Vorschau Cheltenham, Dienstag 10.03.2026
(Joseph S.) Wenn am Dienstag um 14:20 Uhr das erste Rennen des Cheltenham Festivals gestartet wird, beginnt eines der größten Spektakel im internationalen Pferdesport. Mehr als 65.000 Zuschauer füllen dann die Tribünen im traditionsreichen Prestbury Park, und in genau diesem Moment erhebt sich der legendäre „Cheltenham Roar“ – ein ohrenbetäubender Jubel, der weit über die Rennbahn hinaus zu hören ist. Dieser Moment markiert jedes Jahr den emotionalen Auftakt von vier Tagen WeltklasseHindernisrennsport. Trainer, Jockeys und Besitzer aus Großbritannien, Irland und ganz Europa reisen nach Gloucestershire, um sich auf der größten Bühne des National Hunt Sports miteinander zu messen. Für viele Pferde ist Cheltenham die ultimative Prüfung: eine anspruchsvolle Strecke, ein selektiver Rennverlauf und das berühmte ansteigende Finish, das selbst die stärksten Pferde an ihre Grenzen bringt. Der Champions Day eröffnet traditionell das Festival mit einer Mischung aus hochklassigen Grade-1-Rennen, spannenden Handicaps und aufstrebenden Nachwuchspferden. Höhepunkt des Tages ist der Champion Hurdle, eines der prestigeträchtigsten Hürdenrennen der Welt. Titel Wenn der Cheltenham Roar durch das Tal hallt und die ersten Pferde zum Start antraben, beginnt eine Woche, in der Legenden geboren werden.
Supreme Novices’ Hurdle Cheltenham Festival – Day One Startzeit: 14:20 Uhr
In den vergangenen Jahren wurde dieses Rennen häufig von den beiden großen Trainerlegenden Willie Mullins und Nicky Henderson dominiert. Neun der letzten 13 Austragungen gingen an einen der beiden Top-Trainer – ein Trend, der sich auch in diesem Jahr fortsetzen könnte.
Besonders viel Aufmerksamkeit erhält derzeit Mighty Park, der bei seinem Sieg in Fairyhouse einen äußerst starken Eindruck hinterließ. Der Wallach gewann dort mit großer Autorität, und sein Trainer zog anschließend sogar Vergleiche mit dem legendären Faugheen. Entsprechend groß ist die Erwartungshaltung rund um den talentierten Novizen.
Dennoch spricht vieles für Old Park Star, der mit seinem überzeugenden Erfolg im Rossington Main Novices’ Hurdle in Haydock eine herausragende Leistung zeigte. Vor allem sein flüssiges und präzises Sprungverhalten fiel dabei positiv auf. Der von Nicky Henderson trainierte Sechsjährige gilt als unkompliziertes Pferd mit konstantem Rennstil und könnte seine bislang makellose Bilanz über Hürden weiter ausbauen. Allerdings bleibt abzuwarten, wie stark die Form dieses Rennens tatsächlich ist, da das Niveau der Konkurrenz für ein Grade-2-Rennen eher überschaubar wirkte. Gegen die starke irische Fraktion muss er möglicherweise noch einmal zulegen.
Ein sehr interessanter Herausforderer ist Talk The Talk, der bereits über Weihnachten auf höchstem Niveau kurz vor einem möglichen Sieg stand, ehe er unglücklich zu Fall kam. Beim Dublin Racing Festival konnte er sich jedoch eindrucksvoll rehabilitieren und schlug dabei mehrere Pferde, die als aussichtsreiche Kandidaten für die Turners Novices’ Chase gelten. Besonders bemerkenswert war die Art und Weise seines Sieges: In einem Rennen mit eher moderatem Tempo kam er aus dem hinteren Feld und setzte sich auf den letzten Metern noch durch. In Cheltenham könnte ein stärkeres Tempo seinem Laufstil entgegenkommen, weshalb er als eines der spannendsten Pferde im Feld gilt.
Auch Eachtotheirown verdient Beachtung. Trainer Barry Connell hat in diesem Rennen in den letzten Jahren eine beeindruckende Bilanz vorzuweisen und konnte bereits einen Sieg sowie einen zweiten Platz verbuchen. Seine Starter sollten daher grundsätzlich ernst genommen werden.
Unter den möglichen Außenseitern befinden sich ebenfalls interessante Kandidaten. El Cairos zeigte bereits im vergangenen Jahr im Bumper von Cheltenham eine ansprechende Leistung und deutete auch über Hürden viel Talent an, wenngleich kleinere Sprungfehler gelegentlich seinen Rhythmus störten. Noch fehlt ihm etwas Erfahrung, doch sein Potenzial ist unbestritten. Nicht unterschätzen sollte man zudem Too Bossy For Us, der im vergangenen Jahr im Triumph Hurdle respektabel lief. Der vielseitige Dual-Purpose-Performer zeigte im vergangenen Sommer auf der Flachbahn mehrere solide Leistungen und meldete sich zuletzt über Hürden mit einem deutlichen Sieg zurück. Die voraussichtlich besseren Bodenverhältnisse könnten ihm entgegenkommen, und mit seiner Geschwindigkeit könnte er zu hohen Quoten zumindest um eine Platzierung kämpfen.
Fazit
Das Rennen verspricht ein spannendes Duell zwischen den führenden britischen und irischen Novizen zu werden. Old Park Star bringt starke Cheltenham-Form und zuverlässiges Sprungvermögen mit, während Talk The Talk mit seiner starken Schlussbeschleunigung und weiterem Entwicklungspotenzial äußerst gefährlich wirken könnte. Mighty Park bleibt das große Fragezeichen – ein Pferd mit enormem Ruf, das sich nun erstmals gegen deutlich stärkere Konkurrenz beweisen muss.
Arkle Novices’ Chase Cheltenham Festival – Day One Startzeit: 15:00 Uhr
Das Arkle Novices’ Chase zählt traditionell zu den ersten großen Höhepunkten des Cheltenham Festivals und verspricht in diesem Jahr ein hochklassiges Duell zwischen britischen und irischen Nachwuchs-Chasern.
Besonders im Fokus steht Lulamba, der nach drei Starts über die schweren Sprünge noch ungeschlagen ist. Der von Nicky Henderson trainierte Wallach hat eine bemerkenswerte Vorbereitung hinter sich und gewann zuletzt sowohl das Henry VIII Novices’ Chase als auch das Game Spirit Chase. Mit diesem Weg folgt er der gleichen Route, die Henderson bereits mit Superstars wie Sprinter Sacre und Altior erfolgreich eingeschlagen hat.
Lulamba gilt als starkes Steherpferd, das möglicherweise sogar in Zukunft über längere Distanzen – vielleicht sogar im Cheltenham Gold Cup – eine Rolle spielen könnte. Allerdings benötigt er gelegentlich etwas Zeit, um seinen Rhythmus zu finden. Gerade zu Beginn des Rennens könnte das schnelle Tempo im Arkle daher eine Herausforderung darstellen.
Ein äußerst gefährlicher Gegner ist Kopek Des Bordes, der im vergangenen Jahr bereits den Supreme Novices’ Hurdle gewinnen konnte. Sein Debüt über die schweren Sprünge in Navan war äußerst beeindruckend, doch seine Vorbereitung verlief anschließend nicht ganz reibungslos, wodurch ihm einige wichtige Starts fehlten. Sollte er dennoch sofort seine beste Form abrufen können, gehört er trotz der relativ geringen Erfahrung über Fences zu den größten Gefahren im Feld.
Ebenfalls viel Beachtung verdient Kargese, die bereits mehrfach auf höchstem Niveau überzeugen konnte. Die Stute wurde 2024 Zweite im Triumph Hurdle und gewann anschließend den County Hurdle beim Cheltenham Festival. Auch ihr jüngster Auftritt im Irish Arkle war äußerst stark: Trotz eines Fehlers am letzten Hindernis kämpfte sie sich noch einmal zurück ins Rennen und unterlag schließlich nur knapp. Diese Erfahrung auf Topniveau könnte sich in einem Rennen wie diesem als entscheidender Vorteil erweisen.
Hinter diesem Trio folgt eine Gruppe von Herausforderern, die versuchen wird, in den Kampf um die vorderen Plätze einzugreifen. Dazu gehört unter anderem Steel Ally, der zuletzt beim Sieg im Kingmaker Novices’ Chase einen sehr starken Eindruck hinterließ und als ausdauerstarker Kandidat für eine Überraschung gelten könnte.
Fazit
Das Rennen deutet stark auf ein Duell zwischen Lulamba, Kopek Des Bordes und Kargese hin. Lulamba bringt wertvolle Erfahrung über Fences sowie starke Form aus hochwertigen Vorbereitungsrennen mit. Kopek Des Bordes besitzt das Potenzial eines echten Top-Pferdes, muss aber nach einer nicht ideal verlaufenen Vorbereitung beweisen, dass er sofort auf höchstem Niveau bestehen kann. Kargese wiederum verfügt über viel Klasse und Cheltenham-Erfahrung und könnte mit ihrer Schnelligkeit im entscheidenden Moment zur gefährlichsten Gegnerin werden.
Fred Winter Juvenile Handicap Hurdle Cheltenham Festival – Day One Startzeit: 15:40 Uhr
Das Fred Winter Juvenile Handicap Hurdle gilt traditionell als eines der schwierigsten Rennen des Festivals für Wetter und Analysten. Gerade bei den jungen Vierjährigen treffen häufig talentierte Flachpferde auf aufstrebende Hürdenspezialisten, wodurch die Formlinien schwer zu vergleichen sind.
Im Mittelpunkt des Wettmarktes steht derzeit Saratoga, der zuvor im Flachrennstall von Ballydoyle trainiert wurde und inzwischen erfolgreich auf die Hindernisbahn gewechselt ist. Sein Profil erinnert stark an das seines Halbbruders Brazil, der dieses Rennen im Jahr 2022 gewinnen konnte. Saratoga hinterließ bei mehreren Starts über Hürden einen guten Eindruck und zeigte zuletzt in Naas viel Kampfgeist, als er eine bislang ungeschlagene Stute zu einer starken Leistung zwang. Sein Trainer scheint gezielt auf dieses Rennen hingearbeitet zu haben, und die Farben von JP McManus sorgen zusätzlich für Aufmerksamkeit im Wettmarkt.
Ein weiterer Starter aus den bekannten McManus-Farben ist Manlaga, die zwischenzeitlich sogar als Kandidatin für den Triumph Hurdle gehandelt wurde. Sie gewann zuletzt in Haydock gegen Pourquoi Pas Papa und The Mighty Celt, muss hier allerdings aufgrund der Gewichtsverteilung sechs Pfund mehr tragen als ihre damaligen Gegner.
Mit Winston Junior steht ebenfalls ein interessanter Kandidat am Start. Die Verpflichtung von Jack Kennedy im Sattel sorgt für zusätzliche Aufmerksamkeit, insbesondere da Trainer Gordon Elliott mehrere Pferde in diesem Rennen sattelt. Winston Junior zeigte zuletzt eine starke Leistung, profitierte dabei allerdings auch von einem günstigen Rennverlauf.
Auch die französischen Formlinien könnten eine wichtige Rolle spielen. Quinta Do Lago lief zuletzt stark in Fairyhouse, wo er hinter zwei hoch eingeschätzten Pferden aus dem Stall von Willie Mullins ins Ziel kam. Mullins selbst setzt in diesem Rennen vor allem auf Madness D’elle, die als seine aussichtsreichste Starterin gilt.
Ein weiterer interessanter Kandidat ist Harwa, der bei seinem Debüt für seinen neuen Stall von einem sehr schnellen Rennverlauf profitierte. Das anspruchsvolle Cheltenham-Profil könnte ihm ebenfalls entgegenkommen, und er gehört zu den Pferden, die vom britischen Handicapper vergleichsweise günstig eingestuft wurden.
Besonders spannend erscheint jedoch Mustang Du Breuil. Im Dovecote Novices’ Hurdle zeigte er zuletzt eine starke Leistung, wurde jedoch in einer entscheidenden Phase des Rennens behindert und verlor dadurch wertvollen Schwung. Auf der anspruchsvolleren Cheltenham-Bahn könnte ihm das längere Finish besser liegen. Die leichte Gewichtserhöhung von drei Pfund dürfte daher kaum ein Hindernis darstellen.
Fazit
Das Rennen wirkt offen und dürfte von mehreren Pferden mit guten Chancen geprägt sein. Saratoga bringt viel Talent aus seiner Zeit auf der Flachbahn mit und hat sich auch über Hürden bereits bewährt. Harwa und Winston Junior gehören ebenfalls zu den ernsthaften Kandidaten. Besonders interessant erscheint jedoch Mustang Du Breuil, der zuletzt unglücklich geschlagen wurde und unter günstigeren Umständen durchaus das Potenzial besitzt, hier ganz vorne zu landen.
Ultima Handicap Chase Cheltenham Festival – Day One Startzeit: 16:20 Uhr
Das Ultima Handicap Chase zählt zu den traditionsreichsten und anspruchsvollsten Handicaprennen des Cheltenham Festivals. Die lange Distanz, das anspruchsvolle Profil der Strecke und ein meist großes Teilnehmerfeld sorgen regelmäßig für ein äußerst offenes Rennen.
Im Mittelpunkt vieler Analysen steht Iroko, der bereits Festival-Erfahrung mitbringt und im vergangenen Jahr einen starken vierten Platz im Grand National belegte. Auch seine Form aus Ascot kurz vor Weihnachten wirkt im Nachhinein überzeugend, da mehrere Gegner aus diesem Rennen anschließend auf höchstem Niveau konkurrenzfähig waren. Aufgrund seiner Klasse aus früheren Grade-1-Rennen sowie seiner soliden Leistungen in hochklassigen Handicaps scheint er trotz des Topgewichts durchaus gut eingestuft. Dennoch könnte der Blick seiner Verbindungen langfristig bereits wieder Richtung Grand National in Aintree gehen, was möglicherweise Einfluss auf die Renntaktik haben könnte.
Interessant erscheint auch sein Stallgefährte Jagwar, der zuletzt in Cheltenham nur knapp geschlagen wurde. In diesem Rennen setzte er sich deutlich vom restlichen Feld ab und lieferte sich ein intensives Duell mit dem Sieger. Die anschließende Gewichtserhöhung von drei Pfund wirkt daher moderat. Jagwar gewann bereits im vergangenen Jahr bei diesem Festival und könnte insbesondere von der erstmals längeren Distanz profitieren, was weiteres Verbesserungspotenzial verspricht.
Der Titelverteidiger Myretown konnte seit seinem Erfolg im Vorjahr nicht mehr ganz an diese Leistung anknüpfen. Besonders beim Grand National Trial in Haydock wurden seine Ausdauerprobleme deutlich, und auch sein Sprungvermögen wirkte zuletzt nicht immer überzeugend.
Ein weiterer Kandidat mit interessanter Form ist Leave Of Absence, der kurz vor Weihnachten in einem großen Handicap in Ascot nur knapp am Sieg vorbeischrammte und damit weiterhin seine Konkurrenzfähigkeit auf diesem Niveau unter Beweis stellte.
Besonders spannend erscheint jedoch Hyland, der zuletzt ebenfalls in Ascot lief und dort nach einem entscheidenden Fehler zwei Hindernisse vor dem Ziel nur Vierter wurde. Zuvor hatte er bereits im Coral Gold Cup großes Pech, als er durch den Sturz von Myretown entscheidend behindert wurde. Unter normalen Umständen hätte er dort vermutlich ein deutlich besseres Resultat erzielt. Mit seiner aktuellen Handicapmark bleibt er daher ein sehr interessant eingestuftes Pferd, zumal seine Verbindungen erstmals Cheekpieces einsetzen.
Neben den britischen Kandidaten könnte auch Knight Of Allen eine Rolle spielen. Seine letzte Leistung wirkte zwar nicht vollständig überzeugend, doch das Rennen fand auf sehr schwerem Boden statt, der ihm vermutlich nicht entgegenkam. Auf schnellerem Untergrund und über diese Distanz könnte er wieder näher an seine stärkere Cheltenham-Form anknüpfen.
Aus irischer Sicht verdient zudem Patter Merchant Beachtung. Er scheint innerhalb seines Stalls die erste Wahl der Jockeys zu sein und wurde zuletzt durch den Rennverlauf etwas benachteiligt. Seine Herbstform liest sich solide und deutet darauf hin, dass er mit seiner aktuellen Handicapmark durchaus gefährlich werden könnte.
Fazit
Das Ultima Handicap Chase verspricht erneut ein äußerst offenes Rennen zu werden. Iroko bringt viel Klasse und hochwertige Form mit, während Jagwar mit seiner Cheltenham-Erfahrung und dem möglichen Verbesserungspotenzial über die längere Distanz besonders interessant wirkt. Hyland könnte nach mehreren unglücklichen Rennen unter besseren Umständen ebenfalls eine entscheidende Rolle spielen. Außenseiterchancen besitzen zudem Knight Of Allen und der irische Herausforderer Patter Merchant, die beide mit günstigen Bedingungen für eine Überraschung sorgen könnten.
Champion Hurdle Cheltenham Festival – Day One Startzeit: 17:00 Uhr
Der Champion Hurdle ist traditionell das sportliche Highlight des ersten Tages beim Cheltenham Festival. Auch in diesem Jahr verspricht das Rennen ein hochklassiges Duell zwischen einigen der besten Hürdenpferde Europas.
Besonders im Fokus steht The New Lion, der im vergangenen Jahr das Turners Novices’ Hurdle gewinnen konnte und seitdem gezielt auf dieses Rennen vorbereitet wurde. Bei seinem Comeback im Fighting Fifth Hurdle schien er bereits auf dem Weg zu einem möglichen Sieg zu sein, ehe er kurz vor Schluss zu Fall kam. Profiteur dieses Rennverlaufs war damals Golden Ace, die später auch den Champion Hurdle gewinnen konnte. Trotz dieses Rückschlags blieb The New Lion ansonsten in seiner Karriere äußerst überzeugend und meldete sich anschließend mit einem soliden Sieg im International Hurdle in Cheltenham zurück. Es besteht durchaus der Eindruck, dass in ihm noch weiteres Entwicklungspotenzial steckt.
Eine der stärksten Herausforderinnen ist Brighterdaysahead, die zuletzt im Irish Champion Hurdle in Leopardstown ihre Rivalin Lossiemouth schlagen konnte. Allerdings profitierte sie dort möglicherweise von sehr weichen Bodenverhältnissen, während Lossiemouth unter diesen Bedingungen nicht ihren gewohnten Rhythmus fand.
Gerade Lossiemouth könnte nun wieder deutlich gefährlicher werden. Die Stute aus dem Stall von Willie Mullins erhält erstmals „Cheekpieces“, und auch der vermutlich schnellere Boden dürfte ihr entgegenkommen. Nach mehreren Erfolgen auf höchstem Niveau in den vergangenen Jahren hat sie bereits bewiesen, dass sie zu den konstantesten Stuten im Spitzenbereich gehört und besitzt die Klasse, beim Festival erneut ein großes Rennen zu gewinnen.
Mit Alexei betritt zudem ein aufstrebender Kandidat die große Bühne. Nach starken Leistungen unter anderem im Greatwood Hurdle und Kingwell Hurdle arbeitet er sich zunehmend in die Spitze der Hürdenszene vor und könnte sich hier endgültig auf höchstem Niveau etablieren.
Auch Poniros, der im vergangenen Jahr den Triumph Hurdle gewinnen konnte, verdient Beachtung. Bei seinem ersten Start gegen ältere Pferde zeigte er bereits eine respektable Leistung und dürfte von diesem Rennen profitieren. Mit mehr Erfahrung und einer offensiveren Taktik könnte er durchaus für eine Überraschung sorgen.
Fazit
Der Champion Hurdle verspricht ein äußerst spannendes Rennen zu werden. The New Lion besitzt weiterhin enormes Potenzial und könnte nach seinem unglücklichen Sturz im Fighting Fifth nun seine Klasse auf höchstem Niveau bestätigen. Lossiemouth erscheint mit der neuen Ausrüstung und auf schnellerem Boden besonders interessant, während Brighterdaysahead erneut ihre starke Form aus Irland unter Beweis stellen möchte. Auch Alexei und Poniros gehören zu den Kandidaten, die in einem offenen Rennen für eine Überraschung sorgen könnten.
Novices’ Handicap Chase Cheltenham Festival – Day One Startzeit: 17:40 Uhr
Das sechste Rennen des Champions Day ist ein äußerst interessantes Novices’ Handicap Chase, in dem mehrere Pferde mit aufstrebender Form aufeinandertreffen. Besonders im Fokus stehen dabei einige Kandidaten, die gezielt auf dieses Rennen vorbereitet worden sein könnten.
Zu den prominentesten Pferden im Wettmarkt gehört Madara, der nach einer längeren Pause über ein Jahr zunächst in Wetherby wieder in Schwung kam und anschließend in Kempton eine deutliche Leistungssteigerung zeigte. Seine Form auf der Cheltenham-Bahn ist bereits bewährt, und besonders interessant ist, dass er hier mit derselben Handicapmark antritt wie bei seinem starken zweiten Platz im December Gold Cup 2024.
Ebenfalls viel Aufmerksamkeit erhält McLaurey, der im vergangenen Jahr im County Hurdle hinter den Erwartungen blieb. Seitdem wurde er jedoch geduldig über die größeren Sprünge aufgebaut und könnte inzwischen deutlich besser eingestuft sein als damals. Seine jüngsten Auftritte deuten darauf hin, dass er wieder zu alter Form finden könnte.
Auch Downmexicoway gehört zu den spannenden Kandidaten. Zuletzt lief er in einem Grade-1- Rennen gegen hochklassige Gegner und konnte dort dem frühen Tempo zwar nicht folgen, beendete das Rennen jedoch stark. Diese Leistung deutet darauf hin, dass die längere Distanz nun deutlich besser zu ihm passen könnte. Seine bisherigen Grade-3-Leistungen unterstreichen zudem, dass er über das nötige Niveau verfügt, um in einem Rennen dieser Kategorie eine wichtige Rolle zu spielen.
Ein weiterer interessanter Starter ist No Questions Asked, der als Novize bereits mehrfach Klasse angedeutet hat. Besonders sein Sieg auf Grade-2-Niveau zeigt, welches Potenzial in ihm steckt. Sollte er mit der längeren Distanz zurechtkommen, könnte er hier ebenfalls eine ernsthafte Rolle im Kampf um die vorderen Plätze spielen.
Unter den weiteren Kandidaten verdient auch Down Memory Lane Beachtung, der zuletzt in Navan ein stark besetztes Handicap gewinnen konnte. Auch Will The Wise könnte nach einer kurzen Pause wieder verbessert auftreten, nachdem er zuletzt im Paddy Power Handicap Chase in Leopardstown unter seinen Möglichkeiten blieb.
Fazit
Das Rennen erscheint äußerst offen, mit mehreren Pferden, die gezielt auf diesen Zeitpunkt vorbereitet worden sein könnten. Madara und McLaurey gehören aufgrund ihrer Erfahrung und Form zu den logischen Kandidaten im Wettmarkt. Besonders interessant wirkt jedoch Downmexicoway, der zuletzt gegen starke Konkurrenz lief und nun unter günstigeren Bedingungen deutlich gefährlicher werden könnte. Auch No Questions Asked besitzt genügend Klasse, um in diesem Feld ganz vorne mitzumischen.
National Hunt Novices’ Handicap Chase Cheltenham Festival – Day One Startzeit: 18:20 Uhr
Das abschließende Rennen des ersten Festivaltages ist ein anspruchsvolles Staying-Handicap für Nachwuchs-Chaser, bei dem Ausdauer und sauberes Springen eine entscheidende Rolle spielen. Gerade über diese lange Distanz können sich häufig Pferde durchsetzen, die im Laufe der Saison kontinuierlich Fortschritte gemacht haben.
Besonders viel Aufmerksamkeit erhält Backmersackme, der bereits im Herbst in Cheltenham eine starke Leistung zeigte, als er über eine ähnliche Distanz aus aussichtsloser Position noch weit nach vorne lief. Inzwischen konnte er beim Dublin Racing Festival ein stark besetztes Grade-3- Handicap gewinnen, wobei er im Ziel sogar noch etwas Reserven erkennen ließ. Zwar muss er hier ein deutlich höheres Gewicht tragen, doch seine verbesserten Sprungleistungen lassen weiteres Entwicklungspotenzial erkennen.
Ein gefährlicher Gegner könnte King Of Answers sein, der für einen Stall antritt, der sich derzeit in hervorragender Form befindet. Bei seinem letzten Sieg profitierte er sichtbar von „Cheekpieces“und einer offensiveren Renntaktik. Sein Profil deutet zudem darauf hin, dass längere Distanzen ihm noch besser liegen könnten.
Ebenfalls interessant ist Iceberg Theory, dessen Trainer Paul Nolan bereits mehrfach bewiesen hat, dass er seine Pferde gezielt auf das Cheltenham Festival vorbereiten kann. Der siebenjährige Wallach gewann im Herbst ein Handicap in Cork in überzeugender Manier und machte dabei den Eindruck, als ob eine noch längere Distanz sein Leistungsvermögen zusätzlich steigern könnte.
Mit Newton Tornado steht zudem ein Pferd am Start, das sich mit einem beeindruckenden Sieg in Doncaster für dieses Rennen qualifizieren konnte. Trotz einer Gewichtserhöhung besitzt er weiterhin Entwicklungspotenzial.
Auch Holloway Queen gehört zu den Pferden mit interessanter Form. Ihr überzeugender Sieg in Newbury deutet darauf hin, dass sie deutlich mehr Potenzial besitzt, als ihr aktuelles Handicapgewicht vermuten lässt. Die schnelleren Bodenverhältnisse könnten allerdings eine kleine Unsicherheit darstellen.
Ein weiterer Kandidat ist Pic Roc, der zuletzt wieder zu besserer Form zurückgefunden hat. Sein aktuelles Handicapgewicht wirkt durchaus attraktiv, allerdings bleibt seine manchmal etwas wechselhafte Einstellung ein möglicher Risikofaktor.
Fazit
Das abschließende Handicap des Tages verspricht ein offenes Rennen mit mehreren aussichtsreichen Kandidaten. Backmersackme bringt starke Cheltenham-Form sowie eine überzeugende Leistung vom Dublin Racing Festival mit und scheint weiterhin Verbesserungspotenzial zu besitzen. King Of Answers könnte über die längere Distanz nochmals zulegen, während Iceberg Theory als gezielt vorbereiteter Kandidat besonders interessant wirkt. Auch Holloway Queen und Newton Tornado verfügen über genügend Klasse, um in diesem stark besetzten Feld eine wichtige Rolle zu spielen.
