Der Rennstall von Fabrice Souloy und seiner Tochter Emma blickt auf ein gutes Jahr 2025 zurück. Die nun beginnende Sommersaison soll die Rückkehr zur alten Stärke des Stalles bestätigen. Das Vater-Tochter-Duo wird am Freitag zur Wiedereröffnung der Rennbahn von Enghien zwei Starter ins Rennen schicken. Die Tochter sprach mit dem ParisTurf über die Chancen und die neue Ausrichtung des Trainingsbetriebes.
Emma Souloy ist im Stall ihres Vaters Fabrice zunehmend präsent und aktiv. In den kommenden Monaten möchte sie zudem die Prüfung ablegen, um ihre eigene Trainerlizenz zu erhalten. "Bis dahin arbeiten und trainieren mein Vater und ich gemeinsam, weshalb unsere Pferde nun unter der Bezeichnung 'Societe Entrainement Fabrice Souloy' starten. Alles läuft ziemlich gut, auch wenn wir nach dem Verkauf von allem wieder bei null anfangen mussten. Es ist eine kleinere Struktur, die aber gut funktioniert", erklärt die 25jährige, die gemeinsam mit ihrem Vater im Jahr 2025 insgesamt 32 Siege verbuchen konnte.
Nach dem Verkauf des prachtvollen Haras de Ginai im Departement Orne im Jahr 2024, aufgebaut von Jacky Souloy und seiner Familie, sowie nach mehreren Bestandsreduzierungen, mussten Fabrice Souloy und sein Team ihre Arbeitsbasis neu organisieren und auf andere Standorte ausweichen.
Nach vielen Monaten in Utah Beach auf dem Trainingszentrum des Ecurie Terry direkt am Meer wird der Stall des Trainers mit insgesamt 89 Gruppe I-Siegen (31 in Frankreich und 58 im Ausland) zu Beginn dieses Jahres erneut den Standort wechseln. "Seit dem vergangenen Winter verfügen wir über einen Hof in Grosbois, den wir das ganze Jahr über behalten werden. Dort bin ich meistens", erklärt Emma. "Der Teil unseres Bestands, der bisher in Utah Beach untergebracht war, wird derzeit in ein Trainingszentrum auf dem Land verlegt, dass näher bei Grosbois liegt. Dort werden wir etwa 20 bis 25 Pferde haben, darunter Khal’s Fella und Just A Midi, aber auch einige junge Pferde, die in ihren Gewinnsummen noch zurückliegen. Das Jahr 2025 ist für den Stall recht gut verlaufen, aber wir haben nur vier Pferde aus dem N-Jahrgang, was sehr wenig ist. Dafür kommen fünfzehn O-Pferde nach, die gerade antrainiert werden und die wir qualifizieren wollen. Das allgemeine Niveau ist gut, und das ist das Wichtigste."
Narco Connection, jüngstiger Sieger in Reims, Money Money Piya, der in Vincennes gewinnen konnte, sowie Le Bief in Cagnes-sur-Mer oder Lord of The Rings in Angers haben dem Training von Fabrice Souloy und seiner Tochter bereits zu Beginn des Jahres Erfolge beschert.
Mit Pferden wie Kill and Kiss, der seit dem vergangenen Sommer nicht mehr gelaufen ist, Legolas, der im letzten Sommer dreimal siegte, darunter zweimal in Enghien, Lady Starlight, die im vergangenen Sommer ebenfalls auf dem Plateau de Soisy (Enghien) gewann, Let’s Go Landemer, der in Laval kürzlich ein gutes Comeback gab, oder Matfaben d’Enje, der zu Beginn des Winters in Vincennes nach zwei Erfolgen in Cabourg gewann, dürfte sich der Erfolg des Stalles während der Sommersaison weiter fortsetzen. Vorerst richten sich die Blicke jedoch auf Khal’s Fella und Nobi Barosso, die an diesem Freitag in Enghien erwartet werden.
Khal’s Fella bereit für sein Comeback
Khal’s Fella, der seit seinem achten Platz im Prix Bilibili im Dezember nicht mehr gelaufen ist, kehrt am Freitag bei der Wiedereröffnung des Plateau de Soisy auf die Rennbahn zurück. Sein Comeback erfolgt unter dem Sattel im Prix de Mimizan, in dem er auf ältere Gegner trifft. "Das Pferd erkrankte Anfang September an Rhinopneumonie. Nachdem wir ihn behandelt hatten, wollten wir es noch einmal im Prix Bilibili versuchen, doch seine Lungenprobleme waren weiterhin vorhanden, weshalb er seitdem nicht mehr gelaufen ist. Deshalb haben wir beschlossen, noch einmal ganz von vorne anzufangen", erklärt Emma Souloy.
"Er hätte am Montag in Caen zurückkehren können, aber dieses Rennen in Enghien passt gut und ist zudem attraktiv besetzt. Gegen seine älteren Gegner, ohne die Konkurrenz zu unterschätzen, hat er meiner Meinung nach eine gute Chance, vor allem aufgrund seiner Klasse im Sulky. Er wird sicher noch nicht bei 100% sein, aber ausreichend vorbereitet, um eine gute Rolle zu spielen. Da er häufig nach einer Pause gut läuft und dennoch ausreichend gearbeitet hat, halte ich ihn für konkurrenzfähig. Sein weiteres Programm werden wir je nach Verlauf dieses Rennens festlegen. Wir fahren außerdem mit Nobi Barosso nach Enghien. Er ist ein etwas kompliziertes Pferd, aber wir halten viel von ihm. Alexis Collette hat ihn am vergangenen Samstag in Grosbois unter dem Sattel gearbeitet, und der Test war überzeugend."
Khal's Fella, der Sohn von Ready Cash und Anastasia Fella, wird bereits am Tag nach dem Rennen in das Haras du Mont Goubert gebracht, wo er seine zweite Decksaison beginnen wird. Emma Souloy wird einmal pro Woche dorthin fahren, um ihn zu trainieren.
