Nachschau Köln, 08.05.2026
Vorjahressieger Alieno imponierend überlegen
Es war alles andere als eine Überraschung, der Erfolg von Alleno am frühen Abend des After-Work-Renntages in Köln mit dem Sauren Dachfonds Preis als Höhepunkt der kleinen Karte, welche ausschließlich aus jenen Rennen bestand, die nach dem vorzeitigen Abbruch der jüngsten Kölner Sonntags-Veranstaltung ausgefallen waren.
Zu den Startern, die unverrichteter Dinge wieder in ihre Ställe zurückkehren mussten, hatten auch die sieben vierbeinigen Stars des sportlichen Höhepunktes gehört, also die des Sauren Dachfonds Preises, der die Tradition des legendären Gerling-Preises fortführt, der seit Jahrzehnten der sportliche Hochkaräter der domstädtischen Turf-Saison im Frühjahr markiert.
Als Gruppe-II-Prüfung mit einer Gesamtdotierung von 70.000 Euro bildete er den absoluten Höhepunkt des kleinen, aber sehr feinen Programms. Allenos Erfolg war insofern keine Überraschung, als er sich jüngst als Dritter des Grand-Prix-Aufgalopps bereits in guter Verfassung präsentiert hatte.
Ein wenig verblüffend wirkte allenfalls die Art und Weise, wie der Fünfjährige des Gestüts Ittlingen in dem 2.400-Meter-Test jetzt mit der Konkurrenz umsprang. Als seine ReiterinSibylle Vogt, die wie Allenos Trainer Marcel Weiß derzeit in einer absoluten Hochform agiert, innen eine sich kurz auftuende Lücke an der Innenseite clever zu nutzen verstand, gab es keine Halten mehr. Alles war entschieden, mit mehr als vier Längen setzte sich das braune Kraftpaket vom Rest des Feldes ab. Wie schon vor 12 Monaten hieß der Sieger einmal mehr Alleno. Und noch eine Parallele zum Vorjahr war, dass erneut Sibylle Vogt in seinem Sattel agierte.
Allerdings lief überdies Wintertraum, der Zweitplatzierte, ein sehr feines Rennen, da er aus einer längeren Pause kam und somit ein beachtliches Comeback liefern konnte. Gleiches gilt für Hochkönig, den letztjährigen Derby-Sieger und frisch gekürten „Galopper des Jahres 2025“, der mit einem guten Schlussakkord auffiel und hinter dem lange führenden und auf dem dritten Platz endenden Zuckerhut Rang vier besetzen konnte.
Bei herrlichem Frühlingswetter hatten viele Galoppbegeisterte sich die Chance nicht entgehen lassen, der Traditionsprüfung beizuwohnen. Nun wartet am Pfingstmontag, dem 25. Mai, ein Klassiker auf sie, und zwar die Coolmore City of Troy German 2000 Guineas im Rahmen des Benefiz-Renntags der Stiftung VEREINT!
