News Frankreich Trab, 24.04.2026
(hen) Der Prix Rene Palyart (GR II) am Freitag in Vincennes hielt die Wetter und Zuschauer länger als die eigentlich vorgesehenen 2.175 Meter auf Spannung. Kurz nach dem Zieleinlauf ertönte die Sirene. Die Gangart des Siegers Mhum Flyng wurde überprüft. (Foto:@scoopdyga)
Für Christophe Clin ging der Abend dann nicht gut aus. Sein Schützling wurde nachträglich disqualifiziert. Schon während des Rennens landete auch Malice Caillerie am Turm, die ebenfalls in den Farben von Christophe Clin läuft. Somit wurde die eigentliche Zweite Miss des Besaces zur Siegerin im Prix Rene Palyart erklärt. Die Tochter von Memphis du Rib feiert damit ihren ersten Erfolg auf semi-klassischem Niveau.
Die Siegerin hat eine erstaunliche Entwicklung genommen. Ende September des Vorjahres wurde sie für 20.001 Euro aus einem Verkaufsrennen erworben und landete damit im Stall von Romain Christian Larue. Nun hat sie bereits 183.900 Euro verdient, obwohl sie eigentlich eher wegen ihrer Abstammung vom Ecurie Windcut erworben wurde.
Bei neun Starts in den neuen Farben war die 4jährige nur einmal nicht unter den ersten Vier und krönte ihre bisherigen Ergebnisse mit diesem Sieg in starken 11,5/2.175 Meter und sorgte für große Freude in ihrem Umfeld. "Mhum Flyng ist das bessere Pferd, aber sie hat sich diesen Sieg verdient", erklärte ihr Trainer. "Natürlich hätten wir es lieber sportlich auf der Bahn entschieden gesehen. Ihr fehlt noch etwas Rennrhythmus, aber das wird sich mit den nächsten Einsätzen geben. Sie war zwei Monate nicht am Start, weil es keine passende Aufgabe gab. Aber je mehr sie läuft, desto besser wird sie. Jetzt geht es nach Caen (Anm.: Prix Henri Balliere am 9. Mai), danach zurück nach Vincennes...bis zum Prix du President. Wenn alles gut geht, wird sie alles laufen, was möglich ist. Sie ist außergewöhnlich. Das ist eine schöne Geschichte: aus einem Verkaufsrennen kommend und nun auf diesem Niveau erfolgreich."
Auch für ihren Jockey Alan Gendrot ist es ein besonderer Erfolg, da er ebenfalls seinen ersten Sieg auf Gruppe II-Niveau feiern konnte. "Sie hat sofort gezeigt, dass sie bereit ist", sagte er. "Das war großartig!"
Auf Rang zwei konnte Munhoa Vedaquaise überzeugen und "wieder Vertrauen schaffen",wie ihr Reiter Benjamin Rochard erklärte. "Ihr Comeback war nicht optimal. Heute bin ich sehr zufrieden mit ihrer Leistung. Sie ist gut gestartet, das Rennen war schnell. An der Geläufseinmündung zur kleinen Bahn haben wir einen Angriff nicht kontern können - aber sie ist nicht eingebrochen. Sie hat sich wieder gefangen und ist an dem Vierten (Anm.: Manitas de Truchon, die nachträglich ebenfalls einen Rang gutgemacht) erneut vorbeigezogen. Die Leistung war gut."
