Seit mehreren Monaten agiert Lionheart sehr konstant. Der Schützling aus dem Stall Bazire will am Samstag sein Wintermeeting mit einem Sieg im Prix des Centaures (GR I) krönen. Dabei trifft er unter anderem auf die ältere Kapaula de l’Epine, die Anfang Februar im Prix de l'Île-de-France gewinnen konnte.
Das Rennen, welches kurz vor 18 Uhr gestartet wird, beschließt die Serie von insgesamt achtzehn Gruppe I-Prüfungen des Wintermeetings 2025/26. Für Lionheart begann dieser Winter bereits eindrucksvoll mit einem starken Auftritt im Prix Ceneri Forcinal (GR II) am 06. November, als er seine Gegner im Schlussabschnitt mit einem denkwürdigen Sprint stehenließ.
Seither zeigte sich der Vertreter von Mathieu Porte (Ecurie de Loradour) unter dem Sattel auf höchstem Niveau äußerst beständig: zwei Siege und zwei zweite Plätze gegen die Elite seines Jahrgangs. Am Samstag erhält der Partner von Eric Raffin, der vor zwanzig Jahren mit Orelie de Retz seinen ersten von drei 'Centaures'-Siegen feierte, die Gelegenheit, dieses Verfolgungsrennen zu seinen Gunsten zu entscheiden. "Er hat zuletzt wieder eine starke Leistung gezeigt", erklärte Nicolas Bazire. "Das Rennen hat ihn optimal auf dieses Ziel vorbereitet. Diesmal läuft er barfuß. Alles ist angerichtet, damit er um den Sieg kämpft."
Hinzu kommt, dass Lionheart seine Lieblingsdistanz vorfindet: Drei Siege aus vier Starts über 2.175 Meter auf der Grande Piste. Darunter auch der Prix des Elites (GR I) Ende September in Rekordzeit von 10,0. Nachdem er im Prix Jag de Bellouet (GR I) Mitte Dezember von L’Ecrin d’Or geschlagen wurde, möchte Lionheart nun sein erstes Gruppe I-Rennen dieses Winters gewinnen.
Kapaula de l’Epine im Aufwind
Allerdings muss Lionheart zunächst an Kapaula de l’Epine vorbei, die am 01. Februar mit ihrem Sieg im Prix de l’Île-de-France (GR I) ein überraschendes Ausrufezeichen setzen konnte. Ihr Trainer Jeremy-Gaston Van Eeckhaute blieb seiner ursprünglichen Planung treu und steuert erneut den Prix des Centaures an. Ein Rennen, in dem sie 2025 Dritte wurde, nachdem sie 2024 noch disqualifiziert wurde. "Sie ist auf den kürzeren Distanzen sehr stark", erklärte ihr Trainer zu Wochenbeginn. "Zehn Tage lang haben wir ruhiger gearbeitet, seit dem 15. Februar haben wir die Intensität wieder erhöht. Sie ist frisch und gut gelaunt geblieben."
Kapaula de l’Epine strebt also das Double 'Île-de-France/Centaures' an. Ein Kunststück, dass zuletzt Flamme du Goutier (2021) und Hanna des Molles (2023) gelang. Sechsjährige Pferde dominieren diese Prüfung übrigens ohne Unterbrechung seit 2020.
Weitere Chancen
Der Jahrgang 2020 wird außerdem durch Kyt Kat, Kelly de Banville, Katchina For Clara und Kobayashi vertreten. Letzterer, trainiert und geritten von Mathieu Mottier, sollte nach seiner guten Form im Sulky auch bei seiner Rückkehr unter den Sattel nicht unterschätzt werden. Gleiches gilt für Lisbonne Dry, die am Tag des Prix d’Amerique im Prix Camille Blaisot (GR II) Zweite hinter Lionheart wurde.
Die 4jährigen Stuten Manitas de Truchon, Melody de Vivoin und Miss des Besaces verfügen zwar über interessante Referenzen auf dieser Bahn, doch dürfte es schwierig werden, ihren 25 Meter-Vorteil gewinnbringend umzusetzen damit das Kunststück von Dollar Macker (2017 Sieger als 4jähriger) wiederholt werden kann.
