News Frankreich Trab, 09.05.2026
(hen) Cyril Sevestre freut sich, seinen Champion Idao de Tillard wieder in Bestform zu erleben, und wird am Samstag in Caen vor Ort sein, um dessen Auftritt im Prix des Ducs de Normandie (GR II) zu verfolgen. Im Vorfeld sprach er mit dem ParisTurf über das kommende Rennen, aber auch über den Elitloppet. (Foto:@scoopdyga)
Der 56jährige Maurer und Fliesenleger aus der Nähe von Marne-la-Vallee reist ohne besonderen Druck nach Caen, obwohl es sich um eines der prestigeträchtigsten Provinzrennen handelt. "Nach allem, was Idao de Tillard zu Beginn des Winters passiert ist, betrachte ich alles, was wir jetzt noch mit ihm erleben dürfen, als Bonus. Idao de Tillard hätte beinahe nie wieder Rennen gelaufen und sogar sein Leben verlieren können. Ihn heute wieder auf der Bahn zu sehen, ist deshalb einfach nur Glück", erklärt er.
"Der Prix des Ducs de Normandie ist ein großartiges Rennen, das dem Sieger viel Prestige verleiht. Aber Idao de Tillard hat zuletzt mit dem Sieg im Prix de l’Atlantique bereits das Wichtigste geschafft. Er hat uns gezeigt, dass er wieder auf seinem alten Niveau ist. Und genau das zählt am meisten. Dieser Tag war für uns ein riesiger Glücksmoment."
Natürlich hoffe er auf einen Sieg am Samstag, doch das Rennen sei kein eigentliches Hauptziel. "Für mich zählt vor allem, dass er sich weiterhin gut von allem erholt, unabhängig davon, ob er gewinnt oder nicht. Außerdem darf man nicht vergessen, dass dieses Rennen vor der Reise nach Solvalla zum Elitloppet stattfindet. Deshalb gibt es keine übertriebene Euphorie. Trotzdem denke ich, dass das Teilnehmerfeld außergewöhnlich stark sein wird. Das ist großartig für das Publikum."
Obwohl er bereits auf das letzte Mai-Wochenende in Solvalla blickt, wo sein Champion sich mit den besten Sprintern über die Meile messen soll, bleibt Cyril Sevestre vorsichtig. "Bis zur Reise nach Schweden sind es noch einige Wochen. Hoffentlich kommt nichts dazwischen, das die Vorbereitung auf dieses Rennen stören könnte, das nach dem Prix d’Amerique wohl die zweitgrößte Prüfung im Rennkalender ist. Aber ich wiederhole es: Alles, was wir derzeit mit Idao de Tillard erleben, ist für uns inzwischen ein Geschenk."
Eine Deckhengstkarriere beginnt
Die laufende Woche wurde außerdem durch die erfolgreichen Qualifikationen der ersten Nachkommen von Idao de Tillard auf der Rennbahn von Caen geprägt. Erneut ein besonderer Moment für Cyril Sevestre. "Die jetzige Phase ist ein sehr wichtiger erster Abschnitt in der Karriere des Pferdes als Deckhengst. Die ersten Rückmeldungen waren ermutigend, und die Qualifikationen haben bestätigt, dass seine Nachkommen Talent zeigen. Abgesehen vom finanziellen Aspekt wünscht man sich natürlich, dass sich ein Pferd auch als Deckhengst auszeichnet, nachdem es bereits als Rennpferd brilliert hat."
Wenn alles gut läuft, möchte Sevestre dieses Jahr drei 2jährige von Idao de Tillard zur Qualifikation vorstellen. Die Pferde stehen derzeit bei Bastien Clairet im Training, mit dem er gemeinsam mit Franck Gougeon und Vincent Renault verbunden ist. "Ich habe nicht vor, meine Tätigkeit als Besitzer und Züchter auszubauen. Aber wenn man ein Pferd wie Idao de Tillard erlebt hat, möchte man diese Geschichte natürlich bis zum Ende leben. Momentan habe ich acht bis neun Pferde im Training. Das ist mein Maximum, wenn ich mir die Freude an der Sache bewahren möchte."
