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Toller Auftakt in die Herbst-Saison mit Heck M Eck als Sieger im Flieger-Derby

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Nachschau Wien-Krieau, 04.10.2021


Bei herrlichem Herbstwetter startete der Wiener Trabrenn-Verein in seine zweite Saisonhälfte, durfte sich dabei über zahlreiche neue, teilweise sogar junge Gesichter freuen. Neben dem Wetter präsentierte sich auch die Rennbahn in sehr gutem Zustand, wurden doch einige schnelle Zeiten erzielt und zudem starke Leistungen dargeboten.


Gleich zu Beginn in der Zweijährigen-Serie verbesserte sich Siegerin Mon Bijou RS gegenüber den Starts in Baden deutlich, was mit großer Sicherheit auf die überhöhten Bögen zurückzuführen ist. Es sollte aber nicht der einzige Sieg des Stalles Luki 7, Trainer und Fahrer Franz Konlechner sowie Züchter Michael Steinbrecher an diesem Tag bleiben. In der sechsten Tagesprüfung, der Pöstlingberg-Trophy sorgte der Championat der Fünf- und Sechsjährigen-Triumphator Catch me if you can einmal mehr dafür, dass dem einen oder anderen Zuschauer vor Begeisterung der Mund offen stehen blieb. Nach etwa 700 Meter orientierte sich Franz Konlechner mit seinem Schützling nach außen, rückte sukzessive in zweiter Spur zum Führenden Rammstein auf, versuchte einmal anzutesten, um da schon an die Spitze zu gelangen, was zunächst nicht gelang. Auf der letzten Gegenseite erhöhte man dann nochmals den Druck um im Schlussbogen den Widerstand von Rammstein zu brechen und sich gleich um 2-3 Längen abzusetzen, um diesen Vorteil trotz des aufwendigen Rennverlaufes und in starker Marke von 1:14,8/2100 Meter bis ins Ziel zu bringen. Apropos aufwendig. Auch in der höchsten Tagesklasse musste Cashback Pellini ein ähnliches Pensum wie Catch me if you can abspulen, lag er das ganze Rennen über in zweiter Spur ohne Führpferd fest, um in 1:15,0/2100 Meter dennoch leicht zu gewinnen. 



Eine famose Leistung sah man zudem von Poschacher-Sieganwärter Shining Star, der unterwegs an dritter Stelle zu sehen war vom vorne hoch angeschlagenen Tempo der Favoritin Eve de Veluwe profitierte, ab dem Schlussbogen nachsetzte, um in flotten 1:14,8/1600 Meter nach dem Sieg im AROC-Derby der Dreijährigen und dem Jahresanstartsieg zum dritten Mal heuer zu gewinnen. Des weiteren gab es Premierensiege für Manuel Strebel im zweiten Amateurfahren des Tages - er gewann bei seiner dritten Fahrt erstmals und dies durchaus couragiert, ebenso wie Imperial Love, die mit ihrem Besitzer, Züchter und Fahrer Kurt Sokol gleich ihren ersten Lebensstart erfolgreich gestaltet hatte. Heuer erstmals zu Siegerehren kam auch My Day Venus, die das von ihrem Besitzer und Fahrer Georg Gruber hoch angeschlagene Tempo durchlief um nach längerer Verletzungspause eine fast zwei Jahre andauernde Durststrecke beendete. Bestens versteht sich das Duo Johann Preining jun./Zanetti Venus die bei ihrem zweiten gemeinsamen Auftritt wieder den Weg zur Siegerehrung nehmen durften, dies allerdings nach hartem Kampf mit Mc Donald Venus der sogar schon vorbeigezogen war, ehe man innen zurückkämpfend doch noch den Sieg errang. Das „Freunde-Rennen“ wurde eine Start-Ziel Beute von Toni mit Besitzer Karl Kneusel. 



Zum Abschluss des Renntages hatte mit der Familie Hornek (Stall Tiefenbach) ein über einige Jahrzehnte schon sehr treuer Anhänger und Besitzer dieses Sports allen Grund zum Jubeln, siegte doch Dreijährigen-Hoffnung Fortuna Venus sicher. Im Rahmen des Renntages wurden auch die Championatsehrungen bei den Profis und Amateuren sowie die Ehrung des Traber des Jahres 2020 durchgeführt.


Da das Beste - in diesem Fall nicht rennmäßig, sondern als Highlight gesehen - zum Schluss kommt, widmen wir uns dem vorletzten Jahrgangsvergleich des Derbyjahrgangs mit dem Österreichischen Flieger-Derby. Das war eine ganz klare Angelegenheit des Derbysiegers und Favoriten Heck M Eck geworden. Wie im 136. Österreichischen Traber-Derby wurde der Schützling der Besitzergemeinschaft Johann Holzapfel/Stall GESVEA und der Trainergemeinschaft Josef Sparber/Robert Gramüller vom Salzburger Christoph Schwarz pilotiert. Dieser dirigierte den Odessa Santana-Sohn sofort nach dem Start an die Spitze des Feldes, gab stets das Tempo vor um schlussendlich den Rennrekord knapp zu verfehlen - angesichts der langsamen zweiten 500 Meter des Rennens (ca. 1:19,4) dennoch eine sensationelle Kilometerzeit von 1:13,4/1600 Meter. Doch wie Christoph Schwarz richtigerweise beim Siegerinterview gesagt hat, wichtig ist die Gesundheit des Pferdes und kein Rennrekord. Lobende Worte seinerseits gab es an das gesamte Betreuerteam rund um Heck M Eck. Während des Siegerinterviews durfte Lehrlingsfahrerin und Pflegerin Lisa-Sophie Zimmer ein wenig hinter dem von ihr betreuten Schützling Platz nehmen und auch die Siegerehrung genießen. „Gentleman-like“ hatte Christoph Schwarz daneben sitzend den Applaus des Publikums entgegengenommen und den Moment mit ihr geteilt.



Sicherlich gibt es neben dem wirtschaftlichen Ergebnis von knapp über 50.000 Euro Wettumsatz noch einige andere Kleinigkeiten nachzubessern, doch konnte man sich als Trabrennsportfan und als Wiener Trabrenn-Verein am Ende des Tages über einen gelungenen Start zurück im Trabrennpark Krieau glücklich schätzen. Weiter geht es dann am 17. Oktober mit einem Großtenntag u.a. mit dem Internationalen Jahres-Highlight, dem 122. Graf Kalman Hunyady-Gedenkrennen, sowie den letzten Zuchtrennen der Jahrgänge 2019 (Theodor Mautner Markhof-Gedenkrennen) und 2018 (Anton Poschacher-Gedenkrennen).


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