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South Carolina AS mit der besten Taktik

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Fahrer-Double für Christoph Schwarz und Jaap van Rijn

Nachschau Mariendorf, Sonntag, 15.02.2026

 

Richtig guten Trabrennsport bekamen die Zuschauer bei der PMU-Matinée am Sonntagmorgen bei kühlen Temperaturen und strahlendem Sonnenschein in Mariendorf zu sehen. Mit dem ersten Lauf zur Silber-Serie stand neben den üppig dotierten PMU-Rennen auch das erste Standardrennen der Saison 2026 auf dem kurzweiligen Sechs-Rennen-ProgrammWenn in Mariendorf mehrere gleich starke Pferde aufeinandertreffen, dann entscheiden oft die Startnummer und die beste Taktik über Sieg oder Niederlage. So auch heute im ersten Lauf zur Silber-Serie, den sich South Carolina AS und Michael Nimczyk sicherten. Die International-Moni-Tochter bekam die Führung eingangs des ersten Bogens vom Stallgefährten Take Five (Robbin Bot) auf dem Silbertablett serviert und durfte dann ungestört ein sehr ruhiges Tempo an der Spitze anschlagen. Eingangs der letzten Überseite legte sich Take Five an die Seite seiner Stallgefährtin und wartete gemeinsam mit ihr auf die Attacken der Konkurrenz. Diese kamen dann Ende der Gegenseite in erster Linie von Olympia Greenwood (Christoph Schwarz), die bei nun höllischer Fahrt den gesamten Schlussbogen in der dritten Spur zurücklegte und trotz des enormen Pensums den diesmal sehr gut durchziehenden Othello PS (Victor Gentz) auf Rang drei verwies. Für den Sieg war die Messe da allerdings längst gelesen, denn South Carolina AS hatte sich im Schlussbogen umgehend vom Feld gelöst und konnte auf den finalen Metern locker austrudeln. Dabei genügten der Sechsjährigen eher langsame 1.16,1 / 1.900 m, um das erste fünfstellig dotierte Trabrennen des Jahres in Deutschland zu gewinnen.

Da war sogar Pam Beuckenswijk (Jaap van Rijn) mit 1.15,7 als turmhoch überlegene Siegerin des ersten Laufes der Newcomer-Serie in der gehobenen Anfängerklasse fast eine halbe Sekunde flotter unterwegs. Die Schilstra-Stute übernahm ausgangs des ersten Bogens die Führung von Mateo KS (Christoph Fischer) und dominierte die Konkurrenz anschließend nach Belieben. Mateo KS verteidigte den zweiten Platz knapp vor dem speedigen Gigio Effe (Kevin Brunner).

Das war bereits der zweite Tagestreffer von Jaap van Rijn, denn der niederländische Champion hatte sich zuvor in der dritten Tagesprüfung nach identischem Muster mit Corsa’s Titan durchgesetzt. Auch er setzte sich in Tagesbestzeit von 1.14,6 überlegen gegen die voll überzeugenden Wingback Design (Christoph Fischer) und Purple Flevo (Christoph Schwarz) durch.

Auch Christoph Schwarz dürfte zufrieden die Heimreise nach München angetreten haben. Denn auch dem deutschen Silberhelm gelang eine Doublette. Mit der von Marcel Hauber trainierten Pebbles Stone übernahm er im zweiten Rennen vor den Tribünen das Kommando von Eternity (Victor Gentz) und hatte dann am Ende überhaupt keine Probleme, den wuchtigen Schlussangriff von Njord Invicta (Michael Nimczyk) souverän zu kontern und einen überlegenen Erfolg zu erzielen. Eternity nutzte die kurzen Wege zu Rang drei.Den zweiten Volltreffer errang Christoph Schwarz dann für das eigene Quartier, den Stall Gramüller. Mit dem Mariendorfer Dauergast Foxtrot Jet orientierte sich der gebürtige Österreicher eine Runde vor Schluss an die Seite des führenden Narthex Boko (Michael Nimczyk) und drehte dann kontinuierlich an der Temposchraube. Unter diesem Druck geriet Narthex Boko eingangs der Zielgeraden von den Beinen, woraufhin sich Foxtrot Jet umgehend der Schlussattacke der geschonten Tampa Bay (Josef Franzl) ausgesetzt sah, die aber trotz aller Bemühungen nicht an dem immer wieder anziehenden Italiener vorbeikam. Weit zurück war All Brioni (Dennis Spangenberg) der Tapferste der „zweiten Abteilung“.

Schon vor dem Start der Rennen war klar, dass die Berliner Trainer an diesem Tag einen sehr schweren Stand haben würden. Die einzige echte Siegchance für die ostdeutschen Quartiere war im Vorfeld der Franzose Kaporal du Houssel mit Trainer Victor Gentz, der im ersten Rennen über den langen Weg von 2.500 m antrat. Der Sieburg-Traber war im ersten Band perfekt positioniert und lieferte auch die erwartet starke Leistung ab. Dass es am Ende dennoch nicht reichte, dafür waren Indigo des Baux und Robbin Bot ungeachtet einer Zulage von 40 m verantwortlich. Das Gespann vom Kaiserhof setzte am Start alles auf eine Karte und war bereits im ersten Rosenhof-Bogen in die zweite Position hinter dem vorne ein durchweg flottes Tempo diktierenden Kaporal du Houssel gerückt. Als dann Henri de Jautais (Josef Franzl) auf der letzten Überseite die Gänsemarsch-Formation auflöste, ging auch Indigo des Baux in die Offensive und setzte den Piloten unter Druck. In einem packenden Endkampf hatte der Fuchs aus dem Nimczyk-Quartier knapp das bessere Ende gegen den nie aufgebenden Gentz-Traber für sich. Auch der Drittplatzierte Henri de Jautais vermochte in diesem sportlich sehr hochwertigen Franzosen-Rennen absolut zu überzeugen. Totofavorit Iathenus Day (Christoph Fischer) überging sich leider in der Startphase und hatte dann, auspariert, in dieser Konkurrenz keine Chance mehr.

 

Der Gesamtumsatz belief sich auf 58.543 € (davon 12.867,50 € Bahnumsatz und 45.675,50 € Außenumsatz).

Der nächste Renntag in Mariendorf findet am Sonntag, den 1. März, um 13.00 Uhr statt. Im sportlichen Mittelpunkt stehen dabei die jeweils zweiten Läufe zur Newcomer- und Silber-Serie.

 

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