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Wichtige Wochen für Paul Philippe Ploquin

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Er war einer der prägenden Akteure des Jahres 2025. Und diese Erfolgswelle will Paul Philippe Ploquin auch im neuen Jahr weiter reiten, während er sich auf ein spannendes Finale des Monats Januar einstellt. Am Sonntag sitzt der Jockey aus dem Departement Mayenne im Prix de Cornulier zum dritten Mal in Folge auf Ideale du Chene. Und eine Woche später darf er sich mit Epic Kronos berechtigte Hoffnungen im Amerique machen. Weil 'PPP' von Natur aus eher zurückhaltend ist, hat der ParisTurf überwiegend durch sein Umfeld etwas über seine Geschichte erfahren.


Foto: SCOOPDYGA

 

"Ich möchte kein Strohfeuer sein." Diese Worte von Paul Philippe Ploquin aus einem Interview, dass vor genau vier Jahren geführt wurde, klingen zu Beginn des Jahres 2026 umso stärker nach. Als zweifacher Vize-Champion der Trabreiter (2024, 2025), blickt der Profi aus der Mayenne auf ein Rekordjahr zurück: 159 Siege und ein weiterer Gruppe I-Erfolg auf seiner Liste, der ihm mit Epic Kronos im Prix Tenor de Baune gelungen ist. Insgesamt steht er nun schon bei zwölf Gruppe I-Siegen. Mit 32 Jahren scheint Ploquin auf dem Höhepunkt seines Könnens angekommen zu sein. Seit Jahren ist er ein gefragter Reiter im Sattel. Aber in den vergangenen ein, zwei Jahren hat er sich auch im Sulky auf ein neues Niveau begeben. Dazu hat er im Vorjahr nicht nur erstmals die Marke von 100 Siegen in einer Saison erreicht, sondern deutlich übertroffen. Somit hat sich sein Status innerhalb des Peletons verändert. Vermutlich auch der Blick der anderen auf ihn.

Wie hat der Anfang 30jährige dieses Niveau erreicht? Für Antworten geht es zurück zu den Wurzeln, zu seinem Vater Patrick Ploquin: "Als Kind war Paul ziemlich lebhaft", erinnert er sich. "In jungen Jahren interessierte er sich ein wenig für Fußball. Ich habe ihn dann mit etwa acht Jahren aufs Pferd gesetzt. Zu Hause hat er den Wert der Arbeit gelernt. Morgens musste er im Sulky sitzen, da gab es keine Wahl. Ich wollte ihn nicht im Haus sehen, sondern auf dem Hof. Das ist geblieben. Er ist fleißig und sehr gewissenhaft. Er machte keine halben Sachen und versucht immer, sich zu verbessern. Es muss perfekt sein."

Fest im Leben stehend genießt Paul Philippe Ploquin ein stabiles Umfeld an der Seite seiner Partnerin Claire und seiner dreieinhalbjährigen Tochter Alix. "Paul ist unkompliziert", erzählt Claire. "In der schönen Jahreszeit ist sein Garten seine große Leidenschaft. Er liebt es, auf seinem Rasenmäher zu sitzen - das entspannt ihn. Wenn er nicht fährt, verbringt er den Tag nicht auf dem Sofa vor Equidia. Er kann nicht nichts tun. Er muss beschäftigt sein, um den Kopf frei zu bekommen. Paul kann sich selbst hinterfragen, er ist sehr streng mit sich. Manchmal sogar zu sehr. Er analysiert alles und will wirklich an der Spitze sein. Er kann gestresst sein, zeigt es aber nicht."

Ein geradliniger und aufrichtiger Mensch

"Ich habe Paul am Vorabend des ersten Starts von Fado in Argentan kennengelernt (Anm.: Dezember 2017). Die Chemie stimmte sofort, es war eine freundschaftliche Liebe auf den ersten Blick. Paul ist ein gerader und aufrichtiger Mensch. Er sagt nicht immer, was er denkt, zeigt es aber durch Gesten der Zuneigung."

Auf der Rennbahn ein echter Wettkämpfer, weiß der Formel-1-Fan abseits der Rennbahnen abzuschalten. "Wenn wir gemeinsam Urlaub machen und ich mir keine Rennen ansehe, interessiert er sich auch nicht dafür", betont sein Freund aus Nizza, Mike Izzo. "Manche leben Rennen morgens, mittags und abends - er nicht. Wenn man einen Tag lang nicht über Pferde spricht, stört ihn das überhaupt nicht."

Benjamin Vaugarny, der Patenonkel seiner Tochter Alix, der unter anderem bei Christian Bigeon gearbeitet hat, bevor er Landschaftsgärtner wurde, ist seit rund 15 Jahren mit 'PPP'  befreundet. Er erinnert sich zurück: "Er hatte schon damals etwas Besonderes - mehr als die anderen. Aber er hat sich nie verändert. Er genießt es, mit Freunden einen guten Moment bei einem Glas zu teilen."

In der Woche vor dem großen Doppel 'Cornulier-Amerique' kann Paul Philippe Ploquin auf die bedingungslose Unterstützung seiner Familie und Freunde zählen. "Sein Erfolg ist außergewöhnlich", sagt sein Vater. "Besser geht es kaum. Ratschläge? Die gebe ich ihm nie. Aber ich verpasse kaum ein Rennen. Ich lebe das alles intensiv mit."

"Heute finde ich, dass er derjenige ist, der Pferde am besten vom Start bringt", ergänzt Mike Izzo. "Lange Zeit wurde er als Jockey für schwierige Pferde abgestempelt, aber er kann auch sehr fein fahren. Er weiß, wie man geduldig ist. Es macht mich stolz, ihn auf diesem Niveau zu sehen. Wir telefonieren 20 Mal am Tag, selbst in Grosbois, obwohl wir Nachbarn sind - außer sonntags, wenn große Rennen anstehen. Dann lasse ich ihn auf mich zukommen."

Als harter Arbeiter hat sich Ploquin mit eigener Kraft einen Platz in der französischen Elite erkämpft. "Inzwischen bekommt auch Alix langsam ein Gefühl dafür", erzählt Claire Lacroix. "Sie feuert ihn ständig an und liebt die Podiumsfotos. Ich bin sehr stolz auf ihn. Es ist ein wunderschöner Weg. Er gibt niemals auf. Selbst wenn ein Rennen um 11 Uhr beginnt und er um 8 Uhr losfahren muss, steht er um 7 Uhr im Hof und arbeitet noch ein Lot, bevor er aufbricht."

Mit Fleiß und Beharrlichkeit hat sich Ploquin die Möglichkeit erarbeitet, von Größerem zu träumen. Und wenige Tage vor dieser entscheidenden Woche setzt Mike Izzo keine Grenzen: "Wir wünschen uns nur eines - dass er das Double schafft."

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