News

Willkommen im News-Channel! Hier finden Sie die neusten Beiträge zu Ihren Lieblingsthemen.
Viel Spaß!

Schlägt Ino du Lupin die Amerique-Sieger?

0

Vorschau Caen Quinte+, Samstag 09.05.2026

Am Samstag richtet sich der Blick des französischen Trabrennsports nach Caen. Der traditionsreiche Prix des Ducs de Normandie ist in diesem Jahr rekordverdächtig stark besetzt. Drei Amerique-Sieger, die beiden besten Wallache Frankreichs und der Bahnrekordhalter von Vincennes. Mehr geht nicht, in einem Semi-Klassiker, der eher Gruppe I-Format besitzt.

Und für ein Trio geht es um noch mehr. Für Idao de Tillard, Inexess Bleu und Jabalpur ist es der entscheidende Testlauf vor dem Elitloppet Ende Mai in Solvalla. Besonders das Duell zwischen Idao de Tillard und Inexess Bleu elektrisiert die Szene. Dennoch könnte es für einen Ino du Lupin zum Sieg reichen. Der Schützling aus dem Stall Marmion findet im Gegensatz zu einigen seiner Gegner hier sein Zielrennen vor.

Im Januar 2025 wechselte JIOSCO DE PHYT'S (1) das Quartier. Aber auch der neue Ausbilder Matthieu Varin konnte die nächsten beiden Ausfälle nicht verhindern. Beim Comeback nach über einem Jahr Pause, wird man auf den Lokalmatador aus der Normandie verzichten können.

Seit KOBAYASHI (2) im letzten Sommer in das Training von Mathieu Mottier gewechselt ist, hat der Hengst wieder deutliche Fortschritte gemacht. Im letzten Winter trat der Face Time Bourbon-Sohn genau viermal an und hat sich disziplinübergreifend jeden Start gesteigert. Das Highlight dabei war der Gruppe I-Erfolg im Prix des Centaures unter dem Sattel. Aber auch im Sulky kann er mit den Größen mithalten. So führte sein später Einsatz am 21. März an der Innenkante noch zu einem starken zweiten Platz hinter Ino du Lupin. Und einen Monat später rang er, wiederum in Vincennes, den Favoriten in einem Course A auf der letzten Halben nicht nur nieder, sondern setzte sich auch noch zum überlegenen Erfolg ab. Gegen die geballten Anzahl an Cracks im Sulky, scheint er dennoch nicht unbedingt für den Sieg in Frage zu kommen. Seine besondere Tauglichkeit für den Rechtskurs bringt die Hunter Valley-Farbe aber auch hier ins Spiel.

Nach seiner großartigen GNT-Saison 2024, hat IGREC DE CELLAND (3) die Gewinnsumme im Vorjahr gespürt und nicht mehr genauso performen können. Gerade zum Ende des Jahres hat sein Trainer aber passendere Aufgaben finden können, wobei der Hengst seinen Speed in Salon-de-Provence perfekt einsetzen konnte. Auch der zweite Rang in Beaumont-de-Lomagne war gut anzusehen. Nachdem es im folgenden Winter bei drei Starts nicht sonderlich gut lief, konnte der Django Riff-Sohn im 'Edel-Handicap' in Caen wieder auf die Siegerstraße zurückkehren. Und auch Anfang April machte er in Turin als Vierter eine gute Figur. Nachdem er sehr spät auf freie Bahn gefunden hat, waren die ersten Drei nicht mehr zu bekommen. Eine kleine Platzierung in der Quinte scheint machbar.

Im letzten Herbst hatte HULYSSE DIEGO (4) mit dem Sieg im Grand Prix de la Federation (GR II) in La Capelle sein Karriere-Highlight geholt. Über die 1.800 Meter sprintete er spät zum Erfolg. Der erfahrene Wallach kennt solche großen Rennen bestens und überzeugt häufig durch Kampfgeist. Seine Formkurve zeigte zuletzt wieder leicht nach oben. Allerdings fehlt ihm inzwischen der letzte Speed gegen die absoluten Spitzenpferde, wie man es auch am 04. April im Prix Kerjacques sehen konnte. An diesem Tag konnte sich der Reve de Beylev-Sohn rechtzeitig von der Innenkante befreien, kam aber nicht über Rang Sechs hinaus. Für die Kombinationen kann man ihn dennoch nicht ganz ausschließen.

JABALPUR (5) wird hier sein Debüt auf einem Rechtskurs geben, was natürlich einige Fragezeichen mitbringt. Allerdings wird sein Quartier kaum große Experimente wagen. Es ist davon auszugehen, dass der Hengst auch in diese Rennrichtung funktioniert, wobei der kommende Elitloppet natürlich im Vordergrund steht. Im Vorjahr sorgte der Booster Winner-Sohn mit dem Sieg im Prix Rene Balliere in Bahnrekordzeit für Schlagzeilen. Anfang November holte er sich den zweiten Gruppe I-Treffer mit einem Sieg in Mailand gegen Inexess Bleu. Somit führte der Weg natürlich in die Qualifikation für den nächsten Amerique, wobei Jabalpur aber krankheitsbedingt unter den Erwartungen geblieben ist. Nach einer Pause hatte er nach einem Prepare in der Heimat erst einen echten Test absolviert. In Turin musste er aber die zweite Reihe kompensieren und griff erst spät in die Entscheidung ein. Schon ein gutes Stück hinter dem Sieger reichte es für Rang Fünf, was ein guter Ansatz für war. Das Podest wird nicht unbedingt erwartet, aber eine Platzierung in der Quinte scheint durchaus in Reichweite zu liegen.

Für FULTON (6) geht es darum Kondition zu tanken, um in den wichtigen Trabreiten konkurrenzfähig zu sein. Selbst ein kleiner Scheck, wäre schon mehr als eine Überraschung für den Wallach, der seine letzte Saison in Frankreich absolviert.

Auch wenn der einzige Auftritt von INO DU LUPIN (7) in Caen im letztjährigen 'Ducs' mit einer Disqualifikation endete, ist der Wallach rechtsherum sehr schlagkräftig. Abgesehen von seinem Ausfall Ende Januar beim Montedebüt, ist die Marmion-Farbe unheimlich zuverlässig. Wenn man das Trabreiten rausrechnet, war der Sohn von Scipion du Goutier bei den letzten zehn Starts nur einmal nicht auf dem Podium. Am 21. März triumphierte er in Vincennes sehr leicht, nachdem er schon einen Kilometer vor dem Ziel aus der Deckung genommen wurde. Und Anfang April kam der 8jährige aus dem Rücken von Inexess Bleu gar nicht erst dazu eine Attacke zu starten, nahm aber ein sehr sicheren zweiten Platz mit. Trotz der starken Konkurrenz, ist er ein ernsthafter Kandidat für den Sieg.

Für JEAN BALTHAZAR (8) wäre schon eine kleine Prämie eine große Überraschung. Der Sattel-Crack hat in diesem Sommer die großen Monte-Rennen im Blick und kann hier ohne Bedenken gestrichen werden.

Im letzten Wintermeeting hatte INMAROSA (9) mit dem Erfolg im 'Bourbonnais' eine ihrer Sternstunden abliefern können. Leider werden diese großen Leistungen der mittlerweile 8jährigen immer seltener, auch wenn es in der Folge noch zum dritten Rang im Prix de Bourgogne reichte. Im Gegensatz zu vielen der Konkurrenten hat sie keine Pause nach dem Winter bekommen und konnte als Vierte im 'Vitesse' noch eine gute Prämie einsammeln. Anfang April war die Amiral Sacha-Tochter in Turin schon durch die zweite Startreihe gehandicapt und konnte in der Endphase aus dem Feld den Anschluss an die vorderen Pferde nicht mehr halten. Das sie heute auch noch leicht beschlagen antreten wird, spricht eher für einen erneuten Auftritt am Elitloppet-Wochenende, wofür wohl die Kräfte geschont werden sollen. Runter vom Schein, auch wenn ein Restrisiko bleibt.

Offensichtlich steht für INA DU RIB (10) eine weitere Vorbereitung für die wichtigsten Monte-Rennen an. Allein die Tatsache, dass die Stute bei den letzten vierzehn Auftritten im Sulky nicht unter den ersten Fünf anzutreffen war, spricht für den Rotstift, auch wenn Trainer Joel Hallais seine Championesse mit einem gelben Emoji auf die Reise schickt.

Seit KOCTEL DU DAIN (11) Ende November als Favorit im Prix Doynel de Saint-Quentin im Schlussbogen an der Spitze ohne ersichtlichen Grund ausgeschieden ist, hat der Hengst nicht eine ansprechende Leistung gebracht. Selbst in seinem Jahrgang ist der Millionär im Prix Tenor de Baune von der Spitze aus untergegangen. Dem Ausfall im 'Belgique' folgte eine eher peinliche Vorstellung im Amerique, was bei Trainer Philippe Allaire wohl veranlasste, seinem Crack eine kleine Pause zu gönnen. Bei seiner Rückkehr am 18. April im Prix de l’Atlantique wurde Koctel du Dain ungewohnt defensiv vorgetragen. Der 6jährige bedankte sich mit reichlich Reserven ausgangs des Schlussbogens, machte aber kurz darauf einen Fehler. Auch wenn er wenig Erfahrung rechtsherum besitzt, sprechen zwei Siege aus drei Starts, davon einer in Caen, gegen Probleme mit der Rennrichtung. Das Komplettieren der Königswette darf man ihm zutrauen, weshalb ein Kreuz in den Kombinationen zu vertreten ist.

INEXESS BLEU (12) gilt aktuell als der stärkste französische Wallach und hat Idao de Tillard im letzten Herbst im Grand Prix de Wallonie schon einmal hinter sich gelassen. Von Ende 2024 bis in den folgenden Juni hat die Gallier-Farbe neun teilweise sehr beeindruckende Siege in Vincennes hingelegt. Seine Saison beendete er mit einem zweiten Platz in Mailand hinter Jabalpur. Aufgrund des wenig passenden Programms im Winter, gönnte man ihm die wohlverdiente Pause. Nach nur einem Vorbereitungsrennen, strahlte der Sohn von Vittel de Brevol am 04. April im Prix Kerjacques wieder seine ganze Kraft aus und ließ Ino du Lupin erst gar keine Chance aus dem Rücken anzugreifen. Allerdings besitzt der 8jährige relativ wenig Erfahrung auf dem Rechtskurs. Sein letzter Start in diese Rennrichtung fand vor knapp anderthalb Jahren in Meslay-du-Maine statt. Damals holte er in einem Gruppe III-Rennen immerhin den Ehrenplatz. Bei seinem Debüt in Caen könnte er trotzdem gewinnen, aber der Start im Elitloppet steht im Fokus, was die vier Eisen ausdrücken.

HOKKAIDO JIEL (13) krönte im Januar mit dem Amerique-Triumph seine Karriere. Das der Erfolg mit einer späten Lücke etwas glücklich zu Stande kam, interessierte das Umfeld natürlich am wenigsten. Das der Hengst eine enorme Härte besitzt, konnte er in den folgenden Rennen nicht mehr zeigen. Im Prix de France fiel er auf der letzten Halben deutlich zurück und endete als Achter. Der sonst eigentlich sehr trabsichere Sohn von Brillantissime fiel dann auch noch im 'Vitesse' und im 'Kerjacques' auf den finalen Metern mit einer kleinen Prämie vor den Augen aus. Mehr als eine kleine Platzierung in der Quinte wird wahrscheinlich nicht herausspringen.

Der Amerique-Sieger 2023 HOOKER BERRY (14) besitzt weiterhin eine gewisse Qualität, auch wenn seine Leistungen inzwischen etwas wechselhafter ausfallen. Mit Eric Raffin bekommt er natürlich maximale Unterstützung. Sein Trainer Antoine Lherete hat dem Fuchs kürzlich "eine große Leistung" vorausgesagt. Wenn der Booster Winner-Sohn unterwegs Kraft sparen kann, bleibt er für das Finish gefährlich. Ein Auftritt in der Quinte, wäre keine ganz große Überraschung.

Der zweifache Amerique-Sieger IDAO DE TILLARD (15) hat sich mit seinem Erfolg im Prix de l’Atlantique eindrucksvoll zurückgemeldet. Dabei fand der Severino-Sohn sogar sehr spät auf freie Bahn, machte aber die letzten zweihundert Meter zu einer Demonstration alter Stärke. Nach seiner Vorgeschichte mit der Kolik-Operation gratulierte die ganze Traberszene seinem Umfeld, weil die Rückkehr von Idao auch gut für den Sport ist. Und dabei hat Clement Duvaldestin noch betont, dass sein Crack erst bei etwa 80% angekommen ist und dieses Rennen primär der weiteren Vorbereitung dient. Die Bahn in Caen kennt der 8jährige gut. Zudem besitzt er auch weitere Referenzen auf einem Rechtskurs. Auch wenn dies kein Hauptziel ist, wird er aufgrund seiner Klasse und mit dem Rückenwind des letzten Erfolgs wohl als Favorit antreten.

Tipp:

INO DU LUPIN (7)

IDAO DE TILLARD (15)

KOBAYASHI (2)

INEXESS BLEU (12)

IGREC DE CELLAND (3)


Für die Kombinationen: HOKKAIDO JIEL (13) - KOCTEL DU DAIN (11) - HULYSSE DIEGO (4)

Kommentare(0)
arrow