News Frankreich Trab, 04.01.2026
(hen) Mit einem Start-Ziel-Erfolg holte sich Guglielmo Jet (Foto:scoopdyga) am Sonntag den Prix Charles Tiercelin. Der Schützling von Alessandro Gocciadoro richtet nun den Blick auf den Prix Ourasi (GR I) am 24. Januar. Zudem nahm er auch Revanche an Mack de Blary, der, wie Thierry Duvaldestin vor dem Rennen erzählte, nicht voll auf das Rennen eingestellt war, aber dennoch als klarer Favorit in die Prüfung gegangen ist.
Im Sulky von Guglielmo Jet saß Trainer Alessandro Gocciadoro persönlich, während er Eric Raffin die zweite Farbe Gabrioz anvertraute. Guglielmo Jet war sofort an der Spitze zu sehen und teilte das Tempo gut ein, während der Stallgefährte durch die Todesspur marschierte und Mack de Blary lange im hinteren Teil des Feldes lag. Die Zwischenzeiten lagen mit 19,3 an der 1.500-Meter-Marke und 18,3 einen Kilometer vor dem Ziel, deutlich unter dieser Klasse. Auf dem letzten Kilometer rückte Mack de Blary an die zweite Position, was für deutlich mehr Tempo sorgte. Allerdings war das erwartete Duell schnell beendet, weil Guglielmo Jet in den Einlauf hinein leicht zulegen konnte. Ständig in seinem Windschatten, verlor Madrid Haufor zwar den Kontakt zum späteren Sieger sicherte sich aber den Ehrenplatz. Dagegen wurde Mack de Blary für den kleinsten Podestplatz sogar von Mille Etoiles knapp abgefangen.
Der Sieger, der erstmals barfuß vorgestellt wurde, revanchierte sich damit am Franzosen, der ihn noch am 07. Dezember im Prix Ready Cash bezwungen hatte. "Wir sind im Grunde nur den letzten Kilometer richtig gefahren", analysierte sein Trainer. Tatsächlich absolvierte der Sieger diesen Abschnitt in starken 09,8. "Das Pferd war überhaupt nicht müde. Nach dem Ziel wollte er noch weitergehen." In seiner italienischen Heimat ist der Maharajah-Sohn bereits Gruppe I-Sieger. Einen weiteren Triumph auf höchstem Niveau will er nun am 24. Januar in Vincennes holen.
Allerdings dürfte Mack de Blary an diesem Tag ein deutlich härterer Gegner sein, wie Theo Duvaldestin im Anschluss erklärte: "Heute war er rundum beschlagen. Im kommenden Klassiker wird er barfuß laufen." Das wird für ihn eine Premiere in dieser Konfiguration sein. "Hier wurde er von Pferden geschlagen, die alle barfuß gelaufen sind. Taktisch hatten wir das schlechtere Rennen", analysiert er weiter. "Als ich auf gleicher Höhe mit Guglielmo Jet kam, wusste ich, dass ich nicht gewinnen würde. Trotzdem wird er darauf aufbauen, denn nach seinem letzten Start haben wir ihm eine Pause gegönnt."
Beim Ausbilder der Zweitplatzierten herrschte hingegen Zufriedenheit. "Ihre Leistung war hervorragend", erklärte Trainer Christian Bigeon zu Madrid Haufor. "Aber eigentlich ist sie gar nicht richtig zum Zug gekommen. In der Mitte der Zielgeraden hat sich keine Lücke geöffnet. Mit freier Bahn hätte Damien (Bonne) die Klappen heruntergezogen, und die Stute hätte stark beschleunigt. Sie hätte ganz sicher um den Sieg gekämpft. Ursprünglich hatten wir entschieden, nicht im Prix Ourasi zu starten. Aber nach dieser Leistung werden wir das noch einmal überdenken."
