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Gaetan Gilard: "Das Trabreiten gefällt mir, aber ich bevorzuge das Fahren"

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News Frankreich Trab, 09.05.2026

(hen) Mit drei Siegen in der laufenden Saison sorgt Gaetan Gilard aktuell für positive Schlagzeilen. Mittlerweile steht der Nachwuchsfahrer, der auch erfolgreich im Sattel agiert, bei 41 Siegen. Spätestens Anfang nächsten Jahres sollte er mit seinem 50. Sieg ins Profilager wechseln können. Grund genug für LeTrot ein Portrait über ihn zu zeichnen. (Foto:@scoopdyga)

Doppelte Freude

Innerhalb von 24 Stunden, am 22. und 23. April, wurde GAETAN GILARD zu einem der derzeit wohl auffälligsten jungen Fahrer Frankreichs. Dem 22jährigen gelang nämlich eine Doppel mit Hold Up Des Ventes für seinen Vater Martial in Chateaubriant, sowie mit Hold The Line aus dem Training von Enzo Lelievre in Laval. "Das ist eine Premiere für mich und ich genieße es", sagt der junge Mann über diese zwei zeitnahen Erfolge.

Es fällt ihm schwer, über sich selbst zu sprechen, aber der Reporter bleibt hartnäckig: "Was sind Deine Qualitäten?" Gaetan Gilard antwortet: "Im Rennen bleibe ich immer eher kühl. Ich 'zünde' nie zu früh und bin von Natur aus eher ruhig."

Aus eigenem Entschluss

"Wir wissen, dass es ein schwieriger Beruf ist, und gemeinsam mit seiner Mutter Jennifer haben wir ihn niemals dazu gedrängt, in den Rennsport zu gehen. Natürlich haben wir aber gespürt, dass ihm das irgendwie in den Genen liegt", stellt sein Vater Martial Gilard fest.

Gaetan entschied sich also aus eigenem Entschluss für den Rennsport. Allerdings nicht sofort. Dazu erklärt er: "Zunächst absolvierte ich eine Ausbildung in der Landwirtschaft - Rinderzucht und Getreideanbau. Aber ein Praktikum bei Anthony Dollion ließ mich erkennen, dass ich den Rennsport bevorzuge."

Ausgebildet wurde er an der 'Maison Familiale' in Vimoutiers, die er mit einem Abschluss als Nachwuchsfahrer verließ. Seine Lehrjahre in den Ställen verbrachte er bei Anthony Dollion und seinem Vater. Anschließend arbeitete er ein Jahr bei Patrick Terry, bevor er in den Südwesten Frankreichs zu Jerome Chavatte und Yannick Henry wechselte.

Der Ruf der Normandie

2026 begann ein neuer Abschnitt. Gaetan Gilard konnte dem Ruf seiner Heimat Normandie nicht widerstehen und kehrt in den Familienstall im Departement Orne zurück. "Er hatte den Wunsch, in die Region zurückzukehren, und von meiner Seite wollte ich ihm zu Hause mehr Raum geben. Mit einem Bestand, der einige Montepferde umfasst. Im Grunde passte das also gut zusammen. Nach und nach wird er mich ersetzen", erklärt Martial, der 58 Jahre alt ist.

Dazu ergänzt Gaetan: "Ich brauchte eine Veränderung, und da mein Vater mit seinen rund fünfzehn Pferden etwas allein war, wollte ich ihm helfen." Das Verhältnis zwischen Vater und Sohn ist gut. Jeder bringt "seine eigene Handschrift" in die Vorbereitung ein, wie Martial es beschreibt. "Ich finde, dass er sich gut schlägt. Er hat eine gute Haltung auf dem Pferd.  Im Sulky ist er vielleicht sogar noch besser. Natürlich ist er jung und muss noch Erfahrung sammeln."

Hold The Line

Nach seinem Erfolg mit Hold The Line, könnte Gaetan also künftig bald selbst, frei übersetzt, "auf Linie bleiben". Also seinen eigenen Weg gehen. Das Steuern als Catchdriver oder 'Catchjockey' motiviert ihn. Seine derzeitige Situation innerhalb des überschaubaren Familienbestands erlaubt es ihm, seine Lust auf Rennen auszuleben. "Aber ich mag auch das Training und werde mich später selbstständig machen", fügt er hinzu.

Ein Vorbild in seinen Augen?

"Seit meiner Kindheit mochte und verfolgte ich immer Matthieu Abrivard. Sowohl als Fahrer, als auch als Trainer ist er inspirierend."

Die Tugend der Vielseitigkeit

Mit 41 Siegen auf seinem Konto, 27 unter dem Sattel und 14 im Sulky, ist der junge Mann vielseitig. "Das Trabreiten gefällt mir und dort habe ich mehr Erfolg, aber ich bevorzuge das Fahren. Dort gibt es einen stärkeren taktischen Aspekt."

Mit seiner vergleichsweise großen Statur von 1,75 Metern achtet Gaetan Gilard außerdem auf seine Fitness als Jockey und steigt im Training ein- bis zweimal pro Woche in den Sattel.

Und die nahe Zukunft?

"Mein Ziel für dieses Jahr ist es Profi zu werden", gesteht er.

Und danach?

"Ich denke, dass ich mir einen Agenten nehmen werde, sobald ich Profi bin. Wir wissen, dass das ein schwieriger Übergang ist. Dass ich sowohl Jockey als auch Fahrer bin, sehe ich aber als Vorteil, denn wir wissen, dass es im Trabreiten mehr Nachfrage gibt."

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