News Frankreich Trab, 07.03.2026
(hen) Nach Jean-Michel Bazire in diesem Winter, kehrt nun wieder Matthieu Abrivard (Foto:@scoopdyga) als Berater in die Online-Ausgabe des ParisTurf' zurück, um über seine vergangene Woche und die kommenden Tage zu berichten. Zum Auftakt spricht er über seine nächsten Starter, wobei es insbesondere natürlich über den Auftritt von Iguski Sautonne im Grand Criterium de Vitesse de la Cote d’Azur geht. Außerdem zieht Abrivard auch noch seine Bilanz über das abgelaufene Wintermeeting und blickt bereits auf die kommenden Rennen in der Provinz voraus.
Die Vorschau:
"Am Sonntag wird Iguski Sautonne also im Grand Criterium de Vitesse de la Cote d’Azur antreten, aber mit der Startnummer 7 hatten wir bei der Auslosung kein Glück. Das ist schade, denn mein Pferd ist wirklich gut drauf. Ich habe am Donnerstagmorgen mit ihm auf dem Land gut gearbeitet. Er wird erstmals über die Meile laufen, aber das sollte kein Problem sein. Seit dem Prix de France hat er wieder etwas Frische bekommen, ist schon längere Reisen gewohnt und wird sich freuen, wieder auf einer flachen Bahn über eine kurze Distanz zu laufen. Allerdings dämpft diese ungünstige Nummer hinter dem Auto natürlich meine Erwartungen.
Go On Boy, Hokkaido Jiel und Executive Ek, bei dem man spürt, dass 'Goccia' sehr zuversichtlich ist, haben bessere Startnummern gezogen, ebenso Inmarosa. Über 1.609 Meter liegen die Pferde dicht beieinander, und Startnummern über der 4 sind schon ein Nachteil. Ich werde auch gegen mein Herzenspferd Frank Gio antreten, aber das musste ja irgendwann passieren. Nach diesem Rennen wird er zwei Wochen pausieren, um zur Decksaison zu gehen, und anschließend für den Prix de l’Atlantique vorbereitet, den er im vergangenen Jahr gewonnen hat. Da er im Prix de Cornulier etwas Horn abgelaufen hatte, habe ich ihn im Prix de France nicht barfuß laufen lassen, diesmal wird das jedoch der Fall sein. Abgesehen von dieser schlechten Startnummer stehen alle Ampeln auf Grün.
Jolivert du Gers trifft am selben Tag ebenfalls auf eine schöne Aufgabe. Er ist einer der jüngsten im Feld und kann sich dort zeigen. Er wird nicht nur 'mitschwimmen'.
Am Sonntag in Cordemais findet King Track eine gute Aufgabe vor, da er von der Grundmarke startet. Er hat zuletzt gewonnen und kommt wieder in Form. Ich denke, er hat noch eine gewisse Reserve. Ich habe Vertrauen in mein Pferd und auch in meine Nachwuchsfahrerin Lea Charriaud. Jazz de Padd, der gerade eine Quinte in Vincennes gewonnen hat, wird beschlagen laufen, um die Etappe der Trophee Vert in Ecommoy Anfang April vorzubereiten.
Am Montag startet Laroze du Gers in Caen. Zuletzt in Vincennes war sie auf gutem Weg, als sie einen Fehler machte. Natürlich waren wir etwas enttäuscht, aber diesmal findet sie eine gute Aufgabe von der Grundmarke vor, auch wenn hinter ihr starke Gegner stehen. Da ich in den Urlaub fahre, wird sie wahrscheinlich von Francois Lagadeuc gefahren."
Enttäuschung der Woche:
"Morning News galoppierte zu Beginn der Zielgeraden, obwohl sie letzten Samstag in Vincennes noch stark hätte enden können. Von Mozart Sautonne hatte ich an diesem Tag über 2.100 Meter ebenfalls mehr erwartet. Letztlich liegt ihm eine längere Distanz besser."
Die positiven Überraschungen:
"L’As Desbois hat im Prix de Selection eine echte Leistung gezeigt. Er war der einzige aus dem zweiten Band, der wieder nach vorne kam. Er hat die Arbeit für alle gemacht und bis zur Ziellinie nicht nachgelassen. Sehr gefallen haben mir auch die ersten Schritte meines kleinen Hengstes New Look Senoville am Sonntag in Reims. Er wurde nur von einem guten Pferd aus dem Stall von Fabrice Souloy geschlagen und sollte noch von sich reden machen."
Wintermeeting mit Licht und Schatten
"Es fällt schwer zu sagen, dass der Stall ein schlechtes Meeting hatte. Schließlich haben wir den Prix de Cornulier gewonnen. Allerdings hatten wir, wie viele meiner Kollegen, auch mit kranken Pferden zu kämpfen, und einige konnten ihr eigentliches Potenzial nicht zeigen. Wir haben nicht viele Rennen gewonnen, dafür aber viele zweite Plätze geholt (Anm.: sieben Siege und zehn zweite Plätze). Wir standen also nicht oft zum Siegerfoto bereit, haben aber dennoch gutes Geld verdient (Anm.: 665.000 Euro). Die Pferde, die durch Krankheit Zeit verloren haben, werden das im Frühjahr nachholen.
Als Fahrer hätte ich sehr gern mit Frank Gio gewonnen. Wir wurden Zweiter im Prix du Continental, dann Zweiter im Prix de Belgique und Vierter im Prix d’Amerique. Alles gute Leistungen, aber wir haben nicht gewonnen. Sowohl mit Frank Gio als auch mit Golden Gio hätte ich gerne einen Gruppe I-Sieg für den Ecurie Bivans geholt. Als Catch-Driver habe ich heute sicher nicht mehr die gleiche Kundschaft wie früher, und viele junge Fahrer drängen nach. Man muss sich immer wieder hinterfragen. Ich habe aber noch genauso viel Lust, Rennen zu gewinnen, auch wenn ich inzwischen zusätzlich einen eigenen Stall zu führen habe. Vielleicht fahre ich weniger Pferde als früher, aber insgesamt auf einem sehr guten Niveau."
Freude über die Rückkehr in die Provinz
"Ich freue mich sehr, wieder in meinem Trainingszentrum auf dem Land zu sein, und wir hatten eine wunderschöne Woche. Ich habe meinen Traktor, meine Pferde und meine kleinen Vögel wieder, die mich morgens wecken (lacht). Kurz gesagt: Alles ist gut. Diese Zeit im Jahr mag ich sehr. Ich bin mental gut drauf, und ich denke, dass mein Stall gut gerüstet ist, um in den kommenden Wochen auf den Provinzbahnen unterwegs zu sein. Wegen der Krankheiten im Stall und der Vorbereitung auf den Prix de Cornulier mussten einige meiner Pferde zurückgestellt werden. In den nächsten Wochen kann ich sie nun auf unseren Provinzbahnen einsetzen. Zunächst einmal fahre ich aber am Montag für eine Woche in den Urlaub."
