Nach einem starken Winter, in dem er seine Anzahl an Siegen im Vergleich zur vorherigen Saison verdoppelt hat, blickt Alexis Collette kurz vor Ende des Wintermeetings auf die vergangenen Monate zurück. Ebenso erzählt er im Gespräch mit dem ParisTurf von seiner Zusammenarbeit mit Kevin Leblanc und blickt auf seine Starter am Freitag in Vincennes.
Alexis Collette, der kürzlich mit Ibiki de Houelle den dritten Platz im Prix de Paris belegte, überquerte seit dem 30. Oktober in Vincennes zwölfmal als Erster die Ziellinie. Bei noch zwei ausstehenden Renntagen im Wintermeeting kann er seine Bilanz noch weiter verbessern. Bisher war Collette im Sulky erfolgreicher. Im Fahren hat er acht der zwölf Siege geholt. Im vorigen Winter holte er seine sechs Siege ausschließlich im Trabreiten.
"Insgesamt bin ich zufrieden", betont der 29jährige Profi, der vor Kurzem seinen 550. Karrieresieg feierte. "Ich habe diesmal mehr im Sulky gewonnen, vielleicht haben mir im Trabreiten ein paar passende Pferde gefehlt. Natürlich wünscht man sich immer noch mehr, aber so passt es für mich."
Im Sulkysport hatte sich Alexis Collette in der Pariser Region lange eher im Hintergrund gehalten. In den vergangenen Monaten scheint er dort jedoch einen deutlichen Schritt nach vorn gemacht zu haben. Vor Beginn dieses Meetings hatte er erst zwölf Siege in Vincennes im Sulky errungen. Inzwischen hat er diese Zahl nahezu verdoppelt. "In der Provinz habe ich mir im Sulky bereits meine Sporen verdient. In Vincennes gibt es viele Top-Fahrer, da ist es schwer, sich durchzusetzen. Die Zusammenarbeit mit Kevin Leblanc hat mir auf jeden Fall einen zusätzlichen Schub gegeben, und es lief sehr gut. Außerdem arbeite ich mit dem Agenten Anthony Grueau zusammen. Das hat ebenfalls viel bewirkt."
Alles begann mit Katinka Aimef...
Die Zusammenarbeit mit dem Team Leblanc begann im Dezember 2024 mit der Ausnahme-Stute Katinka Aimef. "Ihre Stammjockeys konnten sie damals nicht reiten", erinnert sich Alexis Collette. Mit der Tochter von Singalo gewann er schließlich sein erstes Gruppe I-Rennen. Somit wurde die Kooperation wurde fortgesetzt. "Den ganzen Winter über habe ich für Kevin Leblanc in Grosbois gearbeitet. Von dort aus bekam ich viele Starts im Sulky", erklärt der Profi, der unter anderem am 17. Januar mit Jongleuse de Lune den Prix de Brest (GR III) gewann. "Das war ein schöner Sieg, aber eigentlich sind sie alle schön. In Paris zu gewinnen ist so schwer."
Nicht nur in der Pariser Region, auch in der Provinz ist Alexis Collette ständig unterwegs und scheut keine Kilometer. Nantes und anschließend Vincennes am vergangenen Wochenende. Le Croise-Laroche, Mauquenchy, Cagnes-sur-Mer für zwei Tage, bevor es diese Woche wieder nach Vincennes geht. Collette zählt seine Reisen schon gar nicht mehr. "Ich versuche, immer mein Bestes zu geben und mir alle Chancen zu erarbeiten, um möglichst weit nach oben zu kommen. Dazu gehört, verfügbar zu sein und weite Strecken nicht zu scheuen, wenn es interessante Renntage gibt. Konkrete Ziele in Zahlen setze ich mir nicht."
Seine Zahlen sprechen jedoch für sich: 2025 war mit 134 Siegen ein Rekordjahr - nahezu doppelt so viele wie 2022. Auch 2026 begann er furios, mit bereits 15 Erfolgen. Aktuell liegt er auf Rang sechs der Gesamtwertung. Seine Quote an Platzierungen unter den ersten fünf war noch nie so hoch: 51 Prozent.
Seine Starter am Freitag
Diese Bilanz möchte er am Freitag weiter ausbauen, wenn er in Vincennes mit sieben Pferden an den Start geht: "Zu Norgusson Atalante (104) kann ich noch nicht viel sagen. Ich werde ihn zum ersten Mal fahren. Er hat in Vincennes kleinere Platzierungen erreicht, und das erstmalige erleichtern des Beschlags könnte ihm guttun. Mit Little Star Fleury (304) hatten wir diesen Winter kein Glück, sie hätte bessere Ergebnisse verdient. Wenn wir keine zu großen Anstrengungen unternehmen müssen und der Rennverlauf passt, kann sie meiner Meinung nach Dritte oder Vierte werden.
Kidam du Metz (404) hat zu Beginn des Meetings gut gewonnen. Danach war er, glaube ich, etwas krank. Das Rennen passt gut für ihn, er hat eine Chance. Leader de Venel (503) und Fiorano (603) werde ich ebenfalls erstmals fahren. Nach dem, was ich gesehen habe, brauchen wir einen günstigen Rennverlauf, um vielleicht Vierter oder Fünfter zu werden.
Liberty Delo (705) ist diesen Winter unter ihren Möglichkeiten geblieben. Schade, denn sie hat Qualität, ist aber etwas heikel. Ich hoffe, dass wir am Freitag die 'echte' Liberty sehen. Lucia de la Criere (808) ist sehr zuverlässig. Ich denke, ihr letzter Start in Laval hat ihr gutgetan, denn ihr Trainer konnte sie wegen der schlechten Wetterbedingungen nicht optimal vorbereiten. Sie tritt in besserer Gesellschaft an. Ich habe mir das Feld noch nicht genau angesehen, aber sie ist unkompliziert. Ich hoffe, unter die ersten Fünf zu kommen."
ZUM RENNTAG IN VINCENNES Beginn: 15.28h
Am Samstag wird er mit Katchina For Clara im Prix des Centaures (GR I) antreten: "Ich habe mir die Konkurrenz noch nicht genau angesehen, aber auf dem Papier laufen wir um Platz Vier oder Fünf. Sie hatte sich daran gewöhnt, keine Fehler mehr zu machen, doch zuletzt ist ihr wieder einer unterlaufen. Das war schade. Wir gehen als Außenseiter ins Rennen, aber wir werden versuchen, uns bestmöglich zu präsentieren."
