News Frankreich Trab, 04.01.2026
(hen) Am Sonntag bringt Trainer Nicolas Bridault (Foto:Scoopdyga) in Vincennes Nocive du Choquel (Prix Gelinotte) und Magnum du Choquel (Prix Charles Tiercelin) an den Start. Zwei Pferde aus der familieneigenen Zucht, die sein Können und seinen Erfolg in der Arbeit mit jungen Pferden eindrucksvoll unter Beweis stellen.
Ohne großes Aufsehen beweist Nicolas Bridault Saison für Saison seine Qualitäten als Trainer, insbesondere mit jungen Pferden. Nach den beiden Siegen von Fantaisie im Prix du Calvados (2022/2023) bescherte ihm Nocive du Choquel mit einem überzeugenden Erfolg im Prix Une de Mai am 14. Dezember bereits den dritten Gruppe II-Sieg. "Sie war sehr gut, indem sie im Anstieg die Initiative ergriffen und das Tempo bis ins Ziel gehalten hat", erklärt der Trainer mit über 400 Siegen. "Die 2.700 Meter kamen ihr entgegen."
Die Tochter von Face Time Bourbon und Emone Cruz zählt somit zu den aussichtsreichsten Teilnehmerinnen im Prix Gelinotte (GR II), der am Sonntag über 2.175 Meter ausgetragen wird. "Sie hat bereits gezeigt, dass sie auch über kürzere Distanzen leistungsstark ist", ergänzt Nicolas Bridault. "Die Distanz bereitet mir daher keine besonderen Sorgen. Logischerweise erwarten wir, dass sie ihre Leistung bestätigt und unter den ersten Drei oder Vier landet."
Am späten Nachmittag tritt Magnum du Choquel im Prix Charles Tiercelin (GR II) an, mit dem Ziel, seine Disqualifikation im Prix Ready Cash (GR I) vergessen zu machen. "Er hat nicht richtig verstanden, als er auf dem Weg in die Senke zurückgenommen wurde, und ist dann leicht aus dem Takt geraten", erklärt sein Trainer. "Sein dritter Platz im Prix Pierre Plazen am 16. November war hingegen sehr stark. Er folgt jedem Tempo und kommt mit jeder Distanz zurecht. Ein Platzgeld würde uns zufriedenstellen." Wie seine jüngere Stallgefährtin wird auch der Drittplatzierte des Criterium der 3jährigen 2025 an diesem Wochenende mit Eisen antreten, bevor er bei den nächsten Aufgaben barfuß laufen soll.
Nicolas Bridault glänzt mit seinen jungen Pferden, von denen er jedes Jahr rund zwanzig testet. "Dort beginnt alles. 2025 haben wir 17 oder 18 Pferde qualifiziert. Während wir auf die später reifenden warten, bleiben diejenigen im Training, die sofort laufen können. Wenn sie sich früh glänzen können, ist das sehr interessant. Es wäre gelogen zu sagen, dass es kein Traum wäre, eines Tages das Criterium des Jeunes (GR I) zu gewinnen", sagt er lachend.
Nocive du Choquel und Magnum du Choquel stehen exemplarisch für die familieneigene Zucht, die von seinem Vater Bruno gegründet wurde und sich auf dem Trainingszentrum in Beaulieu mit sechs bis sieben Zuchtstuten befindet. Der 43jährige Profi arbeitet zudem eng mit seinem Bruder Christophe zusammen, einem auf dem Verkaufsmarkt aktiven Aenten, der ebenfalls in die Zucht eingebunden ist. "Jeder hat seine Rolle, und das funktioniert sehr gut. Mit Christophe besprechen wir die Käufe, unter anderem anhand von Videos."
So kamen Nobel Venesi (für den Rest des Winters wegen eines kleinen Haarrisses pausierend) und Necklace, "der noch Rennen braucht, bevor er eine Klasse höher gehen kann", nach ihrem Auftritt im Auktionsring in seinen Stall. Beides 2023 geborene Pferde, die zu seinen Hoffnungen zählen – ebenso wie "Nino du Choquel, ein Sohn von Italiano Vero, der sein Debüt am 23. November in Cherbourg mit einem guten zweiten Platz gab. Das wird ein guter 3jähriger."
2025 - die beste Saison
Obwohl sein Aushängeschild bei den älteren Pferden, In Love du Choquel, dessen Rückkehr für den kommenden Sommer erhofft wird, einen Großteil des Jahres fehlte und nur dreimal an den Start kam, blickt Nicolas Bridault auf eine äußerst erfolgreiche Saison 2025 zurück: 33 Siege, ebenso viele Podestplätze und 992.780 Euro Gewinnsumme - ein neuer Rekord. "Ich habe schlichtweg einen qualitativ besseren Bestand, mit mehr Pferden für die Pariser Bahnen als für die Provinz", erklärt er. "Das macht den Unterschied." Der Renntag am Sonntag könnte den Startschuss für eine positive Dynamik im Jahr 2026 geben.
