News Frankreich Trab, 05.05.2026
(hen) An diesem Mittwoch wird Trainer Nicolas Bridault seine Championesse Nocive du Choquel im Prix Masina (GR II) in Vincennes an den Start bringen. Bei ihrem Comeback wird die Siegerin des Criterium des Jeunes versuchen, ihren Status als beste dreijährige Stute zu behaupten. Über die letzten Eindrücke aus der Arbeit, sprach Bridault mit dem ParisTurf.
Am 15. Februar setzte sich Nocive du Choquel nach einem hochklassigen Duell gegen Normandie Niemen im Criterium des Jeunes (GR I) durch. Die Stute aus dem Stall von Nicolas Bridault, die seit diesem Erfolg nicht mehr gelaufen ist, wird bei ihrer Rückkehr am Mittwoch in Vincennes ausschließlich gegen Stuten besonders im Fokus stehen.
"Novice hat gut gearbeitet", erklärt ihr Trainer. "Sie war vor diesem Rennen zweimal auf der Rennbahn unterwegs, daher ist sie bereit, auch wenn nichts den Wettkampf ersetzt. Ich schätze sie auf 100% ein, aber einige Konkurrentinnen sind kürzlich gelaufen und daher vielleicht weiter in der Vorbereitung. Im Criterium hatte sie einen guten Rennverlauf, aber wir mussten erst einmal an die Stute von Philippe Allaire herankommen. Das hat sie sehr gut gemacht. Zuvor hatte sie bereits zwei Gruppe II-Rennen gewonnen, also war ihr Erfolg keineswegs unverdient. Es ist eine Stute, die man aus dem Feld einsetzen muss, aber Francois (Lagadeuc) kennt sie in- und auswendig. Sie gehört zu den drei oder vier chancenreichsten Pferden im Rennen."
Vor ziemlich genau einem Jahr (am 06. Mai 2025) qualifizierte der in Beaulieu (Departement Orne) ansässige Trainer die Tochter von Face Time Bourbon in 18,6 auf der Rennbahn von Caen. Dorthin wird Bridault auch am Dienstag mit seinen ersten 2jährigen Pferden zur Qualifikation fahren und am Samstag mit zwei Startern antreten. "Wenn ich am Dienstag einen wie Novice qualifiziere, würde ich sofort unterschreiben (lacht)! Ich wusste, dass sie das Niveau für Paris hat, aber dass sie das Criterium gewinnt, hätte ich mir nie vorstellen können. Es steht noch ein weiteres Gruppe II-Rennen an (Prix Ozo/26. Mai) über die kurze Distanz, bevor sie, wenn alles gut läuft, am Prix Albert Viel (GR I/21. Juni) teilnehmen wird. Es ist eine Stute, deshalb gehen wir vorsichtig vor. Es können auch noch neue Konkurrenten im Jahrgang dazukommen.
Am Samstag habe ich Magnum du Choquel und Lyana d’Arc am Start. Magnum wird erstmals barfuß laufen. Er ist eigentlich ein echtes Pferd für den Rechtslurs, auch wenn er seine Karriere links herum bestritten hat. Das dürfte also von Vorteil sein. Lyana d’Arc ist konkurrenzfähig, braucht aber einen guten Rennverlauf."
Nino du Choquel - die nächste Hoffnung des Stalls
Neben Nocive du Choquel setzt Nicolas Bridault auch große Hoffnungen in ein weiteres Pferd aus dem N-Jahrgang, das sich seiner Meinung nach noch weiter steigern kann. "Nino du Choquel ist ein gutes Pferd. Er hat in Enghien leicht gewonnen. Bei seinem vorletzten Start in Vincennes machte er im letzten Bogen einen Fehler, obwohl er laut Francois (Lagadeuc) gewonnen hätte. Ich denke, er ist ein Pferd von hohem Format, das künftig in Gruppe-Rennen laufen kann. Er ist noch schwer beschlagen und hat nur wenige Starts absolviert. Er dürfte sich mit dem Alter weiter verbessern. Die anderen N-Pferde sind derzeit eher für die Provinz bestimmt."
Der 44jährige Trainer, der im vergangenen Jahr eine Rekordsaison mit 993.400 Euro Gewinnsumme erzielte, setzt seinen Erfolg auch 2026 fort, mit bereits über 250.000 Euro und elf Siegen. "Wir haben gute Pferde, und im Moment läuft alles gut. Ich habe etwa 35 Pferde im Training, die aktuell starten. Jedes Jahr teste ich rund zwanzig Nachwuchspferde. Diese Woche gehen wir mit den O-Pferden zu den Qualifikationen, und einige von ihnen machen einen sehr guten Eindruck und haben interessante Abstammungen. Wir wollen diesen Schwung für den Rest des Jahres mitnehmen. Letztlich braucht man gute Pferde - das ist das Geheimnis. In der Provinz kann man sich durchschlagen, aber wenn man wirklich erfolgreiche Jahre haben will, braucht man Pferde für die Pariser Rennbahnen."
