Es war insgesamt eine ungewöhnliche Szenerie, die sich zwischen den Rennen am Freitag in Vincennes abspielte. Ein Duo aus dem Stall von Laurent-Claude Abrivard trainierte zwischen den Rennen. Allerdings wurden die Heats hinter dem Auto eingeleitet. Das lenkte die Aufmerksamkeit natürlich erst recht auf die beiden Protagonisten, von denen einer Inexess Bleu war. Insofern scheinen die Aussagen des Umfelds, dass es eher unwahrscheinlich ist, mit Inexess Bleu im Elitloppet anzutreten, der Vergangenheit anzugehören.
Fünf Wochen vor dem großen Ziel, hat Inexess Bleu im Abstand von 50 Minuten zwei Starts hinter dem Auto absolviert, die beide Heats gestartet haben. Ein in dieser Form bislang kaum gesehenes Experiment. Begleitet wurde der 8jährige von Indigo de Fontaine. Das Programm: jeweils etwa anderthalb Runden auf der kleinen Bahn, bei insgesamt gleichmäßigem Tempo. Die letzten 500 Meter wurden in 14,2 , beziehungsweise 17,0 zurückgelegt.
"Zwischen dem Prix Kerjacques und dem Prix des Ducs de Normandie liegen fünf Wochen. So entstand die Idee, ihn hier zu arbeiten", erklärte Alexandre Abrivard. "Es ging darum, ihn wieder an den Start hinter dem Auto zu gewöhnen, quasi als Ersatz für ein Rennen. Auch wenn er noch nie über 1.600 Meter gelaufen ist - Champions passen sich an."
Die Zeiten blieben bewusst moderat, auch wenn Inexess Bleu, noch mit Eisen, auf den Zielgeraden durchaus zeigte, dass deutlich mehr möglich gewesen wäre.
Auf Seiten der Organisation blieb alles im normalen Rahmen, wie Benoit Fabrega, Direktor für operative Abläufe bei der SETF, betonte: "Das hat unsere Abläufe nicht verändert. Der Trainer hatte angefragt, um das Pferd zweimal hinter dem Auto arbeiten zu lassen und es so auf den Elitloppet vorzubereiten. Es gehört auch zu unseren Aufgaben, die Aktiven bei der Vorbereitung auf große internationale Rennen zu unterstützen."
Das Startauto wurde dabei ganz regulär mit Starter für Inexess Bleu eingesetzt, der aktuell als bester Wallach Frankreichs gilt. Vielleicht bald auch darüber hinaus.
