Vorschau Cheltenham, Mittwoch 11.03.2026
(Joseph S.) Turners Novices’ Hurdle Turners Novice Hurdl Cheltenham Festival – Day Two 1.Rennen Startzeit: 14:20 Uhr
Das erste Rennen des zweiten Tages beim Cheltenham Festival verspricht erneut ein hochklassiges Duell zwischen den besten Novizen aus Großbritannien und Irland. Besonders im Fokus steht No Drama This End, der nach Meinung vieler Experten zu den spannendsten Nachwuchspferden der aktuellen Saison zählt.
Trainer Paul Nicholls ließ bereits durchblicken, dass er in dem talentierten Wallach große Qualität sieht – ein Vergleich mit dem früheren Star Denman zeigt, welches Potenzial seinem Schützling zugetraut wird. Über Hürden ist No Drama This End bislang ungeschlagen und hat sich seit seinem Auftritt im Champion Bumper im vergangenen Jahr deutlich weiterentwickelt.
Sein Sieg über Kurs und Distanz beim November-Meeting in Cheltenham war bereits beeindruckend, doch anschließend bestätigte er seine Klasse mit einem weiteren starken Erfolg in einem Grade-2-Rennen in Sandown. Den endgültigen Durchbruch schaffte er schließlich im Challow Hurdle in Newbury, wo er erstmals auf höchstem Niveau antrat und sich souverän behauptete. Mit dieser Form gehört der Sohn von Walk In The Park zweifellos zu den führenden Kandidaten dieses Rennens.
Aus irischer Sicht führen Ballyfad und King Rasko Grey die Herausforderer an. Beide trafen zuletzt beim Dublin Racing Festival im Tattersalls-Rennen aufeinander und belegten dort die Plätze zwei und drei. Die Leistungsunterschiede zwischen den beiden waren minimal. Ballyfad hatte im Ziel zwar knapp die Nase vorn, doch King Rasko Grey wirkte unterwegs lange wie der wahrscheinlichere Sieger, ehe ihm auf den letzten Metern etwas die Kraft ausging.
Sein Trainerteam betonte anschließend, dass der Wallach bei diesem Auftritt noch nicht bei voller Fitness gewesen sei. Mit zusätzlicher Rennpraxis und der nun längeren Distanz könnte er die Form aus Leopardstown durchaus drehen.
Hinter diesen Hauptkandidaten lauern weitere interessante Pferde aus starken Ställen. Skylight Hustle, Sober und Sortudo verfügen allesamt über genügend Klasse, um eine Überraschung zu schaffen. Ebenfalls nicht zu unterschätzen ist I’ll Sort That, der zuletzt in Naas ein Grade-1- Rennen gewann und dabei Sortudo klar hinter sich ließ. Auch er gehört auf jede ernsthafte Shortlist in einem Rennen, das insgesamt außergewöhnlich stark besetzt wirkt.
Unter den Außenseitern fällt besonders Fortune Timmy auf. Sein letzter Auftritt in Cheltenham ließ erkennen, dass er über enormes Stehvermögen verfügt. Damals wurde er während des Rennens etwas zu zurückhaltend geritten und wirkte im entscheidenden Moment noch grün. Mit dieser Erfahrung im Gepäck könnte er diesmal deutlich gefährlicher sein und bei sehr hohen Quoten zumindest um eine Platzierung kämpfen.
Fazit
Das Rennen könnte sich zu einem spannenden Vergleich zwischen den führenden britischen und irischen Novizen entwickeln. No Drama This End bringt eine makellose Hürdenbilanz sowie starke Cheltenham-Form mit und gilt als Maßstab für die Konkurrenz.
Die größte Gefahr dürfte jedoch aus Irland kommen, insbesondere von King Rasko Grey, der beim Dublin Racing Festival sehr stark wirkte und mit der längeren Distanz nun noch besser zurechtkommen könnte. Ballyfad bleibt ebenfalls ein ernstzunehmender Gegner, während mehrere talentierte Außenseiter das Rennen zusätzlich offen halten.
Brown Advisory Novices’ Chase Cheltenham Festival – Day Two 2.Rennen Startzeit: 15:00 Uhr
Das zweite Rennen des Tages verspricht eine äußerst offene Angelegenheit zu werden, in der mehrere Kandidaten berechtigte Siegchancen besitzen. In einem stark besetzten Feld fällt die Wahl dennoch knapp auf Romeo Coolio, der trotz einiger Fragezeichen über die neue Distanz als eines der talentiertesten Pferde im Rennen gilt.
Der von Gordon Elliott trainierte Wallach hat in dieser Saison bereits zwei Grade-1-Erfolge über rund 2 Meilen in Leopardstown erzielt. Dabei hinterließ er häufig den Eindruck, als würde ihm eine längere Distanz noch besser liegen. Seine überzeugendsten Auftritte zeigte er über etwa 2 Meilen und 4 Furlongs, darunter ein beeindruckender Sieg im Drinmore Novice Chase sowie ein dominanter Erfolg mit großem Vorsprung gegen Koktail Divin in Down Royal im Oktober. Sollte er die deutlich längere Distanz in Cheltenham bewältigen, könnte er sich als äußerst schwer zu schlagen erweisen.
Ein Pferd, das lange Zeit als einer der Favoriten für dieses Rennen galt, ist Final Demand. Nach seiner Niederlage beim Dublin Racing Festival steht der Wallach allerdings etwas unter Druck und muss nun beweisen, dass er auf diesem Niveau konstant bestehen kann. In Leopardstown musste er sich überraschend deutlich geschlagen geben, was einige Zweifel an seiner aktuellen Form aufkommen ließ.
Der Sieger dieses Rennens beim DRF war Kaid d’Authie, der Final Demand damals klar hinter sich ließ und damit ein starkes Zeichen setzte. Diese Leistung setzt aktuell den Maßstab im Feld. Zwar könnte etwas weichere Bodenbeschaffenheit besser zu ihm passen, doch die längere Distanz und das anspruchsvolle Finish in Cheltenham könnten ebenfalls zu seinen Stärken zählen.
Ein weiteres interessantes Pferd ist Wendigo, der sich besonders über längere Distanzen deutlich verbessert gezeigt hat. Der Schützling von Gary Moore machte zuletzt mit starken Leistungen über weitere Wege auf sich aufmerksam, und der nochmals längere Test in Cheltenham könnte ihm zusätzlich entgegenkommen. Sollte der Boden nicht zu schnell sein, könnte er sogar zu einer gefährlichen Außenseiterchance werden.
Auch Western Fold gehört zum erweiterten Kreis der Kandidaten. Der Sieger des Galway Plate aus dem vergangenen Sommer meldete sich zuletzt beim Dublin Racing Festival zurück und zeigte trotz für ihn ungünstiger Bodenverhältnisse eine ordentliche Leistung. Auf besserem Untergrund könnte er deutlich stärker auftreten.
Nicht unterschätzt werden darf zudem Koktail Divin, der zuletzt einen spektakulären Sieg feiern konnte. Sein Trainerteam entschied sich bewusst für dieses Rennen statt für ein lukratives Handicap, was auf großes Vertrauen in seine Fähigkeiten hindeutet.
Fazit
Das Rennen erscheint äußerst ausgeglichen und könnte von mehreren Faktoren wie Tempo, Bodenverhältnissen und Stehvermögen entschieden werden. Romeo Coolio bringt die vielleicht größte Klasse im Feld mit, muss jedoch erstmals eine deutlich längere Distanz bewältigen.
Kaid d’Authie besitzt aktuell die stärkste Formlinie nach seinem überzeugenden Sieg beim Dublin Racing Festival, während Wendigo und Western Fold als interessante Herausforderer gelten. Sollte Romeo Coolio die zusätzliche Distanz problemlos meistern, besitzt er jedoch die Qualität, dieses hochklassige Rennen für sich zu entscheiden.
Coral Cup Handicap Hurdle Cheltenham Festival – Day Two 3.Rennen Startzeit: 15:40 Uhr
Das dritte Rennen des Tages zählt traditionell zu den offensten Handicap-Hürdenrennen des gesamten Festivals. In diesem Jahr präsentiert sich das Feld erneut äußerst ausgeglichen, mit mehreren Pferden, die berechtigte Hoffnungen auf den Sieg hegen können.
Ein Pferd mit interessanter Ausgangslage ist Lucky Place, der von Nicky Henderson trainiert wird und im vergangenen Jahr in dieser Prüfung bereits eine gute Rolle spielte. Zwar konnte er zuletzt seinen überzeugenden Erfolg im Relkeel Hurdle nicht bestätigen, dennoch zeigte er eine respektable Leistung. Die Rückkehr in ein Handicap könnte ihm nun wieder entgegenkommen, da seine aktuelle Marke als durchaus fair einzuschätzen ist.
Große Aufmerksamkeit erhält auch Kopeck De Mee, der bereits im vergangenen Jahr mit hohen Erwartungen zu diesem Rennen angereist war. Damals zeigte er sich jedoch zu temperamentvoll und baute im Verlauf stark ab. Sein Talent bestätigte er allerdings kurze Zeit später in Aintree, wo er nach einem unglücklichen Rennverlauf nur knapp geschlagen wurde. Nachdem ein Versuch über die Jagdsprünge nicht wie erhofft verlief, wurde er gezielt auf dieses Rennen vorbereitet und kommt nun ausgeruht nach Cheltenham.
Die Wahl fällt jedoch auf seinen Stallgefährten Chart Topper. Der Wallach kam zuletzt zu Fall, befand sich zu diesem Zeitpunkt jedoch klar auf dem Weg zu einem möglichen Sieg. Für diese Leistung wurde er lediglich um zwei Pfund höher eingestuft, was ihn weiterhin attraktiv im Handicap erscheinen lässt. Zwar könnte ihm eine noch längere Distanz besser liegen, doch mit einer offensiven Taktik – zusätzlich unterstützt durch erstmals angelegte „Cheekpieces“ – könnte er das Rennen früh zu einem echten Stehvermögenstest machen.
Auch Kateira hat in den letzten Tagen verstärkt Unterstützung auf dem Wettmarkt erhalten. Ihre Leistungen in dieser Saison deuten darauf hin, dass sie bislang eher schonend geritten wurde, um ihre Handicapmarke zu halten. Besonders hervorzuheben ist ihr Erfolg gegen eine spätere Champion-Hurdle-Siegerin zu Beginn der Saison. Zudem ist sie zweifache Listed-Siegerin, weshalb ihre aktuelle Einstufung ebenfalls als günstig gelten kann.
Unter den Außenseitern verdient Buddy One eine kurze Erwähnung. Der frühere Zweite im Martin Pipe Conditional Jockeys’ Handicap zeigte im vergangenen Frühjahr starke Leistungen auf höchstem Niveau. Seine jüngsten Ergebnisse fielen zwar enttäuschend aus, allerdings trat er dabei mehrfach auf ungeeignet tiefem Boden über größere Hindernisse an. Zurück über Hürden und auf besserem Untergrund könnte er zu sehr hohen Quoten zumindest eine Platzierung erreichen.
Ein weiterer interessanter Kandidat ist Storm Heart, der als Nachwuchspferd bereits starke Ansätze zeigte. Der sechsjährige Wallach meldete sich zuletzt mit zwei überzeugenden Siegen zurück – zunächst in Limerick über 2m4f und anschließend im Red Mills Trial in Gowran. Mit der nun wieder längeren Distanz könnte noch weiteres Steigerungspotenzial vorhanden sein.
Auch Jingko Blue ist nicht zu unterschätzen, nachdem er im Relkeel Hurdle in Cheltenham hinter einem starken Gegner Zweiter wurde. Ebenso bleiben The Yellow Clay und Lucky Place ernsthafte Kandidaten für eine Platzierung in einem Rennen, das traditionell viele Überraschungen bereithält.
Fazit
Das Rennen präsentiert sich einmal mehr als äußerst schwieriges Handicap mit zahlreichen Chancen. Chart Topper wirkt nach seiner unglücklichen Niederlage zuletzt weiterhin günstig eingestuft und könnte bei offensiver Taktik schwer einzufangen sein.
Storm Heart bringt frische Form und Entwicklungspotenzial mit, während Kopeck De Mee, Kateira und Lucky Place ebenfalls starke Argumente auf ihrer Seite haben. In einem der offensten Rennen des Tages könnte letztlich das richtige Rennverlaufsszenario den Ausschlag geben.
Glenfarclas Cross Country Chase Cheltenham Festival – Day Two 4.Rennen Startzeit: 16:20 Uhr
Das vierte Rennen des Tages führt über die spektakulären Cross-Country-Hindernisse und gehört traditionell zu den außergewöhnlichsten Prüfungen des gesamten Cheltenham Festivals. Der spezielle Kurs mit seinen unterschiedlichen Hindernissen stellt sowohl Pferde als auch Reiter vor besondere Herausforderungen und sorgt häufig für ein taktisch geprägtes Rennen.
Ein Trainer, der in dieser Disziplin immer wieder erfolgreich ist, ist Gordon Elliott, dessen Bilanz in diesem Rennen beeindruckend ist. In diesem Jahr könnte sein Stall erneut eine große Rolle spielen, insbesondere mit Favori De Champdou, der zuletzt über diesen Kurs und diese Distanz einen überzeugenden Sieg feiern konnte. Dabei machte der inzwischen elfjährige Wallach seinen Sturz aus dem Dezember mehr als wett und zeigte, dass ihm die besonderen Anforderungen dieser Strecke sehr gut liegen.
Favori De Champdou hatte zuvor bereits seine Klasse unter Beweis gestellt, als er das stark besetzte Paddy Power Handicap gewann. Diese Form wurde später durch gute Leistungen der geschlagenen Gegner in weiteren großen Handicaprennen bestätigt. Trotz einer Erhöhung seiner Handicapmarke wirkt er weiterhin konkurrenzfähig und könnte erneut eine entscheidende Rolle spielen.
Der größte Gegner könnte jedoch der Titelverteidiger Stumptown sein. Der von Gavin Cromwell trainierte Wallach ist ein echter Festival-Spezialist und hat im vergangenen Jahr bereits bewiesen, dass ihm diese ungewöhnliche Prüfung hervorragend liegt. Zuletzt war er im Velká Pardubická erfolgreich, einem der anspruchsvollsten Hindernisrennen Europas. Stumptown besitzt zudem eine sehr gute Bilanz nach längeren Pausen und dürfte ausgeruht erneut mit einer starken Leistung rechnen lassen, auch wenn er nun fünf Pfund höher eingestuft ist als bei seinem Sieg im vergangenen Jahr.
Weitere ernsthafte Kandidaten sind Desertmore House und Vanillier, die beide bereits starke Leistungen in Cross-Country-Rennen gezeigt haben. Besonders Desertmore House machte zuletzt über den Banks Course in Punchestown einen guten Eindruck und könnte von trockenerem Boden profitieren.
Auch Fakir D’Oudairies, ein ehemaliger Grade-1-Sieger, verdient Beachtung. Beim letzten Aufeinandertreffen mit einigen dieser Gegner lief er auf sehr tiefem Boden, der ihm nicht optimal entgegenkam. Auf schnellerem Untergrund könnte er deutlich besser zur Geltung kommen – vorausgesetzt, er kommt mit der langen Distanz zurecht.
Ebenfalls nicht ganz aus dem Rennen sind Final Orders und Latenightpass, die beim letzten Treffen zwar deutlich hinter Favori De Champdou landeten, auf Basis ihrer besten Leistungen jedoch durchaus Chancen auf eine Platzierung besitzen.
Fazit
Der Titelverteidiger Stumptown bringt viel Erfahrung auf diesem Kurs mit und besitzt als ausgewiesener Cross-Country-Spezialist erneut beste Chancen auf eine starke Leistung.
Dennoch hinterließ Favori De Champdou bei seinem letzten Auftritt über diese Hindernisse einen derart überzeugenden Eindruck, dass er trotz höherer Marke schwer zu schlagen sein könnte. Desertmore House und Vanillier zählen zu den gefährlichen Herausforderern, während Fakir D’Oudairies auf besserem Boden ebenfalls eine Überraschung schaffen könnte.
Queen Mother Champion Chase Cheltenham Festival – Day Two 5.Rennen Startzeit: 17:00 Uhr
Das sportliche Highlight des zweiten Tages ist traditionell die Queen Mother Champion Chase, eines der prestigeträchtigsten Rennen über die schweren Sprünge im gesamten National Hunt Kalender. In diesem Jahr rückt vor allem Majborough in den Mittelpunkt, der nach einer beeindruckenden Leistung zuletzt als einer der klaren Favoriten an den Start geht.
Der von Willie Mullins trainierte Wallach hat über die Jagdsprünge nicht immer vollkommen überzeugt. Besonders im vergangenen Jahr, als er im Arkle Novices’ Chase durch späte Sprungfehler den möglichen Sieg aus der Hand gab, zeigte sich seine gelegentliche Unsicherheit über die Hindernisse. Beim Dublin Racing Festival präsentierte sich Majborough jedoch wie verwandelt. Mit erstmals angelegten „Cheekpieces“ und einer offensiveren Taktik dominierte er das Rennen eindrucksvoll und besiegte Marine Nationale mit einem Vorsprung von 19 Längen. Sollte er eine ähnliche Leistung erneut abrufen können, wird es für die Konkurrenz äußerst schwierig, ihn zu schlagen.
Zu den interessantesten Herausforderern gehört Il Etait Temps, der in den vergangenen Jahren mehrfach auf höchstem Niveau erfolgreich war und bereits fünf Grade-1-Rennen über Zäune gewinnen konnte. Allerdings verlief sein letzter Start im Clarence House Chase enttäuschend, als er nach einem eher mühsamen Rennen zu Fall kam. Seine Leistung zuvor im Tingle Creek Chase zählt jedoch weiterhin zu den stärksten Formlinien im Feld und macht ihn trotz einiger Fragezeichen zu einem ernsthaften Gegner.
Der von Dan Skelton trainierte L’Eau Du Sud kommt nach einer Pause nach Cheltenham, nachdem er im Tingle Creek hinter Il Etait Temps zurückblieb. Zuvor hatte der graue Wallach jedoch im Shloer Chase über Kurs und Distanz einen äußerst überzeugenden Eindruck hinterlassen. Sollte er zu dieser Form zurückfinden, könnte er ebenfalls eine bedeutende Rolle spielen.
Ein weiteres interessantes Pferd ist Irish Panther, der trotz seiner noch geringen Erfahrung über Zäune – es ist erst sein dritter Start in dieser Disziplin – bereits großes Talent angedeutet hat. Beim letzten Auftritt in Leopardstown verlangte er Romeo Coolio alles ab und könnte mit weiterem Entwicklungspotenzial überraschen.
Nicht vergessen werden darf Quilixios, der auf dieser Rennbahn bereits mehrfach starke Leistungen gezeigt hat. Im vergangenen Jahr war er in diesem Rennen auf dem Weg zu einer hervorragenden Platzierung, bevor er kurz vor dem Ziel zu Fall kam. Sollte er nach längerer Pause sofort wieder in Form sein, könnte er ebenfalls gefährlich werden.
Unter den Außenseitern könnte Libberty Hunter eine Rolle spielen. Auch er zeigte im letzten Jahr in diesem Rennen lange eine gute Leistung, ehe er ebenfalls zu Fall kam. Mit einem ruhigen Rennverlauf könnte er diesmal versuchen, spät von einem möglicherweise schnellen Tempo zu profitieren.
Fazit
Die Queen Mother Champion Chase verspricht erneut ein hochklassiges Duell zwischen einigen der besten Two-Mile-Chaser Europas. Majborough setzte beim Dublin Racing Festival eine außergewöhnliche Marke und bringt die aktuell überzeugendste Form mit.
Il Etait Temps besitzt jedoch enorme Klasse und könnte bei Rückkehr zu seiner Bestform der gefährlichste Herausforderer sein. L’Eau Du Sud und Quilixios verfügen ebenfalls über starke Cheltenham-Form und könnten im Kampf um die vorderen Plätze eine entscheidende Rolle spielen.
Grand Annual Handicap Chase Cheltenham Festival – Day Two 6.Rennen Startzeit: 17:40 Uhr
Das sechste Rennen des Tages ist ein traditionell äußerst stark besetztes Handicap über die Jagdsprünge. Viele der Teilnehmer sind noch relativ unerfahren über Zäune, was häufig zu überraschenden Rennverläufen führt.
Besonders interessant erscheint Be Aware, der nach einigen vielversprechenden Leistungen über Zäune nun wieder in ein Handicap zurückkehrt. Der Schützling von Dan Skelton zeigte insbesondere bei seinem zweiten Platz hinter Lulamba im Henry VIII Novices’ Chase in Sandown eine starke Leistung auf Grade-1-Niveau. Sollte er an diese Form anknüpfen können, wirkt seine aktuelle Handicapmarke durchaus attraktiv.
Ein weiterer ernstzunehmender Kandidat ist Inthepocket, der bereits vor einigen Jahren ein Grade-1-Hürdenrennen in Aintree gewinnen konnte. Seitdem wurde er nur sparsam eingesetzt, was darauf hindeutet, dass sein Trainer ihn gezielt für größere Aufgaben vorbereitet hat. Mit seiner Klasse gehört er in diesem Feld zweifellos zu den gefährlichen Gegnern.
Trainer Ben Pauling verfügt gleich über mehrere interessante Starter. Vanderpoel reist mit einer Serie von Siegen an und versucht, seinen dritten Erfolg in Folge zu feiern. Auch Personal Ambition, der zuletzt in Newbury einen überzeugenden Sieg errang, könnte mit weiterer Steigerung eine wichtige Rolle spielen.
Zu den Pferden, die von einem sehr schnellen Anfangstempo profitieren könnten, gehört Ballysax Hank. Der Sieger des Summer Plate besitzt großes Stehvermögen und könnte besonders im letzten Abschnitt des Rennens profitieren, wenn andere Pferde nach einem schnellen Tempo nachlassen.
Auch Relieved Of Duties verdient Beachtung. Er zeigte bereits früher in der Saison in Cheltenham eine respektable Leistung und konnte bei seinem Debütsieg Form zeigen, die später durch starke Ergebnisse anderer Pferde bestätigt wurde. Sein letzter Auftritt fiel auf sehr tiefem Boden enttäuschend aus, was jedoch möglicherweise entschuldbar ist.
Ein weiterer interessanter Kandidat ist Rubaud, der auf Basis seiner Leistungen über Hürden als gut eingestuft gelten kann. Zuletzt zeigte er im Kingwell Hurdle eine bemerkenswerte Leistung auf schwierigem Untergrund. Auf besserem Boden könnte er nun deutlich stärker auftreten – vorausgesetzt, sein Sprungvermögen bleibt stabil.
Unter den Außenseitern könnten Break My Soul und Ballysax Hank ebenfalls eine Rolle im Kampf um die Plätze spielen. Besonders Break My Soul besitzt auf Grundlage ihrer früheren Hürdenform eine durchaus faire Handicapmarke und könnte mit dem richtigen Rennverlauf überraschen.
Fazit
Ein äußerst offenes Handicap, in dem mehrere Pferde mit Entwicklungspotenzial antreten. Be Aware wirkt nach seinen starken Leistungen auf höherem Niveau möglicherweise noch besser als seine aktuelle Handicapmarke und könnte daher besonders interessant sein.
Inthepocket, Rubaud und Vanderpoel zählen zu den gefährlichsten Herausforderern, während Ballysax Hank mit seinem Stehvermögen besonders im Schlussabschnitt gefährlich werden könnte.
Champion Bumper Cheltenham Festival – Day Two Startzeit: 18:20 Uhr
Der zweite Festivaltag endet traditionell mit dem Champion Bumper, einem der prestigeträchtigsten Flachrennen im National Hunt Kalender für Nachwuchspferde ohne Hinderniserfahrung. In dieser Prüfung versuchen viele zukünftige Stars erstmals auf der großen Bühne des Cheltenham Festivals auf sich aufmerksam zu machen.
Trainer Willie Mullins hat dieses Rennen in der Vergangenheit dominiert und könnte in diesem Jahr seinen bereits beeindruckenden Rekord weiter ausbauen. Love Sign D’aunou, geritten von Patrick Mullins, gilt als einer der interessantesten Kandidaten aus dem stark besetzten Closutton-Stall. Der Wallach machte bei seinem Debüt in Naas mit einem überlegenen Sieg auf sich aufmerksam und gewann mit großem Vorsprung gegen ebenfalls hoch eingeschätzte Gegner. Diese Leistung brachte ihn sofort an die Spitze des Wettmarktes.
Ein weiterer Vertreter aus Irland, der große Beachtung verdient, ist The Irish Avatar, der bei seinem Sieg in Navan einen starken Eindruck hinterließ und ebenfalls zu den vielversprechenden Nachwuchspferden zählt.
Besonders spannend ist jedoch der vierjährige Quiryn, der ein ungewöhnliches Profil besitzt. Der Halbbruder eines Group-1-Siegers hatte ursprünglich zwei Starts auf der Flachbahn in Frankreich geplant, verweigerte dort jedoch jeweils den Eintritt in die Startboxen. Erst im National Hunt Sport zeigte er sein wahres Potenzial und präsentierte bei seinem ersten Auftritt in einem Bumper in Naas einen bemerkenswerten Antritt. Seine Geschwindigkeit könnte ihm in diesem Rennen einen entscheidenden Vorteil verschaffen. Sollte er gewinnen, wäre er der erste Vierjährige seit Cue Card im Jahr 2011, dem dieses Kunststück gelingt.
Ebenfalls erwähnenswert ist Broadway Ted, der beim Dublin Racing Festival seine Stallgefährten With Nolimit und Charismatic Kid schlagen konnte. Obwohl der Sieg auf den ersten Blick überraschend wirkte, zeigte der Wallach großen Kampfgeist und könnte mit weiterer Steigerung auch hier eine wichtige Rolle spielen. Allerdings stammen seine bisherigen Bestleistungen überwiegend auf sehr weichem Boden, weshalb schnellere Bedingungen eine Herausforderung darstellen könnten.
Neben diesen Kandidaten verfügt Willie Mullins über weitere interessante Starter. Paul Townend hat sich für Quiryn entschieden, der mit seinem starken Antritt besonders auf dieser Bahn gefährlich wirken könnte.
Eine spannende Außenseiterchance stellt zudem die vierjährige Stute Mets Ta Ceinture dar. Sie wurde nach einem Grade-2-Sieg in Frankreich vom Skelton-Stall übernommen und erhält als Stute Gewichtserleichterung gegenüber den männlichen Konkurrenten. Ihre bisherige Form wurde bereits mehrfach bestätigt, und sollte sie nach der Pause sofort in Bestform antreten, könnte sie durchaus in die Entscheidung eingreifen.
Weitere interessante Namen im Feld sind Keep Him Company sowie der in Ascot erfolgreiche Bass Hunter, die ebenfalls über ausreichend Talent verfügen, um in diesem stark besetzten Rennen eine Rolle zu spielen.
Fazit
Der Champion Bumper bringt traditionell einige der talentiertesten Nachwuchspferde des National Hunt Sports zusammen. Love Sign D’aunou beeindruckte bei seinem Debüt und setzt auf Basis dieser Leistung den Maßstab im Feld.
Quiryn besitzt jedoch außergewöhnliche Geschwindigkeit und könnte besonders auf dieser Bahn ein gefährlicher Gegner sein. Broadway Ted, The Irish Avatar und Mets Ta Ceinture ergänzen ein stark besetztes Feld, in dem mehrere zukünftige Stars des Hindernissports erstmals ins Rampenlicht treten könnten.
