stall Duvaldestin fest. Am 12. März soll Idao de Tillard in Caen an den Start gehen. Der Prix Cauvicourt ist gewissermaßen für die "Verlierer des Wintermeetings" ausgeschrieben. Seit dem 31. Oktober dürfen die Teilnehmer keine 35.000 Euro verdient haben und seit dem 01. März kein Rennen mehr gewonnen haben. Nach oben hin gibt es keine Gewinnsummengrenze. Dieses Rennen bietet Champions, die mehrere Monate pausiert somit die Möglichkeit, mit Blick auf die großen Rennen der Saison, behutsam in den Wettbewerb zurückzukehren. Eine Gelegenheit, die sich zum Beispiel Hohneck (2025) und Etonnant (2023) nicht entgegen ließen. "Wir wollten sein Comeback eigentlich am Mittwoch im Prix de Parigny geben, aber das kam etwas zu früh", erklärte sein Trainer, den der ParisTurf am Samstag in Vincennes getroffen hat. "Dem Pferd geht es gut, aber er hatte einen kleinen Rückschlag. Als er das Training wieder aufnahm, war Idao in den ersten Tagen gut in Form und zeigte große Frische. In der darauffolgenden Woche bekam er jedoch Muskelbeschwerden und war insgesamt etwas steif. Er hatte Muskulatur verloren. Der Tierarzt erklärte mir, dass das normal sei, da er nach dem chirurgischen Eingriff fünf Wochen in der Box stand. Jetzt ist alles wieder in Ordnung, es geht langsam aufwärts. Aber wird er schon ausreichend vorbereitet sein? Ich bin gespannt auf dieses Comeback, um zu sehen, wo wir stehen. Außerdem möchte ich nichts überstürzen, um ihm nicht zu schaden. So ist es gut. Das Rennen findet in der Nähe statt. Der Autostart und die kurze Distanz kommen ihm entgegen." --------- SETF: Erste Bilanz des Wintermeetings - Viele Zuschauer, aber der Umsatz zieht nicht mit an An diesem Samstag veröffentlichte die SETF die ersten zusammengetragenen Daten und Zahlen des Wintermeetings 2025/26. Die endgültige Bilanz folgt am kommenden Dienstag.
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Trotz eines relativ regnerischen Winters, haben sich die Bemühungen der Kommunikationsabteilung der SETF ausgezahlt: "Wir konnten 225.000 Besucher begrüßen. Das sind +3% im Vergleich zu 2024/25 und +28% gegenüber 2023/24", erklärt die Marketingdirektorin der SETF, Valerie Francois. "Im Durchschnitt kamen sonntags 10.500 Besucher. Das Datum, welches uns wirklich zu denken gibt, ist der 01. Januar, an dem nur 3.500 Zuschauer nach Vincennes kamen." Der Höhepunkt waren die drei Tage des Festivals rund um den Prix d'Amerique, an denen 55.000 Zuschauer gezählt wurden. Seit mehreren Jahren vermarktet die SETF ihre Veranstaltungen gezielt rund um die 'Cornulier Races' und die 'Amerique Races', "um für ein Publikum, dass unsere Welt nicht kennt, mehr Bekanntheit zu schaffen". Unterstützt durch speziellere Events wie die 'Folie Douce', eine Führung in Grosbois oder die 'Trophy Tour' der Amerique-Trophäe verzeichnete der Veranstalter deutlich mehr mediale Resonanz als im Vorjahr. PMU-Umsätze um 3% rückläufig Auf der Ebene der Starterzahlen war dieses Wintermeeting von einem deutlichen Anstieg der Nichtstarter geprägt (265 bis zum Abend des 22. Februar gegenüber 181 im Meeting 2024/25), bei insgesamt relativ stabiler durchschnittlicher Starterzahl (12,41 gegenüber 12,85). 8,8% der Starter waren aus dem Ausland (gegenüber 7,5% in 2024/25), wobei zwei Drittel der Teilnehmer aus der Basse-Normandie oder aus Anjou-Maine stammten. Es gab 71 Siege ausländischer Pferde, verglichen mit 61 im Vorjahr. Insgesamt nahmen 714 verschiedene Trainer am Meeting teil (gegenüber 671 im vorigen Winter), 3.575 Pferde (gegenüber 3.443) sowie 568 Jockeys oder Fahrer. Vor zehn Jahren waren es noch über 800. Auch die Zahl der Rennen mit mindestens 14 Startern (Basis für die Multi-Wette) sank auf 42,9% (gegenüber 47%). Zwar überstiegen die PMU-Umsätze die Marke von einer Milliarde Euro, dennoch gingen sie um 3,2% zurück. Wie auf den französischen Rennbahnen insgesamt zeigt sich auch hier dasselbe Problem: mehr Zuschauer, aber weniger Wettumsatz. --------- PRIX HENRI DESMONTILS - Mottier: "Je M’Envole liegt mir sehr am Herzen" Am Samstag bot der Prix Henri Desmontils der Elite der älteren Monte-Traber eine der letzten Gelegenheiten, dass Wintermeeting in Vincennes mit einem Höhepunkt abzuschließen.
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Die unterlegenen Teilnehmer der prestigeträchtigen Monte-Prüfungen des Winters für ältere Traber (Prix de Cornulier und Prix de l'Ile-de-France), erhielten an diesem Samstag die Chance auf eine Wiedergutmachung im Prix Henri Desmontils. Der Held dieses begehrten Gruppe I-Rennens hieß Je M’Envole, der sich nach einem starken Endspurt gegen die hartnäckige Ideale du Chene durchsetzte. Er gewann damit das zweite Gruppe I-Rennen seiner Karriere. Obwohl er im Schlussbogen noch im Hintertreffen lag, setzte der Sohn von Joyau d’Amour kurz darauf mit einem starken Sprint zum Angriff an, um sich nach hartem Kampf gegen Ideale du Chene durchzusetzen. Für Mathieu Mottier hätte das Szenario kaum besser sein können. Nur wenige Stunden bevor er die Trophäe für seinen vierten Etrier d’Or (Sattel-Championat) entgegennehmen sollte. "Dieses Pferd liegt mir sehr am Herzen“, erklärte er im Anschluss. "Ich bin glücklich, mit ihm wieder auf höchstem Niveau zu gewinnen." Zwar war Je M’Envole im Prix de l’Ile-de-France Dritter geworden, doch "sein einziger Ausrutscher im Meeting war ausgerechnet im Cornulier" (Disqualifikation). "Heute ist das eine schöne Entschädigung für ihn." Zum Rennverlauf sagte Mottier: "Wir lagen unterwegs weit zurück, weil er sich etwas kühl zeigte. Ich war nicht allzu besorgt, denn vorne wurden sie müde, und er konnte entscheidend zurückkommen." Je M’Envole absolvierte den letzten Kilometer in 11,1 und erzielte mit 11,9 die zweitschnellste je gemessene Zeit dieses Klassikers. Er blieb nur eine Zehntelsekunde über dem Rekord von Hirondelle du Rib, die im vergangenen Jahr triumphierte. Nach der Anstrengung folgt die Belohnung: In den kommenden Wochen wird der Sieger seine Rolle als Deckhengst übernehmen. Mathieu Mottier krönte damit einen ohnehin sehr erfolgreichen Winter. Er gewann dieses Rennen zum zweiten Mal (nach Evangelina Blue 2020) und siegte später am Renntag auch noch im Prix des Centaures mit Kobayashi. Wenige Wochen nach seinem Triumph mit Maestro Vrie im Prix Ourasi kommt der 34jährige damit auf insgesamt drei Gruppe I-Siege in diesem Winter. Ideale du Chene - die "Eiserne Dame" Erst nach energischer Gegenwehr musste sich Ideale du Chene, die wieder von Paul Ploquin geritten wurde, der Stärke von Je M’Envole beugen. Nach ihrem sechsten Platz im Prix de l’Ile-de-France zeigte sie sich wieder deutlich verbessert. "Sie hat heute voll überzeugt", freute sich ihr Trainer Julien Le Mer. "Damals war ich enttäuscht. Vielleicht hatte sie sich vom Cornulier noch nicht ausreichend erholt. Außerdem ritt Pierre-Yves Verva sie zum ersten Mal. Das ist nie ganz einfach. Als wir in die Zielgerade einbogen, glaubte ich an den Sieg, auch beflügelt vom Erfolg von Isofou du Chene eine halbe Stunde zuvor im Prix du Plateau de Gravelle", sagte er lachend. Es wurde gemunkelt, dass dieses Wintermeeting das letzte für die 8jährige "Eiserne Dame" sein könnte. "Dieses Rennen war ein Test für ihre weitere Karriere. Wir besprechen das gerade mit ihrer Besitzerin Madame Guedj. Nach der heutigen Leistung möchte man eigentlich weitermachen. Wissen Sie, wir gehen behutsam mit ihr um. Sie startet nur im Winter. Wir werden sehen." L’Ecrin d’Or, der letzte Sieger des Prix du President de la Republique, stellte sich erstmals der Herausforderung gegen die Älteren. Der 5jährige Nachwuchstraber schlug sich achtbar und komplettierte das Podium. "Wie man gesehen hat, ist es gegen ältere Pferde härter", analysierte Alexandre Abrivard. "Und ich glaube, wir haben nicht den L’Ecrin d’Or vom Dezember gesehen" (Anm.: Sieger im Prix Jag de Bellouet). Unter den Geschlagenen musste auch der Favorit Jeroboam d’Erable weiter auf einen Gruppe I-Sieg im Winter warten. Der Champion aus dem Hause Thomain musste, wie schon im Prix de Cornulier, außen neben der führenden Hirondelle du Rib marschieren und zollte der Anstrengung schon deutlich vor dem Einlauf Tribut. --------- PRIX DE SELECTION - Alexandre Abrivard: "Maitre Jacques hielt bis ins Ziel durch" Etwas mehr als ein Jahr nach seinem Sieg im Criterium des Jeunes schlägt Maitre Jacques erneut auf höchstem Niveau zu und erobert seinen Platz als führender 4jähriger zurück. Der beste Kandidat aus dem zweiten Band war der 5jährige L’As Desbois, der dem Sieger bis weit in den Einlauf einen hervorragenden Kampf lieferte.
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Im Jahr 2014 wurde dieses Verfolgungsrennen auf das heutige Format umgestellt. Zuvor erhielten die 4jährigen einen Vorteil von 50 Metern. Mit dem Erfolg von Maitre Jacques setzte sich seit der Umstellung zum siebten Mal einer der 4jährigen durch. Maitre Jacques reiht sich damit in die Liste von Aladin d’Ecajeul, Bold Eagle, Discours Joyeux, Face Time Bourbon, Idao de Tillard und London ein. Dabei waren die "Verfolger" durchaus hochklassig, doch wie so oft entschied die Taktik. Alexandre Abrivard, der glänzend in die Saison 2026 gestartet ist, brachte es auf den Punkt: "Ich wusste, dass ich Verantwortung übernehmen musste. Ich hab ein Stück beschleunigt, um in der Senke die Spitze zu übernehmen, wo Maitre Jacques sehr ruhig blieb und gut atmete. Im Anstieg gegen den Wind konnte ich das Tempo drosseln. Als L’As Desbois aufkam, nahm mein Hengst das Gebiss wieder auf. Unser Rivale gab nicht nach, aber mein Pferd hielt bis ins Ziel durch." Die Tracking-Daten bestätigen dieses Szenario: Der Sieger legte die letzten 500 Meter in 08,8 zurück, nachdem er die vorherigen 500 Meter in 16,7 absolviert hatte. "Ich wollte nicht zu früh alles investieren. Während ich vorne etwas Luft holte, mussten die Älteren außen angreifen, was mir erlaubte, etwas für den Schluss aufzubewahren. Maitre Jacques hatte im Januar wegen einer Krankheit pausiert. Vielleicht hat ihm das im Februar sogar geholfen." Mehr als ein Jahr nach dem Criterium des Jeunes feiert der von Jacques Cottel gezogene und von Laurent Abrivard trainierte Champion seinen zweiten Triumph auf höchstem Niveau. Seine väterliche Linie ist im Prix de Selection außergewöhnlich erfolgreich: Maitre Jacques folgt seinem Vater Rolling d’Heripre (Bezwinger von Ready Cash 2009), seinem Großvater Dahir de Prelong (1995) und seinem Urgroßvater Fakir du Vivier (1975/76). Im Kreis der Großen Nur wenig fehlte, und L’As Desbois wäre wie seine Mutter Doria Desbois zum Gruppe I-Sieger geworden. Im Criterium Continental 2017 konnte Doria Desbois auch mit Matthieu Abrivard gewinnen. Dennoch zeigte sich Matthieu Abrivard im Anschluss sehr zufrieden: "Ich habe im Anstieg angegriffen, weil man Maitre Jacques vorne nicht hätte spielen lassen dürfen. Sonst sieht man ihn nicht mehr. Ich habe mich außen neben ihn gesetzt, und mein Pferd hat bis zum Schluss großartig gekämpft. Einige Konkurrenten waren hinter uns eingeschlossen, aber L’As Desbois hat das Rennen aktiv gestaltet. Er hat diesen Winter einen Schritt nach vorne gemacht und ist nun ein echtes Gruppe I-Pferd." Mit weniger als 400.000 Euro Gewinnsumme und dem mit Abstand schnellsten letzten Kilometer des Tages (11,0) scheint der Schützling von William Bigeon vor einem großen Jahr zu stehen. Der jüngste Sieger des Prix Ourasi, Maestro Vrie, ließ einige Fragen offen, da er hinter dem Sieger festsaß und Mathieu Mottier ihm die Klappen nicht rechtzeitig ziehen konnte. "Vor dem Rennen war das Szenario im Windschatten von Maitre Jacques perfekt, aber das Tempo hätte höher sein müssen. Er bestätigt jedenfalls, dass er zu den Besten gehört", sagte Mottier. Eric Raffin steuerte erstmals Magic Man und bilanzierte: "Er hatte lange keinen echten Rennverlauf mehr. Nachdem er Luft geholt hatte, zog er im Schlussabschnitt wieder gut an. Das ist vielversprechend." Obwohl geschlagen, kamen Lovino Bello und Liza Josselyn in diesem engen Zieleinlauf nicht weit hinter den Ersten ins Ziel. "Lovino Bello war nicht mehr ganz frisch und bekommt nun eine Pause", erklärte Thierry Duvaldestin gegenüber dem Reporter vom ParisTurf. |
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| Samstag 28 Februar 21:08 Uhr | |
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Nodessa Josselyn (Ready Cash - Belina Josselyn, die Schwester von Liza Josselyn; im 2024 für 740'000 Euro bei Arqana verkauft) hatte in ihrem ersten Rennen heute in Cagnes sur Mer keine Chance um den Sieg. 3. Platz in 1:20,6 (2925m Bänder). Christophe Martens sagte danach, er sei "zufrieden" mit der Stute. Mir hat sie schon bei der Quali nicht gefallen. Die Zukunft wird zeigen, was aus ihr wird. |
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| Samstag 28 Februar 21:50 Uhr | |
Sharif schreibt: Das habe ich auch gesagt, dass sie mir bei der Quali nicht gefallen hat und insofern "angreifbar" war, weil natürlich Favoritin...Allerdings kam ich auch nicht auf die richtige Siegerin. Und das Schiefmachen sah wirklich nicht gut aus. Ob Martens die Aussage wirklich ernst meinte...? |
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| Samstag 28 Februar 22:12 Uhr | |
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was soll er sonst sagen - der Satz "du hast um 740.000 ein Teufelstier gekauft" wird nicht ausgesprochen werden |
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| Sonntag 01 März 08:09 Uhr | |
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Liza dürfte auch erfasst sein.Sehr aufmerksam beim Aufcantern.Watte in den Ohren ,aber keine Zugwatte? Sie hat ein großes Potential,aber für mich keinen Kampfgeist.Oder der Junior kann ihn nicht wecken,wie der Alte,der wohl immer den Aufgabepunkt verschieben kann oder rechtzeitig abfährt. Lovino saft und kraftlos. 740000 beachtlich.Gibt es in France auch eine Sczene wie in Deutschland,daß die Pferde schon am Abend vorher verkauft werden und dann eine Riesenshow abgezogen wird? |
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| Dienstag 03 März 16:14 Uhr | |
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Montag in Caen - Erster Quinte-Sieg für die Farben von Maxime Guyon Am gestrigen Montag konnte Maxime Guyon seinen ersten Quinte-Sieg als Besitzer bei den Trabern feiern. Koala Blue siegte in den gelb-schwarzen Rennfarben des französischen Spitzenjockeys.
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Insgesamt ist die Bilanz von Maxime Guyon als Traberbesitzer mit nun zehn Siegen aus 67 Starts sehr positiv. Für diesen zehnten Erfolg dominierte der 6jährige Koala Blue das Hauptereignis in Caen von Beginn an. Schnell an der Spitze, zog der von Louis Baudron trainierte Village Mystic-Sohn in der Zielgeraden erneut an und hielt die Angriffe von Kazy Merite sicher in Schach, während Kaline de Fael den Einlauf dahinter komplettierte. "Er hatte sich nach einem tadellosen Wintermeeting einen solchen Sieg verdient", erklärte sein Fahrer Alexandre Abrivard im Anschluss. "Er war schon früher erfolgreich, wenn er von vorne ging. Heute passte alles für diese Taktik, und das Pferd konnte sich mit dem Angriff von Kazy Merite nochmals steigern." --------- GNT in Amiens - Raffestin: "Der Rechtskurs wird Jilord Viva nicht stören" Nach einem überzeugenden Erfolg in Vincennes soll Jilord Viva seinem Trainer Julien Raffestin nun zum Auftakt des Grand National du Trot am Mittwoch in Amiens den ersten Erfolg auf einer Etappe des beliebten Wettbewerbs bescheren.
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Erst am 17. Februar sorgte Jilord Viva für seinen Trainer für eine wichtige Premiere: Der Wallach gewann die Quinte des Tages, was den ersten Quinte-Erfolg für Raffestin als Ausbilder darstellte. Nun soll beim Saisonauftakt des GNT in Amiens der nächste Schritt folgen. Im Vorjahr waren sie als Zweite in Meslay-du-Maine nur knapp von Indy de Jyr geschlagen geworden, dem späteren Gesamtsieger 2025. "Ihm geht es gut. Er scheint sich von seinem jüngsten Sieg gut erholt zu haben", sagte Raffestin gegenüber dem ParisTurf. "Morgens ist er wie immer, ein eher kühles Pferd, aber ich spüre, dass er sich wohlfühlt." Zwar ist die 1.142 Meter lange Bahn in Amiens nicht ideal, doch die Distanz von 2.900 Metern sollte ihm liegen. Sollte er erneut überzeugen, stehen anschließend die Etappen in Marseille-Borely und Le Croise-Laroche auf dem Programm. Der 7jährige Sohn von Vulcain du Vivier ist in Amiens bislang nur einmal gelaufen. Den 09. März 2022 beendete er mit einer Disqualifikation. Als Pferd, dass eher große Bahnen bevorzugt, muss er sich nun erneut auf diese verhältnismäßig kleine Piste einstellen. "Jilord hat bisher immer auf großen Bahnen gewonnen, aber ich denke, dass er älter wird und sich anpassen kann. Natürlich ist das Profil nicht ideal für ihn. Die Distanz von 2.900 Metern kommt ihm aber sehr entgegen. Der Rechtskurs wird ihn nicht stören, denn grundsätzlich ist er ein Pferd für rechtsherum. Schon in jungen Jahren war er in diese Rennrichtung immer etwas besser", ergänzte Raffestin. Der Winter verlief für den Stall Raffestin mit fünf Siegen in Vincennes und einer Quote von 52% unter den ersten Fünf äußerst erfolgreich. Drei dieser Erfolge gingen auf das Konto von Jilord Viva. "Wir haben derzeit einen guten Lauf", sagt der 43jährige. "Der Stall ist in Form." Da würde sich ein Erfolg im Grand National du Trot gerade zur rechten Zeit kommen. Einem Wettbewerb, der in dem Jahr gegründet wurde, als Julien Raffestin auf die Welt kam. --------- Sonntag in Cagnes-sur-Mer - Amerique-Revanche an der Riviera Zum Nennungsschluss für das am Sonntag stattfindende Grand Criterium de Vitesse de la Cote d'Azur stehen nicht weniger als fünf Millionäre auf der Starterliste. Darunter auch der Amerique-Sieger Hokkaido Jiel.
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Der von Jean-Luc Dersoir trainierte Champion soll erstmals an der Riviera antreten. "Er ist zwar nicht oft auf flachen Bahnen gelaufen, aber das sollte kein Nachteil sein", so sein Trainer. Nach dem Verzicht auf den Prix de Paris richtet sich der Fokus nun auf dieses prestigeträchtige Rennen. Hokkaido Jiel wird barfuß antreten und erneut von Franck Nivard gesteuert. Zu den weiteren prominenten Engagements zählen Go On Boy, der sich im Prix de France stark zurückmeldete, Cornulier-Sieger Iguski Sautonne, Hooker Berry, sowie die Cottel-Farbe Inmarosa. Letztere soll anschließend auch in Schweden und Italien starten. --------- 'Course Europeene' weiterhin als Quinte? Sollte die Quinte weiterhin in europäischen Prüfungen angeboten werden? Diese Frage stellte der ParisTurf Guillaume Maupas, dem Renn- und Verbandsdirektor der SETF. Und das nicht ohne Grund: Eine Umfrage der Fachzeitung hat ergeben, dass viele Wetter die europäischen Quinte-Prüfungen ablehnen, weil sie einfach schwerer zu "lesen" sind, wenn zahlreiche ausländische Traber am Start sind.
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"Es gibt derzeit eine umfassende Überlegung, die innerhalb der Programmkommission diskutiert werden wird: Ist es sinnvoll, einen großen Teil der europäischen und internationalen Rennen während des Wintermeetings auf der Rennbahn von Vincennes zu bündeln?", fragt sich Guillaume Maupas. "Vor einigen Jahren haben wir 120 europäische Rennen in den Provinzen gestrichen und dafür 40 in Paris hinzugefügt (Anm.: Das Gesamtbudget blieb gleich, da die Dotierungen in Paris höher sind). Damals waren die Aktiven der Meinung, dass die natürlichste und fairste sportliche Auseinandersetzung in Vincennes und nicht in der Provinz stattfinden sollte. Denn durch die niedrigeren Preisgelder im Ausland wirkten die ausländischen Pferde oft klar bevorteilt, wenn sie aus dem ersten Band starten durften." Zur Erinnerung: 16% der in Frankreich ausgeschütteten Preisgelder sind für ausländische Traber offen. Die Herausforderung besteht darin, diese Rennen sowohl für die Aktiven, als auch für die Wetter sinnvoll zu platzieren. "Wir werden nicht komplett zurückrudern, aber eine Korrektur zwischen der Hauptstadt und den Regionen ist denkbar. Wir haben gerade die Bilanz 2025 zur Leistung ausländischer Pferde in Frankreich veröffentlicht: Sie haben 4,3% der in Frankreich ausgeschütteten Preisgelder gewonnen (gegenüber 3,7% im Jahr 2024)." "Heute sucht sich der Wetter, der auf ein europäisches Rennen setzen möchte, die nötigen Informationen selbst zusammen. Eine 2019 durchgeführte Studie über den Einfluss der Rennen mit europäischen Status zeigte, dass dieses eher ein Plus als ein Minus für die Wettumsätze darstellte." Allerdings liegt diese Untersuchung inzwischen einige Jahre zurück. Möglicherweise hat sich die Situation verändert. Auch aus dem Kreis der Aktiven ist wieder vermehrt zu hören, dass man die tatsächliche Leistungsstärke ausländischer Gegner schwer einschätzen könne und daher mitunter zögere, Pferde zu nennen. Zudem muss man klar unterscheiden zwischen ausländischen Pferden, die in Frankreich trainiert werden, und jenen, die im Ausland vorbereitet werden. Bei Letzteren ist selbst in die umfangreiche Datenbank des ParisTurf' nicht immer zuverlässig, um es vorsichtig auszudrücken. --------- Guillaume Maupas: "Die Sanierung der Bahn werden wir entschlossen angehen" Die in diesem Winter vielfach kritisierte Piste im Hippodrome Vincennes, wird in den kommenden Monaten wohl nicht ohne umfangreiche Arbeiten auskommen.
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Wenn es in diesem Winter ein Thema gab, dass sowohl die Aktiven als auch die treuesten Wetter beschäftigt hat, dann war es die Bahn im "Temple du Trot". "In der Tat, es gab Kritik", erklärt der Renn- und Verbandsdirektor der SETF, Guillaume Maupas gegenüber dem ParisTurf. "Das war noch vor der Frost- und Tauperiode, die immer sehr kompliziert ist. Man kann sich sogar fragen, ob man in dieser Phase überhaupt Rennen austragen sollte. Nach den Rückmeldungen der Profis haben wir ein Audit eingeleitet. Spezialisten waren im Februar bereits zweimal vor Ort und werden einen technischen Bericht über den Zustand der Bahn erstellen." Die ersten Erkenntnisse seien eindeutig: Vincennes verfüge über eine in die Jahre gekommene Piste, da seit dem Sommer 2011 keine größeren Arbeiten mehr durchgeführt wurden. "Es gibt ein Problem mit der Durchlässigkeit der Bahn sowie mit der Qualität der Schlacke, die wir aufbringen (Anm.: 1.700 Tonnen wurden während des Meetings verwendet). Viele Pferde laufen barfuß, und die Profis wollen nicht unbedingt grobkörnige Schlacke, da diese auf die Hufe reibender wirkt. Ist das Material jedoch feiner, setzt es sich bei schlechtem Wetter schneller zu. Wunder lassen sich natürlich nicht in zwei Tagen vollbringen. Deshalb habe ich die Spezialisten gebeten, uns Pläne für drei, fünf und zehn Jahre vorzulegen, um zu sehen, was notwendig ist, um die Qualität der Bahn von Vincennes wieder herzustellen. Dieses Thema werden wir entschlossen angehen. Ob wir genügend Zeit haben werden, Arbeiten in rennfreien Phasen durchzuführen, wird sich zeigen." Nachdem der Pachtvertrag für Vincennes im Juli verlängert wurde, dürfte die SETF in naher Zukunft also kaum um umfangreiche Arbeiten an der Bahn herumkommen. |
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| Mittwoch 04 März 10:03 Uhr | |
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GRAND CRITERIUM DE VITESSE - Gelormini: "Eine große Freude Frank Gio zu fahren" Bis zum 05. März muss Gabriele Gelormini noch eine Sperre absitzen. Aber schon am Sonntag hat er in Cagnes-sur-Mer eine hochkarätige Chance sich im Sulky von Frank Gio im "Vitesse" auszuzeichnen. Gelormini wird den Vertreter der Scuderia Bivans zum ersten Mal steuern. Der italienische Fahrer ersetzt dabei Matthieu Abrivard, der durch seinen Einsatz mit Iguski Sautonne verhindert ist. Im Interview mit dem ParisTurf äußert sich Gelormini zu diesem bedeutenden Highlight.
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PT: "Gabriele, hätten Sie vor einer Woche damit gerechnet, im Sulky von Frank Gio zu sitzen? Einem der Titelanwärter im Grand Criterium de Vitesse de la Cote d’Azur?" GG: "Nein, überhaupt nicht. Das Angebot kam in letzter Minute. Im Umfeld des Pferdes ist die Idee, an diesem Gruppe I-Rennen teilzunehmen, nach dem Prix de Paris wohl nach und nach gereift. Da Matthieu Abrivard, der Stammfahrer von Frank Gio, mit seinem eigenen Schützling Iguski Sautonne antreten wird, hat man mir vorgeschlagen, Frank Gio zu fahren." PT: "Wer hat Sie kontaktiert?" GG: "Antonio (Anm.: Somma/Besitzer) hat mich angerufen." PT: "Wir können uns vorstellen, dass Sie sofort zugesagt haben..." GG: "Natürlich. Wenn für eine Fahrt mit solch einem Pferd das Telefon klingelt, freut man sich riesig! Mein Beruf ist es, Rennen zu fahren. Und wenn man dabei Champions steuern darf, ist das umso besser." PT: "Sie sind bereits 17 Mal für die Scuderia Bivans gefahren (vier Siege mit Follow You, Intrepide Turgot, Inshot Josselyn und In Scream Gio). Nun bestreiten Sie Ihr erstes Gruppe I-Rennen für diese traditionsreiche Farben. Was empfinden Sie dabei?" GG: "Es ist natürlich eine große Freude, zumal ich mich mit Antonio sehr gut verstehe. Gleiches gilt für Sebastien (Anm.: Guarato/Trainer), mit dem ich viel zusammenarbeite. In dieser Hinsicht starte ich also mit einem positiven Gefühl in dieses große Ereignis. Ich starte mit dem klaren Ziel, eine starke Leistung zu zeigen." PT: "Es ist Ihre elfte Teilnahme am Grand Criterium de Vitesse (vorher u.a. mit Alrajah One, Cokstile, Billie de Monfort, Uza Josselyn, Voltigeur de Myrt...). Haben Sie mit Frank Gio Ihre bislang beste Chance, diesen Höhepunkt erstmals zu gewinnen?" GG: "Ja, ich denke, dass Frank Gio meine beste Siegchance in diesem Gruppe I-Rennen ist. Ich habe schon gute Platzierungen erreicht, aber oft standen mir Pferde wie Bold Eagle, Readly Express oder Vivid Wise As im Weg. Das waren vor dem Start jeweils sehr schwer zu schlagende Gegner." PT: "Was stimmt Sie zuversichtlich im Hinblick auf den Sieg?" GG: "Zunächst einmal ist er immerhin Vierter im Prix d’Amerique gewesen. Das sagt schon viel aus. An diesem Tag kam er mit einem gewaltigen Endspurt auf. Mit etwas mehr Weg hätte er sogar gewinnen können. Man darf ihn nicht nach seiner Leistung im Prix de Paris beurteilen, wo er die zwei Runden nicht richtig verstanden hat. Dennoch ist er auch dort gut ins Ziel gekommen, was ermutigend ist. Wie Sie sehen, besitzt er enorm viel Talent. Und mit fünf Jahren bringt er bereits viel Erfahrung mit. Vor allem kennt er die 1.600 Meter perfekt. Er hat die Fähigkeit, auf allen Distanzen und Bahnprofilen zu gewinnen. Das ist eine große Stärke." PT: "Seit 1958 haben nur fünf Fünfjährige dieses Criterium gewonnen (Gigant Neo, Crowning Classic, Giant Force, Spice Island und Jariolain). Ist das nicht noch ein zu junges Alter für einen Sieg?" GG: "Nein, das glaube ich nicht. Wie gesagt, er hat schon viel Erfahrung. Frank Gio ist mit fünf Jahren bereits sehr reif und zudem abgehärtet. Sein Alter wird kein Problem sein. Auf dem Papier gehört er zu den wenigen im Feld, die von vorne gehen können. Im Gegensatz zu Pferden wie Hokkaido Jiel oder Hooker Berry, die eher ein Rennen aus dem Hintertreffen brauchen. Das ist ein Vorteil. Da er sehr ruhig ist, kann er offensiv gehen, ohne zu pullen. Für sein Alter ist er äußerst vielseitig: Er kann von vorne gewinnen, aber auch aus dem Feld heraus stark enden. Er wird ganz klar um den Sieg kämpfen." PT: "Wen fürchten Sie besonders?" GG: "Auf dem Papier wirkt das Rennen ziemlich offen. Natürlich muss man Go On Boy ernst nehmen." PT: "Das Wintermeeting ist gerade zu Ende gegangen. Mit Ihren 15 Siegen - wie fällt Ihre Bilanz aus?" GG: "Obwohl ich zwei Gruppe-Rennen gewonnen habe, mit Ginostrabliggi und Cobra Killer Gar, finde ich mein Meeting insgesamt sehr enttäuschend." PT: "Was hat nicht funktioniert?" GG: "Um meinen Beruf als Catch-Driver bestmöglich auszuüben, muss ich die jeweils beste Siegchance wählen. Das ist die Grundlage dieses Berufs. In meiner Arbeitsweise bin ich bestimmten Ställen treu geblieben, was auch normal ist. Leider waren viele ihrer Pferde krank, was sich negativ ausgewirkt hat. Wenn man für das Meeting mit 30 oder 40 Pferden plant und diese dann ausfallen, ist der Winter praktisch gelaufen. Künftig muss ich also für alle etwas verfügbarer sein. Wenn man eine erste Chance aus Loyalität ablehnt, bekommt man sie nicht noch einmal angeboten. Der Kollege behält sie, vor allem, wenn er gewinnt. So war ich schon früh im Winter blockiert. Künftig müssen solche Entscheidungen sehr gut überlegt sein. Ich werde weiterhin meine treuesten Auftraggeber bevorzugen, aber manchmal muss ich mich auch für die objektiv beste Chance entscheiden." PT: "Ein Sieg in diesem Criterium würde Ihnen erlauben, neu durchzustarten..." GG: "Nein, das sind unterschiedliche Dinge. Man darf nicht vergessen, dass ich 2025 Zweiter in der europäischen Statistik der Fahrer mit den meisten Gruppe I-Siegen geworden bin (Anm.: Sechs). Sicher ist: Ich liebe Cagnes. Hier habe ich zwei der drei bedeutendsten Rennen des Kalenders gewonnen. Den Prix de la Cote d’Azur mit Gino Viva und den Grand Prix du Departement des Alpes-Maritimes mit Capital. Es fehlt mir nur noch das Grand Criterium de Vitesse de la Cote d'Azur. Ich hoffe, dass es am Sonntag klappt (lacht)." --------- Alexandre Abrivard: "Werden uns mit Europa-Kampagne für Inexess Bleu beschäftigen" Nach einer Grippewelle hat der Stall von Laurent-Claude Abrivard wieder zu alter Stärke zurückgefunden. Das belegt auch der aktuelle Lauf von Alexandre Abrivard. Schon bald wird er auch wieder seinen Champion Inexess Bleu im Rennen steuern können. Im Gespräch mit dem ParisTurf berichtet er zudem von einer Veränderung für Just Love You.
Foto: SCOOPDYGA
"Inexess Bleu hatte in diesem Winter kein passendes Programm und hat seit einigen Tagen das Training schrittweise wieder aufgenommen", beginnt Alexandre zu erzählen. "Es gibt noch nichts Besonderes zu berichten, aber für sein Comeback am 21. März in Vincennes im Prix du Bois de Vincennes wird er noch nicht topfit sein. Außerdem muss er dort Zulage in Kauf nehmen, im Gegensatz zum Prix Kerjacques (Anm.: 04. April). Danach werden wir uns mit einer möglichen Europa-Kampagne beschäftigen." Inexess Bleu war einer der großen Namen, die im letzten Wintermeeting schmerzlich gefehlt haben. Ein Meeting, dass auch für Just Love You nicht nach Wunsch verlief. Die Stute soll nun den Kopf freibekommen, bevor sie auf den Prix de l'Atlantique in Enghien vorbereitet wird, der im Falle eines erneuten Misserfolgs ihr letztes Rennen sein könnte: "Sie ist zu Wochenbeginn zu Benoit Barassin gegangen, der mit I Still Loving You hervorragende Arbeit geleistet hat. Das Pferd hat mir mit seinem Sieg am vergangenen Samstag in Vincennes viel Freude bereitet. Wir wollten bei der Stute etwas ändern, aber es kam nicht infrage, sie in einen anderen Stall zu geben. Die Seeluft kann ihr nur guttun, aber es wird kein Urlaub. Sie bleibt den gesamten März dort und arbeitet. Anfang April holen wir sie zurück, um den Prix de l’Atlantique vorzubereiten. In jedem Fall war es nötig, ihren Alltag zu verändern." |
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| Mittwoch 04 März 18:45 Uhr | |
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GRAND CRITERIUM DE VITESSE - Derieux: "Wir gehen mit Zuversicht an den Start" Nach einem überzeugenden Auftritt und einem starken zweiten Platz im Prix de France wird Go On Boy an diesem Sonntag in Cagnes-sur-Mer versuchen, erstmals das Grand Criterium de Vitesse de la Cote d’Azur zu gewinnen. Romain Derieux sprach im Vorfeld mit dem ParisTurf über dieses großen Rennen und die Vorbereitung seines Champions.
Foto: SCOOPDYGA
Anfang Januar erkrankte Go On Boy und geriet dadurch in Rückstand in seiner Vorbereitung. Am 25. Januar sprang er im Prix d’Amerique unter dem Druck seines Bruders Josh Power zu Beginn der Zielgeraden an. Zwei Wochen später zeigte der Sohn von Password jedoch sein wahres Gesicht und belegte im "France" einen hervorragenden zweiten Platz, sehr zur Freude seines Trainers Romain Derieux. "Ich war wirklich sehr zufrieden mit seinem Rennen. Er hat mich beruhigt, denn auch wenn wir im Prix d’Amerique gemerkt hatten, dass ihm noch etwas fehlte, musste ich ihn wieder auf seinem besten Niveau sehen. Ich hatte einen optimalen Rennverlauf, und er wurde starker Zweiter hinter einer großartigen Stute. Das war perfekt!", erklärte der Mann aus dem Departement Essonne. Nach dem Verzicht auf den Prix de Paris bereitete sich Go On Boy in aller Ruhe auf das Grand Criterium de Vitesse de la Cote d’Azur an diesem Sonntag in Cagnes vor. "Nach seinem Rennen im Prix de France war er drei Wochen im Gestüt Sassy, wo er seine Decksaison begonnen hat. Fünf bis sechs Stuten wurden ihm zugeführt. Parallel dazu hat er viel im Wasser trainiert, um seine Kondition zu erhalten. Am vergangenen Samstag kehrte er in sehr guter Verfassung in den Stall zurück." "Vielleicht frischer als im vergangenen Jahr" Am Dienstagmorgen absolvierte der letztjährige Elitloppet-Sieger auf der Trainingsanlage seines Trainers in Cheptainville eine letzte intensivere Arbeitseinheit. "Er ist am Dienstagmorgen locker fünf Geraden gegangen. Er war eifrig und sehr beweglich. Beim Aufwärmen erschrak er sogar vor allem Möglichen. So ist er, wenn es ihm richtig gut geht. Konditionell scheint alles in Ordnung zu sein. Am Donnerstagmorgen wird er noch einmal locker arbeiten, aber das Wichtigste ist getan." Nachdem er im vergangenen Jahr disqualifiziert wurde und 2023 sowie 2024 platziert war, möchte Go On Boy nun endlich im großen Rennen an der Riviera glänzen, dass ihm bislang verwehrt blieb. "Dieses Rennen lag ihm bisher nie besonders. Im Vergleich zum letzten Jahr waren wir damals zwei Wochen früher bereit, für den Prix d’Amerique. In dieser Saison war er zum Prix de France auf dem Höhepunkt seiner Form und geht dieses Criterium de Vitesse daher vermutlich frischer an als in den vergangenen Jahren. Am Sonntag wird er mit Eisen antreten, da er sich so wohlfühlt. Über die Meile in Cagnes spielt die Startnummer eine wichtige Rolle, denn wie Sie wissen, ist er keiner der schnellsten Starter. Ideal wäre für uns eine mittlere Nummer, um nicht eingeschlossen zu werden. Aber wir gehen mit Zuversicht an den Start." --------- GNT in Amiens - Abrivard: "Jentil Dieschoot ist ein hartes Pferd, was auf solch einer Bahn ein Vorteil ist" Die Rennbahn von Amiens war schon in den letzten fünf Jahren Schauplatz für den Auftakt des Grand National du Trot. Und in den letzten vier Ausgaben hat ein Pferd aus dem ersten Band gewinnen können. Insofern waren die Wetter durch die Ergebnisse der letzten Jahre "vorgewarnt". Dennoch wurde das zweite Band mehrheitlich stark bewettet, was sich im Nachhinein als Fehler rausstellte. Mit Ausnahme von Kaptain du Liamone (14) bestand die Quinte ausschließlich aus Pferden, die von der Grundmarke in das Rennen gegangen sind.
Foto: SCOOPDYGA
Am besten konnte es der Sieger Jentil Dieschoot. Zwei Runden vor dem Ziel übernahm er mit Formfahrer Alexandre Abrivard die Spitze und teilte sich die Pace in der Folge sehr gut ein. Im Schlussbogen beschleunigte das Gespann so stark, dass lediglich der spätere Zweite Hall Black Mess halbwegs Anschluss halten konnte. Der 7jährige Un Charme Fou-Sohn kam am Ende sicher in 12,8/2.900 Meter nach Hause. Mit einer späten Lücke im Einlauf konnte sich Iris From noch leicht auf den dritten Platz vorarbeiten, ehe Kaptain du Liamone mit viel Speed auf Rang Vier gelaufen ist. Noch einmal zwei Längen zurück konnte Iena d'Orgeres die Quinte komplettieren. Der Sieger musste nach dem vorläufigen Einlauf und einer Überprüfung aber noch einmal zittern. Zu Beginn des Schlussbogens drängelte Jentil Dieschoot so sehr nach innen, dass er drei Pylonen auf der falschen Seite passierte. Eine Pylone mehr und der Wallach wäre disqualifiziert worden. Somit wurde nach einigen Minuten Entwarnung gegeben: Der Schützling von Kevin Leblanc wurde als Sieger bestätigt. "Er ist ein hartes Pferd, was auf solch einer Bahn ein Vorteil ist", erklärte der siegreiche Fahrer. "Er ist gut gestartet. Meine Sorge war im Vorfeld nicht zu weit hinten zu liegen. Der erste Ausfall im ersten Bogen hat mir ermöglicht, problemlos die Spitze zu übernehmen. Im Schlussabschnitt gab es erneut unglückliche Zwischenfälle in der letzten Kurve, sodass danach nicht mehr viele Gegner übrig waren." Tatsächlich machte der Favorit Just de l'Oison, der lange viele Reserven zu haben schien, im Schlussbogen einen Fehler, während Jilord Viva dort ebenfalls kurz aus dem Takt geriet, aber zu dem Zeitpunkt schon weiter zurücklag. Der Sieg von Jentil Dieschoot ist auch ein Erfolg für zwei derzeit besonders formstarke Akteure: Fahrer Alexandre Abrivard und Trainer Kevin Leblanc. Dabei war die Teilnahme von Jentil Dieschoot ursprünglich gar nicht vorgesehen und ist ausschließlich auf die seit dem 01. März geltende Regeländerung bei den Streichungen in Quinte-Rennen zurückzuführen (Anm.: Pferde ohne Preisgeld aus den letzten drei Monaten im Sulky werden zuerst gestrichen). "Eigentlich war nicht geplant, dass er diese Etappe bestreitet", erklärte der junge Trainer. "Ich dachte sogar, er würde gestrichen werden. Aber durch das neue Reglement blieb er im Feld. Als ich ihn am Samstag gearbeitet habe, war er sehr frisch, und ich wusste, dass er gut laufen würde. Meine einzige Sorge war das Profil der Bahn, denn es ist ein kleiner Kurs. Ihm fehlt es etwas an Grundschnelligkeit, und ich hatte Angst, dass er beim Start zu weit zurückfallen könnte. Alexandre ist es jedoch gelungen, ihn hervorragend ins Rennen zu bringen. Und genau deshalb hat er das Rennen gewonnen." Öffnet ihm sein heutiger Sieg nun ein festes Programm innerhalb der Rennserie? "Das wird wohl der Fall sein", antwortet Kevin Leblanc. "Er dürfte Ende des Monats in Marseille-Borely antreten. Er fühlt sich sowohl auf Rechts- als auch auf Linkskursen wohl. Zudem verfügt er über viel Ausdauer und gibt niemals auf." Stimmen der Platzierten: Thomas Chalon - Hall Black Mess: "Ich hatte Angst, am Start vielleicht zu viel gemacht zu haben. Aber es war ein selektives Rennen, in dem er gut durchatmen konnte. Auf halber Zielgeraden schloss sich die Lücke etwas. Vielleicht hätten wir das führende Pferd noch unter Druck setzen können, aber geschlagen hätten wir es wohl nicht." Matthieu Abrivard - Iris From: "Beim Start herrschte etwas Durcheinander, sodass ich nicht so schnell wegkam, wie ich wollte. Danach war ich hinter dem Geschehen und habe mir noch etwas für den Endspurt aufgehoben." Zweite Etappe: Mittwoch, 25. März, in Marseille-Borely. --------- GRAND CRITERIUM DE VITESSE - Quinte in Gefahr Das Grand Criterium de Vitesse de la Cote d’Azur am kommenden Sonntag ist der Höhepunkt des Meetings in Cagnes-sur-Mer. Nach dem ersten Streichtermin am Mittwochmorgen um 10 Uhr, verblieben nur noch 15 Pferde auf der Starterliste. Eine Stunde später nur noch 13, nachdem Hooker Berry und King Opera ihre Teilnahme abgesagt hatten.
Quelle: turfomania.com
Wird das ausreichen, damit das prestigeträchtige Gruppe I-Rennen, wie auch 2022 und 2024, als Quinte-Prüfung fungieren kann? Morgen gibt es mit dem zweiten Streichtermin und der gleichzeitigen Starterangabe die Antwort auf die Frage. In Bezug auf die Streichung von Hooker Berry äußerte sich Trainer Antoine Lherete gegenüber dem ParisTurf: "Ich ziehe es vor, auf den Prix Kerjacques am 04. April in Vincennes zu warten, bevor ich ihn zwei Wochen später im Prix de l’Atlantique in Enghien vorstelle. Nach dem Prix de Paris hat er sich den Huf etwas abgenutzt. Es ist ebenso gut, noch abzuwarten. Dem Pferd geht es gut, und er hat bereits seine Decksaison begonnen." Vier Millionäre am Start Die erste Startreihe kann sich dennoch mit vier Millionären sehen lassen. Go On Boy strebt nach zwei Platzierungen seinen ersten Titel in diesem Klassiker an. Amerique-Sieger Hokkaido Jiel, der erstmals in Cagnes-sur-Mer antritt, und die Vertreterin von Jacques Cottel, Inmarosa, die vor zwei Jahren Vierte wurde. Dazu kommt das "Speed-Monster" Iguski Sautonne, für den Matthieu Abrivard den Sulky von Frank Gio geräumt hat. Erfolgreichster Trainer der letzten Jahre ist Alessandro Gocciadoro, der vier der vergangenen sechs Austragungen mit Vivid Wise As und Vernissage Grif gewinnen konnte. Er setzt diesmal auf Executiv Ek, der auch sicher in der ersten Reihe stehen wird. |
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| Donnerstag 05 März 22:25 Uhr | |
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Start Frühjahrsmeeting in Enghien Nur sechs Tage nach dem Abschluss des Wintermeetings in Vincennes, übernimmt die Rennbahn von Enghien den Staffelstab und startet an diesem Freitag in die Saison 2026. Der Renntag wird der erste von insgesamt zwölf Veranstaltungen des Frühjahrsmeetings sein. Das Frühjahrsmeeting erstreckt sich bis zum 27. Juni und umfasst in diesem Zeitraum genau einhundert Rennen.
Foto: APRH
Das prestigeträchtigste Rennen ist natürlich der Prix de l'Atlantique, welcher das einzige Gruppe I-Rennen ist, dass auf dieser 1.300 Meter langen Bahn ausgetragen wird. Der Nachfolger von Iguski Sautonne wird am Samstag, dem 18. April im Rahmen einer Veranstaltung gesucht, bei der zahlreiche kostenlose Aktionen rund um das "Fest des Pferdes" für die Besucher angeboten werden.
Kalender des Frühjahrsmeetings in Enghien: März: Freitag, 6. / Dienstag, 10. / Freiag, 13. / Dienstag, 17. / Dienstag, 24. April: Donnerstag, 16. / Samstag, 18. / Montag, 27. Mai: Samstag, 23. Juni: Samstag, 13. / Donnerstag, 25. / Samstag, 27.
Darüber hinaus ist die Rennbahn im Departement Val-d’Oise Schauplatz zahlreicher Veranstaltungen, darunter ein internationales Feuerwerksfestival. Zudem öffnet sie sich zunehmend einem neuen Publikum und erweitert ihr Angebot mit dem 'Festival Electro Jacques Fromage', dass im Mai seine vierte Ausgabe feiert, sowie mit dem 'Lauf-Festival La Boucle', dass ebenfalls im Mai in seine zweite Auflage geht. --------- Freitag in Enghien - Emma Souloy: "Khal's Fella hat eine gute Chance" Der Rennstall von Fabrice Souloy und seiner Tochter Emma blickt auf ein gutes Jahr 2025 zurück. Die nun beginnende Sommersaison soll die Rückkehr zur alten Stärke des Stalles bestätigen. Das Vater-Tochter-Duo wird am Freitag zur Wiedereröffnung der Rennbahn von Enghien zwei Starter ins Rennen schicken. Die Tochter sprach mit dem ParisTurf über die Chancen und die neue Ausrichtung des Trainingsbetriebes.
Foto: SCOOPDYGA
Emma Souloy ist im Stall ihres Vaters Fabrice zunehmend präsent und aktiv. In den kommenden Monaten möchte sie zudem die Prüfung ablegen, um ihre eigene Trainerlizenz zu erhalten. "Bis dahin arbeiten und trainieren mein Vater und ich gemeinsam, weshalb unsere Pferde nun unter der Bezeichnung 'Societe Entrainement Fabrice Souloy' starten. Alles läuft ziemlich gut, auch wenn wir nach dem Verkauf von allem wieder bei null anfangen mussten. Es ist eine kleinere Struktur, die aber gut funktioniert", erklärt die 25jährige, die gemeinsam mit ihrem Vater im Jahr 2025 insgesamt 32 Siege verbuchen konnte. Nach dem Verkauf des prachtvollen Haras de Ginai im Departement Orne im Jahr 2024, aufgebaut von Jacky Souloy und seiner Familie, sowie nach mehreren Bestandsreduzierungen, mussten Fabrice Souloy und sein Team ihre Arbeitsbasis neu organisieren und auf andere Standorte ausweichen. Nach vielen Monaten in Utah Beach auf dem Trainingszentrum des Ecurie Terry direkt am Meer wird der Stall des Trainers mit insgesamt 89 Gruppe I-Siegen (31 in Frankreich und 58 im Ausland) zu Beginn dieses Jahres erneut den Standort wechseln. "Seit dem vergangenen Winter verfügen wir über einen Hof in Grosbois, den wir das ganze Jahr über behalten werden. Dort bin ich meistens", erklärt Emma. "Der Teil unseres Bestands, der bisher in Utah Beach untergebracht war, wird derzeit in ein Trainingszentrum auf dem Land verlegt, dass näher bei Grosbois liegt. Dort werden wir etwa 20 bis 25 Pferde haben, darunter Khal’s Fella und Just A Midi, aber auch einige junge Pferde, die in ihren Gewinnsummen noch zurückliegen. Das Jahr 2025 ist für den Stall recht gut verlaufen, aber wir haben nur vier Pferde aus dem N-Jahrgang, was sehr wenig ist. Dafür kommen fünfzehn O-Pferde nach, die gerade antrainiert werden und die wir qualifizieren wollen. Das allgemeine Niveau ist gut, und das ist das Wichtigste." Narco Connection, jüngstiger Sieger in Reims, Money Money Piya, der in Vincennes gewinnen konnte, sowie Le Bief in Cagnes-sur-Mer oder Lord of The Rings in Angers haben dem Training von Fabrice Souloy und seiner Tochter bereits zu Beginn des Jahres Erfolge beschert. Mit Pferden wie Kill and Kiss, der seit dem vergangenen Sommer nicht mehr gelaufen ist, Legolas, der im letzten Sommer dreimal siegte, darunter zweimal in Enghien, Lady Starlight, die im vergangenen Sommer ebenfalls auf dem Plateau de Soisy (Enghien) gewann, Let’s Go Landemer, der in Laval kürzlich ein gutes Comeback gab, oder Matfaben d’Enje, der zu Beginn des Winters in Vincennes nach zwei Erfolgen in Cabourg gewann, dürfte sich der Erfolg des Stalles während der Sommersaison weiter fortsetzen. Vorerst richten sich die Blicke jedoch auf Khal’s Fella und Nobi Barosso, die an diesem Freitag in Enghien erwartet werden. Khal’s Fella bereit für sein Comeback Khal’s Fella, der seit seinem achten Platz im Prix Bilibili im Dezember nicht mehr gelaufen ist, kehrt am Freitag bei der Wiedereröffnung des Plateau de Soisy auf die Rennbahn zurück. Sein Comeback erfolgt unter dem Sattel im Prix de Mimizan, in dem er auf ältere Gegner trifft. "Das Pferd erkrankte Anfang September an Rhinopneumonie. Nachdem wir ihn behandelt hatten, wollten wir es noch einmal im Prix Bilibili versuchen, doch seine Lungenprobleme waren weiterhin vorhanden, weshalb er seitdem nicht mehr gelaufen ist. Deshalb haben wir beschlossen, noch einmal ganz von vorne anzufangen", erklärt Emma Souloy. "Er hätte am Montag in Caen zurückkehren können, aber dieses Rennen in Enghien passt gut und ist zudem attraktiv besetzt. Gegen seine älteren Gegner, ohne die Konkurrenz zu unterschätzen, hat er meiner Meinung nach eine gute Chance, vor allem aufgrund seiner Klasse im Sulky. Er wird sicher noch nicht bei 100% sein, aber ausreichend vorbereitet, um eine gute Rolle zu spielen. Da er häufig nach einer Pause gut läuft und dennoch ausreichend gearbeitet hat, halte ich ihn für konkurrenzfähig. Sein weiteres Programm werden wir je nach Verlauf dieses Rennens festlegen. Wir fahren außerdem mit Nobi Barosso nach Enghien. Er ist ein etwas kompliziertes Pferd, aber wir halten viel von ihm. Alexis Collette hat ihn am vergangenen Samstag in Grosbois unter dem Sattel gearbeitet, und der Test war überzeugend." Khal's Fella, der Sohn von Ready Cash und Anastasia Fella, wird bereits am Tag nach dem Rennen in das Haras du Mont Goubert gebracht, wo er seine zweite Decksaison beginnen wird. Emma Souloy wird einmal pro Woche dorthin fahren, um ihn zu trainieren. |
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| Freitag 06 März 19:09 Uhr | |
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Vincent Martens: "Ich habe noch nie so ein gutes junges Pferd trainiert" Nach einem starken Start ins Jahr mit seinen Schützlingen wird Vincent Martens an diesem Wochenende in Cagnes-sur-Mer in allen vier 'Pokal-Rennen' (Coupe) vertreten sein. Der belgische Trainer, der kürzlich von Romain Derieux beim Rekord für die meisten Siege in einem Meeting abgelöst wurde, würdigt im ParisTurf seinen Rivalen, zieht Bilanz über seinen Winter und spricht über die Zukunft seines Stalles, die vielversprechend aussieht.
![]() Foto: SCOOPDYGA
Seit etwa sechs Monaten hat Vincent Martens die Arbeit mit seinem Bruder Christophe, der wieder als Trainer tätig ist, neu organisiert. Mit nun rund 35 Pferden unter seiner Obhut und weniger Belastung im Kopf kann sich der ältere der beiden Brüder im Alltag mehr Zeit nehmen, die Dinge sorgfältig zu erledigen. "Es ist nicht mehr wie früher. Ich betreue meine zwei kleinen Höfe in Grosbois und verfüge über rund zwanzig Paddocks in Bernay (Departement Eure), die wir uns mit Christophe teilen. So können die Pferde leicht zur Erholung aufs Land gehen. Meine Aufgabe ist nicht mehr dieselbe, aber mein kleines Unternehmen läuft ziemlich gut (lacht)", scherzt der 55jährige Trainer.
Mit 12 Siegen und mehr als 300.000 Euro Gewinnsumme seit dem 01. Januar verspricht das Jahr 2026 tatsächlich sehr erfolgreich zu werden. "Ich baue meinen Stall nach und nach wieder auf und setze dabei mehr auf Qualität als auf Quantität. Das ist nicht immer einfach, aber ich habe das Glück, zwei oder drei gute 3jährige zu haben, mit denen ich wieder Schwung in die Sache bringe."
Das Meeting in Cagnes begann zunächst verhalten mit einem ersten Sieg am 16. Januar, doch die letzten anderthalb Monate verliefen deutlich erfolgreicher und entsprachen eher seinen üblichen Standards. "Ich hatte einige kranke Pferde, aber ich war nicht so stark betroffen. Früher habe ich das Meeting wirklich gezielt angepeilt. Dieses Jahr haben wir auch im Südwesten gewonnen, etwa mit Kingslayer Pellini, oder mit Inferno Piper in einer Quinte in Paris. Für Cagnes hatte ich nur 14 Pferde. Da war es schwierig, mit so wenigen Startern viele Siege aneinanderzureihen (Anm.: 42 Starts/7 Siege/9 Platzierungen). Am Ende fällt die Bilanz in Cagnes dennoch sehr positiv aus."
"Romain verdient seinen Erfolg"
Im Winter 2020/21 hatten Vincent Martens und sein Bruder Christophe einen außergewöhnlichen Erfolgslauf und stellten mit 35 Siegen für das Quartier einen Rekord für ein Wintermeeting an der Riviera auf. Vor neun Tagen wurde dieser Rekord jedoch durch Romain Derieux mit einem Viererpack übertroffen.
Der belgische Profi zeigt sich dabei ausgesprochen fair und lobt seinen Rivalen ausdrücklich: "Ich erinnere mich, dass ich vor fünf Jahren einen sehr großen Bestand und eine unglaubliche Erfolgsserie hatte. Trotzdem mussten wir bis zum letzten Tag warten, bis ein Sieg von Ivoire Prestance im 'Pokal' den Rekord brachte. Am Ende waren wir ziemlich am Ende unserer Kräfte, und meine Pferde waren müde. Die Pferde von Romain sind dagegen immer noch in Topform. Er macht eine hervorragende Arbeit. Ob morgens im Training oder nachmittags im Sulky. Er macht kaum Fehler. Er verdient seinen Erfolg. Es ist schön, von einem solchen Jungen geschlagen zu werden. Er steht bei 42 Siegen, obwohl noch drei Renntage ausstehen...Das ist verrückt! Rekorde sind dazu da, um gebrochen zu werden, aber seiner könnte länger halten als meiner (lacht)."
Us Darby im Gruppe I-Rennen
Am 24. Januar in Vincennes erlebte Vincent Martens einen großen emotionalen Moment, als Us Darby im Prix Paul Viel (GR II) den Favoriten Nob Hill besiegte. "Das war ein großartiger Augenblick. Mit diesem Hengst erleben wir eine schöne Geschichte, denn ich habe bereits seine Großmutter Ilaria Jet, seinen Vater Tony Gio und seine Mutter Princess Kronos trainiert. Manchmal fällt einem ein gutes Pferd einfach unerwartet zu. Seine Mutter hat uns bereits einige Rennpferde von Ready Cash oder Face Time Bourbon gebracht. Und jetzt kommt mit Tony Gio, der zwar hervorragend gezogen ist, aber weniger bekannt als die beiden anderen, plötzlich ein Crack heraus! Er hat alles, vor allem die richtige Einstellung. Ich habe noch nie ein so gutes junges Pferd trainiert."
Nach seinem überlegenen Sieg in einem eher schwach besetzten 'Pokal der 3jährigen' in Mons, dürfte die große Stallhoffnung vorerst nicht mehr in Frankreich zu sehen sein. "Ich habe sein Programm bis Ende Mai geplant, und er hat in Frankreich kein passendes Engagement. Ich denke, ich werde ihn für ein Gruppe I-Rennen am Wochenende des Elitloppet in Solvalla vorbereiten. Bis dahin habe ich nur Startmöglichkeiten in Belgien, wo ich ohnehin Pferde aus meinem Bestand einsetzen muss, damit die Rennen zustande kommen. Wie beim letzten Mal wird er dort wahrscheinlich sehr leicht gewinnen, aber das gibt ihm wenigstens zusätzliche Erfahrung."
Zeit für Nodessa Josselyn
Neben Us Darby hat Vincent Martens noch weitere vielversprechende 3jährige in seinem Stall. Dazu gehören etwa Noman's Point, der am Samstag ein Kandidat für den Sieg ist oder Nostalgie d'Olmen, die bei ihren ersten Starts einen sehr guten Eindruck hinterlassen hat.
Besonders gespannt war man jedoch auf das Debüt von Nodessa Josselyn, der Tochter von Ready Cash und Belina Josselyn, die am vergangenen Samstag an der Riviera erstmals im Rennen angetreten ist. Die für die Rekordsumme von 740.000 Euro erworbene Stute musste sich dabei allerdings mit dem dritten Platz begnügen. "Mit ihrem Debüt war ich nur halb zufrieden, aber auch nur halb überrascht. Als junge Stute hat sie überhaupt nichts gezeigt, und jetzt läuft sie morgens im Training Abschnitte teiweise in 10,0. Sie kommt bei der Arbeit nie außer Atem. Allerdings geht sie in den Bögen noch sehr schlecht. Sie braucht viel Gewicht und es fehlt ihr deutlich an Kraft, weil sie stark gewachsen ist. Im Moment ist sie schwer einzuschätzen. Kurzfristig werde ich sie einmal auf einem Rechtskurs laufen lassen, und wahrscheinlich werde ich ihr anschließend drei Monate Pause geben, damit sie ihr Wachstum abschließen kann. Man weiß nicht, was daraus in Zukunft noch werden kann. Man muss geduldig sein."
Vincent Martens könnte seinen Winter in Cagnes dennoch sehr erfolgreich abschließen, denn an diesem Wochenende wird er an der Riviera in allen vier Pokal-Rennen vertreten sein.
Die Starter des Wochenendes:
"Am Samstag hat Kool And The Gang (105) im 'Coupe' der 6jährigen eine Chance auf eine Platzierung. Das Pferd ist in Form, braucht aber ein schnelles Rennen, um seinen starken Endspurt einsetzen zu können. Wenn Krooner d’Heripre vorne das Tempo kontrolliert, könnte es für ihn schwierig werden.
Bei den 3jährigen gefällt mir Noman’s Point (603) sehr gut. Dieser hervorragende Hengst ist noch nicht in Cagnes gelaufen, hat aber bereits schöne Leistungen gezeigt (Anm.: in diesem Winter bei zwei Starts ungeschlagen). Er hat das Profil, um im kommenden Sommer im 'Yearling Cup' sehr gut abzuschneiden. Jetzt trifft er allerdings auf eine Stute wie Nassandra, die wahrscheinlich frühreifer ist als er und sehr gefährlich sein dürfte. Trotzdem wird er sich gut verkaufen.
Am Sonntag startet Maestria Galaa im 'Coupe' der 4jährigen. Sie ist beim Start aus dem Stand noch etwas heikel, hat auf diesem Niveau zuletzt aber sehr gut abgeschnitten. Wenn sie fehlerfrei bleibt, kann sie hinter Manhattan Emge, der etwas über den anderen zu stehen scheint, einen Podiumsplatz erreichen.
Was Lupin d'Olmen betrifft, so besitzt er im Pokal der 5jährigen eine erste Chance. Er ist ein schwieriges Pferd im Training, sehr faul, und ist daher immer schwer einzuschätzen, wie gut seine aktuelle Form ist. Er scheint jedoch gut geblieben zu sein und hat seine Gegner zuletzt zweimal deutlich geschlagen. Daher setze ich logischerweise auf ihn."
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Soumillon zurück im Sulky
Christophe Soumillon ist schon vor über zwei Jahrzehnten als Amateur im Trabrennsport aktiv gewesen. Seit seinem letzten Auftritt, der in Cagnes-sur-Mer siegreich endete, sind mittlerweile aber über sieben Jahre vergangen. In Kürze kehrt der Spitzenjockey wieder in den Sulky zurück.
![]() Foto: SCOOPDYGA
Soumillon, der bislang in Amateurfahren auf sieben Siege kommt, wird am Freitag, den 13. März, in Enghien wieder im Sulky sitzen. Zuletzt hatte er im Januar 2019 ein Rennen in Cagnes-sur-Mer gewonnen. Nun wird der Belgier mit Kannabis Jeloca, einem Pferd aus dem Stall von Adrien Ernault, an den Start gehen. "Das ist für Freunde von mir, der Familie Goetz (Anm.:Besitzer)", klärt Soumillon auf. "Es hat ihnen Freude gemacht, dass ich meine Lizenz wieder beantragt habe, um dieses gute Pferd zu fahren. In den letzten Jahren hatte ich dazu keine Gelegenheit, weil ich mit meinem Beruf sehr beschäftigt war. Aber als man mich gefragt hat, ob ich es noch einmal machen möchte, habe ich mit Freude zugesagt. An diesem Tag gibt es zwar auch Rennen in Fontainebleau, aber diese Aufgabe in Enghien sollte normalerweise erst spät stattfinden."
Kannabis Jeloca hat sechs seiner letzten acht Rennen gewonnen, zuletzt auch in Saint-Galmier, obwohl er mit Beschlag angetreten ist.
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Zahlen und Daten Wintermeeting 2025/26
Während das Wintermeeting von Vincennes am Samstagabend zu Ende ging, hat die SETF am Donnerstag den endgültigen Bericht über die Ausgabe 2025/26 übermittelt. Die folgenden Zahlen berücksichtigen auch die Ergebnisse der allerletzten Renntage, darunter auch die Veranstaltung vom Samstag mit den drei letzten Gruppe I-Rennen.
![]() Foto: SC
1. Leichter Rückgang der Starterzahlen
Leider machte sich die Grippe, die im Winter in den meisten Ställen die Runde machte, auch in den Rennprogrammen bemerkbar, sodass viele Quartiere ihre Pferde zurückziehen mussten. Besonders betroffen waren die 4jährigen und jüngeren Traber. Auch wenn der Krankheitsverlauf für die meisten Pferde nicht sehr schwerwiegend war, verbreitete sie sich die Grippe stark, obwohl Traber obligatorisch geimpft sind. Die SETF registrierte daher einen Rückgang von durchschnittlich 0,4 Startern pro Rennen: 12,44 Starter gegenüber 12,85 beim Wintermeeting 2024/25.
2. Mehr Trainer, aber weniger Fahrer und Jockeys
Während häufig darauf hingewiesen wird, dass sich die Zahl der Trainer aufgrund der finanziellen Schwierigkeiten des Berufs eher reduziert, ist in diesem Winter die Zahl der Trainer, die mindestens einen Starter ins Rennen schickten, um 40 gestiegen (717 gegenüber 677).
Bei den Fahrern und Jockeys zeigt sich hingegen ein bestätigter Trend: Immer weniger von ihnen treten auf der Piste in Vincennes an (582 gegenüber 622). Vor rund zehn Jahren waren es noch etwa 800.
3. Stabile Starterzahlen in der Quinte
Bei den 72 Quinte-Rennen im Rahmen der 87 Renntage lag die durchschnittliche Starterzahl bei 14,99 gegenüber 15,01 im Wintermeeting 2024/25. Das ist somit ein sehr verlässlicher Wert, zumal etwa die Hälfte der Quinte-Prüfungen sportlich von hoher Qualität war. Ein Punkt bleibt jedoch kritisch, den die SETF nicht unbedingt hervorgehoben hat, der aber von vielen Wettenden angesprochen wird: die europäischen Rennen. Hier zeigt sich eine gewisse Zurückhaltung, weil es für die Wetter schwieriger ist, diese Rennen zu analysieren.
4. Weniger disqualifizierte Traber
Es ist allgemein bekannt, dass Disqualifikationen zu den größten Ärgernissen im Trabrennsport zählen. In der Bilanz der Disqualifikationen gab es in diesem Winter aber insgesamt weniger betroffene Teilnehmer, wie die untenstehende Übersicht zeigt.
![]() ![]() Quelle: SETF
5. 76 Siege für ausländische Traber
Bei den Erfolgen der ausländischen Traber ist die Zahl deutlich gestiegen. Während im vorigen Winter 67 ausländische Traber als Sieger über die Ziellinie gingen, waren es im vergangenen Meeting 76. Insgesamt waren 194 Rennen für Ausländer geöffnet.
Auch die Zahl der ausländischen Teilnehmer am Start ist deutlich gestiegen (891 gegenüber 776 im Winter 2024/25). Das zeigt, dass der Pariser Termin inzwischen auch fest im Kalender vieler Trainer außerhalb Frankreichs steht.
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Matthieu Abrivard: "Die Anpassungen bei Golden Gio sind positiv"
Am gestrigen Donnerstag absolvierte Golden Gio vor Beginn der Rennveranstaltung in Laval eine öffentliche Trainingseinheit, bevor er in Kürze nach Italien reisen wird.
![]() Foto: D.R.
Der Face Time Bourbon-Sohn trainierte unter den Augen seiner Besitzer Giuseppe Franco und Antonio Somma, sowie des Agenten Gaetano Pezone, auf der Rennbahn im Departement Mayenne. Dabei zeigte sich der 4jährige, der gemeinsam mit L’Amiral Turgot arbeitete, auf der Piste sehr überzeugend.
"Nach zwei Aufwärmrunden absolvierte er einen zügigen 2.100 Meter-Arbeitslauf", erklärte sein Trainer Sebastien Guarato. "Zum Schluss kam er kurz aus dem Takt. Davor ging er aber sehr gut. Wir haben zwei Bögen mit hoher Geschwindigkeit genommen. Er fühlte sich gut an. Es ist ein Pferd, dass manchmal dazu neigt, sich etwas gehen zu lassen. Er ist eher phlegmatisch, aber insgesamt ist er in guter Verfassung. Er lief mit flachen Scheuklappen und fühlt sich damit deutlich wohler. Außerdem hatte er eine Kopfstange, die er gut akzeptiert."
Sein Fahrer Matthieu Abrivard ergänzte: "Er hat vor Kurzem in Vincennes gearbeitet, und es gab noch zwei oder drei Dinge zu verbessern. Heute hat er am Ende der Arbeit einen Fehler gemacht, aber insgesamt war er gut. Wir sind ein hohes Tempo gegangen, und wenn er allein ist, neigt er dazu, etwas nachzulassen. Ich hatte meine Uhr nicht dabei, aber wir waren schnell unterwegs. Den ersten Bogen bin ich sehr schnell angegangen, danach haben wir ihn beruhigt und zum Schluss noch einmal sehr gute letzte 600 Meter hingelegt. Die Anpassungen sind positiv."
Seit seiner Disqualifikation im Prix Ourasi (GR I) ist Golden Gio nicht mehr gelaufen. Er soll am 21. März in Mailand wieder antreten, "nur um sich zu qualifizieren", bevor er am 06. April ein Gruppe I-Rennen bestreitet.
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| Freitag 06 März 20:13 Uhr | |
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Ich hatte meine Uhr nicht dabei, aber wir waren schnell unterwegs. Den ersten Bogen bin ich s Abrivard,Abrivard,ein Profi hat keine Uhr dabei beim Schnellfahren............🤣 |
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| Freitag 06 März 20:22 Uhr | |
Labido schreibt: Der Satz hat mich auch irritiert... Hätte den fast als Headline ausgewählt 😉 |
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