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| Montag 06 April 14:38 Uhr | |
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Hab ich trotzdem noch nicht erlebt, dass einer 0,9 blinkt am Toto. Darum ging es mir eigentlich. Wer soll da noch wetten??? Egal, wieder was neues gelernt nach knapp 40 Jahren Rennsport🙄 |
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| Montag 06 April 15:21 Uhr | |
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Dann bist vielleicht gerade paar Jahre zu spät zum deutschen TRS gekommen. Gab's bei uns nämlich damals auch und wurde auch so ausbezahlt. Hast also schwitzen müssen, ob du wenn deiner gewinnt "nur" 10-30% Verlust machst. Mindestens mögliche Quote war 7:10...weil 25% Abzüge damals auf alle Wettarten und dann abgerundet. Zugegebenermaßen gabs unter 10 mehr als selten. In Straubing etwas öfter als in Daglfing, wo es viel bessere Umsätze, mehr Starter im Rennen und viel mehr Leistungsdichte gab! Aber allein daran sieht man, dass sich die Verantwortlichen des deutschen TRS schon damals wenig um ihre Kunden geschert haben. Die kamen so oder so zur Bahn, wegen wenig Alternativen! |
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| Montag 06 April 15:21 Uhr | |
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Dann bist vielleicht gerade paar Jahre zu spät zum deutschen TRS gekommen. Gab's bei uns nämlich damals auch und wurde auch so ausbezahlt. Hast also schwitzen müssen, ob du wenn deiner gewinnt "nur" 10-30% Verlust machst. Mindestens mögliche Quote war 7:10...weil 25% Abzüge damals auf alle Wettarten und dann abgerundet. Zugegebenermaßen gabs unter 10 mehr als selten. In Straubing etwas öfter als in Daglfing, wo es viel bessere Umsätze, mehr Starter im Rennen und viel mehr Leistungsdichte gab! Aber allein daran sieht man, dass sich die Verantwortlichen des deutschen TRS schon damals wenig um ihre Kunden geschert haben. Die kamen so oder so zur Bahn, wegen wenig Alternativen! |
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| Montag 06 April 18:09 Uhr | |
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Mit 13 vielleicht ein wenig zu früh zum Rennsport 😉, aber vom Jahrgang schon...☺️. Hab es in Frankreich noch nie gesehen. |
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| Montag 06 April 18:35 Uhr | |
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In FR nicht, aber in Südafrika. Das Rennen in Honkong war aber, wie gesagt, nicht über PMU bewettbar sondern nur über einen internationalen Pool. Ob es der war wie bei den ganz großen Rennen, weiß ich nicht. Auf jeden Fall war PMU nur Vermittler. |
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| Dienstag 07 April 20:29 Uhr | |
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Mittwoch in Lyon-Parilly - Jonathan Cuoq: "Ister Man ist in der Arbeit überragend!" Am Mittwoch nimmt Trainer Jonathan Cuoq im Sulky seines Champions Ister Man Platz, um die dritte Etappe des Grand National du Trot zu bestreiten. Der ParisTurf besuchte den Ausbilder zu Hause in der Loire, um über dieses wichtige Rennen zu sprechen.
Foto: Kevin Peguet
Über die Jahre musste Jonathan Cuoq mit seinem Ister Man viel Geduld beweisen, um ihn zu der stolzen Gewinnsumme von über 450.000 Euro zu führen. "Es stimmt, dass Ister spät in Schwung gekommen ist", räumt Cuoq ein, der ihm die nötige Zeit gegeben hat. "In den letzten zwei Jahren hat er sich voll entfaltet. Er hat wirklich alles, was man sich wünschen kann." Der beste Beweis für seinen Durchbruch? Drei Siege in Folge, darunter zuletzt ein eindrucksvoll gewonnenes Gruppe III-Rennen in Cagnes-sur-Mer. Diese Serie soll Ister Man am Mittwoch beim Start der GNT-Etappe in Lyon fortsetzen. "Ister hat jetzt sein Gleichgewicht gefunden" Einige Tage vor dem Rennen zeigte sich sein Trainer sehr zuversichtlich: "Das Pferd ist in der Arbeit überragend. Er ist gut drauf, locker, ausgeglichen. Sowohl mental, als auch körperlich. Er hat jetzt sein Gleichgewicht gefunden und kann ohne Check laufen. Das hat ihn befreit", erklärt sein Mentor. Taktisch ist der Vertreter von Christian Schandrin vielseitig einsetzbar: "Er ist zwar am besten, wenn er vorne gehen kann, aber inzwischen kann er auch stark finishen. Wenn wir warten müssen, dann warten wir eben", ergänzt Cuoq lächelnd, der nach einer erfolgreichen Vertretung durch Theo Briand wieder selbst im Sulky sitzt. "Ich habe mich entschieden, ihn selbst zu fahren, weil es vielleicht die einzige Gelegenheit in meinem Leben ist, mit echten Chancen an einer GNT-Etappe teilzunehmen. So ein Pferd bekomme ich vielleicht nie wieder. Die Konkurrenz wird stark sein, aber mein Pferd ist so gut in Form, dass ich daran glaube. Und diesmal muss er nicht fünf Stunden im Transporter stehen. Er gehört aufs Podium." Große Worte, die durch die letzte intensive Trainingseinheit Ende vergangener Woche bestätigt wurden, die den Trainer voll zufriedenstellte. Bemerkenswert ist auch, dass Ister Man wieder auf den Sand von Parilly zurückkehrt, den er seit Ende 2024 nicht mehr betreten hat. Ausgerechnet bei einem Heimspiel für seinen Besitzer aus Lyon: "Dieses Rennen ist auch eine Gelegenheit, meinem Besitzer eine Freude zu machen, der von Anfang an an mich geglaubt hat. Er hat mich unterstützt, als ich mich selbstständig gemacht habe, obwohl er mich kaum kannte", ergänzt Cuoq mit hörbarer Dankbarkeit. Auch der Halbbruder von Ister Man, Jaeger Man, gehört demselben Besitzer und hat sich seit seinem Wechsel in den Stall der Familie Abrivard stark verbessert. Mit der Familie arbeitet Jonathan Cuoq regelmäßig zusammen. "Alles mit eigenen Händen aufgebaut" Seit sieben Jahren ist Jonathan Cuoq in Saint-Etienne-le-Molard ansässig und hat sich dort eine funktionale Trainingsanlage geschaffen. Zuvor lernte er den Beruf bei Gregory Laurent, der damals die Pferde von Jean Brun betreute: "Ich war fünf Jahre dort und hatte großen Spaß daran, seine Pferde zu fahren. Ich habe viel gelernt, denn Gregory ist ein sehr gewissenhafter Trainer." Mit dem Wunsch nach Selbstständigkeit kaufte er rund zehn Hektar Land, rodete es eigenhändig und baute nach und nach seine Anlage auf: eine 700-Meter-Bahn, eine Reithalle und ein Schwimmbecken - der erste Baustein eines geplanten Zentrums für Thalasso-Therapie. Unterstützt wird er derzeit von einem Auszubildenden, Arthur Meurant, sowie einer Mitarbeiterin, Clarisse: "Ich habe das Glück, mich auf ein zuverlässiges Team verlassen zu können. Das ist ein großer Komfort." 'Aqua LoJo' - Ein Zentrum für Balneotherapie Parallel zum Rennbetrieb bauen die Cuoqs schrittweise ein Zentrum für Pferde-Balneotherapie auf, das vor allem von Laura getragen wird, die in Frankreich zu den Pionierinnen in der Umschulung von Rennpferden zählt. 'Aqua LoJo' (eine Kombination ihrer beiden Vornamen) verfügt derzeit über einen 80 Meter langen Schwimmkanal, der von den Pferden sehr geschätzt wird: "Die Pferde sind nicht fixiert und schwimmen frei von einem Ende zum anderen. Sie sind nicht eingeschränkt und gehen gerne ins Wasser", berichtet der Trainer begeistert. "Das hilft, Muskelgruppen zu trainieren, die auf der Bahn nicht beansprucht werden, und schont gleichzeitig die Gelenke, die sonst stark belastet werden. Auch für das Herz-Kreislauf-System ist es hervorragend. Man muss nur für jedes Pferd die richtige Balance zwischen Training auf der Bahn und im Wasser finden", erklärt Jonathan Cuoq. Aus Sorge um das Wohlbefinden der Pferde bietet Laura zudem eine traditionelle Behandlungsmethode mit Blutegeln (Hirudo-Therapie) an. Diese geben beim Einsatz Wirkstoffe ab, die abschwellend und schmerzlindernd wirken: "Ich war anfangs skeptisch", gibt Jonathan Cuoq zu. "Aber die Ergebnisse haben mich wirklich beeindruckt. Das kann Injektionen ersetzen, die für die Gelenke schädlich sein können, während Blutegel das Gewebe regenerieren." --------- Samstag in Vincennes - Theo Duvaldestin: "Lancier du Goutier ist in guter Verfassung" Während der Rennveranstaltung am Dienstag in Vincennes, erkundigte sich der ParisTurf bei Theo Duvaldestin nach Lancier du Goutier, der am Samstag im Prix Robert Auvray (GR II) antreten soll.
Foto: SCOOPDYGA
Nach seinem Sieg im Criterium der 4jährigen am 13. September hat LANCIER DU GOUTIER lange pausiert. Eine Verletzung verhinderte geplante Auftritte im Wintermeeting. Im vergangenen Monat feierte der 5jährige aber ein starkes Comeback in Caen, wo er im Prix de Cauvicourt den vierten Platz belegte. Im Prix Robert Auvray trifft der Ready Cash-Sohn ausschließlich auf Hengste, wobei einen Tag vor der endgültigen Starterangabe insgesamt nur noch zehn Pferde in der Starterliste stehen. "Es hat einige Zeit gedauert, bis er wieder zu seinem besten Leistungsniveau gefunden hat", erklärt sein Stammfahrer Theo Duvaldestin. "Aber er entwickelt sich gut. Morgens ist er in guter Verfassung, dennoch ist dieses Rennen für uns kein Hauptziel. Sein Comeback war sehr gut, aber es war ein spezielles Rennen. Auch wenn er am Ende noch zulegen konnte, sollte man ihn nicht ausschließlich anhand dieses Starts beurteilen", relativiert Theo. "Im Moment wissen wir noch nicht, ob wir ihn ohne Eisen laufen lassen oder ob er beschlagen bleibt." |
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| Donnerstag 09 April 19:35 Uhr | |
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Freitag in Vincennes - Yannick-Alain: "Matignon wirkt morgens deutlich lockerer" Am Freitag bringt Yannick-Alain Briand Matignon im Prix Beaumanoir in Vincennes an den Start. Über die Aussichten seiner Nachwuchshoffnung für die großen Trabreiten äußerte sich der Trainer aus dem Südosten Frankreichs im ParisTurf.
Foto: SCOOPDYGA
Schon nach seinem Debüt im Monte, wurde der mittlerweile 4jährige Matignon hoch eingeschätzt. Im Wintermeeting wechselten bei vier Starts aber Licht und Schatten für den Bird Parker-Sohn. Immerhin folgte nach dem respektablen sechsten Platz im Prix de Vincennes (GR I), noch ein dritter Rang im Semi-Klassiker. Der Trainer erklärte die letzten Resultate: "Er hat uns den ganzen Winter über mit seinen Hufen Probleme bereitet", erklärt Yannick-Alain Briand. "Er ist ein Steher, und solche Pferde müssen sich wohlfühlen, damit sich dieser Makel nicht verstärkt. Zu Beginn des Meetings hatte er einen ersten Riss am Hufballen, danach einen zweiten, weiter vorne am Huf, nach seinem letzten Rennen. Dabei war er mit 'Top-Gum'-Beschlag versehen, der eigentlich sehr gut schützt. Wir haben Röntgenaufnahmen gemacht, um die Beschaffenheit des Hufs zu analysieren, und ihn anschließend mit veränderter Hufstellung neu beschlagen. Seitdem ist alles wieder in Ordnung, und er wirkt morgens deutlich lockerer." Trotz dieser Probleme im Winter wird der Hengst an diesem Freitag im Prix Beaumanoir erstmals vorne ohne Eisen auf der Aschenbahn antreten. "Man muss etwas versuchen, wenn wir mithalten wollen. Er wird zwar ohne Vorderbeschlag laufen, bekommt aber eine Harzschicht zum Schutz. Hinten wird er abgenutzte Aluminiumeisen tragen." 'Etwas versuchen' muss der Ausbilder schon, wie er sagt, denn Matignon trifft nicht nur auf starke Pferde seines Jahrgangs, sondern erstmals auch auf ältere Konkurrenten. "Es ist ein gutes Rennen, weil man einigen Top-Pferden aus dem Weg geht. Dennoch gibt es die Stute von Philippe Allaire (Munhoa Vedaquaise), sowie Mack Dairpet, die ernsthafte Gegner sind. Die 5jährigen sehen auf dem Papier vielleicht nicht wie die Besten aus, sind aber kampferprobt und verfügen über starke Zeiten. Ich denke, man wird etwa eine niedrige 13er-Zeit laufen müssen. Wir werden sehen, ob das Pferd diesen Schritt gehen kann. Dieses Rennen ist ein guter Test für die Zukunft." Zu Beginn seiner Karriere von Alexandre Abrivard geritten, der später für Mhum Flyng gebucht wurde, wird Matignon nun zum zweiten Mal von Francois Lagadeuc gesteuert. "Francois kam im Februar gut mit ihm zurecht. Er gefiel ihm im 'Probelauf' sehr gut, und als er abgestiegen ist, meinte er, das Pferd habe wirklich Klasse. Es gab also keinen Grund zu wechseln. Zumal sich auch der Agent von Alex Abrivard nicht gemeldet hat." Nach der Überwindung seiner kleineren Hufprobleme wird Matignon in hervorragender Verfassung zu dieser 'Semi'-Rückkehr antreten und mit Ambitionen starten. "Er hat am Tag des GNT in Marseille gearbeitet und war wirklich sehr gut. Seitdem ist alles in Ordnung. Er ist topfit und scheint bereit, seine volle Leistung zu zeigen. Wir rechnen damit, unter die ersten Drei zu kommen." --------- Pause für Iguski Sautonne - Matthieu Abrivard: "Wir haben immer auf ihn gehört" Am Mittwoch teilte Matthieu Abrivard dem ParisTurf mit, dass sein Crack Iguski Sautonne nicht am Prix de l’Atlantique (GR I/18.Apr) teilnehmen wird. Ebenso wurde das gesamte Frühjahrs-Programm überarbeitet.
Foto: SCOOPDYGA
Nach seinem brillanten Sieg im Grand Criterium de Vitesse (GR I) war Iguski Sautonne eigentlich fest für den Prix de l’Atlantique eingeplant. Jenes Rennen, in dem er im vergangenen Jahr seinen Durchbruch auf höchstem Niveau geschafft hatte. Doch daraus wird nichts: Der Schützling von Matthieu Abrivard wird seinen Titel nicht verteidigen. "Wir müssen unsere Pläne ändern. Ich habe gespürt, dass mein Pferd müde ist. Nach Cagnes ist er zwar gut zurückgekommen, aber jetzt zeigt er die Nachwirkungen. Ich finde, er wirkt etwas ausgelaugt", erklärt Abrivard. "Wir wollen kein Rennen zu viel machen. Wir haben immer auf ihn gehört, und er hat uns klar signalisiert, dass er eine Pause braucht." Da sich Iguski Sautonne aktuell zudem in der Decksaison befindet und noch nicht wieder ins Training eingestiegen ist, wird er voraussichtlich das gesamte Frühjahr pausieren. Damit fällt auch ein Start in Caen im "Ducs" aus. "Ich werde mir das Programm in Ruhe anschauen, und das Pferd wird uns zeigen, wann es wieder Zeit ist, auf die Rennbahn zurückzukehren", so Abrivard weiter. Gleichzeitig bestätigte er, dass er im Prix de l’Atlantique stattdessen Frank Gio steuern wird. Dieser hat sein Rennen in Cagnes gut verkraftet und präsentiert sich laut Trainer Sebastien Guarato derzeit in ausgezeichneter Form im Training. |
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| Freitag 10 April 00:44 Uhr | |
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Freitag in Vincennes - Vierter Sieg in Folge für Munhoa Vedaquaise? Nach drei Siegen aus drei Starts in der aktuellen Saison, kann Munhoa Vedaquaise am Freitag in Vincennes ihre Serie noch weiter ausbauen. Allerdings tritt die Stute aus dem Stall Allaire erstmals auch gegen ältere Konkurrenz an.
Foto: SCOOPDYGA
Die 4jährige hat sich in dieser Saison weiter entwickelt und scheint sich von Start zu Start zu steigern. So hat Munhoa Vedaquaise erst am Amerique-Wochenende eindrucksvoll gesiegt, dann aber sogar mit zwei Treffern auf Gruppe III-Ebene nachgelegt. Der nächste Schritt scheint für die Ready Cash-Tochter nur eine Frage der Zeit zu sein, und vieles deutet darauf hin, dass sie bald auf halbklassischem Niveau antreten wird. Perspektivisch könnte sogar der Prix du President de la Republique (GR I/21. Juni) ein Ziel werden. Zunächst steht jedoch eine neue Herausforderung an: Erstmals trifft sie auf die ein Jahr älteren 5jährigen, die bereits Erfahrungen auf höchstem Niveau gesammelt haben. Aber natürlich kann in diesem gewinnsummenbegrenzten Course A nicht die Elite des L-Jahrgangs an den Start kommen. Dennoch dominierten die 'Älteren' dieses Rennen in den letzten zehn Jahren. In diesem Zeitraum steht es 8 zu 2 für die 5- gegenüber den 4jährigen. Mit einer starken Bestzeit von 12,8 auf Bahn und Distanz, dürfte Munhoa Vedaquaise trotzdem in der Favoritenrolle auftauchen. Die wichtigsten Gegner Lambada du Goutier, die im November auf halbklassischem Niveau nur von Lionheart geschlagen wurde, hat kürzlich wieder gewonnen und stellt eine ernsthafte Gegnerin dar. Vorausgesetzt, sie bleibt fehlerfrei. Der talentierte Matignon ist unter dem Sattel noch sieglos. Das Quartier wird dies ändern wollen und schickt den Schützling erstmals vorne ohne Eisen ins Rennen. Ebenso tritt Milor de la Vallee erstmals in dieser Konfiguration an und könnte einen zusätzlichen Schub bekommen, der zu weiteren Ambitionen führt. Nicht zu unterschätzen sind außerdem Lyzia des Agets, sowie Montana Wood aus dem Stall von Mathieu Mottier. Dagegen steht Mack Dairpet vor einer anspruchsvollen Aufgabe, wie sein Trainer Stephane Meunier betont: "Er muss gegen die 5jährigen antreten, die zu dieser Jahreszeit meist robuster sind, sowie gegen Munhoa Vedaquaise. Ich sehe ihn daher eher im Kampf um eine Platzierung." Der ehemalige Gruppe II-Sieger Looping Day tritt zwar barfuß an, dürfte dieses Rennen nach einer viermonatigen Pause aber noch brauchen. ZUR WETTABGABE Start: 19.30h --------- Debatte über Samentransport in Frankreich - Stephane Provoost bezieht Stellung Nach den jüngsten Äußerungen von Franck Pellerot in den Medien zur heiklen Frage des Transports von Samen in Frankreich, hat sich nun auch Stephane Provoost, Präsident des SNECTF (Nationaler Verband der Züchter französischer Trabrennpferde), zu Wort gemeldet und seine Position deutlich gemacht.
Foto: SCOOPDYGA
Franck Pellerot beschrieb seine Sicht der Dinge zuerst im ParisTurf und anschließend im Magazin von 24h au Trot. Stephane Provoost wollte diese Aussagen nicht unkommentiert lassen, und äußerte sich nun ebenfalls im ParisTurf, um falschen Annahmen entgegenzuwirken. "Ich habe die Position von Franck Pellerot, Vizepräsident der SETF, zur Kenntnis genommen. Sie veranlasst mich zu mehreren Anmerkungen: Ja, die aktuellen wirtschaftlichen Schwierigkeiten, mit denen Züchter in abgelegenen Regionen konfrontiert sind, sind Realität. Die Konzentration der Hengste in bestimmten Regionen, insbesondere in der Normandie und im Gebiet Anjou-Maine, hat im Laufe der Zeit zu einem territorialen Ungleichgewicht geführt, dem wir uns stellen müssen. Aber nein, der Transport von Samen kann nicht als offensichtliche Lösung dargestellt werden. Das ist eine vereinfachte Betrachtung eines komplexen Themas. Derzeit gibt es keinerlei rechtliche Unterscheidung zwischen gekühltem und tiefgefrorenem Samen. Zu suggerieren, dass dieses regulatorische Hindernis ohne Konsequenzen beseitigt werden könnte, bedeutet, alle Akteure der Branche in die Irre zu führen. Darüber hinaus muss sich jeder der Tragweite seiner Vorschläge bewusst sein. Die geäußerte Position wirkt wie eine spontane Reaktion, zugleich zufällig und potenziell gefährlich, da sie auf einem so grundlegenden Thema für die Branche nicht auf soliden technischen und rechtlichen Grundlagen beruht. Die Einführung des Samen-Transports würde eine Deregulierung einleiten, deren Folgen niemand vollständig kontrollieren kann. Das Modell des französischen Trabers basiert auf über Jahre gewachsenen Regeln, die seine Einigkeit und Glaubwürdigkeit sichern. Diese werden nicht leichtfertig geändert. Auch nicht unter dem Druck einzelner, so nachvollziehbar ihre Interessen auch sein mögen. Ich wundere mich zudem, dass diese Stellungnahme außerhalb jedes kollektiven Rahmens erfolgt, obwohl bereits Kommissionen sowie ein Zusammenschluss regionaler Zuchtverbände und unser Syndikat intensiv an diesen Themen arbeiten. Diese Arbeit existiert, sie ist fundiert und verdient Respekt. Man kann nicht einerseits zur gemeinsamen Reflexion aufrufen und sich andererseits öffentlich darüber hinwegsetzen. Konkrete Lösungen wurden bereits vorgeschlagen, insbesondere ein Unterstützungsmechanismus für Züchter in abgelegenen Regionen durch die Umverteilung nicht vergebener Prämien. Dieser Ansatz verdient eine sorgfältige Prüfung, da er das Problem adressiert, ohne die grundlegenden Gleichgewichte unseres Modells infrage zu stellen. Die Debatte verdient mehr als vorschnelle Stellungnahmen. Sie erfordert Sorgfalt, Verantwortungsbewusstsein und eine ganzheitliche Perspektive. Die Zukunft des französischen Trabers darf weder überstürzt noch in Unklarheit gestaltet werden. Sie muss sich am Gesamtinteresse der Branche orientieren." --------- 25 Jahre 'spOt'-Wette - Zufallswette mit großer Bedeutung Vor 25 Jahren wurde die spOt-Wette eingeführt. Dieser Zufallsgenerator ermöglicht seit der Einführung auch Wettern ohne große Vorkenntnisse auf Pferderennen zu tippen. Anlässlich des 25jährigen Jubiläums hat die PMU ein paar Zahlen zum 'spOt' vorgestellt.
Quelle: PMU
Die jährlich über die spOt-Wette bei der PMU erzielten Umsätze sind alles andere als unbedeutend. Demnach wurden im Jahr 2025 in Frankreich insgesamt 532 Millionen Euro über die spOt-Wetten umgesetzt. Das entspricht 10,4% aller Wetteinsätze. Den größten Anteil daran hatte die Quinte-spOt mit 241,3 Millionen Euro, gefolgt von Multi/Mini-Multi-spOt (102,1 Mio. Euro und Quarte-spOt (44,7 Mio. Euro). Die zuletzt eingeführte Variante, für die Sieg- oder Platzwette, spielt dagegen bislang nur eine sehr geringe Rolle und macht weniger als 1% der Einsätze in dieser Kategorie aus. Das überrascht aber auch wenig, da hier die Gewinnmöglichkeiten vergleichsweise begrenzt sind. Seit 2001 wurden über 'spOt' 603 Gewinne von mehr als 150.000 Euro erzielt. Zudem entfiel im Jahr 2026 mehr als die Hälfte aller Gewinne über 100.000 Euro auf diese Wettform. Damit zeigt sich deutlich: Die spOt-Wette hat sich in 25 Jahren zu einem festen und bedeutenden Bestandteil des Wettangebots entwickelt. Insbesondere als niedrigschwelliger Zugang für ein breiteres Publikum. --------- Frühjahrsauktion in Deauville - 100.000 Euro für Likaleto de Wallis Die von Arqana Trot organisierte Frühjahrsauktion in Deauville wurde insbesondere durch den Verkauf von LIKALETO DE WALLIS für 100.000 Euro geprägt. Käufer war Mickael Cormy im Auftrag des Ecurie du Vieux Chene.
Foto: Elise Fossard
Wie erwartet zeigte sich Mickael Cormy besonders aktiv bei den Pferden aus dem Besitz von Fußballer Antoine Griezmann, der mit zwölf Lots einen Großteil seines Bestands veräußern wollte, ehe er im Sommer in die USA wechselt. Insgesamt sicherte sich Cormy drei Pferde für den Stall Ecurie du Vieux Chene. Dabei stach der Prodigious-Sohn Likaleto de Wallis preislich deutlich heraus. Darüber hinaus erwarb das Team auch ISEO DE LOU für 35.000 Euro, sowie KIMBA DU NOYER für 30.000 Euro. Ein weiteres bemerkenswertes Pferd aus dem Griezmann-Lot war KARCIMONT , ein Halbbruder zu Go On Boy und Josh Power, der für 99.000 Euro zurückgekauft wurde und künftig im Training bei Sebastien Guarato stehen soll. Die gesamte Auktion war insgesamt von 38 Rückkäufen geprägt. Zu den weiteren Höhepunkten zählte der Verkauf von LARA DU GOUTIER durch die Elevage du Roy (Thierry Massicot und Jean-Philippe Raffegeau) für 70.000 Euro, was den zweithöchsten Zuschlag des Tages darstellte. "Sie hat das Potenzial einer Zuchtstute, aber sie soll zunächst im Rennsport eingesetzt werden", erklärte Jean-Philippe Raffegeau. Insgesamt wurden 113 Lots präsentiert, davon 75 verkauft, was einen Gesamtumsatz von 1.075.000 Euro ergibt. Der Durchschnittspreis lag bei 13.440 Euro. Im Vergleich zum Vorjahr fallen die Kennzahlen deutlich positiv aus: Der Umsatz stieg um 51,69%, der Durchschnittspreis sogar um 64,96%. Und das, obwohl drei Pferde weniger verkauft wurden als 2025. |
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| Samstag 11 April 01:50 Uhr | |
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Jean-Michel Bazire: "Ich werde mich in dieser Saison auf Royan und La Rochelle konzentrieren" Nachdem Jean-Michel Bazire zu Jahresbeginn die Folgen eines Sturzes auskurieren musste, kehrte er am letzten Wochenende siegreich in den Sulky zurück. Auf der Grasbahn von Royan siegte er gleich bei seiner ersten Fahrt mit Nobel du Gers. Am Samstag kehrt er nach Vincennes zurück, merkte aber im Gespräch mit dem ParisTurf auch an, dass er sich in der Provinz auf seine favorisierten Bahnen Royan und Chatelaillon konzentrieren wird.
Foto: SCOOPDYGA
Am Samstag wird JMB auch im Sulky von Liza Josselyn zu sehen sein. Den letzten gemeinsamen Auftritt gab es am 21. Dezember mit dem Sieg im Criterium Continental. Insofern ist es das Comeback eines Gespanns, das mit Spannung erwartet wird. Bazire selbst war seit dem 01. Januar nicht mehr in seinem Wohnzimmer in Vincennes am Start. "Ich werde Liza Josselyn fahren, aber auch Iron du Gers. Zwei recht unkomplizierte Pferde. Ich muss mich ein wenig dazu zwingen, denn wenn ich auf mich hören würde, würde ich kaum noch fahren", sagt der vielfache Sulky d'Or lachend. "Ich war am vergangenen Wochenende nicht besonders aufgeregt, wieder in den Wettkampf einzusteigen, sondern eher etwas angespannt, weil ich unbedingt gleich wieder gewinnen wollte. Ich wusste, dass ich ein gutes Pferd in einem eher schwach besetzten Rennen hatte. Vielleicht auch, weil ich drei Monate lang nicht gefahren bin, war ich am Samstag in Royan noch nicht ganz auf der Höhe. Aber am Sonntag in Chatelaillon lief es schon deutlich besser." "Werde erst in sechs Monaten wieder ganz der Alte sein" Der 'Zidane des Rennsports", wie Bazire auch genannt wird, hat nach seinem Unfall eine lange Leidenszeit hinter sich gebracht und konnte daher das Wintermeeting nicht wie geplant bestreiten. Nach dem Sturz in Grosbois am 02. Januar musste er drei bis vier Wochen komplett pausieren, da er nahezu jedes Gefühl in der linken Hand verloren hatte und sich stark erschöpft fühlte. "Danach habe ich langsam und schrittweise wieder angefangen zu arbeiten und bin nur ein oder zwei Trainingsläufe pro Tag gefahren. Mit der Zeit hat sich mein Zustand verbessert, und ich bekomme langsam wieder ein Gefühl in der Hand. Aber ich denke, dass ich erst in sechs Monaten wieder vollständig meine Fähigkeiten zurückhaben werde. Denn auch wenn ich meine Hand inzwischen fast normal benutze, ist sie noch nicht besonders beweglich." Nach und nach kehrt Bazire also in seinen gewohnten Alltag zurück - aber mit Vorsicht. "In den letzten Wochen habe ich regelmäßig meine Pferde in Grosbois trainiert und bin zwischendurch immer wieder aufs Land gefahren, wo ich mich derzeit auch aufhalte. Ich habe gewissermaßen mein normales Leben wieder aufgenommen. Es macht mir nach wie vor Freude, Rennen zu fahren, aber ich bin im Stall deutlich kürzergetreten. Ich stehe morgens nicht mehr so früh auf und vermeide es, nachmittags zu arbeiten. Trotzdem freue ich mich, am Samstag wieder in Vincennes zu fahren. Liza Josselyn hat im Prix Henri Levesque ausschließlich gegen Stuten eine gute Chance, weshalb wir gemeinsam mit Nicolas entschieden haben, ihre Wintersaison gewissermaßen zu verlängern. Die Stute war nach dem Winter kurz auf dem Land, bevor sie nach Grosbois zurückkehrte, um sich gezielt auf dieses Rennen vorzubereiten. Danach wird sie einige Wochen Pause bekommen und sich anschließend auf das bald anstehende Criterium der 5jährigen vorbereiten." Bis dahin wird Bazire seine Genesung und Rehabilitation weiter fortsetzen. Im Training, im Rennen, aber auch zu Hause, fernab vom Trubel der Rennbahnen. "Ich glaube nicht, dass man mich in dieser Saison häufig auf Provinzrennbahnen sehen wird. Ich werde mich auf Royan und La Rochelle konzentrieren. Mein Sohn Nicolas wird im Laufe der Monate noch mehr Verantwortung im Stall übernehmen, so wie wir es geplant hatten. Ich werde mich in den kommenden Jahren sowohl beim Rennenfahren, als auch im Training etwas zurückziehen." --------- Nach Auszug von Griezmann-Pferden - Mickael Cormy: "Das ist schon hart" Auf der Frühjahrsauktion am Donnerstag wurde die Verkleinerung des Bestands vom Ecurie Antoine Griezmann mit Spannung erwartet. Sieben der zwölf vorgestellten Pferde kamen unter den Hammer. Drei davon kehren jedoch zu ihrem ursprünglichen Trainer Mickael Cormy zurück, der für den Ecurie Vieux Chene geboten hat. Cormy sprach anschließend mit 24h au Trot.
Foto: Elise Fossard
Die Trennung zwischen dem weltbekannten Fußballstar Antoine Griezmann, der noch für einige Wochen bei Atletico Madrid spielt, bevor er in die USA wechselt, und dem Stall von Mickael Cormy ist endgültig vollzogen. Sein Lot wechselte ohnehin schon in die Boxen von Sebastien Guarato. "Mehrere Jahre Arbeit wurden innerhalb von vier Tagen abrupt beendet. Wir waren all die Jahre ehrlich, und dann wurden wir innerhalb weniger Tage entlassen. Das ist schon hart", erzählte Mickael Cormy bedrückt. Der Trainer aus dem Zentralosten Frankreichs kann seine Emotionen kaum verbergen. Doch an dem Ort, an dem alles begann, als er vor etwa zehn Jahren Jährlinge für Antoine Griezmann in Deauville kaufte, nimmt die Geschichte nun eine neue Wendung. Nach einem kurzen Aufenthalt im Stall von Sebastien Guarato, während man auf die heutige Auktion wartete, kehren drei Pferde unter neuen Farben in die Loire zurück. "Ich denke, Herr Morel (Ecurie du Vieux Chene) ist wirklich ein sehr guter Mensch. Ich kann ihm nur danken. Ursprünglich waren wir wegen Likaleto de Wallis gekommen, und letztlich wollte er auch Iseo de Lou und Kimba du Noyer kaufen. Frederic Morel vertraut uns schon sehr lange. Natürlich gab es auch Rückschläge, aber es ist sehr schön zu sehen, dass sein Vertrauen anhält. Likaleto haben wir geschont. Mehr als geschont sogar. Wir haben ihn nur einmal ohne Eisen laufen lassen und ihn ohne jegliche 'Tricks' präsentiert. Ich denke, er ist ein hervorragendes Pferd und wird das langfristig beweisen." Mit einem Zuschlag von 100.000 Euro wurde Likaleto de Wallis zum Top-Seller der Auktion. Dahinter folgt die semi-klassische Siegerin Lara du Goutier, die für 70.000 Euro von einem weiteren bedeutenden Investor im Trabrennsport erworben wurde. Der Käufer Thierry Massicot ist Betreiber des Gestüts Elevage du Roy und besitzt derzeit, in Zucht und Rennbetrieb, rund hundert Pferde. Im Interview mit 24h au Trot erzählte er mehr über seinen aktuellen Ankauf. 24h au trot: "Was hat Sie zu diesem Kauf motiviert?" Thierry Massicot: "Es ist eine hervorragende Abstammung für eine künftige Mutterstute, und genau danach suchen wir, um unsere Zucht weiterzuentwickeln. Ich war nur ihretwegen gekommen, und am Ende haben wir den Zuschlag bekommen. Ich hätte nicht gedacht, dass der Preis so hoch geht, aber ob 60.000 oder 70.000 macht bei einer solchen Abstammung keinen großen Unterschied. Wenn man ein Pferd wirklich will, dann will man es einfach. Ich habe mit Jean-Philippe Raffegeau den richtigen Trainer, und mit etwas Glück, wenn man sie richtig wieder aufbaut, denke ich, dass sie vielleicht noch nicht am Ende ist. Die Zukunft wird es zeigen." 24h: "Wie ist Ihre Struktur aufgebaut?" TM: "Die Elevage du Roy basiert auf zwei Säulen: Pferde, die schnell Gewinne erzielen können, und eine große Anzahl an Stuten für die Zucht, damit wir langfristig möglichst selten zu Auktionen kommen müssen (lacht). Es entwickelt sich gut, aber es braucht Zeit. Wir sind erst seit fünf Jahren dabei, und in dieser Zeit kann man nicht alles erreichen. Ich denke, unser volles Potenzial werden wir bis Ende 2027 odrr 2028 erreichen. Das hoffen wir zumindest und arbeiten darauf hin." 24h: "Wie entstand Ihre Leidenschaft, da Sie ursprünglich aus dem Einzelhandel kommen?" TM: "Die Leidenschaft habe ich schon sehr früh durch meinen Vater bekommen, der im Galopprennsport tätig war. Er hatte nur einen einzigen Traber, mit dem alles begann, danach nur noch Galopper. Es ist eine echte Leidenschaft, und ich fühle mich im Trabrennsport sehr wohl. Auch wegen der Werte, die dort vermittelt werden. Das gehört zu den Lebensentscheidungen, die man trifft. Ich bereue heute nichts, denn wir sind mit Jean-Philippe völlig auf einer Linie. Unsere Zusammenarbeit ist etwas speziell: Ich bin gewissermaßen der Finanzier, habe mich aber auch in die Zucht eingebracht. Sowohl bei startbereiten Pferden als auch in die Infrastruktur wie Anlagen, Koppeln und Gelände. Alles läuft gut, und ich hoffe, dass wir erfolgreich sein werden. Allerdings gebe ich zu, dass ich auch Fehler gemacht habe: Man möchte oft zu schnell vorankommen, besonders wenn man älter wird. Jean-Philippe ist jünger und vielleicht etwas geduldiger." --------- Samstag in Vincennes - Sylvain Dupont: "Liberte de Choisel hat ausreichend Arbeit in den Beinen" Von den vier Grupperennen, die am Samstag in Vincennes entschieden werden, wird der Prix Henri Levesque besonders viel Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Es kommt zum erneuten Duell zwischen Liza Josselyn und Liberte de Choisel. Nach den letzten beiden Aufeinandertreffen hat Liberte de Choisel einen klaren Vorteil. Aber immerhin kehrt nach drei Starts mit Nicolas Bazire Vater Jean-Michel zurück in den Sulky von Liza Josselyn.
Foto: SCOOPDYGA
Dieses Duell findet bereits zum fünften Mal statt. Die letzte Begegnung gab es am 08. Februar im Prix Ovide Moulinet, wo Liberte de Choisel nach einem aufwendigen Verlauf Zweite hinter L’As Desbois wurde, während Liza Josselyn den fünften Platz belegte. "Wir haben versucht, Liza Josselyn optimal vorzubereiten, indem wir sie nach einem kurzen Aufenthalt auf dem Land wieder nach Grosbois zurückgebracht haben. Sie hat im Hinblick auf dieses Rennen gut gearbeitet", erklärt Jean-Michel Bazire. Während die Tochter von Belina Josselyn bei diesem Comeback lediglich hinten ohne Eisen antreten wird, wird ihre Rivalin Liberte de Choisel direkt barfuß starten und dürfte sogar als Favoritin gelten. "Es ist ein halber Wiedereinstieg, aber die Stute hat in Laval trainiert, und auch wenn ich nach ihrem letzten Start etwas Tempo herausgenommen habe, hat sie dennoch ausreichend Arbeit in den Beinen", erklärt ihr Trainer Sylvain Dupont. "Vielleicht ist sie noch nicht bei 100%, aber sie präsentiert sich im Training sehr gut für dieses Rennen, das ausschließlich für Stuten reserviert ist. Es ist ein wichtiges Ziel, bevor sie am 02. Mai gegen die Hengste antreten wird. Deshalb wird sie barfuß laufen." ZUR WETTABGABE Start: 15.15h Seit 2022 ist dieser Semi-Klassiker den 5jährigen Stuten vorbehalten. Die aktuelle Ausgabe lässt wenig Wünsche offen. So sind neben den bereits genannten Gruppe I-Siegerinnen weitere starke Stuten aus dem Jahrgang 2021 am Ablauf. Zwölf Monate nach dem sehr leichten Sieg von Kana de Beylev in diesem Gruppe II-Rennen und drei Jahre nach dem Erfolg von Iroise de la Noe vor Inmarosa, könnte wieder eine wahre Championesse im Winner Circle stehen. Die muss aber nicht automatisch Liza Josselyn oder Liberte de Choisel heißen. Auch andere Stuten melden Ansprüche an. Lunella Leman hat dieses Level noch nicht gesehen, aber am 18. Januar eine Stufe niedriger mit einem sehr starken Endspurt gewonnen. Dagegen hat Laluna des Forges allein im letzten Wintermeeting drei Treffer gefeiert. Laroze du Gers ist ebenso schnell wie schwierig, sollte aber glattgehend vorne mitmischen können. Insgesamt dürfte dieses Trio am ehesten für die besseren Plätze in Frage kommen. Aus dem Stall von Etienne Dubois darf man aber auch Luminosity nicht vergessen. Wer seine Multi-Wette noch weiter vervollständigen will, sollte sich auch mit den zweiten Farben aus den Ställen von Matthieu Abrivard und Etienne Dubois, Louisa d’Atout und Lettre d’Amour, beschäftigen. --------- Matthieu Abrivard: "L’As Desbois kämpft um den Sieg" Auch wenn Matthieu Abrivard in diesem Frühjahr auf seinen Star Iguski Sautonne verzichten muss, der eine Pause einlegt, wird der Experte des ParisTurf' in den kommenden Wochen dennoch alle Hände voll zu tun haben. Los geht es bereits an diesem Wochenende in Vincennes, wo er wieder den starken L’As Desbois trifft. Zuerst gibt Abrivard aber seine Einschätzung zu kommenden Startern ab und äußert sich weiteren zu aktuellen Themen.
Foto: SCOOPDYGA
Die kommenden Starter: "Am Samstag bin ich in Vincennes und werde zwei meiner Stuten im Prix Henri Levesque (GR II) vorstellen. Ich fahre Laroze du Gers (405), während Mathieu Mottier Louisa d’Atout (404) steuert. Laroze du Gers kommt mit einer sehr guten Leistung aus Caen und scheint weiterhin in Topform zu sein. Louisa muss sauber traben, dann ist sie wie ein Rennrad. Mathieu wird sie erstmals fahren, was vielleicht sogar von Vorteil ist. Natürlich scheinen Liberte de Choisel und Liza Josselyn eine Klasse für sich zu sein. Ich schätze auch Lunella Leman sehr, die gezielt auf dieses Rennen vorbereitet worden sein dürfte. Dahinter sind die Platzierungen jedoch offen. Ich bevorzuge Laroze, die wohl mehr Klasse besitzt. Anschließend fahre ich My Dream du Grais (501), der gut in Form ist, aber in eine höhere Kategorie aufsteigt. Eine Platzierung wäre bereits ein gutes Ergebnis. Im Prix Robert Auvray (GR II) sitze ich im Sulky von L’As Desbois (609). Mit meinen beiden jungen Stuten ist er der Hauptgrund für meine Reise nach Vincennes. Er muss nicht mehr vorgestellt werden: Er ist in Form und hat sich gut erholt. Lancier du Goutier ist nach einem starken Comeback ebenfalls wieder vorne dabei, doch mein Pferd sollte aktiv um den Sieg kämpfen. Für Hamilton du Ham (709) wird es schwieriger, da er aktuell etwas an Grenzen stößt. Die Distanz passt, aber mit Startnummer 9 und starker Konkurrenz wird es kompliziert. Wir werden unser Bestes geben. Am Sonntag in Tours werde ich mit einem guten jungen Pferd debütieren: No More Abrigio (104). Er ist über den Winter gewachsen, weshalb ich ihm Zeit gelassen habe. Er arbeitet gut und ich halte viel von ihm. Ich bin zuversichtlich. Für Antonin Favris hat Nabab de Nganda (210) nach vielversprechenden Anfängen eine solide Chance. Ich freue mich, dass Jadore Cerize (401) im Feld geblieben ist, auch wenn ihr Programm aufgrund ungünstiger Gewinnklasse schwierig ist. Nach mehreren Streichungen seit ihrem Sieg in Cagnes ist sie dennoch in guter Form geblieben und sollte sich auf dieser Bahn wohlfühlen. Matalaya (505) zeigte im letzten Jahr nicht ihr wahres Können. Nach einem ruhigen Winter arbeitet sie morgens sehr gut. Barfuß traue ich ihr auf Anhieb einen Sieg zu. Malaga Turgot (511) war zu Beginn des Winters nicht wie gewünscht, bekam daher eine Pause und ist nun gut vorbereitet. Sie kann in diesem Feld ebenfalls überzeugen. Für Charly Mary sollte man Love Actually (615) mit Vertrauen spielen. Love de Cerize (704) zeigte nach seiner Kastration ein sauberes Comeback in Rambouillet. Er ist talentiert, aber sensibel und konnte seine Trainingsleistungen im letzten Jahr nicht immer bestätigen. Wir haben ihm Zeit gegeben, und ich hoffe, dass er das nun aufholt. Im Training zeigt er sich derzeit perfekt. Im Lehrlingsfahren dürfte sich Karla de Banville (816) auf der Grasbahn wohlfühlen. Sie ist eine temperamentvolle kleine Stute, vielleicht noch nicht ganz bei 100%, aber das könnte in diesem Feld bereits ausreichen. Am Montag geht es nach Bordeaux. Für 'Phiphi' Boutin werde ich wieder Kiwi de Lavrignaie fahren, mit dem wir gerade in Laval gewonnen haben - eine Topchance! Außerdem habe ich Morpheus de Guez für Theo Radoux, der nach einem guten Comeback sehr konkurrenzfähig erscheint. Ich habe gesehen, dass ich auch für eine Debütantin von Bastien Goglin, Nikellora, eingetragen bin. Dazu habe ich allerdings keine Informationen. Am Dienstag wird in Vincennes Milady de la Piece laufen. Ich werde versuchen, sie in ihre eigene 'Blase' zu bringen, denn sie bereitet mir Probleme und macht Fehler. Auch Lea d’Atout wird mitreisen. Sie trifft über 2.100 Meter auf günstige Bedingungen, und ich habe versucht, sie bestmöglich darauf vorzubereiten. Am Mittwoch fahre ich nach Reims mit Miroitante de Padd, die gerade auf dieser Strecke gewonnen hat, sowie mit Moliere Sautonne, der sein Comeback gibt. Gleichzeitig könnte mein Bruder Jean-Etienne nach Cordemais fahren, um dort einige Pferde des Stalls vorzustellen. Welche genau, ist noch unklar. Am Donnerstag in Enghien hat Lucrece de Corday, die zuletzt in Pontchateau sehr gut gelaufen ist, eine sehr gute Chance in einem Rennen für Nachwuchsfahrer." "Jappeloup Turgot hat nicht nachgelassen" "Auf der Etappe des Grand National du Trot in Lyon-Parilly am Mittwoch musste ich mit Jappeloup Turgot früh nach vorne gehen, da er in den Bögen nicht sauber lief. Ich habe es vorgezogen, Haida Sautonne vor dem letzten Bogen zu überholen, um nicht in Schwierigkeiten zu geraten. Danach hat er hinter den beiden besten Pferden des Rennens nicht nachgegeben. Der Sieger Jotunn du Dome ist sehr stark, und der Zweite, Ister Man, war der Favorit. Ich hatte Jappeloup im Vorfeld auf Platz Drei gesehen. Meine Einschätzung war also nicht schlecht (lacht). Für die Zukunft würde ich ihn gern auf einer Etappe der Trophee Vert einsetzen, um etwas Abwechslung reinzubringen. Nach den gewonnenen Geldern vom Mittwoch muss ich nun sein Programm genau planen. Sein erstes Saisonziel ist jedenfalls erreicht." "Hätte Enjoy laufen lassen sollen" "Ebenfalls in Lyon lief es im ersten Heat mit Enjoy überhaupt nicht. Im zweiten war es etwas besser, aber im Rennen selbst wurde er am Start schwierig. Beim letzten Mal in Agen sah ich vielleicht etwas ungeschickt aus, als ich früh die Führung übernahm, aber im Nachhinein war das wohl doch nicht so falsch. Diesmal wollte ich ihn am Start zurückhalten, doch er ist ein sehr charakterstarkes, dominantes Pferd und hat das nicht akzeptiert. Hätte ich ihn einfach laufen lassen, hätte er wahrscheinlich keinen Fehler gemacht. Jetzt bekommt er etwa zehn Tage Pause, um den Kopf frei zu bekommen, und dann beginnen wir wieder von vorne, um ihn besser zu verstehen. Es ist nicht einfach, einem älteren Hengst wie ihm schlechte Angewohnheiten abzugewöhnen. Er hat großes Potenzial, aber es steckt auch noch viel Arbeit darin." Golden Gio dominierte in Turin "Seb (Guarato) hatte mich am Freitag besucht und mir von den Änderungen am Zaumzeug von Golden Gio erzählt - mit Erfolg. Es ist ein Pferd mit enormer Motorleistung. Er ist auch sehr brav, darf aber nicht in einen 'Trott' verfallen. In der Vorbereitung in Mailand entglitt er mir etwas. Seb hat ihn daraufhin im Training aufgeweckt. Am Montag in Turin wurde er mit anderem Hilfszügel, zusätzlichem Gewicht und mehr Komfort an den Hufen vorgestellt - und er dominierte das Rennen mühelos. Im Moment sollten wir nicht versuchen, ihn schneller zu machen, als er kann. Es ist gut möglich, dass ich ihn am 09. Mai in Caen im Prix Guillaume Le Conquerant (GR III) wieder fahre." "Ksar ist müde..." "Im Prix Kerjacques (GR II) am Samstag in Vincennes hatte Ksar keine leichte Aufgabe und zeigte, dass er müde ist. Er lief mit erhobenem Kopf und überholte kein einziges Pferd. In so einem Zustand darf man ihn nicht forcieren. Er deckt derzeit und Manu (Varin) hat ihn nicht im Training. Das ist nicht einfach zu managen. Aufgrund seiner Gewinnsumme hat er zudem kein optimales Rennprogramm, daher wird er nun eine Pause bekommen." "Inexess Bleu beeindruckt" "Schon bei seinem Comeback mit Eisen hatte Inexess Bleu sein großes Potenzial angedeutet, auch wenn ihm im Endspurt noch etwas die Frische fehlte. Am letztem Samstag jedoch, im Prix Kerjacques (GR II), war er schlichtweg beeindruckend. Sobald er an der Spitze ist, spielt er mit den Ohren und dann wirkt alles ganz einfach! Was den Elitloppet betrifft, kann ich die Zurückhaltung seines Umfelds verstehen. Die Vorläufe sind oft härter als das Finale selbst, weil dort ein enorm hohes Tempo gegangen wird, gleichzeitig sind sie aber entscheidend für eine gute Startnummer im Endlauf. Inexess könnte auf dieser kurzen Distanz anfangs überfordert sein und beispielsweise nur Vierter seines Vorlaufs werden, obwohl er offensiv läuft. Zieht er dann im Finale Startnummer 8, wäre das gleich ein doppelter Nachteil. Zwar hat er über 2.100 Meter in Solvalla gewonnen, doch das ist nicht mit einem Meilenrennen zu vergleichen. Andererseits hat er als Wallach mit seinen bisherigen Gewinnen nicht viele passende Rennmöglichkeiten und vor allem besitzt er eindeutig das Niveau, um einen Elitloppet zu gewinnen. Eine Entscheidung will also gut überlegt sein." --------- Magic Night in Vorbereitung auf Enghien Die mehrfach auf semi-klassischem Niveau erfolgreiche Magic Night hat an diesem Freitag in Vincennes eine öffentliche Trainingseinheit erhalten. Die Stute aus dem Stall von Philippe Allaire wird am kommenden Samstag in Enghien wieder in den Wettkampf zurückkehren.
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Vor dem geplanten Start der 4jährigen am Samstag im Prix de Tonnac-Villeneuve (GR II), entschied sich Trainer Philippe Allaire seine Magic Night mit zum Arbeiten nach Vincennes zu nehmen. Die Helgafell-Tochter absolvierte mit Stallfahrer Francois Le Brun zwei Einheiten. "Ich habe sie zunächst gut aufgewärmt, etwa einen Kilometer, damit sie sich locker machen kann. Anschließend wird sie noch einen Probestart und eine schnellere Runde absolvieren", erklärte Le Brun zwischen den beiden Heats. "Es geht vor allem darum, dass sie eine Woche vor dem Rennen ins Schwitzen kommt. Nach ihrem letzten Start hatte sie eine Pause, jetzt bringen wir sie langsam wieder in Form. Sie scheint gut zurückzukommen und sollte am kommenden Wochenende bereit sein, ein gutes Rennen zu zeigen. Sie wird wahrscheinlich noch nicht bei 100% sein. Und das ist auch besser so, denn danach stehen noch weitere Aufgaben an. Wir werden mit Philippe Allaire entscheiden, wie wir sie präsentieren, und nach Enghien ihr weiteres Programm festlegen." |
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| Samstag 11 April 13:52 Uhr | |
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Über den Cormy wundere ich mich schon. Kaum ein Pferd vom Griezmann ist in besserer Kategorie gelaufen. Der hat richtig investiert und eine menge Geld verbrannt. Muss einem doch klar sein, dass das auf Dauer nicht gutgeht. Beiden Galoppern hat sich der Griezmann für mich auch keinen besonderen Trainer ausgesucht. Der Decouz hat Pferde im Hochpreis Segment erhalten und wenig Erfolg dafür gehabt. Auch der braucht ich nicht wundern, wenn so einer aufhört oder auszieht. |
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| Samstag 11 April 19:12 Uhr | |
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Es würde mich nicht wundern, wenn wir heute den letzten Start von Liza Josselyn gesehen haben.
Grandiose Fahrt von Bazire, reagiert goldrichtig, als er erkennt, dass die Hauptgegnerin eingemauert wird, und hat dann im Einlauf nur noch die Leinen in der Hand.
Ich glaube, die Stute hat heute deutlich gezeigt, dass sie nicht mehr will... Man sollte Ihr die harte 5-Jährigen Saison ersparen und direkt in die Zucht wechseln.
Ich war live heute vor Ort und habe Bazire nach dem Rennen noch nie so ratlos gesehen. |
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| Samstag 11 April 19:30 Uhr | |
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War vorher auch schon, dass sie sich "hingeworfen" hat. Ging dann auf einmal wieder. Aber sie hat viel verdient und für den PDA ist sie mir zu klein. Macht auch eine Menge aus, dass JMB lange ausgefallen ist. Der Junior wird es schwer haben wenn er sich weiter zurückzieht. |
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| Samstag 11 April 20:55 Uhr | |
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Seit Beginn hat sie vom Maitre profitiert.Eine große Kämpferin war sie noch nie.Er ist einige Male im richtigen Moment abgefahren und hat sich weitgenug abgesetzt,damit sie sich ins Ziel retten konnte.Sie scheint auch nicht,genügend Substanz zu haben. War aber heute für mich wieder der Beweis,daß sich Pferde,die zu früh in Front sind und sich einige Male gerettet haben,irgendwann durchgereicht werden,wenn der erste Gegener sie überlaufen hat. Ohne den Unfall des Senjors wäre es wahrscheinlich anders verlaufen. |
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| Sonntag 12 April 00:04 Uhr | |
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Portrait Mansour Krouchi: "Die Familie ist unser Fundament" Mit dem Frühling kehrt auch der Erfolg in den normannischen Stall von Mansour Krouchi zurück. Die drei Sieger vom vergangenen Sonntag sind dafür der beste Beweis und für LeTrot Grund genug ein Portrait über den Trainer Krouchi zu erstellen.
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Endlich wieder Frühling Besser hätte es kaum laufen können: Am vergangenen Sonntag gewannen in Chartres und Les Andelys alle drei Starter aus dem Training von Mansour Krouchi. Damit beginnt die Saison seines Stalls so richtig mit dem Frühling, was natürlich ganz nach seinem Geschmack ist. "Für eine kleine Struktur wie unsere ist der Winter immer ruhig", erklärt der 33jährige, "auch wenn wir mit wenigen Startern in Vincennes nicht schlecht abgeschnitten haben. Der Winter ist wirklich nicht meine Lieblingszeit. Eher die schlimmste. Es ist kalt, es regnet, wir haben nur wenige Pferde am Start... Man muss da einfach durch, das gehört zum Beruf." Die Familie als Fundament In der Familie Krouchi spielte Vater Nordine, eigentlich Buchhalter, später Rennpferdebesitzer, die entscheidende Rolle. "Mein Bruder Ibrahim und ich haben unsere Eltern oft auf die Rennbahnen begleitet. Manchmal haben wir sogar die Schule geschwänzt, aber das behalten wir lieber für uns", sagt Mansour mit einem Lächeln. Die beiden Brüder, die zwei Jahre auseinanderliegen, absolvierten ihre Ausbildung gemeinsam auf der AFASEC-Schule in Graignes. "Unsere Eltern wollten eigentlich nicht, dass wir diesen Beruf ergreifen. Auch die Trainer, bei denen mein Vater Pferde hatte, haben uns wegen der Schwierigkeiten davon abgeraten. Heute arbeiten Ibrahim und ich zusammen. Es ist nicht immer einfach, aber gemeinsam ist man stärker. Die Familie ist unser Fundament." Ein Projekt wird Realität "Ohne die Pferde meines Vaters hätte ich mich nie selbstständig gemacht." Ein Jahr nach seinem Einstieg als Profi im Januar 2018 stellte Mansour Krouchi seinen ersten Starter als Trainer. Anfangs mietete er Boxen im Stall von Charles Cuiller und nutzte Trainingsmöglichkeiten in Grosbois. Seit drei Jahren ist der Traum vom eigenen Stall Wirklichkeit geworden. In Notre-Dame-d’Estree-Corbon im Departement Calvados. "Das ist ein echtes Familienprojekt. Es war nicht leicht, ein passendes Grundstück zu finden, aber wir haben Stallungen, Trainingsbahn und Paddocks gebaut. Solche Projekte sind nie wirklich abgeschlossen, aber wir haben jetzt ideale Arbeitsbedingungen." Nur 15 Minuten von der Rennbahn in Lisieux und eine halbe Stunde vom Meer entfernt, haben die Krouchi's den perfekten Ort gefunden, um ihre Leidenschaft zu leben. Ein sorgenvoller Blick Trotz des erfolgreichen Wochenendes blickt Mansour Krouchi mit Sorge auf die aktuelle Situation. "Ich bin nicht beruhigt", sagt er offen. "Alle Kosten steigen. Zuletzt besonders der Dieselpreis. Deshalb habe ich beschlossen, die Reisen mit meinen Pferden so weit wie möglich zu reduzieren." Ein Start in Le Croise-Laroche im letzten Monat war die Ausnahme, weil Looping De Caponet dort eine besonders günstige Startmöglichkeit hatte. "Das schränkt uns ein, weil wir weniger Optionen haben, aber wir dürfen uns keine Fehler mehr erlauben. Für kleine Ställe ist es wirklich schwierig." Lemon Fleury - Das Juwel Als Jährling wurde Lemon Fleury für 14.000 Euro auf einer Arqana Trot-Auktion von der Familie gekauft und hat sich mittlerweile zu einem Spitzenpferd unter dem Sattel entwickelt. Unter der Leitung von Trainer Mathieu Mottier wurde der Real de Lou-Sohn Dritter im Prix Jag de Bellouet (GR I). "Ich habe nicht genug Erfahrung, um ein Gruppe-Pferd selbst zu trainieren, und wollte gegenüber meiner Familie auch nicht egoistisch sein. Deshalb habe ich ihn zu Mathieu Mottier gegeben - dem Spezialisten im Monte-Bereich, bei dem mein Vater schon Pferde hatte", erklärt Krouchi. Nach einem Zwischenaufenthalt in der Normandie wird der Sohn von Real de Lou Ende des Monats wieder in den Stall von Mathieu Mottier wechseln, mit Blick auf das große Ziel: den Prix de Normandie. --------- Pierre-Yves Verva: "Lombok Jiel war wirklich beeindruckend" Der am Samstag ausgetragene Prix Robert Auvray (GR II) hat mit dem recht kleinen Feld von neun Pferden zwar ruhig begonnen, aber eine aufregende Schlussphase geboten. Alles entschied sich im Sprint auf den letzten 250 Metern. Letztlich war es Lombok Jiel, der seine Speed-Qualitäten am besten einsetzten konnte. Der Sieger wurde auf den finalen 100 Metern in einem Kilometerschnitt von 1:00,6 gemessen - absolute Spitzenklasse!
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Zum Rennverlauf: Nach einem recht ruhigen Start sortierte sich das Feld vor der Tribüne, wobei Lord du Bassin die Führung vor Lombok Jiel übernehmen konnte. Diesem Duo folgte an der Innenkante Learn To Fly, während bei gemäßigter Fahrt die zweite Spur aufrücken konnte. Die Aufgabe des Leaders im Wind übernahm Louis Vitton Mijo, dem es im Anstieg bei einer 21er-Fahrt aber zu langsam wurde. Der Hengst wurde in der Hand von Benjamin Rochard immer heißer und schied kurz darauf mit einem Fehler aus, womit nun L'As Desbois die Todesspur anführen musste. Bis zu Beginn des Einlaufs änderte sich nichts an der Reihenfolge. Und als sich Pierre Yves Verva im Sulky von Lombok Jiel vermutlich noch überlegt hat, wie er sich aus dem "Gefängnis" befreien könnte, machte der führende Lord du Bassin einen Fehler. Somit war der Weg nach vorne frei, aber L'As Desbois hatte schon einen Vorteil von einer Länge herausgelaufen und außen setzte Lancier du Goutier zum Sprint an. Die beste Endgeschwindigkeit hatte aber Lombok Jiel, der den Einlauf herunterflog und in 13,5/2.700 Meter nach Hause kam. Zwei Längen zurück fing ein starker Lancier du Goutier auf der Linie L'As Desbois für den Ehrenplatz ab. Learn To Fly war ein tapferer Vierter, konnte nach vorne aber keine Gefahr ausstrahlen. In dieser Speedankunft wiesen die Tracking-Daten am Ende sogar Lancier du Goutier auf den letzten 200 und 500 Metern als schnellstes Pferd aus. Schlussabschnitte (200m/500m) Lombok Jiel: 1:01,3 / 1:05,1 Lancier du Goutier: 1:01,2 / 1:04,9 Beim erst zweiten Start nach der langen Verletzungspause, unterstreichen die Zeiten die starke Vorstellung von Lancier du Goutier, der sich in den kommenden Wochen und Monaten als einer der Favoriten für das Criterium der 5jährigen herauskristallisieren sollte. Die Stimmen der Aktiven: Das man in der finalen Zeitmessung einen Tick langsamer als der Zweite war, dürfte dem Team um Lombok Jiel recht egal gewesen sein. Der Fuchs feierte den ersten Sieg in Vincennes seit Februar 2025. Trainer Jean-Luc Dersoir zeigte sich entsprechend zufrieden: "Ich bin sehr glücklich, denn es ist schon eine Weile her, dass er gewonnen hat. Wir hatten im Winter oft Pech, aber dieser Erfolg ist verdient. Er kann extrem schnell werden. Auf 300 Metern hat er eine enorme Grundschnelligkeit. Wir steuern nun ein semi-klassisches Rennen in drei Wochen an und danach das Criterium der 5jährigen im September." Auch Fahrer Pierre-Yves Verva war beeindruckt: "Im Sulky war er auf den letzten 200 Metern wirklich beeindruckend." Den guten äußeren Eindruck, den man von Lancier du Goutier gewinnen konnte, bestätigte auch Fahrer Theo Duvaldestin: "Er lief sehr gut, obwohl er noch nicht bei 100% ist. Er war beim Aufwärmen etwas angespannt, aber im Rennen deutlich besser. Ich bin sehr zufrieden mit seinem Podiumsplatz." Die nächsten wichtigen Termine für die Hengste dieses Jahrgangs finden am 02. Mai (Prix Albert Demarcq/GR II) und am 06. Juni (Prix Jean Le Gonidec/GR II) statt. --------- Benoit Robin: "Lunella Leman ist eine großartige Stute" Während im Vorfeld fast alle ein gutes Duell zwischen Liza Josselyn und Liberte de Choisel erwartet haben, ging der Prix Henri Levesque am Ende ganz anders aus. Die Siegerin hieß Lunella Leman, die zwar im Vorfeld für eine vordere Platzierung in Frage kam, aber letztlich als Siegerin in der Quinte des Tages für hohe Quoten sorgte.
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Zum Rennverlauf: Wie auch später bei den Hengsten, war die Abteilung für die 5jährigen Stuten zu Beginn recht taktisch geprägt. Vor der Tribüne übernahm Laroze du Gers an Laureate Dry vorbei das Kommando, während sich Liza Josselyn noch in zweiter Spur im Mittelfeld aufgehalten hat und Liberte de Choisel im Schlepptau hatte. Aber schon in der Senke verließ Jean-Michel Bazire den Windschatten, den ihm Laurent Michel David kurz zuvor mit Lily de L'Aunay angeboten hat, und übernahm 1.200 Meter vor dem Ziel die Spitze. Bazire konnte die Fahrt aber kaum beruhigen, weil schon kurz darauf Laluna des Forges außen aufrückte und damit auch Lunella Leman in Position gezogen hat. In der Zwischenzeit wurde Liberte de Choisel in der zweiten Spur immer weiter nach hinten geschoben und konnte erst weit im Schlussbogen in die dritte Spur wechseln. Zu diesem Zeitpunkt waren die vorderen Pferde schon weit enteilt. Das galt vor allem für ein Quartett bestehend aus Liza Josselyn, Laluna des Forges, Laroze du Gers und Lunella Leman, die sich ein paar Längen Luft verschaffen konnten. Mitte des Einlaufs war Liza Josselyn sehr deutlich geschlagen und wurde um weitere Plätze nach hinten durchgereicht. Währenddessen versuchte Paul Philippe Ploquin im Sulky von Laluna des Forges alles, konnte Lunella Leman aber nicht halten, die nur leichte Hilfen von ihrem Fahrer Benoit Robin benötigte, um in starken 11,0/2.700 Meter als Erste ins Ziel zu kommen. Zwei Längen zurück verteidigte Laluna des Forges den Ehrenplatz gegen die speedige Laroze du Gers sehr knapp. Die Stimmen der Aktiven: "Atemberaubend" - so beschrieb Benoit Robin seine Stute nach ihrem eindrucksvollen Sieg. "Es ist eine großartige Stute", ergänzte der Trainer, Besitzer und Fahrer in Personalunion. "Ich habe vor dem Rennen nicht an den Sieg gedacht, sondern eher an eine gute Platzierung mit passendem Rennverlauf. Aber sie war einfach beeindruckend. Sie verbessert sich von Rennen zu Rennen und hat das heute erneut gezeigt. Wir hatten dieses Rennen im Blick. Sie liebt Vincennes, deshalb bin ich extra in Grosbois geblieben, nur für sie. Sie war vorher am Meer zur Vorbereitung. Alles hat perfekt gepasst. Im Rennsport braucht man auch Glück. Und das hatten wir heute." Mit diesem Erfolg reiht sie sich in die Siegerliste namhafter Pferde wie Kana de Beylev, Iroise de la Noe oder Delia du Pommereux ein. Paul Ploquin - (Zweiter/Laluna des Forges): "Wir haben an den Sieg geglaubt. Sie war sehr gut, trotz eines schweren Rennverlaufs. Ich habe Benoit Robin nach vorne gebracht, der dann vom perfekten Rennen profitieren konnte. Ich bin sehr zufrieden. Sie hat bis zum Schluss gekämpft, sie ist eine echte Kämpferin." Matthieu Abrivard - (Dritter/Laroze du Gers): "Das war gut, aber sie ist nicht einfach. Wenn ich vorne bin, kann ich sie kontrollieren, aber hinter anderen Pferden braucht sie Zeit, um zu beschleunigen. Ich konnte sie erst spät einsetzen. Das hat uns wohl den zweiten Platz gekostet. Trotzdem hätten wir dieses Ergebnis vorher unterschrieben." Die Favoritinnen geschlagen Entgegen aller Erwartungen spielten die beiden Favoritinnen keine Hauptrolle im Finish. Liberte de Choisel holte nach dem Rennverlauf noch einen guten fünften Platz, während Liza Josselyn deutlich zurück nur Siebte wurde. Eine außergewöhnliche Zeit Mit einem Kilometerschnitt von 11,0 setzte Lunella Leman einen neuen Maßstab für dieses Rennen, seit es seit 2022 eine Distanzverlängerung gab. Dennoch bleib Lunella Leman nur zwei Zehntel über der Zeit von Carat Williams aus dem Jahr 2017, der damals noch über die kürzere Sprintdistanz gelaufen ist. Besonders bemerkenswert war, dass sogar die ersten fünf Pferde dieser Ausgabe 2026 allesamt schneller waren, als die bisherigen Rekordhalterinnen Iroise de la Noe und Inmarosa (2023). |
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| Sonntag 12 April 08:07 Uhr | |
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Aussage Thierry massicot: ich fühle mich wohl im trabrennsport wegen der Werte die da vermittelt werden. da erkennt man warum der trabrennsport in Frankreich so gut angesehen ist... |
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| Sonntag 12 April 22:02 Uhr | |
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Yves Bertrand (Ecurie Griff) verstorben Yves Bertrand, der gemeinsam mit seiner Ehefrau Valerie den Ecurie Griff führte, ist am Dienstag im Alter von 83 Jahren verstorben. Seit fast einem halben Jahrhundert war er eine prägende Figur im Trabrennsport. Sein größtes Werk als Züchter war zweifellos Roxane Griff. Eine herausragende Championesse der 2010er-Jahre, sowohl im Sulky als auch unter dem Sattel.
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Seine ersten Pferde hatte Yves Bertrand bei Leopold Verroken, dem Trainer großer Namen wie Tony M, Eleazar, Jorky oder Vourasie. Zwischen den beiden entwickelte sich eine enge Freundschaft, und mit "Pol" Verroken feierte Bertrand seine ersten großen sportlichen Erfolge. Insbesondere mit Spitzer, der ihm 1988 den ersten semi-klassischen Sieg im Prix Guy Le Gonidec einbrachte. Später arbeitete er mit Michel Roussel und besaß unter anderem Julia Mesloise, eine Stute, die zwar nur in der Provinz gewann, aber mehrfach in Vincennes gut platziert war. Sie war zudem hervorragend gezogen. Als Tochter von Sancho Panca und aus einer Linie der außergewöhnlichen Stammstute Ua Uka. Mit ihr begann für Yves Bertrand das Zuchtabenteuer. Gemeinsam mit seiner Frau, die er zu dieser Zeit kennenlernte, gründete er den Ecurie Griff im Departement Yonne, im Weiler Les Griffons bei Saint-Sauveur-en-Puisaye, seiner Heimatgemeinde, die auch als Geburtsort der Schriftstellerin Colette bekannt ist. Aus der Paarung von Julia Mesloise mit Tenor de Baune ging 2005 Roxane Griff hervor - eine Ausnahmeerscheinung. Mit 3,1 Millionen Euro Gewinnsumme, 21 Siegen, darunter zwei Prix de Cornulier (GR I), ein Prix de Paris (GR I) und ein Prix de l’Île-de-France (GR I), sowie rund 60 weiteren Platzierungen gehörte sie zu den erfolgreichsten Trabern Frankreichs. Sie belegte unter anderem Zweite und Vierte Plätze im Prix d’Amerique, im Prix Rene Balliere, war Zweite im Prix de l’Atlantique und Dritte im Prix de Paris. Ihre außergewöhnliche Härte und Langlebigkeit machten sie zu einerLegende. Zwischen ihrem dritten und zehnten Lebensjahr bestritt sie 121 Rennen und war bei ihrem letzten Lebensstart kurz vor der Jahreswende noch Zweite im Gruppe II-Monte. Ihr Trainer Sebastien Guarato betreute auch Uncaring, der in den Farben von Yves Bertrand fünf hakbklassische Rennen als Dreijähriger gewann und Zweiter in den klassischen Rennen Prix Albert Viel und Prix des Elites wurde. Als Mutterstute setzte Roxane Griff allerdings weniger Maßstäbe. Aber sie brachte immerhin Jaguar Griff, der 2022 Zweiter im Criterium der 3jährigen wurde. Nur 48 Stunden vor seinem Tod konnte Yves Bertrand noch einen letzten Sieg erleben: Maya Griff gewann am Sonntag in Lyon-Parilly unter der Leitung von Trainer Loic Lerenard und Fahrer Quentin Chauve-Laffay. Es war der 290. Züchtersieg des Ecurie Griff in etwas mehr als 20 Jahren. Eine eindrucksvolle Bilanz und wohl das schönste Vermächtnis ihres Gründers. --------- Hokkaido Jiel lässt 'Atlantique' aus Im Prix Kerjacques machte Hokkaido Jiel im Einlauf noch einen späten Fehler, der ihn um ein kleines Geld gebracht hat. Nun wurde aus dem Stall von Jean-Luc Dersoir auch der Start im Prix de l’Atlantique in Enghien am kommenden Wochenende abgesagt.
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Obwohl er für das Gruppe I-Rennen über 2.150 Meter fest eingeplant war, hat sein Umfeld entschieden, auf einen Start zu verzichten. Der Sohn von Brillantissime hatte im Prix Kerjacques eine starke Schlussphase gezeigt, ehe er an der Innenkante kurz vor dem Ziel einen Fehler machte, in einem Rennen, das schließlich von Inexess Bleu gewonnen wurde. Trainer Jean-Luc Dersoir erklärte gestern wie das weitere Programm von Hokkaido Jiel aussehen könnte: "Er setzt seine Decksaison fort und wird weiterhin regelmäßig trainieren. Wir werden sehen, ob wir ihn im Mai in Caen im Rennen um den Prix des Ducs de Normandie einsetzen." --------- Quali in Grosbois - Franck Ouvrie: "Nicca Breed sollte gleich beim Debüt gewinnen" Am letzten Donnerstag fanden in Grosbois Qualifikationsläufe für 3- und 4jährige statt, wobei sich in den sechs Lots einige interessante Kandidaten vorstellten. Von den insgesamt nur 25 gemeldeten Pferden, haben sich letztlich 16 für den Rennbetrieb qualifiziert. Darunter waren einige Pferde, die in naher Zukunft eine vielversprechende Karriere beginnen könnten. Die schnellste Zeit ging mit 17,4 an NICCA BREED . Die von Vitale Ciotola trainierte Stute qualifizierte sich mit Franck Ouvrie im Sulky von der Spitze aus sehr souverän. "Sie sollte gleich beim Debüt gewinnen" meinte ihr Fahrer optimistisch. "Sie hat ihre letzten 500 Meter in 15,5 zurückgelegt. Das war sehr sauber." Quali-Video Nicca Breed (Erste) Der italienischer Ausbilder konnte insgesamt sogar vier Pferde qualifizieren und zeigte sich zufrieden: "Nicca Breed hatte sich schon in Italien ordentlich qualifiziert. NEMO PONT VAUTIER lief mit Jonathan Vanmeerbeck solide in 17,9 , aber mein Favorit bleibt Noursinn d’Or Noir, den ich selbst gefahren habe. Er zeigt im Training am meisten von allen." Quali-Video Nemo Pont Vautier (Zweiter) Quali-Video Noursinn d´Or Noir (Vierter/schwarz-gelb)
Starke Eindrücke und Pferde für die Zukunft Zu den auffälligsten Pferden gehörte auch NICE DE RIVRAY , ein Halbbruder des guten Ideal de Rivray, der sich selbst in 18,4 qualifizierte. Sein Trainer Charley Heslouin sagte: "Er ist einer der besten aus dem N-Jahrgang bei uns im Stall. Ich mag ihn sehr. Ein Pferd, das man im Auge behalten sollte." Quali-Video Nice de Rivray (Erster)
Nice de Rivray - Foto: Francois Avon
Auch NOTRE FLIBUSTE , qualifiziert in 17,8 mit Martin Goetz für Trainer Alexis Grimault, überzeugte, indem er viel Sicherheit ausstrahlte. Quali-Video Notre Flibuste (Erste) Besonders interessant war zudem NOMEO , der zwar "nur" Zweiter seines Lots in 18,8 wurde, aber mit einem ersten Kilometer in 14,7 für Aufsehen sorgte. Sein Fahrer Theo Thurmes erklärte: "Er ist überhaupt nicht frühreif, im Gegensatz zu seinen Schwestern Ma Liberte und Korea. Er hat seinen Job noch nicht ganz verstanden, hat sich aber problemlos qualifiziert. Das ist ein Pferd für die Zukunft." --------- Daniel Lauclair: "Leon Zitrone hat mir alles beigebracht" Über eine Karriere von mehr als 50 Jahren hinweg hat Daniel Lauclair die größten Sportereignisse weltweit begleitet und kommentiert - insbesondere im Pferderennsport. Anlässlich der Veröffentlichung seines Buches 'Confidences sur l’oreillette' blickt der von Cyril Hanouna liebevoll "Dany La Meche" (Dany, die Strähne) enannte Journalist auf ein halbes Jahrhundert voller außergewöhnlicher Begegnungen zurück.
Collage: Privat von Lauclair
Ruhestand ohne Pause Vom Ruhestand kann bei ihm kaum die Rede sein: Zwischen Charity-Veranstaltungen, Sportevents und der Promotion seines Buches bleibt kaum freie Zeit. "Ich war schon in etwa zehn Fernsehsendungen eingeladen, um über mein Buch zu sprechen", erzählt er. "Viele glauben gar nicht, dass ich all diese Persönlichkeiten getroffen habe. Und doch ist alles wahr." Die Idee zum Buch kam von seiner Tochter Alexandra, die ihn dazu ermutigte, seine zahlreichen Anekdoten festzuhalten. Herausgekommen ist ein Werk mit rund 380 Seiten und Begegnungen mit etwa 60 Persönlichkeiten aus Politik, Unterhaltung, Sport und natürlich dem Rennsport. Das Vorwort stammt von Albert II de Monaco. Leon Zitrone - der prägende Mentor Nach seiner Zeit bei den Marinekommandos und einem kurzen Abstecher in die Unternehmenskommunikation kam Lauclair 1970 zum Fernsehsender ORTF. Dort arbeitete er mit großen Namen wie Thierry Roland, Roger Couderc und Michel Drucker. Sein wichtigster Lehrmeister wurde jedoch Leon Zitrone: "Ich war sein Mädchen für alles - Fahrer, Einkäufer, Organisator. Aber er hat mir alles beigebracht." Zitrone predigte Disziplin und Vorbereitung und ließ keinen Raum für Improvisation. Eine prägende, aber auch harte Schule: Bei einem seiner ersten Texte strich Zitrone alles, bis auf die Satzzeichen. Eine Lektion, die Lauclair nie vergaß. Vom geheimen Tippgeber zum "Quintet du Quinte" Seine Leidenschaft für den Rennsport begleitete ihn durch seine gesamte Karriere. Lange Zeit war Lauclair der 'geheime' Tippgeber "Monsieur Courtines" im Fernsehen. Später wurde seine Identität enthüllt, woraufhin er beim "Tierce Magazine" an der Seite prominenter Persönlichkeiten wie Omar Sharif und erneut Leon Zitrone einstieg. Gemeinsam waren sie Bestandteil des berühmten 'Quintet du Quinte'. "Ich habe meine Prognosen immer selbst erstellt", betont Lauclair stolz. Miss France auf der Rennbahn Eine enge Freundschaft verband ihn mit Genevieve de Fontenay. Auf seine Initiative hin wurde es Tradition, dass die frisch gewählte Miss France am 01. Januar in Vincennes auftrat. "Wir eröffneten die Sendung mit ihr und gingen anschließend in die Ställe. Das war immer ein besonderer Moment." Diese Idee trug später sogar zur Partnerschaft zwischen dem Miss-France-Komitee und dem Grand National du Trot bei. Ein unvergesslicher Moment mit Jean-Luc Lagardere Einer der emotionalsten Augenblicke seiner Karriere ereignete sich 1998 beim Prix de l’Arc de Triomphe. Der Sieg von Sagamix bewegte besonders dessen Besitzer Jean-Luc Lagardere: "Er sagte mir: ‘Das ist mein schönster Sieg. Dieses Pferd ist wie mein Kind.' Seine Emotion war überwältigend." Kommt ein zweites Buch? Ob Autorennen mit Jean-Paul Belmondo, Golf mit Bill Clinton oder ein Tanz mit Michel Sardou - Lauclairs Erinnerungen sind reich an außergewöhnlichen Momenten. "Ich hätte genug Material für ein zweites Buch", sagt er. Ob es dazu kommt, lässt er offen. Doch der Erfolg des ersten Bandes könnte ihn durchaus dazu bewegen. |
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