Am Freitag fanden in Marseille-Borely für die 3-,4- und 5jährigen Läufe zu den 'LeTrot Open des Regions' statt. Nach dem Sieg von Nalisma bei den 3jährigen, bestätigte Maitre d’Houlbec seine große Vorliebe für die Bahn von Marseille-Borely und gewann souverän von der Spitze aus. Bei den 5jährigen zeigte sich Le Cashmaker als der Stärkste und setzte sich dank eines hervorragenden Schlussangriffs gegen seine Rivalen durch.
Mortagne: "Er liebt die Bahn von Borely"
MAITRE D’HOULBEC konnte sich bei den 4jährigen in Szene setzten und bestätigte damit das große Vertrauen seines Umfelds. Trotz seiner Zulage aus dem zweiten Band rückte der Partner von Nicolas Mortagne schnell auf und übernahm die Führung. Im Schlussbogen machte der As Dore- Sohn dann endgültig seine Ausdauer und seine besondere Eignung für die Bahn in Marseille deutlich. Der Sieger des regionalen Finales der 3jährigen im vergangenen Jahr beschleunigte eingangs der Zielgeraden entscheidend und sicherte sich in 15,1 den dritten Sieg seiner Karriere. Begünstigt wurde dies auch durch einen Fehler von Mara Best, die gerade zum Angriff ansetzte.
Nicolas Mortagne erklärte nach dem Rennen zufrieden: "Er ist nicht derselbe, wenn er vorne gehen kann. Das ist seine Lieblingsposition. Außerdem liebt er die Bahn von Borely. Ich denke, David (Bekaert) hätte mir ordentlich Druck gemacht. Mein Pferd ist ein Kämpfer. Wenn ich ihm die Klappen herunterziehe, braucht er aber immer etwas Zeit, um wieder anzuziehen. Er ist sehr unkompliziert geworden. Er macht alles von allein. Für die Zukunft denke ich daran, ihn unter dem Sattel einzusetzen."
Mistral Lomig zeigte ebenfalls eine starke Leistung und sicherte sich mit gutem Endspurt den zweiten Platz. Mac Kinley belegte mit etwas Abstand Rang drei.
Le Cashmaker mit dem stärksten Endspurt
Eine halbe Stunde später waren die 5jährigen in einem besonders stark besetzten Feld an der Reihe. LE CASHMAKER stand schließlich ganz oben auf dem Podium. In dem flott gelaufenen Rennen, setzte sich kurz bor Beginn der Schlussrunde Lord Julry an die Spitze, wurde aber sofort von Lord de Loiron abgelöst. Der spätere Sieger hielt sich zunächst im Hintertreffen auf. Bis zum Beginn der Zielgeraden ideal geschont, zeigte der Ready Cash-Sohn dann den schnellsten Schlussangriff und setzte sich auf den letzten fünfzig Metern sicher durch. Damit tritt er die Nachfolge von Kingsland de Simm als Sieger dieses Rennens an.
Eigentlich sollte Gabriele Gelormini das Pferd steuern, doch da er die Rennbahn früher verlassen musste, um seinen Einsatz im ersten Rennen in Vincennes wahrzunehmen, sprang David Bekaert kurzfristig ein und meisterte die Aufgabe glänzend: "Es war ordentlich Tempo im Rennen, das kam uns entgegen. Man darf nicht zu früh angreifen, sonst wird es komplizierter. Als ich ihn losschickte, hatte ich noch viel in der Hand. Er hat sehr stark beschleunigt. Das war top!"
Der erfolgreiche Fahrer aus dem Südosten feierte damit seinen zweiten Tagessieg nach dem früheren Erfolg von King Fromentro.
"Eine interessante Stute"
Schon im zweiten Rennen der Veranstaltung in Marseille-Borely waren die 3jährigen in den 'LeTrot Open des Regions' gefragt. Nach mehreren vielversprechenden Auftritten gewann NALISMA erstmals in ihrer noch jungen Karriere. Im Sulky saß Jean-Pierre Dubois.
Mit drei Startern trat der Ecurie des Mouettes (Jean-Pierre Dubois) in diesem Jahrgangsrennen äußerst offensiv an. Zu Beginn der Partie lag Nalisma noch relativ weit hinter der Spitze. Auf der letzten Überseite wurde die Tochter von Fabulous Wood aber vom "Chef" entscheidend eingesetzt und näherte sich vor allem im Schlussbogen mit großen Schritten der Spitze. Schon zur Mitte des Einlaufs hatte sie einen Vorteil und beherrschte das Feld auf den finalen 200 Metern. Letztlich kam sie in 16,9/3.000 Merter überlegen nach Hause.
Auch mit 85 Jahren kann Jean-Pierre Dubois also noch im Sulky glänzen. Nach dem Rennen lobte er die 3jährige: "Ich hielt sie schon bei ihrem Debüt für siegfähig. Ich wollte heute selbst hinter ihr sitzen, denn um die Pferde richtig beurteilen zu können, ist das besser. Sie ist eine interessante Stute."
Auch der zweite Vertreter der siegreichen Farben, New Haven Wood, zeigte eine starke Leistung. Nachdem er sich im vorletzten Bogen verbessert hatte, belegte er den zweiten Platz. Nirvana d’Hermes blieb diesmal fehlerfrei, stellte sein Umfeld als Dritter zufrieden.
