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Jocelyn Robert: "Das war eine Fahrt, die man den Lehrlingen in den Schulen zeigen sollte"

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Die Rennveranstaltung am gestrigen Mittwoch in Laval wurde von einem Namen dominiert - Raffin. Der Sulky d'Or Eric Raffin gewann seine ersten drei Einsätze, darunter auch das Hauptereignis des Tages, den Grand Prix du Conseil Departemental de la Mayenne, im Sulky von Rikita JP.

Und der Name Raffin war auch im zweiten Rennen des Tages siegreich. In diesem Amateurfahren aber in Person des Sohnes von Eric. Arthur Raffin gewann für das Training seines Großvaters mütterlichseits Yves Dreux mit Jalna Girl.

Im 'Grand Prix' gab es das erwartete Aufeinandertreffen zwischen Rikita JP und Lord Delo. Die vielen Unsicherheiten der letzten Monate vom Bazire-Vertreter Lord Delo spielte aber wieder eine Rolle. Auf dem Weg in den ersten Bogen verlor Lord Delo die Aktion und, kurz darauf auspariert, auch die Position. Die geplante Übernahme der Spitze gelang somit nicht und der von Nicolas Bazire gesteuerte 5jährige fand sich am Ende des ersten Zuges wieder. Währenddessen konnte Little Brown die Führungsrolle vor Rikita JP bequem ausführen.

Bereits nach 1.200 Metern wurde Lord Delo wieder aus der Deckung genommen und legte sich kurz darauf neben den Führenden, den er auch im Einlauf schnell in den Griff bekommen konnte. Allerdings konnte sich auch Rikita JP mittlerweile aus der Deckung befreien und überlief Lord Delo noch sehr leicht. Little Brown konnte den kleinsten Podestplatz gegen Edgar Saba verteidigen.

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Sprungbrett Prix de France

Rikita JP, die im Besitz von Sandrine Robert steht, hatte zuvor bereits Ambitionen auf höchstem Niveau. Kürzlich nahm sie am Prix de France teil und belegte dort den siebten Platz. Ihr Trainer Jocelyn Robert erklärt dazu: "Sie ist eine Stute mit viel Qualität. Eine echte Kämpferin. Man darf nicht vergessen, dass sie im Prix de France mit etwas mehr Rennglück Vierte oder Fünfte hätte werden können. Danach habe ich überlegt, mit ihr nach Cagnes-sur-Mer in das Gruppe I-Rennen zu gehen (Anm.: Grand Criterium de Vitesse), aber aus der zweiten Reihe wäre kaum etwas zu gewinnen gewesen. Heute kann ich außerdem sagen, dass Eric Raffin ihr ein außergewöhnliches Rennen gegeben hat. Das war eine Fahrt, die man den Lehrlingen in den Schulen zeigen sollte."

Eric Raffin ergänzte zu dem perfekten Rennverlauf: "Sie kann jedem Tempo mühelos folgen. Wenn sie geschont wird, wissen wir, dass sie am Ende sehr schnell ist."

Eine Stute mit starkem Temperament

Bereits als Zweijährige lief Rikita JP in Italien und gewann damals vier Rennen. Anschließend startete sie zu Beginn ihrer Dreijährigen-Saison in Vincennes in den Prüfungen für die besten Stuten ihres Jahrgangs und traf dort unter anderem auf Kalamity d’Heripre und Kana de Beylev.

Mit sechs Jahren steht sie nun bei 11 Siegen aus 35 Starts. Ihr Trainer Jocelyn Robert beschreibt sie so: "Sie ist seit ihrem zweiten Lebensjahr im Rennbetrieb und immer noch da. Sie wird mit der Zeit immer härter. Vielleicht ist das ihr Buvetier d’Aunou-Blut von der Mutterseite. Sie kann sowohl über 1.600 Meter als auch über 2.800 Meter laufen. Ich mag sie sehr. Sie hat einen starken Charakter und man darf sie vor dem Rennen nicht zu sehr anheizen. Sie muss immer im Windschatten starten. Auch im Training arbeitet sie so. Stets hinter einem anderen Pferd."

Zwei 5jährige auf dem Podium

Der Jahrgang 2021 hat trotz der frühen Disqualifikation von Lemon Tree mit Lord Delo und Little Brown auf dem Podium sehr positiv abgeschnitten. Immerhin führte Little Brown das Feld bis in den Einlauf an und Lord Delo war durch den Fehler in der Anfangsphase stark gehandicapt. "Ausgerechnet diesmal, als er gut gestartet war, machte er nach 300 Metern einen Fehler", ärgerte sich Nicolas Bazire. "Ich habe keine Erklärung dafür. Das ist schade, denn ich hätte danach ruhig nach vorne gehen können. Seine Leistung ist dennoch gut. Mein Pferd ist eher zäh als schnell und wurde am Ende im Sprint geschlagen."

David Thomain, der Little Brown steuerte, sagte: "Er hatte ein gutes Rennen. Er lief vorne, und so hat er auch seine bisherigen Siege errungen. Das Tempo war nicht hoch und wir wurden nicht angegriffen. Am Ende wurde er nur von zwei Pferden geschlagen, die derzeit im Aufwärtstrend sind. Er war also auf seinem Platz."

Starke Leistung von Ino du Lupin

Als Fünfter erzielte Ino du Lupin trotz der Doppelzulage von 50 Metern mit 12,6 die beste Kilometerzeit des Rennens und zeigte damit eine überzeugende Rückkehr nach einer Pause. Sein Pfleger Franck Le Hen erklärte: "Wir sind sehr zufrieden. Er war noch nicht im Rennmodus. Wäre das der Fall gewesen, hätte er um die vorderen Plätze kämpfen können. Nach dem Rennen zeigt er keinerlei Ermüdung. Das war ein guter Auftritt im Hinblick auf sein nächstes Ziel, den Prix du Bois de Vincennes am 21. März in Vincennes."

Jabalpur auf dem erwarteten Niveau

Ein weiterer vielbeachteter Starter war Jabalpur, der bei seinem Comeback ebenfalls 50 Meter Zulage geben musste. Er blieb im hinteren Teil des Feldes und konnte am Ende nicht mehr mithalten. Sein Fahrer Arnaud Chavatte analysierte: "Er ist ordentlich gelaufen und ich bin zufrieden. Er hatte nicht viel gearbeitet, und ich habe ihn für dieses Comeback absichtlich schwer beschlagen, um ihm ein gutes Trainingsrennen zu geben. Angesichts seines geringen Trainingspensums hätte er auch früher nachlassen können. Jetzt werden wir seine Vorbereitung steigern. In etwa zwei Wochen wird er wohl noch einmal auf dieser Bahn arbeiten. Wenn er genügend Fortschritte macht, könnte er Anfang des nächsten Monats im italienischen Gruppe I-Rennen 'Costa Azzurra' (06. April) starten. Oder im Prix de l’Atlantique (GR I/18. April). Wir würden die italienische Prüfung bevorzugen, da sie Teil des UET Elite Circuit ist und wir das Finale in Turin im Oktober im Blick haben. Jabalpur hat bereits eine Etappe gewonnen - den Grand Prix des Nations in Mailand im November. Wenn er in der Gesamtwertung gut platziert ist, wird er im Finale aus der ersten Reihe starten."

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