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GNT in Chateaubriant - Aymeric Thomas: "Erstes großes Saisonziel für Joyce Delto"

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News Frankreich Trab, 22.04.2026

(hen) Nur rund vierzig Kilometer von der Rennbahn in Chateaubriant entfernt, hat Aymeric Thomas auf der vierten Etappe des Grand National du Trot mit seinem Aushängeschild Joyce Delto quasi ein Heimspiel. Dementsprechend hat er das Rennen besonders ins Visier genommen. Erstmals wird er die Stute auch auf einer Sandbahn barfuß präsentieren. Was er sich ausrechnet, hat er dem ParisTurf erzählt. (Foto:@Jean-Charles Briens)

Am 31. März 2010 gewann Para du Perreux die zweite Etappe des Grand National du Trot in Marseille-Borely und bescherte Aymeric Thomas damit als Trainer den ersten von insgesamt elf Quinte-Erfolgen. Zwei Jahre später glänzte auch Quickly Paris auf der "Tour de France der Traber", ebenfalls in Marseille, diesmal jedoch auf der Bahn von Marseille-Vivaux.

Am Mittwoch ist die Anreise für Aymeric Thomas deutlich kürzer als nach Marseille. Und noch etwas stimmt den 50jährigen positiv, um an frühere Erfolge in diesem Wettbewerb anknüpfen zu können: "Meiner Meinung nach ist sie besser als Para du Perreux und Quickly Paris. Ihr Körper ist zwar anfällig, aber sie hat einen stärkeren Motor als beide. Ich weiß nicht, ob sie Quickly übertreffen wird, der seine Karriere mit mehr als 480.000 Euro Gewinnsumme beendet hat. Aber mit ihrem Potenzial hat sie auf jeden Fall die Mittel dazu."

Erstes großes Saisonziel

Nach zwei Etappensiegen auf der Trophee Vert und Rang Drei im letztjährigen Finale des "Grünen Wettbewerbs", greift JOYCE DELTO in diesem Jahr nun in einer anderen Rennserie an. Aymeric Thomas hat diese Etappe in Chateaubriant seit mehreren Wochen gezielt im Blick, zumal seine Stute in ersten Band hervorragend engagiert ist.

"Da sie ausgesprochen gut auf dem Rechtskurs aufgehoben ist, gibt es nur wenige passende Gelegenheiten. Dieses Rennen ist daher ihr erstes großes Saisonziel, zumal wir hier ein Heimspiel haben. Sie ist im Grand Prix Angers am 01. April sehr gut gelaufen und hat den dritten Platz nur knapp verpasst. Dieser Start diente vor allem dazu, sie auf diese GNT-Etappe vorzubereiten. Sie wirkt auf mich in Bestform und hat den Vorteil, im Rennen alles mitgehen zu können."

Ein Punkt springt bei der Nennung von Joyce Delto sofort ins Auge: Erstmals tritt die Tochter von Scipion du Goutier auf Sand barfuß an. "Ich kenne die Bahn in Chateaubriant natürlich sehr gut, sie ist immer in sehr gutem Zustand. Die Stute arbeitet dort gelegentlich auch", erklärt Aymeric Thomas seine Wahl auf die Eisen zu verzichten.

"Da sie doch einige Probleme hat, wollte ich sie immer schützen und auf die richtige Gelegenheit warten, um sie auf Sand barfuß zu präsentieren. Ich weiß, dass das Abnehmen der Eisen ihr auf Gras etwa 25 Meter Vorteil bringt. Ich denke, auf Sand wird das ähnlich sein. Ich habe daran wenig Zweifel. Sicher wissen kann man es aber erst, wenn man es ausprobiert hat."

Dementsprechend offensiv formuliert Aymeric Thomas seine Ambitionen: "Natürlich habe ich große Erwartungen. Ich bin übrigens froh, dass Jolie Star mit Mathieu Mottier in Angers gewonnen hat und uns somit hier nicht im Weg steht."

ZUR WETTABGABE BEI TROTTO Start: 13.55

 

"Sieg wäre ideal, um im Anschluss Priorität zu haben"

Auch wenn der Grand National du Trot nicht als Hauptziel an sich geplant ist, könnte die Rennserie 2026 weiter Teil des Programms von Joyce Delto bleiben: "Der Sieg am Mittwoch wäre ideal, um im Anschluss Priorität zu haben und an weiteren Rechtskurs-Etappen teilnehmen zu können. Ich plane nicht, sie dieses Jahr linksherum laufen zu lassen. Aber wir sollten nicht den zweiten Schritt vor dem ersten machen. Das weitere Programm hängt von ihrer Leistung in Chateaubriant ab."

"Wir sind gut ins Jahr gestartet"

Der konstant erfolgreiche Trainer steht seit Jahresbeginn bei acht Siegen. Seine Schützlinge haben bereits 163.925 Euro verdient. "Wir sind gut ins Jahr gestartet, auch wenn es im Moment etwas ruhiger ist. Unsere Quote stimmt mit 14 Prozent Siegrate und 34 Prozent Podiumsplätzen", sagt Thomas, der unter anderem mit seiner Frau Carole Thomas und deren Sohn William Plaire arbeitet.

"Wegen Personalmangels mussten wir den Bestand verkleinern. Aktuell habe ich nur noch 24 bis 25 Pferde im Rennstall." Trotzdem sieht er gute Chancen mit Lelizia am Dienstag in Vincennes: "Nach Joyce ist sie das beste Pferd im Stall, da Kaline du Jour länger ausfällt. Sie ist eine sympathische Stute mit viel Motor. Zuhause macht sie nie Probleme, aber im Rennen will sie beim Start oft zu viel. Trotzdem entwickelt sich das in die richtige Richtung."

Bei seinen Pferden aus dem M-Jahrgang nennt er dagegen mehrere Hoffnungsträger:

MADRAS ist ein seriöses Pferd, das eine ordentliche Saison haben sollte.

MAGIC GARLINOIS  ist anders veranlagt, hat aber Potenzial.

MISS MAGIQUE , eine Tochter von Bold Eagle, ist speziell in ihren Bewegungen."

L-Jahrgang:

LEADER DE MARZY hat wenig Starts, aber bereits fünf Siege aus elf Rennen und ist trotz geringer Gewinnsumme ein Pferd für ein starkes Jahr.

NIMOSA ragt etwas heraus. Das ist eine Top-Stute. Bei ihrem Debüt am 01. November in Cherbourg wurde sie Zweite, verletzte sich dabei jedoch. Inzwischen ist alles wieder in Ordnung. Sie arbeitet gut und sollte in etwa einem Monat ihr Comeback geben."

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