News Frankreich Trab, 19.03.2026
(hen) Seit der Gründung im November erlebt der Ecurie Serenite einen bemerkenswerten Erfolg, wie einer ihrer Gründer, Antonio de Sousa (Foto:@scoopdyga), dem ParisTurf berichtet. Der Ecurie Serenite tauchte erstmals im Dezember 2025 in den Rennprogrammen auf und hat seitdem eine beeindruckende Erfolgsserie hingelegt.
Seit dem Start verzeichnet der neue Stall 24 Siege und 26 Platzierungen bei 79 Starts bei den Trabern, was einer Quote von 63% unter den ersten Fünf entspricht. Die Rennfarben selbst sind im französischen Rennsport aber schon seit Jahrzehnten bekannt und stehen für Antonio de Sousa und seine Familie. "Der Stall vereint die Pferde meines Sohnes Frederic und meiner Frau Mauricette unter einer gemeinsamen Struktur", erklärt der Unternehmer aus der Immobilien- und Baubranche. "Seit über zehn Jahren laufen meine Pferde unter dem Namen meiner Frau. Zwar besitzen beide weiterhin einige Pferde separat, aber der Großteil ist jetzt im Ecurie Serenite zusammengefasst. Wir wollten damit ein gemeinsames Familienabenteuer erleben. Außerdem bringt diese Struktur auch steuerliche Vorteile, etwa bei der Mehrwertsteuer."
Mit rund 100 Pferden ist der Bestand beachtlich: "Wir haben 80 Traber und 20 Galopper", ergänzt de Sousa. Ganz nach dem Motto "Gemeinsam ist man stärker" verlief das Wintermeeting in Cagnes-sur-Mer für den Stall äußerst erfolgreich. Unter der Führung von Trainer Romain Derieux belegten sie den ersten Platz in der Besitzerwertung. Sowohl nach Siegen (19), als auch nach Gewinnsumme (297.080 Euro).
Ob er solche Ergebnisse erwartet habe? "Ich komme aus der Unternehmenswelt. Ich investiere, und irgendwann müssen Ergebnisse kommen. Ich bin ein Gewinner und kämpfe gern um den Sieg. Deshalb versuche ich, beste Voraussetzungen zu schaffen. Gute Pferde mit starken Abstammungen und Trainer, die Rennen gewinnen."
Eine zentrale Rolle spielt dabei Romain Derieux, der seit über 20 Jahren mit der Familie zusammenarbeitet und den Großteil des Bestands trainiert: "Ich schätze ihn sehr. Er leistet hervorragende Arbeit und ist äußerst engagiert. Wir sprechen offen über alles, auch wenn es mal nicht läuft. Das ist unsere Stärke. Ich habe drei Kinder, aber Romain betrachte ich wie meinen vierten Sohn."
Ein Großteil der Zuchtstuten befindet sich ebenfalls bei ihm: "Seit über zehn Jahren baue ich meine Zucht auf. Ich habe etwa 20 Zuchtstuten, und die meisten meiner Pferde stammen aus eigener Zucht. Natürlich kaufe und verkaufe ich auch Pferde. Einige Stuten besitze ich gemeinsam mit Romain und seinem Vater. Gemeinsam haben wir große Erfolge erlebt, etwa den Sieg im Elitloppet."
Nayara kann gewinnen
Das Jahr 2026 verläuft bislang sehr erfolgreich für den Ecurie Serenite. Bei den Trabern belegen sie aktuell den dritten Platz nach Gewinnsumme (417.530 Euro) und führen die Statistik nach Siegen (20) an.
Am Freitag wird der Stall unter anderem durch Nayara im Prix Ali Hawas (GR II) vertreten sein: "Bei ihrem Debüt unter dem Sattel wurde sie nur knapp geschlagen. Sie kann durchaus gewinnen. Ich habe sie für 100.000 Euro von Louis Baudron gekauft. Sie gehört zu unseren Hoffnungsträgern." Auch Manhattan Rain, die am selben Tag in der Quinte startet, steht im Fokus: "Sie ist schwierig, aber sehr talentiert. Der Start hinter dem Auto wird ihr helfen."
Antonio de Sousa, inzwischen 76 Jahre alt, ist nach wie vor mit großer Leidenschaft dabei. Nach ersten großen Erfolgen Ende der 80er-Jahre mit Tristan d’Essarts richtet er seinen Blick zunehmend auch auf den Galopprennsport: "Das interessiert mich sehr, besonders weil mein Sohn Frederic diesen Sport liebt. 2023 hat er den Gran Steeple-Chase de Paris (GR I) mit Rosario Baron gewonnen."
Der Galopperbestand umfasst etwa 20 Pferde, die von Daniele Mele trainiert werden. Auch hier wächst die Aktivität, insbesondere im Bereich Zucht. Mit Pferden wie Liskaria, Wells Park oder Kapaca de Thaix, zuletzt Dritter im Prix Robert de Clermont-Tonnerre (GR III), konnte der Ecurie Serenite bereits Erfolge feiern.
Das gemeinsame Ziel der Familie ist klar: "Wir wollen sowohl im Trab, als auch im Galopprennsport Pferde hervorbringen, die auf höchstem Niveau in den großen Rennen antreten können."
