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Kann Ialto d´Hertals nach vier Ehrenplätzen als Sieger eindrehen?

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Vorschau GNT Etappe IV - Chateaubriant, Mittwoch 22.04.2026

Auf der vierten Etappe des Grand National du Trot in Chateaubriant fällt das Niveau im Vergleich zu den vorherigen Teilstücken etwas ab. Das gilt aber nur für die Breite. In der Spitze haben die Wetter mit Jizou d´Etang (1), Joyce Delto (5), Ialto d`Hertals (9) und Jingle du Pont (12) die Qual der Wahl. Und natürlich muss man auch den Sieger der ersten Etappe, Jentil Dieschoot (2), ernst nehmen. Den größten Namen bringt ohne Frage Horchestrot (14) mit. Allerdings muss der Huguet-Schützling zuerst die Zulage von 50 Metern wettmachen.

---2.975m---

Für JIZOU D'ETANG (1) verlief der Winter nach einem frühen Erfolg eher durchwachsen. Anfang Januar gab es in der Folge als Bestleistung einen dritten Rang zu vermelden. Dafür glückte der Beginn in die Saison von Enghien mit einem starken Erfolg über die Mitteldistanz. Schon am Start zeigte sich der Wallach sehr gehfreudig, konnte aber von Alexandre Abrivard gut im Hintertreffen "geparkt" werden. Erst im vorletzten Bogen machte der Paris Haufor-Sohn im Windschatten Boden gut und rückte bis zum Ende der Gegenseite langsam an die Seite des Führenden. Diesen Gegner überlief der 7jährige im Einlauf sehr spielerisch und musste bis zum Ziel nur minimal bei Laune gehalten werden, um gegen den Stallgefährten in 11,6/2.150 Meter nach Hause zu kommen. Die fast sieben Wochen Auszeit drücken ein wenig auf die Chancen des gewinnärmsten Teilnehmers im Feld. Dennoch kann man für ihn nur schwer vom Schein lassen.

 

Über den Winter wechselte JENTIL DIESCHOOT (2) mit guten Leistungen zwischen Vincennes und Cagnes-sur-Mer hin und her. Dennoch kam der Erfolg zum Auftakt des Grand National du Trot in Amiens etwas überraschend, auch wenn die erste Etappe nicht übermäßig stark besetzt war. An diesem Tag hat der Wallach früh das Kommando übernommen und die Pace in der Folge so gut kontrollieren können, das kaum einer der Beschleunigung im Schlussbogen folgen konnte. Auf dem zweiten Teilstück in Marseille war die Gegnerschaft schon sehr viel stärker und der Aufwand für die zwischenzeitliche Führung umso größer. Obwohl der 7jährige sich dann vom großen Favoriten ziehen lassen konnte, war der Un Charme Fou-Sohn im letzten Bogen ermüdet und verlor als Siebter bis zum Ziel etliche Längen auf den Sieger. Somit reicht das Vertrauen auch nicht unbedingt über eine kleine Platzierung in der Königswette hinaus.

 

Auch wenn ISEULT FLOWER (3) nach einer Auszeit von 70 Tagen Ende Februar in Cagnes-sur-Mer "nur" als Fünfte abgeschlossen hat, war die läuferische Leistung gut anzusehen. Schließlich wurde die Stute unterwegs gleich zweimal aufgehalten und setzte im Finish dennoch gut nach. Damit hätte man der 8jährigen auch auf der zweiten Etappe im GNT eine kleine Rolle als Außenseiterin zutrauen können. Aber nur ein kleines Stück in der Todesspur hat der Muidebled-Farbe vollständig den Zahn gezogen. Schon zu Beginn des Schlussbogens war sie auf dem Rückzug und endete deutlich zurück unplaziert. Auch wenn es heute etwas weniger anspruchsvoll erscheint, ist schwer vorstellbar, dass die Tochter von Nahar de Beval nach der letzten Vorstellung in der Quinte auftaucht.

 

Nachdem HAPPY FACE (4) von Mai der Vorsaison bis März diesen Jahres pausieren musste, hat er nun zwei Rennen in den Beinen. Nach einem reinen Prepare Ende März konnte der 9jährige im April in Vincennes schon ein kleines Geld mitnehmen. Matthieu Abrivard, der auch heute wieder an Bord ist, versteckte den Viking de Val-Sohn im Hintergrund in zweiter Spur. Aus dem Schlussbogen heraus nutzte er weitere Reserven, um sich, inzwischen an der Innenkante, weiter zu verbessern. Immerhin reichte es mit einem kurzen Sprint zum sechsten Rang. In Chateaubriant belegte er die Plätze Eins, Vier und Sieben, was aber natürlich nicht gegen diese Gegnerschaft zu Stande kam. In den Kombinationen könnte er dennoch ein Kreuz mitbekommen.

 

Die Gesamtform von JOYCE DELTO (5) bringt auch die Stute aus dem Stall von Aymeric Thomas ins Spiel. Anfang März musste Tochter von Scipion du Goutier gegen namhafte Konkurrenz lange durch die Todesspur in Caen marschieren. Dennoch hat sie die letzten beiden Gegner im Einlauf niedergerungen. Somit gehörte sie auch zu den erweiterten Favoriten für den Grand Prix Angers (GR III) am 01. April. Nach der frühen Führung hat Besitzer und Trainer Aymeric Thomas die Spitze weitergegeben und fand sich kurz darauf als drittes Gespann an der Innenkante wieder. In den Einlauf hinein kämpfte seine Partnerin tapfer und war letztlich als Fünfte nur eine halbe Länge vom Podium entfernt. Im ersten Band ist die 7jährige gut untergekommen und muss unbedingt in alle Überlegungen.

 

Mit dreizehn Starts und nur acht kleinen Prämien konnte sich HERMES LUDOIS (6) im Vorjahr nicht auszeichnen. Dafür zeigt der Trend beim Briac Dark-Sohn nach den ersten sechs Versuchen in der laufenden Saison sehr deutlich nach oben. Schon in zwei Verkaufsrennen in Paris konnte der 9jährige mit zwei vorderen Platzierungen auf sich aufmerksam machen. Allerdings war der Wert dieser Leistungen schwer einzuschätzen. Insofern wurde der Bourlier-Vertreter am 10. April in Vincennes in einem Course D von den Wettern als Außenseiter auf die Reise geschickt. Benjamin Rochard versteckte Hermes Ludois lange und kam im Einlauf dementsprechend spät auf freie Bahn. Dennoch konnte das Gespann einen großen Sprint bis auf Rang Zwei hinlegen. Der erste Versuch mit rundum leichtem Beschlag wird interessant zu beobachten sein. Das mehr als passende Engagement muss man ernst nehmen.

 

---3.000m---

 

Die Papierform von IMPERATOR D'ELA (7) hat im letzten Sommer mit Ausfällen über Gras gelitten. Aber schon ab Herbst bis in den Januar hinein legte der Fuchs mit fünf Platzierungen zwischen Rang Zwei und Vier bei fünf Starts eine tolle Serie hin. Eine folgende Pause von zweieinhalb Monaten führte am 12. April zu einer Rückkehr im Amateurfahren. Die doppelte Zulage und weite Wege auf der Schlussrunde machten es dem Carat Williams-Sohn schwer. Als Sechster sollte er aber ohnehin nicht großartig in das Geschehen eingreifen. Bei der echten Rückkehr kann der 8jährige, bei ausreichendem Budget, auch ein Kreuz in den Kombinationen mitbekommen.

 

Allein die Tatsache, dass Trainer Philippe Boutin selbst im Sulky von HARISON DU PLESSIS (8) Platz nimmt, zeigt schon, dass der Wallach heute kein wirkliches Zielrennen vor sich hat. Die vier Eisen und der rote Emoji, den der Trainer gesetzt hat, lassen den 9jährigen endgültig vom Schein verschwinden.

 

Die letzten sieben Starts von IALTO D'HERTALS (9) führten allesamt auf das Podium. Nach aktuell vier Ehrenplätzen hätte er einen Sieg längst verdient gehabt. Am 25. März war er bereits auf der zweiten Etappe des Grand National du Trot zu Gast und holte einen starken zweiten Platz zum favorisierten Trainingsgefährten. Dabei musste er ab der Gegenseite einen mächtigen Antritt riskieren und legte sich dennoch bis zu Beginn des Einlaufs neben den späteren Sieger. Diesen konnte er zwar nicht mehr gefährden, aber seine Position verteidigte er sehr sicher. Noch stärker einzuschätzen war der großartige Speed, den der Alto de Viette-Sohn am 27. Februar in Vincennes angeboten hat. Wie aus dem Nichts flog er auf das Podium. Und auch rechtsherum kennt sich der Fuchs bestens aus, wie der zweite Rang vom 03. März in Agen beweist. Ohne diesen Garanten wird man kaum die Königswette treffen können.

 

Auch mit ihren zehn Jahren darf man GRINDELWALD (10) noch nicht vollständig abschreiben. Nach der langen Pause hat sie seit 07. Februar wieder vier Starts im Bauch, wobei der dritte Platz am 12. März in Caen in 10,9 für Qualität steht. Allerdings konnte sie sich an diesem Tag auch mit einem perfekten Rennen aus der zweiten Position lange ziehen lassen. Drei Wochen später hielt die Rieussec-Tochter in einem Trabreiten als Siebte kaum einen der Gegner und setzte zu keinem Zeitpunkt des Rennens Akzente. Dieser Eindruck ist der frischere, weshalb sie mit leichten Bauchschmerzen dem Rotstift zum Opfer fällt.

 

Die Konstanz, die HORATIUS D'ELA (11) im letzten Sommer noch an den Tag legte, fehlt dem Hengst scheinbar völlig. Aus den letzten fünf Starts überzeugte er nur am 17. Februar. An diesem Tag rückte er nach dem Ausgleichen der Zulage im finalen Bogen sehr aufwendig auf. Dennoch zog er im knappen Finish immer wieder an und nahm den Ehrenplatz mit. Keine zwei Wochen darauf führte der 9jährige das Feld in Vincennes noch in den Einlauf, war dann aber recht deutlich geschlagen und nahm nur nur das sechste Geld mit. Insofern überraschte es auch nicht, dass der Sohn von Brillantissime auf der dritten Etappe des GNT mit vollem Beschlag und Nachwuchsfahrer an Bord unplaziert blieb. Nun kehrt zwar Benjamin Rochard zurück in den Sulky, aber trotzdem hält sich das Vertrauen etwas in Grenzen.

 

Mit zwei Siegen zum Ende des Vorjahres hat sich JINGLE DU PONT (12) in eine starke Form gelaufen. Dabei war auch das bisherige Karriere-Highlight mit dem Sieg im Finale des Grand National du Trot dabei. Die gute Form konnte der Niky-Sohn in der Folge nicht immer bestätigen. Im Januar hat er sich aber auch in zwei schwierige Grupperennen gewagt, wo es nur ein Kleingeld zu verdienen gab. Rein vom Papier her, steigerte sich der 7jährige zuletzt aber wieder. Ende Januar musste er bereits eine Zulage wegstecken und kam erst spät auf Touren. Der Speed verpuffte aber schnell im Einlauf. Der Sprint, der die Bazire-Farbe zunächst auf Rang Drei getragen hat, konnte nicht bis zur Linie verteidigt werden. Obwohl sich Jingle du Pont am 07. Februar lange verstecken konnte, war der Speed zum dritten Platz in 10,8/2.100 Meter schön anzusehen. Seitdem hat er die Rennbahn nicht mehr betreten, was auch an der passenden Ausschreibung liegen dürfte. Es ist stark anzunehmen, dass diese Prüfung intensiv vorbereitet wurde.

 

---3.025m---

 

Bei HANNIBAL TUILERIE (13) wechseln sich aktuell Disqualifikationen mit fünften Plätzen ab. Auch wenn er dabei durchweg in Grupperennen angetreten ist, kommt der 9jährige in dieser Partie nicht für Wetten in Betracht. Der 9jährige behält seine Schuhe an, wurde vom Ausbilder mit einem roten Emoji ausgestattet und wird von einem Nachwuchsfahrer pilotiert. In Kombination mit der doppelten Zulage erklärt sich der Rotstift.

 

Ende Februar hatte HORCHESTRO (14) nach einem traumhaften Verlauf in Vincennes nicht einen Moment und endete im Prix Plateau de Gravelle, einem seiner Zielrennen, unplaziert. Eine anschließende Untersuchung ergab, dass der Wallach kleine gesundheitliche Einschränkungen hatte. Somit pausierte der 9jährige vier Wochen und bereitete sich über ein Prepare auf heute vor. Das Eric Raffin an Bord ist, zeugt trotz der 50 Meter Zulage für gewisse Ambitionen. Ebenso die Tatsache, dass das Quartier eine lange Reise auf sich nimmt. Das kompensiert auch den rundum leichten Beschlag. Insgesamt bleibt es aber eine schwere Aufgabe.

 

Als IDEAL LIGNERIES (15) im Herbst 2024 in den Stall von Jean-Philippe Monclin wechselte, setzte der Hengst kurz darauf beim Comeback als Sieger einer Etappe des Grand National du Trot für ein dickes Ausrufezeichen. Auch in der Folge gab es starke Leistungen des Wittmann-Trabers. Aber nun muss der Repeat Love-Sohn eine längere Pause überbrücken und wird mit Eisen und der Höchstzulage nicht in den Kampf um die Gelder eingreifen dürfen.

 

Von den Außenseitern ist INA DU RIB (16) wohl die deutlichste Streicherin. Die Stute ist unter dem Sattel eine Championesse, muss nun aber mit der doppelten Zulage und vier Eisen antreten. Damit steht sie nur für künftige Engagements im Monte unter Beobachtung.

 

Tipp:

IALTO D'HERTALS (9)

JIZOU D'ETANG (1)

JOYCE DELTO (5)

JINGLE DU PONT (12)

JENTIL DIESCHOOT (2)

 

Für die Kombinationen: HERMES LUDOIS (6) - IMPERATOR D'ELA (7) - HORCHESTRO (14)

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