News Frankreich Trab, 18.01.2026
(hen) Wie jede Woche analysiert Jean-Michel Bazire (Foto:scoopdyga) als Konsultant für den ParisTurf die zurückliegende Woche, sowie die kommende für seinen eigenen Stalles und den seines Sohnes Nicolas. Auch wenn der vielfache 'Sulky-d’Or' nach seinem Trainingssturz am 02. Januar derzeit pausieren muss, ist er weiterhin in Grosbois präsent. Dort verfolgt er die Vorbereitung der Pferde aus dem Bestand sehr aufmerksam. Ganz besonders jene seines Champions Jushua Tree im Hinblick auf den Prix d’Amerique.
Vorschau:
Sonntag, 18. Januar
"In Vincennes ist Jamaica Brown zu einer guten Leistung fähig, da sie im Training sehr gut arbeitet. Fellow Wise As ist ein gutes Pferd und hat in diesem Rennen eine schöne Karte auszuspielen. Auch Lord du Gers ist zu beachten, da er sehr gut gearbeitet hat. Mit einem guten Rennverlauf kann er seine Gegner 'festnaglen'. Jour de Fete hat ebenso wie Lucifer du Caieu keinen großen Spielraum mehr.
Neska du Gers (102) gibt ihr Debüt in Chateaubriant (PMH). Sie ist ein Pferd für den Rechtskurs, die recht ordentlich arbeitet. Man wird sehen. Johnny du Pont (413) trifft bei den Lehrlingen auf ein schönes Engagement und kann sich bestätigen."
Montag, 19. Januar
"Mamounia Seven hat sich bei ihren letzten Starts gut verkauft und kann erneut einen vierten oder fünften Platz belegen. Mahiz de Guez hatte sich vor rund zwei Monaten in Vincennes verletzt, war danach krank, kommt aber wieder in Form. Für eine vordere Platzierung reicht es bei diesem Comeback jedoch noch nicht. Nayama Berry ist derzeit nicht sehr gut und enttäuscht immer wieder."
Dienstag, 20. Januar
"Mythique Josselyn gibt sein Debüt im Trabreiten. Es ist ein gutes, kleines Pferd mit sehr passenden Gangarten für diese Disziplin."
Der Rückblick
Samstag, 10. Januar
"Liza Josselyn gewann den Prix de Croix auf schöne Art und Weise. Sie ging an die Spitze, ohne ihre Reserven anzugreifen. Ein recht leichter Sieg. Ich habe mich für Nicolas (Bazire) gefreut. Nun wird sie im Prix Bold Eagle (GR I) starten. Hubble du Vivier zeigte viel Mut, als er außen neben Isofou du Chene ging. Er griff zum richtigen Zeitpunkt an und ließ bis ins Ziel nicht nach. Ein wirklich liebenswertes Pferd. Jingle du Pont (8.) war zur falschen Zeit am falschen Ort. Er blieb in guter Form und hätte dieses Rennen ohne seinen Fehler beim Start ebenso gut gewinnen können. Hymne du Gers (10.) setzte seine Vorbereitung für den Start in Cagnes-sur-Mer in etwa zehn Tagen fort. Melina Supreme (5.) lief ohne große Ambitionen, nahm aber ein kleines Preisgeld mit."
Sonntag, 11. Januar
"Le Maestro (3.) hatte in der Steigung kaum eine andere Wahl, als an der Innenkante zu bleiben, und lief ein gutes Rennen. Mythique Josselyn (3.) zeigte erneut eine starke Leistung. Auch ohne Sieg bestätigte er seinen vorherigen Erfolg. Jamaica Brown (4.) lief beschlagen ordentlich. Lorenzo Berry (5.) scheint aufzuwachen und dürfte beim nächsten Start konkurrenzfähig sein. Mouskie de Guez (disq.) verfiel in den Galopp. Man kennt das von ihm, das kann ihr passieren. Miss Black Berry (disq.) müsste man am besten absatteln und neu anlernen..."
Montag, 12. Januar
"Johnny du Pont gewann in Nantes Start-Ziel. Das hat uns gefreut, denn er war nicht unbedingt in Topform."
Dienstag, 13. Januar
"Legende Seven (7.) ist auf dem Weg zu einem enttäuschenden Meeting. Kracus de Guez (disq.) hat aufgehört zu gefallen."
Mittwoch, 14. Januar
"Manninen Seven gewann wie ein gutes Pferd, setzte sich leicht ab, und die Kilometerzeit war gut. In diesem Rennen lief Mellow Speed (5.), der sehr krank gewesen war, gar nicht so schlecht. Lapis Lazuli (3.) zeigte eine gute Leistung, kam stark auf und sollte weiter beobachtet werden. Lord Delo (disq.) hingegen fiel schnell durch einen Fehler auf. Der Start bleibt sein Hauptproblem. Danach war das Tempo gering, sodass er problemlos folgen konnte. Lissandro (disq.) verpasst sein Meeting und wird klinisch untersucht. Kiki and Co (disq.) erinnerte uns daran, dass er manchmal noch schwierig ist."
Die Beobachtung von JMB
Auch wenn der Berater des ParisTurf' das Zepter im Training an seinen Sohn Nicolas übergeben hat, ist sein Wettkampfinstinkt ungebrochen. Als aufmerksamer Beobachter der Felder nennt er seinen Tipp der Woche: "Hooker Berry ist im Prix de Belgique gut gelaufen. Er geriet zweimal in einen schlechten Rücken, kommt aber wieder in sehr gute Form. Er ist durchaus in der Lage, im Prix d’Amerique ein schönes Preisgeld zu holen."
Cornulier mit klaren Verhältnissen - Amerique zeichnet sich ab
"Vor einem Jahr gewann der Stall den Prix de Cornulier mit Joumba de Guez. Nach einem Beinproblem vor einigen Monaten wurde sie behandelt und sollte gerade wieder ins Training einsteigen, als sie erkrankte. Sie arbeitet erst seit vier oder fünf Tagen wieder. Wenn alles gut läuft, könnte man sie im Frühjahr bei kleineren internationalen Rennen wiedersehen.
Am Sonntag erwartet uns ein Prix de Cornulier, in dem Jeroboam d’Erable der logische Favorit ist. Er ist meine erste Wahl, zusammen mit It’s a Dollarmaker und Islamorada, die meiner Meinung nach noch nie ganz ausgeritten wurde. Lionheart hätten wir starten lassen können, er hätte jedoch nur Chancen auf Platz Vier oder Fünf gehabt - das wäre wenig sinnvoll gewesen. Es ist ein Prix de Cornulier mit recht klaren Konturen. Zwar werden 18 Pferde starten, denn träumen darf man in diesem Rennen immer, doch genauso gut hätten auch zwölf gereicht.
Die Starter für den Prix d’Amerique sind nahezu bekannt. Wie seit Jahren werden vor allem jene zu beachten sein, die in den Vorbereitungsrennen überzeugt haben: Josh Power, Inmarosa, Epic Kronos oder Iroise de la Noe. Jushua Tree ist sehr gut drauf, steigert sich nach einer leichten Erkrankung, und der Abstand von vier Wochen zwischen den Rennen passt perfekt. Ich denke, er wird vorne mit kleinen Alu-Eisen laufen."
Zurück in den Sulky um den 15. Februar?
"Meine Genesung verläuft recht gut. Ich werde zunehmend besser und könnte um den 15. Februar wieder in einen Sulky zurückkehren. Ich versuche, viele kleine Alltagsdinge zu erledigen und mache alle 48 Stunden Physiotherapie. Ganz allein kann ich meine Jacke noch nicht anziehen, aber es gibt Fortschritte. Ich habe mich schon kurz wieder in den Sulky gesetzt, um zu testen, doch für echtes Arbeiten mit den Pferden ist es noch zu früh und zu riskant. Ich bin weiterhin sehr müde. Deshalb laufe ich im Moment 'beschlagen' und dicht an der Innenkante (lacht)."
