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Raphael Vilault: "Ich habe das Glück, dass Charley mir vertraut"

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News Frankreich Trab, 09.05.2026

(hen) Es ist ungewöhnlich, dass ein Lehrling jedes zweite Rennen gewinnt. Aber genau das gelang Raphael Vilault mit seinen gerade einmal 16 Jahren im Vormonat: Er bestritt 16 Rennen und gewann davon 8. Für LeTrot Grund genug ein Portrait über den jungen Mann zu zeichnen.

Unter den Top 25 des Monats

Les Andelys, Bihorel-les-Rouen, Meral, Reims, Caen, Amiens und Graignes. Dabei handelt es sich nicht um die Stationen eines Reiseführers, sondern um die Namen der Rennbahnen, auf denen RAPHAEL VILAULT im April gewann - insgesamt achtmal. Damit schaffte er es unter die Top 25 der Fahrer, mit einer starken Siegquote von 50%!

Seit Beginn des vergangenen Winters ist er Lehrling bei Charley Mottier, nachdem er zuvor in Grosbois tätig war, und zählt zu den großen Entdeckungen der letzten Wochen. "Ich bin im vergangenen Jahr nicht besonders viel gefahren, und ich wollte einen guten Jahresbeginn hinlegen", erklärt er. "Ich habe das Glück, dass Charley mir vertraut und mich auch für andere Trainer fahren lässt, wenn sich die Gelegenheit ergibt."

Durch Corona zum Rennsport

Dank Corona gewann der Rennsport das, was der Fußball mit Raphael Vilault verlor. "Bis dahin interessierte ich mich viel mehr für Fußball", erzählt der junge Mann, der im Juni seinen 17. Geburtstag feiern wird. "Und dann konnten wir wegen des Lockdowns nicht mehr rausgehen. Also war ich zu Hause und begann damit, ein Pony zu fahren."

Sein Vater Jean-Pierre hatte nämlich das kleine Gestüt übernommen, das bereits sein eigener Vater gegründet hatte und dessen rund fünfzig Boxen er heute an verschiedene Trainer vermietet. Als Jugendlicher verbrachte Raphael die Wochenenden dann im Stall von Tony Le Beller, dessen Betrieb kaum zehn Kilometer entfernt liegt. Dort fasste er den Entschluss, beruflich in den Pferdesport zu gehen und trat anschließend der AFASEC-Schule von Graignes bei.

Vater als erster Unterstützer

"Ich telefoniere nach jedem meiner Rennen mit meinem Vater." Als einziges Kind aus zweiter Ehe steht Raphael seinem Vater sehr nahe. "Er war lange im Reitsport tätig, bevor er vor einigen Jahren den Familienhof übernommen hat. Er züchtet selbst und besitzt eigene Pferde. Er kennt den Rennsport gut", sagt der Sohn anerkennend. "Außerdem hat er mich in meiner Entscheidung unterstützt, diesen Beruf zu ergreifen."

Vater und Sohn teilen sowohl die schönen als auch die schwierigen Momente. "Ich weiß, dass ich in schwierigeren Zeiten auf seine Unterstützung zählen kann."

Mehr Sulky als Sattel

Bereits bei seinem dritten Rennen gewann Raphael Vilault im vergangenen Sommer in Avranches. Im Sulky von Jasmine des Etangs für seinen ersten Lehrmeister Stephane Meunier, den er als "geduldig und immer hilfsbereit" beschreibt.

Die Mehrheit seiner inzwischen 16 Siege errang er im Sulky. "Ich kann nicht wirklich erklären warum, aber ich fühle mich im Sulky wohler."

Seinen aktuellen Erfolg verdankt er auch Charley Mottier. "Ich hatte mir gesagt, dass ich während meiner Ausbildungsjahre in zwei verschiedenen Ställen arbeiten sollte", erklärt er. "Bei Charley gibt es viele gute Pferde. Er ist sehr stark darin, seine Pferde optimal vorzubereiten. Außerdem herrscht eine sehr gute Atmosphäre."

Da sich die Siege wiederholen, beginnt er inzwischen auch auf die Ranglisten der Nachwuchschallenges zu schauen: In der Sulky-Challenge liegt er derzeit auf Platz Drei, im kombinierten Classement sogar auf Platz Eins.

Vincennes? Schon erledigt!

Im vergangenen November belegte Raphael Vilault mit Gold Mencourt den zweiten Platz im Prix Medusa, dem wichtigsten Attele des Jahres für Lehrlinge in Vincennes. Einen Sieg im "Temple du Trot" hat er offiziell allerdings noch nicht errungen.

Ganz stimmt das jedoch nicht. Bei der 2025er-Ausgabe der "Journee des Champions" im Juni gewann er das Finale des 'Schülerrennens'. Ebenfalls im Sulky von Gold Mencourt, der seinem Vater gehört. "Vincennes ist eine ganz andere Welt. Wenn du in die Umkleidekabinen kommst, bist du nur von großen Fahrern umgeben. Und dann  die riesige Bahn...", beschreibt er träumerisch.

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