Vorschau Vincennes, Freitag, 17.04.2026
(hhü) Knapp vier Monate nach ihrem letzten Auftritt im Pariser Trabertempel wird Sangria Pellini gleich in der Auftaktprüfung in der Hand von Benjamin Rochard wieder an den Ablauf kommen.
Der Grund, ohne Vorbereitungsstart direkt wieder den Weg nach Paris zu gehen, dürfte darin liegen, dass die Achtjährige fast haargenau in diese bei 170.000 € geschlossene Prüfung für ältere Semester passt. Auch die Tatsache, dass hier nur acht- bis elfjährige Pferde startberechtigt sind, sollte sich positiv auf die Chancen der Chocolatier-Tochter auswirken. Ehrlicherweise muss man aber auch sagen, dass die Stall-Tippel-Tom-Stute in Paris bislang mehr auf der Sprintdistanz als auf den hier geforderten 2.700 m überzeugen konnte.In absoluter Topform kommt der auf den Euro genau ins Rennen passende Icare Dungy (Franck Nivard) an den Ablauf, der sehr wahrscheinlich gemeinsam mit Idao Nay (Éric Raffin) das größte Vertrauen der Wetter genießen wird. Auch der Achtjährige kann hier auf beste aktuelle Referenzen verweisen. Inédit du Vallon (Matthieu Abrivard) kann auf gute Platzierungen in Vincennes verweisen, ist aber kein Siegertyp und daher wohl eher ein Kandidat für die Kombiwetten.
Gleich danach steht für die Monté-Cracks der Prix Théophile Lallouet über 2.700 m auf der Agenda. Kurz vor Ende ihrer Rennlaufbahn, zumindest in Frankreich, bietet sich hier für die Elfjährigen Fulton (Damien Bonne), Filwell (Camille Levesque) und Filou d’Anjou (Marine Beudard) die Chance, ihre ohnehin schon sehr üppigen Konten noch weiter aufzustocken. Ob allerdings der Siegerscheck für einen der Oldies dabei herausspringt, darf bezweifelt werden, denn mit dem überragenden Tempobolzer Impala de Val (Benjamin Rochard) stellt sich ihnen einer der derzeit größten Könner seiner Zunft entgegen. Auch Éros Zola (Alexandre Abrivard) hat unter dem Sattel schon herausragende Leistungen abgeliefert und sollte nach einem Konditionsrennen vor dem Wagen hier nun wieder das Gaspedal voll durchtreten. Mit Idéale du Chêne (Paul-Philippe Ploquin) ist auch eine herausragende Könnerin unter dem Sattel dabei. Die anderthalbfache Millionärin spürt nun aber die vielen harten Schlachten der vergangenen Jahre und kann ihr Potenzial nicht mehr generell abrufen.
Im dritten Rennen wird dann Mercedes Star (Matthieu Mottier) für Besitzer Hans Sinnige in einem Trabfahren über 2.700 m antreten. Der Siebenjährige hat seine Generalprobe als Zweiter in Alkmaar über den langen Weg mit Zulage absolviert und muss hier noch eine Schippe drauflegen, was dem Bosscha-Schützling aber zuzutrauen ist. Ungeachtet der Enttäuschung beim letzten Auftritt dürfte der italienische Fuchs Eldorado Bar (Alexandre Abrivard) noch einmal das größte Vertrauen der Wetter genießen. Auch der enorm konstant agierende Belgier Rocky Mom (Jules van den Putte) sollte hier unbedingt Beachtung finden. Unter der Regie von Hansen Erik Bondo hat sich auch Pure Steel (Francois Lagadeuc) sehr gut entwickelt und könnte vielleicht sogar seinen ersten Volltreffer in Frankreich landen.
Aufmerksam machen muss man an diesem hochinteressant besetzten Renntag auch auf das vierte Rennen. Im Prix Althéa treffen auf Course-A-Level zwei hochbegabte Sechsjährige in der Klasse bis 450.000 € aufeinander. Doppelsieger Karambar (Alexandre Abrivard) muss sich in diesem Trabfahren mit dem Top-Allrounder und Prix-des-Centaures-Sieger Kobayashi (Matthieu Mottier) auseinandersetzen. Von den älteren Pferden muss man an erster Stelle den perfekt ins Rennen passenden Hedic Gema (Alan Gendrot) nennen, der sich zuletzt als Sechster mit Zulage in einem Lauf zum GNT in Lyon sehr teuer verkaufte. Aus einer längeren Pause kommt In Red (Gabriele Gelormini), der im Vorjahr nur so durch die Klasse marschiert ist. Hier wird er – nicht nur wegen der hochverdienten Auszeit – seine Grenzen aufgezeigt bekommen.
Hier der Link zum Renntag:https://www.trotto.de/rennen/Trab/Frankreich/Vincennes/170426030301
