Als Nachtrag zum letzten Wochenende wurde mit Pierre-Louis Desaunette einer der erfolgreichsten Aktiven der letzten Tage von 24h au Trot interviewt. Der junge Trainer nutzte das lange Wochenende, an dem innerhalb von 72 Stunden insgesamt 35 Trabrennveranstaltungen in ganz Frankreich ausgetragen wurden, perfekt aus.
Die Schützlinge des im Departement Manche ansässigen Pierre-Louis Desaunette konnten gleich vier Siege erringen. Sowohl am Freitag in Chatillon-sur-Chalaronne als auch am Sonntag in Monpazier und Caen.
Die Formulierung, die Pierre-Louis Desaunette verwendet, um den Erfolg seiner Pferde an diesem ersten langen Maiwochenende zu kommentieren, sagt viel über die Einstellung des 30jährigen aus: "Wenn man zu Hause bleibt, wird man keine Siege holen." Die Ergebnisse geben ihm recht, denn mit Ausnahme von Caen, wo Loustic de Flam nach einer Niederlage in Cherbourg wieder gewann, erzielten seine drei anderen Schützlinge ihre Siege mehrere hundert Kilometer von seinem Stall in der Manche entfernt.
Allerdings muss man die große Entfernung zum heimatlichen Stall etwas relativieren. Seit zwei Wochen hat Desaunette eine Außenstelle im Südwesten eröffnet, in Beaumont-de-Lomagne, auf der Anlage von Stephane Bouisson, wo er Boxen von der Familie Semeillon gemietet hat. "Miss Sagacy, eine der beiden Siegerinnen vom Sonntag in Monpazier, ist seit zwei Wochen dort", erklärt er. "Im Moment stehen dort sechs Pferde, aber langfristig sollen es fünfzehn werden, betreut von zwei Mitarbeitern, darunter Amaury Bourgoin-Timbert, der seit Freitag Profi ist und die Verantwortung übernimmt.
Die Idee für diese Außenstelle hatte ich schon seit zwei oder drei Jahren. Aber zuerst musste ich die Bauarbeiten in meinem Stall in der Manche abschließen, insbesondere den Bau eines neuen Gebäudes. Außerdem brauchte ich das passende Personal. Das ist jetzt ebenfalls der Fall."
Wie lange soll das Projekt laufen?
"Sechs Monate, also bis Oktober", antwortet Desaunette. "In dieser Zeit gibt es dort viele Rennen, und wir haben einige Pferde, die rechtsherum besser laufen und bei uns an ihre Grenzen stoßen, sich dort aber wohlfühlen dürften. Natürlich verursacht eine solche Außenstelle zusätzliche Kosten, da man alles doppelt vorhalten muss. Aber es ist eine neue Herausforderung für den Stall."
