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Frankreich-News
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Mittwoch 22 April 01:48 Uhr
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Luba Sonn

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Marc Sassier: "Nelson Emge hat den ganzen Winter gut gearbeitet"

Nach einer Ruhepause stehen einige der Cracks aus dem Stall von Marc Sassier kurz vor ihrer Rückkehr in den Rennbetrieb. Der Ausbilder erzählte dem ParisTurf mehr über die kommenden Starts von Mojito Fraise, Kanto Avis und Nelson Emge.

Foto: SCOOPDYGA

 

Als Dritter des Criterium des Jeunes gehört Nelson Emge natürlich zur Zeit zu den Besten seines Jahrgangs. Der Hohneck-Sohn soll im Mai zweimal in Gruppe II-Rennen antreten, bevor am 21. Juni der Prix Albert Viel (GR I) ansteht. Marc Sassier erklärt: "Er hat einen Teil des Meetings in Grosbois verbracht und während des gesamten Winters gut gearbeitet. Danach bekam er eine 15tägige Pause, bevor er das Training wieder aufgenommen hat. Er soll demnächst in zwei Semi-Klassikern laufen (06. Mai/2.700 Meter - 26. Mai/2.175 Meter)."

Mojito Fraise, der seit seinem Gruppe II-Erfolg im Prix Louis Le Bourg am 08. Februar nicht mehr gelaufen ist, hat den Prix du President de la Republique (GR I/21. Juni) als großes Ziel. Zum Bird Parker-Sohn erklärt Sassier: "Er hat etwas durchgeatmet, blieb aber weiterhin im Training. Er soll zunächst noch einmal vor dem Sulky laufen (vermutlich am 02. Mai im Prix du Vaucluse), danach noch einmal unter dem Sattel, bevor es in den 'President' geht."

Der 6jährige Kanto Avis, der im Wintermeeting unter seinen Möglichkeiten blieb, soll ebenfalls im Frühjahr zurückkehren. "Nach Cagnes hatte er eine echte Pause. Das hat ihm sehr gutgetan. Er hat deutlich an Substanz gewonnen, sieht hervorragend aus. Er deckt aktuell und hat das Training wieder aufgenommen. Er sollte im Mai wieder zu sehen sein", ergänzt Marc Sassier.

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'Ducs de Normandie' ohne Titelverteidiger

Nach dem Heat für den Prix du Bois de Vincennes am 21. März wurde IBIKI DE HOUELLE  von seinem Trainer Kevin Leblanc spät zum Nichtstarter erklärt. An diesem Tag hatte sein junger Ausbilder noch eine Erklärung für die plötzlich auftretende Lahmheit.

Foto: SCOOPDYGA

 

Nun erzählte Leblanc dem ParisTurf, dass es sich um eine Verstauchung gehandelt hat, womit der Sieger des Prix des Ducs de Normandie seinen Titel aus dem Vorjahr nicht verteidigen kann. Der Drittplatzierte des Prix de Paris' hat das Training aber wieder aufgenommen und soll im Frühjahr auf die Rennbahn zurückkehren.

"Er hatte eine Verstauchung, die drei Wochen vollständige Pause erforderte. Sowohl vom Training, als auch von der Decksaison", konkretisierte Leblanc. "Inzwischen ist alles wieder in Ordnung. Er hat bereits zwei schnellere Trainingseinheiten absolviert und wird in Kürze wieder ernsthaft ins Training einsteigen. Er wird nicht im Prix des Ducs de Normandie, dessen Titelverteidiger er ist, an den Start gehen, obwohl das eigentlich sein Hauptziel im Frühjahr war. Die Entwicklung seiner Form, wird über sein weiteres Programm entscheiden."

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Karriereende von Just Love You

Laut ProvinceCourses wird Just Love You, die Zweitplatzierte des Prix d'Amerique 2025, nicht mehr auf die Rennbahn zurückkehren. Für die Love You-Tochter beginnt als Mutterstute nun ein neues Kapitel.

Foto: SCOOPDYGA

 

Die Nachricht, dass die hübsche Fuchsstute ihre Rennkarriere beendet, übermittelte ihre Besitzerin Michele Bliard selbst. Eine "Sehnenentzündung durch Überlastung" wurde als Grund für das endgültige Aus angegeben.

Seit ihrem sensationellen Ehrenplatz im Amerique 2025, wurde die nunmehr 7jährige wiederholt in eine Pause gezwungen. Zuletzt versuchte man es noch mit einem Standortwechsel. Am Meer sollte JUST LOVE YOU bei Benoit Barassin durch den Aufenthalt am Wasser wieder vollständig einsatzfähig werden. Dieser Versuch wurde aber erfolglos abgebrochen. Somit absolvierte Just Love You ihr letztes Rennen im Prix de Paris am 22. Februar. In der Folge war sie noch für den Grand Prix Angers genannt, aber zur Nichtstarterin erklärt worden.

Damit geht auch eine Ära zu Ende, während gleichzeitig ein neues Kapitel im Gestüt beginnt: Just Love You soll von Maitre Jacques gedeckt werden. Der Gruppe I-Sieger kommt ebenfalls aus dem Stall Abrivard und absolviert seine erste Decksaison.

Just Love You geht mit dem Status als zweifache Gruppe I-Siegerin ('Tenor de Baune/Prix Ourasi) und mit der stolzen Gewinnsumme von 1.056.630 Euro in die Rente. Das Leben mit den vielen Erfolgen hätte aber beinahe am 13. Januar 2024 ein frühes Ende gefunden. Nach einem Unfall auf der Autobahn A11 auf dem Weg zur Rennbahn Vincennes, stand alles auf der Kippe. Doch diese Championesse ließ sich nicht stoppen und fand zu ihrer Bestform zurück.

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GNT in Chateaubriant - Aymeric Thomas: "Erstes großes Saisonziel für Joyce Delto"

Nur rund vierzig Kilometer von der Rennbahn in Chateaubriant entfernt, hat Aymeric Thomas auf der vierten Etappe des Grand National du Trot mit seinem Aushängeschild Joyce Delto quasi ein Heimspiel. Dementsprechend hat er das Rennen besonders ins Visier genommen. Erstmals wird er die Stute auch auf einer Sandbahn barfuß präsentieren. Was er sich ausrechnet, hat er dem ParisTurf erzählt. 

Foto: Jean-Charles Briens

 

Am 31. März 2010 gewann Para du Perreux die zweite Etappe des Grand National du Trot in Marseille-Borely und bescherte Aymeric Thomas damit als Trainer den ersten von insgesamt elf Quinte-Erfolgen. Zwei Jahre später glänzte auch Quickly Paris auf der "Tour de France der Traber", ebenfalls in Marseille, diesmal jedoch auf der Bahn von Marseille-Vivaux.

Am Mittwoch ist die Anreise für Aymeric Thomas deutlich kürzer als nach Marseille. Und noch etwas stimmt den 50jährigen positiv, um an frühere Erfolge in diesem Wettbewerb anknüpfen zu können: "Meiner Meinung nach ist sie besser als Para du Perreux und Quickly Paris. Ihr Körper ist zwar anfällig, aber sie hat einen stärkeren Motor als beide. Ich weiß nicht, ob sie Quickly übertreffen wird, der seine Karriere mit mehr als 480.000 Euro Gewinnsumme beendet hat. Aber mit ihrem Potenzial hat sie auf jeden Fall die Mittel dazu."

Erstes großes Saisonziel

Nach zwei Etappensiegen auf der Trophee Vert und Rang Drei im letztjährigen Finale des "Grünen Wettbewerbs", greift JOYCE DELTO in diesem Jahr nun in einer anderen Rennserie an. Aymeric Thomas hat diese Etappe in Chateaubriant seit mehreren Wochen gezielt im Blick, zumal seine Stute in ersten Band hervorragend engagiert ist.

"Da sie ausgesprochen gut auf dem Rechtskurs aufgehoben ist, gibt es nur wenige passende Gelegenheiten. Dieses Rennen ist daher ihr erstes großes Saisonziel, zumal wir hier ein Heimspiel haben. Sie ist im Grand Prix Angers am 01. April sehr gut gelaufen und hat den dritten Platz nur knapp verpasst. Dieser Start diente vor allem dazu, sie auf diese GNT-Etappe vorzubereiten. Sie wirkt auf mich in Bestform und hat den Vorteil, im Rennen alles mitgehen zu können."

Ein Punkt springt bei der Nennung von Joyce Delto sofort ins Auge: Erstmals tritt die Tochter von Scipion du Goutier auf Sand barfuß an. "Ich kenne die Bahn in Chateaubriant natürlich sehr gut, sie ist immer in sehr gutem Zustand. Die Stute arbeitet dort gelegentlich auch", erklärt Aymeric Thomas seine Wahl auf die Eisen zu verzichten.

"Da sie doch einige Probleme hat, wollte ich sie immer schützen und auf die richtige Gelegenheit warten, um sie auf Sand barfuß zu präsentieren. Ich weiß, dass das Abnehmen der Eisen ihr auf Gras etwa 25 Meter Vorteil bringt. Ich denke, auf Sand wird das ähnlich sein. Ich habe daran wenig Zweifel. Sicher wissen kann man es aber erst, wenn man es ausprobiert hat."

Dementsprechend offensiv formuliert Aymeric Thomas seine Ambitionen: "Natürlich habe ich große Erwartungen. Ich bin übrigens froh, dass Jolie Star mit Mathieu Mottier in Angers gewonnen hat und uns somit hier nicht im Weg steht."

ZUR WETTABGABE BEI TROTTO Start: 13.55

 

"Sieg wäre ideal, um im Anschluss Priorität zu haben"

Auch wenn der Grand National du Trot nicht als Hauptziel an sich geplant ist, könnte die Rennserie 2026 weiter Teil des Programms von Joyce Delto bleiben: "Der Sieg am Mittwoch wäre ideal, um im Anschluss Priorität zu haben und an weiteren Rechtskurs-Etappen teilnehmen zu können. Ich plane nicht, sie dieses Jahr linksherum laufen zu lassen. Aber wir sollten nicht den zweiten Schritt vor dem ersten machen. Das weitere Programm hängt von ihrer Leistung in Chateaubriant ab."

"Wir sind gut ins Jahr gestartet"

Der konstant erfolgreiche Trainer steht seit Jahresbeginn bei acht Siegen. Seine Schützlinge haben bereits 163.925 Euro verdient. "Wir sind gut ins Jahr gestartet, auch wenn es im Moment etwas ruhiger ist. Unsere Quote stimmt mit 14 Prozent Siegrate und 34 Prozent Podiumsplätzen", sagt Thomas, der unter anderem mit seiner Frau Carole Thomas und deren Sohn William Plaire arbeitet.

"Wegen Personalmangels mussten wir den Bestand verkleinern. Aktuell habe ich nur noch 24 bis 25 Pferde im Rennstall." Trotzdem sieht er gute Chancen mit Lelizia am Dienstag in Vincennes: "Nach Joyce ist sie das beste Pferd im Stall, da Kaline du Jour länger ausfällt. Sie ist eine sympathische Stute mit viel Motor. Zuhause macht sie nie Probleme, aber im Rennen will sie beim Start oft zu viel. Trotzdem entwickelt sich das in die richtige Richtung."

Bei seinen Pferden aus dem M-Jahrgang nennt er dagegen mehrere Hoffnungsträger:

" MADRAS ist ein seriöses Pferd, das eine ordentliche Saison haben sollte.

MAGIC GARLINOIS  ist anders veranlagt, hat aber Potenzial.

MISS MAGIQUE , eine Tochter von Bold Eagle, ist speziell in ihren Bewegungen."

L-Jahrgang:

" LEADER DE MARZY hat wenig Starts, aber bereits fünf Siege aus elf Rennen und ist trotz geringer Gewinnsumme ein Pferd für ein starkes Jahr.

NIMOSA ragt etwas heraus. Das ist eine Top-Stute. Bei ihrem Debüt am 01. November in Cherbourg wurde sie Zweite, verletzte sich dabei jedoch. Inzwischen ist alles wieder in Ordnung. Sie arbeitet gut und sollte in etwa einem Monat ihr Comeback geben."

Mittwoch 22 April 21:38 Uhr
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Luba Sonn

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GNT in Chateaubriant - Aymeric Thomas: "Joyce Delto ist meine Championesse"

Am Mittwoch konnte Aymeric Thomas sein "Heimspiel" in Chateaubriant erfolgreich beenden. Er steuerte seine Joyce Delto zum hart umkämpften Erfolg auf der vierten Etappe des Grand National du Trot. Mit dem Gruppe III-Sieg holte die Stute den bedeutendsten Erfolg ihrer Karriere. Für Thomas war es schon der dritte GNT-Triumph in seiner Laufbahn.

Zudem festigte Joyce Delto die Dominanz des J-Jahrgangs, der alle der bisherigen vier Etappen gewonnen hat.

Foto: Jean-Charles Briens

 

Zum Rennverlauf: Schnell hatten sich die Favoriten gute Positionen sichern können, aber das Tempo bestimmte zunächst Iseult Flower. Anthony Muidebled hatte die Stute sogar mit bis zu fünf Längen an die Spitze beordert. Dahinter lag Happy Face, der wiederum Hermes Ludois in seinem Rücken hatte. Die Außenspur führte früh Jentil Dieschoot an, der zum Ende der ersten Gegenseite in die Lücke hinter der Führenden wechseln konnte. Damit musste Mitfavorit Jizou d'Etang durch die Todesspur, den Aymeric Thomas mit Joyce Delto gerne als perfekten Windschatten nutzte. Im Rücken des favorisierten Gespanns lag der aus dem zweiten Band am besten eingetretene Ialto d'Hertals.

Ab der zweiten Gegenseite wurde es auf einen Ruck deutlich schneller. Jentil Dieschoot wechselte aus dem Rücken von Iseult Flower und nur einen Moment später griffen Jizou d'Etang und Joyce Delto praktisch gleichzeitig an, sodass es für einen Moment an der Spitze in vier Spuren zur Sache ging. Iseult Flower hatte schnell genug und auch Jentil Dieschoot konnte nicht mehr den Druck von außen kontern. 

Somit kämpfte sich Joyce Delto an der Seite von Jizou d’Etang durch den letzten Bogen. Diesem Duo folgte Jentil Dieschoot, während Ialto d'Hertals durch den letzten Bogen ein wenig Schwierigkeiten hatte. Hinter dem Duvaldestin-Schützling rückte Jingle du Pont weiter auf. Danach kämpften Horchestro und Horatius d'Ela um Anschluss an die Spitzengruppe.

Im Einlauf lieferten sich Jizou d’Etang und Joyce Delto einen harten Kampf, während Jentil Dieschoot nicht mehr näher heranrücken konnte. Ialto d'Hertals dagegen brauchte diesmal länger, um seinen bekannten Speed auszupacken, der aber letztlich nicht so stark zündete, wie es sonst der Fall ist. Gute 100 Meter vor dem Ziel hatte Joyce Delto endlich einen knappen Vorteil, wobei Jizou d’Etang einen kurzen Moment später mit einem Fehler reagierte, was den zweiten Platz kostete. Diesen sicherte sich spät Ialto d'Hertals, der damit den fünften Ehrenplatz in Folge holte. Jentil Dieschoot holte Rang Drei und behält damit die Gesamtführung im Classement. Jingle du Pont und Horatius d'Ela komplettieren als Vierter und Fünfter die Quinte.

ZUM VIDEO

 

Stimme des Siegers

Schon vor dem Rennen sprach Siegfahrer Aymeric Thomas vom wichtigen Heimspiel. Joyce Delto kennt die Piste auch von gelegentlichen Trainingseinheiten, schließlich liegt die Rennbahn nur rund 40 Kilometer vom heimatlichen Stall entfernt. Nebenher glückte der 7jährigen auch noch der erste barfüßige Auftritt auf Sand, was dem Trainer besonders wichtig war, weil er somit eine Priorität für künftige Stationen im GNT-Zirkus hat.

Die Zufriedenheit darüber, das gesteckte Ziel erreicht zu haben, spiegelte sich sofort in den Worten nach dem Rennen wider: "Wenn man ein Rennen vorbereitet und es zu seinem Ziel macht, ist es großartig, wenn es dann so aufgeht. Vor allem ist ein Sieg im Grand National du Trot für einen kleinen Stall wie unseren besonders wichtig. Seit Jahresbeginn und ihrem Comeback hatte ich diese Etappe auf einem Rechtskurs, auf dem sie besonders stark ist, im Blick. Also mussten wir genügend Gewinnsumme sammeln, um heute überhaupt starten zu können."

Vom Züchter und Besitzer, über den Trainer und Fahrer, erfüllt Aymeric Thomas alle Rollen selbst, was den Druck natürlich nicht kleiner werden lässt: "Ehrlich gesagt lief es sogar noch besser als in meinem Plan vorgesehen. Ich bin immer ein bisschen 'heiß' (lacht) und hatte vor, die letzten achthundert Meter anzugehen. Vielleicht sogar die letzten Tausend, je nachdem, wie sich das Rennen entwickelt.

Vorne wurde von Anfang an ein hohes Tempo angeschlagen. Ich lag im Rücken von Jizou d’Etang, der mein Hauptgegner war. Auf der Gegengeraden, bei starkem Wind, bin ich außen in die vierte Spur gegangen. Sie haben kräftig gegengehalten, und das hat Kraft gekostet. Bei mir, wie bei ihnen. Im letzten Bogen, als ich neben Jizou d’Etang kam, habe ich gesehen, dass er kleine Fehler machte, und dachte, ich hätte ihn im Griff. Als ich meiner Stute die Ohrenkappe zog, legte sie klar zu, und ich glaubte, das Rennen sei entschieden. Doch auf halber Zielgeraden ließ sie etwas nach. Ich denke, sie hat ein wenig nachgelassen, als sie vorne war. Da wurde ich unsicher, und mir kam die Zeit ziemlich lang vor. Aber sie hat alles gegeben."

Dritter 'GNT' für Aymeric Thomas

Nach Para du Perreux in Marseille-Borely im Jahr 2010 und Quickly Paris, ebenfalls in der Hafenstadt, aber zwei Jahre später in Marseille-Vivaux, gewann Aymeric Thomas nun seine dritte Etappe des Grand National du Trot. "Das sind großartige Rennen, die man gewinnen möchte. Vor allem mit einer Stute, die man selbst gezüchtet hat", betont er. "Ich liebe sie. Meine Angehörigen wissen das genau. Ich schätze sie wahrscheinlich besser ein, als sie wirklich ist. Aber für mich ist sie meine Championesse. Sie ist stärker als Quickly Paris. Hätte sie während ihrer Karriere nicht diese Probleme gehabt, hätte sie ein noch höheres Niveau erreicht. Aber die Geschichte lässt sich nicht neu schreiben. Es wäre nicht das erste Pferd, das mit zunehmendem Alter zur Ruhe kommt. Wenn ihre Probleme sie eine Zeit lang in Ruhe lassen, hat sie noch eine schöne Zukunft vor sich."

Umso bemerkenswerter ist dieser Sieg, da sie erstmals in ihrer Karriere auf Sand barfuß angetreten ist. "Das Barfußlaufen hat ihren Gang verändert, auch wenn sie beim Start etwas leicht wirkte. Sie hat ihre Schritte viel häufiger wiederholt als sonst. Ich denke, wäre sie beschlagen geblieben, hätte sie nicht gewonnen."

Der weitere Saisonverlauf von Joyce Delto, "der ausschließlich auf Rechtskursen stattfinden wird", könnte erneut über diese Rennserie führen, "auch wenn sie über 25 Meter Handicap weniger günstig engagiert sein wird", ergänzt ihr Trainer.

Donnerstag 23 April 22:54 Uhr
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Luba Sonn

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Freitag in Vincennes - Alexandre Buisson: "Mhum Flying beschert uns außergewöhnliche Erlebnisse"

Als Trainer und Mitbesitzer von Malice Caillerie und Mitbesitzer von Mhum Flyng, erlebt Alexandre Buisson einen starken Saisonstart. Den Erfolg mit diesen beiden Pferden teilt er mit seinem Freund Christophe Clin. Diese beiden Cracks treffen morgen im Prix Rene Palyart aufeinander. Von den Aussichten erzählte Buisson dem ParisTurf.

Foto: SCOOPDYGA

 

Das Jahr 2026 hat für Alexandre Buisson bestens begonnen, die Bilanz ist durchweg positiv. Mit 40 Startern seit dem 01. Januar kommt der im Haras du Mottey im Departement Orne ansässige Trainer bereits auf neun Siege und damit auf eine beeindruckende Siegquote von 22%. "Der Saisonbeginn ist hervorragend", betont er. "Im März und April lief alles, was wir an den Start gebracht haben, sehr gut. Wir hatten mehr positive als negative Überraschungen. Diese Siegquote ist wirklich bemerkenswert. Ich danke meinen treuen Besitzern wie Jacques Cottel, Francis Tardieu und Pierre Schmidt. Die Zusammenarbeit ist sehr gut und erlaubt es, etwas entspannter zu arbeiten."

Mit einem bewusst verkleinerten Bestand, bedingt durch "steigende Kosten wie Treibstoff und Personalmangel", baut Buisson seinen Erfolg vor allem auf den jährlichen Jährlingsverkäufen auf. "Ich wähle pro Jahr höchstens etwa zehn Jährlinge aus. Ziel ist es, möglichst treffsicher zu sein und Pferde auf gutem Niveau zu haben, um einen stetigen Wechsel zu gewährleisten. Ich arbeite mit nur wenigen Züchtern zusammen, daher sind die Auktionen in Caen für mich eine gute Gelegenheit, interessante Käufe zu tätigen. Nelson Thoris, Live To Tell oder Nolio du Barbey stammen beispielsweise von dort." Während Caen vor allem für das Entdecken junger Talente wichtig ist, traf er in Deauville auf Malice Caillerie und Mhum Flying.

Eine langjährige Freundschaft

Diese Käufe sind eng mit seinem langjährigen Freund Christophe Clin verbunden. "Wir haben uns in der Schule kennengelernt - in der vierten Klasse in Graignes. Wir teilten uns ein Zimmer, und an den Wochenenden war ich oft bei ihm. Anfangs dachten wir nicht daran, gemeinsam Pferde zu besitzen, da jeder sein eigenes Geschäft aufbauen wollte. Aber es hat sich ganz natürlich ergeben. Wir kennen uns seit 30 Jahren, und es gab nie Streit. Unsere Familien sind eng verbunden. Es ist eine echte, langjährige Freundschaft."

Mhum Flying, der von Christophe Clin trainiert wird, begeisterte Alexandre Buisson sofort. "Ich hatte mich vor den Auktionen in Caen verletzt, deshalb habe ich ihn im November in Deauville gekauft. Er gefiel mir auf Anhieb, und ich dachte sofort an Christophe. Zunächst wollte er ihn nicht, weil er schon genug Pferde hatte. Dann kam er zu mir und sagte schließlich: 'Wenn Dir das Pferd gefällt, wird es mir auch gefallen. Also machen wir es.' Wir erleben unglaubliche Momente, und Mhum Flying beschert uns außergewöhnliche Erlebnisse. Auch Malice Caillerie haben wir nach den Auktionen in Deauville 'freihändig' gekauft, weil sie uns beiden gefiel. Wieder einmal haben wir uns zusammengetan (lacht)."

Am Freitag tritt Alexandre Buisson nun also als Trainer und Mitbesitzer von Malice Caillerie, sowie als Co-Eigentümer von Mhum Flying an. "Wir versuchen Mhum Flying so gut wie möglich zu schonen, damit er über den Prix du President de la Republique hinaus konkurrenzfähig bleibt, der ein wichtiges Ziel darstellt. Deshalb bringt ihn Christophe auch ohne Beschlagserleichterung an den Start."

Pferde, die man im Auge behalten sollte

Unter seiner eigenen Regie kann Alexandre Buisson zudem auf erfahrene Pferde bauen, um seinen Erfolg fortzusetzen: "Kazy Merite wurde stets geschont und zeigt konstant gute Leistungen. Jain Mab wird interessante Rennen gegen ältere Pferde bestreiten, insbesondere in den Quinte-Rennen. Sie ist noch unverbraucht und dürfte eine starke Saison haben. Karvina d’Ela kann, wenn alles gut läuft, die Marke von 200.000 Euro erreichen."

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Freitag in Vincennes - Theo Duvaldestin: "Dieses Rennen wird richtungsweisend für Masina de Tillard"

Als Qualifikationsrennen für den Prix du President de la Republique (GR I), beziehungsweise den Prix de Normandie (GR I), beide am 21. Juni, werden am Freitag in Vincennes zwei weitere Semi-Klassiker ausgetragen. Während der Prix Rene Palyart für die 4jährigen reserviert ist, messen sich die 5jährigen im Prix Louis Forcinal.

Foto: SCOOPDYGA

 

Da bei den 4jährigen die ganz großen Namen des Jahrgangs fehlen, gibt es unter anderem für Stuten wie Masina de Tillard und Lakana de Felliere eine gute Gelegenheit sich auszuzeichnen.

Knapp zwei Monate vor dem "Tag der Champions" am 21. Juni, eröffnen der Prix Rene Palyart und der Prix Louis Forcinal den Countdown für die 4- und 5jährigen Sattel-Cracks. Auch wenn diese Rennen offensichtlich keine Hauptziele für einige Leader dieser Generationen sind, sichern sie den jeweils drei Erstplatzierten ein Qualifikationsticket für die beiden genannten Klassiker.

Im Prix Rene Palyart ist der Weg frei für die üblichen Herausforderer, da die beiden Erstplatzierten des Prix de Vincennes (GR I), Moustik la Govelle und Meteore de Simm, ebenso fehlen, wie der aufstrebende Mojito Fraise.

Masina de Tillard, die Siegerin des Prix Ali Hawas (GR II) über die klassische Distanz und Zweitplatzierte im Prix Hemine (GR II) im vergangenen Jahr, musste anschließend zehn Monate pausieren. Inzwischen hat sie drei Aufbaurennen im Sulky absolviert und versucht nun ein erfolgreiches Comeback unter dem Sattel. "Wir haben versucht, sie bestmöglich auf ihr Comeback im Monte vorzubereiten. Dieses Rennen wird richtungsweisend für den weiteren Verlauf sein", erklärt Theo Duvaldestin über die Stute, die an diesem Freitag erstmals barfuß antreten wird. Die Vertreterin des Ecurie Hazelaar trifft auf elf Gegner.

Unter ihnen zieht vor allem Mhum Flying die Aufmerksamkeit auf sich. Der eindrucksvolle Sieger des Prix de Pardieu (GR II), der im Winter über diese Distanz eine Zeit von 10,7 lief, gibt hier sein Comeback. Mit dem 'President' hat er ein klares Ziel vor Augen, dürfte aber schon hier eine tragende Rolle spielen. Nach einer enttäuschenden Leistung am 10. April im Prix Beaumanoir ist Munhoa Vedaquaise auf Wiedergutmachung aus, nachdem sie zuvor drei Siege in Folge gefeiert und zu Jahresbeginn im Prix des Andelys auf dieser Strecke stark beeindruckt hatte.

Malice Caillerie, die bei ihrem Saisondebüt auf der klassischen Distanz direkt gewinnen konnte, "hat sich durch dieses Rennen gesteigert und kann unter die ersten Drei kommen", sagt ihr Trainer Alexandre Buisson. Auch erfahrene Pferde wie Miss des Besaces, Matignon, Milor de la Vallee, Manitas de Truchon, sowie der wieder antretende Messi Pass werden versuchen, ihr Ticket für das große Ziel im Juni zu lösen.

Start: 18.14h

 

Die Stuten in der Überzahl

Für den am Samstag, dem 02. Mai, im Sulky ausgetragenen Prix Albert Demarcq (GR II) vorgesehen, werden die beiden Top-Pferde des 5jährigen Monte-Jahrgangs, L’Ecrin d’Or und Lionheart, im Prix Louis Forcinal fehlen. Auch gute Pferde wie London, Lisbonne Dry oder der kraftvolle Lemon Fleury sind nicht am Start, wodurch das Rennen etwas an Glanz verliert. Dennoch: Die letzten drei Sieger des Prix de Normandie, Ina du Rib, Jeroboam d’Erable und Katinka Aimef, standen zuvor allesamt im Prix Louis Forcinal auf dem Podium.

Unter den neun Startern dieser ersten Qualifikationsprüfung für den Monte-Klassiker der 5jährigen befinden sich gleich acht Stuten. Die nach Gewinnsumme führende Teilnehmerin und Siegerin des Prix Olry-Roederer (GR III) im Herbst, Lakana de Felliere, bringt auf dem Papier starke Referenzen mit. "Ich habe sie nach dem Wintermeeting geschont. Seit einer Woche ist sie wieder in Grosbois im Training. Mit einem Rennen in den Beinen wäre ich sehr zuversichtlich für den Sieg. Aber sie gehört auf jeden Fall aufs Podium", erklärt Alexis Grimault. Für ihr Comeback mit nur leichtem Beschlag versehen, trifft die Earl Simon-Tochter jedoch auf ernsthafte Konkurrenz.

Darunter ist Lara du Lerre zu nennen, die kürzlich den Prix Beaumanoir gegen jüngere Gegner gewann und sich in ausgezeichneter Form präsentiert. Ebenfalls zu beachten ist Lambada du Goutier, die im gleichen Rennen noch mit deutlichen Reserven aufrückte, bevor sie aus dem Tritt kam. Keine dieser drei Stuten scheint jedoch klar über dem Feld zu stehen.

Unter diesen Umständen können auch die kämpferische Laska du Levant, die sich steigernde Littlelou Matidy sowie die auf diesem Niveau neue Lyric auf ein Ticket für den kommenden Prix de Normandie hoffen. Der einzige Hengst im Feld, Loustic Delauriere, ein Sohn von Gangster du Wallon, Sieger des Prix de Vincennes 2019, wird versuchen, seinem Trainer Damien Lecroq ein weiteres schönes Kapitel zu bescheren.

Start: 19.33h

Freitag 24 April 21:52 Uhr
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Luba Sonn

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Trophee Vert in Le Touquet - Holt Just de l’Oison auch zweite Etappe

Nachdem Just de l'Oison die erste Etappe der Trophee Vert am 05. April in Ecommoy mit Leichtigkeit in den Stall Duvaldestin holte, ist der 7jährige auch für das zweite Teilstück des "Grünen Wettbewerbs" am Sonntag in Le Touquet in der Favoritenrolle.

Foto: Jean-Charles Briens

 

Bereits 2025 war Just de l’Oison über Gras in Rambouillet und Vitre erfolgreich, sowie auch schon in jungen Jahren in Craon, Clairefontaine und bei seinem Debüt im Frühjahr seines dritten Lebensjahres in Ranes. Der Vertreter von Jean-Claude-Bernard Leclerc schätzt während der Sommersaison den Wechsel vom Pariser Aschebelag. "Auch wenn er beim Start manchmal etwas Zeit verliert, etwa durch einen Fehler beim Bänderstart mit Gummibändern, sind Rechtskurse und Gras für ihn ideale Bedingungen", erklärte Theo Duvaldestin kürzlich nach seinem erfolgreichen Einstieg in die Rennserie und fügte hinzu: "Er sollte auch bei der nächsten Etappe in Le Touquet am Start sein."

Konkurrenz durch Maxime Bezier

Neben Just de l’Oison werden sich die Wetter auch mit Jojo Toons beschäftigen müssen, der zuletzt zweimal erfolgreich war. Der United Back-Sohn aus dem Stall von Maxime Bezier bekommt Unterstützung von seinem Trainingsgefährten Jakarta des Pres, der nach zwei Aufbaurennen wieder besser in Form kommt. Trainer Maxime Bezier konnte diese Etappe bereits 2015 mit Vegas Visais gewinnen. "Jojo Toons liebt Grasbahnen, wie seine letzten beiden Auftritte zeigen (Anm.: Zweiter im September im Finale in Craon und Sieger der Etappe in Montier-en-Der im August). Nach seiner Leistung im letztjährigen Finale war das Ziel, in dieser Saison zumindest an einer Etappe teilzunehmen, um wieder im Finale startberechtigt zu sein. Wenn möglich, wird er aber weitere Etappen bestreiten. Vielleicht auch die nächste in Bernay", erklärt der Trainer, der 2024 die Marke von 500 Siegen erreicht hat und dessen Jahr 2025 von einem Doppelerfolg seiner Schützlinge Jakarta des Pres und Hold Up Ranais auf der Tour Europeen du Trotteur Francais geprägt war.

"Jakarta des Pres hat seine Auslandsstarts gut verkraftet, und da er sich in Vincennes nicht mehr so wohlfühlt, wird ihm ein Bahnwechsel guttun, auch wenn er auf Rechtskursen etwas weniger effektiv ist. Auch er dürfte mehrere Etappen bestreiten, vor allem die, die auf einem Linkskurs stattfinden. Derzeit denke ich jedoch, dass Jakarta Jojo Toons keine Vorgabe mehr geben kann. Vor dem Rennen traue ich Jojo einen Platz unter den ersten Drei zu, während Jakarta eher um Rang Fünf oder Sechs kämpfen dürfte."

Isia du Chene steht ideal im ersten Band und dürfte ebenfalls solch gute Chancen besitzen, wie Key Lady die auch an der Grundmarke eindrehen darf. Allerdings fehlen beiden noch die Referenzen über Gras. Diese besitzt aber Hidalgo des Noes, der im letzten Jahr die Punktewertung der Trophee Vert auch nach dem Finale anführte. Der Schützling des Ecurie Danover kämpft erneut gegen die doppelte Zulage an, konnte sich aber bereits als Vierter auf der ersten Etappe ankündigen. Damit zeigte der Vielstarter, dass er auch in der laufenden Saison eine gute Rolle in der Gesamtwertung spielen kann.

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Guillaume Huguet: "Programm passt gut für Harmony du Rabutin"

Am Freitag traf der ParisTurf während der Rennveranstaltung in Marseille-Borely auf Trainer Guillaume Huguet, der Neuigkeiten zu seinen beiden besten Schützlingen, Harmony du Rabutin und Horchestro mitteilen konnte. Das Duo soll wieder am 22. Mai in Vincennes an den Start gehen.

Foto: SCOOPDYGA

 

Bevor Huguet das nächste Zielrennen konkretisierte, kam er noch auf die jüngsten Leistungen seiner beiden Aushängeschilder zu sprechen. Harmony du Rabutin startete zuletzt in Enghien und Horchestro im Grand National du Trot in Chateaubriant. "Harmony hat im Prix de l’Atlantique stark gekämpft und auf dem letzten Kilometer eine hervorragende Leistung gezeigt, in einem Rennen, das von Beginn an sehr schnell war. Allerdings lief sie nur zehn Tage nach Lyon-Parilly. Auch wenn David (Bekaert) sie dort geschont hat, ist sie trotzdem 12,0 gelaufen. Mit einem Abstand von einem Monat ist sie klar besser", erklärte er. "Das nächste Programm passt gut, denn sie wird am 22. Mai im Prix Jean Riaud in Vincennes laufen, einen Monat vor dem Prix Rene Balliere, der dann der logische nächste Schritt ist."

Auch Horchestro wird im Prix Jean Riaud antreten. "Er hat sich im GNT in Chateaubriant gesteigert gezeigt, aber wir sind noch nicht bereit genug, um beim Paralympiatravet in Aby zu starten, zu dem wir eingeladen waren. Ich habe ihn untersuchen lassen, und er ist noch nicht ganz frei. Er leidet unter leichten Allergien. Das ist nichts Ernstes, kann ihn aber beeinträchtigen. Ich werde ihn entsprechend behandeln, und dann sehen wir in einem Monat in Vincennes weiter, wo er zu diesem Anlass ohne Eisen antreten wird."

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Staat greift (noch) nicht ein - Eric Woerth: "Der Rennsport muss gestärkt aus dieser Krise hervorgehen"

Trotz der Hoffnungen, die die Präsidenten der Muttergesellschaften in ihren Partner, den Staat, gesetzt hatten, plant dieser derzeit nicht, den Rennsport finanziell zu unterstützen. Der Dialog ist jedoch keineswegs abgebrochen.

Foto: LeTrot

 

Am Donnerstag fand ein wichtiges Treffen mit dem Minister für öffentliche Finanzen, David Amiel, zur wirtschaftlichen Lage der Branche statt. Der Präsident der PMU, Eric Woerth, sowie die beiden Präsidenten der Muttergesellschaften (LeTrot und France Galop) nahmen daran teil. Letztere hatten strategische Unterlagen vorbereitet, die insbesondere Einsparmaßnahmen in den Mittelpunkt stellten.

Nach dem ParisTurf vorliegenden Informationen, legten die Vertreter des Staates ihrerseits kein konkretes Arbeitsdokument vor, bewerteten jedoch die geplanten Sparanstrengungen der Branche als unzureichend. Für die Ausarbeitung eines Wachstumspakts müssten jedoch alle Beteiligten an einem Strang ziehen, was derzeit noch nicht der Fall ist. Die PMU benötigt erhebliche finanzielle Mittel, um sich neu aufzustellen. Doch diese müssen erst einmal vorhanden sein.

Für das Jahr 2026 ist jedenfalls klar: Der Rennsport kann nicht mit staatlicher Unterstützung rechnen und muss sich mit rund 700 Millionen Euro Nettogewinn selbst organisieren. Und danach?

"Während dieses Arbeitstreffens hat der Staat die Tür nicht endgültig geschlossen, um der Branche zu einem späteren Zeitpunkt bei Reinvestitionen zu helfen. Angesichts der Lage des Landes hätte er es tun können, hat sich aber dagegen entschieden", kommentierte Eric Woerth das Treffen dennoch optimistisch. "Der Minister hat sein Kabinett beauftragt zu prüfen, wie eine Unterstützung unter den aktuellen rechtlichen und regulatorischen Rahmenbedingungen technisch möglich wäre. Er knüpft dies jedoch klar an weitere Einsparungen im gesamten System."

Weitere Gespräche sind für Juni oder Juli geplant. Der sogenannte "Pacte PMU 2030" bleibt vorerst ein Arbeitsdokument und wird erst dann konkret, wenn ein Konsens zwischen allen Parteien erreicht ist. Laut Woerth steht die Branche vor einer tieferen Krise als zuvor und müsse gemeinsam mit dem Staat neue Lösungen entwickeln.

Es ist davon auszugehen, dass der Rennsport, selbst bei einer Erholung, in den kommenden Jahren mit weniger finanziellen Mitteln auskommen muss als bisher. Eine zentrale Herausforderung wird darin bestehen, eine Kostenstruktur zu schaffen, die die Qualität des französischen Rennsports nicht gefährdet.

Abschließend betonte der Staat, dass die PMU dringend ein Budget für 2026 festlegen müsse, was bislang noch nicht geschehen ist. "Ich rufe dazu auf, denn 2026 darf kein verlorenes Jahr sein. Es stehen Investitionen an. Ich hoffe, dass jeder seiner Verantwortung gerecht wird. Der französische Rennsport muss gestärkt aus dieser Krise hervorgehen", so das Fazit von Eric Woerth.

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Bastien Clairet: "Loic Abrivard hat mich wie ein Familienmitglied behandelt"

Wenn ein kleiner Stall, wie der von Bastien Clairet eine erfolgreiche Phase durchlebt, dann ist dies für LeTrot Grund genug, den wenig bekannten Trainer im Portrait näher vorzustellen.

Foto: SCOOPDYGA

 

Im April läuft alles rund

Seit Anfang April kann die Trainingsbilanz von Bastien Clairet mit 17 Startern überzeugen: 4 Siege, davon zwei bei Premium-Veranstaltungen, dazu sieben weitere Podiumsplätze und insgesamt 15 Platzierungen unter den ersten Fünf. "Die Sterne standen günstig", sagt der 27jährige Trainer lachend, der sich seit Januar 2022 zwischen Feurs und Saint-Galmier selbstständig gemacht hat und von seinem älteren Bruder Thomas, Amateurfahrer, unterstützt wird. "In den ersten Jahren mussten wir uns erst zurechtfinden, da uns niemand wirklich angeleitet hat. Dieses Jahr sind wir hochmotiviert und wollen richtig angreifen. Wir versuchen, so oft wie möglich auf Sieg zu fahren."

Abschied vom Fußball - Willkommen im Rennsport

Als Jugendlicher träumte Bastien Clairet von einer Profikarriere als Fußballer im Trikot des AS Saint-Etienne, wo er auch ausgebildet wurde. "Ich habe unter anderem mit Kurt Zouma und Allan Saint-Maximin gespielt. Als ich vom Verein nicht übernommen wurde, war ich ziemlich enttäuscht."

Die Pferde eröffneten ihm dann aber eine neue Perspektive: "Meine Eltern hatten Traber. Meine Mutter war Trainerin, mein Vater Besitzer." Clairet besuchte die Landwirtschaftsschule in Mornand-en-Forez, machte parallel sein Abitur und absolvierte eine Ausbildung bei Maxime Busset und Martial Gauvin. "Ein großartiger Ausbilder", wie er selbst sagt, über den er schließlich zu Matthieu Abrivard kam.

Die Abrivard's als zweite Familie

Aus seiner Zeit im Stall von Loic Abrivard und Matthieu Abrivard hat Bastien Clairet nur positive Erinnerungen - sowohl sportlich als auch menschlich. "Meine Trainingsmethoden sind stark von Matthieu inspiriert, vor allem das Intervalltraining für die letzten intensiven Einheiten", erklärt er. "Das hilft den Pferden, wirklich in Topform zu kommen."

Der Kontakt ist geblieben: "Wir stehen Matthieu weiterhin nahe, und über ihn haben uns mehrere seiner Besitzer Pferde anvertraut. Auch zu seinem Vater Loic habe ich ein sehr gutes Verhältnis. Er hat mich wie ein Familienmitglied behandelt."

Jährlingsauktionen? Kein Problem!

Bei den Jährlingsauktionen in Deauville investierte Bastien Clairet im vergangenen Jahr 135.000 Euro in Ozzy Mill, einen Hengst von Ready Cash, sowie 64.000 Euro in die Stute Oeuvre Divine (v. Helgafell). Im Jahr zuvor hatte er bereits vier weitere Jährlinge für insgesamt 85.000 Euro gekauft, darunter einen Sohn von Face Time Bourbon.

"Es gibt keinen Druck", betont er. "Ein Produkt von Ready Cash anzuspannen ist einfacher als ein Pferd mit bescheidener Abstammung. Gemeinsam mit unseren Investoren bereiten wir die Auswahl der Jährlinge sehr sorgfältig vor. Der Ready-Cash-Nachkomme war genau das Pferd, das ich wollte. Die Pferde aus dem N-Jahrgang sind alle qualifiziert, bei den ‘O's’ sollte es bis Juni so weit sein. Ozzy Mill hat aber etwas Rückstand, da ein kleines gesundheitliches Problem gelöst werden musste."

Gemeinsam stärker

Nach ersten beruflichen Erfahrungen im Bauwesen ist Thomas Clairet, der in diesem Jahr den Titel des französischen Amateur-Champions anstrebt, zu seinem Bruder in den gemeinsamen Stall gewechselt. "Wir betreuen rund 20 Pferde, inklusive der O-Generation. Wir haben uns immer gut verstanden. Unser Vater ist früh verstorben, das hat uns noch enger zusammengeschweißt. Wir sind unterschiedlich, aber ergänzen uns perfekt: Thomas kümmert sich um die robusteren Pferde, während ich mich eher um die sensibleren kümmere."

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Prix Rene Palyart - Miss des Besaces Siegerin am "grünen Tisch"

Der Prix Rene Palyart (GR II) am Freitag in Vincennes hielt die Wetter und Zuschauer länger als die eigentlich vorgesehenen 2.175 Meter auf Spannung. Kurz nach dem Zieleinlauf ertönte die Sirene. Die Gangart des Siegers Mhum Flyng wurde überprüft.

Foto: SCOOPDYGA

 

Für Christophe Clin ging der Abend dann nicht gut aus. Sein Schützling wurde nachträglich disqualifiziert. Schon während des Rennens landete auch Malice Caillerie am Turm, die ebenfalls in den Farben von Christophe Clin läuft. Somit wurde die eigentliche Zweite Miss des Besaces zur Siegerin im Prix Rene Palyart erklärt. Die Tochter von Memphis du Rib feiert damit ihren ersten Erfolg auf semi-klassischem Niveau.

Die Siegerin hat eine erstaunliche Entwicklung genommen. Ende September des Vorjahres wurde sie für 20.001 Euro aus einem Verkaufsrennen erworben und landete damit im Stall von Romain Christian Larue. Nun hat sie bereits 183.900 Euro verdient, obwohl sie eigentlich eher wegen ihrer Abstammung vom Ecurie Windcut erworben wurde.

Bei neun Starts in den neuen Farben war die 4jährige nur einmal nicht unter den ersten Vier und krönte ihre bisherigen Ergebnisse mit diesem Sieg in starken 11,5/2.175 Meter und sorgte für große Freude in ihrem Umfeld. "Mhum Flyng ist das bessere Pferd, aber sie hat sich diesen Sieg verdient", erklärte ihr Trainer. "Natürlich hätten wir es lieber sportlich auf der Bahn entschieden gesehen. Ihr fehlt noch etwas Rennrhythmus, aber das wird sich mit den nächsten Einsätzen geben. Sie war zwei Monate nicht am Start, weil es keine passende Aufgabe gab. Aber je mehr sie läuft, desto besser wird sie. Jetzt geht es nach Caen (Anm.: Prix Henri Balliere am 9. Mai), danach zurück nach Vincennes...bis zum Prix du President. Wenn alles gut geht, wird sie alles laufen, was möglich ist. Sie ist außergewöhnlich. Das ist eine schöne Geschichte: aus einem Verkaufsrennen kommend und nun auf diesem Niveau erfolgreich."

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Auch für ihren Jockey Alan Gendrot ist es ein besonderer Erfolg, da er ebenfalls seinen ersten Sieg auf Gruppe II-Niveau feiern konnte. "Sie hat sofort gezeigt, dass sie bereit ist", sagte er. "Das war großartig!"

Auf Rang zwei konnte Munhoa Vedaquaise überzeugen und "wieder Vertrauen schaffen",wie ihr Reiter Benjamin Rochard erklärte. "Ihr Comeback war nicht optimal. Heute bin ich sehr zufrieden mit ihrer Leistung. Sie ist gut gestartet, das Rennen war schnell. An der Geläufseinmündung zur kleinen Bahn haben wir einen Angriff nicht kontern können - aber sie ist nicht eingebrochen. Sie hat sich wieder gefangen und ist an dem Vierten (Anm.: Manitas de Truchon, die nachträglich ebenfalls einen Rang gutgemacht) erneut vorbeigezogen. Die Leistung war gut."

Samstag 25 April 10:51 Uhr
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Luba Sonn

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Matthieu Abrivard: "Champions kommen immer zurück"

Von der Leistung, die Frank Gio im Prix de l’Atlantique letzte Woche in Enghien erbrachte, zeigte sich Matthieu Abrivard beeindruckt. Gleichzeitig war er erfreut über den Sieg von Idao de Tillard. Der Klassiker des letzten Samstags ist eines der Themen der aktuellen Kolumne von Matthieu Abrivard, die er jede Woche für den ParisTurf erstellt. Zum Start blickt er aber natürlich auf seine kommenden Starter.

Foto: SCOOPDYGA

 

Vorschau:

"Am Samstag bleibe ich im Stall, aber am Sonntag fahre ich nach Chatelaillon-La Rochelle (PMH), wo ich mehrere Starter habe. Ich werde Nuance des Loyaux (109) erstmals vorstellen, die bei der Qualifikation einen guten Eindruck gemacht hat. Ich mag diese unkomplizierte Stute und erwarte einen guten Einstand.

Night King (203) habe ich im Training selbst gefahren. Im Winter war er noch nicht so, wie ich ihn mir gewünscht habe, aber jetzt ist er in Topform und deutlich besser als bei seinen ersten Starts. Normalerweise sollte er unter die ersten Drei kommen.

Für 'Phiphi' Boutin werde ich Legende du Mouchel (307) fahren, die barfuß antritt. Ich vertraue darauf, dass sie optimal vorbereitet wurde. Ma Belle Aventure (407) hat kürzlich mit Eric Raffin auf dieser Strecke überzeugend gewonnen und sollte das bestätigen können. Minou d'Echal (503) läuft ebenfalls barfuß und hat auch eine gute Chance.

Kairos Ecus (608) ist ein gutes Pferd, das nun im Stall von Charly Mary steht und für sein Comeback gut vorbereitet sein sollte - mit ihm ist zu rechnen. Schließlich werde ich Kingdom de Chenu (707) erstmals fahren. Nach langer Pause hat er zwei Rennen absolviert und tritt vorne ohne Vordereisen an. Aus dem ersten Band heraus hat er eine interessante Chance.

Währenddessen wird mein Bruder Jean-Etienne in Neuille-Pont-Pierre (PMH) starten, wo er Nelea Mip (203) erstmals vorstellt. Sie ist gut gezogen (Tochter von Pretty Jet), mental gefestigt und zuverlässig. Die Bahn sollte ihr liegen, und sie dürfte sich sehr gut präsentieren.

Am Montag fahre ich nach Enghien mit Laroze du Gers. Meine Stute hat sich seit ihrem guten dritten Platz im Prix Henri Levesque (GR II) in Vincennes hervorragend gehalten. Das ist ein passendes Rennen für sie vor der Pause.

Im selben Rennen sollte man Louisa d’Atout nicht abschreiben. Beim letzten Mal hatte sie ein Problem am Widerrist und war durch das Geschirr beeinträchtigt, weshalb sie einen Fehler machte. Das ist behoben, sie hat gut gearbeitet und sollte sich rehabilitieren.

Im entsprechenden Rennen für die Hengste werde ich Funky Rock fahren. Zuletzt lief er ordentlich, auch wenn ich mir ein besseres Ergebnis erhofft hatte. Das Feld ist hier etwas schwächer, daher sollte er sich gut behaupten können. Möglicherweise starte ich auch New Look Senoville, aber das hängt noch von der Konkurrenz ab. Er würde dann erstmals auf einem Linkskurs antreten, was jedoch kein Problem sein sollte. Er hat am Donnerstag gut gearbeitet.

Am Dienstag ist kein Start in Vincennes geplant. Dafür werde ich am Mittwoch nach Beaumont-de-Lomagne reisen. Jappeloup Turgot trifft dort auf eine ideale Aufgabe aus dem ersten Band. Seit seinem dritten Platz im GNT in Lyon-Parilly hat er gut gearbeitet. Mit dem Frühling kommt er jedes Jahr richtig in Schwung. Aktuell ist er in Topform. Wir reisen mit Ambitionen an.

Wahrscheinlich nehme ich noch ein junges Pferd mit: Napoletano Abrigio. Ein großrahmiges Pferd, das sich derzeit auf dem Rechtskurs wohler fühlt. Er hat Qualität und sollte ein ordentliches Debüt geben, auch wenn die Anreise etwas weit ist."

Die Enttäuschung der Woche:

"Am Montag in Feurs war Macinaggio (disqualifiziert) nicht in Form. Es gab plötzlich einen Ruck, er ist gegen die Strebe des Sulkys gestoßen und mir aus  der Hand gesprungen. Ich war nicht mehr in einer sicheren Position. Schon beim Start musste ich vorsichtig sein. Danach wusste er nicht mehr, wohin mit den Beinen, und ich habe ihn angehalten. Ich kann mir diese schwache Leistung nicht erklären. Auch im Nachhinein habe ich nichts Auffälliges festgestellt. Kurz gesagt: ein schlechter Tag."

Frank Gio auf dem Weg zum 'Lotteria'

"Am Samstag in Enghien zeigte Frank Gio (4.) im Prix de l’Atlantique (GR I) eine starke Leistung. In Cagnes lief er noch mit Scheuklappen, aber ich saß dort nicht im Sulky und wusste daher nicht genau, wie er reagieren würde. Mit Startnummer 5 hinter dem Auto habe ich ihn gleich gefordert, um Idao de Tillard zu überholen, und da ist er richtig ins Rollen gekommen. Normalerweise ist er eher ruhig, diesmal pullte er jedoch viel zu stark. Mit einem durchschnittlichen Pferd im Sulky wäre ich 'abgestiegen'.

Eingangs der Zielgeraden konnte er noch einmal zulegen und hat mir eine neue Seite seines Könnens gezeigt - in einem für ihn ungewohnten Rennstil. Man darf nicht vergessen, dass er noch ein junges Pferd ist und sich weiterentwickeln muss. Der Rennrekord wurde gebrochen, und er hatte daran seinen Anteil. Nun geht es für ihn zum 'Lotteria' (GR I) nach Neapel, wo er erstmals Vorläufe bestreiten wird. Auch wenn ich kein großer Fan dieser Bahn bin, weil sie mir zu hart erscheint, werden wir versuchen, die italienischen Besitzer bestmöglich zu vertreten. Dieses große Rennen ist für sie so etwas wie der Prix d’Amerique. Entsprechend wichtig ist es. Es wird ein weiterer Schritt in der schnellen Entwicklung des Pferdes sein."

Champions kommen immer zurück

"Für die Attraktivität unseres Sports war es wichtig, dass Idao de Tillard im Prix de l’Atlantique wieder als Sieger durchs Ziel ging. In Caen hatte man gesehen, dass ihm am Ende noch die Kraft fehlte. In Vincennes war er noch nicht ganz auf der Höhe, aber schon ordentlich. Am Samstag, barfuß, hat er das Feld klar dominiert. Er ist einfach das derzeitige Ausnahmepferd.

Ich gehörte nicht zu denen, die an seiner Rückkehr gezweifelt haben, denn ich habe eine ähnliche Geschichte mit Nimrod Borealis erlebt, der ebenfalls am Bauch operiert worden war. Es brauchte Zeit, bis er wieder auf Topniveau war, aber er kam zurück. Bei Idao ging es letztlich sogar recht schnell. Große Champions kommen immer zurück. Ich freue mich auch für sein Umfeld. Wir leben in einer Zeit, in der schnell kritisiert wird und Themen wie 'Race and Care' manchmal übertrieben diskutiert werden. Hätte das Pferd nicht wieder zu alter Stärke gefunden, wären die Vorwürfe laut geworden. Dabei kennen wir unsere Pferde, hören auf sie und respektieren sie. Das ist unser Beruf. Die Geschichte von Idao ist ein gutes Beispiel dafür."

Magic Man: nicht abschreiben

"Ebenfalls am Samstag in Enghien, im Prix de Tonnas-Villeneuve (GR II), machte Magic Man (disqualifiziert) einen Fehler, als er etwas Luft brauchte. Er hätte sich wahrscheinlich wieder gefangen, denn ich hatte noch Reserven. Stattdessen stolperte er und sprang an. Nach Sichtung des Rennens denke ich allerdings, dass ich es ohnehin schwer gehabt hätte, eine freie Passage zu finden.

Er ist zu Beginn eines Rennens etwas speziell, man muss ihn laufen lassen, da er zum Pullen neigt. Ich konnte ihn innen positionieren, aber im Schlussbogen unterlief ihm ein Fehler. Ich glaube, dieses Rennen hat ihm gutgetan, und beim nächsten Start wird er sich anders präsentieren. Man sollte ihm weiterhin Vertrauen schenken."

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Prix Louis Forcinal - Paul Philippe Ploquin: "Lambada du Goutier versteht immer besser, was man von ihr verlangt"

Seit sie von Paul Philippe Ploquin geritten wird, macht Lambada du Goutier stetige Fortschritte. Und an diesem Freitag nutzte sie die Gunst der Stunde, um in Abwesenheit der Top-Pferde ihres Jahrgangs ihren ersten Sieg auf Gruppe II-Niveau zu erreichen.

Foto: SCOOPDYGA

 

Ein Erfolg, der für Ploquin durchaus richtungsweisend sein könnte. Eine der prominenten Abwesenden war Lisbonne Dry, die sonst auf die guten Dienste von 'PPP' zählen konnte. Für welchen Sattel sich Ploquin in großen Rennen entscheiden wird, wird sich in den kommenden Wochen zeigen. Lambada du Goutier jedenfalls hat ihre Chance genutzt. Es ist bereits ihr dritter Sieg aus den letzten vier Starts mit ihrem Reiter.

"Ich kenne sie von Anfang an, denn ich habe sie in Grosbois im Monte qualifiziert", sagte Ploquin im Siegerinterview. "Christophe Petrement kannte meinen Vater aus gemeinsamen Zeiten bei Roger Baudron, und so arbeite ich schon seit meiner Jugend für ihn. Nach der Quali haben wir uns etwas aus den Augen verloren, aber ich habe ihre Rennen weiter verfolgt", erklärt Ploquin.

Das kleine Starterfeld kam der Tochter von Carat Williams entgegen: "Sie darf sich nicht aufregen. Und wenn das Rennen so verläuft wie heute, zeigt sie ihr Können. Sie versteht immer besser, was man von ihr verlangt, und wird ruhiger."

Erster Gruppe II-Sieg für Christophe Petrement

Für Trainer Christophe Petrement ist dieser Erfolg eine Premiere auf semi-klassischem Niveau. "Dass ich ihren Stammjockey bekommen konnte, war ausschlaggebend für den Start. Beim nächsten Qualifikationsrennen wird das wohl nicht so sein. Wenn sie an der Spitze geht, kann sie sich manchmal zu sehr hineinsteigern und ist nicht vor Fehlern gefeit. Wir haben manchmal unsere Mühe mit ihr. Aber diese hier hat sich gelohnt (lacht)", so der Trainer.

Das Podium komplettierten Laska du Levant, die einmal mehr ihre Konkurrenzfähigkeit unter Beweis stellte, sowie die Favoritin Lakana de Felliere, die jedoch nie wirklich den Eindruck machte, das Rennen gewinnen zu können.

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Alexandre Abrivard: "Ging darum, Inexess Bleu wieder an den Autostart zu gewöhnen"

Es war insgesamt eine ungewöhnliche Szenerie, die sich zwischen den Rennen am Freitag in Vincennes abspielte. Ein Duo aus dem Stall von Laurent-Claude Abrivard trainierte zwischen den Rennen. Allerdings wurden die Heats hinter dem Auto eingeleitet. Das lenkte die Aufmerksamkeit natürlich erst recht auf die beiden Protagonisten, von denen einer Inexess Bleu war. Insofern scheinen die Aussagen des Umfelds, dass es eher unwahrscheinlich ist, mit Inexess Bleu im Elitloppet anzutreten, der Vergangenheit anzugehören.

Foto: SCOOPDYGA

 

Fünf Wochen vor dem großen Ziel, hat Inexess Bleu im Abstand von 50 Minuten zwei Starts hinter dem Auto absolviert, die beide Heats gestartet haben. Ein in dieser Form bislang kaum gesehenes Experiment. Begleitet wurde der 8jährige von Indigo de Fontaine. Das Programm: jeweils etwa anderthalb Runden auf der kleinen Bahn, bei insgesamt gleichmäßigem Tempo. Die letzten 500 Meter wurden in 14,2 , beziehungsweise 17,0 zurückgelegt.

"Zwischen dem Prix Kerjacques und dem Prix des Ducs de Normandie liegen fünf Wochen. So entstand die Idee, ihn hier zu arbeiten", erklärte Alexandre Abrivard. "Es ging darum, ihn wieder an den Start hinter dem Auto zu gewöhnen, quasi als Ersatz für ein Rennen. Auch wenn er noch nie über 1.600 Meter gelaufen ist - Champions passen sich an."

Die Zeiten blieben bewusst moderat, auch wenn Inexess Bleu, noch mit Eisen, auf den Zielgeraden durchaus zeigte, dass deutlich mehr möglich gewesen wäre.

Auf Seiten der Organisation blieb alles im normalen Rahmen, wie Benoit Fabrega, Direktor für operative Abläufe bei der SETF, betonte: "Das hat unsere Abläufe nicht verändert. Der Trainer hatte angefragt, um das Pferd zweimal hinter dem Auto arbeiten zu lassen und es so auf den Elitloppet vorzubereiten. Es gehört auch zu unseren Aufgaben, die Aktiven bei der Vorbereitung auf große internationale Rennen zu unterstützen."

Das Startauto wurde dabei ganz regulär mit Starter für Inexess Bleu eingesetzt, der aktuell als bester Wallach Frankreichs gilt. Vielleicht bald auch darüber hinaus.

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Duvaldestin: "Idao de Tillard steuert den Prix des Ducs de Normandie an"

Knapp eine Woche nach seinem Sieg im Prix de l’Atlantique (GR I) in Enghien, hat Trainer Thierry Duvaldestin am Freitagabend in Vincennes gegenüber dem ParisTurf Neuigkeiten zu seinem Star Idao de Tillard gegeben.

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Der Champion ist weiterhin in bester Verfassung und folgt einem klar definierten Programm, das ihn Richtung Elitloppet führen soll, der am letzten Sonntag im Mai in Solvalla stattfindet. "Alles ist in Ordnung bei Idao de Tillard. Er hat am Mittwoch gearbeitet, aber nur ganz leicht, und auch am Samstag wird er nur locker trainieren. Wir steuern nun den Prix des Ducs de Normandie (GR II) am 09. Mai in Caen an", erklärte sein Trainer.

Gleichzeitig blickte Duvaldestin noch einmal auf den starken Auftritt seines Schützlings zurück: "Er hat uns große Freude bereitet. Wir haben schon ein wenig gezittert und uns gefragt, ob er wirklich zurückkommt. Aber man muss sagen: Dieses Pferd hat einfach das gewisse Etwas. Er kam schnell wieder heran. Er hat eine außergewöhnliche Einstellung, ist mutig und bringt einfach alle Qualitäten mit."

Samstag 25 April 21:01 Uhr
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Luba Sonn

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Tierarzt von Idao de Tillard - Loic Vallois: "Habe noch nie ein Pferd mit solch einer Mentalität erlebt"

Nach dem Erfolg von Idao de Tillard im Prix de l’Atlantique ist viel gesagt und geschrieben worden. Fest steht, dass dieser Erfolg einer Auferstehung gleichkam, wie kaum ein Experte sie erwartet hat. Und das Ganze nur fünf Monate nach einer Notoperation wegen einer nephrosplenischen Verlagerung des Dickdarms, die ohne Eingriff tödlich hätte enden können. Dieser Erfolg, sein neunter Sieg auf Gruppe I-Ebene, wurde von seinem Trainer Thierry Duvaldestin "als vielleicht seinem schönsten Sieg nach allem, was er durchgemacht hat" beschrieben. Tierarzt Loic Vallois hatte an dieser Rückkehr erheblichen Anteil und erklärte im ausführlichen Interview mit 24h au Trot den Weg zurück in den Winnercircle.

Foto: APRH

 

24h au Trot: "Nach einer solchen Operation - wie bringt man ein Pferd wie Idao de Tillard wieder auf dieses Niveau zurück?"

Loic Vallois: "Das Pferd macht alles selbst! Ich glaube, man könnte das tausendmal mit tausend Pferden versuchen und würde niemals dieses Ergebnis erzielen."

24h: "Gehen wir zurück zum 17. November, dem Tag der Notoperation. Was ist damals passiert?"

LV: "An diesem Tag haben wir zunächst alles dafür getan, dass er überlebt. Es ging darum, ihm das Leben zu retten. Das hatte absolute Priorität. Ohne Operation war sein Leben ernsthaft bedroht. Die unmittelbare Nachbehandlung ist sehr gut verlaufen. Er blieb bis zum darauffolgenden Freitag bei uns und kehrte dann in seine Box im Stall von Thierry Duvaldestin zurück."

24h: "Was waren die größten Herausforderungen in den ersten Stunden danach?"

LV: "Zunächst ging es um die Folgen der Vollnarkose und darum, dass die Darmtätigkeit wieder einsetzt. Anfang Dezember wurde er im Stehen unter Kamera erneut operiert, um den nephrosplenischen Raum zu verschließen und zu verhindern, dass diese Art von Kolik erneut auftritt. Wenn ein Pferd so etwas einmal hatte, besteht nämlich ein erhöhtes Risiko, dass es wieder passiert. Diese Maßnahme wurde getroffen, um alle möglichen Vorsichtsmaßnahmen auszuschöpfen. Dabei wird mithilfe einer Bauchspiegelung dieser Raum geschlossen."

24h: "Was ist eine nephrosplenische Verlagerung des Dickdarms?"

LV: Dabei handelt es sich um eine Kolikform, bei der sich der Dickdarm aufbläht und auf die linke Seite zwischen Milz und Bauchwand verlagert. Dort kann er sich an einem Band, dem nephrosplenischen Band zwischen Milz und Niere, festsetzen.

24h: "Was geschah in den Wochen danach?"

LV: "Im gesamten Dezember haben wir uns auf die Heilung der Bauchwunde konzentriert. Das war extrem wichtig. Man spricht selten darüber, aber die Bauchmuskulatur ist für ein Rennpferd, insbesondere für einen Traber, von entscheidender Bedeutung. Es war also wichtig, dass die Narbe möglichst stabil wird. Dafür blieb er die ganze Zeit in der Box. Vom 17. November bis Ende Dezember hat er seine Box nicht verlassen. Wir haben die Rehydrierung schrittweise gesteuert und alles dafür getan, dass die Wunde bestmöglich heilt."

24h: "War diese Phase besonders heikel? Manche Pferde verkraften so etwas ja schlecht."

LV: "Seine Futtermenge wurde wegen der Krankheit stark reduziert. Er hat praktisch seine gesamte Muskulatur verloren. Körperlich war er nicht mehr derselbe. Man kann das vergleichen mit einem Menschen, der schwer krank war und mehrere Wochen im Bett lag - das ist dann auch nicht mehr dieselbe Person. Wir wussten, dass diese Phase kommen würde. Aber jedes Pferd baut Muskeln unterschiedlich schnell ab. Idao hat sehr viel Muskulatur verloren, auch weil er vorher sehr muskulös war. Besonders im Rücken und in der Hinterhand."

24h: "Wann durfte er wieder aus der Box?"

LV: "Ab dem 26. Dezember begann er, an der Hand geführt zu werden. Zuerst nur fünf Minuten, dann zehn, dann fünfzehn und so weiter. Ende Januar waren wir bei zwei Ausgängen von jeweils 30 Minuten pro Tag."

24h: "Wie ging es danach weiter?"

LV: "Am Tag nach dem Prix d’Amerique, also am 26. Januar, wurde er zum ersten Mal wieder angespannt. Er lief nur eine Runde, etwa 1.500 Meter, ganz ruhig im Trab. Das war ein sehr wichtiger Moment. Thierry, seine Pflegerin Susanne Ohme, Clement, Theo, ich und das gesamte Team waren sehr glücklich, diesen Punkt erreicht zu haben, denn unser Ziel war es, das Pferd zu retten. Ursprünglich wollten wir ihn früher wieder anspannen, aber wir haben uns entschieden, mindestens zwei Wochen länger zu warten, weil das Ultraschallbild der Narbe uns nicht zufriedenstellte. Es bestand ein Risiko einer Schwäche oder sogar eines Narbenbruchs. Aber ab dem Moment, als er wieder angespannt werden konnte, war ein wichtiger Schritt geschafft. In den folgenden zwei Wochen wurde er nur leicht bewegt."

24h: "Verlief diese Phase problemlos?"

LV: "Nein, es war schwierig. Durch den starken Muskelabbau war er sehr steif. Das hat uns in dieser Phase nicht ganz beruhigt."

24h: "Was haben Sie dann unternommen?"

LV: "Wir haben versucht, alle Übungen zu nutzen, um ihn möglichst zu lockern und wieder Muskulatur aufzubauen. Er ist viel gegangen und viel getrabt. Dabei brauchte es vor allem Geduld und Zeit. Als er am 12. März in Caen sein Comeback gab, war es weniger als ein Monat, seit er wieder schneller gearbeitet hat. Der Trainingsaufbau war also sehr progressiv und vorsichtig. Auch heute hat er seine ursprüngliche Muskulatur noch nicht vollständig wieder erreicht, aber sie kommt nach und nach zurück. Nach dem Rennen am 04. April in Vincennes hat sich das deutlich verbessert. Während der gesamten Zeit musste das Training angepasst werden. Das Wichtigste ist aber, dass er seit diesem Rennen auch mental wieder ganz anders geworden ist."

24h: "Was meinen Sie damit genau?"

LV: "Man hat gesehen, dass sich seine Mentalität verändert hat. Er hat die Lust wiedergefunden. Das sieht man sehr gut im Ziel von Enghien. Seine Ohren lagen am Kopf an, er war voll dabei. Wenn die Genesung so gut funktioniert hat, dann vor allem, weil dieses Pferd unglaublich viel Lust hat! Deshalb hat es funktioniert. Nicht, weil wir ein perfektes Programm hatten, sondern weil er es wollte und alles gegeben hat. Dafür musste er wieder Rennen laufen. Auch wenn er noch nicht vollständig bereit war, war es richtig, ihn starten zu lassen. Thierry hatte recht - das Pferd brauchte das. Er musste wieder in den Rhythmus aus Training, Rennen und Erholung kommen. Ich bin überzeugt, dass sich im Kopf eines Pferdes etwas verändert, wenn es wieder auf die Rennbahn zurückkehrt. Seit seiner Rückkehr hat Clement alle Rennen mit ihm bestritten, und Idao hat eine enorme Energie und Motivation zurückgewonnen."

24h: "Hat seine Rückkehr länger gedauert als erwartet?"

LV: "Insgesamt ging es sogar ziemlich schnell. Es gab Momente, in denen wir gezweifelt haben, aber am Ende war es doch eine relativ kurze Zeit."

24h: Wenn man Ihnen damals gesagt hätte, dass er 150 Tage nach der Kolik wieder ein Gruppe I-Rennen gewinnt... hätten Sie das geglaubt?"

LV: "Nein, auf keinen Fall!"

24h: "Ist Idao de Tillard ein außergewöhnliches Pferd?"

LV: "Ja, absolut. Vor allem wegen seines Charakters und seiner Einstellung. Er ist sehr ruhig, will alles richtig machen, regt sich nie auf und ist nicht nervös. Mit einem angespannten oder nervösen Pferd wäre das nicht möglich gewesen. Er hat alle mentalen Eigenschaften, die so eine Rückkehr möglich machten."

24h: "Wie sieht es mit seiner Ernährung aus?"

LV: "Er ist von Natur aus ein gutes Fresser. Er bekommt wieder seine normale Ration, aber wir achten sehr genau darauf, dass es weder zu viel noch zu wenig ist, um Überlastung und Koliken zu vermeiden."

24h: "Ist das nicht eine unglaubliche Geschichte?"

LV: "Ja, absolut. Es ist großartig für das Pferd, für den Sport, für alle. Er ist wirklich außergewöhnlich. Er hat gezeigt, dass es möglich ist, nach so einer Operation auf dieses Niveau zurückzukehren, wenn das Pferd die mentale Stärke und den Charakter dafür hat. Das gibt Hoffnung für andere. Es ist eine gute Sache für alle."

24h: "Was haben Sie gedacht, als Sie ihn gewinnen sahen?"

LV: "Dass ich noch nie ein Pferd mit einer solchen Mentalität erlebt habe. Er ist wirklich außergewöhnlich. Das ist die Belohnung für die Arbeit eines ganzen Teams."

24h: "Was haben Sie aus diesen fünf Monaten gelernt?"

LV: "Dass Idao de Tillard ein großes Pferd ist. Das wussten zwar alle schon, aber er hat noch einmal eine neue Dimension erreicht. Und ich habe gelernt, dass man niemals aufgeben darf und immer daran glauben muss. Das ist auch die grundsätzliche Lehre meines Berufs als Tierarzt. Man kann Pferde nur retten, wenn man es versucht. Es klappt nicht immer, aber wenn es klappt, ist es großartig. Und in seinem Fall war es vor allem seine mentale Stärke, die den Unterschied gemacht hat. Auf der Rennbahn ist er ein Kämpfer. Ich denke, er hat dieses Rennen mit dem Kopf gewonnen."

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Züchter Franck Weiss: "Ich setze ganz bewusst auf höchste Qualität"

Franck Weiss ist die treibende Kraft hinter dem Rennstall Ecurie W Racing Trot, unter dessen Farben sich die junge und talentierte Nacre du Mouthieux hervortut. Sie gewann in der vergangenen Woche mit dem Prix Aschera ein Gruppe III, nachdem sie bereits im Wintermeeting auf demselben Niveau den Prix Vourasie für sich entschieden hatte.

Foto: APRH

 

Der Ecurie W Racing Trot ist zudem auch Züchter der Tochter von Ready Cash, in Partnerschaft mit der S.A.R.L. Haras de la Source et des Chenes, die von Jean-Pierre Barjon geführt wird. Barjon war es auch, der Franck Weiss ursprünglich in die Welt des Trabrennsports brachte.

Nach seinen eigenen Worten entwickelte Franck Weiss eine echte Leidenschaft für Trabrennpferde. Vor allem durch den Kontakt mit Jean-Pierre Barjon, dem Präsidenten der SETF. Dieser ermutigte ihn nicht nur zu investieren, sondern beteiligte sich auch gemeinsam mit ihm an einigen Pferden, darunter Escalade, die Mutter von Nacre du Mouthieux, sowie an Lewis Go (drei Siege) und Magnum (zwei Siege).

Die Traber - eine Herzensangelegenheit

Franck Weiss ist beruflich im Bereich des Einzelhandels tätig, in Provins im Departement Seine-et-Marne. Der Sitz des Ecurie W Racing Trot befindet sich unweit davon in Jouy-le-Chatel, im Weiler "Hameau des Mouthieux". Dort gibt es zwar ein Gestüt, doch beherbergt es hauptsächlich Pferde im Ruhestand oder in Erholung. Die Zuchtstuten und ihre Nachkommen stehen hingegen in der Normandie.

"Mein Standort in Seine-et-Marne hat mir ermöglicht, 2016 mit der Zucht zu beginnen", erklärt Franck Weiss. "Doch ich habe mich schnell auf mehrere Gestüte in der Normandie orientiert, wo meine Stuten untergebracht sind. Einige stehen bei Clare Kelly, im Ecurie Foxglen in der Region des Haras du Pin im Departement Orne, andere bei Hugues Rousseau im Haras du Mont-Goubert."

Gezielte Qualität statt Masse

Ambitioniert setzt Franck Weiss bewusst auf Qualität statt Quantität, wie er selbst sagt: "Lieber wenige, dafür sehr gute Pferde." Zudem besitzt er zwei Zuchtstuten in den USA: die Französin Gama Bourbon, eine Tochter von Ready Cash und Dreiviertelschwester von Face Time Bourbon, die er 2017 bei einer Osarus-Trot-Auktion in Vincennes für 230.000 Euro als Jährling erwarb, sowie die Amerikanerin Sweet Tactics, eine Tochter von Tactical Landing und der mehrfachen Millionärin Buck I St Pat.

Beide Stuten werden mit den besten amerikanischen Standardbred-Hengsten gedeckt, darunter Muscle Hill, Chapter Seven und Walner: "Von Gama Bourbon habe ich bereits einen Nachkommen von Muscle Hill, der auf Gruppe I-Niveau platziert war. Er heißt Mountcastle (Anm.: Inzwischen in Skandinavien, startete gestern in Aby)," erläutert Franck Weiss.

"Außerdem eine Stute von Chapter Seven, die im vergangenen Herbst als Jährling für 330.000 Dollar verkauft wurde. Egal ob hier oder auf der anderen Seite des Atlantiks - ich setze ganz bewusst auf höchste Qualität. Das war stets der Rat von Jean-Pierre Barjon sowie von Rainer Engelke, von dem ich Gama Bourbon gekauft habe. Und ich möchte hinzufügen, dass der Vermittler Claude Guegan mein Vertrauensmann ist. Über ihn tätige ich meine Käufe, auch bei Deckrechten. Ich bin mit unserer Zusammenarbeit vollkommen zufrieden."

Auch über Auktionen zum Erfolg

In Frankreich hat Escalade, die Mutter von Nacre du Mouthieux, in diesem Jahr  einen Hengst von Hohneck gebracht und wird von Krack Time Atout gedeckt. Sie stammt aus einer Linie, die bis zur Monte-Championesse Reine du Corta zurückreicht. Franck Weiss besitzt sie inzwischen vollständig, nachdem er die Anteile von Jean-Pierre Barjon übernommen hat.

Ebenso sicherte er sich bei den ausgewählten Jährlingsauktionen von Arqana Trot in Deauville im Jahr 2024 die kompletten Anteile an Nacre du Mouthieux - für einen Zuschlagspreis von 125.000 Euro.

Im vergangenen Herbst erwarb er außerdem für 220.000 Euro die semi-klassische Siegerin Fame And Fortune (v. Sam Bourbon), die tragend von Krack Time Atout verkauft wurde. Sie ist eine Schwester der Gruppe I-Siegerin Royal Crown und eng verwandt mit Face Time Bourbon und weiteren Spitzenpferden. Zudem ist Fame And Fortune die Mutter des halbklassischen Siegers Keynote (v. Face Time Bourbon).

Kürzlich kaufte Franck Weiss darüber hinaus Hunter Valley (v. Charly du Noyer), die von Lovino Bello tragend ist. Sie ist eine Dreiviertelschwester des Ausnahmehengstes Bold Eagle. "Ich möchte auf einen Bestand von etwa zehn Zuchtstuten auf absolutem Topniveau kommen", erklärt Franck Weiss abschließend. "Einige Nachkommen werde ich behalten, andere verkaufen. Ich bin 60 Jahre alt und habe noch etwa zehn Jahre bis zur Rente. Danach möchte ich mich vollständig den Pferden widmen."

Verteilung auf verschiedene Trainer

Der Ecurie W Racing Trot hat ihre Pferde bei verschiedenen Trainern untergebracht, darunter Thierry Duvaldestin (Nacre du Mouthieux), Nicolas und Jean-Michel Bazire (Nikita du Mouthieux) sowie Gilles Curens (Little Boy). Zuvor standen Pferde des Stalls auch bei Laurent-Claude Abrivard und Sebastien Guarato im Training. "Und vielleicht werden sie dort auch wieder hingehen", ergänzt Franck Weiss. "Ich versuche, meine Pferde nicht nur bei den besten Profis unterzubringen, sondern auch darauf zu achten, dass die Verbindung zwischen Mensch und Pferd passt. Ich beobachte genau, wie Trainer mit den Nachkommen bestimmter Hengst- oder Stutenlinien arbeiten, und versuche dann, die bestmögliche Kombination zu finden."

Sonntag 26 April 12:58 Uhr
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Lou

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!!

https://www.paris-turf.com/actualites/filiere-et-institution/finances-l-etat-interviendra-peut-etre-mais-pas-en-2026-302250036728

Sonntag 26 April 13:03 Uhr
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Amateur

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Am Donnerstag fand ein wichtiges Treffen mit dem Minister für öffentliche Maßnahmen und Finanzen, David Amiel, zur wirtschaftlichen Lage der Pferderennbranche statt. Empfangen wurden der Präsident der PMU (Pari Mutuel Urbain), Éric Woerth, sowie die beiden Präsidenten der Muttergesellschaften. Letztere brachten strategische Dokumente mit, die Kostensenkungsmaßnahmen betonten. Unseren Informationen zufolge legten die Regierungsvertreter zwar keinen eigenen Arbeitsentwurf vor, hielten die geplanten Kostensenkungsbemühungen der Branche jedoch für unzureichend. Für einen Wachstumspakt ist jedoch die Einigkeit aller Beteiligten erforderlich, die derzeit nicht gegeben ist. Die PMU benötigt dringend finanzielle Mittel, um sich zu erholen. Zunächst einmal braucht sie die nötigen Finanzen. Für das Jahr 2026 ist staatliche Unterstützung jedenfalls ausgeschlossen, was bedeutet, dass die Rennbranche mit einem Nettogewinn von rund 700 Millionen Euro auskommen muss. Und wie geht es dann weiter?

„Während dieses Arbeitstreffens schloss die Regierung nicht aus, der Branche zu einem späteren Zeitpunkt Hilfen zur Erleichterung von Reinvestitionen zukommen zu lassen. Angesichts der Lage des Landes hätte sie dies tun können, tat es aber nicht“, kommentierte Éric Woerth optimistisch. „Der Minister fragte seine Mitarbeiter, wie eine Unterstützung der Branche angesichts der rechtlichen und regulatorischen Rahmenbedingungen technisch möglich wäre. Er knüpft die Maßnahmen offensichtlich an Bedingungen, indem er weitere Einsparungen im gesamten System fordert. Wir werden uns im Juni oder Juli erneut treffen. Der PMU-Pakt ist in dieser Phase ein Arbeitsdokument und wird erst dann endgültig gelten, wenn ein Konsens zwischen allen Beteiligten erzielt wurde. Wir stehen vor einer Krise, die sicherlich tiefer ist als zuvor, und um sie zu bewältigen, müssen wir gemeinsam mit der Regierung neue Lösungen entwickeln. Es ist anzunehmen, dass der Pferderennsport, selbst wenn er sich erholt, in den kommenden Jahren mit etwas weniger Geld als zuvor auskommen muss. Eine der Herausforderungen besteht darin, eine tragfähige Kostenstruktur zu schaffen, die…“ „Dies wird die Qualität des französischen Pferderennsports nicht gefährden.“ Abschließend sei angemerkt, dass die Regierung darauf bestanden hat, dass der französische Pferdewettenverband PMU einen endgültigen Haushalt für 2026 vorlegen muss, was bisher nicht der Fall ist. „Ich fordere dies, weil 2026 kein verlorenes Jahr sein darf; es müssen Investitionen getätigt werden. Ich hoffe, dass alle Verantwortung übernehmen. Die französische Pferderennbranche muss gestärkt aus dieser Krise hervorgehen“, so Éric Woerth abschließend.

Montag 27 April 09:51 Uhr
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Luba Sonn

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Jabalpur im Elitloppet - Chavatte: "Bin sehr glücklich diese Einladung erhalten zu haben"

Nach Go On Boy, Inexess Bleu und Idao de Tillard erhält ein vierter französischer Traber die berühmte "rosa Karte", die eine Einladung zum Elitloppet am letzten Mai-Wochenende bedeutet.

Foto: Bruno Vandevelde

 

Das Jahres-Highlight des schwedischen Rennkalenders ist aktuell in Frankreich ein großes Thema. Erst am Freitagabend konnte man Inexess Bleu beim 'Semi-Nocturne'-Renntag in Vincennes bei der Arbeit sehen, deren Heats mit dem Auto gestartet worden. Dessen Bezwinger im Gran Premio delle Nazioni 2025, Jabalpur, erhielt nun von den Organisatioren aus Solvalla auch die Einladung 

Zunächst war ein Start im Grand Premio Lotteria am 03. Mai in Neapel geplant, doch das Aushängeschild des Stalls Chavatte verzichtet nun darauf, um sich der großen schwedischen Herausforderung zu stellen. "Ich bin sehr glücklich, diese Einladung zu diesem legendären Rennen zu erhalten", erklärte Arnaud Chavatte gegenüber dem ParisTurf. "Das ist durchweg positiv. Wir denken schon seit einiger Zeit an dieses Rennen. Man wird sehr stark sein müssen, denn das Teilnehmerfeld wird hochklassig sein, aber wir sind bereit, die Herausforderung mit ehrgeizigen Zielen anzunehmen."

Der Sieger des Prix Rene Balliere 2025 (GR I) trabte an diesem Tag in 08,7 ins Ziel und ist damit auch der Bahnrekordhalter von Vincennes. Jabalpur bekam als Achter die Einladung für die 75. Ausgabe des Elitloppet. Zuvor wurden bereits die französischen Vertreter Go On Boy (Titelverteidiger), Inexess Bleu und Idao de Tillard, sowie die Skandinavier Jobspost, A Fair Day, Allegiant und Massimo Hoist eingeladen.

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Trophee Vert - Theo Duvaldestin: "Wir mussten die Zähne zusammenbeißen"

Am gestrigen Sonntag konnte Just de l'Oison seiner klaren Favoritenrolle gerecht werden, indem er die zweite Etappe der Trophee Vert in Le Touquet in den Stall Duvaldestin holte. Damit ist der Wallach, nachdem er schon auf dem ersten Teilstück erfolgreich war, auch unangefochtener Tabellenführer. Diesen wertvollen Punktgewinn musste er sich jedoch "mit Mut und Kampfgeist" erarbeiten, wie es sein Fahrer Theo Duvaldestin nach dem Rennen erleichtert betonte.

Foto: Alexia Del Prato

 

Schon kurz nach dem Start konnten die Favoritenwetter etwas durchatmen. Just de l’Oison verkniff sich im Gegensatz zur ersten Etappe einen Rumpler in der Startphase und kam früh in zweiter Spur in vorderer Linie in eine hervorragende Position. Währenddessen hat sich das erste Band  mit der Co-Favoritin Isia du Chene an der Spitze einsortiert. Ihr folgte Key Lady, die außen von Infiel begleitet wurde. An dieser Reihenfolge änderte sich lange kaum etwas, bis Just de l’Oison auf der letzten Gegenseite aus sechster Position zum Angriff beordert wurde.

Schnell lag der 7jährige neben der Spitze und für einen Moment sah es so aus, als könne der Favorit noch vor dem letzten Bogen die Spitze übernehmen. Aber Isia du Chene hielt mit Paul Philippe Ploquin im Sulky noch einmal dagegen. Die Stute wehrte sich auch im Eimlauf tapfer, dennoch hatte Just de l’Oison den Widerstand Mitte des Einlaufs gebrochen. Allerdings musste Theo Duvaldestin noch auf der Hut sein, weil die mittlerweile freigekommene Key Lady mächtig Geschwindigkeit aufnehmen konnte. Eine letzte kleine Aufforderung reichte aber, um Just de l’Oison in 17,9/2.625 Meter zum Sieg über die Linie zu bringen.

ZUM VIDEO

 

Die Reaktionen der ersten Drei

Theo Duvaldestin (Fahrer Just de l’Oison - Sieger): "Ich habe auf der letzten Gegengeraden beschleunigt. Es war eigentlich etwas weit, aber ich hatte keine Wahl mehr. Am Ende mussten wir die Zähne zusammenbeißen, aber er hat es geschafft und bis zum Schluss großen Mut gezeigt. Sehr wahrscheinlich werden wir auch bei der nächsten Etappe am kommenden Sonntag in Bernay am Start sein, zumal das ganz in der Nähe unseres Zuhauses liegt. Wenn man jedoch schon die ersten beiden Etappen gewinnt, wird es fast selbstverständlich, sich ganz auf diesen Wettbewerb einzulassen."

Louis Baudron (Trainer/Fahrer Key Lady - Zweite): "Sie lief sehr gut und nutzte dabei ihre lange Beschleunigung. Sie hat ein ganz klein wenig gebraucht, um aus dem Windschatten herauszukommen und richtig anzuziehen, wodurch wir ganz knapp hinter dem Sieger ins Ziel gekommen sind. Aber sie hat sich absolut nichts vorzuwerfen. Den Wettbewerb weiter bestreiten? Warum nicht -sie hat das Zeug dazu."

Paul Ploquin (Fahrer Isia du Chene - Dritte): "Ihre heutige Leistung kann ihr neue Möglichkeiten eröffnen, zumal es ihr erster Start auf diesem Untergrund war. Sie hat mir gut gefallen, denn man konnte sich fragen, ob ihre großen Bewegungen zu so einer Bahn passen. Der Test ist gelungen. Am Ende hat ihr wahrscheinlich ein Rennen gefehlt, um ganz vorne mitzukämpfen, was uns die Chance auf den Sieg gekostet hat, aber es war trotzdem sehr gut."

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Josh Power pausiert

Wie Sebastien Ernault dem ParisTurf mitteilte, wird sein Star Josh Power im Frühjahr nicht mehr an den Start gehen. Der Trainer und seine Besitzer haben entschieden, ihm eine zweimonatige Pause zu gönnen.

Foto: SCOOPDYGA

 

Nach einem Fehler und der darauffolgenden Disqualifikation vor den Tribünen im Prix de l'Atlantique am 18. April in Enghien, als er an dritter Stelle lag, wird Josh Power im Frühjahr nicht mehr an den Start gehen. "Das Pferd hat im vergangenen Winter großartige Leistungen gezeigt, und es ist nicht einfach, das ganze Jahr über auf diesem Niveau zu laufen. Deshalb haben wir uns in Absprache mit den Besitzern entschieden, ihm zwei Monate komplette Ruhe zu Hause zu gönnen", erklärte Ernault am Sonntag auf der Rennbahn in Le Mont-Saint-Michel, nachdem er im Sulky seiner Stute Made In Marceaux erfolgreich war.

"Wie schon im Prix de France hat sich das Pferd auch im Atlantique etwas 'verkürzt'. Es gab ohnehin kein konkretes Ziel in nächster Zeit, da er vorerst nicht ins Ausland reisen wird und der Prix Rene Balliere inzwischen ein Gruppe II-Rennen ist. Daher haben wir beschlossen, einen Gang zurückzuschalten."

Nach einem behutsamen Wiederaufbau im Training soll der Zweitplatzierte aus dem Prix d'Amerique 2026 gegen Ende des Sommers oder zu Beginn des Herbstes wieder in den Rennbetrieb zurückkehren.

Montag 27 April 10:17 Uhr
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Lou

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@Amateur, danke für die Übersetzung.

Meine persönliche.....,30€ für die Quali oder Startband statt Maschine reicht nicht also soll mehr Personal entlassen werden. Ich rechne in diesem Jahr mit Streiks und Renntags Ausfällen.

Montag 27 April 20:35 Uhr
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Luba Sonn

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Olivier Delloye, Präsident von Arqana: "Der Verkaufsmarkt ist widerstandsfähig"

Kalender, Neuerungen, laufende Arbeiten...Die Mitglieder des Arqana-Auktion-Teams hatten die Medien am Sonntag, wenige Stunden vor dem Prix Ganay in Longchamp eingeladen, um ihre Planungen für 2026 vorzustellen.

Foto: SCOOPDYGA

 

Es ist kurz nach 11 Uhr auf der Rennbahn von ParisLongchamp am gestrigen Sonntag. Während die ersten Autos der Zuschauer auf dem zentralen Parkplatz eintrafen, ist das Team von Arqana, wie schon 2025, dabei, zahlreiche Fixpunkte seiner Saison 2026 vorzustellen, die mit großen Schritten näher rückt. "Es ist an der Zeit, die Saison 2026 mit ebenso viel Lust und Enthusiasmus anzugehen, um weiterhin zu versuchen, die Grenzen des französischen Marktes zu verschieben", erklärt der Präsident von Arqana, Olivier Delloye. "Im vergangenen Jahr haben wir einen Umsatz von 241 Millionen Euro erzielt (90% davon im Galopprennmarkt), was einem Anstieg von 100 Millionen Euro entspricht, wenn man 2025 mit 2016 vergleicht. Hätte man uns vor zehn Jahren gesagt, dass Arqana eine solche Dynamik erleben würde, hätten wir es nie geglaubt. Insgesamt war 2025 ein gutes Jahr mit einem Rekordumsatz (bisheriger Rekord 217,4 Mio. Euro/2024). Darunter war ein besonders erfolgreicher Monat August, der alleine einen Umsatz von 60 Mio. Euro erzielte. Der Oktober hingegen blieb hinter unseren Erwartungen zurück. Der Markt war in Bezug auf Prognosen nicht immer leicht zu lesen, aber insgesamt war das Jahr erfolgreich."

Der Kalender für 2026

"Für 2026 werden wir sehen. Es gibt immer einen kleinen Sprung ins Unbekannte", fährt Olivier Delloye fort. "Dieses Jahr gibt es den Konflikt im Iran und all die Turbulenzen, die Sie kennen und die sich auf die Verkäufe auswirken können. In den Vereinigten Staaten verliefen die Verkäufe im Jährlings-Markt gut, ebenso in Australien, während die Breeze-Up-Verkäufe in England langsamer gestartet sind als in der Vergangenheit. Was unsere Angebote betrifft, bieten wir einen Katalog an, der noch einmal eine Stufe höher geht. Die Breeze-Up wird auch durch den Erfolg der Pferde getragen, die wir dort verkauft haben, wie Ruling Court und Gewan, um nur zwei zu nennen.

Die führenden europäischen Deckhengste werden vertreten sein, wobei es Angebote für Budgets zwischen 50.000 und 100.000 Euro geben wird. Neben großen ausländischen Besitzern hoffen wir auch auf die Teilnahme französischer Investoren. Die Breeze-Up-Versteigerung findet am Donnerstag, den 07. Mai, statt. Der darauffolgende Tag ist der Besichtigung der Pferde gewidmet, und die Auktionen finden am Samstag, den 09. Mai statt, also am Vorabend der Poules d’Essai und des Prix Saint-Alary in ParisLongchamp.

Danach folgt in unserem Kalender die Rückkehr der Grand-Steep­le-Versteigerung in Auteuil. Wir wollten mit einer physischen Auktion am Samstag zurückkehren. Unmittelbar davor wird es einen Empfang geben, der gemeinsam mit dem Defi des Haras organisiert wird, und Arqana wird am Sonntag den Prix Aguado sponsern. Symbolisch unterstreicht dies unsere Verbundenheit mit der Hindernisdisziplin.

Die Sommerauktion wird Ende Juni/Anfang Juli stattfinden. Sie wird 2jährige Pferde, aber auch Pferde im Training umfassen. Es wird erneut eine starke Präsenz führender Hindernis-Deckhengste geben.

Das gleiche Format wie 2025 wird im August über drei Tage rund um das Wochenende des Prix Jacques Le Marois beibehalten. Die Jährlinge werden alphabetisch nach der Mutter geordnet. Wir feiern das 20jährige Jubiläum der ersten Auktion unter dem Zeichen von Arqana und werden versuchen, den Beteiligten ein noch angenehmeres Erlebnis zu bieten.

Nach einem Ruhetag am Dienstag geht es wie in den vergangenen Jahren mit der 'V2' weiter. Diese teilt mit der Oktoberauktion unseren Wunsch, die Auswahl zu straffen. Nach einer sehr zufriedenstellenden Ausgabe 2024 der Oktoberauktion hat die Ausgabe 2025 nachgelassen. Es war eine Marathonauktion über fünf Tage. Wir werden wieder auf maximal vier Tage zurückgehen, um allen das Leben zu erleichtern und zu versuchen, eine neue Dynamik zu schaffen. In diesem Zusammenhang steht auch die Ankündigung der Partnerschaft mit Osarus für die Verkäufe in La Teste, die am 08. und 09. September stattfinden werden.

Arqana wird Osarus erheblich unterstützen, insbesondere indem es die Zahlung an die Verkäufer garantiert, was seit dem Ende der Zusammenarbeit mit Tattersalls nicht mehr der Fall war. Das ist wichtig, um vielen Züchtern wieder Lust zu geben, nach La Teste zu kommen. Wir werden auch mit Osarus im Bereich der Betreuung potenzieller Käufer zusammenarbeiten. Wir werden versuchen, dieser Auktion, an der viele Menschen hängen, neue Dynamik zu verleihen."

Neuerungen bei den Arqana Series

"Im Jahr 2026 werden wir weiterhin unser Programm mit fünf Rennen haben: vier in Deauville am Donnerstag vor den Augustauktionen und das Criterium d’Automne am Vorabend des Prix de l’Arc de Triomphe in Longchamp. Die vier Rennen in Deauville sind zwei Rennen für Debütanten über 1.400 Meter auf der Geraden, das Criterium d’Ete für 2jährige über 1.300 Meter auf der Geraden und das Criterium für 3jährige über 2.000 Meter. Um teilnehmen zu können, muss ein Pferd nicht nur bei Arqana gekauft worden sein, sondern auch bis zum 01. Juni für das Programm der Arqana Series qualifiziert sein. Im vergangenen Jahr haben wir eine neue Stufe erreicht, mit durchschnittlich 15 Startern und einer wirklich positiven Stimmung bei den Teams, die ein Pferd am Start hatten.

Neu ist, dass Arqana in 20 Rennen des Flachrennprogramms für 2jährige über Distanzen von 1.000 bis 2.000 Metern zwischen Mitte Juni und Mitte Oktober einen Bonus anbieten wird. Jedes für die Arqana Series qualifizierte Pferd, das eines dieser Rennen gewinnt, erhält einen Bonus von 20.000 Euro, der in Form eines Gutscheins für eine Arqana-Auktion im Jahr 2026 eingelöst werden kann", erklärte der ehemalige Generaldirektor von France Galop. "Neben dem Prix Aguado, den Arqana am Sonntag des Grand Steeple-Chase von Paris in Auteuil sponsern wird, werden drei Listenrennen in der Region das Label der Verkaufsagentur tragen: der Prix Millkom in La Teste, das Criterium de Craon und die Coupe de Marseille.

Weitere aktuelle Themen bei Arqana

Die Verkaufsagentur wird ab Juni 2026 über ein neues, einheitliches System verfügen. Am Standort Deauville werden noch Arbeiten zur Erhöhung der Boxen und der Dächer durchgeführt, um die Pferde besser unterbringen zu können. Das Business Center wird ebenfalls umgestaltet, um daraus einen angenehmeren Lounge-Bereich im Coworking-Stil zu machen. "Und der große Punkt dieses Jahres ist die Einweihung des 'Cour Morny', der zu den sogenannten Tattersalls-Stallungen gehört", fährt Olivier Delloye fort. "Wir verfügen nun über 80 Boxen auf der Meerseite nach einem langfristigen Pachtvertrag mit France Galop. Einen weiteren Vertrag hatten wir für die Ställe von Jean-Claude Rouget (ebenfalls 80 Boxen) unterzeichnet, die wir Ende November 2024 erworben haben. Diese Boxen werden es uns ermöglichen, die Pferde besser unterzubringen und unsere organisatorischen Spielräume bei den Auktionen zu erweitern. Das ist eine positive Entwicklung für die Trainer in Deauville."

Die Widerstandsfähigkeit des Verkaufsmarktes

Auf die Krise in der Branche und die Auswirkungen sinkender Preisgelder im Galopprennsport angesprochen, antwortet Olivier Delloye: "Der Verkaufsmarkt ist in der Regel widerstandsfähig. Hier zeigt sich die Kraft des Traums, gute Pferde zu finden. Dies wird auch von Käufern mit großen finanziellen Mitteln getragen, die nicht unbedingt auf die Preisgelder fixiert sind. Sie zielen auf die Emotion des Sieges, auf Prestige, auf den Wunsch, bei großen internationalen Meetings zu glänzen. Das Risiko besteht jedoch in einer zunehmenden Kluft zwischen der Spitze der Pyramide und dem Rest der Käufer, die durchaus von wirtschaftlichen Überlegungen eingeholt werden. Auswirkungen können sich bemerkbar machen, wenn sie ein, zwei oder sogar drei Jahre später ihre Bilanz ziehen. Daher ist es wichtig, der Erfahrung der Besitzer große Bedeutung beizumessen, wenn sie zu den Rennen oder in den Trainingsstall gehen. Und wir haben in diesem Bereich eindeutig eine Rolle zu spielen."

2026 ist für Arqana auch im Hinblick auf den Wettbewerb ein wichtiges Jahr, mit dem Start eines neuen Akteurs, der viel von sich reden macht: 'Aktem' ist eine neue Auktions-Agentur auf dem Markt.

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Thibault Lamare: "Ich wünsche mir, dass Key of Love ein Gruppe III gewinnt"

Am kommenden Mittwoch wird Thibault Lamare in der Quinte des Tages, dem Prix Ozo, seine Key of Love an den Start bringen. Im Gespräch mit dem ParisTurf blickt der Trainer nicht nur auf dieses nächste Rennen, sondern spricht auch über den guten Saisonstart seines Stalls.

Foto: SCOOPDYGA

 

Mit vier Erfolgen aus den letzten sechs Starts, drängt sich Key of Love auch am Mittwoch in Laval für den Sieg auf. Ihr Trainer Thibault Lamare schätzt ihre Möglichkeiten ein: "Die Stute befindet sich in hervorragender Form. Leider hat sie sich im Gruppe III-Rennen beim Start einen Patzer erlaubt. Solche Fehler hatte sie eigentlich schon länger nicht mehr gemacht. Aber sie hat sich zuletzt in Rambouillet sehr gut rehabilitiert. Sie ist im Training immer wach und bleibt leicht im Rennmodus, daher passt ihr dieser einmonatige Abstand gut. In einem zu erwartenden schnellen Rennen sollte sie sich behaupten und hat eine gute Chance, in der Quinte zu landen."

Der in Haras de Querville (Departement Calvados) ansässige Trainer würde seiner Stute in diesem Jahr zudem gerne einen ersten großen Titel verschaffen: "Ich wünsche mir, dass Key of Love ein Gruppe III-Rennen gewinnt. Vielleicht bei einer Etappe des GNT, denn sie ist eine besondere Stute, die ich sehr schätze und die einen solchen Erfolg verdient. Das Rennen am Mittwoch wird sie auch gut auf den Prix du Perreux (Gruppe III/13. Mai/Vincennes) vorbereiten, wo es starke Konkurrenz geben wird. Aber diese Aufgabe erscheint interessant."

"Im Moment läuft es ziemlich gut"

Der 44jährige Lamare kann auf einen mehr als ordentlichen Jahresbeginn zurückblicken - mit rund 90.000 Euro an Gewinnsumme und über 50% Platzierungen unter den ersten Fünf. "Wir machen das Beste aus unseren Möglichkeiten und geben den Pferden die nötige Zeit", erklärt er. "Wir haben besonders viel gestartet, aber die Ergebnisse sind sehr zufriedenstellend. Im Moment läuft es ziemlich gut. Ich habe dieses Jahr etwas mehr Pferde im Training, und sie arbeiten sehr gut, was den Erfolg erklärt. Etwa zehn Pferde sind regelmäßig am Start, aber mit den jungen könnten es sogar fünfzehn werden. Es gibt auch 25 Jährlinge am Ende ihrer Ausbildung, aber nicht alle werden bei uns bleiben."

Was seine jungen Pferde betrifft, verhehlt er nicht, dass er über einige sehr talentierte Nachwuchspferde verfügt, auf die er in Zukunft bauen kann: "Nolly Wood hat in ihren ersten Rennen viel gelernt und wird immer kompletter. Sie wird am 12. Mai in Vincennes laufen, wofür sie wirklich das Niveau hat. Bei ihrem letzten Start in Laval hatte ich sie vollkommen unter Kontrolle, und für ihr Debüt in Paris peilen wir den Sieg an. Nobleska ist sehr gut gestartet und sollte bald ein Premium-Rennen gewinnen. Das sind zwei zuverlässige Stuten, die sich weiterentwickeln und auf die ich zähle.

Ich habe noch etwa einen Monat Arbeit vor mir, um die restlichen 3jährigen an den Start zu bringen. Im O-Jahrgang sind ich außergewöhnliche Abstammungen dabei. Es sind hervorragende Pferde dabei, die Gianni (Fascella) gehören und womöglich zu Sebastien (Guarato) gehen werden. Unter den letzten Ready Cash-Nachkommen gibt es wunderschöne Stuten und auch vielversprechende Hengste. Bei den Qualifikationen dürfte es spannend werden. Schon im letzten Jahr haben wir sehr gute Pferde qualifiziert, wie Notable, Nafi de Reve d’Or, Noneka, Narco Fromentro oder No Limit Delo, und ich denke, dass wir das dieses Jahr wiederholen können."

"Das Produkt zu verschlechtern heißt, die Zukunft zu gefährden"

Als Vertreter des 'Conseil des Chevaux de Normandie' (CCN) engagiert sich Thibault Lamare auch auf institutioneller Ebene. Ein Teil seines Lebens, der zwar nicht an erster Stelle steht, den er aber dennoch für wichtig hält: "Ich bin weiterhin im Ausschuss der Pferdebranche aktiv und versuche, mich so gut wie möglich einzubringen, ohne dass es meine Hauptaufgabe, das Trainieren, beeinträchtigt.

Mein Engagement richtet sich nach der Arbeit im Stall, aber mehr werde ich nicht übernehmen. Diese Aufgaben müssen ernst genommen werden. Ich denke, die Richtung, die wir gemeinsam einschlagen wollen, sollte nicht von nur fünf Personen bestimmt werden. Es wird notwendig sein, über das Budget und notwendige Einsparungen zu sprechen.

Das Produkt zu verschlechtern heißt, die Zukunft zu gefährden, und wir müssen jetzt offen sprechen, um weiteren Schaden zu vermeiden. Es gibt viele Zwänge, natürlich, aber es gibt ein Qualitätsniveau, unter das wir nicht gehen dürfen. In institutionellen Fragen sind auch die Ausrichtungen der Zucht spannende Themen, mit denen man sich befassen sollte, und ich glaube, dass hier noch viel gute Arbeit geleistet werden kann."

Die neue Karriere von Keen Winner

Thibault Lamare gab auch Neuigkeiten zu seiner ehemaligen Spitzenstute KEEN WINNER bekannt, die auf halbklassischem Niveau erfolgreich war und nun als Zuchtstute eingesetzt wird: "Keen Winner ist wie geplant noch vor Ende des Wintermeetings in die Zucht gegangen. Sie fühlt sich in ihrer neuen Rolle wohl. Sie ist relativ jung in die Zucht gegangen, damit sie fit für ihre neue Aufgabe ist. Das ist wichtig, um eine gute Mutter zu sein. Dieses Jahr wird sie natürlich von Booster Winner gedeckt! Eine Zucht aus dem eigenen Stall und eine hervorragende Kreuzung mit Keen. Für Agathe Aloisio (Leiterin des Ecurie Winner) ist es großartig, Pferde aus eigener Zucht auf diesem Niveau zusammenzubringen."

Ein erfolgreiches Team

Zum Abschluss erläutert Lamare noch die Arbeitsteilung im eigenen Stall: "Meine Frau kümmert sich um den gesamten Zuchtbereich und unterstützt auch das Training, insbesondere bei der Pflege. Sebastien Pasquier kommt als externer Mitarbeiter an drei Tagen pro Woche, und ich habe drei Vollzeitangestellte, darunter Gilles d’Haenens, der zwar noch Auszubildender ist, die Pferde aber bereits mit dem Verständnis eines Trainers fährt. Wir arbeiten immer mehr in dieser Struktur, und das funktioniert sehr gut. Das sorgt für Kontinuität in der Arbeit und für Erfolge bei den Rennen."

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Bahnrekord für Katchi Quick - Clement Duvaldestin: "Dieses Rennen hatten wir schon lange im Visier"

Als großer Favorit des Prix des Dahlias am Montag in Cholet, konnte Katchi Quick mit seinem dritten Sieg in dieser Saison, nach Vincennes und Vire, überzeugen. Aber mehr noch - mit einer Zeit von 13,0 für die 2.825 Meter, stellte der Schützling aus dem Stall Duvaldestin den Bahnrekord ein.

Foto: Jean-Charles Briens

 

Nach dem Toto sollte es ein Duell zwischen Katchi Quick und Keep Your Dreams werden. Und genau das gab es auch. Nach einer starken Beschleunigung der beiden Favoriten auf der letzten Gegengeraden, lösten sich die beiden Kontrahenten in kürzester Zeit vom Feld und hatten einen Vorsprung von gut zehn Längen. Kopf an Kopf ging es durch den Schlussbogen, aber nach dem Einbiegen in den Einlauf, konnte sich Katchi Quick von Keep Your Dreams freimachen. Letztlich kam der Sohn von Enino du Pommereux leicht in 13,0/2.825 Meter nach Hause. Eine Zeit, die in Cholet bisher nur ein Traber auf das Parkett getrommelt hat - Gitano, ebenfalls aus dem Stall Duvaldestin.

ZUM VIDEO

"Dieses Rennen hatten wir schon lange im Visier", erklärte sein Fahrer Clement Duvaldestin. "Vor dem Start musste man Keep Your Dreams schlagen. Er ist schneller, aber mein Pferd hält länger durch. Auf der Gegengeraden konnte ich ihn kommen sehen und habe es geschafft, ihn abzuwehren. Mein Pferd ist extrem ausdauernd. Nur in den Bögen ist er etwas speziell. Aber er geht richtig gut!"

Mittwoch 29 April 06:29 Uhr
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Luba Sonn

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Hirondelle du Rib ist Mutterstute - Hallais: "Ich werde ihren großen Kampfgeist in Erinnerung behalten"

Die zweifache Gruppe I-Siegerin und Zweitplatzierte des Prix de Cornulier 2024 HIRONDELLE DU RIB , hat nach dem Wintermeeting ihre Rennkarriere beendet. Die 9jährige wurde in der vergangenen Woche von Face Time Bourbon gedeckt.

Foto: SCOOPDYGA

 

Mit über 1,1 Millionen Euro Gewinnsumme, die die Hallais-Stute vor allem im Trabreiten einsammelte, wurde die erste Karriere auf der Rennbahn beendet. Mit einem starken Rekord von 10,1 beginnt für die Tochter von Rolling d’Heripre nun die zweite Karriere in der Zucht. "Sie wurde letzten Samstag von Face Time Bourbon gedeckt", erklärte Joel Hallais. "Ich besitze einen Anteil an Face Time Bourbon. Übrigens hat eines seiner Nachkommen bei uns im Stall, Nobel du Rib, am Samstag in Caen gewonnen. Ich hätte die Laufbahn auch nach ihrem Sieg im Prix Henri Desmontils 2025 stoppen können, aber nach einem kleinen Problem wurde sie erfolgreich behandelt. Vielleicht habe ich sie ein Jahr zu lange laufen lassen.

Ich werde vor allem ihr unkompliziertes Wesen im Training und ihren angenehmen Charakter im Alltag in Erinnerung behalten, aber auch ihren großen Kampfgeist. Sportlich haben mich besonders ihr Sieg im Prix du President de la Republique, ihr zweiter Platz im Prix de Cornulier, sowie ihr Erfolg im Prix Henri Desmontils mit Noe Perron beeindruckt", ergänzt der Leiter des Haras du Ribardon.

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Kalender der 'Trotteur Francais Tour' veröffentlicht

Gut drei Monate vor dem offiziellen Auftakt der Tour Europeen du Trotteur Francais (TETF), wurde der Kalender für die Saison 2026 bekanntgegeben.

Jakarta des Pres (Punktsieger 2025) - Foto: U. Wild

 

Wie in den vergangenen Jahren umfasst die Rennserie, die im Vorjahr von Jakartas des Pres gewonnen wurde, fünf Etappen in fünf verschiedenen Ländern: Belgien, der Niederlande, der Schweiz, Spanien und Deutschland. Diese finden von August bis Oktober statt, bevor es am 24. Oktober zum Finale kommt, bei dem sich die Teilnehmer erneut auf der Rennbahn in Mons messen. Eine Gesamtprämie von 20.000 Euro wird am Ende der Serie an die drei bestplatzierten Trainer nach Punktewertung ausgeschüttet.

Auch an der sonstigen Reihenfolge der einzelnen Stationen hat sich nichts geändert. Der Auftakt wird wieder in Mons ausgetragen.

Kalender:

Dienstag, 11. August 2026: 'Prix de l’Amitie Franco-Belge' - Mons

Samstag, 29. August 2026: 'Grand Prix de Victoria Park' - Wolvega

Samstag, 12. September 2026: 'Prix du President' - Avenches

Samstag, 26. September 2026: 'Grand Prix des Baleares- Son Pardo

Samstag, 10. Oktober 2026: 'Grand Prix de Gelsenkirchen' - Gelsenkirchen

Samstag, 24. Oktober 2026: 'Grand Prix de la Toussaint' (Finale) - Mons

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Donnerstag in Vincennes - Sylvain Dupont: "Jade Renardier gehört auf das Podium"

Im vergangenen Winter konnte sich Jade Renardier bei drei Starts in Vincennes mit einem Sieg und jeweils einem zweiten und dritten Rang in Vincennes auszeichnen. Nachdem sie Ende März als Achte etwas enttäuschte, gibt es am Donnerstag für die Ecu Pierji-Tochter eine gute Gelegenheit zur Wiedergutmachung.

Foto: SCOOPDYGA

 

Mit einem kleinen Bestand von nur 26 Pferden erzielt Sylvain Dupont (49) bemerkenswerte Ergebnisse mit seinen Schützlingen. Das zeigt sich unter anderem an seinem Gruppe I-Sieg im Januar mut seiner Championesse Liberte de Choisel im Prix Bold Eagle. Das war auch zugleich der erste Gruppe I-Treffer für Dupont auf heimischem Boden.

Am Samstag geht Liberte de Choisel wieder in Vincennes, im Prix Albert Demarcq (GR II) an den Start. Bereits am Donnerstag tritt jedoch eine andere Stute aus dem Stall in Vincennes an. Jade Renardier (809), die im letzten Wintermeeting mit drei Podestplatzierungen überzeugte. Nach ihrem letzten Auftreten Ende März, ist das Quartier aber auf Wiedergutmachung aus: "Sie hatte keinen glücklichen Rennverlauf und fiel im Rennen zurück. Sie ist eine typische Winterstute. Im Frühjahr und Sommer hat sie oft mit ihren rossigen Phasen zu kämpfen. Im Moment ist aber alles in Ordnung. Sie hat ihre Klasse auf den Sprintstrecken der großen Bahn hinter dem Auto bewiesen, aber auch ein Start aus dem Band bereitet ihr keine Probleme. Sie gehört auf das Podium", schätzt ihr Trainer ein, der zudem darauf verzichten muss, Kilimandjaro Playa am Mittwoch in Laval an den Start zu bringen: "Nichts Ernstes, aber es ist besser, ihn nicht laufen zu lassen. Seit Jahresbeginn fehlt ihm einfach der Erfolg", ergänzt er.

Liberte de Choisel im "Semi"

Bei ihrem kleinen Comeback nach etwas mehr als zwei Monaten Pause, stand Liberte de Choisel unter großer Beobachtung. Nach ihrem klassischen Erfolg und dem folgenden zweiten Platz nach einem harten Rennverlauf, trat die Tochter von Captain Sparrow am 11. April auch als Favoritin an. Nach einem sehr unglücklichen Verlauf, bei dem sie früh zur Tatenlosigkeit verdammt wurde, war der spätere fünfte Platz schon das Maximum, was Stammfahrer Anthony Barrier rausholen konnte.

Somit gab es für Sylvain Dupont, der kurz vor seinem 400. Sieg als Trainer steht (zwei davon mit Ce Bello Romain im Ausland), keinen Grund zur Sorge: "Alles ist in Ordnung. Sie hat ihren letzten Start gut verkraftet und kam mit viel Reserven ins Ziel, nachdem sie im Rennen durch Positionswechsel zurückgeworfen wurde. Es gibt keinerlei negative Anzeichen für Samstag. Sie hat regelmäßig gearbeitet, und ihr Training am Dienstagmorgen war überzeugend. Sie wird ohne Eisen antreten. Zuletzt lief sie nur gegen Stuten, wo man denken konnte, es wäre einfacher. Aber im Rennsport gibt es keine Regeln. Jetzt trifft sie wieder auf die Hengste, und das mit Ambitionen."

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Bastien Goglin - junger Trainer auf Erfolgskurs

Seit 2024 ist Bastien Goglin als öffentlicher Trainer tätig. Trotz seines kleinen Bestands kann er in der laufenden Saison bereits zehn Siege vorweisen. Zusätzlich ist Goglin im Bereich Vortraining für bedeutende Kunden aktiv und verzeichnet auch dort große Erfolge.

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Im stark umkämpften Umfeld der Trabertrainer wagen immer mehr junge Aktive den Schritt in die Selbstständigkeit. Bastien Goglin gehört mit 35 Jahren ebenfalls zu dieser Generation - und das mit beachtlichem Erfolg: "Ich habe mich vor drei Jahren als öffentlicher Trainer selbstständig gemacht. Vor etwa 18 Monaten habe ich große Investitionen getätigt und das Haras de la Pinsonniere (in Maheru im Departement Orne) übernommen, wo zuvor Gregory Thorel tätig war. Ich brauche Ergebnisse und versuche, mir die nötigen Mittel dafür zu verschaffen.

Ein wichtiger Teil meiner Arbeit ist das Vortraining und die Qualifikation mit rund 50 jungen Pferden für verschiedene Besitzer. Ich habe das Glück, gute Kunden zu haben, wie die Familie Closet, den Ecurie Guedj, die 'Heripre's' oder auch den Ecurie de Vandel. Diese Tätigkeit bringt stabile und regelmäßige Einnahmen, aber es war mir auch wichtig, einen eigenen Rennstall aufzubauen. Als Erster über die Ziellinie zu gehen und zu gewinnen, egal auf welcher Bahn, ist ein unglaubliches Gefühl und motiviert enorm." Nach Stationen bei mehreren Trainern arbeitete er fünf Jahre bei Alexandre Buisson, bevor er den Schritt in die Selbstständigkeit wagte.

Mit insgesamt 23 Siegen seit Beginn seiner Selbstständigkeit, zeigt der junge Ausbilder konstante Erfolge, trotz der geringen Anzahl an Pferden, die sich größtenteils aus Pachtverträgen zusammensetzen: "Es ist nicht leicht, sich gegen etablierte Trainer mit großen Referenzen durchzusetzen. Ich versuche einfach, mein Bestes zu geben und dabei stets fair zu bleiben."

Die Ergebnisse geben ihm Rückenwind und bestärken ihn in seinem Weg: "Im letzten Jahr haben wir mit 15 Pferden rund 210.000 Euro verdient, vor allem mit Pferden aus der Provinz. Ich hatte vier Monate lang mit Druse zu kämpfen, aber trotzdem haben wir seit Jahresbeginn bereits zehn Siege geholt. Wir müssen so weitermachen." Dafür scheut Bastien Goglin keine weiten Reisen, wie am vergangenen Sonntag, als er ein Rennen in Chalons-en-Champagne gewann, nur 13 Tage nach einem Doppelsieg in Bordeaux.

Am Donnerstag wird er in Vincennes gleich doppelt vertreten sein, unter anderem mit NUEVA DE VANDEL ,einer Stute aus dem Besitz von Marc-Antoine Besnard (Elevage de la Tour de Vandel): "Ohne ihren Fehler im Schlussbogen bei ihrem Debüt in Vincennes hätte sie gewinnen können. Sie ist noch etwas kompliziert, aber sehr talentiert. Unter dem Sattel wurde sie bereits in 17,6 qualifiziert. Dieses Mal läuft sie auf der großen Bahn, was ein Vorteil ist. Ich wäre zufrieden, wenn sie aufs Podium kommt", erklärt ihr Trainer vorsichtig.

Auch Moonlight du Rhin, im Herbst Sieger in Caen, wird antreten und versuchen, seine Disqualifikation vom 27. März in Vincennes wettzumachen: "Nach mehreren Fehlstarts ist er galoppiert. Danach wirkte er mit Beschlag sehr sicher. Ich versuche es erneut. Die Konkurrenz ist stark, ein Platz unter den ersten Fünf wäre schon ein gutes Ergebnis."

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NRJ Music Tour zurück in Longchamp

Die Partnerschaft zwischen France Galop und dem Musik-Event 'NRJ Music Tour' wird in diesem Jahr fortgesetzt. Im Rahmen zweier Gruppe I-Rennen wird erneut ein großes, kostenloses Konzert organisiert.

Foto: SCOOPDYGA

 

Nach einer erfolgreichen Premiere im vergangenen Jahr, macht der 'NRJ Music Tour' am Sonntag, den 10. Mai, wieder Station auf der Rennbahn von ParisLongchamp, anlässlich des Renntags rund um den Poules d'Essai des Poulains und den Poules d’Essai des Pouliches (beide GR I). Die Tore öffnen bereits um 11:30 Uhr, und ab 17:15 Uhr treten mehrere Künstler auf der Bühne auf: Matt Pokora, Charlotte Cardin, Amir, Miki, Daysy & Joseph Kamel sowie DJ Bens.

Die Veranstaltung ist erneut kostenlos und dürfte viele Besucher anziehen, wobei die Tribünen sonst an einem der sportlich bedeutendsten Tage der Galoppsaison, eher spärlich besetzt waren. Zusätzlich begünstigt wird der Termin durch das velängerte Wochenende rund um den 08. Mai, wie es schon im Vorjahr der Fall war.

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Sonntag in Neapel - Wenig Losglück für Tricolore im 'Lotteria'

Am gestrigen Dienstag wurden gegen Mittag die Startnummern hinter dem Auto für die drei Vorläufe des Gran Premio Lotteria ausgelost. Die in Frankreich trainierten Pferde hatten dabei insgesamt eher wenig Glück.

Frank Gio - Foto: SCOOPDYGA

 

Im ersten Vorlauf sind gleich drei in Frankreich vorbereitete Pferde vertreten: Frank Gio startet mit der Nummer 5, der von seinem Stammfahrer Matthieu Abrivard pilotiert wird. Fly Top zog die Nummer 8 und Diva Del Ronco startet hinter Nummer 6.

Working Class Hero, gefahren von Gabriele Gelormini, erhielt die Nummer 4. Der Zweitplatzierte der letzten Ausgabe, Executiv Ek, startet ganz innen mit der Nummer 1.

Im zweiten Vorlauf hatte Nicolas Bazire mit seinem Starter Fellow Wise As (Nr. 7) ebenfalls kein Losglück. Cobra Killer Gar, erneut gefahren von Gabriele Gelormini, geht mit der Nummer 6 ins Rennen. Titelverteidiger Always Ek muss mit der Nummer 8 ganz außen starten. Die in Frankreich bestens bekannten East Asia, First of Mind und Bleff Dipa starten von den Startplätzen 5, 3 beziehungsweise 2.

Der einzige französische Starter im dritten Vorlauf, Iron du Gers, hatte mit der Nummer 8 kaum mehr Glück als sein Trainingsgefährte. Falco Killer Gar, Sieger des Premio Trofeo Gianni Campili, zog die Nummer 5. Direkt innen daneben stehen die beiden Schützlinge von Alessandro Gocciadoro: Funny Gio mit der Nummer 3 und Dany Capar mit der Nummer 1.

Donnerstag 30 April 04:43 Uhr
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Luba Sonn

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Samstag in Vincennes - Lancier du Goutier zurück auf der Siegerstraße?

Nachdem sich Lancier du Goutier nach einer Zwangspause bei den ersten beiden Starts deutlich angekündigt hat, scheint der Sieger des Criteriums der 4jährigen am Samstag gute Siegchancen im Prix Albert Demarcq zu besitzen. In dem Halbklassiker trifft der Schützling aus dem Stall Duvaldestin aber auch auf die Stuten. Und damit auch auf Liberte de Choisel.

Foto: APRH

 

Zwei Wochen nach dem glänzenden Sieg seines Trainingsgefährten Idao de Tillard im Prix de l’Atlantique stellt sich die Frage, ob nun auch Lancier du Goutier wieder ganz vorne enden kann. Wie sein älterer Boxennachbar, fehlte auch dieser Ready Cash-Sohn verletzungsbedingt im letzten Wintermeeting. Nach seinem Triumph im Criterium im September wurde von der Presse schon nachgefragt, ob der Vertreter des Ecurie Saint-Martin vielleicht im nächsten Amerique auftauchen könnte. Nachdem diese Möglichkeit aus seinem Umfeld als "zu früh" abgelehnt wurde, kam ohnehin die Verletzung dazwischen.

Nach einem sehr ordentlichen Comeback in Caen, zeigte der von Thierry Duvaldestin trainierte Hengst bei seiner Rückkehr nach Vincennes im Prix Robert Auvray mit einem zweiten Platz eine noch deutlich stärkere Leistung. In diesem halbklassischen Rennen, das in einem extrem schnellen Sprint entschieden wurde, verzeichnete Lancier du Goutier die schnellsten Abschnittszeiten: der finale Kilometer in 09,0 , die letzten 500 Meter in 04,9 und die 200 Meter in 01,2. Er nähert sich wieder seinem bestem Niveau und ist auf solchen Distanzen besonders stark (vier Siege und zwei zweite Plätze bei sechs Starts). Der stets von Theo Duvaldestin pilotierte Hengst scheint also in der Lage, seinen Status als Jahrgangs-Leader zu bestätigen. Sein Trainer bleibt jedoch etwas vorsichtiger: "Es stimmt, dass er zuletzt gut gelaufen ist, aber es ist schwer zu sagen, ob er sich dabei wirklich gesteigert hat. Er hält sich fit und absolviert parallel seine erste Decksaison."

In diesem Rennen, dass als Vorbereitung für das Criterium der 5jährigen dient und ohne Liza Josselyn und Lovino Bello stattfindet, trifft Lancier du Goutier auf Liberte de Choisel, die zuletzt im Prix Henri Levesque Pech hatte. "Sie muss gegen die Hengste antreten, aber sie hat diese bereits geschlagen", erinnert ihr Trainer Sylvain Dupont. "Das war im Prix Bold Eagle, wo sie ihren ersten klassischen Sieg errungen hat. Vor dem Rennen sieht alles gut aus."

Auch Lombok Jiel, nach einem fulminanten Endspurt Sieger des Prix Robert Auvray, zählt zu den Hauptanwärtern, ebenso wie L’As Desbois (Dritter im Referenzrennen), der ebenfalls einen gefürchteten Schlussspurt besitzt, und sich immer mehr in der Spitze etabliert. "Als er ohne Führpferd laufen musste, begann er zu pullen", erklärt sein Trainer William Bigeon. "Wenn er entspannter geblieben wäre, hätte er gewinnen können. Diesmal läuft er ohne Eisen. Er hat Chancen auf einen Spitzenplatz und kann sogar gewinnen."

Hinter diesem starken Quartett zählen Lord du Bassin, der zuletzt bei seinem Fehler an der Spitze noch nicht geschlagen war, sowie Learn To Fly und Laluna des Forges, die bei ihrem ersten halb-klassischen Test gegen ihre Altersgenossinnen auf dieser Strecke 11,1 gelaufen ist, zu den Kandidaten für die vorderen Platzierungen.

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Christophe Jariel (Trainer Igrec de Celland): "Hoffnung für den weiteren Saisonverlauf"

Nach seinem starken vierten Platz im Premier Costa Azzurra (06. Apr/GR I) in Turin wird Igrec de Celland zunächst am 09. Mai im Prix des Ducs de Normandie antreten, bevor er am 30. Mai im Harper Hanovers in Solvalla startet.

Foto: SCOOPDYGA

 

Bei seinem ersten Auslandseinsatz in Turin fiel Igrec de Celland besonders durch seine starke Schlussphase auf. "Er wäre deutlich weiter vorne gelandet, wenn er sich früher hätte entfalten können. Das hinterließ zwar etwas Bedauern, aber auch viele Hoffnungen für den weiteren Saisonverlauf", erklärt sein Trainer Christophe Jariel. Für den Start in Schweden steht bereits eine Einladung fest: "Wir haben eine Einladung erhalten. Wer ihn fahren wird, steht noch nicht fest. Im Moment möchte ich ihn nicht in Vorläufen einsetzen, daher kamen weder der Sweden Cup, noch der Elitloppet in Frage. Vielleicht ergibt sich gegen Saisonende noch etwas in Italien", so Jariel weiter.

Vor dem Start in Schweden, wo er versuchen wird, erfolgreiche Franzosen wie Diable de Vauvert, Izoard Vedaquais und Inmarosa nachzuahmen, wird Igrec de Celland zuvor in Caen im Prix des Ducs de Normandie antreten: "Ich habe dieses Rennen der Trophee Vert in Bernay vorgezogen, wo er 50 Meter Zulage gehabt hätte. Außerdem passt der Abstand von drei Wochen gut. Auch hier steht der Fahrer noch nicht fest, da David Thomain möglicherweise Koctel du Dain steuern wird. Wir zählen in Caen nicht zu den ersten Favoriten, und er könnte sogar mit Eisen laufen, mit dem Ziel, von hinten zu kommen und möglichst stark zu finishen."

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Samstag in Vincennes - Jacaranda und Mentor de Play auf Gruppe-Ebene

Am gut besetzten Renntag am Samstag in Vincennes, stehen auch zwei Gruppe III-Rennen im Fokus. Der Prix Roger Ledoyen ist europäisch für die Satteltraber bis 750.000 Euro ausgeschrieben. Dabei jagen unter anderem zwei Gruppe I-Sieger die etwas gewinnärmeren Pferde. Im Prix du Vaucluse gibt es für Mentor de Play vermutlich eine der letzten Gelegenheiten den semi-klassischen Weg zu vermeiden.

Foto: SCOOPDYGA

 

Prix Roger Ledoyen

Für Jacaranda kommt es nach knapp über zwei Monaten Auszeit zu einem kleinen Comeback. Der talentierte 7jährige Wallach, geht aber dennoch gleich wieder mit Ambitionen in das Course Europeene. Der Schützling von Thomas Levesque war zuletzt am 22. Februar erfolgreich, als er den Prix Vivier de Montfort in starker Manier gewann und dabei eine hervorragende Kilometerzeit von 11,6 über 2.700 Meter erzielte. Im ersten Band ist der Goetmals Wood-Sohn gut untergekommen, dürfte sogar von der Frische profitieren und als Favorit in die Aufgabe gehen.

Zu seinen Gegnern zählt unter anderem It’s My Dream, der zwar erst am 22. April disqualifiziert wurde, aber dennoch an den Siegen gemessen werden sollte, die er in den letzten Monaten barfuß erzielt hat. Der Abrivard-Vertreter kommt wieder ohne Eisen an den Start.

Auch Kapaula de l’Epine, Siegerin des Prix de l’Île-de-France (GR I), gehört in die engere Auswahl. Nach einem vierten Platz bei ihrem Comeback hat sie laut ihrem Trainer weiter an Form gewonnen, steht jedoch vor der schwierigen Aufgabe die Zulage wegstecken zu müssen Weitere chancenreiche Kandidaten für die Platzierungen sind Kaya Dream, Filou d’Anjou, Kyt Kat und auch J’Aime le Foot.

Prix du Vaucluse

Während Jacaranda in seiner Disziplin dominiert, steht Mentor de Play im Sulky kaum nach. Der von Franck Blandin trainierte Hengst hat vier Siege in Serie vorzuweisen. Zwar fiel sein letzter Erfolg weniger deutlich aus, doch zeigte er wieder großen Kampfgeist bis ins Ziel, ohne dass ihm die Klappen gezogen werden mussten. Er ist weiterhin in hervorragender Verfassung", erklärt sein Trainer. "Ich gehe Schritt für Schritt vor und nutze die passenden Rennen. Mit jedem Start steigt das Niveau, aber er hat den Vorteil, dass er unabhängig agieren kann. Ich bin zuversichtlich, auch wenn die Konkurrenz stärker wird."

Ohne Eisen ungezwungen, könnte Mentor de Play seinen ersten Sieg auf Gruppe-Ebene feiern. Allerdings trifft er auf starke Gegner wie Midway Lady, die nach einem Fehler in Enghien dennoch überzeugte, sowie Mistral du Bois, Make Your Day und Magico de Lou, die ebenfalls ernsthafte Chancen besitzen.

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