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Ninja de l’Envol - Aus dem 'Reclamer' zum Gruppesieger

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News Frankreich Trab, 21.03.2026

(hen) Das erste Gruppe II-Rennen für die 3jährigen Hengste unter dem Sattel ging an Ninja de l’Envol, der in diesem Winter in Vincennes noch in zwei Verkaufsrennen am Ablauf war.

Wenn man mit einem Pferd noch Mitte Januar im Verkaufsrennen antritt, ist es schwer vorstellbar, dass man nur zwei Monate später einen Semi-Klassiker für sich entscheiden kann. Doch genau dies ist Ninja de l’Envol am gestrigen Freitag in Vincennes gelungen. Nach sogar zwei Starts in 'Reclamer', die beide siegreich beendet wurden, startete der Uriel Speed-Sohn Mitte Februar zum ersten Mal unter dem Sattel. Schon beim Monte-Debüt zeigte der Hengst aus dem Stall von Pascal Castel als Zweiter einige Anlagen für die neue Disziplin. 

Nun steigerte sich der 3jährige nicht nur vom Ergebnis her, sondern auch in der Kategorie. Nach dem zweiten Platz im Prix Edouard Marcillac (GR III), holte Ninja de l’Envol am Freitag den Prix Felicien Gauvreau (GR II).

"Er ist beeindruckend", erklärte sein Reiter Guillaume Martin nach dem Rennen. "Er ist zwar klein, hat aber ein riesiges Herz. Die Starts in den Verkaufsrennen haben ihm viel Selbstvertrauen gegeben. Nach dem Aufwärmen habe ich darum gebeten, ihm die Gummiboots und die Hintergamaschen abzunehmen. Er braucht so etwas nicht. Ich bin ohne Zögern an die Spitze gegangen. Zu Beginn der Zielgeraden hat er sich kurz vor dem Pferd von Mathieu erschreckt und ist zur Seite gelaufen, konnte sich aber sofort wieder fangen und den Sieg zurückholen. Er ist ein echter Kämpfer."

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Besitzer Pierre-Antoine Petit zeigte sich begeistert: "Das ist das erste Pferd aus meiner Zucht, und es gewinnt gleich ein Gruppe-Rennen. Ich habe unglaubliches Glück. Da er zu Beginn seiner Karriere nur kleinere Platzierungen erreichte und ich eher ungeduldig bin, bat ich meinen Onkel Pascal Castel, ihn in Verkaufsrennen laufen zu lassen. Ich wusste, dass er dort gewinnen kann. Nach seinem ersten Sieg habe ich 5.000 Euro draufgelegt, um ihn zu behalten. Beim zweiten Erfolg gab es sogar elf Gebote, und ich musste erneut tief in die Tasche greifen."

Das Ninja de l’Envol schon lange zuvor überhaupt im Besitz von Pierre-Antoine Petit geblieben ist, war schon ein großes Glück, wie der Züchter und Eigentümer in einer Anekdote erzählt: "Er wurde auf der Auktion in Caen für 20.000 Euro verkauft, doch der Käufer gab ihn nach einer tierärztlichen Untersuchung wegen eines Knochensplitters zurück. Ich habe dann Pascal gebeten, ihn zu trainieren. Wo dieser Splitter geblieben ist, wissen wir bis heute nicht (lacht). Er wird bald wieder über 2.175 Meter starten. Und es gibt keinen Grund, warum diese Erfolgsgeschichte nicht weitergehen sollte."

Der Favorit Nickel de Baille musste sich ehrenvoll geschlagen geben, nachdem er den Sieger lange begleitet hatte. Sein Trainer Mathieu Mottier erklärte: "Ich bin von zu weit hinten gekommen. Außerdem war er vielleicht nicht ganz auf seinem besten Niveau. Schon beim Aufwärmen und bei den Probestarts war er schwierig."

Dritter wurde Newton des Andiers, der erneut einen starken Eindruck hinterließ. Sein Reiter Pierre-Yves Verva sagte: "Er hat zu stark gepullt. Es hat lange gedauert, bis ich ihn beruhigen konnte. Als er endlich entspannte, war es zu spät, aber er hat ein sehr gutes Finish gezeigt."

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