Mit dem Sieg im Criterium Continental hatte Liza Josselyn, nach ihrem etwas enttäuschendem zweiten Rang am 06. Dezember, wieder einen hervorragenden Eindruck hinterlassen. In Grosbois wird sie derzeit von Nicolas Bazire auf das nächste Engagement vorbereitet. Am Samstag tritt sie im Prix de Croix an, einem Halbklassiker für Stuten und Hengste. Im Sulky wird auch erstmals ihr Trainer Nicolas Bazire sitzen.
Seit fast zwei Wochen herrscht auf dem Gelände von Grosbois eine eisige Kälte. Am Sonntagmorgen zeigte das Thermometer bis zu –8 Grad. Dennoch kam der Trainingsbetrieb der Pferde nie zum Erliegen. Die auf dem international renommierten Trainingszentrum ansässigen Aktiven können ihre Schützlinge ganz normal vorbereiten. Dank des bemerkenswerten Einsatzes der Arbeiter der Anlage, die keine Stunden zählen, befinden sich die drei Bahnen, ebenso wie die verschiedenen Geraden im Wald, in einem perfektem Zustand.
Während Jean-Michel Bazire am Montagmorgen für medizinische Untersuchungen in Paris war, feilte Nicolas Bazire an der Vorbereitung der Championesse Liza Josselyn. "Ihre Pflegerin Mai (Snoger) hat den ersten schnellen Heat gefahren", erklärte Nicolas. "Danach habe ich sie mit in den Wald genommen und vier Geraden absolviert: zwei auf den sogenannten 'Royales' und zwei entlang der Mauer von Boissy. Sie hatte viel Zug und hat gut beschleunigt. Die Zwischenzeiten waren sehr ansprechend. Für einen Start im Prix de Croix stehen alle Ampeln auf Grün. Am Donnerstagmorgen wird sie noch eine leichte Arbeit absolvieren, mit zwei Antritten aus dem Windschatten. Am Samstag werde ich selbst im Sulky sitzen, sie wird aber nicht barfuß laufen. Das heben wir uns für das nächste Gruppe I-Rennen auf (Anm.: Prix Bold Eagle/24. Jan)."
Am Samstag (10. Jan) wird der Stall Bazire auch im Prix du Forez vertreten sein. "Hubble du Vivier ist seit seinem Sieg am 14. Dezember im Prix Jean Dumouch in sehr guter Verfassung geblieben. Seine letzte harte Arbeit hatte er am Sonntag. Jingle du Pont könnte ebenfalls starten, auch wenn seine Hufe hinten etwas kurz sind. Ursprünglich wollte ich auf dieses günstige Engagement für 7 bis 11jährige ohne ausländische Konkurrenz warten, aber er war körperlich so gut drauf, dass er noch einmal im Prix de Lille gelaufen ist."
Die zweite Nachricht aus dem Trainingszentrum in Grosbois betrifft Jango Vici, der im Prix de Bourgogne zwar nur Siebter war, aber dabei auf einigen Notizzetteln gelandet ist. Aus der zweiten Reihe hatte er einen schweren Stand, lag immer an verletzter Position, flog im Einlauf nahe an die besser Platzierten, ohne jemals wirklich freie Bahn gehabt zu haben.
Der Hengst aus dem Stall von Antonio Ripoll Rigo peilt die Qualifikation für den Amerique an. Seine letzte Chance: der Prix de Belgique. Durch einige Streichungen sollte seine Gewinnsumme für einen Startplatz am kommenden Sonntag ausreichen. "Auch wenn ich ein wenig bereut habe, dass er nicht besser als auf Rang Sieben ins Ziel kam, war ich mit meinem Pferd im Prix de Bourgogne sehr zufrieden" erklärt sein Trainer. "Er war im Einlauf schneller als einige sehr gute Pferde. An diesem Montagmorgen hat er vier Intervalle auf den 'königlichen' Geraden absolviert - die letzte etwas zügiger in Begleitung von Missandei. Alles war bestens. Wenn der Rennverlauf am Sonntag günstiger ist, denke ich, dass Jango die Möglichkeit hat, sich mit einem Platz unter den ersten Vier zu qualifizieren. Er wird vorne wieder beschlagen sein und hinten barfuß mit Harz laufen. Nach Rücksprache mit den Besitzern habe ich Francois Lagadeuc engagiert, der Benjamin Rochard ersetzt, der wiederum für Izoard Vedaquais verpflichtet ist."
Dagegen sind die Jiel-Pferde dem Wintereinbruch im Großraum Paris entgangen und absolvieren ihren Trainingsalltag in der Normandie, auch wenn ihr Trainer Jean-Luc Dersoir einen Stall in Grosbois betreibt. Der ParisTurf erreichte Dersoir telefonisch gegen 14.30 Uhr, als er sich in der Nähe von Evreux mühsam auf verschneiten Straßen wieder in Richtung Pariser Region bewegte. "Ich bin heute sehr früh losgefahren und hatte keine Probleme. Außerdem hatten wir günstige Bedingungen, um die Pferde am Strand von Deauville zu trainieren. Lombok Jiel hat nach seinem vierten Platz im Criterium Continental etwas Druck abgebaut. Am Samstag wird er im Prix de Croix starten, vorne beschlagen und hinten barfuß. Seine heutige Arbeit hat mir gefallen, ebenso die von Hokkaido Jiel. Nach reiflicher Überlegung habe ich beschlossen, Hokkaido lieber im Prix de Belgique laufen zu lassen, anstatt ihn davor noch hart arbeiten zu müssen. Mit der Qualifikation in der Tasche kann er im Feld mitlaufen und im Wettkampfrhythmus bleiben. Er wird nicht komplett barfuß laufen - vielleicht nur vorne. Bevor er 2024 im Prix d’Amerique Zweiter hinter Idao de Tillard wurde, hatte er ebenfalls an allen vier B-Rennen teilgenommen."
