Der Italiener Golden Gio, der im vergangenen Monat in Turin voll überzeugen konnte, greift am Samstag in Caen im Prix Guillaume le Conquerant (GR III) an. Dabei trifft er aber auf einige der besten französischen 4jährigen.
Das Rennen wurde 2022 ins Leben gerufen. Die erste Austragung gewann damals ein gewisser Idao de Tillard. Auch in diesem Jahr verspricht das Rennen wieder spektakulär zu werden. Der Italiener Golden Gio scheint durchaus in der Lage zu sein, besser abzuschneiden als ein anderer Schützling von Antonio Somma: Frank Gio unterlag 2025 nach einem spannenden Duell knapp gegen Lovino Bello.
Golden Gio genießt bei Sebastien Guarato hohes Ansehen, wurde jedoch zunächst im Prix Ourasi (GR I) und anschließend am 21. März in Mailand disqualifiziert. Der Sohn von Face Time Bourbon rehabilitierte sich jedoch eindrucksvoll am 06. April in Turin, als er die 'Trofeo Aste Anact Open' souverän gewann und dabei den Sieger des italienischen Derbys, Gabrioz, klar hinter sich ließ. Zurück auf französischem Boden wird der Vertreter von Mitbesitzer Giuseppe Franco am Samstag erstmals im Wettbewerb auf einem Rechtskurs antreten. "Er kann manchmal Fehler machen, aber er besitzt enorme Fähigkeiten. Unser Ziel ist der Sieg", erklärt Matthieu Abrivard, der ihn mit Vorfreude wieder fahren wird.
Nach ihren Fehlern im Prix de Tonnac-Villeneuve (GR II) am 18. April in Enghien werden Magic Night und Magic Man versuchen, sich zu rehabilitieren. Magic Man wird erneut von Eric Raffin gefahren, wie schon bei seinem vierten Platz im Prix de Selection (GR I). Auch Maestro Vrie, der an diesem Tag nach zwischenzeitlicher Führung Sechster wurde, will Wiedergutmachung leisten. "Er hatte keinen guten Rennverlauf. Beim nächsten Mal werden wir anders vorgehen", erklärte sein Trainer Louis Baudron im Anschluss. Baudron wird hier selbst im Sulky sitzen. Ebenso wird sein Großvater Jean-Pierre Dubois, der seit Ende September in Frankreich nicht mehr gefahren ist, wieder antreten, um seinen Schützling Mac Kinley zu steuern.
Franck Blandin: "Keinen Grund Angst zu haben"
Zusätzliche Spannung bringt die Teilnahme von Mentor de Play. Der Schützling von Franck Blandin gewann am vergangenen Samstag in Vincennes den Prix du Vaucluse (GR III) in 11,4 über 2.700 Meter und ist somit 2026 bei fünf Starts noch ungeschlagen. Nun will er den nächsten Schritt machen. "Er war am Montag frisch und gut gelaunt", berichtet der Trainer aus der Normandie.
"Auch am Donnerstagmorgen hat er hervorragend gearbeitet. Die Aufgabe wird schwerer, aber ich habe keine andere Wahl, als ihn gegen die besten 4jährigen antreten zu lassen. Mein Pferd ist in ausgezeichneter Form. Ich gehe kein Risiko ein und lasse ihn diesmal hinten beschlagen. Ich gehe mit großer Neugier in dieses Rennen, aber angesichts seiner Zeiten habe ich keinen Grund, Angst zu haben."
