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Letzte Tests vor den Criterien

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News Frankreich Trab, 29.08.2025

(hen) Am Samstag stehen in Vincennes die letzten Qualifikationen und Tests für die drei Criterien der 3, 4 und 5jährigen an.

Den Auftakt der fünf Gruppe II-Rennen machen die 3jährigen Hengste im Prix J. De Vauloge um 13.58h, in dem der Sieger des Criterium des Jeunes Maitre Jacques an den Start kommt. Im Prix Albert Viel konnte er seine Klasse nicht bestätigen, weil er an Piroplasmose litt. Die Erkrankung wurde erst nach dem Start entdeckt. Beim letzten Auftritt wurde der Hengst aus dem Besitz von Jacques Cottel lange versteckt, kam aber am Schluss stark auf, um den zweiten Rang zu holen. Zwei Wochen vor dem Criterium könnte er seine Form weiter steigern und mit seinem Speed in den Endkampf eingreifen. Ebenso ist aber wieder ein verdeckter Verlauf möglich.


Mystic Sonato ist aktuell in Topform und konnte Maitre Jacques zuletzt nach einem Rennen von der Spitze in Schach halten. "Er kann vorne gehen, aber auch aus dem Feld kommen", erklärte Thierry Duvaldestin. "Alles passt im Moment." Maestro River, zuletzt gut aus den Bändern gestartet, "wird nach diesem echten Rennen am Samstag frischer antreten", meinte Adrien Guarato. "Er ist wieder für eine starke Leistung gut."

Ein weiterer Kandidat für das Criterium ist Magic Man, der im Frühjahr eine rasante Entwicklung zeigte. Sein Trainer steuerte ihn zuletzt selbst und wollte dem Hengst wohl am Ende des Feldes ein ruhiges Rennen geben. Auf dem Weg in die Senke unterlief Magic Man aber ein Fehler, der sich mit Matthieu Abrivard im Sulky nicht wiederholen sollte. Das Laufen nach der Disqualifikation war in jedem Fall ansehnlich.

Frisch in das Engagement geht Make A Dream, der bereits bewiesen hat, auf den letzten 500 Metern voll durchzuziehen zu können. Mardouk De Godrel gilt in Bestform als gefährlicher Außenseiter, ebenso wie der talentierte, aber launische Must Atout oder der auf diesem Level bereits bewährte Magnum Du Choquel. Schließlich entdeckt Magic Love, ein von Marc Sassier hoch eingeschätzter Ready Cash-Sohn, diese Kategorie.

 

Um 15.15h wird der Prix Annick Dreux mit 14 Teilnehmerinnen als Quinte des Tages gelaufen. Der Stall Bazire, der die beiden letzten Ausgaben mit Liza Josselyn und Kabaka De Guez gewann, stellt erneut die Favoritin dieses Qualifikationsrennens.


Mille Etoiles, die im Prix Albert Viel (GR I) sogar gegen die Hengste siegte, braucht sich nach ihrer knappen Niederlage vom 16. August gegen Magic Night nicht zu verstecken. "Auch wenn sie nicht gewonnen hat, hat sie am ihre Bestzeit verbessert", bemerkt Nicolas Bazire. "Alles spricht für dieses Rennen, dass wir mit Ambitionen angehen, bevor es ins Criterium geht. Zu schlagen ist allerdings Magic Night."

Die Stute von Philippe Allaire hat Mille Etoiles auf semi-klassischem Niveau nun bereits zweimal bezwungen. Doch Magic Night gilt als schwierig und läuft nun schon das dritte Wochenende in Folge. Von der reinen Klasse her scheint sie jedoch die einzige zu sein, die Mille Etoiles ernsthaft am Sieg hindern könnte. Am 23. August zeigte sie im Auktionsrennen sowohl ihre Probleme, als auch die ganze Qualität. Nach einem großen Startfehler rückte sie bis zu Beginn des letzten Bogens wieder an die Seite des großen Favoriten Mack De Blary. Am Ende war sie deutlich geschlagen, hielt den Rest des Feldes aber ebenso sicher auf Distanz.

Bleibt die Stute aus dem Stall Allaire auf den Beinen, kämpfen die zahlreichen übrigen Kandidatinnen nur ab Rang Drei um die Plätze in der Quinte. So zum Beispiel Madrid Haufor, die sich zuletzt "das Knie angeschlagen hatte, obwohl sie noch Reserven hatte", wie Christian Bigeon erklärte. "Im Training wirkt sie wieder topfit." Ebenso schnell, aber noch unsicherer ist My Princess: "Auf dieser langen Distanz ist sie besser aufgehoben", sagte Trainer Mathieu Mottier. "Man muss am Start vorsichtig bleiben, aber ich rate dazu, sie nicht zu unterschätzen."

Maya Du Surf hat zuletzt in dieser Kategorie mit Rang Drei überrascht. Allerdings galt dies nicht für ihr Umfeld, dass nun eine Bestätigung erwartet. Missandei, die zweimal positiv auffiel, bietet sich als interessanter Außenseitertipp an. Auch Marilou, die konstante Morality und Midway Lady, die man keinesfalls abschreiben sollte, haben berechtigte Ambitionen für die ersten Fünf. Zudem bringt die Debütantin Marilyn Monroe, über die Ausbilder Robin Bouvier verriet, er könne "den Samstag kaum erwarten", zusätzliche Spannung ins Rennen.

 

Bei den 5jährigen kommt es schon am Samstag zum direkten Vergleich der Stuten und Hengste, weshalb sich wohl mit Kana De Beylev auch nur eine Stute in den Prix Jockey gewagt hat, der um 15.50h gestartet wird.


Die Ambitionen der einzelnen Teilnehmer, teilweise erkennbar an den Entscheidungen des Beschlags, unterscheiden sich nur zwei Wochen vor dem großen Tag deutlich. Unter den Teilnehmern mit mehr "Einsatzbereitschaft" scheinen Kanto Avis, Krack Time Atout und Kataki De Wallis zu fallen. Bereits zu Beginn der Woche kontaktierte der ParisTurf den Stall Guarato und fragte bei Adrien nach den Chancen zu Krack Time Atout: "Bold Eagle und Carat Williams hatten damals sowohl den Prix Jockey, als auch das Criterium der 5jährigen gewonnen. Krack Time Atout ist durchaus in der Lage, ihnen nachzueifern." Die Absichten des zweifachen Gruppe I-Siegers sind klar: Nach mehreren Monaten Pause wegen einer Fissur im Huf kehrt er nun genau zum richtigen Zeitpunkt auf sein Topniveau zurück. "Er hat sich sehr schnell von seinem jüngsten dritten Platz erholt. Es ist, als wäre er gar nicht gelaufen."

Mit den besten Zeiten, sowohl auf dem letzten Kilometer (09,0), als auch über die finalen 500 Meter (09,4) im Prix Louis Jariel hat der Halbbruder von Eridan und Gunilla d’Atout alle Chancen, sich an jenen zu rächen, die ihn zuvor geschlagen haben. Dies gilt insbesondere, da Keep Going und Koctel Du Dain nicht barfuß laufen werden, wie es am 16. August der Fall war. Da dieses Trio eng beieinander liegt, könnte dieser Faktor entscheidend sein. Dennoch wird die Hauptaufgabe von Krack Time Atout darin bestehen, möglichst gut aus dem Band zu kommen, was zuletzt immer wieder seine Schwierigkeit war.

Auch Kataki De Wallis zählt zu den motiviertesten Teilnehmern des Prix Jockey. "Auch wenn danach das Criterium ansteht, ist dies sein Sommerziel", erklärte Arnaud Chavatte. Diesmal mit einem halboffenem Zaum ausgerüstet, genießt er das Vertrauen seines Trainers. Der Trainingsgefährte von Jabalpur startet zum vierten Mal komplett barfuß und war Anfang Mai in dieser Konfiguration starker Zweiter hinter Koctel Du Dain.

Kanto Avis gehört zu den Überraschungen der Saison auf höchstem Niveau in dieser Altersklasse. Am 16. August absolvierte er nach 70 Tagen Auszeit ein Comeback und wurde mit vollem Beschlag nur im Hintergrund versteckt. Nun steht noch ein ernsthafter Test für den Ready Cash-Sohn an, weshalb er als ein sicherer Kandidat für das Podium erscheint.

Auch wenn man wegen der Einschränkungen bezüglich des Beschlags nicht das größte Vertrauen in Koctel Du Dain und Keep Going mitbringen sollte, könnte das Duo die Mini Multi komplettieren. "Gewinnen wird am Samstag schwerer, aber mein Pferd kann trotzdem eine aktive Rolle im Einlauf spielen", versicherte Mathieu Mottier über seinen Keep Going.

William Bigeon, setzt auf seine beiden Champions King Opera und Kana De Beylev, bestätigt aber natürlich seine Ziele für den 13. September anzupeilen: "King Opera steigert sich langsam. Er ist wettbewerbsfähig für sein Comeback in Vincennes. Kana De Beylev ist für ihr Comeback noch nicht bei 100%, aber mittlerweile besser."

Deutlich schwerer wird es für Knockonwood, der nach den vorherigen Ausfällen erst einmal Vertrauen tanken muss. Kamehameha pausierte zwei Monate und steht lediglich über Kyt Kat, der als reiner Monte-Spezialist nicht für eine Platzierung in Frage kommt.

 

Bevor sie sich in zwei Wochen direkt messen, treten die besten vierjährigen Stuten und Hengste am Samstag jeweils in getrennten Rennen gegeneinander an. Die Hengste bginnen um 16.25h im Prix Gaston Brunet.


Lancier Du Goutier weckt nach seinem grandiosen Frühjahr große Erwartungen in seinem Umfeld. Trainer Thierry Duvaldestin hat den Ready Cash-Sohn behutsam aufgebaut und nach starken Siegen im Mai in einem Course B und in einem Gruppe III, Anfang Juni erstmals auf semi-klassisches Niveau geschickt. Auch an diesem Tag konnte er die hochklassige Konkurrenz, zu der auch Lovino Bello gehörte, in 11,6/2.700 beherrschen, obwohl sein Verlauf bis zur Spitze alles andere als leicht war. Auch wenn Lancier Du Goutier jetzt zweimal nur als Dritter und Vierter abgeschlossen hat, konnte er vor allem beim letzten Start mit einem unheimlichen Speed gefallen. Zudem kündigte der Trainer bereits einen offensiveren Auftritt an.

Die Gegnerschaft ist aber nicht im Vorbeigehen zu schlagen. Und wenn Lancier Du Goutier an der Spitze Tempo macht, spielt das eventuell einem Lombok Jiel in die Karten. Der Sieger des Prix Albert Viel (GR I) könnte, bevor er den zweiten Gruppe I-Sieg anpeilt, eine echte Standortbestimmung gebrauchen. Sein Trainer Jean-Luc Dersoir hat in den letzten Wochen immer wieder betont, dass sein Schützling gut arbeitet, man ihn aber nicht zu früh in Topform bringen wolle.

Live To Tell, dessen Trainer Alexandre Buisson offen zugibt, dass dieses Gruppe II-Rennen ein Ziel sein wird, sowie Lord Du Gers, der "schon dicht hinter Lancier Du Goutier ins Ziel kam, wie Nicolas Bazire hinzufügt, treten ebenfalls mit hohen Ambitionen an. Hinzu kommen sein Trainingsgefährte Lissandro, Learn To Fly, Loulou De Mye und der bestens gezogene Light My Fire.

Ein Blick in die Vergangenheit zeigt: Sowohl Italiano Vero als auch Charly du Noyer gewannen zuvor diesen Halbklassiker, bevor sie zwei Wochen später auch im Criterium der 4jährigen glänzten.

 

Die Fans von Liza Josselyn müssen sich bis 17.35h gedulden. Dann trifft die Tochter der Amerique-Siegerin Belina Josselyn im Prix Gaston de Wazieres gegen zehn Gegnerinnen an. So wie die 4jährige nach einem halben Jahr Auszeit zurückkehrte, besteht kaum Zweifel daran, dass sie den Hattrick perfekt macht, auch wenn sie diesmal mit vier Eisen an den Start kommt. Beim Comeback patzte sie noch sehr unglücklich an der letzten Ecke, konnte danach die Konkurrenz aber zweimal dominieren.


"Sie hat sehr leicht gewonnen und sollte in einem Monat auf dem Höhepunkt sein", erklärte Jean-Michel Bazire nach dem letzten Erfolg. Sein Sohn Nicolas bestätigte, dass ihr Training reibungslos verlief und ergänzte: "Auch mit Eisen spielt sie am Samstag eine Hauptrolle."

London, die Siegerin des Prix de Selection, hatte sich im gleichen Rennen nach einem Fehler zu Beginn des Anstiegs als Sechste stark zurückgemeldet und wird erneut zu den Hauptgegnerinnen der Stute von Pascal Bernard gehören. Dieses Rennen diente bereits Darling De Reux und Nikita Du Rib als Sprungbrett, bevor sie im Criterium der 4jährigen triumphierten. Genau wie bei Liza Josselyn wird auch Trainer Mathieu Mottier seine London "schonend" einsetzen und sie leicht beschlagen an den Start bringen.

Hinter diesen beiden Aushängeschildern treten erneut Lush Life, Luminosity, Love Letter und Lilas Castelle an, die sich am 16. August in exakt dieser Reihenfolge hinter Liza Josselyn platziert haben. Für dieses Quartett geht es vor allem darum, die Formkurve zu festigen.

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