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Matthieu Abrivard: "Champions kommen immer zurück"

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Von der Leistung, die Frank Gio im Prix de l’Atlantique letzte Woche in Enghien erbrachte, zeigte sich Matthieu Abrivard beeindruckt. Gleichzeitig war er erfreut über den Sieg von Idao de Tillard. Der Klassiker des letzten Samstags ist eines der Themen der aktuellen Kolumne von Matthieu Abrivard, die er jede Woche für den ParisTurf erstellt. Zum Start blickt er aber natürlich auf seine kommenden Starter.

Vorschau:

"Am Samstag bleibe ich im Stall, aber am Sonntag fahre ich nach Chatelaillon-La Rochelle (PMH), wo ich mehrere Starter habe. Ich werde Nuance des Loyaux (109) erstmals vorstellen, die bei der Qualifikation einen guten Eindruck gemacht hat. Ich mag diese unkomplizierte Stute und erwarte einen guten Einstand.

Night King (203) habe ich im Training selbst gefahren. Im Winter war er noch nicht so, wie ich ihn mir gewünscht habe, aber jetzt ist er in Topform und deutlich besser als bei seinen ersten Starts. Normalerweise sollte er unter die ersten Drei kommen.

Für 'Phiphi' Boutin werde ich Legende du Mouchel (307) fahren, die barfuß antritt. Ich vertraue darauf, dass sie optimal vorbereitet wurde. Ma Belle Aventure (407) hat kürzlich mit Eric Raffin auf dieser Strecke überzeugend gewonnen und sollte das bestätigen können. Minou d'Echal (503) läuft ebenfalls barfuß und hat auch eine gute Chance.

Kairos Ecus (608) ist ein gutes Pferd, das nun im Stall von Charly Mary steht und für sein Comeback gut vorbereitet sein sollte - mit ihm ist zu rechnen. Schließlich werde ich Kingdom de Chenu (707) erstmals fahren. Nach langer Pause hat er zwei Rennen absolviert und tritt vorne ohne Vordereisen an. Aus dem ersten Band heraus hat er eine interessante Chance.

Währenddessen wird mein Bruder Jean-Etienne in Neuille-Pont-Pierre (PMH) starten, wo er Nelea Mip (203) erstmals vorstellt. Sie ist gut gezogen (Tochter von Pretty Jet), mental gefestigt und zuverlässig. Die Bahn sollte ihr liegen, und sie dürfte sich sehr gut präsentieren.

Am Montag fahre ich nach Enghien mit Laroze du Gers. Meine Stute hat sich seit ihrem guten dritten Platz im Prix Henri Levesque (GR II) in Vincennes hervorragend gehalten. Das ist ein passendes Rennen für sie vor der Pause.

Im selben Rennen sollte man Louisa d’Atout nicht abschreiben. Beim letzten Mal hatte sie ein Problem am Widerrist und war durch das Geschirr beeinträchtigt, weshalb sie einen Fehler machte. Das ist behoben, sie hat gut gearbeitet und sollte sich rehabilitieren.

Im entsprechenden Rennen für die Hengste werde ich Funky Rock fahren. Zuletzt lief er ordentlich, auch wenn ich mir ein besseres Ergebnis erhofft hatte. Das Feld ist hier etwas schwächer, daher sollte er sich gut behaupten können. Möglicherweise starte ich auch New Look Senoville, aber das hängt noch von der Konkurrenz ab. Er würde dann erstmals auf einem Linkskurs antreten, was jedoch kein Problem sein sollte. Er hat am Donnerstag gut gearbeitet.

Am Dienstag ist kein Start in Vincennes geplant. Dafür werde ich am Mittwoch nach Beaumont-de-Lomagne reisen. Jappeloup Turgot trifft dort auf eine ideale Aufgabe aus dem ersten Band. Seit seinem dritten Platz im GNT in Lyon-Parilly hat er gut gearbeitet. Mit dem Frühling kommt er jedes Jahr richtig in Schwung. Aktuell ist er in Topform. Wir reisen mit Ambitionen an.

Wahrscheinlich nehme ich noch ein junges Pferd mit: Napoletano Abrigio. Ein großrahmiges Pferd, das sich derzeit auf dem Rechtskurs wohler fühlt. Er hat Qualität und sollte ein ordentliches Debüt geben, auch wenn die Anreise etwas weit ist."

Die Enttäuschung der Woche:

"Am Montag in Feurs war Macinaggio (disqualifiziert) nicht in Form. Es gab plötzlich einen Ruck, er ist gegen die Strebe des Sulkys gestoßen und mir aus  der Hand gesprungen. Ich war nicht mehr in einer sicheren Position. Schon beim Start musste ich vorsichtig sein. Danach wusste er nicht mehr, wohin mit den Beinen, und ich habe ihn angehalten. Ich kann mir diese schwache Leistung nicht erklären. Auch im Nachhinein habe ich nichts Auffälliges festgestellt. Kurz gesagt: ein schlechter Tag."

Frank Gio auf dem Weg zum 'Lotteria'

"Am Samstag in Enghien zeigte Frank Gio (4.) im Prix de l’Atlantique (GR I) eine starke Leistung. In Cagnes lief er noch mit Scheuklappen, aber ich saß dort nicht im Sulky und wusste daher nicht genau, wie er reagieren würde. Mit Startnummer 5 hinter dem Auto habe ich ihn gleich gefordert, um Idao de Tillard zu überholen, und da ist er richtig ins Rollen gekommen. Normalerweise ist er eher ruhig, diesmal pullte er jedoch viel zu stark. Mit einem durchschnittlichen Pferd im Sulky wäre ich 'abgestiegen'.

Eingangs der Zielgeraden konnte er noch einmal zulegen und hat mir eine neue Seite seines Könnens gezeigt - in einem für ihn ungewohnten Rennstil. Man darf nicht vergessen, dass er noch ein junges Pferd ist und sich weiterentwickeln muss. Der Rennrekord wurde gebrochen, und er hatte daran seinen Anteil. Nun geht es für ihn zum 'Lotteria' (GR I) nach Neapel, wo er erstmals Vorläufe bestreiten wird. Auch wenn ich kein großer Fan dieser Bahn bin, weil sie mir zu hart erscheint, werden wir versuchen, die italienischen Besitzer bestmöglich zu vertreten. Dieses große Rennen ist für sie so etwas wie der Prix d’Amerique. Entsprechend wichtig ist es. Es wird ein weiterer Schritt in der schnellen Entwicklung des Pferdes sein."

Champions kommen immer zurück

"Für die Attraktivität unseres Sports war es wichtig, dass Idao de Tillard im Prix de l’Atlantique wieder als Sieger durchs Ziel ging. In Caen hatte man gesehen, dass ihm am Ende noch die Kraft fehlte. In Vincennes war er noch nicht ganz auf der Höhe, aber schon ordentlich. Am Samstag, barfuß, hat er das Feld klar dominiert. Er ist einfach das derzeitige Ausnahmepferd.

Ich gehörte nicht zu denen, die an seiner Rückkehr gezweifelt haben, denn ich habe eine ähnliche Geschichte mit Nimrod Borealis erlebt, der ebenfalls am Bauch operiert worden war. Es brauchte Zeit, bis er wieder auf Topniveau war, aber er kam zurück. Bei Idao ging es letztlich sogar recht schnell. Große Champions kommen immer zurück. Ich freue mich auch für sein Umfeld. Wir leben in einer Zeit, in der schnell kritisiert wird und Themen wie 'Race and Care' manchmal übertrieben diskutiert werden. Hätte das Pferd nicht wieder zu alter Stärke gefunden, wären die Vorwürfe laut geworden. Dabei kennen wir unsere Pferde, hören auf sie und respektieren sie. Das ist unser Beruf. Die Geschichte von Idao ist ein gutes Beispiel dafür."

Magic Man: nicht abschreiben

"Ebenfalls am Samstag in Enghien, im Prix de Tonnas-Villeneuve (GR II), machte Magic Man (disqualifiziert) einen Fehler, als er etwas Luft brauchte. Er hätte sich wahrscheinlich wieder gefangen, denn ich hatte noch Reserven. Stattdessen stolperte er und sprang an. Nach Sichtung des Rennens denke ich allerdings, dass ich es ohnehin schwer gehabt hätte, eine freie Passage zu finden.

Er ist zu Beginn eines Rennens etwas speziell, man muss ihn laufen lassen, da er zum Pullen neigt. Ich konnte ihn innen positionieren, aber im Schlussbogen unterlief ihm ein Fehler. Ich glaube, dieses Rennen hat ihm gutgetan, und beim nächsten Start wird er sich anders präsentieren. Man sollte ihm weiterhin Vertrauen schenken."

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