Die in diesem Winter vielfach kritisierte Piste im Hippodrome Vincennes, wird in den kommenden Monaten wohl nicht ohne umfangreiche Arbeiten auskommen.
Wenn es in diesem Winter ein Thema gab, dass sowohl die Aktiven als auch die treuesten Wetter beschäftigt hat, dann war es die Bahn im "Temple du Trot". "In der Tat, es gab Kritik", erklärt der Renn- und Verbandsdirektor der SETF, Guillaume Maupas gegenüber dem ParisTurf. "Das war noch vor der Frost- und Tauperiode, die immer sehr kompliziert ist. Man kann sich sogar fragen, ob man in dieser Phase überhaupt Rennen austragen sollte. Nach den Rückmeldungen der Profis haben wir ein Audit eingeleitet. Spezialisten waren im Februar bereits zweimal vor Ort und werden einen technischen Bericht über den Zustand der Bahn erstellen."
Die ersten Erkenntnisse seien eindeutig: Vincennes verfüge über eine in die Jahre gekommene Piste, da seit dem Sommer 2011 keine größeren Arbeiten mehr durchgeführt wurden. "Es gibt ein Problem mit der Durchlässigkeit der Bahn sowie mit der Qualität der Schlacke, die wir aufbringen (Anm.: 1.700 Tonnen wurden während des Meetings verwendet). Viele Pferde laufen barfuß, und die Profis wollen nicht unbedingt grobkörnige Schlacke, da diese auf die Hufe reibender wirkt. Ist das Material jedoch feiner, setzt es sich bei schlechtem Wetter schneller zu.
Wunder lassen sich natürlich nicht in zwei Tagen vollbringen. Deshalb habe ich die Spezialisten gebeten, uns Pläne für drei, fünf und zehn Jahre vorzulegen, um zu sehen, was notwendig ist, um die Qualität der Bahn von Vincennes wieder herzustellen. Dieses Thema werden wir entschlossen angehen. Ob wir genügend Zeit haben werden, Arbeiten in rennfreien Phasen durchzuführen, wird sich zeigen."
Nachdem der Pachtvertrag für Vincennes im Juli verlängert wurde, dürfte die SETF in naher Zukunft also kaum um umfangreiche Arbeiten an der Bahn herumkommen.
