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Erfolgreicher GNT-Start für den "Kaptain"?

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Vorschau Amiens, Mittwoch 04.03.2026

Der Auftakt in den Grand National du Trot 2026 versammelt vor allem im zweiten Band einiges an Qualität. Auf dem Weg zur erfolgreichen Quinte dürfen die Wetter aber zwei Fakten nicht ignorieren: Seit fünf Jahren findet der Start der beliebten Rennserie in Amiens statt und seit 2022 hat dort immer ein Pferd von der Grundmarke triumphieren können.

Kaptain du Liamone (14) gehört zu den Pferden, die diese Serie durchbrechen könnten. Er kommt mit Platzierungen aus Gruppe III-Rennen in Vincennes, die noch einmal höher anzusiedeln sind, als das was heute gefordert wird. Einer der härtesten Kontrahenten dürfte Jilord Viva (16) sein, für den Eric Raffin extra anreist. Der 'Sulky d'Or' muss bis inklusive 08. März eine Sperre absitzen und darf nur in Grupperennen an den Start gehen, womit dies sein einziges Engagement in den nächsten Tagen sein wird. 

 

Im ersten Band wird man sowohl Iris From (9), als auch Just de l’Oison (8), Jentil Dieschoot (2) und Jiconde Sibey (11) das Vertrauen schenken dürfen.

 

---2.900m---

 

LOVER MAN (1) bringt mit dem Sieg aus Vincennes eine gute Empfehlung mit. Schnell an die Spitze gesteuert, kontrollierte der Hengst das Geschehen den ganzen Weg und löste sich in den Einlauf hinein. Das er auf den finalen Metern noch durch einen speedigen Gegner ins Foto gezwungen wurde, tat der guten Leistung in 13,6/2.850 Meter keinen Abbruch. Allerdings liegt dieser Erfolg schon fast drei Monate zurück. Zudem kommt der Sohn von Magnificent Rodney mit vollem Beschlag und nicht mit dem Trainer Mathieu Mottier an den Ablauf. Ein Aufbaustart, der wohl nicht in die Wetten führt, scheint im Vordergrund zu stehen.

 

Nach über acht Monaten Auszeit hat JENTIL DIESCHOOT (2) nur zwei Prepare benötigt, um in der Folge wieder sehr zuverlässig zu agieren. Bei den folgenden fünf Starts hat der Wallach neben einem Sieg vier weitere vordere Platzierungen abgeliefert. Beim Erfolg am 31. Januar in Cagnes-sur-Mer trat der Fuchs hinter dem Auto zunächst schwach ein, rückte aber frühzeitig in die Spitzengruppe. Danach musste der 7jährige zwar außen herum marschieren, erdrückte den Führenden aber dennoch im Einlauf und kam letztlich zu einem leichten Sieg. Die 11,3 auf den 2.150 Metern bedeuteten auch eine neue Bestmarke. Zuletzt bestimmte der Un Charme Fou-Sohn in einem Course B in Vincennes den ganzen Weg das Tempo, ehe er an der letzten Ecke gegen Jilord Viva nicht mehr gegenhalten konnte. Als Vierter in 13,1/2.850 Meter hielt er sich aber knapp eine Länge hinter dem Sieger immer noch achtbar. Erneut von der Grundmarke muss man sich dringend mit der Leblanc-Farbe beschäftigen.

 

Am 22. Januar konnte JOOST D'OLERON (3) mit ein wenig Glück und dank der starken Fahrership von Paul Philippe Ploquin in Vincennes gewinnen. Mit einem guten Antritt hatte der Hengst früh die Führung übernommen, wurde aber im Laufe des Rennens bis an die vierte Position an der Innenkante zurückgeschoben. Schon auf dem Weg in den Schlussbogen suchte 'PPP' verzweifelt nach einer Lücke, weil sein Partner offenbar noch genügend Reserven übrig hatte. Erst im Einlauf ergab sich eine Lücke an der Innenkante, die das Gespann sofort nutzen konnte, um noch den schon enteilten Jentil Dieschoot zu attackieren. Der erneute Gegner wurde in guten 12,7/2.700 Meter kurz vor der Linie gestellt. Beim folgenden Start in Toulouse fand der Nahar de Beval-Sohn schon am Toto schon mehr Beachtung. Allerdings tat er sich auf der klebrigen Piste nach einem erneut verdeckten Rennen in vorderer Linie im Einlauf erstaunlich schwer und verlor den dritten Platz kurz vor dem Ziel. Auch wenn dem 7jährigen heute die ganz starke Hand fehlt, kann er bei ausreichendem Budget ein Platz in den Kombinationen finden.

 

Allein die Tatsache, dass HAUTAIN (4) seit September immer nur einen Start im Monat absolviert hat, spricht nicht sonderlich für den Hengst. Und noch dazu ist die Gesamtform der 'Montesson'-Farbe in diesem Zeitraum eigentlich auch nicht stark genug, um hier mitzumischen. Allerdings hat der Trainerwechsel Mitte Januar offenbar einen kleinen Schub gebracht. Am 19. Februar hatte der Ready Cash-Sohn Mitte des Schlussbogens fast noch das gesamte Feld vor sich, fand aber eine Passage und machte sich im Einlauf auf die Verfolgung. Der fünfte Rang in einem Course D ist sicher ein guter Ansatz gewesen. Ob das reicht, um den Hengst in der Königswette unterzubringen, ist aber dennoch fraglich.

 

Die gute Gesamtform aus dem letzten Jahr konnte IENA D'ORGERES (5) zunächst auch mit dem Start in das Wintermeeting nehmen. Dabei gefiel vor allem der zweite der beiden Ehrenplätze am 10. Dezember. Cedric Terry servierte der Stute ein Traumrennen im Windschatten in zweiter Spur und konnte im Einlauf als einziger noch an den sicheren Sieger heranrücken. Garniert wurde dieser zweite Rang noch mit einer neuen Bestmarke von 10,5 über die 2.100 Meter. Gemessen an dieser Leistung, zeigte die Form bei den nächsten drei Starts abwärts. Der letzte Auftritt liegt schon gut sechs Wochen zurück und stammt vom 22. Januar aus Toulouse. Die Village Mystic-Tochter hatte trotz des äußersten Startplatzes hinter dem Auto schnell eine Lage in vorderer Linie gefunden und lief die meiste Zeit in der Deckung. Bis weit in den Einlauf schien sie dann den zweiten Platz absichern zu können, wurde aber noch von drei Gegnern einkassiert. Nur eine nachträgliche Herausnahme brachte noch das Upgrade zum vierten Rang. Mit dem aktuelleren Eindrücken wird man sich eher von der Terry-Farbe verabschieden müssen.

 

HALL BLACK MESS (6) beendete das alte Jahr mit einem Sieg in Cagnes-sur-Mer und startete mit einem Erfolg in Vincennes in die neue Saison. Dabei konnte der Wallach besonders am Neujahrstag unheimlich imponieren. Nach einem guten Start lag er immer im vorderen Drittel und konnte aus dem letzten Bogen heraus als Erster die Lücke zum Führenden schließen. Als sich der 9jährige den Ausreißer noch leicht schnappte, wehrte er als Außenseiter nebenher in 12,6/2.850 Meter auch die Attacke des großen Favoriten ab. Bei zwei weiteren Starts im Wintermeeting konnte der Village Mystic-Sohn allerdings nicht annähernd an diese starke Vorstellung anknüpfen. Am 24. Januar rieb sich der Chalon-Schützling ab Mitte der Gegenseite allein in dritter Spur auf und spannte im Schlussbogen freiwillig aus. Mitte Februar fehlte ihm in einem Course B in der Entscheidung einfach die Lücke, um mehr als Rang Sieben zu erreichen, nachdem er zuvor das gewünschte verdeckte Rennen erhalten hat. Obwohl er rechtsherum reichlich Erfahrung besitzt, ist er in diese Rennrichtung noch sieglos. Das wird sich heute wohl nicht ändern, aber für einen Platz in der Quinte kann es immer reichen.

 

Nach fast vier Monaten Auszeit kehrte IBIS QUICK (7) Mitte November in den Rennzirkus zurück. Von den seitdem sechs absolvierten Starts gab es drei unplatzierte Vorstellungen und drei kleinere Platzierungen. Aber auch diese beiden letzten Starts, die zu Rang Drei und Fünf führten, werden nicht als Empfehlung reichen. Beide fanden in Verkaufsrennen für Nachwuchsfahrer statt, womit der 8jährige heute einige Klassen überspringen muss. Der Wallach aus dem Stall von Franck Terry ist eine ganz deutliche zweite Farbe, was auch durch die Fahrerwahl ausgedrückt wird.

 

Das JUST DE L'OISON (8) am 08. Februar noch einen Start kurzfristig absagen musste, bringt nicht unbedingt zusätzliches Vertrauen mit. Zudem ist der Wallach damit seit fast zwei Monaten ohne Start und somit ohne frische Referenz für den Wetter unterwegs. Dennoch geht der Vertreter aus dem Championats-Stall Duvaldestin mit einem grünen Emoji auf die Reise, was man ernst nehmen sollte, auch wenn er bei seinem letzten Auftritt als heißer Favorit enttäuschte. An diesem Tag lief trotz der Zulage lange alles noch Plan. Früh an vierter Position eingereiht übernahm der 7jährige auf der Überseite in guter Haltung das Kommando und führte das Feld auch in den Einauf. Allerdings blieb Just de l'Oison dort unerwartet schnell stehen und nahm deutlich zurück nur das sechste Geld mit. Womöglich kam der Quaro-Sohn mit der äußerst klebrigen Bahn dieses Tages weniger gut zurecht. Was ihm aber sicherlich liegen dürfte ist der Rechtskurs, auf dem er schon acht Siege erzielen konnte. Insgesamt kommt man also kaum an Just de l’Oison vorbei, auch wenn er in der sehr passenden Aufgabe nicht zwingend der erste Sieganwärter ist.

 

Am 17. Februar musste IRIS FROM (9) das geplante Engagement kurzfristig auslassen, weil sie mit einem nicht regelkonformen Beschlag die Bahn betreten hat. Die letzten vier Starts aus dem alten Jahr bringen die Stute aber auch in diesem Gruppe-Rennen ins Spiel. So überzeugte sie bereits am 26. Dezember auf dem Rechtskurs in Bordeaux. Obwohl die nun 8jährige aus dem ersten Band starten konnte, wurde sie im Laufe des Rennens im Hintertreffen eingebaut. Matthieu Abrivard musste im Einlauf viel Übersicht aufbieten, um seine Partnerin noch auf Rang Zwei fliegen zu lassen. In diesem stark besetzten Course A war das eine Leistung, die bei Wiederholung hier auch für den Sieg reichen könnte. Trotz der kleinen Auszeit fällt es schwer auf die Bigeon-Farbe zu verzichten.

 

Für seinen ersten Start auf einem Rechtskurs bringt IPALIO (10), neben der dürftigen Form, ein zusätzliches Fragezeichen mit in die Partie. Mit fünf Platzierungen aus elf Starts verlief seine Saison 2025 wechselhaft. Bei seinen beiden Auftritten in diesem Jahr konnte er bislang nicht wirklich überzeugen. Am 06. Januar lag er lange Zeit an fünfter Position, konnte die Beschleunigung vor dem letzten Bogen aber nicht mehr mitgehen und war als Achter sehr weit zurück. Selbst bei nur acht Startern am 14. Februar in Wolvega konnte der Django Riff-Sohn, auch wenn er 25 Meter gegen sich hatte, nicht über Rang Fünf hinauslaufen. Der Fuchs geht zudem auch noch in eine anspruchsvollere Aufgabe.

 

Im Januar agierte JICONDE SIBEY (11) bei beiden Auftritten sehr unglücklich und war einmal als Siebte und einmal unplatziert unter Wert geschlagen. Am 05. Januar saß die Baudouin-Farbe sehr lange fest und flog auf den finalen Metern an die besser platzierten Gegner heran. Im Prix Helen Johansson wurde sie aus der Lage bis zum letzten Bogen weit nach hinten geschoben und war lange zur Tatenlosigkeit verurteilt. Genauso gut hätte sie auch mit einer ordentlichen Prämie aus diesem Gruppe III-Rennen kommen können. Zuletzt hatte die 7jährige freie Fahrt, quittierte aber den alleinigen weiten Weg durch den Schlussbogen mit einem Einbruch bis auf Platz Neun. Ihre geringe Erfahrung auf dem Rechtskurs führte immerhin zu zwei Erfolgen, wenn auch nur über Gras. Die Timoko-Tochter ist insgesamt besser als es die Form aussagt und gehört spätestens in den Kombinationen auf den Wettschein.

 

Das HOLD UP DREAM (12) perfekt an die Grundmarke passt, gehört erst einmal zu positiven Aspekten, die für den Hengst sprechen. Allzu viel kommt aber nicht mehr hinzu. Immerhin hat der 9jährige zum Jahresauftakt als Zweiter über die Mitteldistanz überrascht. Auch wenn er sich immer im Windschatten verstecken konnte, musste der Offshore Dream-Sohn weite Wege gehen. Mit einem großen Speed zu Beginn des Einlaufs sicherte er sich dann in 12,1/2.100 Meter den Ehrenplatz. Nur einen Start später reichte es auf derselben Distanz nur zu Rang Sieben. Das lag aber vor allem daran, dass Hold Up Dream diesmal nicht den passenden Zug gefunden hat, zwei Kategorien höher angetreten ist und im Kilometerschnitt fast eine Sekunde schneller traben musste. Ende Januar musste der Schützling von Stephane Bourlier noch ein geplantes Engagement krankheitsbedingt absagen. Weil die anschließende Pause nicht allzu lang war, sollte sich diese Absage aber nicht hinderlich auf heute auswirken. Dennoch kommt er nicht über die Kombinationen hinaus.

 

---2.925m---

 

Nach über halbjähriger Auszeit und einem Trainerwechsel ist IRON MESLOIS (13) noch immer nicht richtig in Form gekommen. Die ersten vier Starts führten lediglich zu einem Kleingeld und wurden zudem noch durch eine kurzfristige Streichung unterbrochen. Zuletzt reichte es zwar für einen Sieg in Vincennes, allerdings fand dieser auf der niedrigsten vorstellbaren Ebene im Verkaufsrennen für Nachwuchsfahrer statt. Immerhin machte der Wallach bei seinem Angriff zur Halbzeit des Rennens eine gute Figur und übernahm die Spitze. Aus dem finalen Bogen löste sich der 8jährige und kam zu einem ungefährdeten Erfolg. Einige Klassen höher wird es der Sohn von Titan d'Occagnes aber nicht nur wegen der Zulage zu schwer antreffen.

 

Seit weit über einem Jahr ist KAPTAIN DU LIAMONE (14) unheimlich zuverlässig unterwegs. Bei den letzten siebzehn Starts war der Wallach immer im Geld und hat dabei als schlechtestes Ergebnis einen sechsten Rang im Formenspiegel. Seine letzten vier Starts fanden allesamt auf Gruppe-Ebene statt und führten zu vorderen Platzierungen. So hatte der Face Time Bourbon-Sohn am Amerique-Sonntag nach einem guten Antritt im Prix Jean Rene Gougeon immer eine Position in vorderer Linie. Im letzten Bogen konnte er, wie das gesamte Feld, nicht mehr dem überlegenen Sieger folgen, kämpfte aber hervorragend für den dritten Platz. In 11,3/2.100 Meter lief er dabei auf einer klebrigen Piste sehr dicht an seinen Rekord heran. Wie seine Bandgefährten muss auch er den Fluch des zweiten Bandes bekämpfen. Dennoch gehört er zu den Sieganwärtern.

 

HADES DE L’ITON (15) war einer der Helden der letzten Saison. Von Januar bis Anfang September konnte der Wallach eine Serie von neun Siegen hinlegen. Darunter gab es Erfolge auf Sand, sowie Siege über Gras. Dabei war auch der Überraschungserfolg im Finale der Trophee Vert. Mit einem siebten Platz im November in Vincennes endete die Saison für den Sohn von Un Mec D'Heripre. Nach 81 Tagen kehrte der nun 9jährige zurück und trat im Gruppe III-Rennen in Cagnes-sur-Mer sofort siegreich auf. In dem sehr passend ausgeschriebenen Rennen, zog der Schützling von Antonin Andre sofort an die Spitze. Der Trainer, Besitzer und Stammfahrer in Personalunion teilte das Tempo perfekt ein und machte sich zu Beginn des Einlaufs, angesichts der vorherigen Pause, erstaunlich leicht frei. Auf der an diesem Tag schlammigen Piste, war die Zeit von 14,3/2.925 Meter nebensächlich. Aus dem Zulagenband wird es heute schwierig an die geliebte Pole Position zu kommen. Aber Hades de L’Iton kann auch aus dem Feld eine große Rolle spielen.

 

Mit JILORD VIVA (16) ist einer der Favoriten der Aufgabe gefunden. Der Wallach hat mit Eric Raffin eine starke Bilanz. Die letzten drei gemeinsamen Auftritte konnte das Duo gewinnen, obwohl alle Starts in Vincennes stattfanden. Besonders beeindruckend agierte der Fuchs beim letzten Auftritt. Früh landete der Sohn von Vulcain du Vivier in der Todesspur. Raffin ließ seinen Partner lange an vierter Position marschieren, ehe das Gespann im letzten Bogen langsam aufrückte. Bis zur Einlaufecke konnte Jilord Viva mit dem führenden Jentil Dieschoot gleichziehen und löste sich kurz darauf ein wenig von den Verfolgern. Auf den finalen Metern wurde der 7jährige von Raffin nach Hause "getragen" und trabte letztlich starke 12,4/2.875 Meter. Schon an diesem Tag musste er eine Zulage ausgleichen, was heute aber zu einer zu großen Herausforderung werden könnte. Auch wenn es vielleicht nicht für den Sieg reicht, ist die Viel-Farbe schwer aus der Wette zu denken.

 

Tipp:

KAPTAIN DU LIAMONE (14)

JILORD VIVA (16)

IRIS FROM (9)

JUST DE L'OISON (8)

JENTIL DIESCHOOT (2)

 

Für die Kombinationen: HADES DE L’ITON (15) - JICONDE SIBEY (11)

 

 

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