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Danylov siegt für über 80 Besitzer am Ladies‘ Day

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Nachschau Krefeld, Samstag 09.05.2026

 

(krefeld-press) Bei herrlichem Frühlingswetter fand am Samstag im Krefelder Stadtwald der zweite Renntag der Krefelder Galoppsaison 2026 statt. Beim „Krefelder Ladies‘ Day“ konnte der Krefelder Rennclub 1997 e. V. dabei rund 4.200 Besucher auf seiner Bahn begrüßen. Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand der Range Rover Evoque Cup, ein Ausgleich II über 2050 Meter. Das mit 11.500 Euro dotierte Rennen war aus sportlicher Sicht vor allem deshalb interessant, weil mit dem von Peter Schiergen in Köln trainierten All Square ein Dreijähriger gegen die älteren Pferde antrat, der noch eine Nennung für das Deutsche Derby, das wichtigste Dreijährigenrennen des Landes, hat. Der Hengst aus dem traditionsreichen Gestüt Schlenderhan ging als klarer Favorit ins Rennen, musste sich aber mit dem zweiten Platz begnügen. Stärker als er war der von Sascha Smrczek in Düsseldorf trainierte Danylov. Der wenig geprüfte Vierjährige siegte unter Michael Cadeddu als 17,2:1-Außenseiter. Bei der Siegerehrung wurde es dann richtig voll im Absattelring, denn Besitzer ist der Galopp Club Deutschland e. V., Deutschlands bekannteste Besitzergemeinschaft. Rund 20 der über 80 Mitglieder dieses Clubs waren in den Stadtwald gekommen, um ihr Pferd anzufeuern.

 

Das erste Rennen des Tages, das „Rennen des Winzerkellers Auggener Schäf, Markgräferland“, ein Rennen für dreijährige Pferde über 1200 Meter, ging in den Stall von Trainer Bohumil Nedorostek, für den der Debütant Spartaner unter dem vierfachen deutschen Championjockey Bauyrzhan Murzabayev nach Kampf gegen die Favoritin Dark Brunette siegte. Der einzige Krefelder Starter in diesem Rennen, Marian Falk Weißmeiers Super Marcy, belegte den dritten Platz. In diesem Rennen kamen lediglich vier Pferde an den Start, was natürlich für den Veranstalter wenig erfreulich war, denn dementsprechend war der Umsatz in dieser Prüfung relativ niedrig. „Wir fühlen uns hier schon von den Trainern im Stich gelassen. Einerseits wünschen sie sich, dass wir derartige Rennen ausschreiben, und dann kommen keine, bzw. kaum Nennungen“, heißt es von seitens des Rennclubs, der in Zukunft von seiner Möglichkeit Gebrauch machen wird, bei fünf oder weniger Nennungen ein ausgeschriebenes Rennen ausfallen lassen zu können.

 

„Englishman in Krefeld“

 

Ein ganz besonderes Rennen war die zweite Tagesprüfung, denn mit dem „Josef Kappel-Erinnerungsrennen“ gedachte man einem erfolgreichen ehemaligen Trainer. Josef Kappel, der als Trainer über 500 Rennen gewann, und 2006 an den Folgen eines Autounfalls verstarb, war von 1983 bis 1999 Trainer im Stadtwald. Zu „seinem“ Rennen erschien auch seine Ehefrau Marlies bei der Siegerehrung. Gewonnen wurde das Dreijährigenrennen über 2350 Meter von dem Debütanten Englishman, den Marcel Weiß für das Gestüt Ittlingen von Manfred Ostermann gewann. So hieß es diesmal nicht „Englishman in New York“ sondern „Englishman in Krefeld“. Geritten wurde der Hengst, der sich damit auch für das Deutsche Derby ins Gespräch brachte, von Sibylle Vogt.  Erfolgreichste Jockeys des Tages waren mit jeweils zwei Siegen Bauyrzhan Murzabayev und Michael Cadeddu. Neben dem Treffer mit Spartaner gelang dem Kasachen noch der Sieg im vierten Rennen, dem Preis des Wachdienst Krefeld Esters, einem Ausgleich IV über 1700 Meter. Hier siegte er mit der von Toni Potters trainierten Dana Delight. Cadeddu schnappte sich noch das letzte Rennen des Tages, einen Ausgleich IV über 2350 Meter, den er mit der in den Niederlanden von Philip Jonkhart trainierten Schimmelstute Fairy Grey gewann. Hier gab es noch eine Platzierung für einen Krefelder Stall, als die von Hans-Albert Blume trainierte Cintaria Platz drei belegte.

 

Trotz der beiden kopfschwachen Felder zu Beginn der Veranstaltung, kam man am Ende auf einen doch noch sehr positiven Gesamtumsatz von 142.897 Euro. Die erstmals angebotene „Trackside Beats“ am Pavillon auf dem Freigelände fand eine starke Resonanz.

 

 

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