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Nach Auszug von Griezmann-Pferden - Mickael Cormy: "Das ist schon hart"

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Auf der Frühjahrsauktion am Donnerstag wurde die Verkleinerung des Bestands vom Ecurie Antoine Griezmann mit Spannung erwartet. Sieben der zwölf vorgestellten Pferde kamen unter den Hammer. Drei davon kehren jedoch zu ihrem ursprünglichen Trainer Mickael Cormy zurück, der für den Ecurie Vieux Chene geboten hat. Cormy sprach anschließend mit 24h au Trot.

Die Trennung zwischen dem weltbekannten Fußballstar Antoine Griezmann, der noch für einige Wochen bei Atletico Madrid spielt, bevor er in die USA wechselt, und dem Stall von Mickael Cormy ist endgültig vollzogen. Sein Lot wechselte ohnehin schon in die Boxen von Sebastien Guarato. "Mehrere Jahre Arbeit wurden innerhalb von vier Tagen abrupt beendet. Wir waren all die Jahre ehrlich, und dann wurden wir innerhalb weniger Tage entlassen. Das ist schon hart", erzählte Mickael Cormy bedrückt.

Der Trainer aus dem Zentralosten Frankreichs kann seine Emotionen kaum verbergen. Doch an dem Ort, an dem alles begann, als er vor etwa zehn Jahren Jährlinge für Antoine Griezmann in Deauville kaufte, nimmt die Geschichte nun eine neue Wendung. Nach einem kurzen Aufenthalt im Stall von Sebastien Guarato, während man auf die heutige Auktion wartete, kehren drei Pferde unter neuen Farben in die Loire zurück. "Ich denke, Herr Morel (Ecurie du Vieux Chene) ist wirklich ein sehr guter Mensch. Ich kann ihm nur danken. Ursprünglich waren wir wegen Likaleto de Wallis gekommen, und letztlich wollte er auch Iseo de Lou und Kimba du Noyer kaufen. Frederic Morel vertraut uns schon sehr lange. Natürlich gab es auch Rückschläge, aber es ist sehr schön zu sehen, dass sein Vertrauen anhält. Likaleto haben wir geschont. Mehr als geschont sogar. Wir haben ihn nur einmal ohne Eisen laufen lassen und ihn ohne jegliche 'Tricks' präsentiert. Ich denke, er ist ein hervorragendes Pferd und wird das langfristig beweisen."

Mit einem Zuschlag von 100.000 Euro wurde Likaleto de Wallis zum Top-Seller der Auktion. Dahinter folgt die semi-klassische Siegerin Lara du Goutier, die für 70.000 Euro von einem weiteren bedeutenden Investor im Trabrennsport erworben wurde. Der Käufer Thierry Massicot ist Betreiber des Gestüts Elevage du Roy und besitzt derzeit, in Zucht und Rennbetrieb, rund hundert Pferde. Im Interview mit 24h au Trot erzählte er mehr über seinen aktuellen Ankauf.

24h au trot: "Was hat Sie zu diesem Kauf motiviert?"

Thierry Massicot: "Es ist eine hervorragende Abstammung für eine künftige Mutterstute, und genau danach suchen wir, um unsere Zucht weiterzuentwickeln. Ich war nur ihretwegen gekommen, und am Ende haben wir den Zuschlag bekommen. Ich hätte nicht gedacht, dass der Preis so hoch geht, aber ob 60.000 oder 70.000 macht bei einer solchen Abstammung keinen großen Unterschied. Wenn man ein Pferd wirklich will, dann will man es einfach. Ich habe mit Jean-Philippe Raffegeau den richtigen Trainer, und mit etwas Glück, wenn man sie richtig wieder aufbaut, denke ich, dass sie vielleicht noch nicht am Ende ist. Die Zukunft wird es zeigen."

24h: "Wie ist Ihre Struktur aufgebaut?"

TM: "Die Elevage du Roy basiert auf zwei Säulen: Pferde, die schnell Gewinne erzielen können, und eine große Anzahl an Stuten für die Zucht, damit wir langfristig möglichst selten zu Auktionen kommen müssen (lacht). Es entwickelt sich gut, aber es braucht Zeit. Wir sind erst seit fünf Jahren dabei, und in dieser Zeit kann man nicht alles erreichen. Ich denke, unser volles Potenzial werden wir bis Ende 2027 odrr 2028 erreichen. Das hoffen wir zumindest und arbeiten darauf hin."

24h: "Wie entstand Ihre Leidenschaft, da Sie ursprünglich aus dem Einzelhandel kommen?"

TM: "Die Leidenschaft habe ich schon sehr früh durch meinen Vater bekommen, der im Galopprennsport tätig war. Er hatte nur einen einzigen Traber, mit dem alles begann, danach nur noch Galopper. Es ist eine echte Leidenschaft, und ich fühle mich im Trabrennsport sehr wohl. Auch wegen der Werte, die dort vermittelt werden.

Das gehört zu den Lebensentscheidungen, die man trifft. Ich bereue heute nichts, denn wir sind mit Jean-Philippe völlig auf einer Linie. Unsere Zusammenarbeit ist etwas speziell: Ich bin gewissermaßen der Finanzier, habe mich aber auch in die Zucht eingebracht. Sowohl bei startbereiten Pferden als auch in die Infrastruktur wie Anlagen, Koppeln und Gelände. Alles läuft gut, und ich hoffe, dass wir erfolgreich sein werden. Allerdings gebe ich zu, dass ich auch Fehler gemacht habe: Man möchte oft zu schnell vorankommen, besonders wenn man älter wird. Jean-Philippe ist jünger und vielleicht etwas geduldiger."

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