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PMU PLAY startet - Olivier Pribile: "Wachstum kam nicht aus den Pferdewetten"

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Am 31. März leitet die PMU eine neue Ära ein. Für ihre Online-Kunden startet die neue App PMU PLAY. Diese vereint Pferde- und Sportwetten, sowie Poker in einer Anwendung. Ein notwendig gewordener Schritt, weil frankreichweit zu viel Umsatz in die "branchenfremden" Sparten abgewandert ist.

"Was wir an diesem Dienstag starten, ist die einzige Anwendung auf dem französischen Markt, die gleichzeitig Pferdewetten, Sportwetten und Poker vereint. Und das ist die stärkste Antwort, die wir auf diesem Glücksspielmarkt geben können", erklärt Olivier Pribile, Direktor für Marketing, Produkt und E-Commerce bei der PMU.

Wenige Tage nach dem Zusammenschluss der Plattformen Parions Sport (FDJ) und Unibet (ZEturf), stellt die PMU nun seine große Innovation für das erste Halbjahr vor. Auch wenn das Unternehmen zuletzt bei Marktneuheiten hinterherhinkte (zum Beispiel bei Sofortüberweisungen), sind die Teams nach intensiver interner Arbeit nun gewappnet, was auch für Fußball-WM gilt, die natürlich ein großes Wett-Event darstellt.

Das Projekt mit dem Codenamen 'One Love' führte zur neuen Marke 'PMU PLAY'. Diese Plattform soll alle PMU-Kunden online an einem Ort vereinen. Ein Wechsel zwischen den einzelnen Märkten ist in der App möglich und mit dem gleichen Guthaben bespielbar. Künftig sollen auch neue regulierte Spielsegmente ermöglicht werden, etwa Online-Casino-Angebote, weshalb der Zusatz "PLAY" im Namen integriert wurde. Farblich kombiniert die Plattform das bekannte PMU-Grün mit Gold, einer typischen Farbe im Glücksspielbereich.

"PMU PLAY soll eine passende Antwort auf die Entwicklungen der letzten zehn Jahre sein, die uns Marktanteile und Kunden gekostet haben", so Pribile weiter. "Das Wachstum der letzten zehn Jahre kam aus drei Bereichen: Lotterie, Sport und Poker. Nicht aus unserem Kerngeschäft, den Pferdewetten."

Die Ziele von PMU PLAY

Das Ziel ist klar zweigeteilt: Zum einen sollen treue PMU-Spieler gehalten werden, indem man ihnen ein attraktiveres Erlebnis und bessere Angebote bietet, vor allem im Bereich Pferdewetten. "Das ist es, wovon wir heute leben und auch morgen noch leben werden. Vor allem mit diesem Projekt", betont Pribile.

So erhöht die PMU ab dem 01. April die Auszahlungsquote beim e-Zwilling um 5 Prozentpunkte. Laut Quentin Etievant, E-Commerce-Direktor, wollte man "keinen radikalen Umbruch für die Turf-Spieler schaffen", sondern eher eine Art 'Frühjahrsputz' im Pferdewettbereich durchführen.

Neben der Kundenbindung geht es aber auch klar um die Gewinnung neuer Spieler in einem stark umkämpften Markt, in dem Anbieter zunehmend fusionieren, um wettbewerbsfähiger zu werden. Während früher das sogenannte Cross-Selling, Spieler von Sportwetten oder Poker zu Pferdewetten zu bewegen, als wenig effektiv galt, ist das Ziel für 2026 klar: Sport- und Pokerspieler wieder verstärkt für Pferdewetten zu gewinnen.

Denn es ist einfacher, Menschen zum Wetten auf Pferderennen zu bringen, die ohnehin bereits spielen, als solche, die gar nicht wetten. Aktuell wetten etwa 10% der Sportwetter auch auf Pferde.

Sportwett-Fans erwartet zudem ein überarbeitetes PMU-Angebot, unterstützt durch den Partner Kambi, der besonders in Nord- und Südamerika aktiv ist. Neben Aktionen und personalisierten Hinweisen wird auch künstliche Intelligenz (KI) eingesetzt, um Spielern Empfehlungen zu geben: "Spieler können per Klick eine automatische Analyse erhalten, die Teilnehmer, Formkurven und weitere Daten auswertet und Vorschläge liefert. Etwa für Favoriten oder Außenseiter, sowie passende Wettoptionen anbietet.

"Die PMU geht wieder in die Offensive",  fasst Geschäftsführer Cyrille Giraudat zusammen. "PMU PLAY ist ein starkes Projekt, das wir mit erheblichen Mitteln unterstützen werden."

PMU PLAY ist jedoch nur der erste Schritt einer umfassenderen Neuausrichtung, die auch das stationäre Geschäft einbeziehen muss. Denn während der Online-Pferdewettbereich auf pmu.fr in den ersten zwei Monaten des Jahres um 12% gewachsen ist, ist das klassische Geschäft, wo der Großteil der Einsätze erfolgt um 8% zurückgegangen. PMU PLAY kann helfen, aber allein wird es die Trendwende nicht schaffen.


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