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PRIX DE PARIS - David Bekaert: "Es wäre eine schöne Belohnung für uns"

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Harmony du Rabutin und David Bekaert galten im Prix d’Amerique als die großen Pechvögel. Am Sonntag ist das Gespann im Prix de Paris auf der Suche nach Wiedergutmachung. Im Interview mit dem ParisTurf blickt der Südfranzose Bekaert noch einmal zurück, spricht aber auch über seine Aussichten am Sonntag und seine aktuell persönlich gute Form.

ParisTurf: "David, blicken wir noch einmal auf den Albtraum zurück, den Sie im Prix d’Amerique mit Harmony du Rabutin erlebt haben. Wie haben Sie und Trainer Guillaume Huguet dieses bittere Szenario verarbeitet?"

David Bekaert: "Das war wie ein Schlag ins Gesicht...Es war die größte Enttäuschung meiner Karriere. Ich bin nicht wie Eric Raffin, ich habe nicht jedes Jahr die Gelegenheit, dieses Rennen zu bestreiten. Ich habe es schon gesagt: Es war wahrscheinlich die einmalige Chance. Paradoxerweise hatte ich nicht das Gefühl, fahrerisch einen Fehler gemacht zu haben. Ich habe einfach keine Lücke gefunden. Aber wenn man den Sieg im Prix d’Amerique schon in der Hand hat und es dann so läuft, ist das schwer zu verdauen. Schon die Teilnahme war eigentlich unerwartet - ihn zu gewinnen, das wäre unglaublich gewesen! Guillaume hat es besser verkraftet als ich. Er hat vor allem das Positive gesehen und war stolz darauf, sich nicht geirrt zu haben und recht behalten zu haben mit seiner Einschätzung, dass seine Stute ein großes Rennen laufen kann."

PT: "Ist es nach einer solchen Enttäuschung schwer, sich neu zu motivieren?"

DB: "Das ist unser Beruf. Man kann es sich nicht erlauben, lange zu hadern. Man muss nach vorne schauen und sich neu fokussieren. Wir sagen uns, dass die Stute in Topform war, dass wir alles richtig gemacht haben - und dass man nicht jedes Mal Pech haben wird."

PT: "Stand ein Start im Prix de France zur Diskussion oder fiel die Entscheidung schnell zugunsten des Prix de Paris' ?"

DB: "Guillaume hat schnell entschieden, nicht im Prix de France zu starten und alles auf das Rennen am Sonntag auszurichten. Wir wären aus der zweiten Reihe gestartet, das hätte wenig Sinn gemacht. Außerdem läuft Harmony am liebsten mit einem Abstand von einem bis anderthalb Monaten. Die Frage stellte sich also gar nicht wirklich."

PT: "Wie geht es der Stute aktuell?"

DB: "Ich war am Montag in Saint-Galmier, konnte sie aber wegen der anstehenden Heats nicht arbeiten sehen. Guillaume sagte mir, sie sei sehr locker. Allerdings sind derzeit einige Pferde im Stall krank. Bis jetzt ist sie verschont geblieben. Wir drücken die Daumen bis Sonntag."

PT: "Glauben Sie, dass sie sich an die zwei Runden auf der großen Bahn von Vincennes anpassen wird?"

DB: "Solange man es nicht ausprobiert hat, kann man es nicht genau wissen. Normalerweise pullt sie nicht stark, aber sie mag es, wenn ein Rennen mit Tempo geführt wird. Sollte es taktisch werden, wäre das nicht unbedingt ideal für uns. Sie hat über 3.500 Meter in Vichy gewonnen und danach gut durchgeatmet. Vorab gibt es keine Einwände, aber Gewissheit haben wir erst am Sonntag."

PT: "Sie fahren nicht oft in Vincennes. Ist das in großen Rennen ein Nachteil?"

DB: "Ja, vielleicht ein wenig. Aber ich habe dort trotzdem einige Rennen gewonnen. Auch wenn ich in den letzten Jahren seltener dort war, kenne ich die Bahn. Und mit einer Stute wie Harmony du Rabutin ist die Taktik einfacher: abwarten und am Ende angreifen. Während des Rennens gibt es weniger Entscheidungen zu treffen, außer die richtigen Pferde als Führpferde auszuwählen."

PT: "Seit dem Prix d’Amerique haben Sie mehrere Siege gefeiert - ein Viererpack, ein Dreifacherfolg, mehrere Doppelsiege. Das gibt doch Selbstvertrauen vor einem solchen Highlight?"

DB: "Ja, im Moment läuft es wirklich gut. Wir Fahrer sind stark von unserer mentalen Verfassung abhängig. Mit viel Selbstvertrauen in solche großen Rennen zu gehen, ist natürlich besser."

PT: "Was würde eine große Leistung im Prix de Paris für Ihr Gespann mit Guillaume Huguet bedeuten?"

DB: "Für mich wäre es fast etwas Unerreichbares...ein Gruppe I-Sieg. Vor allem für Guillaume wäre es großartig. Er hat die Karriere der Stute hervorragend gemanagt. Wir arbeiten seit über zehn Jahren zusammen. Wir sind sehr erfolgreich, auch wenn nicht immer alles glattläuft - das ist normal im Rennsport. Trotzdem steht er immer hinter mir und schenkt mir sein Vertrauen. Wir kennen uns inzwischen sehr gut und sprechen offen miteinander. Vielleicht ist das der Grund, warum unsere Zusammenarbeit so lange besteht. Es wäre eine schöne Belohnung für uns beide."

PT: "Mit welchen Ambitionen gehen Sie ins Rennen und wen fürchten Sie besonders?"

DB: "Wenn sie noch einmal so läuft wie im Prix d’Amerique und unter die ersten Fünf kommt, wären wir zufrieden. Je mehr vorne gekämpft wird, desto besser für uns. Bei diesem Starterfeld ist es allerdings schwer, den Rennverlauf vorherzusagen. Wer geht an die Spitze und macht das Tempo? Die Favoriten sind eher Pferde, die aus dem Feld heraus angreifen. Frank Gio scheint vor dem Rennen das Pferd zu sein, dass es zu schlagen gilt. Er ist ruhig im Rennen und dürfte die Distanz durchstehen. Vor einem Monat sind wir gemeinsam ins Ziel gekommen...also wer weiß?"


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