News Frankreich Trab, 02.04.2026
(hen) Seit Jahresbeginn ist das Quartier von Trainer Sebastian Ernault (Foto:@scoopdyga) in einer guten Form. Für die nächsten beiden Renntage in Vincennes, 'semi-nocturne' am Freitag und den Nachmittag am Samstag, bringt Ernault seine beiden Aushängeschilder Josh Power und Jipet de Crepin an den Ablauf. Mit dem ParisTurf sprach er über die Chancen.
Zum Auftakt reist der Trainer aus der Normandie am Freitag mit Jipet de Crepin für den Prix Gratia an, der als Quinte ausgetragen wird. Dieses Rennen hat er gezielt nach dem Sieg seines Schützlings am 01. März in Vire ins Visier genommen: "Ich habe ihn seit seinem Erfolg in Vire für dieses Rennen geschont. Es ist ein sehr gutes Engagement. Natürlich ist die Konkurrenz stark, insbesondere denke ich an Jack des Ass."
Der 7jährige Wallach wird, wie zuletzt, nur vorne beschlagen laufen, da er komplett ohne Eisen zu Fehlern neigt: "Er braucht noch etwas Komfort an den Hufen und hat in dieser Konfiguration bereits gute Leistungen gezeigt." Nach einem starken Winter 2024/25 mit drei überzeugenden Siegen wurde er durch gesundheitliche Probleme zurückgeworfen. "Nach dem vorletzten Winter hatte er Borreliose. Wir haben ihn behandelt, aber es gab einen Rückfall. Das hat fast ein Jahr gedauert. Jetzt scheint er wieder auf seinem besten Niveau zu sein."
Bei einer guten Leistung könnte er anschließend eine Etappe des Grand National du Trot bestreiten, wobei er noch in das erste Band passen würde.
Am Samstag kehrt Ernault erneut nach Vincennes zurück, um Josh Power im hochklassig besetzten Prix Kerjacques (GR II) zu steuern. Der Vertreter des Stalles BG Trot ist seit seiner Disqualifikation im Prix de France am 08. Februar nicht mehr gelaufen. "Danach hat er eine Woche komplett pausiert und anschließend ruhig trainiert. Ich habe ihn nach Graignes gebracht, aber nur zur Bewegung. Am Samstag soll er wieder in Form kommen im Hinblick auf den Prix de l’Atlantique zwei Wochen später. Ich werde ihn aber nicht daran hindern, vorne mitzumischen."
Kein Start in Skandinavien geplant
Das nächste große Ziel für den Zweitplatzierten des Prix d’Amerique 2026 ist also der Prix de l’Atlantique (GR I) am 18. April in Enghien. Es wird sein erster Start über 2.150 Meter/Autostart werden: "Die Startnummer wird entscheidend sein. Es ist ein wichtiges Gruppe I-Rennen, auch wenn die Saison noch lang ist."
Trotz seiner starken Leistungen im Winter wird Josh Power vorerst nicht im skandinavischen Ausland starten: "Gemeinsam mit den Besitzern haben wir entschieden, noch ein Jahr zu warten. Er wird auch nicht in Caen im Grand Prix des Ducs de Normandie laufen, da er keine Rechtskurse mag." Stattdessen sind weitere Starts in Frankreich und Belgien geplant, unter anderem im Prix Rene Balliere, möglicherweise im Criterium de Vitesse in La Capelle sowie im Grand Prix de Wallonie in Mons.
Stall im Aufwind
Mit 15 Siegen und 471.380 Euro Gewinnsumme seit Jahresbeginn befindet sich der Stall von Sebastien Ernault klar im Aufwärtstrend. Zum Vergleich: Im gleichen Zeitraum 2025 waren es nur fünf Siege. "Wir hatten 2025 zwar ein ordentliches Jahr, aber viele Pferde waren krank. Dadurch sind sie bei der Gewinnsumme etwas im Rückstand."
Mit rund 40 Pferden im Training blickt Ernault optimistisch auf die kommenden Wochen und den Sommer: "Ich habe einige Nachwuchspferde im M-Jahrgang, die noch kaum oder gar nichts gewonnen haben. Ich hoffe, dass sie sich gut entwickeln. Genauso wie Jurilovca, die in etwa einem Monat wieder starten soll."
Jurilovca (v. Coup de Poker)8 hat für ihn eine besondere Bedeutung, da sie aus eigener Zucht stammt. Mit aktuell vier Mutterstuten plant Ernault jedoch vorerst keine Erweiterung im Bereich der Zucht.
