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GNT in Amiens - Abrivard: "Jentil Dieschoot ist ein hartes Pferd, was auf solch einer Bahn ein Vorteil ist"

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News Frankreich Trab, 04.03.2026

 

(hen) Die Rennbahn von Amiens war schon in den letzten fünf Jahren Schauplatz für den Auftakt des Grand National du Trot. Und in den letzten vier Ausgaben hat ein Pferd aus dem ersten Band gewinnen können. Insofern waren die Wetter durch die Ergebnisse der letzten Jahre "vorgewarnt". Dennoch wurde das zweite Band mehrheitlich stark bewettet, was sich im Nachhinein als Fehler rausstellte. Mit Ausnahme von Kaptain du Liamone (14) bestand die Quinte ausschließlich aus Pferden, die von der Grundmarke in das Rennen gegangen sind.

Am besten konnte es der Sieger Jentil Dieschoot. Zwei Runden vor dem Ziel übernahm er mit Formfahrer Alexandre Abrivard die Spitze und teilte sich die Pace in der Folge sehr gut ein. Im Schlussbogen beschleunigte das Gespann so stark, dass lediglich der spätere Zweite Hall Black Mess halbwegs Anschluss halten konnte. Der 7jährige Un Charme Fou-Sohn kam am Ende sicher in 12,8/2.900 Meter nach Hause.

Mit einer späten Lücke im Einlauf konnte sich Iris From noch leicht auf den dritten Platz vorarbeiten, ehe Kaptain du Liamone mit viel Speed auf Rang Vier gelaufen ist. Noch einmal zwei Längen zurück konnte Iena d'Orgeres die Quinte komplettieren.

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Der Sieger musste nach dem vorläufigen Einlauf und einer Überprüfung aber noch einmal zittern. Zu Beginn des Schlussbogens drängelte Jentil Dieschoot so sehr nach innen, dass er drei Pylonen auf der falschen Seite passierte. Eine Pylone mehr und der Wallach wäre disqualifiziert worden. Somit wurde nach einigen Minuten Entwarnung gegeben: Der Schützling von Kevin Leblanc wurde als Sieger bestätigt.

"Er ist ein hartes Pferd, was auf solch einer Bahn ein Vorteil ist", erklärte der siegreiche Fahrer. "Er ist gut gestartet. Meine Sorge war im Vorfeld nicht zu weit hinten zu liegen. Der erste Ausfall im ersten Bogen hat mir ermöglicht, problemlos die Spitze zu übernehmen. Im Schlussabschnitt gab es erneut unglückliche Zwischenfälle in der letzten Kurve, sodass danach nicht mehr viele Gegner übrig waren."

Tatsächlich machte der Favorit Just de l'Oison, der lange viele Reserven zu haben schien, im Schlussbogen einen Fehler, während Jilord Viva dort ebenfalls kurz aus dem Takt geriet, aber zu dem Zeitpunkt schon weiter zurücklag.

Der Sieg von Jentil Dieschoot ist auch ein Erfolg für zwei derzeit besonders formstarke Akteure: Fahrer Alexandre Abrivard und Trainer Kevin Leblanc. Dabei war die Teilnahme von Jentil Dieschoot ursprünglich gar nicht vorgesehen und ist ausschließlich auf die seit dem 01. März geltende Regeländerung bei den Streichungen in Quinte-Rennen zurückzuführen (Anm.: Pferde ohne Preisgeld aus den letzten drei Monaten im Sulky werden zuerst gestrichen). "Eigentlich war nicht geplant, dass er diese Etappe bestreitet", erklärte der junge Trainer. "Ich dachte sogar, er würde gestrichen werden. Aber durch das neue Reglement blieb er im Feld. Als ich ihn am Samstag gearbeitet habe, war er sehr frisch, und ich wusste, dass er gut laufen würde. Meine einzige Sorge war das Profil der Bahn, denn es ist ein kleiner Kurs. Ihm fehlt es etwas an Grundschnelligkeit, und ich hatte Angst, dass er beim Start zu weit zurückfallen könnte. Alexandre ist es jedoch gelungen, ihn hervorragend ins Rennen zu bringen. Und genau deshalb hat er das Rennen gewonnen."

Öffnet ihm sein heutiger Sieg nun ein festes Programm innerhalb der Rennserie? "Das wird wohl der Fall sein",  antwortet Kevin Leblanc. "Er dürfte Ende des Monats in Marseille-Borely antreten. Er fühlt sich sowohl auf Rechts- als auch auf Linkskursen wohl. Zudem verfügt er über viel Ausdauer und gibt niemals auf."

Stimmen der Platzierten:

Thomas Chalon - Hall Black Mess: "Ich hatte Angst, am Start vielleicht zu viel gemacht zu haben. Aber es war ein selektives Rennen, in dem er gut durchatmen konnte. Auf halber Zielgeraden schloss sich die Lücke etwas. Vielleicht hätten wir das führende Pferd noch unter Druck setzen können, aber geschlagen hätten wir es wohl nicht."

Matthieu Abrivard - Iris From: "Beim Start herrschte etwas Durcheinander, sodass ich nicht so schnell wegkam, wie ich wollte. Danach war ich hinter dem Geschehen und habe mir noch etwas für den Endspurt aufgehoben."

Zweite Etappe: Mittwoch, 25. März, in Marseille-Borely.

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